Officium des Praefectus Urbi

  • Ich folgte dem Praefectus Urbi und nahm wie aufgefordert Platz.


    Bevor ich dir die Lösungsvorschläge präsentiere, möchte ich gerne auf das Problem zu sprechen kommen. erklärte ich meine Absicht etwas weiter auszuholen.
    Wir haben bei unserer Durchsicht der Dienstpläne gemerkt, dass in den Vierteln mit vielen Villen der reichen Familien auch sehr viele Männer zum Putzdienst eingeteilt sind, obwohl dort wenige Fuhrwerke verkehren und es, so konnten wir bei unseren Besichtigungstouren selbst feststellen, keine grosse Verschmutzung gibt.


    And die nächtelangen Schichten der letzten Wochen, immer in Begleitung der Putzmänner und einiger Custodes dachte ich mit Schrecken zurück. Ich war zwar nicht ein fauler Mann, aber dennoch war ich es gewohnt dann wach zu sein, wenn die Sonne schien und in der Nacht zu schlafen, nicht umgekehrt. Die Umkehr dieses Rhythmuses hatte nicht nur mir, sondern auch meinen 3 Kollegen arg zu schaffen gemacht.


    In den Vierteln mit grosser Verschmutzung, aber auch grösserer Gefahr für die Männer, sind jedoch nur kleine Trupps eingeteilt. Es wundert uns daher nicht, dass es im Moment fast unmöglich erscheint, die Strassen in gewissen Vierteln der Stadt sauber zu machen. Damit war die Ausgangslage erst einmal auf dem Tisch.


    Wir können uns nun 2 Vorgehensweisen vorstellen:


    1. Die Umstellung der Dienstpläne, so dass mehr Männer in den stark verschmutzten Vierteln arbeiten und wesentlich weniger in den eigentlich sauberen Regionen unserer Stadt. Dies würde innerhalb unserer Befugnisse liegen, doch meine Kollegen fürchten den Zorn der Reichen in den betroffenen Gegenden. Wie ich auch, möchten sie natürlich nicht auf der ersten Stufe des Cursus stecken bleiben.


    2. Wir könnten uns aber auch vorstellen, mit Hilfe der Wasserspeicher und Pumpwerke der Stadt gewisse Strassen zu Beginn des Tagfahrverbotes zu fluten und den grössten Dreck so aus den Strassen zu schwemmen. Dann wären die restlichen Putzarbeiten auch mit der bisherigen Einteilung machbar.


    In der kurzen Zeit konnten wir für den zweiten Plan noch keine detaillierten Abklärungen treffen, aber wir haben doch schon festgestellt, dass es mit ganz wenigen, kleinen Bauarbeiten möglich wäre.


    Hier entfaltete ich einen Plan der Stadt auf dem Tisch vor uns und zeigte die übelsten Strassen und die von uns herausgefundenen Möglichkeiten für die Schwemmung.

  • Zitat

    Original von Herius Claudius Menecrates
    "Abschließend noch ein Hinweis, den ich allen Vorgesetzten, die ich demnächst spreche, mit auf den Weg gebe. Ich lege großen Wert auf ein höfliches und zuvorkommendes Auftreten aller Verwaltungsangestellten und bitte darum, das entsprechend zu kommunizieren und auch zu kontrollieren. In privater Angelegenheit habe ich bereits selbst einen Testversuch vorgenommen, der positiv verlaufen ist. Mein Wunsch basiert demnach nicht auf schlechter Erfahrung, sondern dem Anspruch, den ich an uns alle habe. Freundliche Kompetenz und zwar durchweg." Er fragte nicht, ob dies umsetzbar war, er setzte es voraus.


    Er erhob sich, da sowohl von Seiten des Praefectus Annonae alles gesagt war als auch von seiner Seite. "Auf eine gute Zukunft Roms!" Es klang wie ein Trinkspruch, sollte aber keiner sein, zumal Menecrates auch keinen Becher in der Hand hielt. Im Hinblick auf die Getreidelieferungen wünschte er sich in der Tat eine dauerhaft gute Zukunft.


    Der abschließende Hinweis kam für den Praefectus Annonae etwas überraschend, aber er nahm ihn kommentarlos zur Kenntnis. Immerhin käme ja niemand auf die Idee, seinen Angestelten Unfreundlichkeit zu verordnen, so dass er keine Schwierigkeiten mit der gegenteiligen Anweisung hatte.


    "Auf eine gute Zukunft Roms!" wiederholte er den Spruch und leerte seinen Becher, auch wenn es wohl kein Trinkspruch sein sollte, da sie nicht anstießen. Anschließend verabschiedete er sich.


  • Menecratews musste sich eingestehen, in der Vergangenheit nie großartig über die Straßenreinigung nachgedacht zu haben. In seinem Viertel gab es nichts zu beanstanden und in den schlechten Vierteln hielt er sich nicht auf. Das allerdings hatte sich ein wenig während des Consulats, insbesondere aber nach seinem Amtsantritt geändert. Wie schlecht die Situation in den Armenvierteln aussah, konnte er sich nicht vorstellen, bis er es mit eigenen Augen gesehen hatte.
    Die geschilderte Situation überraschte ihn daher weniger. Er nickte wissend und registrierte erfreut, dass der junge Magistrat bereits mit Vorschlägen aufwartete.
    "Das ist in der Tat ein Problem", stimmte er zu, ohne sich festzulegen, ob er die Situation im allgemeinen meinte oder die Tatsache, dass ein Abzug der Putzkolonne aus den Vierteln der Wohlhabenden sicherlich Unmut erzeugen würde. Um Zeit zu gewinnen, winkte er eine Hilfskraft heran, die Wein und Wasser anbot.


    "In meiner Vorstellung ist der Ort, wo die Schwemmung beginnt, weitgehend sauber und in Abflussrichtung erstickt des betreffende Viertel im angeschwemmten Unrat. Das bedeutet, die ohnehin schlecht gestellten Bürger sehen sich zeitweilig einer nochmals verschlechterten Situation gegenüber. Du kannst mich gern eines Besseren belehren, weil du über den praktischen Einblick verfügst, aber ich tendiere derzeit zur Variante eins, allerdings in abgeschwächter Form. Wesentlich weniger Männer in den bisherig gut versorgten Gebieten halte ich für zu radikal. Wie wäre es mit einer sanften Neuverteilung. Dazu müsste ich allerdings Zahlen wissen. Fehlt es an Männern? Vielleicht kann man welche rekrutieren." Er dachte kurz nach, dann fügte er an: "Möglicherweise eignen sich einzelne Straßen lagebedingt besser für eine Schwemmung als andere. Die Frage ist auch, wo fließt der gesamte Krempel in diesen Fällen hin. Diese Variante ist nicht vom Tisch, aber es gibt Klärungsbedarf." Er beugte sich vor und warf einen Blick auf die vorgeschlagenen Straßenzüge. Er kannte sie nicht alle, noch nicht. Ob sie ein Gefälle aufwiesen, war der Karte nicht zu entnehmen.

  • Diese Einwände hatten meine Kollegen und ich natürlich erwartet und die entsprechenden Strassen, die möglichen Anfangspunkte einer Schwemmung und die Konsequenzen so gut als möglich bedacht. Als der Praefectus sich nun über die Karte beugte, versuchte ich ihm daher diese Informationen zu geben.


    Du siehst hier mit Kreuzen markiert, die Orte wo Pumpwerke oder Speicherwerke einen möglichen Anfang einer Schwemmung darstellen könnten. Natürlich würden wir nicht darauf setzen, die ganzen Strassen unter Wasser zu setzen und damit zu riskieren, dass es weiter unten zu Überschwemmungen käme. Es würde gemäss unseren Berechnungen bereits eine Wasserhöhe von 1 Fingerbreit ausreichen um die markierten Strassen schnell und einfach vom grössten Unrat zu befreien.


    Wenn alles wie geplant funktioniert, dann landet dieser dann an den eingekreisten Orten und kann von dort entweder in den Tiber gewischt werden, wie es bereits jetzt zum Teil gemacht wird, oder gesammelt und an einen anderen Entsorgungsort transportiert werden, um dort verbrannt zu werden.


    Nach einer Pause, die dem Praefectus ermöglichte die Strassen und geplanten Routen auch wirklich zu studieren, antwortete ich auch auf die erste Frage:


    Eine sanfte Umteilung der Putzkräfte wäre wesentlich einfacher, wenn wir noch mindestens 100 Mann dazu rekrutieren könnten. Dies wäre aber mit wesentlichen Mehrkosten für die Staatskasse verbunden, da entsprechend mehr Löhne bezahlt werden müssten.

  • Menecrates erkannte, dass die Überlegungen durchdacht waren, trotzdem konnte er sich von einer gewissen Skepsis nicht freimachen.
    "Ich gebe dem Ganzen eine Chance und stimme der Schwemmung zunächst von einer Straße zu." Er lehnte sich nochmals über die Karte, dann tippte er auf einen Punkt, an dem ein Pumpwerk eingezeichnet war. "Diese nehmen wir. Der Unrat wird entsorgt, aber nicht im Tiber."


    Auch wenn dies die kostengünstigste Entsorgung gewesen wäre und Rom von all dem Unrat nie wieder etwas sehen würde, er konnte sich damit nicht anfreunden. Vielleicht dachte er dabei an die Fische, deren Lebensraum verdreckte. Immerhin besaß er selbst eine Fischzucht und kannte die Anforderungen an den Lebensraum. Oder er stellte sich das Bad im Tiber vor, wenn alle möglichen Reste antrieben, auf den schwimmenden Körper trafen und an ihm kleben blieben. Er schüttelte sich bei dem Gedanken.


    "Hundert zusätzliche Männer sind nicht machbar, das weißt du sicherlich. Probieren wir zunächst die Schwemmung. Ein ausreichend großer Trupp soll sich am Ende des Abschnitts bereithalten, damit der Unrat möglichst schnell gesammelt wird. Wir haben Sommer, es wird schnell zu Geruchsbelästigung kommen. Die Kosten für den Lohn von zusätzlichen Arbeitskräften wird die Staatskasse nicht aufbringen können, aber die Mehrkosten für einen zügigen Abtransport kann ich verantworten. Unmut gibt es in den Armenvierteln genug. Da muss jetzt nicht noch ein Müllberg für Zündstoff sorgen."


    Er wiegte den Kopf. Kompromisse würden nicht zu vermeiden sein. "Eine Berichterstattung wäre wünschenswert."

  • Ich hörte dem Praefectus zu und nahm erfreut zur Kenntnis, dass er zu ähnlichen Schlüssen gekommen zu sein schien, wie wir zu viert auch.


    Die Wahl der Probestrasse erscheint mir gut überlegt. sagte ich zu der vom Praefectus ausgewählten Strasse. Sie ist nicht zu steil und ziemlich gerade, so dass wir ein gutes Bild erhalten werden.


    Dann ging ich nochmals auf die zusätzlichen Männer ein.
    Leider hatten wir uns schon gedacht, dass diese Aufstockung an Männern nicht möglich sein würde. So kamen wir erst auf die Idee mit der Schwemmung. Falls du möchtest, darfst du auch gerne anwesend sein, wenn wir es versuchen. Ich würde dich dann über den Tag informieren.
    Die Anwesenheit des Praefectus war zwar nicht nötig, aber man wusste ja nie, ob sie nicht auch Vorteile bringen könnte, sollte er sich dazu entscheiden.


    Ein Schreiben von deiner Seite an den Verantwortlichen des Pumpwerkes wäre eine grosse Erleichterung. Ich weiss nicht, ob unsere Kompetenzen so weit gehen würden, ihm Befehle zu erteilen.
    Und selbstverständlich werden wir den Unrat auffangen und abtransportieren, wenn dies dein Wunsch ist. Es gibt ganz in der Nähe einen Wartungsschacht für die Cloaca, da können wir vieles entsorgen und den Rest bringen wir zur Verbrennung ausserhalb die Stadt, falls nötig.


    Warum der Praefectus eine Entsorgung im Tiber nicht wollte, musste ich nicht wissen. Für mich war das auch egal. Es schwamm schon so viel Dreck im Fluss, dass man sich manchmal fragte, ob eine Kloake nicht grundsätzlich überdacht sei, aber wenn der Praefectus dies explizit so wünschte, dann würden wir uns auch daran halten und den Unrat anders entsorgen.


    Selbverständlich werde ich dir Bericht erstatten, falls du dich entscheidest nicht dabei zu sein. Ich hoffe, ich bekomme dann auch schnell wieder einen Termin.

  • Das Angebot, an der Straßenreinigung teilzunehmen, kam überraschend. Selbst wenn wenig auf seinem Aufgabenzettel gestanden hätte, würde er diese Aufgabe delegieren.
    "Der Bericht interessiert mich sehr, aber in Augenschein möchte ich den Vorgang nicht nehmen. Die Bekanntgabe der Aktion wird durch meine Schreibstube veranlasst, damit es seitens des Verantwortlichen des Pumpwerks keine Probleme gibt."
    Ein wenig schüttelte es Menecrates, als das Wort Cloaca fiel. In seiner Militärzeit hatte er das Latrinenputzen auch gehasst.


    "Verbrennen, außerhalb der Stadt", wies er an. Er drängte die aufkommenden Bilder des gefüllten Wartungsschachtes zurück und versuchte ein Lächeln. Bisher gehörte es nicht zu seinem Plan, Rom sauberer zu machen, es entwickelte sich just in diesem Moment. Etwas bessere Luft konnte auch nicht schaden.
    "Bei der Gelegenheit: Fertige bitte Anschläge, die in Wohn- und Geschäftsvierteln aufgehängt werden. Die Pflicht jedes Bürgers, die eigenen Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen und sein jeweiliges Wohnumfeld sauber zu halten, wird ab sofort verstärkt kontrolliert und bei Zuwiderhandlung mit der Aufnahme der Personalien und einer Ermahnung belegt." Die Einführung von Bußgeldern beheilt er sich vor. Er baute zunächst auf den Mitwirkungswillen aller Bewohner der Stadt und er musste die Gesetzeslage zunächst studieren oder besser in Auftrag geben, sie studieren zu lassen.

    "So lange du in der Zeit flexibel bist, sollte ein zeitnaher Termin kein Problem darstellen. Ich wünsche viel Erfolg bei der Aktion!"

  • Scaevius Camerinus musste als Praefectus Vigilum von Amts wegen durchaus häufiger zu Zeiten arbeiten, zu denen andere schliefen, so dass für ihn auch ein Termin beim Praefectus Urbi gleich zur ersten Stunde des Tages kein Problem darstellte. Etwas überrascht hatte ihn dieser Terminvorschlag dennoch, aber auch seine Neugier geweckt.


    Ein Adjutant meldete den Praefectus beim Praefectus an.

  • Zitat

    Original von Herius Claudius Menecrates
    "Der Bericht interessiert mich sehr, aber in Augenschein möchte ich den Vorgang nicht nehmen. Die Bekanntgabe der Aktion wird durch meine Schreibstube veranlasst, damit es seitens des Verantwortlichen des Pumpwerks keine Probleme gibt."


    Danke, das wird unsere Arbeit sehr erleichtern. antwortete ich dem Praefectus. Ein offizielles Schreiben war in der Tat eine gute Sache, denn in Rom hatte jeder sein eigenes "Gärtchen" und wollte dieses um jeden Preis schützen.


    Zitat

    "Verbrennen, außerhalb der Stadt", wies er an.


    Obwohl diese Anweisung mich sehr erstaunte und für uns einen ziemlichen Mehraufwand bedeuten würde, nahm ich auch dies mit einem kurzen "Ja, selbstverständlich" als Auftrag entgegen. Weswegen der Praefectus sich so sehr sträubte den einfachsten Weg zu wählen und zudem denjenigen für welchen die Cloaca ja eigentlich gebaut worden war, nämlich zur Entsorgung von Fäkalien, war mir nicht klar aber es ging mich auch nichts an. Hier war ein Auftrag von höchster Stelle und diesen würden wir ausführen. Schliesslich ging es ja nicht um grossen Sperrmüll. Diesen hatten wir noch immer gesammelt und ausserhalb der Stadt verbrannt, aber dass wir nun auch die tierischen Fäkalien, welche sonst überall einfach in der Cloaca entsorgt wurden einsammeln sollten, würde bei den Männern schon für etwas Unruhe sorgen.


    Zitat

    Bisher gehörte es nicht zu seinem Plan, Rom sauberer zu machen, es entwickelte sich just in diesem Moment. Etwas bessere Luft konnte auch nicht schaden.
    "Bei der Gelegenheit: Fertige bitte Anschläge, die in Wohn- und Geschäftsvierteln aufgehängt werden. Die Pflicht jedes Bürgers, die eigenen Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen und sein jeweiliges Wohnumfeld sauber zu halten, wird ab sofort verstärkt kontrolliert und bei Zuwiderhandlung mit der Aufnahme der Personalien und einer Ermahnung belegt." Die Einführung von Bußgeldern beheilt er sich vor. Er baute zunächst auf den Mitwirkungswillen aller Bewohner der Stadt und er musste die Gesetzeslage zunächst studieren oder besser in Auftrag geben, sie studieren zu lassen.


    Diese Ankündigung wiederum war äusserst erfreulich. Damit hatte weder ich, noch einer meiner Kollegen gerechnet und vorschlagen durften wir es erst recht nicht, da es unsere Zuständigkeit bei Weitem überstieg. Aber wenn der Praefectus Urbi seinen Leuten befehlen würde die Entsorgung der Abfälle durch die Bürger strenger zu kontrollieren, dann würden vermutlich grosse Mengen nicht einfach auf den Strassen landen, was erstens unsere Arbeit erleichtern würde und natürlich auch gleich die Lebensumstände der Menschen verbessern würde. Ob dieses Vorhaben auch von Erfolg gekrönt sein würde, das würde nur der Versuch zeigen.
    Selbstverständlich, Praefectus antwortete ich und schob aber gleich eine fragende Bemerkung nach. Dies wird aber in eurem Namen geschehen müssen, da eine solche Ankündigung unsere Zuständigkeit bei Weitem übersteigt.
    Erwartungsvoll schaute ich ihn an.

  • Die Klärung erfolgte problemlos, was Menecrates wohlwollend feststellte. Nur eine Nachfrage zur Veranlassung der Plakatfertigung beschäftigte noch den Magistraten.


    "Das geschieht selbstverständlich in meinem Namen", sicherte Menecrates zu. Es ging ihm nicht nur um die Zuständigkeit, es ging ihm vor allem um den Nachdruck seines Vorhabens und die Ernsthaftigkeit, mit der die Anschläge von der Bevölkerung aufgenommen werden sollten. Bei diesem Gedanken stellte sich ein Abbild der Straßen ein, die er bisher bestenfalls flüchtig kannte. Er lehnte sich zurück und verschränkte die Arme.


    "Im Grunde macht es keinen Sinn, eingeweichte Materialien verbrennen zu wollen. Nichts brennt, was feucht oder gar nass ist. Und zur Verbrennung vorgesehene Materialen zunächst zu befeuchten, ist ebenfalls widersinnig." Seine Hand suchte den Bart, über den er strich, während er überlegte. "Wie siehst du den Aufwand, wenn grobe Materialen aus Papier, Stoff, Korb und Holz eingesammelt werden, bevor die Schwemmung beginnt. Der gesamte Kleinkram wie Kot, Essensreste und sonstiges, was ohnehin nicht gut brennt, könnte dann in die Cloaca wandern." Menecrates wusste es nicht, ahnte aber, dass auch Kot brennen würde, wenn er nur lange genug trocknete, aber niemand besaß dafür den Platz und die Zeit. Außerdem entströmten verfaulenden Essensresten und Fäkalien unangenehme Gerüche.

  • Der Praefectus schien nun doch noch zu bemerken, dass die Cloaca auch ihre Vorteile hatte und ein leichter Anflug eines Lächelns huschte über mein Gesicht.


    Dieser Aufwand wäre absolut leistbar. Es spielt keine Rolle, ob wir das Material vorher oder nachher aufsammeln. Es wird danach aus der Stadt transportiert und nasse Dinge werden halt erst getrocknet, während trockene sogleich verbrannt werden. Für den Kleinkram ... ich übernahm bewusst seine Wortwahl, ... macht es wirklich sowohl aus hygienischen, als auch aus arbeitstechnischen Überlegungen mehr Sinn, sie in der Cloaca zu entsorgen.

  • Die erfreuliche Nachricht erzeugte Zufriedenheit. Leicht brennbare Materialien, sofern sie nicht gerade Schnipselgröße besaßen, würden vorab trocken geborgen und der Rest hinfortgeschwemmt. Bei diesem Ausmaß an eher kleinen und in der Menge geschrumpften Abfällen konnte sich Menecrates die Schwemmung als gelungene Variante der Straßenreinigung vorstellen.


    "Gut, dann haben wir es. Zur Probe nur eine Straße, ich autorisiere die Fertigung der Plakate und eine Berichterstattung im Nachhinein. Danach sehen wir weiter."


    Wenn Annaeus nicht weitere Anliegen hatte, konnte er diesen Abschlusssatz als Verabschiedung nehmen.

  • Sim-Off:

    Ich Trottel, hab das übersehen. :patsch: -.^ :D


    Zitat

    Original von Narrator Italiae
    Scaevius Camerinus musste als Praefectus Vigilum von Amts wegen durchaus häufiger zu Zeiten arbeiten, zu denen andere schliefen, so dass für ihn auch ein Termin beim Praefectus Urbi gleich zur ersten Stunde des Tages kein Problem darstellte. Etwas überrascht hatte ihn dieser Terminvorschlag dennoch, aber auch seine Neugier geweckt.


    Ein Adjutant meldete den Praefectus beim Praefectus an.


    Das Programm und die vielschichtigen Vorhaben des Praefectus Urbi erforderten eine optimale Ausnutzung sämtlicher Stunden des Tages, sodass der Arbeitstag früh begann. Zu Zeiten der Legion stellte dies die Normalität dar, aber ihr folgten Zeiten der Erholung und der politischen Aktivität, wo der Tagesaulauf abwich. Nicht immer gelang es Menecrates gleich zur ersten Stunde frisch und tatendurstig zu erscheinen, heute zum Glück fühlte er sich ausgeruht.


    Als der Praefectus Vigilum angemeldet wurde, ließ Menecrates seiner Schreibstube ausrichten, dass er nur in Notfällen gestört werden wollte. Er stand an der Tür seines Officiums und wies einladend hinein.
    "Praefectus Scaevius, ich grüße dich. Bitte nimm Platz." Er wartete, bis der Praefectus eingetreten war und ging dann die wenigen Schritte voraus, während sich die Tür leise hinter ihnen schloss. "Wir sind uns schon oft begegnet, aber meines Wissens noch nie ins persönliche Gespräch gekommen. Das wollte ich heute nachholen und außerdem die Weichen für eine Zusammenarbeit stellen."
    Indes hatten sie die kleine Sitzgruppe mit Korbsesseln erreicht. Menecrates ließ sich nieder und seine Hand vollführte wieder eine einladende Geste.


    "Ich habe konkrete Vorstellungen, aber um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, würde ich mir sehr gerne zuerst deine Erfahrungen aus der Vergangenheit und deine Zukunftsvisionen anhören. Außerdem interessiert mich die aktuelle Iststärke deiner Einheit."
    Ein Sklave huschte heran, der Erfrischungen darbot. Menecrates ließ dem Gast den Vortritt bei der Wahl seines Getränkes.

  • "Salve, Praefectus Claudius", grüßte der Praefectus Vigilum zurück. "In der Tat, wir hatten bisher noch nicht das Vergnügen eines Gesprächs", bestätigte er und hörte sich die weitere Begrüßung an. Zusammenarbeit klang gut. Scaevius Camerinus betrachtete den Praefectus Urbi keineswegs als Vorgesetzten, sondern als Kollegen, mit dem es eben galt, vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Entsprechend interpretierte er auch die ersten Fragen, nachdem er Platz genommen und sich für Wasser entscheiden hatte. "Bei der Stärke kann ich nicht klagen. Leicht unter Soll, wie immer, aber Rom kann ruhig schlafen. Der Aufstand vor einiger Zeit hatte ja zum Glück deutlich weniger Nachwirkungen als befürchtet, so dass wir uns rasch wieder auf unser Tagesgeschäft konzentrieren konnten. In gewisser Weise ist es sogar einfach geworden, da der Aufstand natürlich eine Menge unzufriedener Sklaven angezogen hat, so dass die Zahl entlaufener Sklaven jetzt etwas niedriger liegt als üblich. Also haben wir mehr Zeit für Brandschutzkontrollen und ähnliches. Hat dein Haushalt auch schon Besuch erhalten?"

  • Die Getränkewahl seines Gesprächspartners passte hervorragend zu Menecrates, der annähernd zu jeder Tageszeit frisches Quellwasser bevorzugte. Dementsprechend musste er sich auch nicht äußern, sondern bekam seinen Becher automatisch gefüllt. Er konnte sich so ganz auf die Aussagen konzentrieren. Alles sehr wertvolle Hinweise, nur bei der abschließend Frage stutzte er.
    "Ähm, nein." Er konnte sich nicht erinnern, je einer solchen Kontrolle beigewohnt zu haben und er ließ sich im Übrigen auch nicht gern privat kontrollieren. Beraten - ja, das war eine andere Sache, aber kontrollieren im Privatleben - nein. Zu einem solchen Termin würde er gewiss ein Familienmitglied bitten, ihn zu vertreten.
    Da ihn die anderen Themen ohnehin mehr interessierten, kam er auf sie zurück.


    "Eine entzerrte Lage ist eine gute Ausgangsposition für mein Anliegen", erwiderte er schmunzelnd. "Wir haben ebenfalls ein wenig Spielraum. Allerdings ist unserer bereits im Interesse der Stadt weitgehend verplant. Wir befinden uns - wie ihr - etwas unter Sollstärke, was niemanden wundert, weil es die Regel ist. Aber auch diesbezüglich gedenke ich, etwas zu ändern." Die eingelegte Pause dauerte nur einen Atemzug.
    "Ich plane im Viertel der Subura eine feste Station. Der Standort muss noch ermittelt werden, aber gleich, wo er ist, es werden Suburabewohner umgesiedelt werden müssen. Dem überwiegenden Teil biete ich mit Unterstützung weiterer, gut situierter Bürger eine Anstellung auf privaten Landgütern an. Einige könnten aber auch bei Interesse den Cohorten oder den Vigiles beitreten. Deswegen hatte ich nach deiner aktuellen Iststärke gefragt." Er suchte den Blickkontakt und fügte an: "Liegt es in deinem Interesse, wenn ich in einem diesbezüglichen Aufruf deine Einheit mit erwähne?"


    Um sein Anliegen in Gänze darzulegen, schob er noch nach: "Der zweite Aspekt, den ich mit dir erörtern möchte, ist der Nachtdienst im Viertel. Wo siehst du deine Möglichkeiten?" Erst im Nachhinein konnte das Organisatorische und Logistische geregelt werden.

  • Dem ersten Teil nickte Scaevius Camerinus nur knapp. "Ja, selbstverständlich gerne", stimmte er der Nennung der Vigiles bei Arbeitsangeboten zu. "Tauglichkeit vorausgesetzt freuen wir uns immer über Rekruten. In der Subura leben viele Freigelassene und Peregrine, das ist also ohnehin schon deswegen interessant für uns oder vielmehr wir für die. Wobei ich deshalb mit keiner allzu großen Resonanz rechnen würde. Die, die Interesse haben könnten, haben sich im Zweifelsfall schon gemeldet." Wenn sie dann trotzdem nicht genommen wurden, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einem Mangel an Tauglichkeit, denn den Luxus, selbst unter den tauglichen Rekruten noch eine Auswahl der Besten treffen zu können, hatten die Vigiles selten. Wobei es dank der stetig wachsenden Größe Roms in letzter Zeit besser wurde, das wollte Scaevius Camerinus nicht bestreiten.


    Beim zweiten Teil war es nun aber an ihm, etwas zu stutzen. "Was meinst du mit meinen Möglichkeiten? Die Subura ist erst einmal ein Vicus in Regio VI und fällt damit in die Zuständigkeit derjenigen Cohors, die für die Regiones VI und VII zuständig ist. Und eben jene versieht dort auch ihren Nachtdienst wie vorgesehen." Da war die Subura tatsächlich nicht anders als jedes andere Viertel Roms auch. Im Detail gab es sicher individuelle Kleinigkeiten, aber auf die konnte man ja noch kommen, wenn Scaevius Camerinus klar war, was Claudius Menecrates genau gemeint hatte.

  • Menecrates nickte seinerseits. "Jeder einzelne Mann, der unterkommt, hilft uns weiter. Mir sogar in doppelter Hinsicht." Die Iststärke anzuheben, besaß Gewicht neben der Unterbringung von Suburabewohnern, die der Station weichen mussten.

    Die selbstverständliche Antwort des Präfekten erstaunte Menecrates, doch es gelang ihm, dies nicht zu zeigen. Nach Meinung seiner Stabsoffiziere versahen die Streifen schon tagsüber nur ungern ihren Dienst im Viertel. Es hätte Menecrates nicht gewundert, wenn in der viel gefährlicheren Nachtzeit der Dienst zu wünschen übrig ließ.
    "Das ist erfreulich", erwiderte er daher auf die Aussage hin, dass die eingeteilten Streifen ihren Dienst versahen. Er nahm sich vor, die Thematik in der nächsten Stabsbesprechung zu erörtern, um zu klären, ob es sich bei seinem Eindruck um die mädchenhafte Ängstlichkeit einzelner Offiziere gegenüber der Subura oder um eine mangelhafte Vorbereitung der Truppe insgesamt handelte.
    "Für die Soldaten der Cohortes Urbanae wird der Nachtdienst eine neue Erfahrung sein. Ich möchte mit dir beratschlagen, wie sich sinnvoller Weise dieser Nachtdienst mit eurem kombinieren lässt. Die neue Station wird nachts besetzt sein und im Bedarfsfall kann durch uns Verstärkung gestellt werden. Wir sollten uns auf Signale einigen.
    Ich denke, parallele Streifen sind nicht sinnvoll."
    Er warf einen prüfenden Blick zum Praefectus Vigilum. Ein nächtlicher Streifendienst der Urbaner widersprach jeder Tradition. Abgesehen davon, dass sie auch keinerlei Erfahrung diesbezüglich besaßen.


    "Gleichzeitig wäre es für uns von Vorteil, den jeweiligen Streifenplan von euch zu kennen. Wir können so auch ohne Signalgebung einschätzen, ob rivalisierende Banden aufeinander gestoßen sind oder eine der Banden auf euch."


    Er legte eine Pause ein und harrte gespannt der Vorschläge von Seiten seines Gesprächspartners.

  • Wieder einmal stellte Scaevius Camerinus fest, dass das nächtliche Rom und die Aufgaben der Vigiles selbst langjährigen Bewohnern Roms nur diffus bekannt waren. Was andererseits kein Wunder war, waren das Rom bei Tage und das Rom bei Nacht doch zwei sehr unterschiedliche Welten. Aber Scaevius Camerinus war es gewohnt, das zu erklären. Interessanter Weise war das immer nur in die eine Richtung nötig, also denjenigen, die ihr Leben auf der Tag-Seite verbrachten, die Nacht zu erklären. Die nachtaktiven Bewohner Roms schienen die Tag-Seite von sich aus schon gut zu kennen.


    "Ja, gemeinsame Streifen stelle ich mir schwierig vor", begann er seine Erklärung mit einer Zustimmung. "Dazu sind unsere Aufgaben einfach zu verschieden. Um mal gleich den Aspekt der rivalisierenden Banden aufzugreifen und es lapidar auszudrücken: Die sind euer Problem, nicht unseres. Und deshalb haben irgendwelche Banden auch keinen Grund, uns anzugreifen oder wir, Jagd auf sie zu machen." Da solche Aussagen für gewöhnlich auf irritierte Ohren stießen, sprach der Praefectus Vigilum gleich weiter. "Unsere primäre Aufgabe ist es, Rom vor Bränden zu schützen. Brände schaden allen. Sie zerstören jedem das Geschäft. Niemand profitiert von ihnen. Also sind alle froh, dass es uns gibt und dass wir unsere Arbeit machen, weil wir jedem helfen. Wirklich jedem. Es ist für unsere Arbeit egal, ob ein Mietshaus brennt, ein Betrieb oder ein Gaunerlager. Wir retten Menschenleben und sorgen dafür, dass das Feuer nicht größer wird. Und das sorgt für Respekt auf allen Seiten. Natürlich auch, weil jeder weiß, dass ein Vigil mit der Feueraxt sehr gewandt ist. Es ist uns egal, welchem selbsternannten Unterweltboss ein falsch geparkter Wagen gehört oder welchem armen Schlucker sein brandgefährlicher klappriger Marktstand. Wenn er im Weg ist, dann kommt er weg. Und wenn es der Eigentümer nicht erledigt, dann erledigen wir das. Ohne Ausnahme. Auch das schafft Klarheit." Der Praefectus machte eine kurze Pause. "Der Rest unserer Aufgaben ist unspektakulär. Den Karrenverkehr regeln, damit das nächtliche Chaos zumindest nicht noch größer wird, als es ohnehin schon ist. Entlaufene Sklaven einsammeln, wenn wir sie finden. Und Brandstifter jagen. Niemand mag Brandstifter. Alle sind froh, dass wir sie jagen." Es folgte eine weitere Pause. "Ich fürchte, ihr tretet mit euren Aufgaben deutlich mehr Leuten auf die Füße und macht euch unbeliebt. Da wundert es nicht, dass es Menschen gibt, die froh sind, dass die Urbaner bisher nicht nachts unterwegs sind. Wir sammeln zwar auch Diebe und Hehler und sonstiges Gesindel auf und bringen es zu euch, aber eben nur das, was uns im Rahmen unserer Aufgaben ohnehin in die Arme läuft. Wer so dumm ist, Hehlerware gerade dort herumliegen zu lassen, wo wir alle paar Tage zur Brandschutzkontrolle vorbei kommen, nun, der hat wohl auch nichts anderes verdient. Und wenn wir im Zuge einer Brandermittlung auf eine Bande stoßen, dann verschweigen wir das sicher nicht. Aber Verbrecherjagd im allgemeinen ist eben nicht unsere primäre Aufgabe und wer sich als Verbrecher nicht allzu dumm anstellt, der braucht die Vigiles nicht zu fürchten." Zumal die allermeisten Vigiles kein römisches Bürgerrecht hatte und es schon aus rein praktische Gründen einfacher war, als Ermittler primär solche Leute mit Bürgerrecht einzusetzen, wie man sie eben bei den Cohortes Urbanae fand.

  • Bereits im zweiten Satz machte Scaevius klar, dass die Vigiles keine übergreifenden Tätigkeiten während ihres Nachtdienstes übernehmen würden. Menecrates lehnte sich zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und hörte weiter zu. Nachdem Scaevius geendet hatte, verblieb er in dieser Position, weil er nachdachte. Natürlich ging er nicht in der Annahme, dass übermäßig freie Kapazität zur Verfügung stand. Trotzdem hatte er gehofft, die Vigiles mit ins Boot zu holen. Dieser Plan ging also nicht auf. Er konnte sogar Verständnis aufbringen, denn so klar wie heute stand ihm noch nie vor Augen, über welch verschiedenes Image die beiden Stadteinheiten verfügten. Wieso sollten die Vigiles ihres aufs Spiel setzen? Sie gewannen nichts, sie hätten nur gegeben.
    Menecrates kam also nicht umhin, seine Männer für den Nachdienst ausbilden zu lassen.
    Es machte keinen Sinn, tagsüber in der Subura präsent zu sein, um das Viertel nachts ganz und gar den Banden zu überlassen. Andererseits wäre ein Streifendienst ausschließlich bei Tag und ein Stationsdienst bei Nacht ein schonender Einstieg in das Projekt Außenstelle, weswegen Menecrates noch einmal abwägen wollte und auch musste.

    Hier und heute gab es nichts abzuwägen, die Sachlage war klar. Er setzte sich wieder aufrecht hin.
    "Die Erfahrungen deiner Männer sind für uns unschätzbar. Wie können wir diese Erfahrungen am besten transportieren? Mir geht es um Orientierung, Verständigung untereinander, all diese Dinge, die nachts erschwert sind. Es spielt dabei keine Rolle, dass sich unsere Aufgaben unterscheiden. Höchstens in der Hinsicht, dass bei einem Feuereinsatz die Beleuchtung für euch gratis geliefert wird."

    Der Anflug von Humor verschwand so schnell wie er gekommen war.
    "Ein Manöver bringt diesbezüglich nichts, es müsste gemeinsam erlebte Praxis sein. Könnte das eine oder andere Mal ein Urbaner eure Nachtstreife in die Subura begleiten? Damit sind wir dann zwar wieder beim Thema gemeinsame Streifen - mehr oder weniger, aber ich halte ein Praxisschnuppern am effektivsten."

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