[Triclinium] Annaeisch-Iulische Kuppeleien

  • Caesoninus fand das halb so schlimm. Wenn man wirklich wollte, konnte man alles und jedem nachhelfen. "Das wird sich schon alles zum rechten bewenden, da bin ich mir ziehmlich sicher. Ich werde[ gleich dann, nachdem du mit Stella alleine bist einen Sklaven losschicken, der sich deswegen schlau zu machen hat, dann sehen wir weiter." Das bestimmt schnell erledigt und dann konnte man weiterplanen.

  • Diese Antwort beruhigte mich, immerhin war Caesoninus in dieser Hinsicht eher an der Quelle als ich. Er absolvierte sein tirocinium fori beim Senator Macer und mein Patron war in Germania verschollen, soweit ich wusste, denn ich hatte seit seiner Abreise nichts von ihm gehört, auch nicht eine Antwort auf meine Briefe.


    Das tönt allerdings nach einem Plan. erwiderte ich daher, lehnte mich zurück und ass genüsslich schmatzend den Teller leer, den ich mir wenig vorher erst gefüllt hatte.

  • "Sehr gut, dann können wir zur Tat schreiten!" fand Caesoninus es nun an der Zeit von den Vorspielen zur Hauptattraktion des Abends hinüberzuwechseln. Er drehte sich in Richtung der Tür und klatschte in die Hände.


    Ein kurzer Augenblick verging, dann öffnete sich die Tür und ein Sklave trat dienstwillig ein und verbeugte sich. "Geh und suche die Domina Iulia Stella und bring sie hierher zu mir!" befahl ihm Caesoninus. "Wie der Dominus befiehlt" war die ergebene Antwort des Untertänigen, der prompt am Absatz kehrt machte und verschwand. Wieder an Florus Minor gewandt meinte er im Scherz: "Jetzt gleich wird es ernst, ich hoffe du hast deine kleinen versteckten Zettelchen mit passenden Gesprächsthemen darauf bereit im Hemdsärmel?"

  • Naja, ich hoffe ja, dass du uns nicht sogleich verlassen wirst, damit die Dame nicht das Gefühl kriegt du würdest sie an mich verkaufen. antwortete ich mit einem Augenzwinkern.


    Daher wirst du uns die ersten Themen eher selber liefern müssen, als Gastgeber.
    Das war halt nun einmal einer der Vorteile, wenn man eingeladen war, es war nicht meine Aufgabe das Gespräch am Laufen zu halten und so würde es später auch mit Iulia Stella sein. Als Dame des Hauses wäre es ihre Aufgabe mich so lange zu unterhalten, wenn Caesoninus uns dann schliesslich verlassen würde, bis ich mich mit Anstand verabschieden könnte.

  • Caesoninus lachte. "Hier wird niemand an gar keinen verkauft. Ich sage ich muss dringend weg, da wichtige Geschäfte meine sofortige Aufmerksamkeit erfordern und dass Stella deswegen solange dir Gesellschaft leisten solle, bis ich wieder da bin. Es wäre ja äußerst unhöflich und beleidigend, sollte ich dich so kurz nach deiner Ankunft in meinem Hause schon wieder wegschicken und genauso falsch wäre es dich hier alleine im Raum zu lassen. Die Gute wird nicht einmal ahnen, warum sie wirklich hier ist bei dir, du wirst schon sehen und nachher kannst du mir dann haarklein erzählen wie es so zwischen euch gelaufen ist." meinte er mit einem Augenzwinkern.
    Caesoninus stand auf, um sich für die Farce in Stellung zu bringen. Schon vor dem Besuch des Annaäers hatte er den soeben losgeschickten Sklaven in seinem Sinne instruiert, dass er sich beeilen und energisch darauf drängen sollte, dass Stella ihm folgen solle, da Caesoninus sie so schnell wie möglich benötigte. Er selbst wusste natürlich schon welche Geschichte er ihr auftischen würde, weshalb er begann neben den Klinen auf und ab zu gehen und sich eine gespannte Körperhaltung zu geben, ganz so, als ob er beunruhigende Nachrichten erhalten und schon lieber ganz woanders, als hier bei seinem Gast gefangen wäre aufgrund der Regeln des Anstands. Jeden Moment würde sich die Tür öffnen und dann konnte die Farce beginnen.

  • Manius war nach der Reise etwas erledig aber das was ihn in das Triclinium trieb war der Hunger. Ein Sklave hatte ihm gesagt das dort noch Leute waren. Also war er schnurstracks dahingegangen um noch was zu essen und vielleicht einen Wein in Gesellschaft trinken zu können. Ihm als Sohn des Hausherren würde man ja sicher gern bei einem Gespräch im Haus dabei haben wollen. „Salvete ich wünsche einen geruhsamen Abend.“ Begrüßte er die beiden Anwesenden.

  • Caesoninus ging im Raum auf und ab schon ganz bereit darauf auf Stella in aller Hast loszustürzen, ihr schnell entgegenzurufen, dass sie sich um einige Augenblicke um seinen Gast kümmern solle und dann auch gleich hinaus zur Tür zu eilen, um die beiden allein zu lassen, als er da auch schon Geräusche am anderen Ende der Tür vernahm. Ah, gleich war es soweit, Vorhang auf und Bühne frei für "Die amorösen Verspinnungen des Gaius Iulius Caesoninus"!


    Die Tür ging auf, Caesoninus drehte sich um und....WAS WAR DAS?!
    Nicht Iulia Stella stand jetzt im Raum und grüßte sie, sondern... "Manius! Was machst du denn hier in Rom?!" rief Caesoninus völlig perplex und wie vom Blitz getroffen.

  • Gaius tat überrascht und das wohl auch zurecht aber Manius wollte ihn ein wenig foppen. Also drehte er sich überrascht nach sich selbst um was sehr lustig aussah. „Nun öhm, ich öhm, ich ich wohne hier.“ Sagte er etwas dümmlich. Ging aber dann auf seinen Onkel zu der ja in seinem Alter war und klopfte ihm seitlich auf die Schulter. „Jetzt guck nicht so Gaius. Vater hat mich gehen lassen, so das ich schon mal sehen kann ob ich hier was machen kann. *was Arbeiten* wie er meint. Also furchtbar ödes Zeug tun also, statt sein Geld auszugeben. Aviana kommt in zwei drei Wochen nach um wieder der Göttin dienen zu können. Noch lässt er sie aber in Misenum so einen attischen Verseschied vergöttern. Du kannst dir nicht vorstellen wie langweilig der ist. Tiefsinnige Liebe hier von Trauer und Leid dort .... einfach grässlich. Aber ihr gefällts, Frauen eben.“ Die Familie war ja zu Onkel Marcus Proximus nach Misenum gefahren um diesem bei einem Rechtstreit zu helfen. Also zumindest sein Vater aber Manius war gezwungen worden diesen ganzen Quatsch mit anzuhören bis ihm die Oren bluteten. Wie er dieses Jurastudium bestanden hatte wusste er bis heute nicht.


    Dann drehte er sich aber zu dem anderen Mann um der ihm unbekannt erschien. Na ja nicht so ganz den die Gesichtszüge wahren ihm Unterbewussten wohl doch nicht so ganz fremd. Aber einen Namen konnte er damit nicht in Verbindung bringen. „Salve noch mal und du bist?“

  • Er konnte nicht anders, er musste sich wieder setzen. Avianus hatte das Unmögliche geschafft, nämlich Caesoninus völlig aus dem Konzept zu bringen und ihn fürs erste alle seine Pläne und Vorhaben vergessen zu lassen. Manius war wieder in Rom! Götter, was musste er nur alles angestellt haben, um endlich wieder nach Rom, ins Zentrum, kommen zu können, weg von seinem Vater. "Nun, natürlich freue ich mich dich zu sehen, es ist nur schon so lange her seit dem letzten Mal, wenn wir nicht sogar schon bei einem guten Jahr gegenseitiger Abstinenz, oder sogar mehr angekommen sind? Aber egal, Willkommen zuhause kleiner Manius!" neckte er seinen nur unwesentlich jüngeren Neffen, als er selbst es war. Auch das weitere waren interessante Neuigkeiten für ihn. "Also kommt Aviana auch, bei allen Göttern, was habt ihr eurem alten Herrn nur angetan, dass er seine Kinder zurückschickt, selbst aber weiterhin der Ewigen Stadt noch fernbleiben will!" grinste er, sich inzwischen halbwegs wieder gefangen. "Ach übrigens, das ist Lucius Annaeus Florus Minor, ein Freund der Familie. Wir wollen ihn heute mit Iulia Stella verkuppeln." bemerkte er glatt, als Avianus nach Florus' Person gefragt hatte.

  • Gaius schien in der Tat etwas von den Socken zu sein. Den wie auch sein Vater hatten de meisten Männer die ihre Kinder in ihrer Gewalt hatten diese meist bei sich. Auf die Frage wie lang es schon her sei zuckte er mit den Achseln. Zeit Zeit was war schon Zeit. Ihm war es garnicht so lang vorgekommen. Ein paar Monate vielleicht. An das kleiner Manie hatte er sich schon gewöhnt den Gaius war wirklich Groß für einen Römer. Der andere Mann im Übrigen auch.
    „Nun er ist unser sicher noch nicht überdrüssig aber er wollte das wir wieder nach Hause kommen. Die Sache in Misenum wird sich noch etwas ziehen. So das er meinte das wir schon beide mal vor gehen sollen. Aviana wollte aber noch ein zwei Wochen bleiben. Angeblich wegen Vater aber ich vermute der Dichter hats ihr etwas angetan.“ Wobei er das auf etwas platonische bezog den Aviana würde nie etwas komprimierendes tun. Dafür war sie viel zu verklemmt wie er fand. Dafür das sie Zwillinge waren teilten sie vom Wesen her fast nichts. „Salve Annaeus Florus.“ Dann legte er den Kopf schräg. „Bist du nicht der Sohn meiner Tante Iulian?“ Die züge waren ihm doch gleich bekannt vorgekommen. So so mit Stella also, durchaus kein schlechter Gedanke. So würde die Verbindung erneuert werden. Das „Dem werde ich wohl kaum im Weg stehen wollen. Nimm sie bevor sie ein anderer hat.“ Den letzten etwas flapsigen Satz hatte er in Richtung des Annaeus gesprochen.

  • "Oh, Lucius ist bei Marcus in Misenum? Das wusste ich gar nicht! Mein letzter Stand der Dinge war noch, dass er sich aktuell in Mantua um seine Pferde kümmern würde, wie ich von Phoebe erfahren habe und die wiederum hat es von Antoninus gehört. Aber freut mich, dass er jetzt dort ist, ich habe erst vor kurzem eine Geflügelfarm in unmittelbarer Nähe zu Proximus' Weinberg in Misenum erworben, ich wollte sowieso längst schon einmal hinunterfahren und mir alles in Natura ansehen, da könnte ich die beiden Helden doch glatt besuchen kommen! Vielleicht sollte ich da die gute Iulia auch gleich mitnehmen, immerhin ist sie mit ihrer Mutter ja dort aufgewachsen früher." Interessante Tatsache, dass der Senator auf seinem Weg von Mantua nach Misenum einfach so an Rom vorbeigezogen war wie einst Hannibal zu Beginn seiner Feldzüge. Entweder war er auf einer Route zu weit im Osten Italiens gereist, oder andere Gründe hatten Centho ferngehalten. Wie dem auch sei, sein Sohn war hier und das brachte Caesoninus' Kuppeleiplan gehörig durcheinander, wie ihm gerade siedendheiß einfiel. Avianus, unterdessen, begann jetzt munter mit Florus Minor zu plaudern, während die Uhr tickte und Iulia Stella jeden Moment durch die Tür poltern konnte...

  • Sim-Off:

    Sorry, hat leider nach der Fasnacht etwas länger gedauert. Zudem war ich sehr unsicher, wie ich reagieren sollte als Avianus plötzlich da stand und wollte Caesoninus reagieren lassen. Stella wird im Moment noch auf sich warten lassen, bis klar ist wie es weitergeht.


    Verschwunden waren alle Pläne, über den Haufen geworfen von einem Gast den Caesoninus offensichtlich überhaupt nicht erwartet hatte. Die Wiedersehensfreude schien nicht gespielt und sofort entwickelte sich ein Gespräch zwischen den Beiden, bei welchem ich erstens nicht benötigt wurde und zweitens sowieso nur Randbemerkung war. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Iulier handeln musste, der offensichtlich mit Praenomen Manius hiess. Da er sich mir nicht vorstellte, wusste ich nicht mehr über ihn.


    Die in meine Richtung gesprochenen Begrüssungen und Bemerkungen quittierte ich mit freundlichen Gesten der Kenntnisnahme und überliess dabei aber Caesoninus das Wort. Erst als der junge Iulier mich direkt ansprach und nach meiner Mutter fragte, antwortete ich selbst das erste Mal.


    Ja, meine Mutter war eine Iulia. Ob sie deine Tante war, kann ich leider nicht sagen, da ich aus eurem Gespräch bloss erkennen konnte, dass du ein Iulius bist, dich jedoch sonst noch nicht kennengelernt habe.


    Das war überhaupt nicht böse gemeint, aber ich hatte wirklich keine Ahnung, wer der junge Mann war, da er weder sich vorgestellt hatte, noch Caesoninus ihn mir vorgestellt hatte.

  • „Hm hat dir Vater nicht geschrieben?“ Hakte er nach den das sah diesem gar nicht ähnlich. Denn normalerweise war sein Vater doch ein recht schreibfreudiger Mensch. Naja nicht jede Nachricht kam durch. Schiffe auf denen man sie mitschickte gingen unter oder Boten vielen Räubern zum Opfer oder oder oder. Naja was sollte es. „Na ja jedenfalls waren wir einige Zeit oben da erreichte uns ein Brief von Proximus...... “ begann er nun freisch von der Leber wegg. „Ah erzähle ich dir später wir haben ja einen Gast.“


    An den Annaeus gewandt sagte er. „Vergebung. Wo sind nur meine Manieren.“ Ja wo mochten die wohl sein? Wahrscheinlich war das er sie in einer Taberna vinaria verloren hatte. „Ich bin Manius Iulius Avianus der Sohn des Senators Iulius Centho. Annaea Iuliana war eine entferne Tante meines Vaters darum meine Frage nach deiner Mutter.“ Die Falmilien Bande bei den Iulii waren ja mit unter sehr verstrickt. Und manchmal sah er da selber nicht ganz durch. Wenn da nicht die älteren Sklaven im Haus wären die man mal noch zu manchem befragen konnten.

  • Caesoninus hatte nach mir schicken lassen, so zumindest hatte es mir der Sklave berichtet, der resolut an meiner Cubiculum-Tür geklopft hatte, nur um danach mit eingezogenem Kopf und offensichtlich schlechtem Gewissen wegen der unanständig fordernden Art zu berichten, dass der Iulius Caesoninus im Triclinium gaaaaaaanz dringend meine Anwesenheit für notwendig halte.


    Ich bedankte mich artig für die Mitteilung und schlug dann die Tür wieder zu. SO! Jetzt soll sich der mal mit seinem schlechten Gewissen selber herumplagen! Auf diese Weise die Anwesenheit einer Iulia zu fordern, was fällt denn diesem Sklaven ein, selbst wenn Caesoninus es für dermassen wichtig gehalten hätte.


    Ich liess mir daraufhin bewusst etwas Zeit um mich zurecht zu machen. Natürlich konnte ich keine neue Frisur flechten oder das gesamte Gesicht neu malen oder so, aber hier und da etwas nachbessern, damit der HERR Caesoninus etwas warten musste, das lag natürlich drin.
    Ich wusste ja nur Triclinium und nahm daher an, dass es um Essen oder Gäste ging, also musste schon entsprechende Sorgfalt angewandt werden. Ich konnte nur schlecht einfach so wie ich war ins Triclinium hinunter rennen und dann einer Schar Gäste vorgestellt werden, während ich doch eigentlich schon fast in meiner Untertunika gekleidet gewesen war.


    Naja, auf jeden Fall war ich jetzt bereit und ging hinunter ins Triclinium.


    Dort angekommen wurde mir die Tür geöffnet. Es war also entweder etwas ganz Geheimes, oder aber tatsächlich Gäste.


    Der Herr Caesoninus hat mich rufen lassen? warf ich in die Runde, kaum hatte ich einen Schritt ins Zimmer gemacht, nur um sogleich zu merken, dass sowohl der Ton, als auch der Satz selbst auf Grund der anwesenden Gäste nicht angebracht waren.
    Ich spürte sofort, wie meine Wangen erglühten und wieder einmal wäre ich am liebsten direkt in einem Loch im Boden verschwunden.

  • Nicht nur Iulia Stella war in diesem Moment rot erglüht und wollte in einem Loch verschwinden... so auch Caesoninus, denn jetzt war das Schreckensszenario für diesen Abend eingetroffen. Stella war hier. Hier! Hier, in genau diesem Raum!


    Gut, er hatte sie immerhin selbst schicken lassen, aber Avianus' Ankunft hatte alles durcheinandergebracht, weshalb er jetzt nicht so recht wusste, was er jetzt zu ihr sagen sollte, da ihr Kommen durch Avianus' Erscheinen ja jetzt mehr oder weniger obsolet geworden war. Betont langsam drehte er sich also zu ihr um, sich dabei das Hirn zermarternd, was er zu ihr sagen könnte. "A.. Also... die Sache ist die..." begann er loszustammeln. Was zum Henker sollte er sagen?!


    Vielleicht, dass sie auf Florus Minor aufpassen sollte, während Avianus -immerhin ein weiteres männliches Familienmitglied- sowieso im Raum war?? Nein, das ging nicht! Avianus musste auch aus dem Raum, dann hätte alles vermutlich wieder einen Sinn, weshalb er kurz den Kopf schüttelte, um den Kopf frei zu bekommen und er dann versucht gefasst ihr antwortete: "Avianus ist soeben nach Rom zurückgekehrt, um mich von einer dringenden Sache zu unterrichten, die meine sofortige Aufmerksamkeit verlangt" log er das Blaue vom Himmel herunter "Wir müssen sofort aufbrechen, ich bitte dich, leiste meinem Gast, Annaeus Florus, bitte solange Gesellschaft, bis ich wiederkomme." Ehe er mit einem vielsagenden Blick zu Avianus hinübersah, um ihm mit Blicken zu verdeutlichen ihm aus dem Raum zu folgen, während er selbst das Triclinium verließ, dabei wieder angestrengt nachdenkend was das nun für ein Grund sein könnte, der jetzt soooo wichtig wäre, denn Stella würde das hinterher gewiss wissen wollen.

  • HAAAALT!!!


    Ihr Götter, woher kam denn nun bloss diese Stimme! Doch das Ziel war erreicht. Caesoninus, der schon fast den Raum verlassen hatte und an mir vorbei gestürmt war, blieb stehen.

    Sim-Off:

    Sorry, ich weiss, nicht wirklich nettes RPG, dich zu etwas zu zwingen, aber das muss ich jetzt machen. ;) Du hast ja noch immer die Wahl nach deinem kurzen Stop einfach wieder weiter zu gehen. :D


    Ich höre bloss Avianus und wichtig. Doch wer ist dieser Avianus, wer ist dieser Mann hier und warum soll ausgerechnet ich, die jüngste im Haus, unseren senatorischen Gast unterhalten?


    Das tönte natürlich nun saublöd, zumal genau dieser Gast alles mithörte und sich sicherlich seine Sache dabei dachte, doch das war mir in diesem Moment egal.


    Iulius Caesoninus - Ich bin doch keine Sklavin, die man einfach mal so schnell herumkommandiert! Habe bitte den Anstand und erkläre dich!

  • Caesoninus hob eine Braue, sich dabei bemühend eine verärgerte Miene zu zeigen. "Welchen Ton erlaubst du dir bei allen Göttern und dazu noch vor unserem Gast?? Tu worum ich dich gebeten habe!" und mit diesen Worten stürmte er weiter, dabei hoffend, dass Avianus ihm zügig folgen würde.


    Sim-Off:

    Ganz vergessen dir das mitzuteilen, aber ich und Avianus wären dafür, dass sich alle Iulier untereinander kennen, auch die später hinzugekommenen die "älteren" IDs durch z.B. gelegentliche kurze Besuche, oder Briefe, falls das auch in deinem Interesse ist?

  • Sim-Off:

    Kennen oder wissen von? Kennen geht ja durch Briefe nicht so gut, daher weiss Stella auch nicht, dass der ihr unbekannte Mann Iulius Avianus ist. Wissen von geht sicher!


    BAM! Nun war klar, wer an diesem Abend der Verlierer war und natürlich war es wieder einmal ich. Behandelt wie eine Sklavin, abgeputzt wie eine räudige Hündin und vor einem Gast den ich danach auch noch unterhalten sollte der Lächerlichkeit preisgegeben. Wenn sich DAS herumsprach - und das würde es zweifellos bei dem ganzen Getratsche in der römischen Oberschicht - dann war war klar, dass ich mich niemals mehr irgendwo blicken lassen konnte.


    Tränen stiegen mir in die Augen, quollen unkontrolliert aus ihnen heraus und rollten ungebremst durch die frische Schminke. Nun war der Tag ja perfekt!

  • Doch noch bevor er sein kleines Gespräch mit dem Annaeus hatte fortsetzen können kam eine junge Damen ins Triclinium die er nicht ganz einordnen konnte aber er vermutete das es sich um seine Verwandte Stella handel musste. Sie Sprach Gaius zwar an aber der schien an seinem Plan fest halten zu wollen und machte Manius Andeutungen das er ihn begleiten solle. „Oh ja das wollen wir.“ Sagte er obwohl er nicht wusste worum es ging und schloss sich dem Gehenden Gaius an bis Stella die Nerven verlor und im Haus herumschrie was das ganze hier sollte. Donner wetter das hätte er ihr nicht zu getraut. Als sie sich aber nach ihm erkundigte meinte er das sie wohl etwas durch den Wind sein musste. Denn allen war wohl klar das sie im Hause seines Vaters waren. Entschuldigen war natürlich das es Iulii wie Sand am Meer gab und sie nicht sonderlich gut bekannt waren. Was alerdings nicht zu entschuldigen war, war wie sie sich hier in der Anwesenheit von Gästen gebar. Das würde sein Vater sicher nicht tolerieren denn wie dieser immer zu sagen pflegte hatte nur er hier das Recht die Stimme zu erheben. Doch Manius wollte die Situation nicht noch verfahrener machen und hielt sich mit einer Schelte an die Verwandte zurück. Denn er war wie es sich gehörte immer einer der wenigsten vor Fremden immer Einheit in der Familie demonstrierte. Ob der Gast nun von ihr betreut werde wollte war mehr als zweifelhaft. „Nun ich würde sagen ihr beruhigt euch beide. Dich Sella bitte ich dich mich und Gaius kurz zu entschuldigen. Wir müssen was besprechen und erklären es dir dann.“ Das sie schon weinte hatte er noch nicht gesehen den er hatte seinen Blick auf Gaius gerichtet gehabt und nur kurz rüber gespäht. Denn auch er war nicht so sicher was hier grade abging und das wollte er nun tatsächlich mit Gaius klären.

  • Die Männer verliessen den Raum und die Tür wurde hinter ihnen geschlossen. Stille kehrte ein und ich wurde mir urplötzlich bewusst, dass ich nun mit unserem Gast völlig alleine war.


    Die Worte meiner Grosstante kamen mir wieder in den Sinn:
    Kind, man IST nicht einfach Römerin, man muss sich auch so verhalten! Denke immer daran, Würde ist das Wichtigste! Was auch immer du tust, was auch immer passiert, bleibe würdevoll.


    Jaja, die Gute hatte es ja auch einfach gehabt. Ein Mann der ihr alles hinterliess, ein Status, der von niemandem angezweifelt wurde und dazu eine wirtschaftliche Stellung, die keine Zweifel an ihrer Wichtigkeit zuliess.


    Doch sie hatte auch ganz wichtige Dinge gesagt, welche mir jetzt wieder halfen:
    1. Durchatmen
    2. Nachdenken
    3. Situation akzeptieren
    4. Mit- oder Gegenspieler respektieren
    5. Weitermachen


    Das war nun wirklich hilfreich! Also atmete ich tief durch, dachte kurz darüber nach, ob die Iulischen Männer nun noch wichtig waren oder ob es eher der Gast war, akzeptierte die Situation wie sie war drehte mich dann zu Annaeus Florus Minor um.

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