• Die Stuben waren mit 6 oder 8 Reitern belegt. Typisch für berittene Einheiten waren Kasernen-Stuben mit Durchgang zu unmittelbar anschließenden Pferdeställen. Auch Hilfskräfte und Knechte konnten in denselben Gebäuden untergebracht sein.

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    Von Juschki 3D-Zeichnung unter Benutzung der freien Software Sketchup, vom User Juschki erstellt unter Verwendung von frei verwendbaren Elementen des "3D-Warehouses" (angelehnt an Veröffentlichungen des Museums Krefeld-Linn zum Thema "Kastell-Gelduba" (Gellep). - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48818063

  • Ocella umrundete die Baracken der Turma II und betrat den Stall von Tisanders Contubernium. Es war leidlich sauber, doch es standen nur 6 statt der 8 Pferde darin, welche laut Stubenbelegung dort sein sollten.

    Er sah sich noch einmal um, vielleicht hatte er ja vorhin etwas übersehen.

    Doch es ging soweit alles in Ordnung.

    Nun, Eques,...zwei Fragen,...warum stehen hier nur sechs Pferde?...welches ist dein Pferd?


  • Das konnte doch nicht wahr sein. Tisander wäre liebend gerne im Erdboden versunken, dass ausgerechnet ihm, der alles für seinen Rappen tat.

    „Vexillarius Matinius Ocella, mein Pferd steht hier nicht. Es sind nur sechs Pferde hier, weil wir mit unseren Pferden noch nicht umgezogen sind.“ Er fügte noch ehrlich zerknirscht hinzu: “Ein unverzeihliches Versäumnis Vexillarius Matinius Ocella.“

    Ohne murren würde er für diesen Fehler jede Strafe auf sich nehmen.

  • Ocella nickte verstehend. Dann wollen wir einmal hoffen, daß wir bis es hier ist keinen Einsatz haben! Er bemerkte das Schuldbewußtsein des Neu-Eques und sah an ihm vorbei auf die Verschläge der einzelnen Pferde. Du wirst zusammen mit Fango stante pede eure Pferde holen und sie hier einstellen,...danach wirst du ab sofort die Aufsicht über diesen Stall übernehmen, du wirst die Verantwortung für die 8 Pferde deines Contuberniums haben, Futter, Wasser, Sauberkeit, ein dichtes Dach und du wirst die Kameraden beaufsichtigen bei Pflege und Hege unserer vierbeinigen Kameraden, denn ohne sie sind wir nichts weiter als Plattfüße,...klar soweit Eques Tisander?

    Ocella brauchte ihm wohl kaum darzulegen was er unter Verantwortung verstand. Hier sollte ab sofort besser kein Strohhalm in der falschen Richtung liegen.

    Seine Wahl fiel auf Tisander weil er ein Händchen für Pferde hatte und weil er noch wußte was Disziplin und Respekt bedeutete, im Gegensatz zu der verfilzten Räuberbande in seinem Contubernium. Fragen?


  • Fragen hatte Tisander bestimmt nicht. „Nein Vexillarius Matinius Ocella und ja wird sofort erledigt. Pferde geholt und in Zukunft für Ordnung und Sauberkeit im Stall gesorgt. Und danke Vexillarius Matinius Ocella.“ Den Dank zu begründen war kaum erforderlich. Er war froh so davon gekommen zu sein und sah es als ein besonderes Lob an, für die Pferde und den Stall in ihrem Contubernium verantwortlich zu sein.

  • Ocella nickte und meinte mit einem schiefen Grinsen;

    Bedanke dich nicht zu früh Tisander. Du hast neben dir 7 andere Equites auf den Kurs zu bringen.

    Es war schon ein Problem drei Römer unter einen Hut zu bekommen aber einen Römer und sechs Germanen? Ocella teilte Tisanders Optimismus nur bedingt.

    Na schön,...dann sieh zu daß die fehlenden Pferde hierher kommen und bereite den Stall auf eine weitere INspektion vor,...

    Sprach´s und machte sich davon. Er musste seine eigenen Klamotten auch noch in seine neue Unterkunft holen.

  • Im Stall angekommen brachten sie zunächst die Pferde unter, versorgten sie mit Futter und Wasser. Anschließend holten alles andere, um es an Ort und Stelle unterzubringen. Alles für die Pflege der Pferde
    erforderliche, sowie Zaumzeug und Sättel.

    Aufmerksam schaute sich Tisander im Stall um. „Bist du so freundlich und holst die Leute unseres Contuberniums. Der Vexillarius kommt gleich zur Kontrolle und ich bin für den Stall verantwortlich. Somit
    hat jeder von uns beiden bekommen was er braucht. Du die Baracke und ich den Stall“,
    grinste ich den Kleinen an.

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