so wi die männer mich behandeln behandle ich sie nun auch. einmal und auf wiedersehen... ist vielleicht nicht das richtige.. aber mal besser als ständig verletzt zu werden
Spaziergang
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Zitat
Original von Diva L. Flavia Nyreti
so wi die männer mich behandeln behandle ich sie nun auch. einmal und auf wiedersehen... ist vielleicht nicht das richtige.. aber mal besser als ständig verletzt zu werdenWenn Du es so siehst, dann wirst Du noch oefters Leid erfahren, vermute ich. Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurueck ... und vielleicht sind die "braven" Maenner nicht wiklich an " einmal popp und hopp " interessiert, und dein Verhalten zieht nur weiterhin solche an, wie Du [leider] anschienend schon zu viele erlebt hast ?? Ich spreche nur als Mann, und wie ich mich verhalte ...
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Diva! Ich würde vielleicht einmal Taverne wechseln!
Bessere Taverne = Bessere Männer!

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ne... jetzt hab ich ja grad nen an der angel.. das las ih mal langsam entwickeln... mal schaun..
und marcellus.
ich wohn im wiener.. ich kann nicht einfach ausziehen

ausserdem sind die leute da alle furchtbar nett und mit den meisten hab ich ja nix.. kann ja nicht mit meiner familie was habn
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Immer diese Herzensbrecher

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ich lass mi mein herz nicht mehr brechen, die können mich mal alle kreuzweis.

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Titus Aurelius Romanus und seine beiden Leibwächter Selina und Massad unterwegs in den Wohnvierteln Roms
Titus Aurelius Romanus kannte Rom.
Zumindest hatte er das bisher geglaubt.
Er kannte die breiten Straßen der vornehmen Viertel, die Tempel und öffentlichen Gebäude, die Thermen, die Foren und selbstverständlich jene Welt hinter hohen Mauern, in der Familien wie die Aurelier lebten.
Doch dieses Rom war ein anderes.
Je tiefer Titus, Selina und Massad in das dicht bewohnte Viertel zwischen den gewaltigen insulae eindrangen, desto enger schienen die Straßen zu werden. Mehrgeschossige Mietshäuser ragten links und rechts empor und ließen nur einen schmalen Streifen Himmel erkennen.
Über ihren Köpfen hing Wäsche.
Aus einem Fenster wurde Wasser auf die Straße geschüttet.
„Vorsicht.“
Massad zog Titus gerade noch einen Schritt zurück.
Die Flüssigkeit klatschte unmittelbar vor dessen Sandalen auf die Pflastersteine.
Titus blickte nach oben.
„Was war das?“
Massad betrachtete die Pfütze.
„Ich würde nicht nachfragen.“
Selina grinste.
„Und auf keinen Fall daran riechen.“
Titus verzog das Gesicht.
„Eine bemerkenswert angenehme Gegend.“
„Du wolltest das wirkliche Rom sehen“, erinnerte ihn Selina.
„Ich beginne meine Entscheidung zu bereuen.“
Eine andere Welt
Schon wenige Schritte später änderte sich die Atmosphäre erneut.
Vor einer Garküche drängten sich Menschen. Der Duft von gebratenem Fleisch, Brot, Öl und Gewürzen kämpfte erfolgreich gegen die weniger angenehmen Gerüche der Straße.
Ein Händler brüllte seine Preise.
Kinder rannten zwischen Passanten hindurch.
Ein Bettler saß an einer Hauswand.
Ein Barbier hatte seinen Arbeitsplatz beinahe vollständig auf die Straße verlegt.
Zwei Männer stritten lautstark über Geld.
Von irgendwoher ertönte Gelächter.
Titus blieb stehen.
„Wie viele Menschen wohnen allein in diesem Gebäude?“
Selina betrachtete die gewaltige insula.
„Mehr, als du vermutlich in deiner Villa persönlich kennst.“
Titus warf ihr einen Blick zu.
Sie zuckte mit den Schultern.
„Du wolltest Ehrlichkeit.“
Massad betrachtete währenddessen weniger die Häuser als die Menschen.
„Wir fallen auf.“
Titus sah an sich hinunter.
Er hatte bewusst auf besonders kostbare Kleidung verzichtet.
„So schlimm?“
Selina lachte.
„Titus, du bewegst dich wie jemand, der erwartet, dass andere ihm Platz machen.“
„Sie machen mir doch Platz.“
„Genau.“
Titus schwieg.
Das war ein Argument.
Die Insula
Schließlich betraten sie eines der Mietshäuser.
Sofort wurde es dunkler.
Die Treppe war schmal und ausgetreten. Je höher sie stiegen, desto einfacher wurden die Wohnungen.
Im unteren Bereich lagen noch vergleichsweise geräumige Räume.
Weiter oben änderte sich das.
Ein Zimmer.
Eine Familie.
Wenige Möbel.
Kaum Platz.
Titus blieb vor einer geöffneten Tür stehen.
Drinnen saß eine Frau und flickte Kleidung. Zwei Kinder lagen auf einer Kline. Ein drittes spielte auf dem Boden.
Die Frau bemerkte Titus.
Sofort wurde sie misstrauisch.
„Was wollt ihr?“
„Nichts.“
Die Antwort kam zu schnell.
Selina trat neben Titus.
„Wir sehen uns nur um.“
Die Frau lachte bitter.
„Reiche Leute sehen sich selten hier oben um.“
Titus wollte widersprechen.
Dann ließ er es.
Die Frau hatte recht.
Auf dem Dach
Sie stiegen weiter.
Als sie schließlich das obere Stockwerk erreichten, war Titus überrascht, wie klein die Räume geworden waren.
Massad öffnete vorsichtig eine Tür.
Dahinter befand sich kaum mehr als ein Verschlag.
Titus betrachtete den Raum.
„Hier wohnt jemand?“
Selina lehnte an der Wand.
„Mehr als einer, wenn die Miete hoch genug ist.“
Titus ging hinein.
Er streckte die Arme aus.
Beinahe konnte er beide Wände gleichzeitig erreichen.
Er dachte an sein eigenes Zimmer.
An sein Bett.
An den Hortus.
An das Atrium.
An Räume seiner Villa, die größer waren als mehrere dieser Wohnungen zusammen.
Plötzlich verstand er etwas.
Platz war Reichtum.
Nicht Gold.
Nicht Schmuck.
Nicht einmal Marmor.
Platz.
Die Möglichkeit, eine Tür zu schließen und allein zu sein.
Frische Luft.
Wasser.
Ruhe.
Dinge, über die ein Aurelier normalerweise überhaupt nicht nachdenken musste.
Selina kennt dieses Rom
Wieder auf der Straße beobachtete Titus Selina.
Sie bewegte sich hier anders.
Sicherer.
Sie wusste, welchen Männern sie auswich.
Welche Gassen sie betrachtete.
Welche Menschen harmlos waren.
Und welche nicht.
Titus bemerkte es.
„Du kennst solche Viertel.“
Selina sah ihn an.
„Besser als deine Welt.“
Titus schwieg einen Augenblick.
„Dann zeig sie mir.“
Selina wirkte überrascht.
„Was?“
„Nicht das, was du glaubst, dass ich sehen möchte.“
Er deutete auf die Straße.
„Zeig mir dieses Rom.“
Massad lächelte leicht.
„Das könnte ein langer Tag werden.“
Die Garküche
Selina führte sie zu einer kleinen Garküche.
Titus betrachtete das Essen skeptisch.
Der Wirt bemerkte es.
„Frisch!“
Titus hob eine Augenbraue.
„Wie frisch?“
„Heute!“
Massad flüsterte:
„Frag nicht weiter.“
Sie bestellten.
Titus setzte sich zwischen Arbeiter, Händler und Tagelöhner.
Niemand verbeugte sich.
Niemand sprach ihn mit seinem Rang an.
Niemand wusste, wer er war.
Und Titus gefiel das überraschend gut.
Am Nebentisch diskutierten zwei Männer über steigende Preise.
Ein anderer beschwerte sich über seinen Vermieter.
Eine Frau erzählte, dass ihr Sohn Arbeit suche.
Titus hörte zu.
Das waren Probleme, die in den Gesprächen seiner Familie kaum vorkamen.
Und trotzdem waren dies die Probleme des größten Teils jener Menschen, die Rom überhaupt erst funktionieren ließen.
„Warum interessiert dich das?“
Später saßen die drei auf den Stufen eines kleinen Schreins.
Selina betrachtete Titus.
„Warum machst du das eigentlich?“
„Was?“
„Das hier.“
Sie zeigte auf das Viertel.
„Du könntest jetzt im Hortus liegen, Wein trinken und irgendeinem Sklaven erklären, dass die Trauben nicht süß genug sind.“
Massad musste lachen.
Titus sah Selina beleidigt an.
„Für was für einen Menschen hältst du mich?“
Selina und Massad antworteten gleichzeitig:
„Aurelier.“
Titus starrte beide an.
Dann musste auch er lachen.
Schließlich wurde er ernst.
„Weil ich irgendwann begriffen habe, dass es gefährlich ist, über Menschen zu entscheiden, deren Leben man nicht versteht.“
Selina betrachtete ihn nun aufmerksamer.
Titus sah auf die vorbeiziehenden Menschen.
„Wir Patrizier reden ständig über Rom.“
Er zeigte auf die Straße.
„Aber das hier ist Rom.“
Eine Erkenntnis
Am Abend verließen sie das Viertel.
Langsam wurden die Straßen breiter.
Der Lärm nahm ab.
Die Häuser wurden niedriger.
Schließlich standen sie wieder vor den Mauern jener Welt, aus der Titus gekommen war.
Er drehte sich noch einmal um.
Hinter ihm erhoben sich die insulae.
Hunderte Fenster.
Hunderte Familien.
Tausende Leben.
Selina trat neben ihn.
„Und? Was hast du gelernt?“
Titus dachte nach.
„Dass ich sehr wenig über Rom weiß.“
Massad nickte.
„Das ist immerhin mehr, als die meisten wissen.“
Titus sah noch einmal zurück.
Dann sagte er:
„Morgen gehen wir wieder hin.“
Selina stöhnte.
„Warum habe ich gewusst, dass du das sagen wirst?“
Titus grinste.
„Diesmal suchen wir uns jemanden, der uns erklärt, wie dieses Viertel wirklich funktioniert.“
Massad sah Selina an.
Selina sah Massad an.
Beide kannten diesen Ausdruck inzwischen.
Titus hatte etwas entdeckt, das ihn interessierte.
Und wenn Titus Aurelius Romanus etwas interessierte, ließ er gewöhnlich nicht mehr davon ab.
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