Unterkünfte der Cohortes Urbanae

  • Silio schien zu Tacitus' Bemerkung nicht mehr viel einzufallen. "Der ist mir eine Spur zu schlagfertig, Avianus.", bemerkte er schließlich mit gespielter Beleidigung.
    "So ist das Leben, mein Freund. Man bekommt immer das was man verdient.", gab Avianus lächelnd zurück. "Fragt sich nur, was Metellus getan hat. Immerhin hat er verloren, ohne es zu bemerken."
    "Schlecht gespielt."
    Avianus verdrehte die Augen und wandte sich an Tacitus. "Guter Zug. Dafür werde ich bestimmt nie gegen dich spielen, wenn ich mein Geld loswerden will, finde ich bestimmt einen anderen Weg.", sagte er grinsend und klopfte dem jungen Terentier auf die Schulter.

  • "Danke, Avianus. So gut bin ich jetzt aber auch nicht. Metellus gab Silio einen leichten schlag auf die Schulter: Ich bin bestimmt besser als du. "Finden wir es raus." "Tacitus?" Ich war gerade dabei mein Geld zu zählen. "Sechs Setzterzen!", ich tat so als wäre ich extrem überrascht, Da, da, davon kann ich ein halbes Jahr lang leben. Wieder ernst antwortete ich Metallus: "Ja klar, kein Problem." Ich schaute aus einem Fenster, es war schon dunkel. "Wenn ihr noch spielen wollt, bitte. Aber ich hau mich jetzt hin. Morgen wird ein harter Tag." Ich reichte Metallus das Spielbrett und die Steine. "Danke."

  • "Sechs Sesterzen. Ein Vermögen!", stimmte Avianus ihm mit unüberhörbarer Ironie in der Stimme zu.
    Eine Zeit lang verfolgte Avianus noch das Spiel zwischen Metellus und Silio, bis schließlich auch er sich dazu entschloss, zu schlafen. Tacitus hatte Recht, es würde wieder ein harter Tag werden. Morgen würden sie bestimmt nicht mehr Theorie lernen.

  • <<


    Ein Bote aus der Principa kam eiligen Schrittes zu den Unterkünften und übergab ein Schreiben an Aulus Iunius Avianus.



    An
    Aulus Iunius Avianus
    Cohortes Urbanae



    Du wurdest auserwählt in der Garde des Kaisers Dienst zu tun.
    Melde Dich bei Deiner Einheit ab und begib Dich umgehend zum Dienst in der Cohors praetoria II, Centuria VI unter Centurio Aulus Iunius Seneca.



    Im Auftrag des Praefectus Praetorio


    T. Falcidius Precianus
    Beneficiarius praefecti praetorio



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    ANTE DIEM V ID NOV DCCCLXII A.U.C.

    cp-tribunuscohortispraetori.png decima.png

    SODALIS FACTIO AURATA - FACTIO AURATA

    Klient - Decima Lucilla

  • Avianus nahm das Schreiben des Boten einerseits überrascht, andererseits neugierig entgegen. Seit er bei den Kohorten war, hatte er keine Post bekommen.
    Während er die Zeilen las, die ihm überreicht worden waren, wurden seine Augen immer größer. Er? Zu der Garde? Er fühlte sich, als hätte er irgendetwas verpasst. Anscheinend hatte er seine Sache bisher tatsächlich nicht schlecht gemacht. Etwas überrumpelt fuhr er sich mit der Hand übers Gesicht. Natürlich freute er sich irgendwie darauf. Zwei Prätorianer in der Familie wären dem Ansehen der Iunier bestimmt nicht abträglich. Und bestimmt auch nicht seinem eigenen Stolz. Aber wirklich fassen konnte Avianus es dennoch nicht.
    Als er dann den Namen seines neuen Centurios las, riss der Strom seiner Überraschung nicht ab. Sein eigener Vetter. Ob der Gute da wohl etwas damit zu tun hatte, dass er jetzt zu den Skorpionen wechselte? Nein, vermutlich nicht. Er und Seneca kannten sich doch kaum. Andererseits hatte er ihm damals bei ihrem letzten Treffen seine Unterstützung zugesichert. Was spielte das in diesem Moment für eine Rolle.
    Avianus legte den Brief beiseite und packte alles Nötige ein. Zeit, sich bei Seneca zu melden.
    An den Bürgerkrieg dachte er im Moment gar nicht mehr. Der Brief beanspruchte gewissermaßen seine volle Aufmerksamkeit.

  • Vom armieren kommend, betrat ich die Unterkünfte der Cohortes Urbanae und obwohl ich kaum über den großen Berg blicken konnte, sah ich doch das es mir hier durchaus gefallen könnte.
    'Sieht doch sehr ordentlich aus und besser als ein abgebranntes Haus aufjedenfall', dacht ich mir.


    Ich hielt ausschau nach einer möglichst unbenutzt aussehenden Liege und machte mich daran mein gesamtes Arsenal ordentlich abzulegen, um es danach sauber einsortieren zu können.


    Als ich damit fertig war, legte ich mich für einen Moment hin.

  • Nachdem Marcellus nun alles gemacht hatte, vom ärztlichen Test bis zum Schwören des Eides und auch seine Ausrüstung hatte er nun beisammen, fehlte nurnoch das letzte Stück...der Bezug seiner Stube. E rfreute sich schon riesig auf seine Zeit in der CU und auf seine Ausbildung, dennnun endlich konnte es los gehen!

  • C. Marsilius Pada
    Marsilius Pada, der Cornicularius des Praefectus Urbi kam in die Unterkünfte und sah sich unter den Männern um, die offensichtlich gerade dienstfrei hatten. Nach kurzem Zögern ging er auf den nächstbesten zu und drückte ihm eine versiegelte Tabula in die Hand.


    "Der Brief ist für den Consular Aelius Quarto. Angeblich ist er wieder in Rom, aber ich hab' keine Ahnung, wo. Die Domus Aeliana ist nämlich immer noch gesperrt. Schnapp' dir ein paar Leute und finde heraus, wo er wohnt und gib den Brief ab. Vielleicht wissen seine Klienten ja, wo er steckt." befahl er mit knappen Worten und überreichte den Brief:



    G. Flaminius Cilo Consulari L Aelio Quarto s.d.


    Wie dir sicherlich bekannt ist, steht dein Klient M Iulius Proximus unter Verdacht, ein Günstling des Usurpators Vescularius Salinator gewesen zu sein. Dafür spricht seine steile Karriere bis zum Kommandanten der Cohortes Urbanae trotz des Ranges eines Tribunus und das Zögern beim Öffnen der Tore für die Befreiungsarmee des Imperators.


    Er versicherte mir aber während einer Befragung, stets nur im Interesse Roms gehandelt und auch Dir als seinem Patron die Treue gehalten zu haben. Ich bitte Dich um eine Einschätzung und weitere Informationen bezüglich der politischen Zuverlässigkeit deines Klienten. Bitte teile mir diese unverzüglich mit, um dem Princeps die Entscheidung über das weitere Verfahren zu erleichtern.


    Vale bene,


    G. Flaminius Cilo


    Dann war er auch schon wieder weg!

    Sim-Off:

    Wer zuerst kommt, darf den Auftrag annehmen. Natürlich gern auch mehrere zusammen ;)



    CORNICULARIUS PRAEFECTI - COHORTES URBANAE

  • Ahenobarbus war kurz zuvor erst wieder in die Unterkünfte gekommen, da kam auch schon ein Optio auf ihn zu.


    Der Domitier gab ein knappes "Zu Befehl, Optio!" mit Salut zurück und suchte sich ein paar Leute die helfen würden den Consular zu suchen...

  • Ahenobarbus begutachtete erst den Neuzugang, doch war dieser von keiner wirklich beachtenswerter Gestalt und gerade deshalb sagte er:
    "Salve! Hast du dich verlaufen oder bist du ein neuer Rekrut?!"
    Dabei sah er den Ankömmling mit seinen smaragdgrünen Augen unverwegt an...

  • Faustus machte einen schnellen Schritt auf den Mann zu und streckte ihm die Hand zum Gruß entgegegen: "Chaire. Ja ich bin hier neuer Rekrut. Entschuldige meine Unhöflichkeit, aber ich war darauf konzentriert, dass mir kein Teil der Ausrüstung hinfällt. Mein Name ist Faustus Aemilius Nicanor. Ehemals aus Attika, jetzt aus Rom." Als Ahenobarus die Hand ergriff, stellte er fest, dass Faustus zwar nicht übermäßig kräftig aussah, aber die schwielligen Hände eines Handwerkers hatte und auch nicht gerade schwach zupackte. Außerdem hatte er riesigen blauen Fleck am Kinn, den wohl eine Faust hinterlassen hatte.

  • Sim-Off:

    Ich entscheide immernoch was mein Charakter macht ;)


    "Immerhin ein kräftiger Händedruck, aber Chaire? Wir sind hier in Rom dementsprechend grüßt man mit Salve junger Freund!" während dieser Bemerkung gab der Domitier, Faustus ein Augenzwinkern.
    "Und was verschlägt dich zu den Cohorten?" warf er noch nach, um auf ein anderes Thema zu lenken.

  • Sim-Off:

    Sorry


    Faustus senkte bei der Bemerkung zu seiner Art zu Grüßen kurz beschähmt den Kopf.
    "Ach, das Leben und die Frauen haben mich aus Attika vertrieben und da ich hier Verwandte habe..." Faustus lies den Satz einfach unvollendet, wartete einen Augenblick und fuhr dann fort: "Wie sieht denn die Ausbildung und der Dienst hier aus? Erzähl mal was mich erwartet."

  • "Zur Ausbildung gibts nicht viel zu sagen, sie bringen dir eben bei wie du richtig in einer Phalanx stehst, den richtigen Umgang mit Waffen und die notwendige Disziplin, wenn höhere Dienstgrade anwesend sind zum Beispiel." sagte Ahenobarbus zuerst zur Ausbildung, dann kam er auf den Dienst zu sprechen: "Beim Dienst bei den Cohorten, wirst du als Wache an Ein- und Ausgängen von Rom und der Castra postiert und wir machen natürlich Patrouillen um mit unserer bloßen Präsenz für Ruhe zu sorgen." mehr gab es dazu eigentlich nicht zu sagen, "Wenn du noch fragen hast, immer raus damit... momentan haben wir ja ein wenig Zeit."

  • Faustus war der junge Mann sehr sympatisch. Zwar wirkte die muskulöse Statur und das kernige Gesicht im ersten Moment einschüchternd, aber sein nettes Wesen wirkte einnehmend.


    "Wie heißt du Kamerad? Wo kommst du her und was hat dich zum Militär verschlagen?"

  • "Oh... Entschuldige meine Manieren. Ich heiße Lucius Domitius Ahenobarbus, ursprünglich komme ich aus Ostia. Bei den Cohorten landete ich, wegen meinem Großvater... er hatte ebenfalls hier gedient."
    "Habt ihr da drüben eigentlich viel vom Krieg mitbekommen?"
    Man traf und sprach immerhin nicht oft mit Leuten die von weiter weg herkamen und Ahenobarbus war schon immer sehr neugierig und wissbegierig.

  • Faustus überlegte einen Moment bevor er antwortete.


    "Rom ist weit weg...Natürlich hört man Geschichten, mehr wenn Händler und Legionen in der Region sind. Mögen für dich der Kaiser und seine Taten dein tägliches Leben beeinflussen, kennen wir in Attika ihn von unseren Münzen und seine Statuen. Ansonsten ist eher die römische Provinzverwaltung für uns wichtig..." Faustus fuhr fort "Versteh mich nicht falsch: Wir zahlen unsere Steuern, entsenden Männer zum Militär und huldigen dem Kaiser. Sind also brave römische Bürger und verdanken Rom Vieles...Vor allem Schutz und Wohlstand, dennoch sind Rom und der Kaiser weit weg. Direkte Auswirkungen hatten die Kämpfe um die Kaiserwürde für mich nicht."

  • Ahenobarbus dachte kurz über das gesagte nach... "Ist warscheinlich auch besser, wenn nicht jede Provinz des Reiches betroffen ist..."
    'Reicht schon das hier Chaos herrschte' setzte er in Gedanken nach, immerhin ist inzwischen alles ruhiger... ein recht angenehmer Einstieg in den Dienst, diesen hatte Ahenobarbus nicht.

  • Er hatte etwas Zeit gebraucht, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Oft reagierte er vorschnell, ohne zu denken, und am Ende kam irgendein Mist dabei raus, doch hier war es anders. Es ging um Sibel und wo auch immer sie hineingeraten war, Avianus wollte sich keine Fehler leisten. Genau aus diesem Grund hatte er nicht nur nachgedacht, er hatte sogar so etwas wie einen Plan – jedenfalls soweit man planen konnte, wenn man absolut nicht wusste, was als nächstes auf einen zukam.
    Die Cohortes Urbanae waren vorerst der einzige Anhaltspunkt, den er hatte. Einen Urbaner, der ihm mehr erzählen konnte gab es bestimmt. Seine eigene Zeit bei den Cohortes Urbanae war allerdings schon eine ganze Weile her, und dazwischen hatte auch der Krieg sein Unwesen getrieben. Nur zu gut, dass er von einem übereifrigen Urbaner wusste, der sich dazu noch etwas zu viel für die Probleme anderer Leute interessierte. So kam es, dass er sich vor den Barracken der Stadtkohorten wiederfand und darauf wartete, dass sich etwas tat, nachdem er einen Soldaten nach einem gewissen Domitius Ahenobarbus der Cohors XIII, Centuria IV gefragt hatte. Wenigstens sein Gedächtnis funktionierte noch. Der Miles war jedenfalls in den Baracken verschwunden und schickte hoffentlich bald den gesuchten nach draußen.
    Er würde den Kerl in eine Taberna einladen, ein wenig nach Informationen stochern, was sich so getan hatte, während er weg war… keine große Sache, beruhigte sich der Iunier selbst. Inzwischen war er glücklicherweise auch nicht mehr so fahrig, dass es auffallen würde. Er konnte nur hoffen, dass es so blieb.

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