Der Verhörraum der Castra

  • Der Kaiser betritt einen Vorraum.


    Er hat einen weiten schmucklosen Mantel an und dessen Kaputze über den Kopf geschlagen.


    Rechts und links neben ihn treten zwei gepanzerte Praetorianer, die ihm in den Raum folgten.


    Beide ebenfalls in Mänteln mit Kaputzen.


    Die glänzenden Schuppenpanzer verraten Männer des Tribuns Falco.

  • Hungaricus verstand jetzt wohl einiges... aber das mit Cäsar...


    Syrius, mein Freund, hieß mein Neffe. Aber ich brauche ihn nicht zu befragen. Der Zusammenhang ist klar. Syrius fand einiges heraus: nicht nur daß Felix der Sohn von Corvinus war, nein, er hatte auch Unterlagen von Corvinus gefunden, die wohl besagten, wer der "Alte Mann" war, stimmts?


    Er wartete auf keine Antwort.


    Na los. Erleichtere dein Gewissen. Sprich! Wer ist der "Alte Mann"?

  • Als Marcellus den Imperator erkannte, schnellte er vom Sitz empor und gab den üblichen Befehl:


    Achtung! Stillgestanden! Der Oberbefehlshaber betritt den Raum!


    PRAEFECTUS CLASSIS PRAETORIAE MISSINENSIS
    PATER FAMILIAS GENTIS CLAVDIA
    NOMEN HONORES "RESTITUTOR"

  • Hungaricus bemerkte erst das Eintreffen des Imperators, als Macrinius den Befehl gab. Er grüßte den Imperator und konnte ein leichtes Schmunzeln nicht verbergen, als er realisierte, daß Macrinius auch in seine alten Gewohnheiten verfiel.

  • Der Kaiser schaut sehr irritiert und beginnt zu lesen.


    Hier und da zucken seine Züge merklich zusammen.


    Schließlich legt er das Pergament beiseite und setzt sich.


    Er streicht sich über das Kinn und seufzt.


    "Ich hätte mich mehr um den Jungen kümmern müssen ...."



    Nach einer Weile steht er auf und geht zu Marcellus.


    Er blickt ihn lange an und sagt.


    "Marcellus, wieder einmal hast Du mich und mein Reich gerettet. Der Name Restitutor war wahrlich gut gewählt."


    Er greift nach seinem Unterarm und Marcellus nach dem seinen, der kameradschaftlcihe Händedruck.


    Kurz danach umarmt der Kaiser den Gefährten.


    "Gut Dich unter den Lebenden zu wissen, mein Freund."

  • Hungaricus räusperte leise.


    Verzeih, mein Imperator. Ich möchte diese herzliche Stunde nicht stören, aber dieses Lumpenpack hier... Er zeigte auf Miror ... hat nicht nur meinen Neffen auf dem Gewissen, sondern auch den Vater von Secundus Flavius Felix.


    Außerdem ist die Identität des "Alten" noch immer ungeklärt.

  • Du hast recht Hungaricus. Ich denke diese Aufgabe ist jetzt die des neuen Praefectus Praetoriae. Ich denke, ich habe jetzt wahrlich zu viel getan und muss mich von den letzten Strapazen erholen. Quetsch ihn aus, den Hund.


    Marcellus klopfte dem Hungaricus auf die Schulter, blickte in den Raum und verliess mit dem Imperator die Castra.


    PRAEFECTUS CLASSIS PRAETORIAE MISSINENSIS
    PATER FAMILIAS GENTIS CLAVDIA
    NOMEN HONORES "RESTITUTOR"

  • Hungaricus sah den beiden nach und drehte sich dann wieder zu Miror um. Seine Miene war steinhart, er schnippte, ein Soldat verschwand kurz und kam dann sofort wieder... mit einem Brenneisen.


    Ich bin nicht so brutal wie Macrinius. Aber wenn du mich reizt, kann ich dir mehr Schmerzen zufügen als du es dir vorstellen kannst...

  • Schweißperlen rinnen von seiner Stirn...


    Nein, das wagst du nicht. DU NICHT!


    Miror starrte auf das vor ihm bedrohlich schwingende Brenneisen...

  • Hungaricus zuckte mit den Schultern und deutete dem Soldaten mit einem Blick. Der Soldat nickte, riss dem Gefangenen das Hemd herunter und setzte das Brenneisen an der Schulter an.


    Der Gefangene schrie wie ein Schwein auf. Der Gestank verbrannten Fleisches verbreitete sich im Verhörraum. Hungaricus nahm noch einen Schluck und sah sich den Gefangenen weiter an.


    Und?

  • Hungaricus zuckte wieder mit den Schultern.


    Weißt du eigentlich, wo das Eisen am meisten wehtut? Hier. Er zeigte auf die Stirn des Gefangenen.


    Unglücklicherweise kommt es dabei meist zu Erblindungen, das Eisen rutscht so leicht ab...

  • Miror starrte den Praefectus an...


    Ich weiß es nicht. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung. sagte er müde und kraftlos.

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