• Da stand Lucia nun, in der Empfangshalle und sah sich unruhig um.
    Kurze Zeit ging sie auf und ab, merkte aber, dass sie dazu zu müde war und ließ sich dann in einen Stuhl sinken.
    Ihre Hände kneteten einander während sie wartete. Was sie so aufgeregt machte wusste sie selbst nicht zu sagen, doch irgendetwas tat es.

  • Kurz bevor ich die Halle betrat wusste ich nicht wie mir geschah. War sie tatsächlich nun endlich wieder da? Vor kurzem spekulierte ich noch, was mit Lucia wohl geschehen sein konnte, dass sie so lange brauchte um mir nach Rom zu folgen. Ich malte mir die schlimmsten Szenarien aus und war schon einmal kurz davor sie für immer zu vergessen, doch nun schien alles wieder ein glückliches Ende zu nehmen.


    Ich schritt langsam in den Saal und erblickte sie auf einem der am Rand stehenden Stühle sitzend und mir wurde bewusst: Sie war es, sie war wirklich hier. Einen kurzen Augenblick blieb ich einfach nur stehen und blickte sie lächelnd an, kein Wort konnte ich in diesem Moment sprechen und wahrscheinlich musste ich dies alles erst einmal realisieren um es warhaft glauben zu können...

  • Lucia bemerkte eine Bewegung am Rande ihres Blickfeldes. Es war Maximus.
    Mit einem Mal spang sie auf und lief einige Schritte auf ihn zu.
    Es tut mir so leid... Ich wollte viel früher schon da sein, aber die Wintestürme haben das Schiff beschädigt, und wir mussten in so einem kleinen Hafen warten, bis ein anderes weiterfahren konnte. Es hat alles so lange gedauert. Du musst dir große Sorgen gemacht haben... Es tut..., brach es mit einem Mal aus ihr heraus. und mit einem Mal wusste sie auch, weshalb sie so nervös gewesen war. Sie hatte Angst gehabt, dass Maximus ihr ihre verspätung übel nahm. Oder sie vergaß, oder sonst was. Nun schaute sie ihn nur entschuldigend und hoffend an.

  • "Sprich jetzt nicht mehr darüber." sagte ich mit leiser Stimme zu ihr und schloss sie in die Arme. "Es zählt nur, dass du jetzt wieder hier bist...hier bei mir, alles andere ist egal..." Sie schien einiges durchgemacht zu haben und Maximus war sich sicher, dass es nicht ihr Fehler war. Für ihn war im Moment nur wichtig, dass sie es endlich zu ihm in die Casa Octavia geschafft hatte. Alles war plötzlich vergessen, die Qualvollen Stunden, in denen sie ihm nicht mehr aus dem Kopf ging und wo er fast gestorben wäre vor Sehnsucht, doch ab jetzt wäre alles wieder wie früher in Germanien und nichts sollte ihrem Glück nun mehr im Wege stehen.

  • Erleichter und glücklich seufzend lehnte sich Lucia in Maximus Umarmung.


    Lange hatte sie darauf gewartet. Sie fragte sie, was sie so werden lies. Normalerweise konnte sie sich durchstzen, hatte Selbstbewusstsein, sagte ihre Meinung scheinbar ohne sich groß zu scheren, was die anderen davon hielten.
    Doch bei Maximus, da war sie ganz anders, und doch wieder nicht. Sie liebte ihn, das war ihr so klar, wie dass die Sonne morgend aufging. Und sie wollte ihn nicht verlieren. Das war es, was sie unsicher werden lies, und auch wieder nicht. Es war so verwirrend, vorallem, wenn man so lange getrennt war.


    Und nun wieder hier, bei ihm, genau so, als wäre nie was geschehen, fiel alle Last, die sie sich auf der Reise großteils selbst aufgebürdet hatte, von ihr ab.
    Ich bin so froh hier zu sein, bei dir..., flüsterte sie und schmiegte sich an ihren Maximus.

  • Es war schön, sie wieder bei mir zu haben. Zu lange waren wir getrennt und mussten ohne einander auskommen, doch zum Glück hatte dies nun ein Ende. Lucia musste ziemlich fertig von der anstrengenden Reise sein, deshalb verzichtete ich auf jedes überflüssige Wort und bot ihr besser gleich an sich erst einmal zu regenerieren. "Du musst furchtbar erschöpft sein. Willst du dich nicht vielleicht erst einmal etwas hinlegen? Später können wir immer noch über alles reden, doch im Moment scheint es als bräuchtest du zuvor ein wenig Erholung." Zeit spielte erst einmal keine Rolle, wir hatten jetzt in Zukunft noch genug Möglichkeiten über alles zu sprechen und alles zu unternehmen, was wir uns immer erträumt hatten, deshalb sah ich es als wichtig an ihr erst einmal ein wenig Schlaf zu gönnen.

  • "Ja, schlafen wäre schön, ich hab schon lange nicht mehr gut geschlafen.", murmelte sie und lächelte Maximus leicht an. Sie wollte ihn eigentlich nicht so schnell wieder loslassen, doch sie war so müde...

  • "Gut, freut mich zu hören. Nur mit ausreichend schlaf, bleibst du mir auch gesund." sprach Maximus in einem fürsorglichem Ton zu ihr. "Ich bringe dich erst einmal in einem Gästezimmer unter, im Moment ist es das einzige, was auch entsprechend eingerichtet ist." Er führte sie durch die Casa in die besagte Räumlichkeit und hoffte, dass es ihr vorerst ausreichen würde.

  • Nachdem er von Turia informiert worden war, dass ein Gast in der Eingangshalle wartet, kam Victor aus seinem Arbeitszimemr um ihn zu begrüßen.


    "Salve, äh Decimus Strabo? Ihr sagtet meiner Sklavin gegenüber etwas von einer Familienangelegenheit.... um was geht es denn?"

  • Ich sah den Praetor Victor eintreten und verbeugte mich leicht.


    "Praetor..."


    Schließlich sah ich ihn ernst an, um dann anzusetzen.


    "Es geht um Folgendes: ich lief über die Märkte, als mir Redivia Helena über den Weg lief. Alte Erinnerungen an Achaia und an Octavius Anton ebbten in mir auf. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll... ich bin sozusagen zurückgekehrt in den Schoß der Octavier!"

  • Leicht schmunzelte Victor, als Strabo sich verbeugte. Er war doch nicht der Kaiser... aber was was Strabo dann sagte, verwirrte den Praetor doch sehr.


    "Äh, nun mal der Reihe nach. Was haben Redivivia Helena und Cicero Octavius Anton mit dir zu tun? Und was hat die Provinz Achaia dabei für eine Bewandfnis? Vor allen Dingen aber: Wieso seid ihr zurückgekehrt in den Schoß der Octavier?"

  • Turia brachte die edle Dame in die Empfangshalle und ging anschließend los um Maximus aus seinem Zimmer zu holen. "Warte hier einen Augenblick, er wird euch sicher in kürze begrüßen."

  • Während ich langsam den Empfangsraum durchschritt und erst ein Bild an seinem Ende mich zum Anhalten bewog, durchkramte ich meine Erinnerung. Meines Wissens hatte ich den Octavier noch nie zuvor getroffen. Ich wartete gespannt auf sein Erscheinen.

  • Nach einer kurzen Zeit erschien nun auch Maximus und er begrüßte die ihm noch fremde Person herzlich.
    "Salve, was verschafft mir die Ehre eures Besuchs? Aber vorerst würde ich natürlich gern euren Namen in Erfahrung bringen, meine Sklavin konnte mir diesbezüglich leider keinen Aufschluss geben." Maximus vermutete bereits, dass es sich dem Aufzug und der Haltung nach um eine Patrizierin handeln müsste. Nachdem sie sich vorgestellt hat, wäre er schlauer.

  • Ich lächelte, er hatte Recht.


    „Salve, Octavius Maximus, mein Name ist Aurelia Deandra und ich bin gekommen, um eine Ehrung eines großen Mannes der Gens Octavia mit dir zu besprechen.“


    Ich dachte zur Einleitung wäre das ausreichend und wartete zunächst auf seine Reaktion.

  • Maximus konnte sich fast denken um wen es ging, aber aus welchem Anlass und vor allem: Warum sollte eine Frau aus der Gens Aurelier so etwas vorschlagen?


    "Eine Ehrung? Dies musst du mir wohl näher erläutern, vor allem was genau du dir darunter vorstellst. Am besten setzen wir uns in einen Pavillon im Garten, das Wetter ist zu schön um sich hier drinnen zu unterhalten. Möchtest du vielleicht dazu etwas trinken?"


    Dem Ruf des guten Gastgebers bemühte sich Maximus stehts nachzukommen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!