• >>> Das Studierzimmer des Rex Sacrorum



    Die Casa war schon in Sichtweite, zumindest dachte ich mir das aufgrund der Beschreibung die ich vor wenigen Stunden erhielt. Seufzend blieb ich stehen und sah mich um. Rom war doch bedeutend größer als Tarraco und selbst dort hatte ich die seltene Gabe nie dorthin zu finden wohin ich eigentlich wollte.

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  • Schmunzelnd betrachtet Aemilia ihren Begleiter von der Seite. Er wirkt so gestresst. Beruhigend legt sie ihm die Hand auf den Arm. :D
    "Keine Sorge. Wir werden ihn schon finden." =)
    Kurzentschlossen zieht sie ihn also hinter sich her und geht auf das Gebäude zu, welches sie als Casa Fabia zu identifizieren glaubt und klopft energisch an.
    "Hallo? Ist da jemand?" =)

  • Eine alte, gebrechliche Frau deren Augenlicht schon längst verblichen war öffnete die Türe. Verärgert über die Störung blinzelte sie die Fremden an.


    "Was wollt ihr hier? Wir kaufen nix."

  • 8o "Öhm..."
    Aemilia ist sichtlich überrascht. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund hat sie damit gerechnet, dass der Rex Sacrorum selbst die Türe öffnet. In ihrer Verblüffung kommt es so zu einer wenig intelligenten Antwort. =)
    "Du bist nicht Gnaeus Fabius Antistes... Äh..."


    Schließlich reißt sie sich doch noch wieder zusammen und besinnt sich auf das eigentliche Anliegen.
    "Wir suchen ihn nämlich... beziehungsweise sein Heim, die Casa Fabia. =) Sind wir hier richtig?"

  • "Nein, die Casa Fabia ist dort drüben" krächzte die alte Frau und zeigte mit zitternder Hand in die ungefähre Richtung der Casa Fabia.

  • Innerlich die Hände vor das Gesicht schlagend beobachtete ich die Szene. Angestrent starrte ich in die gezeigte Richtung und erblickte tatsächlich eine äußerst schmuckes Anwesen. Das musste es wohl sein.

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  • Aemilia seufzt resignierend und blickt entschuldigend zu Lucidus hinüber.
    "Hmm... Ich hätte ja auch richtig liegen können..." lächelt sie ein wenig zerknirscht. =)
    "Komm..." Und schon zieht sie förmlich wieder hinter sich her - nun zur 'richtigen' Casa Fabia.
    Mit einem hoffnungsvollen Blick ist es wieder Aemilia, die anklopft. Sie will einfach nur endlich wissen, wo sich ihre zugewiesene Lehrerin vor ihr versteckt. Ist sie tatsächlich ein derart unerträglicher Mensch? Für den Bruchteil einer Sekunde wird Aemilia nachdenklich und erinnert sich der teils genervten Reaktionen ihrer Schwester. Schnell ist dies jedoch als Einbildung beiseite geschoben. :D Siegessicher zwinkert sie dem Legaten zu während man auf eine Antwort wartet. ;)

  • Der Ianitor öffnete mit bedrückter Miene die Tür und erkannte auf Anhieb, daß einer der Besucher senatorischen Standes war. Er öffnete die Türe weiter und machte eine einladende Geste.


    "Seid willkommen im Hause des Fabius Antistes. Was ist euer Begehr?"

  • "Salve, guter Mann. Mein Name ist Decimus Lucidus, Legatus Augusti in der kaiserlichen Administration. Ich suche deinen Herrn, jener erschien heute unüblicherweise nicht in seinem Officium. Der Pontifex Maximus selbst beauftragte mich nach ihm zu suchen, er wünscht umgehend ein Gespräch mit dem Rex Sacrorum."

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  • 'Huch! Der Pontifex Maximus höchstpersönlich hat Lucidus beauftragt?' 8o Aemilia schenkt ihm einen überraschten Seitenblick. Sie erinnert sich noch an die beeindruckende Aura des Pontifex Maximus, den sie auf dem Bankett kurz hat erblicken dürfen. Als sie sich von ihrer Überraschung wieder erholt hat, wirft sie Lucidus einen leicht tadelnden Blick zu, um sich dann jedoch selbst an den Ianitor zu wenden. Wäre Lucidus ihre Schwester Aelia gewesen, so hätte er für dies Versäumnis sie vorzustellen wohl einen schmerzhaften Stoß in die Rippen kassiert. :D
    "Salve. Mein Name ist Didia Aemilia. Ich suche ebenfalls den Rex Sacrorum, jedoch um von ihm den Aufenthalt meiner Lehrerin der Popa Didia Lucia zu erfahren..."
    =)

  • Als der Ianitor das Begehr der Gäste vernimmt, ist er sichtlich betroffen. Er nickt bedauernd. "So kommt erst einmal herein. Eurem Wunsch soll entsprochen werden." Den beiden voran geht er ins Atrium, wo er geduldig auf sie wartet um sie mit betroffener Miene aufzuklären. "Nun... Den Grund für sein Ausbleiben vermag ich euch zu erklären. Fabius Antistes hält sich derzeit in seinem Cubiculum auf. Er ist bettlägrig..." Der alte Mann seufzt. "Er ist schwerkrank. Der Medicus war eben bei ihm, konnte aber nicht sagen ob mein Herr wieder zu Kräften kommen würde. Ihr müßt verstehen, er ist für niemanden zu sprechen, jede Aufregung könnte sein Ende bedeuten."

  • Ich hatte schon so etwas in der Art befürchtet, meine Überraschung hielt sich also in Grenzen. Dennoch fand ich einige Zeit nicht die richtigen Worte..


    "Das ist sehr bedauerlich, richte ihm meine Genesungswünsche aus. WIr achten natürlich die Empfehlung des Arztes und wahren die Ruhe des Rex Sacrorum. Ich hoffe, daß er bald wieder wohlauf unter uns weilen kann."

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  • Schockiert start Aemilia den Mann an. 8o Sie hingegen hat überhaupt nicht mit einer derartigen Entwicklung gerechnet.
    "Was? Wie jetzt? Krank? Das kann doch nicht sein..."
    Entgeistert blickt sie zu Decimus Lucidus hinüber.
    "Aber... Er sah kürzlich doch noch so munter aus..."
    Sie schaut wieder den Ianitor an und große Sorge bestimmt ihren Gesichtsausdruck.
    "Schwerkrank? Ist es so ernst? Können wir helfen? Er wird doch nicht..."
    Ihr Blick wandert wieder zu Lucidus.
    "Und nun? Was sollen wir machen?" :(

  • "Das beste ist wir lassen dem Mann seine Ruhe, verlassen sein Anwesen und berichten dem Pontifex Maximus."


    Ich verabschiedete mich vom Ianitor, legte eine Hand ans Aemilias Arm und schob sie mit leichtem Druck vor mir her. An der Tür angelangt, wandte ich mich noch einmal zum Ianitor..


    "Vergiss nicht meine Genesungsgewünsche. Und nun gehab dich wohl, vale."


    Wieder auf der Straße erwartete ich einen wie auch immer gearteten Gefühlsausbruch der Didierin. Fragend sah ich sie an.

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  • "Hmpf..."
    Trotzig blickt Aemilia ihren Begleiter an, der sie so bestimmt aus der Casa hinausbugsiert hat. Sie weiß noch nicht genau, wie sie auf diese Behandlung reagieren soll. Einerseits ist sie wütend, dass er sie einfach so mit hinausgenommen hat, ohne auf mögliche Einwände zu warten. Andererseits ist sie noch ganz vom Eindruck der neuesten Enthüllungen um den Rex Sacrorum benommen. So schaut sie Lucidus eine ganze Weile lang unschlüssig und hin- und hergerissen an. ?(
    "Aber... Der arme Mann... Müssen wir ihm nicht helfen? Irgendwie? Und... Außerdem weiß ich immernoch nicht wo meine Lehrerin ist! Und überhaupt... Wieso... Ach..."
    Sie seufzt resignierend und sieht sich erst einmal ratlos um. Sie seufzt ein zweites Mal und blickt wieder zu Lucidus auf. :(


    "Und nun? Dem Pontifex Maximus berichten?"
    Aemilia schüttelt den Kopf und lacht leise.
    "Na, ich sicher nicht. Ich bin nur eine kleine Popa und suche doch nur Didia Lucia..."
    Ratlos mustert sie sein Gesicht. ?(
    "Ich muss doch nicht mit, oder?"
    Ihr Blick wird ängstlich. Die Vorstellung sie selbst müsse dem obersten Priester persönlich gegenübertreten jagt ihr ein wenig Angst ein. Bislang hat sie nur aus sicherer Entfernung hin und wieder einen ehrfürchtigen Blick auf ihn werfen dürfen.

  • "Es ist eine Ehre dem Pontifex Maximus gegenüber zu stehen, ein jeder Priester würde sich überaus freuen wenn er die Gelegenheit dazu bekäme."


    Ernst und gespielt empört sagte ich dies, wohl wissend, daß mich die kleine Popa dafür hassen würde. Ich hielt die Maskerade aber nicht lange aus, ein Grinsen gewann die Oberhand über meine Gesichtszüge. Schon bald lachte ich inbrünstig auf..


    "Neinnein, Didia. Du musst nicht mit.. wenn du es nicht willst. Ich biete dir aber an, mich in den Palast zu begleiten, dort kannst du dir die Unterlagen der kaiserlichen Administration durchsehen um so eine Spur zu deiner vermissten Didia Lucia zu finden."

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  • "Ähm, ähm..."
    Mit Entsetzen lauscht Aemilia den Worten des Legaten. Denkt er nun wirklich, sie würde den Pontifex Maximus geringschätzen? Er wird ihm doch nicht etwa etwas derartiges berichten? 8o
    "Aber... ähm... Ich... äh... habe doch nur..." :(
    Eiskalt läuft es ihr den Rücken hinunter, als sie in Erklärungsnöte gerät. Als Lucidus dann zu grinsen beginnt, sieht sie ihn nur noch schockiert an.
    "...habe doch nur..."


    Sein Lachen bricht schließlich den Bann.
    "Boah... Duuuu... Grrrr...."
    Am liebsten würde sie ihn erwürgen. Sie überlegt und setzt ernsthaft an, ihm einen wütenden Stoß zu verpassen, hält sich jedoch im letzten Augenblick noch wieder zurück.
    "Hmpf. Du bist gemein." entschließt sie sich für eine andere Art, ihre Wut auszudrücken und wendet sich die Arme vor der Brust verschränkend schmollend ab. :(
    Höchst misstrauisch mustert sie Lucidus, als er seinen Vorschlag vorbringt. Sie ist hin- und hergerissen. Schließlich seufzt sie ergeben.
    "Du machst mich fertig... Also gut... Aber wehe du legst mich noch einmal herein. Dann... Dann..." versucht sie mit wütend funkelnden Augen verzweifelt eine Drohung, findet jedoch keine ausreichende und gleichzeitig realisitische Bestrafung.

  • Genüsslich trank Cnaeus von seinem Rotwein und wies einen der Haussklaven, dessen Name Lasthenes war, an, frische Trauben zu servieren. Auf den Clinen im Atrium der Casa war es wirklich außerordentlich gemütlich, wenngleich der Fabier einen sonnigen Platz im schönen Garten präferierte. Leider machte ihm das regnerische und windige Wetter am heutigen Tage einen Strich durch die Rechnung. Ohnehin hatte sich Cnaeus nicht nur aus Gründen der Bequemlichkeit ins Atrium begeben, sondern um Entscheidungen zu treffen. Große Entscheidungen, die seinen weiteren Werdegang bestimmten und seine Rolle im Geflecht der römischen Gesellschaft festlegten. Es war schon lange an der Zeit dies anzugehen, immerhin hatte Cnaeus vor wenigen Wochen sein zwanzigstes Lebensjahr erreicht.


    "Lasthenes...", begann Cnaeus zum Sklaven zu sprechen, der bereits mit Trauben zurückgekehrt war. "...es wird an der Zeit für mich Präsenz zu zeigen." Eigentlich war es sinnlos sich mit Lasthenes zu unterhalten, da dieser sowieso nicht redete, wenn er nicht dazu aufgefordert wurde. Der Fabier erwartete auch keine Antwort, aber niemand konnte so behaupten er würde Selbstgespräche führen oder gar halluzinieren. "Mich zieht es ins Militär. Jeder große Römer hat einmal gedient und sich als Soldat einen Namen gemacht." Cnaeus schwelgte kurz in Gedanken - allerdings in solch absurden, dass sie keine Veröffentlichung wert waren. "Allerdings werde ich nicht zur Legion gehen. Ich will in Rom bleiben. Hier blüht das Leben! Hier gibt es Leute, hier wird Politik gemacht! Was will ich in irgendeinem Provinzkaff, wenn sowieso kein richtiger Krieg herrscht. Am Ende werde ich dann in Mogontiacum den Dreck von den Straßen kehren! Nein, nein..." Der Fabier schnappte sich eine weitere Traube und nahm einen Schluck Rotwein, um seine Kehle zu erfrischen. "Ich denke, dass ich bei den Cohortes Urbanae gut aufgehoben bin. So kann ich mich nebenbei wenigstens um meine Beziehungen kümmern." Sein Familienzweig hatte in den letzten Jahren nämlich etwas an Einfluss eingebüßt, sodass es wichtig war als Fabier präsent zu sein. Vor allem in Rom, denn hier wurden die Entscheidungen getroffen. "Apropos Beziehungen...Ich sollte mir zuerst einen Patron suchen, der von außerhalb meinem Werdegang etwas...beihilft." Cnaeus überlegte noch kurz, welcher Name unter all den Würdeträgern Roms besonders attraktiv war, nahm noch einen Schluck aus seinem Kelch und schnellte dann wie vom Blitz getroffen auf. Ebenso schnell eilte er auch durch den Raum und verließ das Atrium in Richtung seiner Privatgemächer. Um die Aufräumarbeiten hatte sich selbstverständlich der Haussklave zu kümmern.

  • Cnaeus lag auf einer der Clinen im Atrium der Casa Fabia und wiegte dabei ungeduldig seinen Kopf hin und her. Seit er seinen Patron aufgesucht hatte waren bereits mehr als zwei Wochen vergangen. Zwei Wochen der Untätigkeit, die ihm wie mehrere Monate vorkamen. Natürlich hatte er sich dies mehr oder weniger selbst zuzuschreiben, war er doch allzu lange untätig geblieben. Nun, da er allerdings voll Enthusiasmus seinen Pflichten nachgekommen war, erschien ihm die Zeit des Abwartens endlos. Eigentlich war der Fabier ein Freund von genauer Planung und Strategie, doch in dieser Angelegenheit war er nicht unbedingt geduldig, auch wenn er wusste, mit welch großen Schritten er mit einer Erhebung in den Ritterstand vorwärts schritt. Unerschütterlich war jedoch auch sein Vertrauen in seinen Patron und dessen Einfluss. Er war sich sicher, dass Consular Macer bereits sein Möglichstes getan und einen Prozess in Gang gesetzt hatte, um ihm einen Posten als Offizier zu beschaffen.

    Cnaeus versuchte die Zeit, die ihm nun blieb und deren Dauer er nicht beeinflussen konnte, sinnvoll zu nutzen. Das Examen Primum an der Academia Militaris hatte er bereits bestanden und so befasste er sich nun mit der Lektüre diverser militärischer Schriften von bekannten und versierten römischen Feldherren. Gleichzeitig ließ er auch die allgemeine Bildung nicht außer Acht und bereitete sich so auf bevorstehende Prüfungen in der Schola Atheniensis vor. Glücklicherweise waren die Wein- und Traubenvorräte der Casa Fabia üppig und so konnte er sich die Zeit des Lernens und Arbeitens auch mit genüsslicheren Freuden versüßen.


    Eine der weiteren genüsslichen Freuden waren die Frauen. Nun gut, die Arbeit rückte in dieser Zeit in den Hintergrund, doch dafür kehrte Cnaeus danach umso motivierter zu den sinnvolleren Tätigkeiten zurück. "Lasthenes, ich ziehe mich in mein Zimmer zurück." Er stand auf, verließ das Atrium allerdings nicht direkt, sondern blieb unmittelbar neben dem Haussklaven stehen. "Bring mir Aesara in mein Zimmer. Oder nein...schick Phila zu mir." Dann setzte er seinen Weg fort.

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