Furianus irrte in der Regia umher und suchte das Officium seiner Zukünftigen.
Beiträge von Lucius Flavius Furianus
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Prägnant antwortete Furianus.
"Die Wahrheit, Rekrut."
Er hatte den leisen Verdacht der Mann wolle nur seine Pause hinauszögern.
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Furianus wunderte sich warum der Probat nun nicht weiter erzählte.
"Fahre fort, warum hörst du auf? Ich als dein Ausbilder muss es wissen, ich muss wissen was in meinen Schützlingen vor sich geht."
Dieser Mann machte ihm noch immer Sorgen.
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"Natürlich Gab..äh..Probatus Didianus."
Dieser kurze Verspreche würde ihm hoffentlich nicht sonderlich auffallen, hoffte Furianus inständig.
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Furianus, überrascht ob dieser Frage setzte sich vor ihm hin.
"Warum nicht? Hast du Zweifel?"
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Verblüfft drückte Optio Flavius seine Hände auf sein Becken und stand bedrohlich da.
"Was soll das Probatus? Du bist genesen, du kannst es und du wirst auch weiter machen. Noch vor diesem Zwischenfall, muss ich zugeben, warst du in einer sehr guten Verfassung. Körperlich musst du belastbar sein, das ist dir wohl sicherlich klar."
Er kam näher zu dem Probatus.
"Zehn Minuten darfst du dich ausruhen, nicht mehr. Wärst du nicht noch vor Kurzem krank gewesen, so würde ich dir nicht diese Pause gewähren, das sei dir gesagt."
Dieser Probatus machte ihm Sorgen.
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Die Sklavin schüttelte den Kopf.
"Aber als erstes wirst du tollpatschiges Ding die Scherben hier beseitigen. Bete zu den Göttern, dass die Herrschaften das Öl nicht vermissen werden."
Dann blickte sie sich um, ob auch alles sauber war. Schmunzelte dann und fuhr fort.
"Du sollst auf die Mercati. Eine oder mehrere Togen für den Herrn Furianus kaufen. Er hat gesagt du hättest Geschmack."
Leicht eifersüchtig mummelte sie dann.
"Pah, der hat doch keine Ahnung was Geschmack ist."
Drehte sich beleidigt weg und ging hinaus.
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Etwas mehr Vorstellungsvermögen hätte er doch erwartet und seufzte.
Genervt sagte er nun."Ja, um das zweite Stockwerk zu erreichen ist es sehr sinnvoll. Auch um die Decken auf dem Dach anzubringen sind die scalae von Vorteil. Und natürlich, falls es die Lage erlaubt, kann man mit ihnen auch gegebenenfalls Fenster einschlagen um Menschen zu befreien."
Im Geiste zählte Furianus nun. Also, die Centones, Scalae, Hamae, Dolobrae und Perticae hatten sie schon durch. Nun fehlten noch die großen Geräte.
Aber da fiehl ihm noch was ein, er hatte da was übersehen."Probatus, ich habe wohl einen Fehler übersehen. Du hast gesagt, dass die Centones, also Decken, alaungetränkt waren. Du hast es verwechselt, die Leitern sind aleungetränkt. Die Decken tränkt man in Wasser oder Essig."
Furianus kratzte sich nochmal ob dieser Tatsache am Kopfe und fuhr fort.
"Nun was schwereres. Wir kommen zu den Siphones, den Spritzen der Vigiles. Was ist das, Probatus?"
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Sim-Off: Du könntest aber auch ein wenig kooperativer sein und mehr als einen Satz als Antwort schreiben...
"Wo bleibt das Beispiel? Denk dir eine Situation aus wo man die Leiter gut gebrauchen könnte. Wie ich sehe hörst du entweder nicht zu oder du fühlst dich zu gut für diese aufgabe."
Der Probatus kostete ihm noch den letzten Nerv, das spürte Furianus schon jetzt. Nun hoffte er doch zum Quaestor gewählt zu werden, um dieser Qual zu entkommen.
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In diesem Moment kam eine Sklavin hereingestürzt.
"Herr Furianus sagt du sollst auf den Markt und ihm neue Gewänder kaufen...ähm..was machst du da?"
Die Sklavin stand verblüfft da und besah sich die Hand Nadias.
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Furianus gähnte und murmmelte leise.
"Die Leiter."
Sim-Off: Theoria Romana, da steht es drin
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Und ich kenne widerum die(den) sehr aktiven Spieler.
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Ein Grinsen durchzog das Gesicht von Furianus, der Probatus schien in guter Form zu sein. Auch nach seiner Krankheit.
"Die Hamae haben wir also geklärt. Kommen wir nun zu den Scalae. In drei Sätzen oder mehr. Schildere auch gleich eine Situation dazu."
Dem Probatus immer alles aus der Nase ziehen zu müssen gefiehl ihm nicht gut und doch musste er wohl konkrete Anweisungen geben. Eigentlich war Optio Furianus schon müde, aber er hatte durchzuhalten.
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...kam der Miles Probus in Begleitung einer hübschen Frau an das Officium des Centurio.
Ihr zulächelnd klopfte er an die Tür und schob seinen Kopf hindurch."Centurio Metellus, eine wunderhübsche junge Frau wünscht euch zu sprechen."
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Die Torwache grüßte die hübsche Frau mit einem Lächeln. Dieser Centurio Metellus hatte wirklich einen guten Fang gemacht, dachte sich der Soldat Probus.
Zwinkernd sagte er dann."Centurio Metellus müsste in seinem Officium aufzufinden sein. Kommt mit, ich geleite euch dorthin."
Elegant bot er ihr seinen Arm an und führte sie zum Officium.
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"Dies waren keine fünf Sätze! Ein weiser Mann hätte sich nicht so prägnant ausgedrückt, Porbatus! Und nun 50 Liegestütze für dein Versagen!"
Während der Probatus die Liegestütze absolvierte fuhr Optio Flavius in einem ruhigen Tone fort.
"Nun, deine Ansätze waren richtig. Stell dir aber noch die Situation vor, wenn ein Haus brennt und Personen vom Feuern eingeschlossen sind. Stell dir vor du musst hinein und sie da raus holen. Du gehst dann wie folgt vor, du stülpst eine Decke um dich, dann bist du nicht so leicht entflammbar und auch die Verletzungen halten sich in Grenzen. Auch bedeckt man mit den Decken das Dach, da bei einem Feuer immer Funkenflug herrscht und man das Risiko, dass sich das Feuer auf weiter Häuser ausbreitet nicht in Kauf nehmen kann. Darum werden die Dächer der nicht brennenden Häuser um das Feuer rum immer mit Decken abgedeckt."
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Furianus`Hand blutete ein wenig durch den harten Schlag auf den Hocker. Und er sprach fast flüsternd.
"Nadia, ich nahm dich auf. Ich bin dein Herr, behandelte dich immer gut. Du wurdest sogar meine Leibsklavin. Du durftest in diesem Zimmer auf einem eigenen Bett schlafen. Und nun beleidigst du mich, widersetzt dich, beleidigst meine Familie. Ist das der Dank?"
Er sah ihr in die Augen und erhob seine Stimme.
"Nun gehe mir aus den Augen, begib dich in ins Balneum und säubere es, säubere von mir aus das ganze Haus, aber komme mir nicht unter die Augen. Deine Strafe wirst du bekommen. Und nun verschwinde."
Es war alles gesagt und er wandte sich von ihr ab.
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Furianus war ausser sich.
Er wandte sich von ihr ab und schlug mit seiner Faust auf einen Hocker ein, der sogleich zu Bruch ging.
Leise aber bestimmt sagte er dann."Gehe mir aus den Augen oder ich kann für dein Leben nicht mehr garantieren."
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Nun übermahnte ihn Wut bei ihrer beleidigenden Antwort.
"Etwas Anderes?! Diese Familia tut mir nicht gut?!"
Er ballte seine Hände zu Fäusten und seine Augen sprangen hin und her.
"Was fällt dir ein! Diese Familia ist meine Familia, dies ist mein Blut, mein Vater! Wage es nicht herablassende Worte in diesem Zusammenhang in den Mund zu nehmen! In mir fließt das Blut eines Senators, in mir fließt das Blut einer der ältesten Patrizierfamilien, in mir fließt das Blut von Kaisern. Wage es bloß nicht noch ein weiteres Mal oder ich vergesse mich!"
Nun hatte sie es geschafft ihn in Rage zu bringen. Furianus konnte es nicht fassen, was sie sich erlaubte. Was sie sich als Sklavin erlaubte. Seine Wut und das Blitzen in seinen Augen wurden immer heftiger.
"Mitgehen? Du BIST mitgegangen, Nadia! Wo habe ich euch erwischt? Auf der Feier? Wohl kaum. Ihr seid entflohen, habt euch zurückgezogen um zu turteln."
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Auch Furianus beobachtete das grandiöse Opfer.
Wie gebannt sah er noch eine Weile den Tauben nach, begab sich dann aber nicht wie angeboten in den Tempel.
Er stand draußen und versank in einer kleinen Kontemplation und ging anschließend wieder in die Castra.