Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Furianus stellte seinen Becher auf dem Tisch ab.


    "Das erfreut mich, Claudia. Wobei solch eine Papyrusflut in deinem Officium ungewöhnlich war."


    Nun gut, er war nicht jeden Tag in ihrem Officium, doch stellte er sich die Arbeit im Cultus Deorum nicht so vor. Da kam sie ihm doch mehr als Verwalter und nicht als Höchste Priesterin der Minerva vor.


    "Und wie steht es um den Priesternachwuchs?"

    Ihr tief in die Augen schauend trank er. Danach fuhr er sich lasziv mit der Zunge über die Lippen und blickte sie mit begehrenden Blicken an.


    "Wie steht es um den Cultus Deorum, Claudia?"


    Einer Göttin gleich lag sie auf der Kline und versetzte Furianus in einen Rausch des Verlangens, den er jedoch erfolgreich zurück hielt.

    Zwei Becher wurden gereicht und selbstverständlich auch gefüllt. Sogleich nahm sich Furianus einen der Becher und reichte ihn Claudia, nahm sich auch einen.
    Mit einem schelmischen Lächeln zwinkerte er ihr zu und erhob seine Hand, während er dabei einige Tropfen des Weines verschüttete.


    "Auf dich, bezaubernde Claudia. Mögest du mir noch weiterhin schöne Augenblicke bereiten."

    Nachdem sie nun endlich nach dieser langen Reise durch die Villa in dem Triclinium angekommen waren klatschte Furianus in die Hände, um Sklaven herbei zu rufen.


    Sogleich trug er ihnen auf den besten Falerner aus den Kellerräumen zu bringen, natürlich durften Spiesen auch nicht fehlen.

    Furianus richtete sich auf.


    "Danke, Claudia. Nein, dies weiß ich leider bisher noch nicht, doch kommt der Augenblick noch früh genug. Der Senat wird weise entscheiden."


    Er blickte kurz über ihren Tisch.


    "Wann wirst du denn fertig mit deinen Unterlagen sein? Ein guter Falerner wartet schon in meinem bescheidenen Hause."

    Vielleicht schwelgte er im Glück, vielleicht, nein, sogar bestimmt benahm er sich wie ein Junge, doch das war ihm egal.


    "Liebes, mir ist die Ehre zuteil geworden dem Imperium als Quaestor dienen zu dürfen."


    Ihre Reaktion wartete er erst gar nicht ab.


    "Dies müssen wir feiern."

    Auf geheissen war hier Claudia anzutreffen und so ging Furianus ohne anzuklopfen herein.
    Mit einem Lächeln auf den Lippen stellte er sich vor ihren Tisch, legte die Arme darauf und zwinkerte ihr zu.


    "Salve, liebreizendes Geschöpf. Ich habe Neuigkeiten."


    Er wusste auch nicht was über ihn kam und seine Manieren so in den Schatten stellte, dass sie nicht mehr als vorhanden angesehen werden konnten. Doch dies müsste wohl das Glück sein, welches er in diesem Augenblick erfuhr.

    Glücklich betrat auch Furianus wieder die Rostra.


    "Populus Romae!"


    Er breitete seine Arme zum Dank aus.


    "Ich danke euch für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich sichere euch nun zum weiteren Male meinen treuen, pflichtbewussten, engagierten und Aufopfernden Dienst zu. Enttäuschen werde ich euch nicht, Bürger Roms, dessen seid gewiss. Als Quaestor werden euch meine Dienste zur Verfügung stehen, meine Tatkraft wird euch von Nutzen sein, so wenn ihr wünscht. Nochmals danke ich euch, Bürger Roms."


    Strahlend und überglücklich verließ er das Rednerpodest, machte sich sogleich in die Castra auf seinem Kommandanten davon Bericht zu erstatten.

    Furianus nickte.


    "Die Funktionsweise hast du sehr gut erläuertr. Aber.."


    Irgendwie benutzte er das Wort immer häufiger.


    "Aber die Siphones werden nicht in Behälter mit Wasser gestellt, das ist Unsinn. Die Siphones müssen, wie du dir sicherlich denken kannst, mobil sein. Also auf Rädern. Sie haben hinten einen großen Holzbottich, wo man mit den Hamae das Wasser reinschüttet und immer wieder nachfüllt, da es von dort aus den Pumpen gespritzt wird. Verstanden?"


    Sim-Off:

    Muss nun schlafen, bis morgen.

    Was sollte das nun? Verwirrt saß der Optio noch eine Weile.
    Dieser Probatus wollte ihn anscheinen übel bleidigen, Scherze machen. Na damit würde er bei Furianus nicht durchkommen, da setzte er schon sein diabolisches Lächeln auf.


    "So, jetzt die Siphones! Ich will dich nun mindestens 10 Minuten reden hören, sonst gibt es Strafrunden!"


    Er hätte es viel leichter haben können. Doch anscheinen legte es dieser Mann darauf an.