Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus
    Tja, ohne Quellen kommt man nicht aus in meinem Beruf. ;)


    Hungi nippte wieder an seinem Wein. In der Zwischenzeit kamen noch weitere Gäste und schön langsam war die Bude gerammelt voll. Wer war denn das bei seiner Verlobten?


    Furianus lächelte.


    "Nun ja, als Praetorianerpreafekt bin ich nicht so bewandert wie ihr es seid, doch stelle ich mir vor, dass ihr über fast Alles in der urbs auterna wisst. Eure Mannen scheinen ja überall zu sein, was mich ja um der Sicherheit des Kaisers willen, nicht stört doch ist mir dies aufgefallen.


    Ihm ist in diesem Moment aufgefallen, dass sich der Praefekt nun in die Richtung seiner Verlobten wandte und wohl eifersüchtig zu sein schien. Furianus grinste ein wenig.


    "Euer Bruder kandidiert ebenfalls als Quaestor. Doch wir sehen uns nicht als Konkurrenten. Es ist schließlich ein Dienst, ein Dienst im Sinne des Volkes und da wäre es absurd zu behaupten noch konkurieren zu müssen."


    Und schon in diesem Augenblick waren sie von Tiberia Livia und einem fremden Mann umgeben, der sich nach einer kurzen Anweisung als ihr älterer Bruder herausstellte.
    Freundlich nickte Furianus.
    Und nachdem der Bruder Tiberias`gesprochen hatte setzte er noch ein Paar Worte hinzu.


    "Salvete Tiberia Livia, Titus Tiberius Flaccus. Die Freude liegt ganz auf meiner Seite."
    Die letzten Worte des Mannes überhörte Furianus absichtlich.

    Zuerst dachte Furianus der Probatus simuliere nur, doch dann entdeckte er den Schweiß auf seiner Stirn und auch die Stimme klang kraftlos.


    Sofort ging er in die Knie und hielt Didianus vor dem gänzligen Umfallen.


    "Was ist los? Ist dir schlecht, schmerzt irgendwas?"


    Besorgt schaute er ihm ins Gesicht. Vielleicht waren die Strafübungen wirklich ein wenig zu viel, doch hätte es ihm der Probat sagen sollen.

    Stimmt, Corus.


    Artoria, in meinem Fall kann ich dir auch ein Beispiel geben. Ich bin nun Optio und bilde Probati aus, falls ich dann Quaestor werden sollte, so lasse ich mich nicht mehr in der Castra blicken, da ich ja nun in der Politik tätig bin und für diese Zeit dem Militär ja praktisch nicht mehr angehöre.
    Meine Probati darf ich demnach nicht ausbilden, mir werden auch keine Befehle von Vorgesetzten erteilt. Ich habe nun sozusagen einen neuen Beruf, der alte pausiert, wie von Corus sehr schön erläutert.


    Prägnant gesagt, ich habe ein anderes Tätigkeitsfeld und ich bin also für diese Legislaturperiode Politiker, kein Soldat mehr. :)

    Furianus war einige Minuten in seine Schriftrolle vertieft, las dort unbeirrt weiter, als der Probat seine Meldung gab.
    Doch dann entledigte er sich schließlich der Rolle und verschränkte seine Arme hinter dem Rücken.


    "Du sieht diese Axt, die dolobra, neben dir. Erkläre mir warum dies ein Arbeitsgerät der Vigiles ist, wofür es gebraucht wird."


    Interessiert blickte er zu ihm.

    Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus
    Aber von irgendwoher kannte er den jungen Mann doch. Prüfend musterte er den jungen Flavier von der Seite.


    Kann es sein, daß du dich zum Quästor aufstellen lasst?


    Nun drehte sich Furianus ein wenig zu ihm um und ließ das weitere Geschehen aus den Augen. Ein Augenblick der Besinnung folgte, doch dann ergriff er lächelnd das Wort.


    "Ihr habt Recht. Ich nehme an ihr wart auf der Rostra und habt mich sprechen gehört, aber vermutlich habt ihr eure Quellen als Praetorianerpraefekt."


    Vermutlich eher das Letztere, dachte sich Furianus insgeheim.

    "Ich verstehe. Rom ist voller Intrigen, das war so und wird auch so bleiben, jedoch hätte ich mich diesen gestellt, hätte gekämpft. Aber ich kann deine Familia auch verstehen, wenn man des Kampfes müde ist, dann sollte man sich zurückziehen und Intrigen Intrigen sein lassen."


    Mit einer Körperbewegung seitwärts stellte er den Becher endgültig ab.

    Sim-Off:

    Bei deinem ersten Beitrag diesbezüglich habe ich ein Auge zugedrückt, doch als du wieder davon geschrieben hast war ich verärgert. Gut, du hast keine Namen genannt und es stehen ja Viele auf der Rostra, doch kann man nach 10 Minuten des Lesens klar erkennen, dass du mich meinst. Aber gut, wenn es keine Absicht war, dann wäre die Sache für mich erledigt.

    Furianus bemerkte ebenfalls den Mann, welcher sich ausgiebig im Wasser zu entspannen schien.


    "Ich danke dir, ein paar Erfolge konnte ich schon verbuchen."


    Bei diesem Satz musste er ein wenig lachen, aber ihm war es klar, dass sie sich seit dem letzten Treffen nicht mehr so nahe standen wie zuvor.


    "Wisst ihr denn warum die Familie gezwungen wurde das Land zu verlassen?"

    "Nun, ich habe sie auch erst in dem Tempel der Venus kennenlernen dürfen, vorher kannte ich sie auch nicht. Sie ist eine wunderbare Frau, müsst ihr wissen."


    Ein neues Gesprächsthema müsste nun aufgegriffen werden, da Furianus es sich nicht vorstellen konnte, dass es sein Gesprächspartner Interesse an diesem Thema zeigen konnte, zumal er Claudia nicht kannte.


    "Entstammt ihr aus Rom oder kommt ihr aus einer anderen Stadt oder Provinz?"

    Zitat

    Original von Herius Claudius Vesuvianus
    Während ein Kandidat unehrenhaft entlassen wurde, weil er versäumt hatte, seinen Praefectus ein zweites Mal auf seine Kandidatur hinzuweisen, konnte ein anderer schadfrei kandidieren, ohne den Schritt in seiner Einheit überhaupt anzukündigen. Diesen Spielraum kann man sicherlich den einzelnen Kommandeuren ihrer Einheiten belassen.
    "[/I]


    Sim-Off:

    Das verbiete ich mir!
    1.Du kannst nicht wissen ob ich mich bei meinem Kommandeur abgemeldet habe oder nicht!
    2.Antoninus`Abmeldung geschah per PN genau so wie meine!
    3.Wie schon erwähnt wurde meine Abmeldung per PN abgesprochen und ich mache es auch offiziell, indem ich mich im Officium meines Praefectus melde und ihn von meinen Plänen unterrichte. Jedoch ergab sich bisher nicht die Gelegenheit dazu, da das Officium immer besetzt war, sprich ein anderer Spieler sich mit dem Praefectus unterhielt.
    Wenn du nun meinst mir damit zu unterstellen, dass ich mich nicht abgemeldet habe, so muss ich dich enttäuschen.
    Meine Kandidatur war schon geplant und nicht aus einer einfachen Laune heraus.
    Wenn du also keine anderen Gründe gegen mich findest und dann zu solchen Bemerkungen greifst, die du gar nicht wissen kannst, so finde ich das ziemlich bemitleidenswert.

    Am Anfang seines Geredes nickte Furianus verständlich, doch der letzte Satz ließ ihn ein wenig erzürnen.


    "Nachsicht verlangst du? Das wäre ja so, als würde ich dich bevorzugen Probatus. Das darf und wird niemal sein. Wenn du provokativ auf mich einwirkst und solch Kommentare von dir gibst, so hast du dir die Strafen selbst auferlegt, wenn du dies unterlässt wird es für dich sehr viel leichter. Auch warst du dir im Klaren, was für einen Schritt du gehst, wenn du dich hier meldest. Die Vigiles sind eine Militäreinheit und diese erfordert ein gewisses physisches Niveau. Wenn du dies nicht aufweisen kannst, oder es dir zu viel wird, dann sind die Vigiles nicht das Richtige für dich. Doch wenn du trotz erschwerter Bedingungen durchhälst, so hast du Ansehen und Stolz. Ich habe das Gleiche durchmachen müssen und das noch in der Legio, wo man den Probati wesentlich mehr Aufgaben zuteilte."

    Er machte den Eindruck, dass er gegen Tiberia eine gewisse Aversion hegte. Darum wollte Furianus auch nicht weiter darauf eingehen, sich in solche privaten Angelegenheiten einmischen wäre nicht gerade zu seinem Interesse.


    "Nun, die Auserwählte ist Tiberia Claudia. Kennt ihr sie? Sie ist als Flaminca Minervae tätig."

    Es schienen sich weitere Menschen auf der Rostra einzufinden, die auch klatschten. Erfreut darüber setzte er nochmals an.


    "Bürger Roms. Wie ihr seht stelle ich mich euren Fragen, seien sie noch so schwer zu beantworten. Ich bin nicht der Mann, der vor Problemen wegläuft, diese übergeht. Meinen Dienst will ich in diesem Ehrenamte verrichten, gewährt mir dieses Privileg und ich werde euch nicht enttäuschen. So wie ich hier stehe, so gelobe ich es euch. Betrachtet euer Vertrauen als Investition in die Zukunft, nicht in meine Zukunft, sondern die des Imperiums. Gebt mir eure Stimme, Volk Roms und lasst mich beweisen, dass ich meine Versprechen euch gegenüber einhalten werde. Prüft mich, stellt mir Fragen, ich werde euch jede beantworten, denn ich bin hier um zu kandidieren, um Verantwortung zu übernehmen. Und das beweise ich euch hiermit."


    Seine Gesichtszüge wurden allmählich entspannter, seine Aufregung war nun entwichen.

    "Ja, Tiberia Livia ist die Glückliche. Sie lebt als Gast in der Villa Flavia Felix, darum hatte ich schon ein Mal das Vergnügen sie kennen zu lernen. Aber ob Iuno den Beiden Nachwuchs bescheren wird wissen wohl nur die Götter."


    Furianus lächelte ein wenig. In diesem Moment dachte er wieder an seine Zukünftige.


    "In Bälde ist ja die Sponsalia des Cousins meines Vaters, da wird man die Herrschaften wohl auch zu Gesicht bekommen. Und was meine Wenigkeit angeht, so schmiede ich auch schon Heriatspläne. Jedoch bin ich gerade am Werben."

    Der Optio drehte sich verwundert um und überlegte.


    "Probatus, wir sind hier nicht im Carcer. Du darfst Fragen stellen wann du willst oder dir etwas unklar ist. Doch nicht solche Bemerkungen wie du es zu pflegen suchst, diese sind unnützig und auch keine Fragen. Es ist nicht so, dass ich keine Fragen zulasse, doch sollten sie ein gewisses Niveau besitzen oder auch wenn dir etwas unklar erscheint."

    Falco war wirklich ein hervorragender Praefect und verdiente Furianus`Hochachtung.


    "Ihr habt Recht, wir sollten nicht spekulieren was sein könnte. Vielleicht passiert es morgen vielleicht aber auch nicht in unseren Lebzeiten oder niemals, was ich durchaus hoffe."


    Er beobachtete wie der Vinicier seinen Becher mit einem Schlag leerte und wieder auffüllen ließ. Es zeugte von einer gewissen Trinkfestigkeit.


    "Habt ihr denn noch andere einflussreichere Brüder, als den Praefectus Praetorio und den neuen Tribun der Vigiles?"

    "Aber dieser Unterschied ist entscheidend. Die Vigiles sind mit vielen Römern besetzt, die einen Aufstand oder dergleichen wohl nicht hinnehmen werden. Ich gehöre natürlich dazu."


    Er machte eine kurze Pause.


    "Doch ist der Kaiser durch die Praetorianergarde wirklich gut geschützt, die Auxiliaeinheiten jedoch nicht, oder die Legio ebenfalls."