Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Furianus lächelte.


    "Ja, wir nehmen auch Peregrini auf. Doch sind Peregrini in Rom sehr stark vertreten, außerdem haben wir hohe Aufnahmekriterien. Doch wäre dies auch nicht auszuschließen, da muss ich euch Recht geben. Aber wie ich es beurteilen kann sind unsere Männer loyal und die Offiziere, welche doch Römer sind, sorgen schon für die richtige Mentalität. Aber wie schon erwähnt, auszuschließen ist dies nicht."


    Ein interessantes Thema, welches nun in diese Konversation einfloss. Auch musste ihm Furianus Recht geben.

    Optio Flavius wollte kein einziges Wort an diese unqualifizierten Vigiles in der Rüstungskammer verschwenden, so sagte er es seinem Probaten.


    "Lass dir von den Vigiles eine Leiter, Hakenstange, Decke, Axt und einen Eimer geben."

    Ein kleiner Hauch von Zweifel an den Legaten hing in seiner Aussage, was Furianus verwunderte.


    "Dies meinte ich nicht, Vinicius. Ich meinte, dass zum Beispiel eine Ala nur mit Numidiern besetzt werden kann und auch wenn sie in Germania stationiert sind, so ist es den Germanen leichter jene Männer zu kaufen oder sie gegen das Imperium zu sinnen. Aber das sei mal so dahingestellt, da dies ja Vermutungen sind. Höre ich aus eurer Aussage einen Zweifel an der Loyalität der Legaten heraus oder war dies auf die Historie bezogen?"


    Er hoffte nun, dass der Praefectus Castrorum sich auf Caius Iulius Caesar bezog und nicht auf die gegenwärtigen Legionsführer.

    Sim-Off:

    Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, es war nur eine Anmerkung meinerseits.


    Nach einger Zeit fand auch Furianus, dass genug Bestrafung war.


    "Das reicht nun Probatus. Ruh dich ein wenig aus."


    Und Furianus kehrte ihm den Rücken zu und ging auf eine Holzbank zu, welche auf dem Platze stand. Setzte sich ruhig und mit einem Gesicht voller Zufriedenheit.

    Sim-Off:

    Ungenauer Schlagen ist wohl eher milde ausgedrückt. Stell dir vor, wie du mit aller Kraft direkt mit einem stumpfen Holzschwert auf einen Phal stichst. Nach wenigen Minuten geht dir schon die Puste aus, doch bei Didianus war das bisher merkwürdigerweise nicht der Fall. ;)


    Furianus bemerkte nun, dass der Mann nicht mehr lange durchhalten konnte und wollte die Übung nun beenden.
    Doch da sprach der Miles wieder ohne gefragt zu werden. Es war sogar ein sinnloser Kommentar, was die Sache noch dramatisierte.
    Furianus sprach dann gleich, aber in ruhigem Tone.


    "Für deine Nebenbemerkung gerade machst du diese Übung noch länger als geplant. Man ruft nicht sinnlose Kommentare rein, nicht bei mir. Weitermachen."


    Und sein Zeigestock wies wieder auf andere Zahllose Stellen. Doch er zielte bewusst auf die "weichen Stellen", da wo auch der Körper des Menschen am verwundbarsten war. Durch diese immer wiederholenden Bewegungen würde der Probatus in einer Gefahrensituation automatisch auf jene Stellen zuerst stechen.

    Furianus dachte eine Weile nach und sagte währenddessen leise.


    "Diese Ansichtsweise ist mir fremd, ihr habt Recht."


    Doch dann erhöhte er seine Stimme wieder und blickte den Vinicier an.


    "Doch könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es in genau jenen Einheiten mehr Aufrührer gibt. Stellt euch vor ihr kämpft gegen Rom, im Untergrund und eine Ala besteht hauptsächlich aus euren Landsleuten, welche wie ihr Peregrini seid. Wäre es nicht demnach einfacher sich der Ala anzuschließen um gegen Rom Pläne zu schmieden? Stellt euch dieses Szenario vor, wenn plötzlich, bei einer Schlacht, die ganze Reiterei sich gegen Rom wendet und zum Feind überläuft. Ich denke nicht, dass in der Ala oder den Auxiliaeinheiten ein solcher Patriotismus zu Rom herrscht wie bei einer Legio mit, wahren Römern."

    Merkwürdigerweise schien der Probatus nicht zu ermüden. Recht ungewöhnlich bei solch einer kraftaufreibenden Übung. -.^


    Furianus beschloss seine Grenzen weiter auszukundschaften. Ein guter Ausbilder sollte wissen, wo die Grenzen seiner Männer liegen.


    Immer schneller wurden seine Bewegungen mit dem Zeigestock.


    "Schneller Probatus Didianus."


    Spornte er den Mann an.

    Furianus lächelte ein wenig.


    "Eurer Meinung schließe ich mich gerne an, doch fürchte ich mit der Ausdehnung des Reiches eine, wie sagt man, Schwächung der Legionen."


    Schwächung war wohl nicht gerade das gut gewählte Wort, doch in diesem Augenblicke fiel ihm auch kein besseres ein.


    "Schwächung im Sinne der Anzahl und auch speziell auf die Soldaten bezogen. Es sterben immer mehr Römer und ich fürchte, dass man bei den Legionen bald auf Peregrini zurückgreifen wird."

    Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus
    Du hast wohl recht, was die Freiheit, das Lupanar und die Mädchen dort angeht.


    Dann erhob der zukünftige Bräutigam seine Stimme. Hungi applaudierte höflich und anerkennend.


    Auch Furianus stellte sogleich seinen Becher auf einen kleinen Tisch, welcher in seiner Nähe stand, um besser applaudieren zu können.
    Sein Blick wandte sich seinem Verwandten zu und ein leichtes Lächeln zeichnete sich ab.
    Diese Verbindung nutzte allemal, da Furianus in dieser Legislaturperiode zu kandidieren wünschte. Mehr Wählerstimmen sicherte ihm diese Verbindung mit Sicherheit.


    Das weitere Geschehen beobachtend sagte er an den Vinicier gewandt.


    "Euer Bruder hat noch Einiges vor, auch in nächster Zeit. Sicherlich braucht ihr euch um ihn keine Sorgen zu machen, denn wenn er seine beruflichen Ziele erreicht, so wird er sich auch sicherlich den privaten Angelgeneheiten widmen. Und genau ab diesem Moment wird er sich wohl Gedanken um seine Nachfolger machen, demnach auch um eine Frau an seiner Seite, welche ihn mit jenen Nachfolgern bereichern könnte."

    ;)
    Dies beruhigte Furianus ein wenig, denn er würde im Traume nicht erwarten, dass solch ein guter Mann sich dem Militär verweigern würde, nur um in die politischen Gefilde reinzuschnuppern.


    "Ich hätte es auch nicht von euch erwartet. Aber um nochmals auf das Militär zurückzukommen, wie denkt ihr denn über den weiteren Verlauf des Krieges gegen Dacien?"


    Sim-Off:

    Historisch gesehen wären wir im Krieg

    Furianus beobachtete alles von der Seite aus.


    "Aufhören."


    Sagte er ruhig und besonnen, ging dann zum Holzphal und schaute sich jenen genauer an.


    "Gute Arbeit, du scheinst mit dem Gladius gut umgehen zu können. Dennoch steigern wir das Übungsniveau ein wenig."


    Sogleich stellte sich Furianus neben dem Phal und kramte seinen Zeigestock aus Elfenbein heraus. Mit diesem klopfte er an an den Phal.


    "Mit diesem Zeigestock werde ich verschiedene Stellen des Halzphales anvisieren, dort stichst du zu. Diese Übung verbessert deine Genauigkeit, entscheidet über den Erfolg eines Zweikampfes. Mach dich bereit."


    Und Furianus zeigte sogleich auf eine Stelle weiter unten.


    "Los."

    "So, nun stich auf den Holzphal ein, jedoch nicht auf eine Stelle, sondern immer abwechselnd auf verschiedene. Stelle dir den Phal als Oberkörper deines Gegners vor, ziele öfters auf die weichen Körperteile, die leichter zu druchbohren sind."


    Nun entfernte er sich und sagte.


    "Und los."

    Furianus bemerkte wohl die Ansterngung im Gesichte des Mannes, auch die aufsteigende Wut. Und er hoffte dadurch einen besseren Probaten zu bekommen, denn Wut spornte oft an.


    "Gut, jetzt wieder zum Phal."


    Und nach einem Schritt waren sie auch dort.


    "Stell dich nun vor dem Phal auf, so wie du denkst, es richtig ist."

    Ruhig und besonnen, jedoch mit gereiztem Tone wandte er sich an den Probatus.


    "Entweder du hörst nicht oder du willst nicht hören, Probatus. Mein Befehl hieß sich vor dem Phal aufstellen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich habe niemals den Befehl zum Angriff gegeben. Sollte das nochmal vorkommen, melde ich es Centurio Metellus. Und er, da kannst du dir sicher sein, wird nicht solch eine Geduld aufbringen können."


    Dann wandte er sich von dem Probatus ab und stützte sich, noch immer an den Schläfen massierend, auf den Phal.


    "Du erwartest also den Befehl. Soso. 50 Liegestützte."


    Dieser Probatus trieb ihn zur Heißglut, machte ihn rasend und Furianus hoffte, dass er mit diesen zusätzlichen Bestrafungen endlich mal verstehen würde was es hieß Befehle zu befolgen. Oder auch wie man richtig zuhörte.