Da du mir von Ständekampf bis Spätantike alles lieferst, such ich mal wieder die Themen raus
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„Die Römer selbst haben Cäsar als ihren ersten Kaiser angesehen.“
„Für sie war Cäsar ihr erster Augustus…“
„Cäsar war ja auch nicht der erste Princeps sondern der erste Cäsar!“
Also, dass du es mit jedem posting abänderst, vereinfacht die Diskussion nicht so wirklich. Aber ich nehme mal an, dass du zu den ersten beiden Aussagen stehst (die letzte hat etwas wenig Inhalt ?().
Ich habe dir mit Quellen dargelegt, warum ich denke, dass Caesar im Bewusstsein der Römer nicht als erster Kaiser/Augustus galt. Bei der Sekundärliteratur ist´s einfacher, da kannst du wirklich jedes Standardwerk aufschlagen.
Ich glaub dir das ja gern, bzw. wäre es für mich etwas Neues, wenn du mir hierzu mal etwas liefern könntest und deine Aussagen mit Quellen belegst oder wenigstens mit einem Titel der Sekundärliteratur, irgendetwas, was diese Aussagen ernsthaft zur Diskussion stellen könnte.
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Ich halte es deshalb für aufschlussreicher, sich die zeitgenössische Propaganda des Herrschaftsapparates anzusehen, die mehr symbolhaft und weniger intellektuell funktioniert. Und da findet sich sehr oft der Bezug zu CJC.
Ich habe mich ja auf die Propaganda bezogen, Prunkstück sind die res gestae, auch der Herrscherkult ist wichtig. Hier steht seit Octavian/Augustus auch Octavian/Augustus im Mittelpunkt. Ja, ich weiß, der Name…der war ihm auch sehr dienlich, aber bereits, als er nach Italia übersetzte. Das wäre unter „Adoption“ abzuhandeln. (Das meiste zu Herrscherkult und Propaganda steht ganz nett bei Kienast -glaub ich).
Wenn du also etwas dazu hast, würde ich mich freuen, wenn du das auch zeigst, denn ich kenne es nicht.
Ursprung der res publica Debatte war ja nur dieser Satz:
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Wir unterscheiden auch zwischen Republik und Prinzipat, obwohl die Römer da keinen Unterschied machten.
Dass der Unterschied im Bewusstsein der Römer bestand, zeigen ja die Quellen. Gut, ich kenne deine Bedenken, dass die ja von gebildeten Leuten geschrieben wurden, aber das schließe ich mal mit den Worten Bleickens ab:
„ Aber wenn die Einordnung des neuen Machtfaktors in die traditionelle Staatsrechtsordnung diese Ordnung dann doch veränderte, war das gewiss nicht ein unbeabsichtigter, aus der Spannung zwischen der Tradition und dem neuen Machtfaktor geborener Effekt. Jeder Einsichtige nämlich erkannte in der res publica restituta die Monarchie; nur die Einfalt konnte etwas anderes über sie denken.“
(Bleicken, Jochen: Verfassungs- und Sozialgeschichte des Römischen Kaiserreiches Band 1, Paderborn 1995 (4). S. 84.)