Beiträge von Marcus Aelius Callidus

    Callidus hörte der jungen Frau zu und befand, dass er es durchaus mit ihr versuchen könnte. Sie würde mit Theodorus zusammen arbeiten und diesen auch vertreten können. Für etwaige Tätigkeiten der schola in der Zukunft wären Arbeitskräfte neben den Sklaven sicher nur nützlich.


    > Du wirst dich um die kleineren Aufgaben kümmern können, die ich dir auftrage. Auch wirst du Theodorus, dem curator libris, zur Hand gehen können. Er ist neu an der schola. Du kannst ihn morgen in seinem officium aufsuchen, um dich vorzustellen. Ich werde dich vorerst als scriba logei einstellen. In diesem Amt wirst du dich beweisen können. <


    Callidus wartete die Reaktion der Frau ab.

    > Salve, primicerius Iuvenalis! <


    Standeserhebungen? Octavier? Callidus wusste zwar, worum es ging, jedoch hatte sein officium mit diesen Angelegenheiten nichts zu tun. Er schaute sich den Schrieb an und musste feststellen, dass nicht einmal der Passierschein A38 beigefügt war! So etwas durfte einfach nicht passieren...


    > Offenbar wurde hier etwas vertauscht. Bring den Brief bitte dem quaestor principis. Ich hörte, dass er derzeit dem officium für die kaiserlichen Liegenschaften vorsteht. Soweit ich weiß, kümmert er sich auch um die Vergabe von Landparzellen. <


    Callidus drehte den Papyrus nochmals in Händen, warf einen Blick darauf und zuckte dann mit den Schultern. Danach gab er das Schreiben dem primicerius zurück.

    Callidus hatte mit den Ländereien des Kaisers nichts zu tun und dieses Sachgebiet war derzeit keinem ritterlichen procurator untergeordnet, sondern dem quaestor principis. Durchaus daran interessiert, wie diese Abteilung arbeitete, hörte er zu und stellte seine Frage vorerst zurück.

    Callidus hatte sich bereits in Richtung Peristyl begeben, um den Sklaven das Zeichen zu geben, dass di ersten Gäste nun denWeg durch eben jenes machen würden, um in das Triclinium zu gelangen. Also stand ab jetzt jeder Sklave besonders stramm.
    Die in Grüppchen stehenden Senatoren begaben sich nun auch bereits in Richtung des neuen Statthalters, um ihm im Anschluss ebenso eine glückliche Hand und das Wohlwollen der Götter zu wünschen, und diese Götter wussten wohl auch nur, welcher der hohen Herren es ernst meinte und welcher sich nun politisch geschwächt sah. Doch lächeln taten sie alle.

    > Du musst dich nicht entschuldigen, Furia Stella, ich bin noch nicht lange Rector dieser Schule und es ist in Rom längst noch nicht publik. <


    Dass man Callidus Gesicht in den Straßen Roms auch sonst nicht kannte, wusste er. Auch wenn er Aelier war, war er schließlich nicht allzu oft auf dem Forum zu sehen und vom Amte des Comes her kannte man wohl höchstens seinen Namen in Rom.


    > Es freut mich ebenso. Du bist also gewillt in der Bibliothek der schola zu arbeiten. Wie kommt dies? Kannst du mir mehr über dich erzählen? Was sind deine Referenzen? <


    Mit einer Handbewegung hatte er der jungen Frau deutlich gemacht, dass sie sich auf dem Stuhl gegenüber würde setzen können.

    Bin derzeit etwas weniger hier, da ich derzeit an einer Hausarbeit sitze und meine freie Zeit mit ´ner leckeren Erkältung und dem dazugehörigen dicken Kopf auf der Couch oder im Bett verbringe.
    Der Betrieb läuft aber weiter, wenn auch jetzt vielleicht langsamer.

    Wie Callidus feststellen musste, herrschte auch hier ein reger Verkehr.


    > Du brauchst an keinem anderen Tag wiederzukommen, denn ich habe Zeit. Mein Name ist Marcus Aelius Callidus, ich bin der Rector der schola Atheniensis. Was kann ich für dich tun? <

    Zitat

    Original von Appius Tiberius Iuvenalis
    ...
    Ein kurzes Lächeln huschte über sein Gesicht.


    Es sei denn Du hast noch etwas was Du mit mir bereden möchtest.
    Was Iuvenalis eher nicht glaubte.


    > Nein es gibt nichts, was mir derzeit als dringlich erscheint und einer Unterredung bedürfte. <


    So verabschiedete Callidus sich vom primicerius und machte sich wieder an die Arbeit, die auf dem Schreibtisch ungeduldig auf ihn wartete.

    Kurzzeitig wollte Callidus den Mann aus dem officium scheuchen und ihm sagen, er solle sich beider Legion melden, als bei ihm dann doch der Sesterz fiel, und er sich an den ehemaligen Volkstribunen erinnerte.


    > Octavius Avitus, die Ernennungen der Tribune wurden jüngst bei den equirria vollzogen. Du bist mit deinem Anliegen spät. Da jedoch einzig der Augustus darüber entscheidet, wen er entsendet, werde ich dich zu ihm vorlassen und für dich eine Audienz erbitten. So soll Iulianus dich selber anhören. Folge mir! <


    Der magister officiorum führt den Mann aus dem officium hinaus zur Aula Regia



    Der magister officiorum begleitete den Mann bis zum Audienzsaal und führte ihn hinein.


    > Gedulde dich einen Augenblick, der Augustus ist über dein Erscheinen informiert. <


    Dann gab er einem Diener eine tabula, der sie dem Kaiser vor der Audienz zeigen würde, und verabschiedete sich von Octavius Avitus mit einem freundlichen Nicken, bevor er wieder verschwand.




    A. Octavius Avitus


    venit rogatum:


    tribunatum militarem

    In Callidus´ Kopf rotierten die Namen, als er das Anliegen hörte. Gewiss erinnerte er sich an einen Octavier, den praefectus urbi, der anstandslos zum Kaiser vorgelassen werden würde, ein Avitus und dessen Amt jedoch waren ihm unbekannt, weshalb er nachfragte.


    > In welcher Angelegenheit wünschst du den princeps zu sprechen? <

    Das Tiberius Iuvenalis den beinahe reibungslosen Ablauf im officium bestätigte, erfreute Callidus.


    > Nun gut, ich danke dir für die Mitteilung. Ich denke, wir werden uns in Zukunft öfter sehen. <


    Und das dann auch bewusster, nahm Callidus im Gewirr der Leute doch nicht immer alle wahr, die er nicht kannte.

    Callidus nickte.


    > Ich werde dir sogleich ein officium zuteilen lassen. Du wirst dich natürlich auch um die Schriftrollen der Bibliothek kümmern. Sollte ich selbst etwas benötigen, werde ich dir Bescheid geben. Du wirst ab morgen beginnen können, wenn dir das Recht ist. <

    Zitat

    Original von Theodorus von Alexandria
    "Hmm... Nun ja, sagen wir mal so, mir geht die akademische Arbeit ein bisschen ab, seit ich nicht mehr in Alexandria bin. Deshalb wollte ich fragen, ob vielleicht eine Einstellung für mich hier möglich wäre..."


    Callidus dachte einen Moment nach. Zwar hatte der Mann wohl schon mit seienr Verwandten gesprochen, doch kam diese Anfrage für Callidus natürlich überraschend 8)


    > In der Tat bestünde die Möglichkeit einer Beschäftigung. Die schola hat derzeit durchaus wenig Personal und du könntest dich als curator libris betätigen. Hier würdest du mir als Rector sicherlich zur Seite stehen müssen, doch kannst du dich auch weiterhin den Studien widmen. <