Beiträge von Marcus Aelius Callidus

    Zitat

    Original von Lucius Caecilius Metellus
    In der Republik hat aber eben der zensus gereicht.


    Und in der Kaiserzeit hat er auch gereicht, aber dann war man ein "Ritter ohne Staatspferd"...


    -> wenn ich mal fragen darf: wo steht das geschrieben?

    Callidus hörte zu und nickte.


    > Dann werden alsbald auch die Ladungen der zukünftigen Tribunen den Palatin verlassen.
    Es gibt noch etwas, das ich dir mitteilen muss. Der legatus legionis Decimus Livianus schickte aus Mantua einen Brief an die Kanzlei, dass er sich für das consilium entschuldigen lassen muss, Augustus <


    Das war alles, und so wartete Callidus nur noch ab, ob der Kaiser weitere Wünsche hatte.

    Bald darauf ließ der Aelier sich beim Kaiser durch einen Diener anmelden und wartete, bis dieser ihn einließ. Als er Diener ihm dann mitteilte, dass der Kaiser nun bereit sei ihn zu empfangen, trat er ein.


    > Ich grüße dich, mein Kaiser. Ich habe, wie du es gewünscht hast, den Mitgliedern des consilium principis die Einladung zukommen lassen.
    Nach Einsicht deiner Verpflichtungen und unter Berücksichtigung der Feiertage wurde der Termin auf ANTE DIEM IV KAL MAR DCCCLVII A.U.C. (26.2.2007/104 n.Chr.) festgesetzt. Ich hoffe, dies ist in deinem Sinne.
    Die Ernennung der Tribunen soll bald daruf erfolgen. So schlage ich dir PRIDIE KAL MAR DCCCLVII A.U.C. (28.2.2007/104 n.Chr.) vor, um dies vor den Kalenden des Martius und den darauffolgenden dies atri abgewickelt zu haben.
    Es bestünde aber auch die Möglichkeit die Zeremonie in die equirria einzubinden, so du dir diesen Tag, den das Volk so liebt....zunutze machen willst, princeps. <

    Etwas irritiert und unschlüssig stand Callidus immer noch in aufrechter Haltung vor dem Gast. Er versuchte so gut wie möglich die Unschlüssigkeit zu verbergen, ob er sich nun vom Gast im eigenen Haus wie ein Gast einen Platz anbieten lassen, oder ob er einfach stehen bleiben sollte. Nach kurzer Zeit des Überlegens entschied er sich jedoch für die diplomatischere Variante und nahm den dargebotenen Platz an.


    > Ich danke dir. Der Wunsch des Augustus führt mich zu dir. Er lädt dich ein an der Ernennung der neuen Tribunen teilzunehmen und wäre hocherfreut, dich während des Zeremoniells an seiner Seite zu wissen.
    Ich bin gekommen um mich in seinem Namen nach deiner Gesundheit zu erkundigen, ist unserem geschätzten Kaiser doch nicht entgangen, dass du nicht vollkommen bei Kräften bist. <

    L. ULPIUS IULIANUS T. HEVETIO GEMINO SUO

    Lange habe ich von dir, mein geschätzter Geminus, keine Beschwerden über deine Krankheit gehört, die du, wie mir scheint, mit großer Würde und Kraft erträgst. Deine Genesung, die ich dir wünsche, wird sich mit Geduld einstellen, sobald auch der Gott seine Zustimmung geben wird. Wie es Sitte ist, wird bald das consilium principis stattfinden, welches ich ANTE DIEM IV KAL MAR DCCCLVII A.U.C. (26.2.2007/104 n.Chr.) einzuberufen gedenke. Deine Anwesenheit, mein Freund, würde ich ebenso begrüßen wie deine Ratschläge. Solltest du dich bei angemessener Gesundheit in Rom befinden, so teile meiner Kanzlei dein Erscheinen doch umgehend mit, solltest du jedoch deine Gesundheit auf deinem Landsitz pflegen, so unterlasse eine anstrengende Reise und schone deine Kräfte für Zukünftiges. Vale.

    Callidus hörte genau zu, denn schließlich waren die Informationen zur Abfassung des Briefes äußerst wichtig und würden dessen Form bestimmen.


    > Das ist gut zu wissen.
    Da der Kaiser sowohl für die Einberufung des consilium als auch für die Ernennung der neuen Tribunen einen nicht in allzu weiter Zukunft liegenden Termin wünscht, werde ich mich sogleich darum kümmern. Die Briefe werden durch die equites singulares überbracht? <


    Sim-Off:

    dein Postkasten ist leider noch voll :)

    Callidus notierte die Kürzel der genannten Senatoren und Würdenträger. Bei dem Namen des Helvetiers horchte er auf.


    > Was den Vertreter des Patrizierstandes angeht, so entschied sich der princeps für Claudius Marcellus. Du sagst also, dass Helvetius Geminus noch immer an einer schweren Krankheit laboriert? Der Kaiser bat mich, ihm dennoch eine Einladung zukommen zu lassen, die eine weitaus persönlichere Note als bei den anderen Gästen tragen soll. Wohl gerade wegen der schweren und sich nicht bessernden Krankheit ein Zeichen der Wertschätzung für den Senator. Ich nehme an, dass das Verhältnis von Iulianus zu Senator Geminus ein freundschaftliches ist!? Ich werde das im Brief berücksichtigen. <

    Callidus schluckte das zarte Fleisch mit etwas Falerner hinunter, um dann zu antworten.


    > Ich bin bereit den repräsentativen Aufgaben des Rectors nachzukommen und mich für den weiterhin reibungslosen Verlauf der Geschäfte der schola einzusetzen. Dies ist mir noch möglich und mit Actuarius habe ich auch einen durchaus fähigen Sklaven für die Verwaltung an meiner Seite. <


    Sprach er und blickte sich um, da ihm nicht bekannt war, ob Artoria Medeia etwaige Anspüche darauf erheben wollte oder nicht.

    ....musste Callidus nun doch zum Besucher aus Dakien. Er traute diesem Volk nicht und noch weniger dem "Gast", den man beherbergte. Schließlich waren die Daker eines dieser undankbaren Völker, die sich immer wieder strikt gegen die pax Augustana auflehnten, die ihnen die Römer zu Teil werden lassen wollten.
    So war es nicht verwunderlich, dass Callidus den Prnzen gemieden hatte, wo es nur ging. Jetzt jedoch musste er ihn aufsuchen um zu sehen, ob er nach der Krankheit, von der der Aelier gehört hatte, wieder gesundet war.


    > Acuma von Dakien, Sohn des Decebal, sei gegrüßt. Ich bin Marcus Aelius Callidus, Großcousin des Consulars Aelius Quarto, magister officiorum des Imperator Caesar Augustus. <

    Wieder einige zusätzliche Anweisungen, die Callidus auf dem Täfelchen unterzubringen versuchte. Das Studieren der Senatslisten hatte sich ausgezahlt, den Namen des Helvetiers hatte erst gerade gelesen.
    Bei dem Gesagten nickte Callidus hin und wieder.


    > Ich werde mich um die von dir aufgetragenen Angelegenheiten kümmern und dich so bald als möglich über deren Fortschritte in Kenntnis setzen, Augustus. <


    Callidus war in Gedanken die Arbeitsschritte durchgegangen, denn es gab derer viele. Um nicht aufgescheucht durch den Palast zu hetzen, war eine wohldurchdachte Reihenfolge nötig.
    Der Aelier verharrte und wartete, ob der Kaiser dem noch etwas hinzuzufügen hatte...

    Erinnert mich irgendwie an einen Bericht über secondLife...
    zu den Farben: Die waren in der Antike in der Tat für unsere heutigen Verhältnisse ganz furchtbar bunt! Das hat man an Farbrückständen festgestellt...schon mal den Augustus von Prima Porta in Originalfarbe gesehen? Da bekommst schnell Würgreiz...aber da können die Archäologen unter uns sicher auch mehr zu sagen :]

    Auf die Worte des Kaisers reagierte der Aelier mit einem kurzen Schaben auf seiner tabula, dann galt sein Augenmerk wieder dem Kaiser.


    > Ich werde es arrangieren.
    Das consilium principis, ja...die Listen dazu habe ich noch nicht erhalten, werde sie mir aber von Aelius Quarto geben lassen. <


    Aus den Worten des Kaisers entnahm Callidus auch gleich die Aufgabe ebenfalls einen möglichen Termin zu finden sowie an die Mitglieder Einladungen entsenden zu lassen, was er auch sogleich notierte.

    Callidus notierte stichpunktartig das Gesagte auf einer tabula. Möglichst schnell möglichst viel auf einer solchen unterzubringen hatte Callidus bereits zu seinen Zeiten in Misenum gelernt. Die Namen jedoch waren bereits auf einem kleinen Papyrus des Kaisers verzeichnet, den der Aelier entgegennahm.


    > Ich werde mich schnellstmöglich um einen geeigneten Termin dafür bemühen. Sollte er auch dir zusagen, werden die hier Genannten ein Schreiben erhalten. <


    Kurz dachte er nach.


    > Ich werde außerdem dafür Sorge tragen, dass der dakische Prinz Acuma an der Zeremonie teilnehmen kann. Ich gehe davon aus, in deiner unmittelbaren Nähe? <

    Es waren komplett andere Bedingungen, weshalb das schwierig zu vergleichen ist. Nunja, grob gesagt, reichte in der Republik das Vermögen, das ja vererbbar war. In der Kaiserzeit war die Ergebenheit zum Kaiser die Voraussetzung, dafür war das Vermögen egal, weil der kaiser dein vermögen auch eigenständig durch Schenkung aufstocken konnte, wenn er meinte, du solltest Ritter werden.