Beiträge von Marcus Aelius Callidus

    Die Antwort ist kurz: Jain.
    Diejenigen Ritter, die über den Militärdienst in die Verwaltung kamen, waren in der Tat so alt, wenn sie bestimmte ritterliche Ämter im Militär durchlaufen hatten. Ab dem 2. Jahrhundert gab es auch die zivile Karriere der Ritter (Bibliothekare & Juristen zB). Wann und wem der Kaiser die Ritterwürde verlieh, blieb allein ihm überlassen.
    Da sich jeder einzelne den Rang des Ritters allerdings selbst erarbeiten musste, waren sie duchaus schon älter.

    Callidus hatte sich soeben erst die Senatslisten geben lassen. Es gab keinen nomenclator und so war es ratsam, jeden der Senatoren bei der nennung seines Namens einordnen zu können.
    Als ein Diener eintrat, legte der neue magister officiorum die Listn beiseite.


    > Ich wede mich sofort dorthin begeben, danke. <


    In der Kurie hätte er die ein oder andere Sache noch beendet, doch hier ließ er lieber alles fallen und machte sich auf den Weg.

    Die Antwort des Avarus stellte Callidus zufrieden und es schien fast so, als würde man schon in die Nähe eines gemeinsamen Nenners kommen.


    > Solange der Rat über Ein- und Absetzung des Rectors bestimmen kann, wird dieser sich bei allzu großen Entscheidungen automatisch an den Rat wenden und es nicht wagen, ihn zu übergehen. Strukturelle Veränderungen an der schola sollten grundsätzlich nur in Einvernehmen mit dem Rat vollzogen werden. <

    > Senator Avarus, du sagtest, dass der Rat auch die Schule nach außen vertritt, aber ist nicht der Rector die Person, die von den Bürgern aufgesucht wird und damit die Vertretung der Schule nach außen darstellt? An diesem Punkt würde ich gern wissen, wie weit die Kompetenzen des Rectors reichen, denn gewiss wird er bei Anfragen der Bürger auch Entscheidungen treffen müssen ohne jedes Mal den Rat einberufen zu müssen, was wohl auch den Mitgliedern des Rates ebenso entgegenkommen würde, so sie nicht für jede Kleinigkeit herangezogen würden. Was also würde in der Entscheidungsgewalt des Rectors liegen? <



    edit

    Sim-Off:

    Ups, Felix war schneller

    Dann würde sich bald einiges noch klären lassen. So verabschiedete sich Callidus vorerst von Quarto.
    Er begab sich dann auch daran zu tun, was Quarto sagte. Er schaute sich weiterhin im geräumigen Raum um und nahm dann am Schreibtisch Platz, von dem er bald wieder aufstand, um ihn zu umrunden und von allen Seiten zu betrachten. Schließlich begann er die Ordnung der Schriftrollen zu prüfen, auch würde er sich noch mit dem Personal vertraut machen müssen. Viele Aufgaben, die warteten.

    Zitat

    Original von Marcus Aelius Callidus
    Callidus dachte eine Zeit lang nach und schwieg, während er auf die Schiftrollen blickte und sie mit den Notizen auf seinen tabulae verglich. Das Amt des Comes musste zu einem der Zeit angepassten ausgebaut und mit weiteren Kompetenzen versehen werden, was die Adrogation durch den Kaiser bereits bewirkte, so dass auch der Vorschlag des Detritus nur seine volle Zustimmung erhielt, wenn man nicht sogar einen Schritt weitergehen könnte...


    ...und diesen Schritt sollte man auch tun, wie Callidus befand. Er rollte die Schriftrollen wieder zusammen.


    > Die gesamte Verwaltung der regiones beruht auf einem Prinzip, das den Gegebenheiten nicht mehr angemessen ist. Die Kurie ist ein Relikt alter Zeit, in der die Städte tagten. Wozu sollten sie das noch tun? Der Comes, dessen Gewalten ausgeweitet werdensollten, sollte die neue unter dem Kaiser stehende Verwaltungsinstanz werden, die Städte sollten ihre Angelegenehiten in ihren Kurien klären, eine übergreifende ist in einem einheitlichen Italia, wo alle das gleiche Bürgerrecht besitzen, nicht mehr notwendig. <


    So gesprochen schaute er Detritus an.

    > Es ist großartig. <


    Mehr brachte er nicht heraus. Von der Holzplatte in Misenum hatte er es nun zu diesem gigantischen Schreibtisch aus edelstem Holz gebracht, der wohl nur noch von dem des magister domus Augusti und natürlich dem des Kaisers übertroffen wurde. Die Regale waren ebenfalls aus bestem Material; in ihnen lagen ordentlich sortiert Schriftrollen und tabulae, die hochwertiger erschienen als die, die man aus dem alltäglichen Gebrauch kannte. Kleine Schränkchen komplettierten das Bild. Die Wände waren mit Malereien reich verziert.


    > Ich danke dir, auch für die Unterstützung in der Vergangenheit und insbesondere für deinen Einsatz gegenüber dem Kaiser. <


    Was für ein officium! Was Detritus wohl zu einem solchen Arbeitsplatz sagen würde?! :]

    Callidus hatte sich die Worte des Volkstribunen angehört und stand mit einem zufriedenen Lächeln da. Er hatte die Initiative des Volkstribunen begrüßt und freute sich als positiv Betroffener durchaus über das verabschiedete Gesetz. Dass die aediles, die eben selbst aus dem Kreis der Nobilität stammten und zum Teil selbst Betroffene waren, dieses Gesetz nun auch kontrollierten, blieb für ihn zu hoffen.
    So ließ er, um selbst politisch neutral zu bleiben, wenigstens einige seiner wenigen Klienten applaudieren.

    Jetzt, da der Kaiser ihm sagte, sie würden sich wohl täglich sprechen, realisierte Callidus erst das Gewicht seiner und vor allem der Entscheidung des Kaisers, ihn zum magister officiorum zu ernennen. Ein leicht flaues Gefühl machte sich in der Magengegend breit. Daran würde er sich wohl noch gewöhnen müssen.
    So nickte er nur und blickte wiederum zwischen dem princeps und seinem Verwandten hin und her.

    Callidus Gesichtsausdruck blieb eine Zeit unverändert und sein Lächelnsah aus wie angetackert. Seine Verwandte war wirklich eine ganz....besondere Frau.


    > Natürlich, die Spiele haben einen gewissen Reiz. Doch fieber ich mehr den Wagenrennen des Jahres entgegen. <

    Callidus grüßte nun auch noch den dazugestoßenen Senator Flavius Felix mit einem freundlichen Nicken.
    Auf den Vorschlag Adrias hin hatte er sich nun auf eine der Klinen gelegt und lauschte den Worten des Avarus. Interessiert hörte er sich die Punkte an, die besprochen werden sollten.

    Seine Blicke wanderten während des Gespräches nur kurz zwischen dem Kaiser und dem Verwandten hin und her.


    > Ich danke dir. Keine, die einer sofortigen Klärung durch dich bedürfen. Der magister domus Augusti wird mir bei anfallenden Problemen sicher ein Ansprechpartner sein, so dass du deine Zeit in dieser Angelegenheit nicht weiter zu opfern brauchst. <


    Callidus hoffte, dem Kaiser nun auch gleich den nötigen Respekt entgegengebracht zu haben. Bei weiteren Formalia würde es sich als das Beste erweisen Quarto anzusprechen, der wie kein anderer über die Abläufe innerhalb des Palastes informiert war.

    Auch Callidus gelangte nun von Sklaven dorthin geleitet das Triclinium. Natürlich hatte er zu diesem Anlass eine Toga anlegen lassen, doch stand diese, wie er feststellen musste, in keinem Verhältnis zu der des Avarus.


    > Ich güße euch! Danke für die Einladung in dein Haus, Senator Avarus. <


    Er blickte sich um und musste trotz des eigenen Wohlstandes auf dem Palatin über die reiche Ausstattung des Domizils der Germanicer staunen.

    ...die zum Beispiel in Person des Aelius Callidus nun auch erschienen. Begleitet von zwei Klienten erreichte er das Domizil des Germanicus Avarus und grüßte die Sklaven mit einem Nicken.


    > Salvete, mein Name ist Marcus Aelius Callidus praeceptor der schola Atheniensis. <

    > Gerne nehme ich diese von dir zugeteilte Aufgabe an, Augustus. <


    Callidus dachte einen Moment lang nach. Natürlich hatte er Vieles am Palatin mitbekommen und kannte gewisse Abläufe, doch direkt informiert war er weniger.


    > Nun ist mir die Verwaltung zwar nicht unbekannt und auch die Abläufe der hiesigen Verwaltung sind mir geläufig, jedoch habe ich noch keinen konkreten Überblick über den Amtsapparat des Palatin. <

    Mit diesem offiziellen Ruf des Kaisers, den er letztlich Quarto zu verdanken hatte, konnte Callidus den geordneten Rückzug aus der Verwaltung der regio antreten.


    > So sehr ich mich auch der Verwaltung Italias verpflichtet fühle und mich nur schweren Herzens von der Arbeit mit den Städten trenne, so sehr ehrt mich deine Anfrage. Es wäre ein großes Lob für mich in deinen Diensten am Palatin tätig zu sein. <

    Vielleicht hatte Lucius so etwas in der Art befürchtet, doch reagierte Callidus nur mit einem Lächeln auf die Worte der Cousine seines Verwandten.


    > Ich bin mir ganz sicher, dass er dir das Refugium zeigen wird, sobald seine Pflichten in Rom dies auch zulassen.
    Misenum hat sich in der Tat gewandelt, die Flotte und die vermehrte Bautätigkeit haben die Fischersiedlung gedeihen lassen. Wenn du Künstler suchst, wirst du jedoch in Mantua schneller fündig. Dort baute man unter dem Duumvirat des Aurelius Cicero ein entsprechendes Gebäude und auch das Theater, das wohl längst auf seine Fertigstellung wartet, soll nicht nur für Gladiatorenspiele genutzt werden.
    Du interessierst dich für solcherlei Darbietungen? <

    Callidus setzte sich auf den ihm gewiesenen Platz.


    > Ich grüße dich, Augustus!
    Das ist richtig, ich kandidierte abermals für das Amt des Comes Italias. Auch habe ich viele Ämter in der Verwaltung durchlaufen, das stimmt. Ob meine Arbeit stets erfolgreich war, vermag ich nicht zu beurteilen; ich tat, was mir möglich war. <