Es war dies die erste Contio, welche Gracchus in seiner neuen Funktion als Pontifex pro magistro leitete, gleichwohl war es eine Art Feuertaufe, da der Pontifex Maximus selbst nicht an der Versammlung teilnahm, der Flavier somit diesen in vollem Umfang würde repräsentieren müssen. Mit großer Sorgfalt leitete er die Contio mit der üblichen Zeremonie zur Eröffnung ein, ehedem er die Agenda verlas - respektive diese aus seinem Gedächtnis memorierte.
"Auf der Agenda für die heutige Sitzung steht der Zustand des stadtrömischen Cultus Deorum, sowie einige Anliegen, welche die Sacerdos Vestalis Decima Messalina hat eingebra'ht, als da wären, erstens: Zugangsregelungen zum Atrium Vestae, Penus, Aedes Vesta und Tempelbezirk; zweitens: Vorkommnisse im Archiv; drittens: Testamente; sowie viertens: Erklärungsbedarf zur Lex Flavia de operositas und Lex Mercatus."
Er übergab die Tabula mit den Tagesordnungspunkten, welche er ohnehin nur des Anscheins in Händen hatte gehalten, einem Cultussklaven und blickte durch die Runde.
"Gibt es weitere Angelegenheiten, welche dem hin..zuzufügen sind?"
Dies waren bereits durchaus viele Punkte für eine Sitzung, doch sofern es etwas weltbewegendes zu besprechen gab, mochte Gracchus sich nicht vorwerfen lassen, dies ignoriert zu haben.
Beiträge von Manius Flavius Gracchus
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[Blockierte Grafik: http://s1.directupload.net/images/131011/hrl5vb44.jpg] | Acanthus
Wie an jedem anderen Tag verhielt sich Acanthus, der Ianitor der Villa Flavia, nach dem Öffnen der Türe so schroff wie eh und je, so dass er auf das Begehr des Sirius diesen erst einmal in mürrischem Tonfall belehrte. "Es wohnen zwei gewesene flavische Praetoren in diesem Haus, Flavius Furianus und Flavius Gracchus. Welchen will dein Herr sprechen?"
Zwar war es anzunehmen, dass ein Gespräch mit Furianus als ein solches mit dem Consular würde betitelt werden, doch Acanthus kam so allerlei unter die Nase, so dass es besser war Ungenauigkeiten zu klären bevor sie am Ende auf ihn zurückfallen würden.
IANITOR - VILLA FLAVIA -
Zur rechten Zeit erreichte eine flavische Sänfte das Areal vor dem Palast, und während Gracchus dieser entstieg und sich die toga praetexta noch einmal richten ließ, trat bereits sein Vilicus Sciurus zu den Wachen am Eingang hin und kündigte ihn an.
"Salvete! Mein Herr, der Senator et Pontifex Flavius Gracchus, hat einen Audienztermin beim Augustus." Sprachs und reichte den Praetorianern das Einladungs-Schreiben. -
Zitat
Original von Lucius Petronius Crispus
Das sah ich eigentlich recht prägnant bei Gracchus zusammengefasst, weshalb ich es nicht nochmals ausführlicher behandelt hatte:
Nun denn, wenn meine Zeilen angeführt werden, um die Substanzlosigkeit der Argumente zu belegen, muss ich sie wohl doch noch einmal etwas ausführen (und ihr wisst, dass ich mich nicht kurz fassen kann) ... insbesondere da man meinen Charakter wohl auch kaum zu den Bürgerkriegsverlierern zählen kann und mein Charakter-Rollenspiel auch nicht durch die ID Palma eingeschränkt wird.Was ich mit meinem Posting ausdrücken wollte ist, dass es in einem (idealen) Rollenspiel immer eine Ebene des gemeinsamen Spiels geben sollte, ganz gleich wie die Charaktere zueinander stehen - Spieler-, NSC oder SL-Charaktere. Das Problem ist m.E. nicht die ID Palma an sich, weder in ihrer Geschichte, noch ihrem Charakter, noch ihrer Präsenz oder Spielweise, sondern schlichtweg das, was sie verkörpert - einerseits den Bürgerkrieg mit den beiden konkurrierenden Seiten, in die jede Spieler-ID mehr oder weniger eingeordnet wurde, andererseits den Kaiser - und damit den über allem stehenden Alleinherrscher - des römischen Reiches. Solange Palma Kaiser ist, wird es (in realistischer SimOn-Konsequenz) noch lange zwei Lager geben, die Gewinner und die Verlierer, und dies wird sich zwangsweise insbesondere durch jene Spielebenen ziehen, die wir vorwiegend bespielen (dem Bäcker, der Waschfrau und dem Bettler-Charakter ist es dagegen vermutlich gleich). Ohne die ID Palma wird es im privaten SimOn-Bereich diese Spaltung bisweilen sicher auch weiterhin geben und ist als Spielelement auch durchaus brauchbar, doch der "öffentliche Druck" wird sich mit ihrem Verschwinden legen.
Wie bereits durch andere hier ausgeführt: ein Palma muss sich SimOn gegenüber jedem Charakter die Frage stellen, ob dieser Charakter einst für oder gegen ihn war, er vertraut SimOn logisch natürlich seinem NSC-Präfekten mehr als einem, der einst auf Vescularius' Seite stand, und jenen die SimOn logisch sich ihm nicht unterwerfen wollen, vertraut er eben nicht (so dass im Umkehrschluss alle, welche SimOff keinen Nachteil befürchten wollen, ihre ID notfalls verbiegen müssen).
Und nicht nur Palma wird sich diese Frage stellen, solange er der Kaiser und damit nun einmal das Maß aller politischen Dinge ist, wird zweifelsohne auch in anderen öffentlichen Bereichen beständig die Frage nachklingen, ob jemand denn nun auf Palmas oder Vescularius' Seite stand, wiewohl sich auch die Charaktere selbst SimOn disqualifizieren, wenn sie aufgrund ihres Wissens nicht unter Palmas Einfluss dienen wollen.
Unter einem neuen, 'neutralen' Kaiser kann (und sollte) dies unbedeutend werden, insbesondere sofern dieser neue Charakter sich durchaus auch Palma's Hintergrund bewusst sein kann (wie auch immer dies SimOn umgesetzt wird), so dass es mit einem Mal eben nicht mehr nur "die Guten" und "die Bösen" gibt, sondern letztlich alle Charaktere mit ihren Hintergründen und Beweggründen wieder mehr oder minder neutral werden.
Als vor Jahren die ursprüngliche Idee dieser Kampagne aufkam - auch ob der Gutmütigkeit des Iulianus -, war sie tatsächlich dazu angedacht, die Spieler aus ihrem eintönigen Trott aufzurütteln und mit einer ID wie Vescularius zu zeigen, wie es im alten Rom auch sein konnte - Klüngel, Macht des Stärkeren, Willkür gerade auf höchster Ebene. ABER - diese 'Kampagne' war auf eine (naiv) wesentlich kürzere Zeitspanne ausgelegt, zudem sollte der "Retter des Imperium" am Ende das Reich vom Bürgerkrieg befreien und wieder eine neutrale Instanz einsetzen. Ich meine mich zu erinnern, dass der neue Kaiser genau aus diesem Grund auch nicht an der eigentlichen Beseitigung des Vescularius-Charakters hätte beteiligt sein und erst sehr spät überhaupt in das Geschehen hätte involviert werden sollen. Und dies war ein zentrales Rollenspiel-Element in diesem Plan - am Ende die Wiederherstellung einer neutralen Basis für ALLE Spieler.
ZitatOriginal von Marcus Vinicius Hungaricus
Und jetzt spricht der SL einmal ordentlich aus mir: Weil er eine SL-ID ist. Wir gestehen jedem einzelnen die Verfügungsfreiheit über seine ID zu, man möge uns also auch die gleichen Rechte zugestehen, erst recht auch darüber nachdenken zu dürfen. Und vorher darüber zu diskutieren.(Da die Verwendung des Zitates hier missverständlich aufgefasst werden könnte, möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich auf den expliziten Hinweis beziehe, dass Palma eine SL-ID ist, nicht darauf, dass der SL die Zeit zugestanden werden sollte, dies zu überdenken und zu diskutieren - denn dies will ich euch auf keinen Fall absprechen)
Gerade da Palma eine SL-ID ist sollten letztlich allerdings andere Maßstäbe für ihn gelten als für jede Spieler-ID. Im klassischen Rollenspiel-Sinne ist Palma doch nichts weiter als ein (sehr zentraler) NSC, also ein durch die Spielleitung eingesetzter Charakter, welcher das Geschehen beeinflusst um den Spielspaß aller Beteiligten zu fördern. Denn um nichts anders geht es im Rollenspiel - den Spielspaß aller Beteiligten. Sofern dieser NSC augenscheinlich kaum Spielspaß fördert, ihn im Gegenteil mehr zu behindern scheint, wäre es in diesem Sinne nicht nur euer Recht, über ihn nachzudenken, sondern geradezu eure Pflicht als (Rollen-)Spielleitung, welche das Ereignismonopol für diese Art NSC inne hat.
Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass das IR kein (Foren-)Rollenspiel im klassischen Sinne ist - war es nie und wird es vermutlich nie sein -, doch es ist und bleibt ein SPIEL und auch dieses hat per Definition doch letztlich Vergnügen, entspannten Zeitvertreib und Spaß zum Ziel. Natürlich könnt ihr als Spielleitung entscheiden, dass das für einen augenscheinlich großen Teil der Mitspieler nicht gelten braucht, doch dann sind wir wieder bei der Diskussion aus dem ursprünglichen Thread, dem Motivationsmangel und Mitgliederschwund, und hätten dann auch die Antwort, dass diese Diskussion nicht notwendig ist, da kein Problem damit existiert.
Da dies nun alles allfällig ein wenig negativ und offensiv klingt, möchte ich zum Abschluss anmerken, dass ich die Arbeit der SL hoch schätze (aber das wisst ihr eh) und mir durchaus der Probleme, Sorgen, Nöte, insbesondere aber auch des Aufwandes und Einsatzes bewusst bin, welche hinter dieser "Rolle" stecken und wie schwer man aus dieser Position den Überblick über all die schwelenden Herde behält, welche das Spiel negativ beeinflussen. Ein Thread wie dieser sollte euch darob nicht ärgern und auch nicht den Eindruck vermitteln, dass aus Sicht der Spieler "die SL an allem Schuld ist" - denn schlussendlich ist die Kampagne noch nicht einmal durch euch initiiert worden und viele der Entscheidungen, welche im Laufe dieser getroffen wurden, wurden aktiv aus der Spielerschaft forciert oder bestimmt. Das Eingeständnis, dass Palma nicht funktioniert, hat darob (zumindest aus meiner Sicht) nicht das Geringste mit euch als SL zu tun, sondern bedeutet schlichtweg, dass dieses Spielelement nicht (mehr) funktioniert. Im Grunde wäre die Entscheidung, dieses Spielelement Palma zu schließen darob auch nicht anders als etwa jene, die Provinz Hispania zu schließen - so gut wie niemand hatte dort noch Spaß, sie wurde von den Spielern nicht mehr angenommen und ihre Schließung generierte Spielpaß dadurch, dass sie aktive Spieler in anderen Provinzen näher zusammen brachte. -
Seit Gracchus den Erwartungen seiner Familie gefolgt war und seine politische Karriere in Rom hatte in Angriff genommen, war der Bau des Ulpianum stets etwas gewesen, was beständig mehr oder minder voranging, dessen Fertigstellung er selbst jedoch niemals hatte geglaubt in seinem Leben noch zu erleben, etwas, das schon immer so war und für immer würde sein. Um so erstaunlicher war es gewesen als Consul Decimus im vergangenen Amtsjahr tatsächlich dieses Ende hatte verkündet, wiewohl Gracchus in diesen Tagen die allgemeine Freude und Erleichterung über das Ereignis nicht mehr konnte teilen. Wie ein drohendes Mahnmal würde das Ulpianum nun also in Rom prangen, ihn stets der Tatsache erinnern, dass er maßgeblich für das Ende der namengebenden Kaiserdynastie sich hatte verantwortlich gezeichnet. Als Duccius Vala in dieser Sitzung nun auch noch seinen Namen für das Concilium Ulpianum vorschlug, fragte Gracchus sich einmal mehr, was genau der Duccier über das Ende der Ulpier wusste und ob dieser Vorschlag dazu sollte gereichen ihn zu düpieren - insbesondere da er eine anderweitige Intention nicht konnte andenken. Indes beschloss er dies schlichtweg zu ignorieren - selbst so der Senat diesem Vorschlag würde folgen wollen, war die Chance noch immer groß bei zweien aus fünf Namen letztendlich nicht in jenem Gremium zu landen - und einige weitere Männer zu nominieren, welche weitaus geeigneter waren als er selbst.
"Ich möchte die Consulare Purgitius Macer, Aelius Quarto, sowie Decimus Livianus als Kandidaten für das Consilum Ulpianum vorschlagen."
Eine Begründung dessen erübrigte sich seiner Ansicht nach, waren jene doch zweifellos über alle Zweifel erhaben - da immerhin Consulare -, ersterer gar seit den aufgezeichneten Anfängen des Ulpianum im Senat beteiligt, obgleich Gracchus dies selbstredend nicht bewusst war. -
Da ich versuche mich kurz zu fassen, möchte ich schlichtweg all den vorangegangenen Beiträgen der "Verlierer"-Seite beipflichten.
Ebenfalls bin ich für den endgültigen Abschluss der Kampagne, welcher ein für alle mal alle SimOff-Verlierer und -Gewinner wieder auf eine Ebene stellt - die der Spieler -, und ich pflichte der Ansicht bei, dass dies nur durch den (zeitnahen) Tod Palmas und einen neuen, "unbelasteten" Kaiser möglich ist. So sehr ich aus rollenspielerischer Sicht Serapios Komplott mag, desto mehr bin auch ich für ein schnelles, unkompliziertes Ende, welches keine neuen Fronten eröffnet.
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~~~ Gefangen in Morpheus' Reich ~~~
Ein Schemen, ohne Gesicht und ohne Gestalt, rüttelte ihn an der Schulter, riss ihn aus dem tiefen, unruhigen Schlaf zurück in das hügelige Land ferner Gestade, und während seine Träume langsam erkalteten, blieb einzig die Nacht bestehen. Hinter ihm lag das Trümmerfeld der geschlagenen Schlacht, übersät mit dem Blut seiner Kameraden, Fetzen von Stoff und gebrochenes Metall als stumme Zeugen seiner Wut, vor ihm ein trauriges Lied aus fernen Zeiten, welches ihn würde zurückführen nach Hause, welches alle Schmach und alle Niederlage ihn würde vergessen lassen auf seinem Wege. Unerschrocken schob er seinen Leib durch die schweren, opaken Tropfen des Regens hindurch, doch auch das eintönige Prasseln konnte nicht den Herzschlag in seiner Brust übertönen, den Takt seiner Erinnerung und den Rhythmus seines Gewissens, welcher mit jedem Schritte über den Sand Scherbensplittern gleich in seine baren Füße stach. Am Rande der Welt erwartete sie bereits seine Ankunft, ihre Augen brannten in Feuer, darauf lauernd ihn zu töten - und doch pflückte er ihr aus dem Gefieder einer Eule drei schimmernde Federn heraus, sie damit zu füttern, denn die Sehnsucht nach ihrem Lächeln war unbändig. Einzig sie konnte noch ihn salvieren, einzig sie konnte ihn erlösen von all seiner Schuld, denn er war weit abgekommen von honetter Größe, war die seine doch nurmehr auf Lügen erbaut. Zögerlich kostete er von der kalten, feuchten Asche, aus welchen die Worte waren geformt, welche er auszusprechen suchte, doch ihre Ohren waren verschlossen, ihr Griff unbarmherzig und grausam, und während sie ihn aus seiner Seele hinaus stieß blieb ihm nichts als weiter durch all diese Konfusion hindurch ihren Namen zu rufen. Es war an der Zeit, alles gehen zu lassen, den ausweglosen Kampf seines Herzen aufzugeben und in einen Stern sich zu wandeln am fernen Firmament, denn schlussendlich war er niemals der gewesen, der er glaubte zu sein. Ohne sich noch nach seinem Leben umzusehen verließ er darob die Welt für eine kurze, endlose Weile, glitt durch die traurigen Tage hindurch auf der Suche nach einem Weg zu ihr zurück, lavierte auf einem Schiff aus Grün und Blau dahin und navigierte durch die graufarbene Masse, welche er für staubiges Land hielt, welche doch nur aus trüben Wolken bestand. Doch es gab keine Spur, kein Blut und keinen Faden, welcher ihn zu ihr hinab führte, es gab keinen Gott, welcher seine Taten als Opfer wollte annehmen, und es gab keine Zeit zurück in jene Form, welche er glaubte zu sein, dass er letztlich sich verlor in dem Labyrinth aus Leibern, dass er letztlich versank zurück in die schwarzfarbene Nacht.
~~~
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"Ich danke dir"
, nahm Gracchus das stete Willkommensein entgegen, um es gleichermaßen zu retournieren.
"Und möchte dir ebenso versi'hern, dass es mir gleichwohl eine Freude wäre, dich wieder einmal als Gast in unserem Hause begrüßen zu dürfen."
Er erhob sich ebenfalls, um sich zu verabschieden.
"Vale bene, Aurelia, mögen die Götter auch dich und die deinen stets mit ihrem Wohlwollen bedenken!"
Auch nach der Verabschiedung und selbst als er das Haus bereits hatte verlassen ließ Gracchus sich nicht das Kästchen mit den Briefen aus den Händen nehmen, hielt daran fest als würde sein Leben davon abhängen. -
Zu Beginn war Gracchus durchaus überzeugt gewesen von der Initiative des Duccius, war er als Flavius doch überaus anfällig für Reizworte wie Rückbesinnung auf die Traditionen, allerdings schlich sich im Laufe der - bisweilen überaus verworrenen - Diskussion ein Detail in diesen Gesetzesvorschlag, welcher es ihm schwer machte, dem beizustimmen - die Pars Quinta, nach welcher kein Flavius mehr würde wählen, noch eine Karriere im Cursus Honorum beginnen können, hatte keiner von ihnen doch je eine Elementarschule besucht, noch einen Abschluss dort erlangt. Zweifelsohne würde dies beinahe alle Patrizier aus der Politik ausschließen, wurden die Kinder aus diesen Häusern doch traditionell zumeist nur durch Privatlehrer unterrichtet.
"Allfällig wäre es eine Option, über die einzelnen Bestandteile des Gesetzesvorschlages separat ab..zustimmen. So könnten wir zumindest detektieren, in welchen Bereichen der Senat bereits konform geht und in welchen weitere Diskussionen und Anpassungen notwendig sind?"
wandte er fragend ein als die Diskussion ein wenig zu stocken begann und der Duccius bereits auf die Abstimmung hinwies.Sim-Off: Zitat3. Ergo: wir brauchen ein wasserdichtes Abschluss-Äquivalent und keine aufgeweichte und zerfaserte Reform mit vollkommen unnötigen und komplizierten Ausnahmen und Sonderregelungen.
Dieser Punkt mag mir nicht ganz einleuchten, weshalb wir – insbesondere in Hinblick auf den CRV - unbedingt dieses SimOn-Äquivalent benötigen. Im Cultus Deorum gibt es seit Jahren nurmehr die SimOff-Kurse, welche in keinster Weise SimOn verankert sind - dennoch funktioniert das System einwandfrei, da die Karriere-Voraussetzungen fest in den Spielregeln verankert sind. Dies ist eindeutig und jeder Spieler weiß, was er zu tun hat.Darüber hinaus, sofern wir uns mit dieser Änderung der Historie annähern wollen, stellt sich mir die Frage, wie eben dieses Problem, vor welchem wir nun stehen, historisch gelöst war – wie also wurde etwa gesichert, dass ein Prätor tatsächlich etwas von der Iuristerei verstand?
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Ergänzt um die ersten (bzw. letzten) Aktionen der Verschwörer (und jener, welche man dafür gehalten hat) nach dem Kaisermord.
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1. Verschwörungsgedöns plus Kaisermord
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Von alten und neuen Kaisern - die Ausrufung des Appius Cornelius Palma in Syria3. Ärger im Südosten
Ein Jucken am Arsch der Welt - Aegyptus droht
Reizende Gespräche - die Kornkammer macht mobil
Bubastis - die Legio XXII Deiotariana rüstet auf
Aegyptus wird zur Festung
Die Cohors II Cornelia Aegyptorum - die Kornkammer macht mobiler4. Stress im Norden
Der Kaiser ist tot - Nachrichten aus dem Süden
Quid sit futurum cras, fuge quaerere! - da war doch noch ein Prätorianer
Bibe, si bibis - Loyalitäten sichern.
Ecce Rebelles - Fakten schaffen!
Angetreten zum Appell - Ausrufung des Cornelius
Rebellion in Nord, Süd und Ost - der 'Kaiser' tobt
Zukunft des Imperiums - vertrauliche Gespräche
Mit Nachrichten und Nachfragen - Besuch von der I.
Meum est propositum in Taberna mori - aus dem Süden in den Norden
Erster großer Auftritt - die VIII. ruft den Cornelius aus
Consilium Belli - viele Köche
Der Zug des Nordgermanischen Heers in den Süden
Abmarsch im Morgengrauen - die II. zieht gen Süden
Von Mogontiacum nach Vindonissa - die II. zieht weiter gen Süden
Castra Aestiva Legionum Germaniae Superioris - Warten, Organisieren, Ordnen, Weiterziehen
Equites cultum filiorum Lavernae induti - Geld her, sonst kracht's!
Equites cultum filiorum Lavernae induti - Es kracht.5. Nordmänner suchen Streit in Italia
[Legiones inalpini] Zug des obergermanischen Heeres - der Weg über die Alpen - I - bis Curia
[Legiones inalpini] Zug des obergermanischen Heeres - das Seitental
[Legiones inalpini] Zug des obergermanischen Heeres - der Weg über die Alpen - II - bis Tarvessedum
Abmarsch nach Verona - für die I. geht's los
Gardisten im Gebirge
Aufklärung gen Osten - die Rebellen spitzen die Lauscher
Delta Padi - der östliche Teil der Ebene des Padus
Tross zur Versorgung - Nachzügler der I.
[Zug des illyrischen Heeres] Westwärts! - der Gegner naht
Lagebericht - in Roms Schaltzentrale
Mobilmachung - Rom wappnet sich
Campus Martius – Die Garde zieht ins Feld
[Legiones exalpini] Zug des obergermanisches Heeres - Italia, endlich!
[Castra Aestiva Legionum Seditiosorum Verona] Das Hauptlager der Rebellen bei Verona
Equites cultum filiorum Lavernae induti - Geldtransport durch Italia
Von Roma nach Fanum Fortunae - Die Garde auf dem Marsch I
Von Fanum Fortunae nach Norden – Die Garde auf dem Marsch II oder: Die in den Sumpf gingen
[Clades Vicetia] Die Schlacht bei Vicetia - Die nördliche und südliche Flanke
[Clades Vicetia] Die Schlacht bei Vicetia - Die Stellungen der I. und II. Legion
Schlacht bei Vicetia – Das Heerlager der kaisertreuen Legionen und der Prätorianer
[Clades Vicetia] Die Schlacht bei Vicetia - Mordskater
Post Cladem - die Rückkehr nach der Schlacht6. Stunk im Osten
7. Rebellen! In Rom!
Die Befestigung Roms - Rom wappnet sich stärker
[Legiones Seditiosi] Der lange Marsch nach Rom..
Volksbewaffnung! - Rom mobilisiert alle Reserven
[Extra Pomerium]Feind in Sicht! Die Rebellen stehen vor Rom
All your base are belong to us - Rebellen im Hause der Garde
Sie kommen, um dich zu holen... - das Haus des Konsuls nach der Erstürmung der Stadt
Es geht für manche zuende - die Stürmung der Casa Decima
Roma im Würgegriff der Gewalt - die Plünderung der Casa Iulia
Die Römer kommen.. - die Stürmung der Casa Octavia
To protect and to serve - die achte Legion zum Schutz der Villa Vinicia vor Unruhen
Verschanzt - die Casa Pompeia wird gestürmt
Ordo decurionum - Außerordentliche Sitzung - auch in Ostia wird eingeknastet
[Carcer] Rebellische Gastfreundschaft - die Zellen der Gefangenen 1 2 3 4 5 6 7
All your base are belong to us - im Officium des Gardepräfekten
[ANTE PALATIUM]Die Belagerung des kaiserlichen Palasts..
Verrat! - im Kaiserpalast8. Am Ende bleibt einer übrig
[Amphitheatrum Flavium] Die Zurschaustellung des Usurpators
[Via Appia] Cornelius venit - das 'Empfangskomitee'
Cornelius venit - Last Man Standing auf dem Forum Romanum
Das Lager der (erst seit kurzem) kaiserlichen Truppen vor Rom
[Campus Martius] Tag eins nach dem Einzug von Cornelius Palma in Rom[/quote] -
Zitat
Original von Titus Duccius Vala
Ich habe den Bereich 1. Verschwörungsgedöns plus Kaisermord ein wenig ergänzt. Die letzten Threads (Ausgehverbot, Senat, Villa Tiberia) könnten eventuell auch in 2. Kaiser, überall Kaiser gehören ...Ich hätte auch noch die Beiträge greifbar, in welchen die Praetorianer an weiteren Villen anklopfen, bin aber nicht gänzlich sicher, ob es für die Kampagne im gesamten relevant ist?
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1. Verschwörungsgedöns plus Kaisermord
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Villa Tiberia » Triclinium | Coniurationis Finis?
Misenum » Die kaiserliche Landvilla » Ein Abendessen im kleinen Kreise
Roma » Ausgehverbot!
Senatus » Der Kaiser ist tot!
Villa Tiberia » Warten auf das Kindlein...2. Kaiser, überall Kaiser
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Quid sit futurum cras, fuge quaerere! - da war doch noch ein Prätorianer
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Angetreten zum Appell - Ausrufung des Cornelius
Rebellion in Nord, Süd und Ost - der 'Kaiser' tobt
Zukunft des Imperiums - vertrauliche Gespräche
Mit Nachrichten und Nachfragen - Besuch von der I.
Meum est propositum in Taberna mori - aus dem Süden in den Norden
Erster großer Auftritt - die VIII. ruft den Cornelius aus
Consilium Belli - viele Köche
Der Zug des Nordgermanischen Heers in den Süden
Abmarsch im Morgengrauen - die II. zieht gen Süden
Von Mogontiacum nach Vindonissa - die II. zieht weiter gen Süden
Castra Aestiva Legionum Germaniae Superioris - Warten, Organisieren, Ordnen, Weiterziehen
Equites cultum filiorum Lavernae induti - Geld her, sonst kracht's!
Equites cultum filiorum Lavernae induti - Es kracht.5. Nordmänner suchen Streit in Italia
[Legiones inalpini] Zug des obergermanischen Heeres - der Weg über die Alpen - I - bis Curia
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[Legiones inalpini] Zug des obergermanischen Heeres - der Weg über die Alpen - II - bis Tarvessedum
Abmarsch nach Verona - für die I. geht's los
Gardisten im Gebirge
Aufklärung gen Osten - die Rebellen spitzen die Lauscher
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Tross zur Versorgung - Nachzügler der I.
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Von Roma nach Fanum Fortunae - Die Garde auf dem Marsch I
Von Fanum Fortunae nach Norden – Die Garde auf dem Marsch II oder: Die in den Sumpf gingen
[Clades Vicetia] Die Schlacht bei Vicetia - Die nördliche und südliche Flanke
[Clades Vicetia] Die Schlacht bei Vicetia - Die Stellungen der I. und II. Legion
Schlacht bei Vicetia – Das Heerlager der kaisertreuen Legionen und der Prätorianer
[Clades Vicetia] Die Schlacht bei Vicetia - Mordskater
Post Cladem - die Rückkehr nach der Schlacht6. Stunk im Osten
7. Rebellen! In Rom!
Die Befestigung Roms - Rom wappnet sich stärker
[Legiones Seditiosi] Der lange Marsch nach Rom..
Volksbewaffnung! - Rom mobilisiert alle Reserven
[Extra Pomerium]Feind in Sicht! Die Rebellen stehen vor Rom
All your base are belong to us - Rebellen im Hause der Garde
Sie kommen, um dich zu holen... - das Haus des Konsuls nach der Erstürmung der Stadt
Es geht für manche zuende - die Stürmung der Casa Decima
Roma im Würgegriff der Gewalt - die Plünderung der Casa Iulia
Die Römer kommen.. - die Stürmung der Casa Octavia
To protect and to serve - die achte Legion zum Schutz der Villa Vinicia vor Unruhen
Verschanzt - die Casa Pompeia wird gestürmt
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[Carcer] Rebellische Gastfreundschaft - die Zellen der Gefangenen 1 2 3 4 5 6 7
All your base are belong to us - im Officium des Gardepräfekten
[ANTE PALATIUM]Die Belagerung des kaiserlichen Palasts..
Verrat! - im Kaiserpalast8. Am Ende bleibt einer übrig
[Amphitheatrum Flavium] Die Zurschaustellung des Usurpators
[Via Appia] Cornelius venit - das 'Empfangskomitee'
Cornelius venit - Last Man Standing auf dem Forum Romanum
Das Lager der (erst seit kurzem) kaiserlichen Truppen vor Rom
[Campus Martius] Tag eins nach dem Einzug von Cornelius Palma in Rom -
Einige Augenblicke zögerte Gracchus ob der neuerlichen Tränen seines Sohnes, entschied indes dies nicht weiter zu thematisieren. Ein Flavius heult nicht! mochte seinem eigenen Vater zu zahllosen Gelegenheiten durchaus begründet erschienen sein, doch welch trauriges Leben würde dies gewesen sein, welches nicht an seinem Ende mit unzähligen Tränen würde beweint werden? Es konnte kein Zweifel daran bestehen, dass Claudia Antonia dies hatte verdient, nicht nur, doch insbesondere auch von Seiten ihrer Kinder. Da Minor sonstig nichts weiter zu sagen hatte, wollte Gracchus ihn nicht länger durch seine Gegenwart zur Wahrung der Contenance zwingen.
"Gut, dann werde ich nun auch ihn informieren."
Ein Blick zu Sciurus hin reichte aus, dass dieser mit Minor den Raum würde verlassen und mit Titus zurückkehren.
"Über all jene Dinge, welche ob der Ge..gebenheiten sich nun ändern mögen, können wir ein ander mal sprechen."
Allzu viel würde dies für Minor letztlich ohnehin nicht sein. -
Zitat
Original von Caius Flavius Scato et Flavia Domitilla
Gracchus atmete tief durch die Nase ein und sammelte einen Augenblick jene Contenance zusammen, welche von ihm wurde erwartet, nickte sodann Scato und Domitilla zu.
"Ich danke euch. Doch letztendlich müssen wir stets auf solche Verluste gefasst sein, es ist schli'htweg der Lauf der Zeit."
Gegenüber der Familie war es einfach, dies derart pragmatisch zu skandieren, denn obgleich Scato Antonia allfällig nie getroffen hatte und Domitilla sich kaum wohl noch an sie mochte erinnern, so war es doch usus in der flavischen Familie, dass eine Ehe aus rein praktischen Gründen geschlossen wurde, so dass auch der Verlust dieser kaum wohl extrinsische, emotionale Superlativen erforderte. Gerade in Augenblicken wie diesen wurde Gracchus bewusst, wie schwer es ihm fiel, innerhalb der in Rom anwesenden Familie seine Empfindungen zu teilen, wie sehr er die unbeschwerte Freundschaft mit seinen Vettern Caius und Marcus misste, wie fremd er sich in seinem eigenen Leben fühlte.
"Darüber hinaus hatte Antonia zweifelsohne ein er..fülltes Leben."
Sicher war er sich dessen nicht, doch mit Blick auf die beiden jüngsten Sprossen der Familia Flavia Graccha, welche ein wenig abseits mit ihren vertrauten Sklaven standen, hatte Antonia letztlich den Lebenszweck einer römischen Matrone zur Gänze erfüllt.
"Ein wenig Sorge bereitet mir nur die Zukunft Flammas. Allfällig werde ich sie nach Baie zu eurer Groß..tante Agrippina senden."
Während er seine Söhne niemals freiwillig den Händen der gefürchteten Agrippina hätte anvertraut, so wusste Gracchus mit seiner Tochter schlichtweg nichts anzufangen. Von einer Zukunft bei den Vestalinnen, welche stets war für sie angedacht gewesen, sah er inzwischen ab, da er Cornelius Palma kein Druckmittel in die Hände wollte spielen, würde er indes Claudia Catilina darum bitten, ein wenig Acht auf Flammas Erziehung zu legen, fürchtete er dennoch beständig mit ihren Belangen behelligt zu werden. -
Zitat
Original von Decima Messalina
Find ich auch.
Dem schließe ich mich an.Denn einen echten Spielgewinn sehe ich durch die ursprünglich angestrebte Änderung nicht, da in den meisten Gentes vermutlich weiterhin alle Mitglieder miteinander verwandt, da in einer Familie sein werden, so dass sich dadurch auch kaum das allgemeine Bewusstsein für Familien und Gentes ändern dürfte (wenn dann eben doch weiterhin jeder Tiberius mit Senator Durus und jeder Decimus mit dem Triumphator Meridius verwandt ist).
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Wer entscheidet in diesem Falle über die Gründung neuer Familien vorhandener Gentes? Derzeit ist es meines Wissens nach dem SimOff-Verwalter möglich zu bestimmen, dass die Familie bereits aus allen Nähten platzt und darob ein neuer Zweig angelegt werden soll. Wer würde diese Entscheidung künftig treffen?
Oder wäre es nurmehr möglich, einen neuen Familienzweig durch Neugründung eines eingebürgerten Peregrinus zu schaffen? -
Sim-Off: Gäste können sich ohne Umweg über die Porta direkt in das Atrium schreiben, selbstredend auch jene ohne 'offizielle' Einladung.
Bleich und blass lag der leblose Körper Claudia Antonias aufgebahrt inmitten des Atrium der Villa Flavia, jenes Hauses welches über viele Jahre hinweg ihr ein Heim hatte geboten, in welchem sie ihre erste Ehenacht verbracht, drei Kinder gezeugt und geboren hatte. Da die Haut der Claudia zeitlebens von vornehmer Blässe war gewesen, schien es beinahe als schliefe sie nur, könne jeden Augenblicke wieder erwachen und sich echauffieren über das Jammern und Weinen der Klageweiber zu ihren Füßen. 'Manius', erwartete Gracchus ihren unnachahmlichen Tonfall zu vernehmen, welcher bisweilen ihm eine größere Furcht hatte eingeflößt als alle Schrecken der Welt, welcher ihm indes so traut schien, so merkwürdig verwoben mit seinem eigenen Leben, dass er ihn tatsächlich misste seitdem er seine Gemahlin zuletzt lebend hatte gesehen. Er suchte sich an jene Worte zu entsinnen, welche er zu dieser Gelegenheit mit Antonia hatte gewechselt, doch es schien ihm ein halbes Leben seitdem vergangen, dass er nurmehr sich dessen war gewahr, dass es ein Versprechen war gewesen, eines, welches er nicht hatte gehalten - wie so viele. Einst hatte er geschworen, für ihr Wohl Sorge zu tragen, sie zu behüten und zu beschützen, doch ihr toter Leib skandierte unumstößlich sein Versagen. Ihr Leben hatten sie miteinander teilen sollen, zwei Stücke von einem einzigen, so hatte der Flamen Dialis es vor vielen Jahren bestimmt - doch ohne Antonia fühlte Gracchus in sich weit mehr als eine halbe Leere, schien es ihm als wären ihre Ehe statt eines Kuchens weit eher einem Gefäße similär gewesen. Ein halbes Gefäß konnte nichts mehr in sich aufnehmen, büßte nicht etwa die Hälfte des Nutzwertes eines Ganzen ein, sondern blieb gänzlich nutzlos zurück. Er war zerbrochen, mit ihr. Niemals hätte er es für möglich gehalten, dass der Abschied ihm derart schwer würde fallen - doch letztlich hatte er sie tatsächlich geliebt, auf seine Weise. Gleichsam indes konnte er keine Kraft mehr aufbringen für Schmerz, Trauer oder Furcht, verbarg dies alles tief in seinem Innersten, dorthin wohin selbst er nicht konnte vordringen, beließ in sich nurmehr eine gewaltige Leere, ein endloses, mit nichts anzufüllendes Vakuum. Es war diese Leere, welche an diesem Tage auf seinem Antlitz lag, mit welcher er alles und jeden im Atrium betrachtete – die Lebenden, wie die Tote. -
Beinahe war Gracchus gewillt die Frage abzuschmettern mit dem Hinweis, dass ihm nicht mehr zu helfen war, doch zweifelsohne zielten Minors Gedanken in gänzlich andere Richtungen als die seinen. Er sann kurz nach, schüttelte schlussendlich den Kopf.
"Dies ist nicht vonnöten, es ... bliebt uns ohnehin nichts zu tun als die kommenden Tage aus..zuharren."
Sciurus würde letztlich dafür Sorge tragen, dass ein Libitinarius informiert, instruiert und Klageweiber engagiert wurden, dass für den Tag der Bestattung alles würde bereitet - von der Aufbahrung bis hin zum anschließenden Leichenmahl -, und dass Benachrichtigungen wurden versendet - er selbst würde darunter allfällig noch seinen Namen und das flavische Siegel setzen. Für die Gracchen - alle drei - blieben somit nur zwei endlose Tage, in welchen sie sich ihrer Trauer und Gedanken würden hingeben können, denn obgleich Antonia nicht im Hause war verstorben und sie somit noch nicht mit der Unreinheit des Todes in Berührung waren gekommen, würden sie dennoch keiner alltäglichen Pflicht mehr nachgehen, das Haus vermutlich nicht verlassen.
"Allfällig kannst du später einmal nach deinem Bruder sehen, ihn werde ich nach dir ebenfalls in Kenntnis setzen." -
Ob der ihn umfassenden Leere und Taubheit in seinem Inneren war Gracchus augenblicklich überfordert mit der Heftigkeit Minors Emotionalität, dem Sturzbach an Tränen und der ungewohnten Nähe, war machtlos dem ausgeliefert und gleichsam angerührt, dass er seine Hände kalmierend auf den Rücken seines Sohnes legte, indes noch immer nichts zu sagen wusste, da es doch keine Worte gab, welche diesen Schmerz konnten lindern. Er wusste nicht, wie lange dies andauerte, wie lange die innige Familiarität sie umfangen hielt, doch intermittierte er nicht, ließ nur geschehen, was geschah, und erst als das Schluchzen ein wenig versiegt war, wagte er das Schweigen zu durchbrechen.
"Der ..."
Ein wenig fürchtete Gracchus sich vor dem Begriff Leichnam, schien er ihm doch allzu unumstößlich und endgültig.
"... Leib deiner Mutter befindet sich bereits auf dem Weg nach Rom, so dass wir uns gebührend von ihr ver..abschieden können."
Der Gedanke an diesen Tag evozierte in ihm ein Übermaß an Furcht, denn mit dem toten Körper würde unumstößlich auch der Geist der Claudia in Rom, in dieses Hause einziehen, doch suchte er dieser Empfindung keinerlei Ausdruck einzuräumen, um Minor nicht mehr noch zu beängstigen.
"Deine Schwester - Flamma"
, ein wenig klang dies danach als würde Minor nicht wissen können, wer seine Schwester war, vergaß Gracchus selbst doch bisweilen beinahe darauf, dass sie seine Tochter war, ob dessen er ebenso unsicher war, ob dies für seinen Sohn einen Trost würde bieten, war jedoch geneigt, den Versuch zu wagen.
"Sie wird sich ebenfalls einfinden." -
~~~ Gefangen in Morpheus' Reich ~~~
Purpurfarben quoll der Horizont in schweren Wolkentürmen auf, umfing ihn mit einer glücklosen Welt aus gebrochenen Zweigen und staubigen Knochen, sandte ein Alphabet aus Sturmwinden, den letzten, kläglichen Rest seines verlorenen Heimes hinfort zu blasen. In der Ferne schritten stolze, erhabene Graureiher vorbei an der endlosen Weite der Einsamkeit und wirbelten mit ihren nackten Füßen den pudrigen Schnee auf, welcher dieses kalte Imperium bedeckte, wandten ihren Blick mitleidig ab von seiner faserigen Gestalt, welche glücklos suchte den tiefen Grund der rotstaubigen Schlucht zu überwinden, tiefer und tiefer hinab fiel in den eisigen Strudel aus disparaten Leben und divergenten Träumen, unbekümmert jenen Fluss hinab floss, welchen Tausende vor ihm waren in die Bedeutungslosigkeit geschwommen. Goldfarben lodernde Schiffe, die Flammen lechzend nach seinem Herzen gierend, passierten den Strom, welcher nach einer Reminiszenz nach Oceanos schmeckte, welche er auf seinen Lippen gleich dem ambrosischen Hauch des fernen Hephaistion konnte verspüren, und doch schien es als könne er die Wendungen, welche diese Geschichte würde nehmen, nicht beeinflussen, war doch das Leben schlussendlich lebendig, keine bloße Erzählung, so dass er sich selbst in die gläserne Form pressen ließ, welche dem schimmernden Licht des Mondes folgend ihn vorantrieb. Eine Münze nach der nächsten ließ er tanzen über den öligen Styx, eine jede für einen Freund, welchen er hinter sich hatte zurückgelassen, eine letze für sich selbst, die Überfahrt zu begleichen als das unschuldige Dunkel der Nacht leise ihm flüsterte, dass die Zeit gekommen sei. In blassem Grau schimmerte der blutleere Sonnenuntergang in seinem Herzen, überließ die ewige Stadt der ewigen Kälte der Liebenden - jene Stadt, von welcher er beinahe bereits hatte vergessen, dass auch er sie einst hatte geliebt, sie einst für sich selbst hatte beansprucht. Nichts gab es hier noch zu erstreiten, nicht einmal noch aufzuteilen, und bereitwillig ließ er die Tage all jenen, welche für sie geschaffen waren, begnügte sich selbst mit der Schwärze der Nacht
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Mit einem kurzen - indes gänzlich überflüssigen - Blicke vergewisserte Gracchus sich, dass sein Vilicus Sciurus, welcher stumm seinem Herrn in das Haus gefolgt und bis zu diesem Augenblicke ebenso stumm, dabei jedoch nicht weniger aufmerksam im Hintergrund war positioniert, den Namen des Verwalters sich würde merken und dafür Sorge tragen, dass auch Gracchus auf dieses Anliegen nicht vergaß. Sodann wollte er eine Bemerkung bezüglich der absolut gehorsamen Sklaven anbringen als ein solches Exemplar der Aurelia diese unterbrach - und somit sich dafür verantwortlich zeichnete, dass eine jener überaus seltenen Gelegenheiten, bei welchen Gracchus seine Tante Agrippina in lobender Art und Weise erwähnte, ungeschehen vorüberzog. Doch auch Gracchus mochte ihm augenblicklich verzeihen, brachte die Aussicht, jenes kostbare Kleinod, ob dessen er letztlich diesen Besuch hatte gewagt, endlich in Händen zu halten, sein Herz dazu einige Takte schneller zu schlagen, seinen Atem sich zu beschleunigen. Ein wohliger Schauer durchzog seinen Leib als seine Finger endlich das Holz berührten, über die feinen Linien der Einlegearbeit fuhren, schlussendlich den Deckel anhoben und er der Schriftstücke selbst wurde angesichtig. Hier lag die Wahrheit vor ihm, zum Greifen nahe, der Beweis seiner Liebe, der Beweis Faustus' Liebe, der Garant seiner Erinnerung.
'Geliebter Aton'
, schlug die Grußformel des ersten Briefes in seine Gedanken ein dem Geschosse eines Katapultes gleich, denn nicht nur die Zuneigung und Hingabe, die tiefe Emotion und Verbundenheit, die klandestine Liaison zwischen Hephaistion und Aton wallten in ihm empor, sondern zudem im selben Augenblicke jene Zeit des Verhehlens seiner eigenen Identität, jene Zeit, in welcher die Welt um ihn her war zerbrochen, zerfasert, zerrissen, in welcher er selbst sich hatte nicht nur verloren, sondern letztlich eingebüßt, koinzident mit Faustus' Vertrauen. Erinnerung, ein fader Abglanz der Realität, welcher ebenso wenig lebendig war wie ein Gemälde oder eine Statue, und schöne Worte - dies war alles, was übrig geblieben war von ihrer hehren, reinen Liebe. Von allem, was er in seinem Leben hatte zerstört, war dies das kostbarste gewesen, und um so schmerzlicher wog dieser Verlust. Sorgsam, auf seinem Antlitz eine Maske verlogener Ruhe tragend, legte Gracchus das Schriftstück zurück in das Kästchen, schloss, den übrigen Inhalt keines weiteren Blickes würdigend - denn dies konnte unweigerlich nur dazu führen, dass er seine Contenance würde einbüßen -, den Deckel und zwang ein Lächeln um seine Lippen als er den Blick zurück zu Prisca hob.
"Weder ziehe ich die Unver..sehrtheit des Inhaltes in Zweifel, noch dessen Vollständigkeit, denn wahrlich könnte ich kaum eine Person mir erdenken, in deren Obhut vertrauli'he Objekte ich lieber hätte wissen wollen."
Obgleich Sciurus im Hintergrund sich bereit hielt, das Kästchen seinem Herrn abzunehmen, zeigte Gracchus keinerlei Absicht es allzu schnell wieder aus seinen Händen zu entlassen, hielt es fest als könne es sich jeden Augenblicke in Luft auflösen und doch noch als Trug seiner Erinnerung herausstellen so er den physischen Kontakt dazu verlor.
"Ich möchte dir noch einmal meinen Dank aussprechen, Aurelia."
Gleichwohl drängte es Gracchus danach, jedes Wort, welches er in Händen hielt, sich einzuverleiben, in sich aufzusaugen, darin sich zu baden und zu wiegen, zu vertiefen und zu verlieren bis dass der Nebel der Erinnerung ihn würde umwölken, ihm die Sicht versperren auf die Grausamkeit der Realität - nur einige Stunden, eine Nacht allfällig. Und würde er den Tod der Wahrheit sterben müssen, jeden Morgen auf ein Neues, es würde dies erträglicher ihm sein, als sein Herz zu begraben. Er räusperte sich, ein wenig verlegen über das eigene Drängen, welches die Unruhe der Sehnsucht nun in ihm umhertrieb.
"Ich danke dir ebenso für deine Gastfreundschaft, welche ich indes nicht länger möchte stra..pazieren."