Beiträge von Petronia Arria

    Arria öffnete die Tür und sah, dass ihr Vater gerade mit Iason sprach.


    "Soll ich später wiederkommen, Vater?", fragte sie deswegen, da sie nicht wusste, über was das Gespräch ging und ob er den Sklaven vielleicht gerade zurecht wies oder ähnliches.

    Arria stand nun wieder hier vor der Tür. So wollte sich von ihrem Vater verabschieden, der bestimmt wieder bis spät in die Nacht arbeitete und am Morgen dafür später aufstand.


    Und so klopfte sie einfach an, ohne zu lauschen, ob jemand im Raum war. Sie würde am Morgen abreisen und endlich Imperiosus wiedersehen...

    Arria war überglücklich. Sie konnte nun endlich voll und ganz ihrer Göttin, der Göttin Ceres, dienen. Sie hatte die Prüfung zur Sacerdos gemeistert und war nun hier, um Ceres an dem Fest ihr zu Ehren besonderen Dank zu erweisen, dass sie sie beschützt und geführt hatte.


    Der kleine, tragbare Altar war vor den Tempeln der anderen Götter aufgestellt und eine kleine Skluptur von Ceres stand in der Mitte der Stirnseite. Ebenso stand ein Kohlebecken bereit, um etwas zu opfern. Die ludi cereris konnte sie hier ja nicht abhalten, daher stellte sie zur Abenddämmerung hin nur einige Fackeln auf, die die Suche der Ceres nach ihrer Tochter symbolisierten, war ihr Kult doch größtenteils mit der der Demeter zusammengefallen.


    Stumm opferte sie ihrer Göttin etwas Weihrauch, ehe sie in einem stillen Gebet versank, nachdem sie den Stoff über den Kopf gezogen hatte. Ein großes Fest fand nicht statt, hier in Hispania. Sicherlich, Ceres war eine wichtige Göttin, gewährleistete sie doch das Gedeihen der Feldfrüchte, doch die ludis cereris wurden in Rom abgehalten - und sie, die Sacerdos Cerealis, konnte nicht dabei sein. Inständig bat sie ihre Göttin um Vergebung, dass sie an diesem Fest nicht teilnehmen konnte, versuchte gar nicht erst, Ausreden vorzubringen, obwohl ihr hunderte eingefallen wären.


    Des Weiteren bedankte sie sich dafür, dass Ceres sie immer beschützt hatte, dass sie sie geleitet hatte auf ihrem Weg, der nicht immer leicht, aber meist doch glücklich gewesen war. Eine Bitte, eine Forderung, nein, die wagte sie nicht an die Göttin zu stellen, nur danken wollte sie ihr in diesem Moment. Danken für die Liebe zu Imperiosus, danken für die Ehre, ihre Priesterin zu sein. Danken dafür, dass sie überhaupt am Leben war und ihrer Mutter nicht in den Tod gefolgt war.


    Nachdem sie ihr Gebet beendet hatte, wandte sie sich nach rechts und verneigte sich andeutungsweise, ehe sie zurücktrat. Stumm half sie den Gläubigen, ihre Gaben zu opfern und ihre Gebete zu sprechen, ehe sie mit allen zusammen noch ein letztes Gebet sprach.


    Dies war sicherlich keine gewöhnliche Zeremonie an den Cerealia, aber es war auch keine gewöhnliche Göttin. Es war etwas besonderes und ohne Cerestempel und ludis cereris war es kaum möglich, ein angemessenes Fest zu veranstalten...


    Gegen Mitternacht erloschen die Fackeln und die Menschen zerstreuten sich, während Arria noch den Altar zurück brachte, die kleine Figur wieder sorgfältig einpackte und das Opferbecken verstaute. Von innerer Ruhe und Glück erfüllt, verließ sie schließlich müde den Tempelbezirk...

    Arria lächelte und nickte leicht. Sie prägte sich auch dies wieder ein, ehe Valeria wie immer vorbildlich antwortete. Der Unterricht ging weiter und als Arria langsam Hunger bekam, bat sie darum, dass die Sitzung für den Moment geschlossen wurde.


    Jeden Tag trafen sich die Pontifex und die beiden Popae nun, damit die Schülerinnen möglichst schnell ihre Prüfung zur Sacerdos abzulegen.


    Und tatsächlich: Schneller als irgendjemand von ihnen dreien es gedacht hätte, waren all die praktischen Übungen, all das Lernen Vergangenheit, denn Decima Valeria und Petronia Arria waren stolze Sacerdotes der von ihnen gewählten Gottheiten.



    Sim-Off:

    Ich hoffe, das geht so in Ordnung...

    Arria lächelte Andraste an und überging einfach ihr Verhalten, denn sie war es inzwischen gewohnt, dass die junge Keltin sich in Gegenwart anderer wie eine kleine, verschüchterte Sklavin verhielt.


    "Das ist Andraste", wandte sich die fast noch jüngere Herrin an ihre Besucherin. "Vater brachte sie von seiner Romreise mit und sie ist meine Leibsklavin." Leicht schüttelte sie den Kopf bei dem Wort Sklavin, denn viel lieber wollte sie die Keltin als ihre Freundin und Vertraute ansehen. Da sie aber nicht wusste, was Helena von Sklavenhaltung hielt, war sie lieber vorsichtig.


    "Willst du uns nicht ein wenig vorspielen, Andraste? Das hilft Helena sicherlich, sich zu entspannen", lächelte Arria freundlich.

    Arria lächelte Helena an und nickte.


    "Natürlich komme ich wieder. Ich werde mich doch in der Anwesenheit meiner Familie verloben und nicht weit weg von ihr", zwinkerte sie. "Und ich wäre sehr glücklich, wenn du uns trauen könntest. Ich denke, Imperiosus wird mir diesen Wunsch nicht abschlagen", meinte sie, als es klopfte und sie aufblickte. Das zaghafte, sanfte Klopfen erinnerte sie stark an Andraste und so rief sie ein "komm nur herein", da sie fest annahm, die Sklavin vor der Tür vorzufinden.

    Arria lächelte und legte ihre Hände in den Schoss, dann zuckte sie mit den Schultern.


    "Ich weiß es nicht, Helena. Wir werden irgendwann heiraten und dann möchte ich bei ihm bleiben. Aber ich werde oft zu Besuch kommen. Hier lebt meine Familie und meine Freunde", erwiderte sie schließlich.

    Es gibt auch Mailanbieter, die keine Mails über Dritte erlauben.


    Ich weiß nicht genau, ob das hier im Forum auch so ist, aber bei den wbblites ist es so, dass der Server die E-Mail nicht unter "seinem" Namen sondern unter dem eingetragenen verschickt. Die Kennung hinter der Mail ist also nicht die von einem Mailserver. Und manche Mailanbieter blocken solche Mails automatisch...

    Arria schüttelte leicht den Kopf.


    "Du hast sicherlich tausend andere Dinge im Kopf, Helena, das macht doch nichts. Und bis ich abreise, helfe ich dir gerne mit allen Vorbereitungen", versprach sie und lächelte ebenso zaghaft und aufmunternd.

    Arria löste sich wieder von ihr, zog sich den Stuhl näher zur Freundin und sah sie nachdenklich an. "Ich weiß nicht. Imperiosus wartet auf mich und bald findet das Fest statt, bei dem ich helfen soll..."

    Arrias Blick wandelte sich sofort in einen schockierten, dann erhob sie sich wortlos und schloss die Freundin in die Arme, drückte sie sanft an sich. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Den Tod ihrer Mutter hatte sie nicht miterlebt und Imperiosus war nach wie vor am Leben. Sie wusste nicht, wie sich Helena jetzt fühlte, aber sie wollte für die Freundin da sein.

    Arria schenkte ihr einen Becher ein und reichte ihn Helena.


    "Mir geht es gut. Ich werde bald nach Rom zu Imperiosus reisen. Wie könnte ich mich da schlecht fühlen?", zwinkerte sie. "Und wie geht es dir?"

    Arria lächelte Helena an, trat zu ihr und umarmte sie erst einmal, ehe sie ihr einen Stuhl anbot.


    Die Sklavin hatte sich mittlerweile entfernt, kam aber mit einem Krug verdünnten Wein und zwei Bechern wieder.


    "Danke", lächelte Arria die Sklavin an, als diese auch schon wieder verschwand und die Tür hinter sich schloss. Die junge Frau ließ sich wieder nieder und strahlte Helena an. "Sag, was führt dich zu mir?"

    Arria saß gerade über einer Schriftrolle und las gemütlich in einem Korbsessel am Fenster sitzen, als es klopfte. Wer mochte das wohl sein? Sie zuckte leicht mit den Schultern und rief ein deutliches "herein". Die Tür öffnete sich und die Sklavin trat ein.


    "Rediviva Helena ist hier und möchte dich sprechen, Herrin", sprach die Sklavin.


    Arria setzte sich sofort auf und ein freudiges Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht.


    "Helena sagst du? Bring sie zu mir!", antwortete sie.

    Arria nickte und lächelte dann, als sie antwortete. Wenn sie an unblutige Opfer dachte, musste sie immer an Imperiosus denken.


    "Bei den unblutigen Opfern sind verschiedene Dinge zu beachten. Zuerst einmal muss die Aufmerksamkeit des Gottes durch eine Opfergabe auf sich aufmerksam machen. Das kann beispielsweise etwas Getreide oder Wein sein, Weihrauch oder auch Trauben, die in einem Kohlebecken verbrannt werden. Anschließend tritt man an die Statue oder das Bildnis heran und zieht den Stoff der Kleidung über den Kopf, so dass man sich besser sammeln kann und keine Bewegungen und Bilder mehr stören. Dann spricht man das Gebet aus und blickt abschließend nach rechts."