Beiträge von Marcus Petronius Crispus

    Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus


    "Eine monatliche Zahlung? Ich war eher von einer einmaligen Zahlung ausgegangen. Engagement für die Stadt - auch finanzieller Natur - verstehen sich natürlich von selbst..."


    Wenn er monatlich mehr zahlen musste, dann hatte das ja wenig mit Steuervergünstigungen zu tun, die es in anderen Städten gab. Vielmehr musste er monatlich eine Menge zahlen und zusätzlich auch noch bei den Hauptausgaben der Stadt beteiligt werden...da musste er sich die Sache fast noch einmal überlegen...


    Sim-Off:

    hüstl

    Marser? Diese Mission wurde komplizierter! Glücklicherweise hatte Tribun Octavius Verstärkungen gebracht!


    Verwirrt verfolgte der Centurio, wie die Auxiliar-Soldate alles mit Reatinus klärten. Als dann alle durcheinander redeten, riss er das Wort wieder an sich.


    "Ruhe! Wir werden folgendermaßen vorgehen: Die Turmae machen sich auf die Suche nach ihrem verschollenen Decurio am Ort des Verschwindens. Die Centuriae werden gemeinsam mit dem frischen Nachschub weiter nach den Banditen suchen - wenn wir ihr Lager finden, finden wir möglicherweise auch ihn.


    Noch -"


    Gerade wollte er fragen, ob es Fragen gäbe, als ein Pferd ins Lager geprescht kam und der Reiter zu ihnen durchgelassen wurde. Er hörte etwas wie 'Lager der Banditen'. War die Sache bereits aufgeklärt?


    "Was hast du für Nachrichten, Soldat?"


    fragte der Petronier daher den Boten des Cupidus.


    Crispus nahm das Gesetz, das er bereits kannte. Es war ziemlich lang und ziemlich nichtssagend. Im Prinzip hielt es fest, was der römisch-provinziale Usus war. Aber das war ja bei Gesetzen meistens so...


    "Eine monatliche Zahlung? Ich war eher von einer einmaligen Zahlung ausgegangen. Engagement für die Stadt - auch finanzieller Natur - verstehen sich natürlich von selbst..."


    Wenn er monatlich mehr zahlen musste, dann hatte das ja wenig mit Steuervergünstigungen zu tun, die es in anderen Städten gab. Vielmehr musste er monatlich eine Menge zahlen und zusätzlich auch noch bei den Hauptausgaben der Stadt beteiligt werden...da musste er sich die Sache fast noch einmal überlegen...

    Crispus legte den Kopf schief. Sein Legatus dachte doch vernünftiger, als er gedacht hatte.


    "Hast Du möglicherweise bereits Kontakte? Solche solltest Du in jedem Fall in dieser Zeit intensiv pflegen, möglicherweise vertiefen. Man muss ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen."

    Zitat

    Original von Servius Artorius Reatinus
    Fragen über Fragen, dachte sich Reatinus, als er pausenlos mit eben jenen bombardiert wurde. Zuerst wandte er sich also an Eburnus, der ihm seine Germanisch-Kenntnisse anbot. Das kam gerade recht, man musste diesem... Barbaren... hier ja klar machen, was man von ihm wollte.
    "Sehr gut, wenn du germanisch sprichst, wäre uns das sehr behilflich!", bejahte der Optio.


    Danach wandte er sich Merowech zu. Keine lange Sache. "Es ist dir erlaubt, Eques. Abite! Du wirst den Suchtrupp dann zu der Stelle führen!", erlaubte er dem Reiter nickend, wegzutreten.


    So, damit waren zwei von drei Angelegenheiten aus dem Weg geräumt. Nun konnte sich Reatinus des Atiers annehmen, der schon das Wichtigste Thema ansprach. "Ich kann ihn jederzeit aufstellen, Vexillarius! Wir haben einige Männer hier, die wir entsenden können! Bei Bedarf führe ich den Trupp an! Vorrausgesetzt, der Centurio hat keine anderen Pläne!". Erneut blickte Reatinus fragend zu Crispus.


    Gerade hatte Crispus seinem Ärger, dass niemand es für nötig hielt, den Oberbefehlshaber über die Neuigkeiten in Kenntnis zu setzen, Luft machen wollen, als er gestört wurde: Der Tesserarius kam herbei und stellte ihm Fragen wegen der Erweiterung des Lagers. Der Petronier wimmelte seinen Wachoffizier schnellstmöglich ab, doch bis dahin waren die Reiter und Reatinus bereits verschwunden.


    Als er sie wiederfand, führte man einen Germanen in Kriegsbemalung gerade ins Versorgungszelt. Was war hier überhaupt los?


    Er wandte sich an die noch immer umherstehende Gruppe. Verärgert blickte er in die Gesichter der Anwesenden und mit wütender, wenn auch leiser Stimme fragte er


    "Kann mir jetzt vielleicht irgendjemand eine anständige Meldung machen? Ich bin hier immerhin der Verantwortliche!"

    Crispus lächelte Heila an und nahm sie in den Arm. Dann erwiderte er ihren Kuss ebenso zärtlich. Er war doch zu Hause! Das Lager war er gewohnt, aber hier erwartete man ihn, seine Freundin kochte ihm etwas zu essen, sein Sohn schlummerte zwischen Fellen. Wie groß er geworden war!


    "Ich hab' keine Probati. Bei mir dienen nur richtige Soldaten!"


    verbesserte er sie. Obwohl er seit einiger Zeit schon die erste Kohorte kommandierte, kannte sich Heila noch nicht sonderlich gut aus - kein Wunder eigentlich. Immerhin sprach er mit ihr kaum über den Dienst - dafür war ihm die Zeit viel zu kostbar. Abgesehen davon war Kriegshandwerk Männerhandwerk!


    "Was gibt's denn?"


    Eigentlich hatte er im Castellum bereits ein Stück Brot hinuntergeschlungen, aber Heilas Kochkünste veranlassten ihn öfter dazu, ein zweites Abendessen zu sich zu nehmen.


    Er ließ Heila los und beugte sich hinunter zu seinem Sohn.


    "Na wie geht's denn dem kleinen Lucius?"


    Einen Augenblick überlegte er, ob er den Kleinen auf den Arm nehmen sollte. Dann beschloss er jedoch, ihn schlafen zu lassen und sich lieber seiner Frau zuzuwenden.

    Crispus war ebenfalls erschienen, um den Männern nachzusehen. Er hatte einige davon selbst ausgebildet und es erfüllte ihn mit Stolz, zuzusehen, wie sie abmarschierten nach Rom zu den Prätorianern, den Beschützern des neuen Kaisers. Gleichzeitig schmerzte es ihn jedoch auch. Diese guten Männer würde er wahrscheinlich nie wieder sehen. Sie würden in Rom zu kleinen Geheimpolizisten verkommen, ihr Potential niemals voll zu Tragen kommen - zumindest nicht, wenn der neue Kaiser auch so sorgsam mit ihnen umgehen würde. Andererseits waren die Prätorianer ein hervorragendes Karriere-Sprungbrett. Eigentlich hatten sie es verdient. Wieso war er dann eigentlich so traurig?


    Langsam wandte er sich ab. Fast wären seine Augen feucht geworden. Valerian...an diesen Burschen erinnerte er sich sogar noch!

    Der alte Primus Pilus hatte natürlich schon gehört, dass der Caesar ein wenig kränkelte. Den Bericht der Acta hatte er allerdings nicht gelesen. Von dem Tribun neben ihm ließ er sich die entsprechenden Passagen zeigen. Tatsächlich konnte er Alienus zustimmen. Sein kleines Planspiel, das er gestern in der Regia durchgegangen war, war nicht vergessen. Es konnte durchaus lukrativ sein, diese Sache anzupacken. Vielleicht würde Lucianus ihn dann zu seinem Vertrauten machen...wenn er das nicht ohnehin bereits war. Andererseits kam ihm plötzlich, dass auch sein Patron eine Menge Männer unter seinem Kommando hatte und ebenfalls Kaiser werden konnte! Wobei er bei seinem Patron sicher nicht zu den wichtigsten Leuten in seinem Umgebung gehörte...


    "Ich kann mich Terentius nur anschließen, Legatus! Dieser Vescularius hat zwar ebenfalls einige Legionen, aber ich gehe davon aus, dass wir schneller in Rom sind. Zumindest, wenn der Caesar ihn nicht mitnimmt.


    Ich glaube aber, dass derjenige der drei der neue Augustus wird, der zuerst die übrigen Legionskommandeure für sich gewinnt. Gemeinsam mit den Truppen in Britannia wären wir wohl kaum schlagbar, da sich wohl kaum alle anderen Kommandeure gegen dich verbünden werden. Diese Senatoren sind doch sowieso alle irgendwie immer miteinander im Streit.


    Ich würde dir überallhin folgen, zu jedwedem Ende. Ich denke, die Männer ebenso. Ich würde es aber davon abhängig machen, wie ich mich mit den anderen Statthaltern verstehe. Die von Asia, Syria und Illyricum wären wichtig.


    Es ist natürlich ein heißes Spiel: Du kannst alles gewinnen oder du kannst alles verlieren."


    Sofort dachte er daran, wie er seinen Hals möglicherweise aus der Schlinge ziehen konnte. Natürlich: Er würde in jedem Fall nur Befehle ausgeführt haben. Lucianus würde Hochverrat begehen...oder aber der strahlende Sieger sein? Praefectus Praetorio Petronius...das klang doch nach was!


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    Medicus Lucius Cassius Agrippinus
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    Zitat

    Original von Tiberius Iulius Drusus
    Drusus nickte. "Gut dann gehen wir." Auch der Iulier warf noch einen kurzen Blick auf den in der Tat wie ein Schlachtopfer daliegenden Lupus und schüttelte angewidert von der Brutalität mit der die Legionäre der ersten Centurie vorgegangen waren den Kopf. Er verstand das Ganze einfach nicht und würde es auch nie verstehen. Dabei war der Terentier erst Probatus...


    Dann verließ Drusus das Valetudinarium der Legion wieder, in Richtung der Unterkunft seines Centurios. Der Iulier ging davon aus, dass der Artorier sich inzwischen dort eingefunden hatte um weiter dem Tagesgeschäft nachzugehen...


    Agrippinus war völlig perplex über den Ansturm im Valetudinarium. Das war nun wirklich zu viel. Mit einem Wink scheuchte er die Männer heraus.


    "Der Verletzte braucht Ruhe, meine Herren!"


    Dann dachte er daran, dass der Centurio sicher wissen wollte, was mit seinem Probatus war.


    "Der Probatus wird übrigens noch ein paar Tage hier bleiben müssen."


    Dann ließ er Lupus auf eine Trage legen und in eines der Krankenzimmer abtransportieren.

    Crispus stand schweigend da. Dass alles in diesem Raum bleiben würde, war tatsächlich eine gute Sache. Daher nickte er leicht, um seine Zustimmung kundzutun.


    Nun fragte er sich, was konkret zu besprechen war. Die Legion war eingeschworen, im Prinzip schien dem Primus Pilus alles klar...

    Den Aushang lesend hatte Crispus beschlossen, zu erscheinen und sich zu informieren. Das letzte Mal hatte der Duumvir ihn ja nicht sonderlich überzeugt, aber offensichtlich hatte er sich jetzt abgesprochen. Also erschien er erneut.


    Von Behörden kannte man das ja, dass alles etwas länger dauerte...

    Crispus hatte keine Ahnung, was der Legat jetzt von ihnen wollte, aber er ging davon aus, dass es sich um eine ganz normale Stabsbesprechung handelte. Als er eintrat, waren bereits alle da - zumindest schien es ihm so.


    Er blickte sich um und grüßte Lucianus und die anderen militärisch.


    "Salvete!"


    Dann mischte er sich unter die anderen und harrte der kommenden Dinge.

    Crispus lauschte den Worten des Legatus, die tatsächlich das übliche, martialische Geschwafel von Offizieren waren - Floskeln, die er selbst täglich verwendete. Dann wurde jedoch zum Abtreten befohlen, was der Primus Pilus sofort an die Legion weitergab.


    Er trat an die Brüstung des Tribunals und brüllte


    "Legio II Germanica, abite!"


    Dann wandte er sich ab und während er die Treppe hinab stieg, hörte er, wie sein Befehl von zahlreichen Centurionen aufgenommen und weitergetragen wurde. Er selbst machte sich auf den Weg in die Principia zur Besprechung.


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    Medicus Lucius Cassius Agrippinus
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    Agrippinus nahm die Zäpfchen entgegen. Glücklicherweise war Lupus bewusstlos, als der Medicus die Zäpfchen in die beiden geschwollenen und heftig blutenden Nasenlöcher rammte. Wäre der Terentier wach gewesen, hätte er zweifelsohne wie am Spieß geschrieen.


    So war die Blutung jedoch vorerst gestoppt, auch wenn vorerst möglicherweise ein wenig Blut, das den Hals hinablief erbrochen werden musste. Aus diesem Grund legte man den Probatus in eine Art "stabile Seitenlage".

    Petronius Crispus hatte einen kleinen Ausflug in die Stadt gemacht und tatsächlich eine wunderbare Töpferarbeit für seine Freundin gefunden. Ihr Vater war zwar auch Töpfer, aber in Borbetomagus produzierte man Schalen mit lustigen Germanen-Gesichtern drauf. Das würde Sigubald ja vielleicht etwas inspirieren...


    Als er aus der Stadt herauskam, stockte ihm der Atem. Die Besatzung war schon wieder größer geworden und überall liefen Equites und bepackte Tiere auf und ab. Rasch eilte er zu Reatinus und fixierte ihn unangenehm überrascht.


    "Was soll das hier? Wer sind die?"


    Dann sah er den Eques Duccius an, jedoch sofort darauf wieder zu seinem Optio. Wieso hatte ihm eigentlich keiner etwas gesagt?

    Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus
    Ja, dieses Papyrus hatte Crispus schon vor geraumer Zeit als Aushang gelesen. Offensichtlich hatte Mogontiacum noch keine neue Regelung erlassen - schade!


    "Heißt das, dass noch nicht klar ist, an welche Voraussetzungen der Ordo Decurionum in Mogontiacum gebunden ist?"


    fragte er jedoch sicherheitshalber nach.


    Offensichtlich war der Duumvir zu beschäftigt, um sich weiter mit Crispus abzugeben. Daher erhob er sich und verabschiedete sich mit einem


    "Vale!"


    von Capitolinus. Dann verließ er das Officium und die Curia, um sich zurück zum Castellum zu begeben. Er würde heute Abend noch eine Centurionen-Konferenz einberufen müssen!

    [Blockierte Grafik: http://img175.imageshack.us/img175/3885/priestervj9.jpg| Marcus Valerius Iovius


    Das Opfer hielt dem kritischen Blick des Sacerdos stand. Zwar war eine der Nieren an einer Seite etwas angegriffen, aber für militärische Verhältnisse konnte man dies durchaus noch als gelungenes Opfer durchgehen lassen. Daher nickte er Lucianus zu und verkündete dann laut, sodass man es mindestens die ersten zwei Kohorten weit hören konnte


    "Litaatio!"


    Damit zog er die Hände aus der Schale und ließ sie sich von einem anderen Opferdiener mit klarem Wasser reinigen. Das Ziegenfleisch würde Iovius heute Abend an seine Kameraden verkaufen und für das Geld auf den guten Iulianus trinken.





    SACERDOS - LEGIO II GERMANICA

    | Marcus Paterculus Culter

    Zitat

    Original von Marcus Terentius Lupus
    Zwischen den Zähnen zischend gab Lupus zur Antwort,
    Jawohl,...besonders jetzt! Lupus hatte den Eindruck der Medicus würde ihn partiell bei lebendigem Leib häuten,...da aber seine Kameraden um ihn herum standen, sogar der Optio, wollöte er sich keine Blöße geben.


    Rasch hatte Culter die Kühlpackungen aus der Valetudinariumseigenen Zisterne geholt und platzierte sie grob auf die Stirn und geschwollene Bereiche des Verwundeten. Gleichzeitig antwortete er Drusus knapp.


    "Hm, recht bescheiden, würd' ich sagen. Hoffen wir, dass die Nase nicht so krumm bleibt."


    Unterdessen schüttelte der Arzt den Kopf und murmelte etwas von gebrochener Nase. Paterculus wusste selbstverständlich sofort bescheid und holte zwei kleine, zäpfchenartige Verbandsstücke.





    CAPSARIUS - LEGIO II GERMANICA