Beiträge von Manius Tiberius Durus

    Als Calena die Augen öffnete, war sich der Tiberier anfangs nicht sicher, ob sie nicht in einer Art Fieberwahn war, so seltsam sah sie sich um. Dann jedoch schien sie sich zu fangen und Durus atmete auf - zumindest war sie wieder ansprechbar! Dann jedoch schien sich wieder Angst und Scham in ihre Gefühlswelt zu mischen und wieder einmal entschuldigte sie sich (Durus hatte das Gefühl, dass Entschuldigungen die einzigen Äußerungen waren, die er heute von Calena gehört hatte - offensichtlich war sie sehr verunsichert). Einen Augenblick spielte er mit dem Gedanken, sie deswegen zurechtzuweisen - immerhin hatte sie nichts verbrochen! - doch dann fragte sie nach Crista.


    "Ihr geht es gut."


    antwortete der Pontifex mit größtmöglicher Zuversicht in der Stimme, obwohl er keine Ahnung hatte, wie es um die Sklavin stand - es würde in jedem Fall nichts helfen, wenn sich Calena auch noch um sie Sorgen machte.


    "Beruhige dich! Alles ist unter Kontrolle!"


    versuchte er ihre Erklärungsversuche abzuwehren, wobei er möglichst viel Ruhe und Freundlichkeit in die Stimme legte.

    Da der Ostteil der Villa Tiberia eingestürzt war, war man gezwungen gewesen, einen neuen Eingang für die Besucher des Hauses zu verwenden. Als diesen hatte man den Seiteneingang gewählt, weshalb der dahinter liegende Hof leergeräumt worden war und außerdem besonders sauber gehalten wurde. Nun gelangte man über einen Flur ins Peristyl. In diesem ursprünglichen Privatbereich war das große Triclinium zum Empfangssaal umgeräumt worden.


    Sim-Off:

    Bitte bis zur Fertigstellung der Renovierung hier anklopfen!

    An der Stelle, an der früher das eindrucksvolle Portal der Villa Tiberia gelegen hatte, waren nach dem Brand nichts als Trümmer übrig: Die Decke war hinabgestürzt und hatte die Wände teilweise eingerissen und überall rußgeschwärzt. Nur an wenigen Stellen ließ sich noch erahnen, dass das Innere des Vestibulums einst bemahlt gewesen sein musste.


    Besucher konnten die Villa jedenfalls nicht von dieser Seite aus betreten, sondern mussten um das Gebäude herum zum Nebeneingang gehen.


    Sim-Off:

    Bitte diesen Thread bis zur Renovierung nicht mehr benutzen, sondern zum Nebeneingang gehen!

    Durus war den Sklaven in das Zimmer von Arvinia gefolgt und sich etwas im Hintergrund gehalten - von diesen Dingen verstand er ohnehin nichts! Noch immer zeichneten sich Sorgenfalten auf seine Stirn, denn dieses Gefühl, nichts tun zu können, störte ihn massiv. Als Arvinia ihn anwies, bei Calena zu bleiben, nickte er fahrig und trat an das Bett, in dem die Caecilierin gerade ihre Augen aufschlug. Sie wirkte verwirrt und noch immer wirkte sie ein wenig seltsam mit dem Blut auf der Kleidung.


    "Caecilia, hörst du mich?"


    fragte er, da er sich erinnerte, dass Medici bewusstlose Menschen immer zuerst zurückholen wollten.

    Zitat

    Original von Mercatio
    Mercatio beobachtete mit einiger Zufriedenheit wie die Flammen langsam zurückwichen, endlich hatten sie es unter Kontrolle bekommen. Sofort wurden Vigile abgestellt die die Einwohner hindern sollten ins Haus zu stürzen, da immernoch überall Gefahren lauerten. Die Vigile wusste das, schon oft hatte das Feuer sie auf seine erbarmungslose Art gelehrt das es nie ganz vorbei war bevor jeder Dampf verzogen war ...


    Die Vigile begannen die Aschehaufen, die bereits gelöscht worden waren, langsam und vorsichtig abzutragen, kamen dabei Flammen zum Vorschein wurden sie erneut mit Eimern und Spritzen bekämpft.
    Mercatio näherte sich indess dem Hausherren falls dieser noch etwas zu sagen hatte, leider war der Tribun nicht da ... den sonst hätte dieser das getan ...


    Durus sah, dass das Feuer sich langsam ein wenig beruhigte, andererseits hatte es niemand gewagt, an den Vigiles vorbei zurück ins Haus zu stürzen, weshalb auch keiner nach den Masken gesehen hatte. Langsam murmelte er


    "Stata Mater, ich gelobe dir einen Altar, wenn du die Masken unserer Ahnen vor den Flammen bewahrst."


    Vielleicht würde es etwas helfen - vielleicht nicht. In jedem Fall war es das einzige, was er wirklich tun konnte. Er erblickte den Optio, der sich ihm näherte und offenbar darauf wartete, Anweisungen oder Ähnliches zu bekommen.


    "Wir haben die Wachsmasken unserer Ahnen in den Keller geräumt - kann ich nachsehen, ob sie unbeschadet sind?"


    Vielleicht war es das beste, wenn er diese Angelegenheit selbst in die Hand nahm.

    Durus war sich nicht sicher, ob Quarto den Würfelbecher registriert hatte, nach einigem Warten beschloss er jedoch, dass er sich wohl enthalten wollte und ließ den Becher an Macer weitergehen. Dann wandte er sich der Debatte zu: Es ging erneut um die Frage der Angemessenheit von Verbindungen und noch immer ging es nur um Männer. Wenn der Tiberier sich etwa mit Macer verglich, musste er feststellen, dass er nicht klar sagen konnte, wer die bessere Partie war: Er selbst war Patrizier und Praetorier, dafür hatte Macer bereits militärische Erfolge und eine Statthalterschaft zu verbuchen. Nun, im Grunde war es gleich, da er nicht vorhatte, mit dem Purgitier um eine Frau zu konkurrieren.


    Vielmehr fragte sich der Tiberier gerade, wie eng eine verwandtschaftliche Bindung zu einem Senator notwendig war, dass er eine Frau als seiner würdig erachtete - genügte eine Cousine? Oder musste sie schon im Senatorenpurpur geboren sein?

    Corvinus sprach das aus, was Durus ebenfalls im Kopf herumgeisterte: Vescularius schadete Valerianus und es blieb nur zu hoffen, dass Quartos Einfluss stärker war. Die Informationen waren spärlich und Durus beschloss, ebenfalls Klienten dazu einzusetzen, mehr über diesen Salinator herauszufinden.


    "Einerseits halte ich Quarto für einflussreichen, andererseits haben sich die beiden Brüder sehr lange nicht gesehen, bevor Valerianus Kaiser geworden ist. Ich finde es erstaunlich, dass er diesen Salinator und nicht seinen Bruder zum Praefectus Urbi und damit Stellvertreter im Falle seiner Abwesenheit gemacht hat. Ich denke, im Falle einer Regierungsunfähigkeit des Kaisers würde es zu einem offenen Machtkampf zwischen den beiden kommen.


    Quarto mag ein Consulat an das andere reihen, doch ich befürchte, dass die Cohortes Urbanae in einem solchen Kampf mehr Wert besitzen als Ansehen und Freundschaften zur Elite."

    Etwas verwirrt blickte Durus hin und her. Heute hatte Avarus ihn tatsächlich auf dem falschen Fuß erwischt - der Tiberier war ein wenig fahrig und unsorgfältig beim Zuhören wie beim Formulieren. Vielleicht hätte er doch lieber zu Hause bleiben sollen...andererseits - er durfte das Feld nicht diesen Frevlern überlassen! Trotz allem konnte der Pontifex dem Germanicer nicht so recht folgen und fühlte sich missverstanden, weshalb er erneut nicht darauf einging.


    "Ich bin der Meinung, man sollte den Weiterverkauf der Lager dennoch explizit erwähnen - sie sind bisher nicht geregelt und könnten Anlass zu Rechtsstreitigkeiten bieten."


    Inständig hoffte Durus, dass diese Sitzung rasch zuende ging, sodass er nicht noch weitere Verbal-Niederlagen entgegennehmen musste. Heute machte er eindeutig keine gute Figur!

    Der Flamen deutete eine Verneigung an (was bei einem römischen Bürger schon viel war!) und setzte dann eine nachdenkliche Miene auf. Langsam ging sein Blick über die Runde, jeden schien er eindringlich zu mustern, dann blieb er bei Curiatius Fistus stehen.


    "Warum nicht Curiatius Fistus?"


    Natürlich dauerte es nicht sehr lange, ehe wieder einer der Pontifices sich einmischte und seinen alten Kandidaten, wenn er schon nicht Rex Sacrorum werden konnte, doch zumindest ein Flaminat bekommen konnte, vorzuschlagen.


    "Caius Sestius Gallius wäre ebenfalls ein geeigneter Kandidat, Pontifex Maximus! Hier wäre es auch nicht problematisch, dass er bereits geschieden ist!"


    Durus blickte zu Boden und stützte seinen Kopf auf den erhobenen Arm - diese Debatte konnte wirklich heiter werden, wenn bereits die eher unbeliebten Ämter wie Flaminate und der Posten des Opferkönigs so heiß umkämpft waren! Nunja, zumindest würde er so etwas wohl kein zweites Mal erleben, denn der Flamen Quirinalis war noch relativ jung, Curiatius Fistus würde es wohl ebenfalls noch eine ganze Zeit lang machen - wenn es nur nicht Sestius Gallius wurde!

    Einen Moment wusste Durus nicht, was der zweite Germanicus im Senat (einer von den beiden, die nach Durus' Meinung zu viele waren) wollte. Offensichtlich erkannte er keine rhetorischen Fragen - doch was sollte man von einem ehemaligen Optio erwarten, der in seiner Kindheit sogar Zimmermann gewesen war? Was sich Durus natürlich nicht gemerkt hatte, war, dass er sich bei seinem Satz ein wenig verhaspelt hatte und ein entscheidendes Verb vergessen hatte.


    "Sehr komisch, Germanicus. Die Frage ist, warum man es ihm erlauben sollte!"


    meinte er daher säuerlich und ärgerte sich wieder einmal, dass manche Leute einfach keine Manieren hatten und nichts von Ehrfurcht vor Alter und Erfahrung wissen wollten.


    Dann blickte er ins Plenum, ob es nicht jemanden gab, der eine qualifizierte Bemerkung abgab.

    Während die Vigiles seinem Tipp nachkamen, zwang Durus sich dazu, wieder etwas mehr zur Ruhe zu kommen. Unter Aufbietung aller Kräfte versuchte er eine Bestandsaufnahme zu machen, sich immer wieder an Zenons Forderung nach einer stoischen Haltung ermahnend. Sein Haus brannte, vieles war zweifelsohne verloren - doch letztendlich würde es nichts ändern, wenn er sich darüber aufregte! Er musste einen kühlen Kopf bewahren!


    Noch einmal blickte er sich um: Arvinia war da, Albina war da, Iuvenalis? Nein, Iuvenalis lebte ja nicht mehr! Dolabella? Ja, er schien ebenfalls in Ohnmacht gefallen zu sein - wahrscheinlich war der Verlust seiner Villa Rustica, seines Bruders und nun seines neuen Heims tatsächlich zu viel für ihn. Doch für ihn konnte er auch nichts tun - er wurde ohnehin bereits versorgt! Dann zu den Sachgütern: Es liefen eine ganze Menge Sklaven herum, die ihm bekannt vorkamen, einige konnte er sicher seinem Haushalt zuordnen. Doch eine derartige Bestandsaufnahme oblag wohl besser dem Maiordomus, der sich hier genauer auskannte. Die im Atrium gelagerten Güter waren achtlos auf einen Haufen auf der Straße geworfen worden - und die Wachsmasken der Ahnen? Er hatte sie in den Keller - aber hatten sie der großen Hitze standgehalten? Plötzlich erhob sich eine erneute Panikwelle in seinem Inneren. Er lief zum nächstbesten Vigilen oder Stadtcohortianer und packte ihn


    "Die Totenmasken meiner Ahnen sind noch im Keller! Sie müssen gerettet werden!"


    Die Männer, die sich von einem Balkon abhangelten (bzw. sprangen) registrierte er überhaupt nicht.

    Sim-Off:

    Ups, da hab ich wohl was übersehen...


    Durus wurde völlig mit diesem Aufruf überrascht (er war gerade in ein kleines Privatgespräch mit seinem Sitznachbarn vertieft gewesen), sodass er seine Gedanken eine ganze Zeit lang ordnen musste und gerade als er sich erheben wollte, stand Germanicus Avarus, sein heißgehasster Feind, auf und stellte einen eigenen Vorschlag zur Diskussion, den Durus natürlich aus Prinzip kategorisch ablehnen musste. Zusätzlich ärgerte er sich natürlich, dass man ihm einfach so schnell das Heft aus der Hand nahm!


    Dieser Affront ließ den Verstand des Tiberiers auf Hochtouren laufen und kaum hatte Avarus geendet, erhob auch er sich.


    "Ich möchte meinen alten Antrag gern verteidigen: Warum sollte jemand, der keine Konzession für einen Betrieb besitzt, die Erzeugnisse weiterzuverkaufen? Ich bin dagegen, dies für drei oder einen Monat oder einen Tag zu gestatten. Das verringert die Übersichtlichkeit für die Aedilen und ist meines Erachtens unnötig. Spenden oder Geschenke sind ebenfalls in dem neuen Gesetz nicht erwähnenswert - es ist auch jetzt schon gestattet, konzessionslos Waren zu verschenken oder zu spenden.


    Natürlich könnte man an meiner Vorlage beim Absatz I den zweiten Satz weglassen."


    Dass man die Frist verlängern konnte, in der der Betrieb veräußert werden durfte, war einsichtig, doch selbstverständlich fiel es Durus im Traum nicht ein, darauf einzugehen, wenn sein Erzfeind etwas vorschlug - es würde sicher von irgendjemand anderem aufgegriffen werden, sodass er dann jemand anderem zustimmen konnte.

    Offensichtlich gedachte Corvinus nicht, diese Angelegenheit zu vertiefen. Daher beschloss auch Durus, dass es wohl nicht unbedingt notwendig war, weiter darüber zu reden und seinen Kopf und Kragen zu riskieren. Andererseits ärgerte ihn dieser Kerl schon ziemlich...vielleicht war es interessant, mehr über ihn herauszufinden...


    "Aurelius, Du bist doch der Auctor der Acta Diurna. Weißt du möglicherweise mehr über diesen Mann? Er war bisher immer eher zurückhaltend, wie mir schien."

    Arvinia gefiel die Idee und Philogena auch - damit war das Problem gelöst und der Tiberier wartete, bis die Damen den Raum verlassen hatten. Unterdessen begann Corvinus bereits wieder sein Gespräch - offensichtlich hatte er ein paar potentielle Gattinen im Angebot (zumindest vermutete Durus das angesichts des Beharrens auf dieses Thema).


    Offensichtlich war jedoch niemand gewillt mit dem Würfeln zu beginnen, sodass Durus seine Hand schließlich zurückzog und selbst würfelte. Die beiden Würfel fielen auf den Tisch, rollten und blieben endlich liegen. Als Durus sich ein wenig vorbeugte und das Ergebnis erkannte, nickte er zufrieden: Die oberen Flächen zeigten einmal V und einmal III. Dann reichte er die beiden Würfel an seinen Liegen-Nachbarn Aelius Quarto weiter.

    Noch ehe Arvinia reagieren konnte, ging das Ritual weiter und Verginius Esquilinus, der bereits zu Zeiten, als Durus Augur gewesen war, dem Collegium vorgestanden hatte, trat hervor. Wie es bei der Neubesetzung von Militärposten üblich war, wurden auch heute Auspicia eingeholt - das bedeutete, dass in Kürze der neue Praefectus Praetorio bekannt gegeben werden würde.


    Voller Spannung wartete der Tiberier, die Fäuste vor Anspannung geballt und an den Lippen des Kaisers hängend. Es war...Artorius Avitus? Dieser Mann war nicht besonders auffällig gewesen und wenn der Kaiser nicht seinen bisherigen Rang erwähnt hätte, hätte Durus Schwierigkeiten gehabt, ihn einzuordnen. Zuerst war Durus geradezu fassungslos, dann jedoch lehnte er sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.


    "Typisch Valerianus. Macht einen Niemand zum mächtigsten Mann Roms!"


    Im Grunde war dies ungerecht, denn Fachleute wussten vermutlich, dass Avitus ein erfolgreicher Soldat gewesen war, dass er in Parthia als Primus Pilus ausgezeichnet worden war und nun die Früchte seiner Treue ernten konnte. Doch für Durus zählte nicht nur militärischer Erfolg - für ihn war der Praefectus Praetorio auch eine politisch wichtige Person, kommandierte er doch die größte Militäreinheit Roms! In diesem Posten hatte der Tiberier schon jemanden erwartet, der zumindest eine Procuratur innegehabt hatte - oder eine Legionspräfektur in Aegyptus! So erklärte sich seine Reaktion...

    Ad
    Imperator Caesar Augustus Lucius Ulpius Aelianus Valerianus
    Palatium Augusti
    Roma



    M' Tiberius Durus Pontifex Imperatori Caesari Augusto L Ulpio Aeliano Valeriano s. p. d.


    Ich habe traurige Nachricht für Dich, wie den gesamten Kaiserhof: Heute Nacht ist Dein treuer Procurator a memoriae, mein Verwandter und Freund Appius Tiberius Iuvenalis sanft entschlafen. Im Schlaf hat sein Geist ihn verlassen, sodass er aufsteigen konnte in die Gefilde der Seeligen.


    Ein Termin für eine Bestattung steht noch nicht fest, doch steht es Dir frei, persönlich von ihm Abschied zu nehmen. Er ist in der Villa Tiberia Romae im Atrium aufgebahrt.


    Vale
    [Blockierte Grafik: http://img157.imageshack.us/img157/6083/siegelmtdsenatorhc0.gif]


    Zwar wusste Durus nicht, was der Centurio da faselte, doch im Grunde spielte es auch keine Rolle - wo waren seine Familiares? Albina fehlte noch immer! Er wollte gerade beginnen, sich durch die geschäftigen Vigiles und erstarrten Schaulustigen zu schieben, als Arvinia ihn auf sie hinwies. Als er sich jedoch umwandte, musste gerade noch feststellen, dass Albina ebenfalls in Ohnmacht fiel und von zwei Vigiles versorgt wurde. Im Augenblick blieb dem Pontifex jedoch nichts anderes übrig, als ihnen seine Cousine anzuvertrauen.


    Er selbst wollte nun endlich wissen, was aus dem Haus wurde, das noch immer lichterloh brannte, obwohl die Vigiles nun endlich begannen, etwas zu unternehmen. Das Atrium brannte nun gänzlich, ein Teil war bereits eingestürzt und gerade als Durus sich das Dach ansah, gab auch das Vestibulum nach: Krachend stürzte die Eingangshalle und die altehrwürdige Porta zusammen, wirbelte glühend heißen Staub und Funken auf. Ob es auch den stets kranken Ianitor Stesichoros getroffen hatte?


    Schlagartig wurde es dem Tiberier klar, dass die vordere Villa kaum zu retten war - vielleicht ließ sich zumindest der Wirtschaftstrakt mit dem Garten retten? Er wusste ja, wie die Villa aufgebaut hatte und gedanklich stellte er sich die gesamte Anlage nun vor: Hier an der höher gelegenen Seite der Villa war das Atrium eingestürzt, ebenso die Fassade - die tieferen Teile beherbergten Garten und Sklavenunterkünfte. Da der Weg durch das Atrium versperrt war, bot sich eigentlich der Weg durch den Garten an - vielleicht wenn man die Mauer des Anwesens durchbrach und direkt ins Peristylium ging und von dort aus das Feuer bekämpfte?


    Der Centurio wollte sich gerade wieder an die Arbeit machte, als Durus ihm hinterherrannte und an der Schulter packte.


    "Centurio, wenn ihr diese Mauer hier einreißt, kommt ihr in den Garten - dann könnt ihr das Feuer von mehreren Seiten angreifen. Wir haben da auch einen Brunnen!"


    Durus japste und spührte sein Herz rasen - das war alles zu viel für ihn!

    "Gut, dann sollten wir uns darum kümmern. Und um eine Bestattung. Der Kaiserhof muss unterrichtet werden! Und natürlich muss er in das Totenregister eingetragen werden."


    Traurigerweise hatte Durus schon öfter Bestattungen organisieren müssen. Zuletzt war es Tiberia Claudia gewesen, die er zu Grabe getragen hatte. Nun Tiberius Iuvenalis...Durus seufzte erneut.


    "Dolabella, würdest du dich darum kümmern, dass dein Bruder ins Sterberegister eingetragen wird? Ich schreibe dem Kaiserhof!"


    Das Testament würde hoffentlich von den Decemviri stlitibus iudicandis übernommen werden - wenn nicht, würde Durus nachfragen.