Beiträge von Manius Tiberius Durus

    Dieser Tagesordnungspunkt war für Durus geradezu lächerlich: Er hatte sich stets gefragt, warum die kaiserliche Titulatur Bestandteil eines Gesetzes sein musste: Zwar mussten die Ehrennamen Imperator Caesar Augustus und Pater Patriae verliehen werden, ebenso wie die tribunizische Amtsgewalt, doch alles andere ergab sich letztendlich von selbst!


    Eigentlich hatte er dies nicht so direkt sagen wollen, doch da der Consul nun geradezu darauf anzuspielen schien, meldete der Tiberier sich zu Wort.


    "Ich bin mir nicht sicher, ob die vollständige Titulatur des Kaisers Bestandteil des Codex Universalis sein muss. Vielmehr wäre es doch sinnvoll, nur besondere Ehrennamen und Ämter per Gesetz zu verleihen, während es dem Princeps jedoch freistehen könnte, wie genau er sich selbst nennen möchte."

    Die Worte des Auguren waren nichts Neues für den Tiberier, der den Zorn der Götter am eigenen Leib erfahren hatte: Sein Atrium war abgebrannt, sein Schlafzimmer wie das Tablinium und der Wiederaufbau würde vermutlich Unsummen verschlingen. Aus diesem Grund hatte er allerdings keine Zeit gehabt, sich um den Tempel der Concordia zu sorgen, den er als Arvalbruder regelmäßig aufsuchte. Er wusste eigentlich nur, dass der Blitz das Gebäude sehr entstellt hatte.


    Als nun Gracchus das Wort ergriff, erstarrte Durus: Er war nicht eingeweiht und der zweite Teil der Rede war geradezu hochverräterisch! Der Flavier sprach Valerianus damit ja geradezu seine Kompetenz als Haupt des Staates ab, als oberster Priester und Garant der Pax Deorum! Es hätte Durus nicht gewundert, wenn er im Weiteren die Absetzung von Valerianus gefordert hätte, was er jedoch nicht tat, sondern stattdessen auf eine Art politische Taktiererei umschlug. Im Grunde wollte er dieses Prodigium (denn was war ein Blitzeinschlag in einem Tempel sonst?) nur dem Kaiser in die Schuhe schieben - etwas, was Durus durchaus verstehen konnte, denn er konnte der Ansicht des Gracchus nur zustimmen. Im Grunde fand er es sogar sehr mutig, was gesagt worden war.


    "Ich unterstütze den Antrag des Pontifex Flavius."


    sagte er knapp, denn er wollte ihm den Rücken stärken und außerdem hatte es für ihn sowieso keinen Sinn zu kuschen: Einerseits, weil er dem Kaiser ohnehin schon in den letzten Sitzungen mehrmals widersprochen hatte, andererseits, weil er sich dem Staate, nicht aber der Person des Kaisers verpflichtet fühlte.


    Andere waren wiederum etwas vorsichtiger und ein glatzköpfer, übergewichtiger Pontifex räusperte sich und fragte vorsichtig:


    "Sollten wir nicht die Haruspices beauftragen, den Grund für die Störung des göttlichen Friedens aus der Leber eines Stieres zu lesen?"


    Durus legte den Kopf schief. Ob er sagen sollte, dass die Unfähigkeit des Pontifex Maximus so offensichtlich war, dass es klar auf der Hand lag, dass er an all dem schuld war? Aber vielleicht war es vorerst geschickter, abzuwarten, was andere dazu sagten...


    "Man könnte auch die Sibyllischen Bücher befragen, welcher Gott überhaupt zürnt, oder ob es der gesamte Pantheon ist, der uns missgünstig gestimmt ist."

    Nachdenklich kaute Durus auf dem Fisch herum, während Corvinus eine gewagte These in den Raum stellte: Valerianus hatte keine Feinde? Im Vergleich zu Iulianus hielt Durus den neuen Kaiser für geradezu unbeliebt! Aber vielleicht war dies auch nur der Eindruck des Tiberiers? Im Grunde hatte er seine Meinung bisher nur vor Corvinus vertreten und sie waren ja nur zwei Männer unter einem ganzen Volk! Vielleicht war es sinnvoll, sich weiter umzuhören...


    Dann wurde es wesentlich konkreter: Corvinus stellte den Abgang von Valerianus als zwangsläufig dar, ja geradezu als Licht am Ende des Tunnels! Das konnte durchaus als Hochverrat ausgelegt werden, wie es Durus durchzuckte. Andererseits hatte er nicht vor, den jungen Aurelier ans Messer zu liefern, vielmehr sollte der Kaiser auch für ihn lieber früher als später abtreten - wobei er nicht den Plebs in der Pflicht sah...


    "Nunja, er hat einen Sohn...auch wenn dieser nicht in Rom weilt. Andererseits ist er noch ein Knabe, der kaum das Heft in die Hand nehmen können wird."


    Wahrscheinlich hatte Corvinus Recht: Wenn Valerianus starb, würde es zum Bürgerkrieg kommen - vielleicht würde sein Patron sich diesmal aufschwingen, in jedem Fall würde es aber wohl der ein oder andere Statthalter tun - oder ein anderer zu Macht und Geld gekommener Senator...


    "Aber ein solcher Bürgerkrieg wäre schlechter für das Imperium als ein kranker Kaiser...im Bürgerkrieg wird letztendlich doch der Plebs entscheiden und wir wissen beide, dass der nicht immer den Besten wählt."

    In der tiberischen Sänfte, die bereits seit vielen Jahren verwendet wurde (sie war aus dunklem Holz mit weinroten Vorhängen und wurde von acht bärenstarken Ägyptern getragen, die aufgrund der winterlichen Kälte in Leopardenfelle gehüllt waren) erschien Manius Tiberius Durus, Pontifex und Senator der Urbs Rom am Fuße des Palatin, wo die Wache des Kaisers dafür sorgte, dass niemand Unbefugtes hinaufgelassen wurde.


    Der Sänftenführer, ein großer Ägypter, der einen unfreundlichen Gesichtsausdruck hatte, trat an den Posten heran, in der Hand ein Schreiben des a libellis:

    Senator
    Manius Tiberius Durus



    TIB. PRUDENTIUS BALBUS PROCURATOR A LIBELLIS
    SENATOR M' TIBERIO DURO SALUTEM DICIT


    Im Auftrag des Imperator Caesar Augustus Ulpius Aelianus Valerian lade ich dich zu einem Gespräch in der kaiserlichen Kanzlei ein, um dich über dich betreffende Entscheidungen des Kaisers zu entscheiden.
    Bitte suche mich auf, sobald es dir möglich ist.



    [Blockierte Grafik: http://de.geocities.com/crazylx2000/ImperiumRomanum/Signatures/sigbalb.png]
    ~~Procurator a libellis~~



    "Der Imperator Caesar Augustus hat den ehrenwerten Senator und Pontifex Manius Tiberius Durus zu einem Gespräch geladen!"


    erklärte er, während Durus selbst aus der Sänfte stieg und sich von einem Sklaven den Mantel richten ließ - bei diesem Wetter verzichtete er darauf, nur in Toga und Tunica umherzugehen, sondern griff auf den pelzbesetzten Mantel zurück.

    Selbstverständlich erschien auch Tiberius Durus - als Pontifex war es seine heilige Pflicht, der Inauguration des nominell ranghöchsten Priesters Roms beizuwohnen. Abgesehen davon wurden auch neue Pontifices inauguriert und es war dem Tiberier mindestens genauso wichtig, Aurelius Corvinus zu seiner neuen Würde zu gratulieren.


    Als er kam, waren bereits zahlreiche ehrwürdige Herren in ihren Togen erschienen - nicht nur Pontifices, sondern auch Auguren und sogar einige der Septemviri waren zu erkennen. Ruhig grüßte Durus einen nach dem anderen, bei Corvinus blieb er mit einem warmen Lächeln besonders lange stehen und meinte


    "Wie schön, dich in unseren Reihen begrüßen zu dürfen - zumindest in Kürze!"


    Dann gesellte er sich zu Flavius Gracchus und wartete darauf, dass der Pontifex Maximus erschien, der üblicherweise solch wichtige Inaugurationen persönlich vornahm.

    Sim-Off:

    Sorry, war im unfreiwillig verlängerten Urlaub ;)


    Nachdenklich hörte sich Durus die weiteren Worte des Aureliers an. Ganz offensichtlich waren sie weitestgehend auf gleicher Wellenlänge: Auch Corvinus schien sich nicht wenige Gedanken zu machen und schien genau auf Durus' Kritikpunkte gekommen zu sein.


    "Ich bin mir nicht sicher - ich habe gehört, dieser Artorius hat sich ex caligae hochgearbeitet und ist in Parthia ausgezeichnet worden. Vielleicht versucht Valerianus damit jemanden in sein Umfeld zu bringen, der wie er Soldat ist. Die Frage ist, ob er damit dieser durchaus auch politischen Aufgabe gewachsen ist und ob er weiß, wo seine Grenzen sind - als Primus Pilus benötigt man sicherlich wesentlich weniger Fingerspitzengefühl. Vielleicht war die Wahl also vorschnell - vielleicht überrascht uns der Mann aber auch."


    Der Gedanke, dass Avitus der Rat von Salinator war, kam Durus zwar ebenfalls, doch konnte er nicht sagen, ob die beiden irgendeine Verbindung zueinander hatten und die unterschiedliche Herkunft deutete auch nicht gerade darauf hin.


    "Zweifelsohne wird er es aber als Neuling schwer haben, sich gegen den zweiten Kommandeur innerhalb der Stadtmauern durchzusetzen."


    Während Corvinus ihm geradezu ein Kompliment machte, machte der Tiberier sich über den nächsten Gang her: Er entschied sich für den Fisch, der ihn von der Platte anlachte und ließ ihn sich munden, während er auf die Reaktion des Aureliers wartete.

    Auch Tiberius Durus erschien zu dieser Sitzung. In den letzten Tagen war er viel mit seinem Haus beschäftigt gewesen, das teilweise niedergebrannt war, doch inzwischen konnte er wieder ein die Zeit für seine priesterlichen Pflichten aufbringen. Er war gespannt, wie der Rex Sacrorum seine neuen Pflichten ausfüllen würde, andererseits jedoch überzeugt, dass er als ehemaliger Flamen seiner Aufgabe gerecht werden würde.


    Wer allerdings fehlte, war der Kaiser und das war wieder einmal ein Grund für Durus, an dessen Kompetenz zu zweifeln: War ihm dieser Fall dermaßen unwichtig?

    Hallo zusammen!


    Wollte mich nur zurückmelden. Hatte leider vergessen mich abzumelden und dann einen kleinen Blechschaden, weshalb ich in meinem internetlosen Urlaubsort festsaß, bis die Karre repariert war. Jetzt muss ich mich einlesen, dann poste ich wieder!


    MfG


    Durus et Petronius Crispus

    Noch ehe Durus den Optio noch einmal nerven konnte, ob er nicht nun endlich hineinkönnte, kam der Maiordomus auf ihn zu, in der Hand mehrere Tabulae und begleitet von einem weiteren Sklaven.


    "Domine, ich habe die Bestände überprüft. Von den Sklaven sind die meisten herausgekommen. Bis jetzt vermissen wir dreiundzwanzig Sklaven, sowie Tiberianus Cato. Ich bin nicht sicher, aber ich denke, einige von ihnen sind in den Flammen umgekommen.


    Der Familienschatz ist fast vollständig gerettet worden, das konnten wir noch nicht ganz zählen. Die Einrichtung im abgebrannten Teil dürfte allerdings fast völlig verbrannt sein. Die Ahnenmasken scheinen gerettet zu sein?"


    "Das weiß ich nicht. Wir haben sie in den Keller gebracht."


    erwiderte Durus und versuchte, das ganze gedanklich zu fassen. dreiundzwanzig Sklaven waren zwar viele und manche waren vielleicht auch nur im Gewusel verlorengegangen und würden morgen wieder auftauchen, dennoch war dies natürlich ärgerlich (obwohl diese wohl nur Teil der sklavischen Belegschaft der Villa Tiberia waren).


    "Alles andere können wir erst morgen klarstellen. Diejenigen, deren Zimmer verbrannt sind, können anderweitig untergebracht werden. Den Göttern sei Dank ist ja der Großteil der Villa noch intakt. Es wird aber sicherlich teuer werden."


    Der Pontifex machte eine wegwerfende Handbewegung - ihm war das im Augenblick egal, er wollte in erster Linie wissen, wie es den Masken seiner Ahnen ging - die waren unersetzlich!

    Nach dem Brand bot die Villa Tiberia ein trauriges Bild: Der gesamte Ostteil, der höher am Esquilin lag und einst den Repräsentationsteil mit Atrium, Tablinium, Vestibulum und verschiedenen Schlafräumen (unter anderem das von Durus) und Officia war heruntergebrannt, das Dach war eingestürzt und hatte das obene Stockwerk zum Teil eingerissen. Über der ganzen Villa lag ein widerlicher Gestank, denn der Rauch war in alle Ritzen gekrochen und hatte viele Wände geschwärzt. Glücklicherweise war zumindest der Wirtschaftstrakt und ein Teil des privaten Bereichs der Villa verschont geblieben, sodass die Tiberier, die ihre Räumlichkeiten verloren hatten, in andere Zimmer gezogen waren, die in der Regel jedoch etwas kleiner und bescheidener waren. Als Ersatz für das Atrium hatte man außerdem das große Triclinium freigeräumt, sodass man dort nun Gäste empfangen konnte. Allerdings mussten sie diesen Raum über den Lieferanteneingang betreten.


    Kurz nachdem die letzte Glut erloschen war, hatte Durus den Maiordomus angewiesen, mit den Aufräumarbeiten an der Villa zu beginnen und einen Architekten für die Wiederaufbau zu beschaffen.

    Die Reaktion des Pontifex Maximus war geradezu respektlos. Er tat ja gerade so, als würden die Pontifices ihn ärgern wollen! Dabei war Durus wie alle anderen (oder zumindest die allermeisten) vor allem an der Pax Deorum und dem Erhalt des Staates interessiert! Und in diesem Staat gab es gewisse Rangordnungen und mit jedem Amt waren nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten verbunden! Und zu denen des Imperator Caesar Augustus gehörte eben auch das Oberpontifikat, das sich auch um die neuen Pontifices zu kümmern hatte!


    Offensichtlich war er nicht gewillt, die Sitzung auch zu beenden, die er eigentlich leitete. Auch kamen keine anderen Tagesordnungspunkte, sodass Marcus Menenius Lanatus, der ehemalige Flamen Quirinalis und designierte Rex Sacrorum als rangnächster Priester zu Wort meldete.


    "Hat jemand noch irgendwelche Punkte, die es zu besprechen gilt?"

    Bei dieser Anhörung hatte Durus sich vorerst zurückgehalten: Zuerst deswegen, weil er mit dem Vorschlag des Consuls zufrieden war, aber dann auch Macers Vorschlag etwas abgewinnen konnte, später, weil er zuerst die Argumente beider Debattanten hören wollte, ehe er sich einmischte. Nun jedoch hielt er es für angemessen, sich zu äußern:


    "Ich persönlich halte eine frühere Wahl ebenfalls für sinnvoller als eine, die theoretisch sofort zur Amtseinführung führen müsste, aber von Diskussionen über Amtsbesetzungen auf Unbestimmt verzögert werden.


    Ich halte eine vorgezogene Wahl ebenfalls für sinnvoll, allein um dem neuen Magistraten eine bessere Einarbeitung zu ermöglichen, ehe er die Verantwortung übernimmt. Das 'letzte Drittel der Amtszeit' halte ich jedoch ebenfalls für problematisch - nicht, weil ich darum fürchte, dass dadurch politische Schwierigkeiten entstehen, denn diese können ohnehin nicht verhindert werden, sondern wegen des großen Spielraums für die Consuln:
    Bei einem kurzen Zeitfenster, in dem die Wahl abzuhalten ist, können sich die Wähler besser darauf einstellen. Eine Wahl einen Monat vor dem Ablauf der Amtszeit halte ich also ebenfalls für geeignet, auf keinen Fall jedoch weniger als zwei Wochen."

    Durus stand daneben, unschlüssig, was er tun sollte. Einige Sklaven wuselten herum, dazu dieser Cato und Arvinia, die wie eine Heilgöttin umhereilte und Zuversicht ausstrahlte. Nein, die Medizin war etwas, was Durus geradezu fernlag! Er konnte sich nur freuen, dass es Calena von Minute zu Minute besser zu gehen schien, sodass sie sogar um etwas zu trinken bat.


    "Hol' etwas!"


    wies er den nächstbesten Sklaven an, dann sah er wieder zu Calena. Sie wirkte auf seltsame Weise fast enttäuscht, aber zumindest nicht mehr so beschämt. Damit war sie wohl auf dem besten Wege der Genesung.


    Der Sklave, der Wasser geholt hatte, rempelte ihn versehentlich von hinten an, doch Durus konnte es ihm nicht verübeln: Es war wirklich ein wenig viel los. Vorsichtig trat er vom Bett zurück, um den Sklaven Platz zu machen. Die Caecilierin bekam den Becher gereicht, während der patrizische Hausherr kurz zu Arvinia sah.


    "Ich überlasse dir das hier lieber - ich stehe ohnehin nur im Wege! Unterrichte mich, wenn alles wieder in Ordnung ist!"


    Damit wandte er sich zum Gehen - in seinem Zimmer würde er vermutlich einen Brief finden, der ihm aus dem Mantel gerutscht war...

    Decemviri litibus iudicandis
    Tib Aurelius Avianus
    Basilica Ulpia
    Roma, Itala



    M' Tiberius Durus Decemviro litibus iudicandis s.d.


    Hiermit erkläre ich mich bereit, das Erbe des Titus Tiberius Flaccus anzutreten. Ebenso gebe ich bekannt, dass Tiberia Arvinia bereit ist, ihr Erbe anzutreten.



    gez.


    [Blockierte Grafik: http://img157.imageshack.us/img157/6083/siegelmtdsenatorhc0.gif]

    ANTE DIEM X KAL IAN DCCCLIX A.U.C. (23.12.2008/105 n.Chr.)

    Also doch Flavius Aquilius. Natürlich unterstützte auch Durus den Mann, der tatsächlich durch großes Engagement aufgefallen war, auch wenn er in letzter Zeit stark durch seine politische Karriere in Anspruch genommen worden war.


    Wie der Kaiser vorging, war allerdings wieder einmal ein Zeichen dafür, dass ihm die Religion etwa so wichtig war wie die Farbe des Tibers. Es klang geradezu nach: 'Macht ruhig, was ihr wollt. Mir ist es egal!' - eine unglaubliche Unverfroren- und Pflichtvergessenheit bei einem Pontifex Maximus, der in Personalunion als Imperator Caesar Augustus persönlich für die Pax Deorum zuständig war! Aber so leicht konnte er sich da nicht herausreden:


    "Ich denke, dass der Pontifex Maximus die neuen Pontifices schon persönlich anschreiben sollte."


    Abgesehen davon würden sonst Streitigkeiten auftauchen, wer die Designierten nun anschrieb.

    Sim-Off:

    Da sich keiner meldet...


    Macer war offensichtlich schon aus dem Schneider: Bis jetzt hatte Durus die höchste Zahl gewürfelt, doch noch standen einige Runden an: Als nächster würden Aurelius Corvinus, dann Aurelius Orestes und Flavius Aristides würfeln, sodass Gracchus als letzter die Möglichkeit hatte, sein Glück herauszufordern.


    Mit einem Wink deutete er an, dass Corvinus selbstständig die Würfel ergreifen sollte.

    Zitat

    Original von Mercatio
    Mercatio nickte zum Zeichen das er verstanden hatte und überlegte kurz ob das wohl klug wäre ...


    "Im Keller dürfte es ziehmlich heiß geworden sein bei diesem Brand wir sollten noch einen Moment warten bis der Weg zum Keller freigeräumt ist und dan mit einigen Decken runtergehen, sofern du das wünschst?"


    Mercatio hoffte zwar wie immer das dies nicht der Fall sein würde aber er rechnete natürlich mit dem Gegenteil ....


    "Ja, das wünsche ich!"


    erwiderte Durus grimmig. Offenbar war diesem Optio nicht ganz klar, welche Bedeutung die Totenmasken für die Tiberier hatten - sie waren geradezu Beweise der Ehrwürdigkeit und des Alters der Familie!


    Wie Durus sah, würde es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis der Keller wieder betretbar war, da die Vigiles flink arbeiteten.

    Diesen Namen hatte auch Durus im Sinn gehabt, hatte er doch mit Corvinus über diesen Schritt gesprochen. Der junge Aurelier war sehr gut geeignet, hatte er doch bereits auf dem politischen Parkett brilliert und sogar ein unglaubliches Verbrechen aufgedeckt. Allerdings hatte Durus eigentlich warten wollen, bis andere Vorschläge gemacht und diskutiert worden waren, um Corvinus dann als strahlenden dritten Weg zu präsentieren. Nun war der Namen aber genannt und man musste reagieren:


    "Ich kann diesen Vorschlag nur unterstützen - Aurelius Corvinus verfügt über einen tadellosen Ruf und hat sein Engagement bereits in diesem Collegium bei der Aufdeckung der Veruntreuungen bewiesen."


    Natürlich gab es auch andere Stimmen, die verschiedene Personen vorschlugen - verdiente alte Männer, die jedoch jeweils auf den Widerstand anderer stießen, so verwickelt waren sie in politische Machtspiele. Letztendlich schien es für Corvinus gar nicht so schlecht zu stehen.


    Sim-Off:

    Um die Sitzung mal ein bisschen abzukürzen ;)