Zitat
Original von Tiberius Octavius Dragonum
Dragonum rauschte durch das Geschehen und erteilte mal hier mal dort seine Befehle, im Moment sah es recht gut aus nur das diese verdammten Schaulustigen nicht verschwanden, wo blieben die Urbaner hatten sie ihn nicht gehört? Dragonum sah sich um und sah gerade noch wie der Centurio der Gruppe in die brennende Villa rannte, mit einem absoluten Frischling, Dragonum erkannte soetwas mittlerweile schon an der Atr wie schnell die Männer auf Befehle reagierten und dieser war so langsam das man ihm hätte die Haare beim gehen schneiden können ... mit einem Gladius!
Dragonum fluchte laut und wollte schon einige Vigile hinterherschicken als Optio Mercatio auf ihn zukam und auf einen Mann im Senatorengewand deutete der einige Sklaven herumkommandierte ...
"Das ist der Pontifex Tiberius Durus, er ist soetwas wie der Hausherr hier wenn mich nicht alles täuscht!"
der Optio war durch den Lärm des Feuers und der verdammten Schaulustigen kaum zu hören, aber das änderte nichts an den Tatsachen ...
"Gut bring ihn hierher und sorge dafür das seine Sklaven aus dem Haus rauskommen, sag ihm das wir die Sachen bergen die ihm wichtig sind ... zieh dafür 4 Männer von der Eimerkette ab, da können seine Skalven dann dafür mithelfen! So ich werde mich dann mal um die Missverständnisse unserer Kollegen von den Urbanern kümmern!"
Mercaio nickte eifrig und lief wieder zu Durus zurück um diesen zu unterrichten ...
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Sim-Off:Himmel, da ist man mal kurz einen Moment weg, schon bricht hier eine kleine Schlacht aus! 
Noch ehe die Vigiles wieder auftauchten, erschien ein Trupp Menschen, die Durus nicht erwartet hätte: Die Cohortes Urbanae kamen den Esquilin hinaufgeeilt und machten sich ohne weiter nachzufragen direkt daran, beim Löschen des Feuers zu helfen (was Durus natürlich nicht sehen konnte, da er sich innerhalb des Hauses befand). Inzwischen hatten es die Sklaven auch im Innern des Hauses geschafft, eine Eimerkette zu bilden und der Maiordomus in seiner unglaublichen Weitsichtigkeit hatte sie angewiesen, gar nicht erst zu versuchen, das Atrium zu retten. Ein Sklave tippte ihn an und meinte, er solle das Haus lieber verlassen - ein Rat, dem Durus angesichts der immer größeren Hitze und des Qualms, der sich ausbreitete, zu gern folgte. Da die Porta versperrt war, wählten er und der Sklave den Seitenausgang.
Schweißüberströhmt erreichte Durus endlich den Ausgang und wurde von Soldaten und Vigiles zurückgedrängt, die ins Haus ströhmten um beim Löschen zu helfen. Mit einiger Anstrengung schaffte es Durus dann doch und stand endlich unter freiem Himmel. Ihm bot sich ein höllenhaftes Bild: Schaulustige standen herum, Soldaten der Stadtkohorten und Vigiles bildeten Eimerketten vom nächsten öffentlichen Brunnen, der Boden war übersäht mit zerborstenen Dachpfannen und das lodernde Feuer erzeugte durch das Ansaugen der Luft ein gespenstisches Heulen, während es zugleich die Szenerie in seltsames Licht tauchte.
Endlich konnte sich Durus umwenden und erblickte seinen Sklaven.
"Das Archiv! Rettet das Archiv!"
herrschte er ihn an und schickte ihn wieder in die Villa. Wenn die Urkunden und Diplome verbrannten, würde das viel Raum für juristische Wettstreite geben, bei denen nicht einmal Durus stichhaltige Beweise aufführen konnte! Dort lagerte schließlich die Basis der wirtschaftlichen Tiberier-Macht!
Während Durus noch immer voller Entsetzen, mit leicht rußigem Gesicht und verschwitzter Tunica dastand, tauchte aus dem Durcheinander plötzlich Arvinia auf, die ebenfalls schockiert wirkte (welch Wunder!) und ihm etwas von Cato und Crista erzählte. Wieder einmal brauchte der Tiberier eine Weile um sich zu erinnern, wer die beiden noch gleich waren: Ach ja, das waren die von dem kleinen Unfall - sicher war Crista noch irgendwo untergebracht! Einen Augenblick überlegte Durus, wem er dieses Faktum am besten präsentierte, doch ein geistesgegenwärtiger Stadtsoldat hatte es offensichtlich mitbekommen und plärrte die Neuigkeit bereits über den Platz, sodass die notwendigen Befehlsträger (die der Pontifex im Augenblick nicht ausmachen konnte) wohl informiert waren.
Dann endlich tauchte jemand auf, der ihm etwas erklären konnte: Es war der Optio Mercatio, der darauf hinwies, dass die Lösch- und Bergungsarbeiten wohl am besten von den Vigiles wahrgenommen werden sollten - keine schlechte Idee, denn die musste er wenigstens nicht bezahlen, wenn sie dabei draufgingen! Rasch winkte er ein paar Sklaven, die mit Bergen von Papyrusrollen, Ruß in den Haaren und gehetztem Blick aus dem Seiteneingang kamen, herbei und herrschte sie an.
"Überlasst das den Vigiles! Helft beim Löschen!"
Apropos Löschen...warum hatten die Vigiles eigentlich noch keine Siphones oder Leitern aufgebaut, mit denen die oberen Stockwerke gelöscht werden konnten? Eigentlich kannte sich Durus ja nicht mit der modernen Feuerwehrtechnik aus, doch damals als Magistratus von Misenum war er für die Beschaffung dieser Dinge zuständig gewesen. Also mussten die stadtrömischen Vigiles so etwas doch auch haben!
Diese Gedanken konnte er jedoch nicht formulieren, denn in diesem Augenblick brach das vordere Dach unter der Last der Flammen zusammen, sodass der Tiberier vor Schreck einen Satz zur Seite machte. Und dann klirrte es gleich noch einmal, als Hippokrates neben Durus auf das Pflaster stieß und ein junger Mann in Uniform, Homer unter dem Arm, hinterhergesprungen kam. Doch in der Surrealität dieser Situation (sein Haus brannte, Leute rannten umher, Befehle wurden gebrüllt, jeder wollte etwas von ihm, das Feuer kreischte) konnte ihn auch das nicht verwundern.