Beiträge von Manius Tiberius Durus

    | Stesichoros

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    Original von Marcus Iulius Licinus
    Licinus erreichte die Villa der Tiberier ohne große Verzögerungen, da er sich den Weg beim letzten Mal gut eingeprägt hatte.


    Kaum hatte er sie erreicht ging er zur Tür und klopfte an.


    Als Stesichoros diesmal öffnete, staunte er nicht schlecht: Ein waschechter Centurio erwartete ihn dort. Einen Moment fragte er sich, ob die Praetorianer wieder hinter den Tiberiern her waren, doch dann dachte er an den Legaten, dier hier einst der unbestrittene Hausherr gewesen war und den Haushalt wie eine Legion geführt hatte. Jetzt war er weit weg und alles war etwas entspannter geworden...war Vitamalacus zurückgekehrt?


    "Salve, Soldat! Wie kann ich dir helfen?"


    fragte er.





    IANITOR – GENS TIBERIA

    | Stesichoros

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    Original von Faustus Tiberius Dolabella
    Seit dem Brand in Cosentia hatte ich nicht mehr gelacht doch nun, als ich die Villa der Familie nach so vielen Jahren wiedersah, ging zumindest ein Lächeln über meint Antlitz. Wie sehr hatte Silla sich nach diesem Tage gesehnt doch nun war es an mir hier alleine zu stehen. Der Herbst war nicht nur in mein Herz eingezogen und so zog ich meinen Reisemantel enger um den kalten Wind nicht bis in die Grundfesten meiner alten Knochen zu spüren.


    Wer meiner zahlreichen Familie jetzt in Rom lebte war mir unbekannt und sicher kannt mich kaum einer von Ihnen wirklich gut, die meisten mussten noch Kinder gewesen sein als wir wegzogen. Nur Iuvenalis wähnte ich hier. So klopfte ich...


    Auch diesen Gast empfing der Ianitor persönlich. Der aufkommende Winter war auch ihm in die Knochen gefahren. So wirkte er ein wenig armselig, als er die Tür öffnete.


    "Ave! Wer bist du?"


    begrüßte er den Tiberier, den er nicht erkannte.





    IANITOR – GENS TIBERIA

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    Original von Tiberia Arvinia
    Wie peinlich! Den Göttern sei Dank hatte es keiner ausser ihrem Cousin gehört. "Entschuldige bitte, ich hatte an dem Abend etwas viel zu schaffen." Zum einen die Sache mit Iuvenalis und Crista, zum anderen die Sache mit ihrem Manius. Oh sie wünschte sich so sehr ihn auch hier zu sehen, keine Ahnung ob er hier anwesend sein müsste oder nicht, trotzdem hoffte sie weiter. Durus wollte sie es auf jedenfall sagen, die Situation wäre angebracht, aber der Ort war definitiv der falsche!


    Als Arvinias Cousin die anderen aufzählte, versuchte sie jeden mit ihrem Blick einzufangen, als er dann auf Crassus zeigte stockte ihr Atem. "Ich kenne diesen Mann." sprach sie mit flauer Stimme.


    Durus horchte überrascht auf. Arvinia kannte Caecilius Crassus? Woher das denn? War sie ebenfalls näher mit Calena bekannt und hatte Crassus darüber kennen gelernt? Aber warum sah sie dann so verunsichert aus? Hatte Crassus sich ihr gegenüber etwa ungebürlich verhalten? Wenn er das getan hatte...aber vielleicht war es ein anderer Grund - für einen Praefectus Praetorio war es nicht schwer, sich Feinde zu machen - auch bei jungen Frauen. Vielleicht hatte er auch nur einen Bekannten oder Verwandten von Arvinia verschwinden lassen...


    "Woher?"


    fragte er daher.

    Als Decimus Flavus um sein Wort gebeten wurde, war Durus gespannt. Er erinnerte sich noch sehr genau an den Besuch des Decimers und daran, was er ihm versprochen hatte. Er für seinen Teil war bereits damit beschäftigt gewesen, verschiedene Senatsfreunde auf den jungen Mann aufmerksam zu machen, hatte ihn hier und dort auf Gastmählern und Senatssitzungen erwähnt und sich positiv über ihn geäußert.


    So konnte er ihm auch freundlich zunicken, als ihre Blicke sich direkt vor der Rede trafen. Wie bereits Aurelius Avianus, so wies auch Flavus auf seine Pflicht als Spross einer adligen Familie hin - zwar nicht gemäß seiner patrizischen, aber immerhin senatorischen Tradition. Während der Rede kam ihm der Gedanke, was für ein Gesicht Livianus machen würde, wenn er erfuhr, dass Tiberius Durus seinem Sohn in ein Amt verholfen hatte. Darüber musste er still schmunzeln, doch dann machte er wieder ein ernstes Gesicht und hörte sich die Ämterwünsche des Decimers an.

    Ein Volkstribun also - nunja, das sah den Homines Novi ähnlich. Sulla (welche Ironie, dass sich ein Mann diesen Namens zur Wahl gestellt hatte) hatte ganz recht daran getan, Volkstribune von allen weiteren Ämtern auszuschließen. Seitdem dieses Amt jedoch auch nur von Senatoren bekleidet wurde, war es zumindest nicht mehr ganz so gefährlich, sondern ein praktischer Weg, um Gesetze ohne große komplizierte Formalien zu verabschieden. Dennoch - die theoretische Macht dieser Beamten war groß!


    Andererseits schien sich Sulla davon abgewandt zu haben und nun wieder ganz kleine Brötchen backen zu wollen. Ob es dabei behilflich gewesen war, nach Hispania zu gehen, hielt er jedoch für fraglich. Durus glaubte, dass man nur in Rom selbst die notwendige Erfahrung und vor allem die Kontakte sammeln konnte, um höhere Ämter zu bekleiden (wie unerfreulich, dass ihm selbst dies nicht möglich gewesen war!). Aber das war nicht sein Problem.


    "Verstehe. Vorerst keine weiteren Fragen."


    meinte er daher und war sich noch nicht ganz sicher, ob er die Antwort des Sergiers wirklich gut finden sollte...

    Durus war ein wenig überrascht, als zwei junge Damen aus dem Atrium kamen. Sie wirkten beide sehr gut gelaunt und lächelten miteinander um die Wette. Der Tiberier erwiderte das Lächeln natürlich (er hatte Übung darin!) und beschloss, sich und seine Begleitung ebenfalls vorzustellen.


    "Salvete, Aureliae! Ich bin Manius Tiberius Durus, Pontifex und Senator. Und das hier ist meine bezaubernde Cousine Tiberia Arvinia!"


    Er sah zu Arvinia. Ob sie die Aurelierinnen kannte? Sicher hatte sie schon die ein oder andere Bekanntschaft geschlossen...

    | Caius Optimus


    Als Caius aus der zweiten Kurve auf die Gerade kam, hatte er es doch wieder geschafft, den Decimer hinter sich zu bringen. Ein Blick über die Schulter zeigte jedoch, dass die Zugtiere des Goldenen noch immer auf Kopfeshöhe neben ihm liefen. Und irgendwie hatte er das Gefühl, dass das Gespann neben ihm auch ein wenig schneller war als er! Digitus um Digitus sah er Serapio näher kommen. Er musste handeln!


    "Lauft, ihr Großen, los!"


    heizte er seine Tiere an und versuchte, noch mehr aus ihnen herauszuholen. Das konnte doch nicht sien, dass er sich in der dritten Runde bereits abhängen ließ! Dafür würde ihn Tiberius Durus vierteilen und das Geld für das verlorene Pferd verlangen! Und was würde sein armer Vater sagen, wenn er sich von einem Soldaten, der wahrscheinlich das erste Mal auf einer Biga stand (obwohl das eher unwahrscheinlich war), besiegen ließ?


    Schon raste die nächste Kurve auf das Feld zu und Caius stemmte sich in die Zügel, um das Gespann möglichst eng um die Spina zu lenken. In seinen Augen verschwamm die Masse der Rennsportfans, die nun vor seinen Augen auftauchte - trotz ihres Lärms ignorierte er sie gänzlich. Seine Beachtung lag auf Serapio, der ihm noch immer an den Fersen klebte (oder inzwischen wohl eher seinen Pferden, so nah war er bereits!). Vielleicht wenn er ihn doch ein bisschen abdrängte? Er musste es versuchen:


    Anstatt weiter möglichst eng um die Kurve zu fahren, ließ er seine beiden Pferde in der zweiten Hälfte der Kurve einen etwas weiteren Bogen zu fahren, sodass Serapio noch mehr Weg zurücklegen musste, wenn er sich nicht zurückfallen lassen wollte. Dann lenkte er endlich weiter und kam so auf die Gerade. Einen Augenblick glaubte er, wieder etwas Abstand gut zu machen, doch dann schien Serapio wieder anzugreifen.


    Voller Panik ließ Caius die Zügel schnalzen, ließ gar die Peitsche knallen! Doch offensichtlich hatte er seinen Pferden ein wenig zu viel abverlangt, denn nun schien der Decimer umso schneller an ihn heranzukommen! Und dann sah er neben sich zuerst die beiden Pferdeköpfe und dann den Arm des Serapio, der die Zügel fest in der Hand hielt!


    Was nun? Die Pferde seines Konkurrenten schienen einen richtiggehenden Flow zu haben, langsam, aber beständig holten sie den Abstand auf. Und dann tat Caius etwas, was er gelegentlich in den Circi des Imperiums gesehen hatte und was auch ein berühmter Lenker namens Messala vor über sechzig Jahren auf einer Rennbahn in Iudaea getan hatte: Er holte mit der Peitsche aus, doch anstatt nach seinen Pferden zu schlagen, ließ er sie zur Seite sausen, genau auf Serapio gezielt!





    AURIGA - FACTIO VENETA

    Sergius Sulla? Durus konnte sich tatsächlich schemenhaft an diesen Namen erinnern, doch erst die Erwähnung der Annonenpräfektur ließ ihn wieder daran denken, woher seine Erinnerung kam. Tatsächlich hatte Sergius Sulla diesen Posten offensichtlich bekleidet (ebenso wie sein Freund Furianus, was damals wohl ein politischer Fehler gewesen war). Aus diesem Grund wagte er es nicht, den häufigen Karriereschienenwechsel zu kritisieren (ein leicht furchtsamer Blick ging hinüber zum Platz des Avarus, der sicher bereits darauf wartete, ihm giftige Worte zuzuwerfen). Etwas anderes war hingegen schon auffällig und erwähnenswert:


    "Sergius, mir fällt auf, dass du teilweise abwechselnd höhere und niederere Ämter bekleidet hast und das in zwei verschiedenen Provinzen. Warum, frage ich mich da?"


    Und natürlich eine weitere Bemerkung war wichtig, besonders, da Sulla den Fehler gemacht hatte, sein Scheitern zu erwähnen!


    "Achja, und warum glaubst du, dass du diesmal nicht scheitern wirst? Warum ist die Zeit jetzt reif?"


    Die Fragen waren relativ gemein, doch Durus mochte am liebsten den klassischen Senatorensohn unter den Vigintivirn. Homines Novi, wie Sulla einer zu sein schien, musste man schon auf Herz und Nieren prüfen, bevor man sie wählte!

    Manius Tiberius Durus lümmelte inzwischen ein wenig auf seinem Stuhl, da Avianus' Rede nicht die erste der Kandidaten war. Er kannte den jungen Aurelier nicht, doch was er da hörte, gefiel ihm sehr. Die Rede troff geradezu vom Standesethos der Patrizier, Avianus erzählte das, was der Tiberier seit seiner Geburt im Herzen trug und bemerkte zugleich etwas, was immer wieder vergessen wurde!


    Auch war er hervorragend vorbereitet: Wie es sich für einen Senatorensohn geziemte (obwohl sich Durus nicht sicher war, ob er wirklich einer war), hatte er Verwandten und Freunden über die Schulter geschaut, Erfahrung und wohl auch Kontakte gesammelt (wobei er sich wunderte, dass Corvinus ihm den jungen Mann nicht vorgestellt hatte). In jedem Fall sah Durus wohlwollend zu dem jungen Aurelier und flüsterte dann zu seinem Nachbarn


    "Ein Patrizier, wie ich ihn mir wünsche!"


    Offizielle Fragen stellte er nicht - er hätte zwar nach dem Vater des Jungen fragen können, doch nahm er an, dass dieser nicht sonderlich bekannt war. Und da er so schön gesprochen hatte, wollte er Avianus keine Steine in den Weg legen. Das würden andere sowieso tun...

    Es war also tatsächlich so gekommen, wie es Tiberius Durus erwartet hatte. Als er auf seinem Stuhl in der Reihe der Praetorier saß und Aelius Quarto hörte, hätte er beinahe triumphal aufgelacht: Im Grunde hatte Durus nichts gegen Aelius Quarto, er betrachtete ihn in der Regel sogar eher als politischen Verbündeten, doch was er nun sagte, war für Durus mehr Vorwand als ehrlicher Wunsch:


    Der Kaiser besaß nicht die Kraft, um das Imperium zu beherrschen, um notwendige Reformen einzuleiten und den Senat unter Kontrolle zu halten. Stattdessen durfte nun sein Bruder Quarto für ihn regieren - musste vermutlich sogar! Fast mutete es an, dass die Zeiten der alten Republik wiedergekommen waren, in denen Consuln über den Staat herrschten und es keine absolute Auctoritas gab, die das Staatsschiff lenkte! Nur eine kleine Sache war dabei anders: Der Consul stellte nur eine Art Ersatz-Kaiser, der dem eigentlich dafür Bestimmten Arbeit abnehmen musste, die er nicht schaffte!


    "Er darf wohl weiterregieren."


    kommentierte er im Flüsterton an seinen Nachbarn, womit er auf seine Gedankengänge anspielte.

    "Purgitius, meine Liebe!"


    verbesserte Durus lächelnd und führte Arvinia zur Tür, die soeben geöffnet wurde, woraufhin man eintrat. Bereits das Vestibulum zeugte von Reichtum und Macht der Gens Aurelia, wie er feststellte. Dafür hatte der Tiberier jedoch gerade keinen Kopf - vielmehr wunderte es ihn, dass Arvinia sich gerade so sehr an Macer erinnerte. Gut, er war ein intelligenter, einflussreicher Mann - aber genauso waren doch Aelius Quarto oder Flavius Gracchus und Aristides anwesend gewesen! Nunja, vielleicht war es auch nur der pure Zufall...


    Er legte seinen Mantel ab und gab ihn an einen Sklaven weiter, während er sich nach jemandem umsah, der ihn zu Corvinus bringen konnte.


    "Warst du schon einmal bei den Aureliern?"


    fragte er unterdessen seine Begleiterin.

    Wir sind uns sehr bewusst, dass es historisch betrachtet keine weiblichen Sacerdotes gab. Allerdings muss man dabei auch sagen, dass es historisch gar keine Staatspriester außerhalb der Collegia gab. Was bei uns der Sacerdos Publicus ist, wäre wohl am ehesten mit dem Aedituus, also dem Tempelverwalter historisch vergleichbar. Diesen Rang konnten Freigelassene erhalten und es scheinen auch Frauen dafür überliefert zu sein.


    Aber zur Simulation/Spielregeln: Es ist Frauen grundsätzlich erlaubt, Sacerdos wie auch Collegiums-Mitglied zu werden. Allerdings ist es im Augenblick eher unüblich (vielleicht auch deswegen, weil viele Collegia ein "-vir" = Mann im Namen haben). Ausdrücklich wird es Frauen gestattet, das Amt eines Pontifex zu bekleiden, daher würde ich sagen, dass es dort nicht ganz ungewöhnlich ist (hatten wir auch schon, wie dir sicher bereits aufgefallen ist). Flamen können Frauen allerdings nicht werden.


    Weibliche Sacerdotes würde ich als absolut üblich betrachten, über die Collegia kann man wenig sagen, weil sich seit längerer Zeit auch keine darum beworben hat, dorthin zu kommen (obwohl grundsätzlich keine Regel dagegen steht). Daher würde ich sagen, dass das jeder halten kann, wie er will.


    Wir sind also in dieser Hinsicht ein wenig ahistorisch, aber wir denken, dass es auch Felder geben muss, in denen sich Frauen engagieren können (wo das schon beim CH abgeschafft wurde). Und ich persönlich würde mich freuen, wenn es mehr Frauen im CD geben würde (auch, wenn manchmal SimOn ein anderer Eindruck entsteht ;)).

    Am bestimmten Tage erschien die Sänfte der Tiberier vor der Villa Aurelia. Es war ein größeres Exemplar aus dunklem Holz. Die Seitenwände waren mit Schnitzereien verziert, auf denen der Luchs, sowie die Göttin Minerva immer wieder auftauchten. Die Fenster, die von weinroten Vorhängen verdeckt waren, waren ziemlich klein, denn es handelte sich um eine Wintersänfte.


    Vor der Villa angekommen, kam der Zug zu Stehen. Als die Sklaven, die in Mäntel gehüllt waren, die Tür der Sänfte öffneten, entstieg ihr Tiberius Durus, Pontifex und Senator der Stadt Rom. Er trug einen blauen Mantel mit Pelzbesatz, denn der aufkommende Winter machte sich nun auch langsam in Rom bemerkbar. Doch nach Durus wurde die Tür nicht geschlossen, sondern eine junge Dame trat hinunter auf die Straße - Tiberia Arvinia!


    "So, dann wollen wir mal sehen, wen der gute Aurelius noch so eingeladen hat!"


    meinte der Tiberier fröhlich zu Arvinia.

    Scheinbar ging die Unregelmäßigkeit also von Quintus aus. Arvinia charakterisierte Quintus so, wie auch Durus ihn kannte: Etwas steif, dennoch vernünftig (liebenswert war ein Wort, das Durus nur sehr, sehr, sehr reserviert verwendete). Und bisher hatte er auch den Familiensinn des Cousins für hoch gehalten - dies war jedoch eine Überraschung, die Durus wahrlich nicht erwartet hätte.


    Andererseits war es möglich, dass der Brief verloren gegangen war - so etwas geschah ja ständig! Und Titus, dieser Riese des Legaten, dem Durus zutraute, dass er jeden Brief sicher an jeden Punkt der Welt bringen konnte, weilte zur Zeit ja in Rom. Damit beruhigte er sich vorerst und musste etwas lächeln, als Arvinia zwei Männer erkannte und dabei prompt die falschen Namen zuordnete.


    "Purgitius, Arvinia, der Mann heißt Purgitius!"


    Wahrscheinlich erinnerte sich Arvinia an den Namen durch die einmalige Vorstellung auf seinem Gastmahl - so gesehen war das ganze zu verzeihen. Einen Augenblick überlegte er, ob er zu einem der beiden hinübergehen sollte, dann beschloss er jedoch, Arvinia zuerst die übrigen Anwesenden zu zeigen und mit Namen zu benennen.


    "Da hinten ist auch der Consul. Und der mit der Glatze dort drüben ist Vescularius Salinator, der Praefectus Urbi - ein komischer Kauz, aber wohl Freund des Kaisers. Der, der mit Purgitius spricht, ist Octavius Victor. Er war mal Praefectus Urbi, im Moment ist er allerdings Privatier. Und das da ist Caecilius Crassus, der Praefectus Praetorio - zumindest bis heute. Wer danach kommt, ist leider unbekannt."


    Bei jedem Namen deutete Durus in Richtung der Personen, sodass Arvinia ein Bild davon gewinnen konnte, wer wer war. Zuletzt zeigte er auf Crassus, der wohl auch ohne seine Erklärung als Praefectus Praetorio zu erkennen war - wer sonst ritt an der Spitze seiner Truppen auf dem Marsfeld ein?

    "Ich werde sehen, was ich tun kann."


    erwiderte Durus unverbindlich und machte eine wegwerfende Handbewegung, als würde es ihn keinen großen Aufwand kosten. Tatsächlich ging der Tiberier davon aus, dass er seine 'Freunde' - im wahren, persönlichen Sinne hatte Durus keine, vielmehr handelte es sich um Männer, die seine politischen Interessen teilten oder mit denen er in einer Art politischer Symbiose lebte - überzeugen konnte, einen Mann zu unterstützen, der bereit war, sich dankbar zu zeigen. Mit einem Verwandten wie Decimus Meridius und dem Fehlen des teilweise etwas unbequemen Vaters hatte er gute Chancen, die konservativeren Stimmen des Senates zu fangen - besonders, wenn er gegen irgendwelche Aufsteiger antrat!


    Schließlich wartete Durus, ob Flavus noch etwas zu sagen hatte - wovon er nicht ausging, denn was sollte ein Kandidat mehr wollen als die Stimme des Wählers?

    | Stesichoros

    Zitat

    Original von Flavia Celerina
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    Bei dieser Antwort wurde dem jungen Sklaven ganz schwummrig vor Augen! Alleine der Gedanke daran, seinen Auftrag nicht ordnungsgemäß ausgeführt zu haben, bereitete ihm üble Bauchschmerzen.
    "Das ist unmöglich! Ich habe den Auftrag, es ihr persönlich zu geben und nach Möglichkeit auch sofort mit einer Antwort zurück zu kehren! Es geht um etwas sehr wichtiges! Etwas Geschäftliches!"
    Es war ja schließlich nicht das erste Mal, daß man Cleomedes in solch wichtiger Mission los geschickt hatte.



    Offensichtlich war es ihm wichtig, persönlich vorgelassen zu werden. Nunja, wenn er denn unbedingt wollte - musste er eben warten.


    "Gut, dann warte, ich hole jemanden, der dich zur Domina geleitet."


    Damit schlug er die Tür zu und machte sich auf, einen kräftigen Sklaven zu finden, der den Besucher beaufsichtigte, bis er seine Aufgabe erledigt hatte.


    Es dauerte eine ganze Weile, bis sich die Tür wieder öffnete und Stesichoros einen Hünen vorstellte, der dem Sklaven nur stumm zunickte.


    "Er wird dich zu Arvinia bringen."


    Damit wurde er in das Haus eingelassen und durch die Gänge und Höfe bis zum Schlafzimmer der Herrin geführt.





    IANITOR – GENS TIBERIA

    Wahlen abzuschaffen finde ich wohl die schlechteste Lösung - bevor man das tut, beschränkt man sie lieber auf eine SimOn-Abstimmung des Senats. Oder aber man belässt es dabei, wie es ist, damit das Interesse nicht gänzlich abhanden kommt. Und wenn jeder einfach automatisch weiterkommt, finde ich das sowieso doof (man sollte es schon merken, wenn man unpopulär handelt).


    Bei der Frage nach der Schnelligkeit des Aufstiegs möchte ich bemerken, dass der Aufstieg an sich wohl das Interessante an der Senatoren-Karriere ist. Als Consular hat man kaum noch Herausforderungen und kann (außer zwei Posten) nicht mehr Simmen als als Praetorier oder Aedilar. Daher bin ich mir unsicher, ob das ein wirkliches Argument ist.


    Allerdings sehe ich auch das Problem, dass man bei vielen Posten Selbstbespaßung betreiben muss, was vielen nicht sonderlich viel Spaß macht.


    Im Grunde ist es mir persönlich aber relativ egal, ob man die Amtszeiten verlängert - wollte nur meine Argumente unters Volk bringen ;)

    Und hatte Durus gerade noch gedacht, noch einmal davongekommen zu sein, entlud sich der schwelende Streit nun mit voller Gewalt. Nicht nur, dass eine Sklavin dem a memoriae des Kaiser erklärte, was sie von ihm dachte - nein, Iuvenalis brüllte auch noch herum (und zwar gänzlich unbenommen). Durus fand den kleinen Scherz zuvor gar nicht witzig und wusste nicht, über wen er sich mehr ärgern sollte: Crista oder Iuvenalis. Er musste sich zurückhalten, nicht beide lauthals aus dem Raum zu jagen.


    Blass vor Zorn wandte er sich an Iuvenalis und presste hervor


    "Könntest du deine Differenzen mit der Sklavin bitte draußen klären?"


    Entweder er würde gehen oder seine Sklavin zumindest wegschicken. Durus war egal, was er tat, solange diese Szene sofort ihr Ende fand.