Beiträge von Manius Tiberius Durus

    Wieder einmal war ein Läufer aus Misenum zur Villa gekommen...

    Ad
    M' Tiberius Durus
    Villa Tiberia
    Roma, Italia



    Caius M' Tiberio Duro s.p.d.


    Leider muss ich Dir mitteilen, dass dein Vilicus seit mehreren Wochen nicht mehr auf dem Landgut ist, sondern das des Tiberius Iuvenalis mitbetreut. Offensichtlich ist seine Anwesenheit dort wichtiger.


    Dafür habe ich auch gute Neuigkeiten: Die Hennen, die auf dem Anwesen leben, haben größeren Nachwuchs bekommen. Aus diesem Grund möchte ich vorschlagen, die Eier, aber auch die Hennen, auf dem Markt zu verkaufen. Dies sollte guten Gewinn abwerfen.


    Scitum per

    Caius
    ----------------------------------------------------------
    Vilicus villae rusticae Tiberiae Miseno


    | Caius


    Caius hatte Neuigkeiten. Die Hennen, die sonst für die Versorgung des Anwesens legten, hatten unerwartet vielen Nachwuchs und ihm war eine Idee gekommen. Diese wollte er natürlich sofort weitergeben an seinen Herrn - der Vilicus war ja seit langem nicht mehr hier.


    Ad
    M' Tiberius Durus
    Villa Tiberia
    Roma, Italia



    Caius M' Tiberio Duro s.p.d.


    Leider muss ich Dir mitteilen, dass dein Vilicus seit mehreren Wochen nicht mehr auf dem Landgut ist, sondern das des Tiberius Iuvenalis mitbetreut. Offensichtlich ist seine Anwesenheit dort wichtiger.


    Dafür habe ich auch gute Neuigkeiten: Die Hennen, die auf dem Anwesen leben, haben größeren Nachwuchs bekommen. Aus diesem Grund möchte ich vorschlagen, die Eier, aber auch die Hennen, auf dem Markt zu verkaufen. Dies sollte guten Gewinn abwerfen.


    Scitum per

    Caius
    ----------------------------------------------------------
    Vilicus villae rusticae Tiberiae Miseno



    Damit schloss er den Brief und gab ihn einem Cursor mit.





    SCRIBA VILICI – MANIUS TIBERIUS DURUS

    | Stesichoros


    Da es keine richtige "Familie" gab (zumindest keine im biologischen Sinne), schloss Stesichoros, dass die Vestalin mit dem Hausherrn sprechen wollte. Also meinte er


    "Senator Tiberius Durus ist im Hause. Ich werde Dich ankündigen. Folge mir doch ins Atrium."


    Da es eine Vestalin war, musste der Herr sie ja empfangen. Alles andere wäre respektlos gewesen.





    IANITOR – GENS TIBERIA

    Stesichoros führte die Virgo Vestalis Maxima in das weitläufige Atrium der Villa. Dort entschuldigte er sich und verschwand hinter dem Vorhang, der zum Tablinium führte. Es dauerte nur eine kurze Zeit, ehe Tiberius Durus in seiner Senatorentunika und mit überraschtem Gesichtsausdruck auftauchte. Ging es etwa um Erbschaften?


    "Salve, Virgo Vestalis Maxima! Was führt Dich zu mir?"

    Durus war überrascht, wie sehr alle anderen plötzlich zuhörten...nunja, andererseits unterhielt Durus sich ja über den ganzen Tisch. Die Lex Mercatus war dem Tiberier schon längere Zeit ein Dorn im Auge, zumal das wohl eher die Aufgabe der Censoren war, solche Dinge zu ahnden.


    "Ich denke, dass es wichtig ist, die Lex Mercatus als das zu verstehen, was sie sein soll: Ein Sittengesetz. Ich würde mir wünschen, dass der Kaiser als oberster Sittenwächter ein schärferes Auge auf die Senatoren wirft."


    Er wischte sich die Hände an seiner Serviette ab, da er genug von der Vorspeise hatte.


    "Ich vertrete ja meinen Vetter vor Gericht. Und dass selbst der Praefectus Urbi nicht versteht, wie man dieses Gesetz zu verstehen hat...manchmal muss ich mich schon sehr wundern."

    | Stesichoros


    Stesichoros konnte kaum aus den Augen sehen, so stark hatte die Allergie zugeschlagen, an der er zur Zeit laborierte. So musste er schon zweimal hinsehen, bevor er feststellte, dass eine Vestalin vor seiner Tür stand. Sofort machte er ganz auf.


    "Tretet ein!"


    bat er freundlich. Die beiden Soldaten, die sich erhoben hatten, nahmen wieder Platz, als sie erkannten, wer vor der Tür stand.





    IANITOR – GENS TIBERIA

    Noch vor Camilla entstieg Durus seiner Sänfte. Sofort eilte ein Sklave herbei und richtete die Toga des Senators, während ein anderer der jungen Dame aus dem Gefährt half.


    Ein dritter Sklave klopfte.

    Eines weiteren Tages fand wieder eine Contio des Collegium Augurum statt. Wie immer war auch Durus anwesend, als der alte Magister der Auguren nach der formellen Eröffnung der Sitzung zu einem Tagesordnungspunkt kam.

    "Uns erreichte ein Brief aus Ostia. Der dortige Magistrat bittet um Nachforschungen bezüglich des Mercurius-Tempels.


    Genaugenommen scheint die Tempelbaustelle mehrfach eingestürzt zu sein. Nun fürchtet man, dass Mercurius überhaupt keinen Tempel will. Ein Augur sollte also entsandt werden und Nachforschungen anstellen."


    erklärte Esquilinus. Durus horchte auf. So etwas hatte er noch nicht gehört.

    Die Abstimmung nahm ihren Lauf und tatsächlich erhielt Valens eine knappe Mehrheit. Damit war er Arvalbruder.

    "Das Ergebnis der Cooptatio lautet: Caius Tiberius Valens ist als Arvalis Frater angenommen."


    Nun würde noch ein Problem kommen, denn Durus hatte Post erhalten. Es ging um...


    "Als nächstes habe ich noch einen Candidatus für das Amt des Arvalbruders. Es handelt sich um Gaius Tiberius Rufinus. Er dient als Soldat bei der Legio XXII Deiotoriana und bittet ebenfalls um Aufnahme in unserem ehrenwerten Collegium."


    Schon jetzt fürchtete Durus um die Reaktion von Aurelius Sophus, aber was sollte er tun?

    Durus hatte gehofft, dass es langsam genug sein würde mit abstrusen Ideen für Gesetzesanträge, aber dann kam wieder einer - allerdings von einer anderen Seite...


    Sofort meldete er sich auch zu Wort.


    "Und warum sollte man so etwas tun? Warum ist es Aufgabe des Staates, die Lagerhaltung einzelner Betriebe zu reglementieren?


    Ist es nicht völliger Unsinn, den Betrieben eine Lagerhaltung zu verbieten? Schließlich gibt es saisonale Nachfrage, die mal höher, mal niedriger ist. Wieso sollte man nicht produzieren, wenn es zufällig gerade keine Nachfrage gibt? Um dann nichts zu haben, wenn sie wieder steigt?"

    Durus lehnte sich zurück und hörte Albinas Ausführungen zu. Sie schien ihre erwartete Rolle mit Freuden anzunehmen - ein braves Mädchen!


    "Oh, das wäre tatsächlich eine gute Idee. Wurde eure Verlobung also schon brieflich abgewickelt?"


    Natürlich hatten sie das. Furianus durfte seine Provinz ja nicht einfach verlassen...

    Durus fragte sich in einem kurzen Anflug von Humor, wie er ihr bei der Hochzeit helfen konnte, kehrte dann jedoch wieder zu seinem gewöhnlichen Ernst zurück, obwohl sich ein Lächeln auf sein Gesicht legte. Furianus war ein alter Bekannter und auch wenn er lange nicht mehr bei Durus zu Gast gewesen war, so verband sie doch ein mehr oder weniger dickes Band der Freundschaft. Nach Claudias Dahinscheiden hatte Durus sich ohnehin gefragt, wen der Flavier nun ehelichen würde, aber dass es Albina war, war eine echte Überraschung.


    "Oh, welch eine Freude! Dann kommt doch noch eine Verbindung zwischen uns und den Flaviern zustande."


    stellte er fröhlich fest.

    Durus lächelte dem Aurelier zu und beschloss dann, seinen Ehrenplatz einzunehmen. Würdevoll schritt er zu den kunstvoll verzierten Stühlen, auf denen die Gäste aus Rom offensichtlich der Weihe zusehen sollten. Die Kissen kamen dem Tiberier äußerst weich vor - offensichtlich wollte man, dass es den "echten Römern" an nichts fehlte.


    Das Angebot an Speis und Trank lehnte Durus jedoch mit einer Handbewegung ab - er hielt es nicht für angemessen, während einer Tempelweihe dazusitzen und zu schmausen.

    Auch Durus hatte seinen offensichtlich neuen Amtskollegen kurz begrüßt. Man hatte ihn bisher nicht unterrichtet, dass auch Flavius Gracchus inauguriert werden würde, so war es eine echte Überraschung, ihn hier zu sehen. Während nun der Rex Sacrorum seinen baldigen Amtskollegen offiziell zum Pontifex designierte. Als Augur wusste Durus natürlich, was nun kommen würde: Man würde die Götter in einem Gebet bitten, ihre Meinung zu diesem Plan kundzutun und anschließend Auspizien einholen - im Auftrag des Collegium Pontificium natürlich.

    Zitat

    Original von Manius Flavius Gracchus
    "Wie steht es um deine Pläne, Tiberius? Wirst du den weiteren Weg des Cursus Honorum beschreiten?"


    Die ganze Zeit hatte der Tiberier gehofft, diese Frage gestellt zu bekommen. Zuerst hatte er darüber nachgedacht, eine kleine Ansprache zu halten, dann hatte er jedoch beschlossen, dass dies seine Einladung zu einer bloßen Wahlveranstaltung deklassiert hätte. So hatte er einfach spekuliert, dass ihn jemand darauf ansprechen würde, was offensichtlich geklappt hatte.


    "Nunja, zugegebenermaßen ist es fast ein wenig früh, dies zu tun, dennoch habe ich beschlossen, im nächsten Jahr eine Stufe weiterzugehen und die Praetur anzustreben."


    erklärte er fast beiläufig, während er sich ein Stück Brot nahm.

    Durus nahm sich ein Ei und genoss die Kräutersoße. Diese Köchin war wirklich jeden Denarius wert gewesen!


    "Planst du ein weiteres politisches Engagement, Flavius?"


    fragte Durus überrascht, da er nichts weiteres gehört hatte. Im Prinzip war es verständlich, da seine Erhebung in den Senatorenstand sicher kurz bevorstand.

    Sim-Off:

    findet ja noch vorher statt, oder?


    Sofort fühlte sich er Tiberier an seine letzte Magistratur erinnert. Das Aedilat war durchaus interessant, wenn auch teuer gewesen. Und nun fragte sich natürlich, wie es das nächste Mal aussehen würde...

    Gehüllt in seine beste Senatorentoga, erschien Manius Tiberius Durus, Sohn des Manius Tiberius Ahala, auf der Arx Capitolina, wo er schon so oft zur Erfüllung seiner Auguren-Pflichten erschienen war. Etwas nervös trat er zu den Pontifices, grüßte sie leise und stellte sich dann zu ihrer Linken auf. Er kannte einige von ihnen aus dem Senat, dennoch hatte es ihn verwundert, dass man ihn bestimmt hatte. Vielleicht hatte der Imperator seine Finger im Spiel...