Bitte meinen Geflügelhof freischalten (da der und seine Nebenprodukte ja scheinbar geduldet sind ;))!
Gallinae Tiberiae
Bitte meinen Geflügelhof freischalten (da der und seine Nebenprodukte ja scheinbar geduldet sind ;))!
Gallinae Tiberiae
Nachdem alle Platz genommen hatten, beschloss der Maiordomus, dass es Zeit war, die Vorspeise aufzutragen. Daher öffnete sich die Tür des Speiseraums und Sklaven in Livrees traten ein. Jeder trug eine große Platte mit duftenden Speisen. Als die Platten auf dem Tisch abgestellt wurden, konnte man sehen, dass es sich um gebratenen Siebenschläfer (natürlich ohne Fell und knusprig braun ;))handelte. Eine andere präsentierte hartgekochte, aufgeschnittene Eier, die mit einer Kräutersoße übergossen worden waren. Auch ein Korb mit Brot war zu finden.
"Lasst es euch schmecken!"
lud Durus ein und nahm sich sogleich etwas vom Siebenschläfer. Dabei sah er zu Flavius Gracchus.
"Flavius, wie geht es eigentlich Deinem Vetter? Man sieht ihn gar nicht mehr im Senat. Ich hörte, er habe sich auf sein Landgut zurückgezogen - ist er erkrankt?"
Schließlich war es immer gut, zu wissen, wie das Befinden solch einflussreicher Männer war...außerdem war es natürlich ein guter Gesprächseinstieg.
Durus sah auf und erblickte Albina. Mit ihr hatte er eigentlich nicht gerechnet, dennoch freute er sich und sah sie freundlich an.
"Nein, nein...das hat Zeit!"
Er ließ den Bericht sinken.
"Womit kann ich dir denn helfen?"
Durus ließ sie ein, obwohl er gerade einen Augurenbericht von Tullius Cicero las.
"Herein!"
Nachdem der Verteidiger auf sein Plädoyer verzichtete - was wohl daran lag, dass er nicht einmal ein richtiger Advocatus war - setzte Durus zu seiner letzten Rede im Prozess an.
"Um dem Gericht noch einmal eine kurze Zusammenfassung zu bieten, werde ich mich diesmal kurz fassen."
begann er, was nichts gutes verhieß ![]()
"Mein Mandant und ich betrachten weiterhin die Holzwirtschaft als Teilgebiet der Landwirtschaft, da Holz als Nebenprodukt der Urbarmachung der Anbauflächen anfällt. Da Nebenprodukte im vom Senat empfohlenen Kommentar des Caecilius nicht erwähnt sind, ist es in diesem Fall durch den vorsitzenden Praetor neues Recht zu schaffen.
Dazu möchte ich jedoch noch einmal auf parallele Handhabung in der Viehwirtschaft hinweisen, die ich ja bereits ausgeführt habe."
Er machte eine kurze Pause. Auch des Praetors Bemerkung fand ihren Weg in das Plädoyer.
"Abgesehen wird ein Teil der Ressourcen für das Sägewerk von Bäumen gebildet, die neben ihrer Nutzung als Fruchtproduzent explizit für die Verarbeitung ihres hochwertigen Holzes gezüchtet werden - etwa Kirschbäume, wie sie auf meinem eigenen Gut wachsen.
Aus diesem Grunde halte ich das Edictum des Praefectus Urbi für ungerechtfertigt und beantrage dessen Aufhebung."
Durus war ziemlich überrascht, als der Septemvir ihn für den Vater hielt - sah er denn schon so alt aus? Nunja, andererseits konnte Camilla tatsächlich fast seine Tochter sein...dennoch - er beschloss, etwas zur Erhaltung seiner Jugend zu tun.
"Nein, nein. Ich bin nicht der Vater. Ich begleite sie nur."
Er sah zu Camilla. Sicherlich hatte sie die Einverständniserklärung ihres Vaters bei sich*.
*Mach einfach eine ![]()
ZitatOriginal von Kaeso Annaeus Modestus
Kurz darauf bemerkte er schon wie sich ihnen eine Mann mit dem breiten Streifen eins Senators auf der Toga näherte.
Das konnte nur Tiberius Durus sein, denn andere Senatoren hatte er nicht eingeladen. Der Patrizier ein wichtigen Gast,
weshalb Modestus ihn auch sogleich begrüßte.
>Salve Senator Tiberius Durus. Es ist mir eine Ehre dich in Mantua begrüßen zu dürfen.<
Durus lächelte freundlich, als der Duumvir ihn persönlich begrüßte. Prompt erwiderte er den Gruß.
"Salve, Annaeus Modestus. Deine Einladung ehrt mich."
Erst vor kurzem war dem Tiberier dieser Name untergekommen...hatte man ihn nicht nach seiner Meinung über ihn gefragt? Er wollte in den Ordo Senatorius, genau...
Ehe er weiterdenken konnte, entdeckte er auch schon die Aurelier, genaugenommen erkannte Durus nur Corvinus, die andern beiden hielt er jedoch dank der Aufmachung für dessen Verwandte oder zumindest Freunde. Da der Aurelier sie dem Duumvirn vorstellte, bekam Durus auch sofort mit, um wen es sich handelte. Was Modestus erwähnte, brachte Durus zum Grübeln. Offensichtlich hatten die Mantuer ein Problem mit diesem Octavier - aber wem konnte man das verdenken? Die Traditionsverbundenheit dieses Homo Novus war Durus eher zweifelhaft seit jener Kandidatur...aber seine Gedanken kamen nicht zum Ende, denn er richtete sein Interesse auf einen der jungen Aurelier...Ursus?
"Salvete, Aurelii."
grüßte er alle drei mit einem Lächeln. Dann wandte er sich an Annaeus Sophus, seinen Mit-Auguren.
"Salve, Collega!"
Durus hielt sich ein wenig für dumm verkauft, da der Praetor ihn offensichtlich weiterhin nicht verstand. Auch Avitus gab ihm seiner Meinung nach Recht - man war froh, wenn man sie los wurde und Ackerland entstand - wieso also einfach verbrennen? Als dann auch noch der Praetor für seine Seite sprach, war Durus wieder beruhigter...dennoch wartete er, ob der Tribun etwas sagte, bevor er sein Schlussplädoyer hielt.
Der Weg des Tiberius Durus nach Mantua war mehr als beschwerlich gewesen: Sein Reisewagen hatte an einer schlecht ausgebauten Straße einen Achsenbruch erlitten, sodass er ewig hatte warten müssen, bis seine Diener einen Händler "überreden" konnten, ihnen sein Fuhrwerk zu überlassen. Dennoch war der Senator mit seinem Lieblings-Pferd, das ihn auch bei der letzten Reise nach Mantua ein ganzes Stück transportiert hatte, vorausgeritten. In Mantua angekommen hatte er dennoch eine ganze Zeit auf seine Toga warten müssen.
So erschien er nun viel zu spät, umgeben von einer Schar Sklaven, gehüllt in die Senatorentoga. Es war tatsächlich schon allerhand auf den Beinen. Irgendwo sehr weit vorn konnte der Tiberier Annaeus Sophus erblicken und beschloss, in diese Richtung zu gehen - denn dort befand sich sicherlich auch der Platz für die Ehrengäste!
ZitatOriginal von Spurius Purgitius Macer
Dass hörte Macer gerne, dass er noch nichts verpasst hatte. Offensichtlich hatten die Gäste sich noch nicht einmal zu Tisch gelegt.
"Salve, Senator Hungaricus", erwiderte er dann den Gruß des ehemaligen Consuls, der offenbar auch erst vor kurzem eingetroffen war und sich gerade erst unter die Gäste mischen wollte. Dann kam Meridius hinzu. "Senator Meridius, schön, dich hier zu treffen. In letzter Zeit haben wir uns ja nur im Senat gesehen."
Nachdem nun alle anwesend waren, beschloss Durus, das Vorgeplänkel zu beenden und zu Tisch zu bitten. Er suchte Augenkontakt mit dem leitenden Sklaven und bedeutete ihm, die Männer zu Tisch zu bitten.
Die Sklaven traten unauffällig an die Herren (und Damen) heran und geleiteten sie zu dem Tisch. Natürlich wurde jedem auch sein Platz am Tisch zugewiesen, jeweils der erreichten Ehren entsprechend.
Den beiden Tiberierinnen wurde wahlweise ein Platz am Rande der Kline oder auf einem Korbstuhl daneben angeboten.
1: Tiberia 2: Aelius Callidus 3: MTD 4: Vinicius Hungaricus 5: Decimus Meridius 6: Purgitius Macer 7: Flavius Gracchus 8: Aurelius Corvinus 9: Aurelius Commodus
Neben 1 auf einem Korbstuhl: Tiberia
Als alle Platz genommen hatten, ließ Durus das Mulsum servieren, um den Appetit der ehrenwerten Herren ein wenig anzuregen.
Durus' Augenbraue zog sich leicht hoch, als der Septemvir Camilla so ungehörig ansah - was fiel diesem widerlichen alten Mann ein? Er ließ sich jedoch nichts anmerken, sondern sah ebenfalls zu Camilla. Das war genaugenommen eine Frage an sie!
Hungaricus, Meridius, Macer, Durus
ZitatOriginal von Marcus Vinicius Hungaricus
Hungi grinste. Ich hoffe, du meinst jetzt nur den Medicus und nicht mich als Ankläger. Er lachte ein wenig, gefiel ihm dieser kleine Witz jetzt wohl um vieles weniger als in dem Augenblick, in dem dieser ihm einfiel. Also wischte er diesen weg, auch quasi physisch mit der Hand. Aber egal, ich werde den aufstrebenden jungen Mann hoffentlich bald kennenlernen. Oh, Senator Macer. bemerkte Hungi den anderen Gremiumskollegen und begrüßte diesen auch, bevor er sich unter die Gäste mischte.
Obwohl Durus den Witz nicht auf Anhieb verstand, lächelte er auch. Dann kam auch schon der Decimer zu der Gruppe hinzu - eine gute Möglichkeit zum Themenwechsel.
"Und, wie gefällt Dir Dein neues Anwesen? Ist der Boden gut?"
Gern gab Durus den bäuerlichen Fachmann, denn die Landwirtschaft war schließlich das, was sich für einen ehrenhaften Römer geziemte!
Durus lächelte. Genaugenommen hatte er das Fest sowieso geplant, aber im Prinzip war es ja egal. Es war vielmehr der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte...im positiven Sinne natürlich.
"Ich denke nicht. Unser Haus-Medicus kümmert sich bereits um ihn. Wenn er nicht helfen kann, werde ich möglicherweise auf Dich zurückkommen."
meinte er und sah auch schon Purgitius Macer. Allzu spät war er ja gar nicht, wie Durus feststellte.
ZitatOriginal von Spurius Purgitius Macer
"Tiberius Durus, ich bin mit Freunden deiner Einladung gefolgt und bitte um Entschuldigung, dass ich erst so später erscheinen konnte", bedankte er sich dann zunächst einmal, ohne jedoch den Grund für sein späteres Erscheinen näher zu erläutern.
Mit einem strahlenden Lächeln empfing er auch ihn.
"Salve, Purgitius Macer! Allzu spät ist es ja glücklicherweise nicht geworden - Du hast noch nichts verpasst!"
"beruhigte" er ihn.
Durus wollte gerade weiterplaudern, als der Nomenclator ihm ins Ohr flüsterte, dass Vinicius Hungaricus aufgetaucht war. Seinen Patron sollte er vielleicht selbst begrüßen, daher entschuldigte er sich bei Callidus und ging ihm entgegen.
"Salve, Vinicius Hungaricus! Wie schön, dass du kommen konntest."
Er begrüßte ihn mit einem Händedruck, da er nicht wusste, ob eine Umarmung angemessen war.
"Leider muss ich Dir eröffnen, dass Tiberius Valens heute nicht erscheinen konnte - er ist erkrankt und hütet das Bett."
meinte er dann, ehe Hungaricus fragen musste.
| Echion
ZitatOriginal von Marcus Vinicius Hungaricus
Die Zeit war schon ein wenig fortgeschritten, als der Zug des Senators Vinicius vor der Villa Tiberia hielt. Langsam und bedächtig stieg Hungi aus seiner Sänfte, er stand noch gar nicht richtig, als schon einer seiner Sklaven um ihn herumscharwenzelte und die Toga des Senators richtete. Eine lästige Angelegenheit, aber notwendig. In der Zwischenzeit schickte er einen anderen Sklaven an die porta, der dem Ianitor die Ankunft Hungis berichten sollte.
Echion hatte gerade etwas Brot von den beiden Sklavenjungen erbettelt, als es erneut klopfte. Rasch gab er sein Stück einem der Stadtsoldaten in zivil und öffnete. Als der Sklave erklärte, wer da war, konsultierte Echion seine Gästeliste und meinte dann wie schon zuvor.
"Dein Herr möge dem Knaben ins Triclinium folgen. Viele Gäste sind schon da."
ZitatOriginal von Spurius Purgitius Macer
Ganz wie es der Sklave bei der Antwort auf die Einladung schon angekündigt hatte, traf Macer etwas verspätet zum Convivium ein. Er hatte wieder einmal Träger für seine Sänfte gemietet, mit der er nun vor der Porta erschien. So hatte er wenigstens auf dem Weg zur Villa Zeit gehabt, ein wenig zu entspannen. Auch wenn er gerne zu Fuß ging, machte er dabei leicht einen etwas gehetzten Eindruck, den er bei so einem Zusammentreffen gerne vermeiden wollte. Er wusste nicht einmal genau, wen er nun alles antreffen würde, als sein Leibsklave an die Tür klopfte und um Einlass für seinen Herrn bat.
Echion hatte sich mit dem letzten verbliebenen Sklavenjungen unterhalten, der scheinbar schon seit seiner Geburt zum Haushalt gehörte - Sohn eines Sklaven eben. Da klopfte es wieder und ein weiterer Sklave stand an der Tür. Purgitius Macer, sehr gut...damit war die Liste abgearbeitet.
"Sehr gut. Diese Junge wird Deinen Herrn ins Triclinium führen. Ich glaube, das Essen hat noch nicht angefangen."
Zumindest hatte er noch nichts von dem leckeren Essen aus der offenen Küche gerochen.
Als der Senator vorbei war, konnte er endlich seinen seltsamen Kopfschmuck absetzen und sich was zu Essen in der Küche holen.
"Dann möchte ich dich direkt fragen: Sind Absperrungen Inhalt deines Kurses?
Ist das nicht vielmehr eine Frage von Bauverordnungen? Wäre es nicht sinnvoller, in diesem Fall eine Verordnung über Absperrungen zu erlassen? Wobei ich mich frage, ob unsere Bürger nicht intelligent genug sind, nicht unter einem Kran herumzuspazieren..."
Durus musste sich etwas verwirrt an den Praetor wenden. Offensichtlich war seine Argumentation doch etwas komplex geworden, sodass der Richter nicht mehr durchblickte...
"Mit Verlaub, verehrter Praetor, ich denke, dass dieser Vergleich doch sehr entscheidend ist. Eierverkauf ist nämlich ebenfalls nicht mit der Definition aus dem Kommentar vereinbar, ebenso wie die Holzwirtschaft. Dennoch gehört beides zur Landwirtschaft. Dahingehend ist der Kommentar leider...unvollständig. Es werden die Nebenprodukte außer Acht gelassen."
versuchte er seine Argumentationslinie noch einmal zusammenzufassen.
"Ich meine nicht den Aufwand des Besuches, sondern den der Überprüfung, ob die zum Kurs verpflichteten diesen besucht haben. Und natürlich dann auch noch diesen einhalten. Der Cursus Iuris und die Examen an der Militärakademie sind meiner Meinung nach auch nicht zwingend notwendig, wenn die führenden Familien, die diese Kurse für die Wahrnehmung ihrer Pflichten benötigen, sich ein wenig mehr auf die würdige Ausbildung eines jungen Römers besinnen würden. Aber das ist eine andere Geschichte.
Zurück zu den Architekten oder Bauleitern oder was auch immer. Was genau hat Sicherheit mit dem Architektur-Kurs zu tun? Soweit ich mich erinnere, wurde dort eben das vermittelt, was ein Architekt für die Konstruktion von Bauwerken benötigt, nicht, wie ein Baugerüst aufzustellen ist.
Daher hat es keinen Sinn, dabei von Bausicherheit zu sprechen. Dieses Wissen haben die leitenden Arbeiter durch Erfahrung, sie bekommen keine Anweisung vom Architekten, wie sie ihr Gerüst zu befestigen haben. Dieses Wissen haben viele Architekten auch gar nicht, nehme ich an, denn es ist nicht ihre Aufgabe. Folglich reden sie den Arbeitern da auch nicht rein. Es wäre genauso, wie wenn der Statthalter einem Aquarius erklärt, wie er ein Aquädukt zu inspizieren hat.
Folglich müsste es eine Sicherheitseinweisung für die Arbeiter geben, was aber einen gewaltigen Aufwand bedeutet."
erwiderte Durus und wurde immer ärgerlicher. Er würde sich ein wenig mehr in Ruhe üben müssen, wenn er Zeit dazu hatte...
Durus wunderte sich über die Fistelstimme, trat dann jedoch ein. Der Septemvir, der ihn erwartete, war offensichtlich gerade beschäftigt, denn sein Scriba saß schreibbereit neben ihm. Aber die Sache konnte er auch später fortführen.
"Salve, Septemvir. Ich bin Manius Tiberius Durus und das ist Tiberia Camilla. Sie würde gern in den Dienst der Götter treten. Als Discipula."
erklärte er kurz und bündig sein Anliegen.
ich betrachte das einfach mal vor dem Eintreffen von Callidus, damits bisschen übersichtlich bleibt
Er drehte sich um. Camilla war auch hinzugekommen! Die beiden stellte er natürlich gern vor, denn beide waren schließlich überaus vorzeigbar!
"Das ist Tiberia Camilla und Tiberia Albina. Zwei weitere Verwandte, die hier in Rom weilen."