Beiträge von Manius Tiberius Durus

    Dann muss ich mich nochmal in aller Form entschuldigen, dass ich das SimOff-Posting im Senat vergessen habe - Entschuldigung :(


    Aber so wies aussieht, hat es nicht allzu viele dermaßen beeinflusst (Hauptsache, du gewinnst die Abstimmung ;) )



    Und noch als kleine Anmerkung: Das Augurenkollegium bestand sogar zur Hälfte aus Patriziern, ebenso wie die meisten anderen Priesterkollegien (zumindest in republikanischer Zeit...) :D

    Es schien ganz so, als wollte Minervina nicht weiter über das Thema reden, folglich beschloss Durus, die Sache ruhen zu lassen. Der Tod war zwar an sich interessant, aber wohl tatsächlich nicht das richtige Thema für den Frühstückstisch. Nach einem Stück Käse, das er schweigend verspeiste, fragte er plötzlich


    "Quintus ist bereits aufgebrochen, nicht wahr?"

    Durus blickte nun leicht mitleidig. Diese Lage erinnerte ihn an jemanden...


    "Das muss furchtbar für dich sein. Auch ich habe meinen Vater und meine Mutter verloren. Und nun auch meine Schwestern."


    Einen Moment dachte er an all die verlorenen Geliebten. Sein Vater, den stolzen Tribun, der ihm alles beigebracht hatte, der streng, aber liebevoll gewesen war. Er sah sich gemeinsam mit ihm den Nil hinabfahren, auf der Jagd...es war eine schöne Zeit gewesen. Dann seine Mutter - voller Lebensfreude, stets voller Liebe für ihn und seine Schwester, eindeutig der vitalere Teil des Elternpaars. Von ihr hatte Honoria am meisten geerbt. Außer die Dickköpfigkeit, die auch Durus gelegentlich an den Tag legte. Schließlich Livilla, die jüngste. Durus hatte sie gerne beschützt, doch nun war sie in der Ferne von ihm gegangen...wie alle. Zurück zum Welt-Logos...sein verklärter Blick klarte wieder auf und war dann wieder freundlich.


    "Aber man muss manchmal das vergangene hinter sich lassen. Nicht vergessen, aber nach vorn blicken."


    Nun trugen die Sklaven kalten Braten, Brot, Wasser, sowie Eier auf. Auch eine kleine Platte mit Käse folgte, sodass Durus sich an dieser und dem Brot bediente.


    "Der Körper stirbt, doch die Seele lebt weiter, Minervina. Vielleicht kann das ein Trost für dich sein."


    Für ihn selbst war es beim Tod des Vaters nur ein sehr bedingter gewesen. Genaugenommen hatte er sich geärgert, dass seine Mutter ihn mit dem stoischen Geschwafel hatte trösten wollen. Inzwischen dachte er nicht mehr so...selbst wenn Zenons Ideen ein Hirngespinst waren, so waren sie doch ein tröstendes...

    Durus lächelte und antwortete Livianus, jedoch nicht so laut, dass es das ganze Plenum vernehmen konnte.


    "Ich habe noch keinen Boten hier gesehen, der einen Brief seines Herrn abgegeben hat mit 'Ich bin für das und das'. Aber man kann natürlich nie wissen."


    Genaugenommen fand Durus die Debatte langsam fast etwas lächerlich. Senatoren, die abwesend waren und dennoch abstimmten? Das war doch tatsächlich...merkwürdig mindestens.
    Aber da das offensichtlich kein Witz war, meldete er sich erneut zu Wort.


    "Auch wer krank ist, kann nicht abstimmen. Ich bin der Meinung, dass nur anwesende Senatoren auch stimmberechtigt sind. Denn ein kranker Senator kann sich auch keine Meinung bilden.
    Wer zur Abstimmung kommt, stimmt ab, wer nicht, der nicht. Alles andere wäre doch blanker Unsinn!"


    Wieso wurde nur nicht mehr nach der alten Tradition mit den Füßen abgestimmt? Da konnte wenigstens nicht so ein Mist herauskommen...

    Zitat

    Original von Spurius Purgitius Macer
    "Auch ein sogenannter politischer Tod kann der Gesellschaft eine Lehre und damit ein Nutzen sein. Aber selbst wenn er es nicht ist, ist er kein Vergleich zum Tod auf dem Schlachtfeld. Hast du schon einmal Menschen gewaltsam sterben sehen?" Macer hatte es, auf den Feldern bei Eburum. Und es waren römische Bürger gewesen, die dort durch die Hand anderer römischer Bürger starben.


    Durus war kurz verwirrt. Menschen sterben sehen? Er hatte ihren Tod sogar bereits selbst organisiert! Aber das war wohl kaum das, was Macer meinte. So machte er ein ernstes Gesicht.


    "Natürlich - aber wohl kaum in einer derartig nahegehenden Situation wie Du, Senator. Bisher war mir der Heeresdienst ja unglücklicherweise verwehrt..."


    In Aegyptus war es nicht möglich gewesen - damals war er nur Patrizier und ein Tribunat war kaum möglich gewesen und nun...fühlte er sich in gewisser Weise zu alt...

    Durus lachte kurz auf. Der junge Morgen? Wenn sie gewusst hätte, wie er nach dem letzten Convivium bei den Flaviern aus der Wäsche gesehen hätte...zum Glück war er zuletzt nicht mehr absent gewesen...so ließ er das Kompliment lieber unkommentiert und fragte stattdessen mit leichter Besorgnis in der Stimme - scheinbar hatte das Mädchen ja etwas auf dem Herzen...


    "Was ist denn los? Die Wärme oder...etwas anderes?"

    Könnte man nicht sowas regelmäßig festlegen - weil Praefectus Classis von der wichtigsten Flotte Roms is schon viel...vielleicht wenn man sagt, dass man bei dem und dem Alter so und so Karriere gemacht haben darf...maximal natürlich...

    "Ah, guten Morgen, Minervina!"


    grüßte Durus freundlich zurück. Ganz offensichtlich war Minervinas Nacht ein wenig kurz gewesen oder sie war ein Abendmensch. Auch Durus konnte dem Abend mehr abgewinnen als dem Morgen, doch die Tagesgeschäfte eines Senators zwangen ihn dazu, trotzdem mehr Wert auf die Ausnutzung des Tageslichts zu nehmen.


    "Du darfst mich übrigens auch gerne Manius nennen, solange hier nicht noch mehr Manii herumlaufen."


    bat er ihr die vertraute Familien-Anrede an. Zwar war Minervina nicht direkt mit ihm verwandt, aber das "Durus" überließ er doch eher den Freunden außerhalb der Gens.


    "Wie hast du geschlafen?"


    fragte er und fügte sofort ein


    "Du siehst müde aus!"


    hinzu. Er konnte es nicht verhindern, dass er Fragen halb selbst beantwortet hatte, bevor der Gefragte antwortete - eine Angewohnheit aus den Gerichtssälen seiner Jugend.

    Also ich wollte kurz jede Schuld von mir weisen. Der hat mir das so vorgelegt und auf Nachfrage gemeint, das ginge so in Ordnung (in meinem grenzenlosen Vertrauen habe ich es natürlich auch geglaubt ;) )


    Vielleicht sollte man hier mal klare Regeln schaffen was geht und was nicht!

    ...musste Durus noch immer frühstücken - nur ein gutes Frühstück ließ den Tag gut beginnen. Zudem hatte er noch Besuch, dem er natürlich einen guten Start in de Tag bieten musste.


    In einer weiten Tunika, die Durus nach dem Schlafen angelegt hatte - es wurde langsam recht unangenehm warm - bald würde wohl die Sommerpause des Senats anstehen und er konnte sich endlich nach Misenum begeben, wo das Klima wesentlich besser war.


    So legte er sich auf eine der drei Klinen und wartete, was die Sklaven ihm so auftragen würden...

    Durus nickte all den Vorgestellten kurz zu. Natürlich kannte er den großen Kriegshelden Purgitius Macer. Er hatte sogar bereits darüber nachgedacht, ob er dessen Geschichte nicht für die Nachwelt festhalten wollte...also genaugenommen die der Usurpation Laecas. Aber zur Zeit hatte er weder Zeit, noch Lust zu derlei.
    Auch Antonia erhielt ein Lächeln, wie auch die ein wenig unstandesgemäß gekleidete Arrecina. Trotz allem machte sie einen durchaus attraktiven Eindruck...
    Noch immer mit einem Lächeln auf den Lippen schaltete er sich ein.


    "Politik kann zum politischen Tod führen. Für manchen wohl fast genauso schlimm wie der physische. Denke man nur an große Politiker wie Cicero..."


    Immer wieder hatte Durus über diesen Mann nachgedacht. Sein ganzer Lebensabend war von seinem politischen Scheitern bestimmt gewesen - und irgendwie hatte er auch zu seinem physischen Tod beigetragen.


    "Was nutzt mein Leben schon, wenn es nicht der Gemeinschaft nutzt?"


    stellte er die Frage in den Raum. Zugegebenermaßen konnte dies einen philosophischen Disput anstoßen, aber eigentlich hatte dem Tiberier der letzte dieser Art, der auch in diesem Raum stattgefunden hatte, sehr gut gefallen.

    "Ich möchte Dich gerne demnächst zu mir nach Hause einladen, damit wir den Fortgang der Factio gemeinsam besprechen können. Bis dahin werde ich alle wichtigen Informationen einholen.


    Besonders um die Frage nach neuen Lenkern sollten wir uns dringend sorgen!"

    "Lebe wohl, Claudius!"


    verabschiedete Durus Vesuvianus mit steinerner Miene. Dieser Hochmut, der ihm hier entgegenschlug, gab ihm überhaupt nicht die Möglichkeit, über den Wahrheitsgehalt der Worte des Claudiers nachzudenken. Stattdessen blieb nur Ärger zurück. Das war nicht nur eine ausgewachsene Beleidigung, sondern auch noch eine, die vor halb Rom ausgesprochen worden war - schließlich saßen hier Senatoren zusammen, Patrizier und Familienmitglieder - eigentlich seltsam, dass sich niemand sonst eingemischt hatte. Mit Quintus hatte er schon gerechnet, doch nun erkannte er, dass dieser sich offensichtlich klammheimlich verabschiedet hatte.


    "Entschuldigt diese...Sache."


    wandte er sich an seine übrigen Gäste. Hunger hatte er keinen mehr. Trotzdem gab er den Wink für den nächsten Gang. Es stand ein weiterer Hauptgang an - diesmal wesentlich gehaltvoller als der letzte:


    Die Sklaven tischten nun gefüllte Sau-Euter und kross gebratenes Geflügel auf. Diesmal wurden die Schenkel der Tiere vor den Augen der Gesellschaft vom Rumpf getrennt und sogleich nahm sich Durus einen von ihnen. Da Gracchus als einziger auch an diesem Gespräch beteiligt gewesen war, sprach er diesen nach einigem Schweigen an.


    "Wie lauten eigentlich Deine Pläne nach Vollendung Deines Vigintivirats? Der Senat, wie ich annehme?"


    Ein Gespräch über Politik war im Augenblick genau das, was Durus aufmuntern konnte - oder zumindest über die Zukunft anderer (wenn sie keine Verbindung mit der Claudia brachte).

    Stesichoros
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    Etwas seltsam war es schon, dass nicht einmal der Tribun etwas sagte, sondern dies diesem kleinen Vigil überließ, aber manche reiche Herren ließen ja auch Sklaven für sich arbeiten. Als er geendet hatte, fragte der Ianitor ein wenig ungläubig


    "Herrschaften? - Tretet ein - ich hole den Maiordomus!"


    Damit führte er die Vigiles hinein ins Atrium.

    Durus lächelte zufrieden, als Myrtilus seine Freude über die Quasi-Berufung kundtat. Vielleicht würde der Claudier eines Tages auch etwas für ihn tun können...


    Bevor er jedoch weiterreden konnte, warf sich die Braut bereits dem Alten an den Hals - für einen derartig förmlichen Anlass beinahe zu herzlich, aber Durus vergab es ihr an diesem Tag und bewegte sich nun auch in Richtung Klinen, wo Senator Macer offensichtlich gerade Kriegsgeschichten auftischte - das versprach interessant zu werden!