Beiträge von Manius Tiberius Durus

    Stesichoros
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    Als der Ianitor diesmal öffnete, stutzte er ein wenig. Was wollten denn die Vigiles hier? Es brannte doch gar nicht!


    "Ihr wünscht?"


    fragte er deshalb prompt.

    | Caius


    Caius kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der neue Herr wollte als noch mehr Sandsäcke...


    "Nunja, in den Vorratsräumen lagern eben die Vorräte, aber vielleicht kriegen wir irgendwo Platz."


    Er notierte sich die Anweisung auf seine Tabula.


    "Der Didier erscheint überhaupt nicht persönlich, das Getreide wird von einem Transportunternehmen nach Hispania gebracht, wo Crassus seine Bäckerei unterhält."


    Dann fuhr Antoninus fort und wunderte sich noch mehr. Wurde schon wieder ein neuer Sklaven-Kurs gefahren? Und wie sollte das bei diesem faulen Pack funktionieren?


    "Aber wir haben doch über fünfzig Sklaven, Herr. Man kann doch nicht jeden, der keine Lust hat, Dir vorführen! "


    Caius war selbst Sklave und absolut kein Freund von allzu harter Gewalt gegen Sklaven, doch ab und zu ein Peitschenhieb machte müde morgens munter und wer nicht arbeitete, bekam auch nichts zu essen - der Herr hatte schließlich nichts zu verschenken. Aber wenn der Vilicus das so wollte, dann musste man dies akzeptieren...es stand Caius nicht an, dem Vilicus zu widersprechen, zumal dieser auch noch zur Verwandtschaft des eigentlichen Herren gehörte.





    SCRIBA VILICI – MANIUS TIBERIUS DURUS

    Noch einmal musste Durus etwas hinzufügen, auch wenn er langsam bemerkte, dass auch die übrigen Gäste dem Streit zugesehen und -gehört hatten und deshalb sicher entweder belustigt oder entrüstet waren - hier war tatsächlich der denkbar ungünstigste Ort, um einen solchen Streit zu führen. Dennoch war es notwendig, denn er würde Claudius deswegen sicherlich nicht einfach besuchen.
    Auch Gracchus begann ihn langsam mit seiner Diskussion über die Angemessenheit einer Heirat im Mai zu nerven. Dies war doch nur ein Randthema, da währenddessen die gesamte Gens Tiberia für unmoralisch erklärt wurde - woher sollte Durus seine Legitimation als politisch aktiver Mensch ziehen, wenn nicht aus seiner Familie und deren Geschichte? Sollte er als Patrizier agieren wie ein homo novus, der einzig durch seine Demagogie Macht erhielt? Sollte er hier auf seine verstorbene Schwester, seine Cousine und seine halbe Verwandtschaft spucken? Beinahe hätte er Claudius dies hinterhergeschrieen, aber das war wohl kaum möglich. So dauerte es einige Momente, ehe er etwas ruhigere Worte gefunden hatte.


    "Über dich selbst brichst du ihn nicht, obwohl der verstorbene Kaiser Claudius dich wohl sicher aus seiner Familie geworfen hätte, hätte er gesehen, wie du Staub schluckst. Aber so war es zu deiner Zeit üblich.


    Auch die politische Betätigung einer Frau war in jüngerer Vergangenheit durchaus üblich*, da verschiedene Kriege wohl das ein oder andere Männer-Leben gefordert haben. Dies war nicht das, was die Tradition vorsah, aber wir müssen dies akzeptieren.


    Und soll ich deswegen das Andenken meiner Eltern schmälern, indem ich ihre Tochter und meine eigene Schwester, die selbst bereits aus dem Leben geschieden ist, als schlechten Menschen darstelle, nur weil sie etwas verspätet dem Zeitgeist folgte?


    Andere Zeiten, andere Normen. Also lass diese Vergangenheit ruhen."


    Wenn dieser Claudier nur aufhören konnte, in alten Wunden zu bohren. In seinem tiefsten Inneren kämpften seit der Kandidatur Honorias seine konservative Einstellung gegen seine Familientreue, die allen Tiberiern zutiefst zueigen war, doch stets obsiegte die Familientreue. Stets hatte er sich herausgehalten aus ihrem Wahlkampf - anders als Quintus, aber der war ja auch adoptiert.
    Nunja, jetzt war es heraus, vielleicht ließ sich an diesen Worten erkennen, dass er nicht völlig von den Ansichten seiner weiblichen Gentilen überzeugt war, aber dies nicht nach außen tragen wollte, vielleicht brachte es ihm Ärger mit anderen Angehörigen seines Standes, aber gesagtes ließ sich nicht einfach zurücknehmen.


    Sim-Off:

    * PN
    /edit: sorry für alle edits ;)

    | Caius


    Während der Herr trainiert hatte, hatten einige Sklaven an der Tür gelauscht, da die Schreie doch etwas seltsam klangen - besonders gepaart mit dem Geräusch der Faust- und Fersenaufschläge. Als der Herr dann wieder erschien (und dabei völlig ausgepowert wirkte), musste der Scriba erst einen Augenblick überlegen, wie die Lage war, und antwortete dann:


    "So ist es."


    Da der Herr dann auch schon davoneilte, drehte er sich zu einem der anderen Sklaven und versuchte, die Worte des Herrn zu wiederholen.


    "Hol' einen großen Sack, füll ihn mit Sand und häng' ihn im Officium des Vilicus auf. Nein, zwei. Und fünf Schritte Abstand dazwischen!"


    Der Sklave sah den Scriba ungläubig an, doch dieser machte eine scheuchende Handbewegung.


    "Na los!"


    So geschah, was der Herr befohlen hatte. Er hatte glücklicherweise bereits alles vorbereitet und kaum war der Herr gegangen, holte er eine Tasche mit verschiedenen Akten hervor. So eine Abrechnung vom letzten Jahr, die Ertragslisten des aktuellen Jahres, sowie einige wichtige Informationen*.


    Dann stellte er sich daneben und wartete, bis der Herr aus dem Bad kam um bei Fragen sofort zur Stelle zu sein.


    Sim-Off:

    *PN ;)





    SCRIBA VILICI – MANIUS TIBERIUS DURUS

    "Ich habe nicht gesagt, dass dein Verhalten schändlich oder schändlicher als das meine gewesen wäre und ich mache es dir nicht zum Vorwurf, denn es war damals üblich.


    Und man könnte ebenso argumentieren, dass man zuerst versucht, in den Senat zu gelangen und anschließend zum senatorischen Tribun würde. Soweit ich weiß, hat dies niemand versucht - aber es wurde auch niemand abgelehnt."


    Durus war weiterhin beleidigt und freute sich beinahe, dass der Claudier sich zum Gehen wandte. Andererseits bedauerte er dies aber auch - hatte er sich zum ersten Mal einen Patrizier zum Feind gemacht - so konnte die große Wiederkehr der mos maiorum empfindlich gestört werden. Einigkeit war ein hohes Gut.


    Während der Sklave Vesuvianus mit einer Wasserschüssel bediente, nahm sich Durus ein weiteres Stück Fisch und überlegte, ob er den Claudier zurückhalten sollte...nein, das ließ sein Stolz nicht zu.

    Zitat

    Original von Herius Claudius Vesuvianus


    Durus schüttelte den Kopf. Das war wirklich...deplorabel, wie Gracchus so gerne sagte. Außerdem konnte er sich nicht mehr erinnern, mit dem Claudier befreundet zu sein, was eine Nennung beim Cognomen erlaubt hätte. Der Diskussion über die Rechtfertigbarkeit von Heiraten im Mai konnte dem Tiberier im Augenblick kein Interesse abgewinnen.


    "Natürlich ist es eine persönliche Frage, was man als hinnehmbar betrachtet und was nicht. Aber ich hatte dich für einen Mann von Prinzipien gehalten, aber ob ich nun ein Magistrat in Ostia oder in Rom bin, ist im Prinzip dasselbe. Beide betreiben Politik, verwalten und treffen Entscheidungen für die Bürger. Die einen für Ostia, die anderen für Rom und damit vielleicht für das ganze Reich - dennoch tun beide das gleiche.


    Und deine Arbeit als Laufbursche für einen plebejischen Centurio oder Optio ist sicher auch nicht das, was der mos maiorum entspricht. Aber dein persönlicher Wille, dem Militär zu dienen, war stärker als dein Pflichtgefühl deinem Stand gegenüber, keine abhängige Arbeit anzunehmen. Ebenso ist es eben in der Vergangenheit bei der ein oder anderen Frau meiner oder der flavischen Familie gewesen, genau wie es in fast allen patrizischen Familien der Fall gewesen ist, dass ihre Sprösslinge in den Mannschaften des römischen Heeres gedient haben.
    Genauso habe auch ich als Scriba in Misenum gearbeitet. Andere haben es auch zur gleichen Zeit geschafft, direkt zu Magistraten gewählt zu werden und damit die abhängige Arbeit zu umgehen, der mos maiorum gerecht zu werden - Wir taten es trotzdem.
    Natürlich schätze ich es ebenfalls, wenn eine Frau sich ihrem Heim und ihrer Familie zuwendet und würde dies von meiner Frau und meinen Töchtern erwarten, aber ich sehe keine Grund, mich für meine Angehörigen zu schämen - wie es auch Flavius für sich schon sagte."


    Nichts lag Durus ferner, als sich nun für seine Familie schämen zu müssen, denn weibliches politische Engagement war besser als gar keines, fand er.

    Da die Männer auf dem gleichen Triclinium lagen, war es zwar unvermeidlich, dass Durus der Gesprächs'runde' angehörte, dennoch meldete der Tiberier sich nun zu Wort, denn langsam war es tatsächlich beleidigend. Mit einem leicht gekränkten Unterton setzte Durus an, seine Familienehre zu verteidigen.


    "Claudius, deine Wertschätzung mir gegenüber freut mich zutiefst, doch deine Worte meiner Familie gegenüber sind nicht nur unerfreulich, sondern auch unverschämt - du bist mein Gast, aber in dem Haus, in dem sowohl meine Schwester, als auch Quintus oder Tiberia Livia gelebt haben.


    Indem du meine Gens - ja meine Familie - beleidigst, beleidigst du mich. Dies enttäuscht mich, denn bei all deiner Liebe zu den Sitten und Gebräuchen der Ahnen scheinst du deinen Anstand völlig verloren zu haben.


    Meine Schwester wurde im Gegensatz zu mir liberal erzogen, aber stets im Rahmen der alten Traditionen! Natürlich hatte sie Interesse an der Politik - die allermeisten Tiberier taten und tun dies und unser Vater achtete stets darauf, dass wir uns mit derartigen Dingen beschäftigen! Ihr Wunsch, selbst etwas zu bewirken, musste folgen, zumal noch vor wenigen Jahren die inzwischen verstorbene Flavia Nyreti - ja, eine Flavia, mit der du deine Tochter verheiratest - Procuratrix in Aegyptus war. Wirfst du das auch unserem ehrenwerten Flavius Gracchus vor?"


    Er blickte zu Gracchus, da er dessen Mutter erwähnt hatte - das musste auch ihn beleidigen.


    "Auch in deiner Gens haben nicht alle Frauen das Haus gehütet - selbst deine Tochter hat in ihren frühen Jahren eine Magistratur in Ostia bekleidet! Und du erlaubst dir nun, darüber zu richten, wer zur rechten und wer zur falschen Zeit ein derartiges politisches Interesse entwickelt?


    Du, der du - wie Quintus auch - ex caligae bis hinauf zum ritterlichen Tribun aufgestiegen bist, anstatt wie es sich für unseren Stand gehört, von einer derartig schmutzigen, körperlichen, aber vor allem absolut abhängigen Arbeit fernzuhalten und stattdessen deinen Weg über die Politik gesucht hast? Von deinem Verwandten Myrtilus ganz zu schweigen, der in der Flotte, in der sonst Freigelassene und Peregrini dienen, sein Glück versucht hat. Selbst heute noch benimmst du dich wie ein Soldat und nicht wie ein römischer Patrizier, der für die Staatslenkung geboren wurde!"


    Leicht erregt sah er zwischen den beiden Gesprächspartnern hin und her.


    "Ich achte und ehre die mores maiorum, aber eine ganze Gens wegen eines Zeitgeistes, dem einige von dieser anhingen, zu verurteilen ist nicht traditionsbewusst, sondern selbstgerecht!"


    Durus fürchtete, sich nun den Claudier zum Feind gemacht zu haben, doch irgendwann musste er einmal seine Familie verteidigen - denn die Familie war alles! Wenn jemand hinter seinem Rücken - oder davor, wie Vesuvianus es tat - über die Tiberier als traditionslos und damit schlecht deklarierte, dann wollte er doch zumindest einen guten Grund dafür wissen!

    Zitat

    Original von Marcus Flavius Aristides
    Nochmals taxierte Marcus den Eunuchen mit seinem zornigen Blick, wandte sich dann um als Leontia von den starken Armen eines Sklaven hoch gehoben und aus dem peristylium getragen wurde. Erst in ihrer Kammer würde sich bestimmt die schöne Salambo um die Patrizierin kümmern.


    Nachdem der Sklave zuerst versucht hatte, Leontia mit einem Kübel Wasser zu wecken und schließlich entfernt hatte, wandte sich Durus wieder der restlichen Menge zu. Macer schien mit der Tochter von Aristides zu flirten, Gracchus jedoch dabei zu stehen und aufzupassen. Er entdeckte Claudius Myrtilus - jener Alte, für den Durus praktisch die Hand ins Feuer gelegt hatte. So ging er zielstrebig auf diesen zu und begrüßte ihn.


    "Salve, Claudius! Ich darf Dich beglückwünschen - das Collegium Augurum hat sich für Dich ausgesprochen. Die Abstimmung im Senat dürfte eher eine Formalität als ein wirkliches Hindernis darstellen."


    Eröffnete er dem Alten sofort die gute Lage, in der dieser sich befand.


    Da Durus bereits am Lauschen war, versteinerte sich seine Miene, als er die Worte des Claudiers hörte. Also das war doch...der Gipfel der Arroganz! Offensichtlich kam hier der claudische Größenwahn, wie ihn schon ein nicht unbekannter Kaiser, der der Damnatio Memoriae verfallen war, zum Vorschein.
    Die Tiberia zu liberal? Durus blieb ein Stück fisch im Halse stecken, sodass er einen heftigen Hustenanfall bekam. Während ein Sklave herbeieilte und seinem Herren hektisch auf den Rücken klopfte, war es dem Hausherrn nicht möglich, die weiteren Erklärungen des Claudiers zu hören - was ohnehin egal war, da eine Beleidigung der Familie auch stets eine Beleidigung des Familienangehörigen gleich kam. Als er sich wieder beruhigt hatte und einen Schluck getrunken hatte, konnte er gerade die Erwiderung von Gracchus vernehmen.


    Dies machte ihm den Flavier noch sympathischer, als er es ohnehin war. Noch immer zog er es vor, nichts zu sagen - sonst wäre das ganze noch zu einem Streit ausgeartet und das hätte zu viel Aufsehen erregt. Wer Durus jedoch beobachtete, konnte durchaus sehen, dass er zuhörte, obwohl er es durch sein Weiteressen zu tarnen versuchte.

    Durus fühlte sich angesprochen, da er ja den Vorschlag gemacht hatte. So antwortete er auch sogleich.


    "Nun, beispielsweise wurde die Liste der zugelassenen Advocati noch einmal überprüft und öffentlich ausgehängt. Nun kann jeder Bürger leicht nach einem Rechtsvertreter für sich suchen."

    Durus verfolgte das Gespräch und war tatsächlich ein wenig verwirrt, nachdem Macer geendet hatte. Stimmberechtigt und abwesend? Stimmten die dann per Briefwahl ab?


    "Wenn ich eine kurze Verständnisfrage stellen dürfte: Es gibt tatsächlich nicht stimmberechtigte Senatoren? Und wer bestimmt, dass sie nicht stimmberechtigt sind? Der Princeps Senatus? Der Consul? Der Censor?


    Eine Ehrensenatorenschaft hat doch keinen tatsächlichen Nutzen! Man ist Senator, oder man ist es nicht! Ob mit oder ohne Senatssitz - ein Angehöriger des Ordo Senatorius hat doch beinahe das gleiche Ansehen!"

    Der Hain der Dea Dia


    Am fünften Meilenstein der Via Campana auf dem rechten Tiberufer befindet sich der Hain der Dea Dia. An dem Hang erhebt sich der uralte, aber noch immer genutzte Tempel der Fruchtbarkeitsgöttin, umgeben von Altären zu Ehren von Ceres, Tellus und anderen Fruchtbarkeitsgottheiten.


    ~ ~ ~


    Am Fuße des Hangs befindet sich ein etwas neueres Gebäude: Das Caesareum, in dem eine Kaiserstatue und ein Altar zur Verehrung des Genius Augusti bereit steht. In einem Nebenraum befindet sich außerdem ein triclinium für die Opfermähler der Arvalbrüder. Auch die papolliones für den Aufenthalt der Brüder während der Feierlichkeiten zu Ehren der Göttin sind hier zu finden.


    ~ ~ ~


    Ebenfalls am Fuße des Hanges steht der Circus ad deam Diam. Diese ausschließlich für die Feier der Dea Dia gedachte Rennbahn beherbergt einmal jährlich spannende Wagenrennen, die von den Arvalbrüdern organisiert werden.


    ~ ~ ~


    An der Mauer um das Heiligtum sind riesige, marmorne Tafeln angebracht, auf denen die Mitglieder des Collegiums verzeichnet sind:


    ANNO DCCCLVII A.V.C.
    Q TIBERIVS VITAMALACVS MAGISTER


    ET


    L VLPIVS IVLIANVS IMP CAES AVG PM
    SEC FLAVIVS FELIX
    L FLAVIVS FVRIANVS
    M' TIBERIVS DVRVS
    AP TIBERIVS IVVENALIS
    T TIBERIVS FLACCVS
    L CLAVDIVS MARCELLVS
    T AVRELIVS CICERO
    FL AVRELIVS SOPHVS


    ARVALES FRATRES ERANT

    | Caius


    Obwohl der neue Herr es verboten hatte, wunderte Caius sich nicht schlecht über das sonderbare Gebahren von Antoninus. Was sollte denn ein Sandsack im Haus? Und vor allem warum sollte man ihn aufhängen? Und wo war das wohl am geschicktesten zu bewerkstelligen? Vielleicht im Arbeitszimmer des Vilicus? Denn im Schlafzimmer wäre das ja schon ziemlich seltsam...


    "Wie Du wünscht..."


    Da der Herr dann auch schon davoneilte, drehte er sich zu einem der anderen Sklaven und versuchte, die Worte des Herrn zu wiederholen.


    "Hol' einen großen Sack, füll ihn mit Sand und häng' ihn im Officium des Vilicus auf. Nein, zwei. Und fünf Schritte Abstand dazwischen!"


    Der Sklave sah den Scriba ungläubig an, doch dieser machte eine scheuchende Handbewegung.


    "Na los!"


    So geschah, was der Herr befohlen hatte.





    SCRIBA VILICI – MANIUS TIBERIUS DURUS

    Durus erhob sich. Noch nie hatte er in diesen Hallen selbst eine Rede gehalten - von den Gegenreden gegen andere Vorschläge einmal abgesehen. Jedoch war das Thema diesmal kaum kontrovers und es war wohl kaum vonnöten, große Überredungskünste anzuwenden.


    "Patres conscripti,


    ich trete heute vor Euch im Namen des altehrwürdigen Collegiums der Auguren. Wie Euch sicher aus den Acta Diurna bekannt ist, folgte meinem Vorgänger im Amte, Fabius Acer, nun auch Quintus Servilius Caepio, ein weiterer Augur, ins Elysium.


    Mit tiefer Bestürzung hat das Collegium dies aufgenommen, doch ist es von großer Bedeutung, die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren. Aus diesem Grunde trat das Collegium in Rom zusammen und beratschlagte lange Zeit.


    Schließlich haben wir, das Collegium Augurum in seiner Gesamtheit, beschlossen, Euch, patres conscripti, einen Vorschlag für die Neubesetzung dieses Amtes zu machen: Galeo Claudius Myrtilus!


    Claudius Myrtilus ist ein Mann höchster Verdienste. Ex caligae arbeitete er sich in der Classis Misenensis vom einfachen Probatus bis zum Praefecten dieser bedeutenden Flotte. Anschließend bekleidete er das Amt eines Duumvir innerhalb der Provinz Italia.
    Aber auch im religiösen Bereich konnte er bereits Erfahrung sammeln: Er gehört der Sodalität der palatinischen Salier an und dient damit bereits dem Mars Gradivus, den wir ja gerade in diesen kriegerischen Zeiten auf unserer Seite wissen wollen!"


    Durus endete und sah sich um, ob Kommentare oder Fragen bestanden - ansonsten würde er den Consul gleich um eine Abstimmung bitten.

    Da keiner der "Großen" etwas dazu zu sagen hatte, meldete sich auch Durus zu Wort und erhob sich.


    "Ich schließe mich Senator Purgitius an. Flavius Gracchus hat dem Staat sehr gute Dienste erwiesen - was ich persönlich bestätigen kann.


    Darüberhinaus würde ich noch die beiden Praetoren Prudentius Commodus und Flavius Furianus für eine Auszeichnung vorschlagen - sie haben besonders innerhalb der Basilica Ulpia Ordnung geschaffen."