Beiträge von Manius Tiberius Durus

    "Ich gehöre zur Tiberia Ahala. Genaugenommen bin ich der Sohn des Manius Tiberius Ahala."


    Durus erwartete nicht, dass Calpurnia diese (noch) unbedeutende Seitenlinie der Tiberia kannte, denn sein Vater hatte einen einsamen Militärposten in Alexandria besetzt.
    Einen Moment überlegte er - das Plaudern war noch nie seine große Stärke gewesen...

    Stesichoros
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    Ah, die Wasserabrechnung. Allerdings fragte sich der Ianitor, während er schneuzend zuhörte, wessen Aquarius er sonst hätte sein können.


    "Bitte zum Hintereingang, ich lasse den Maior Domus schicken!"


    erklärte er und wartete, dass der Aquarius um die Ecke zum zuständigen Eingang verschwand. Zum einen musste der Maior Domus dann nicht so weit gehen, zum anderen zeigte es diesen Bediensteten, wo sie sich befanden - wobei Stesichoros als Sklave sich natürlich noch viel weiter unten befand!


    Sim-Off:

    np ;) Zum Lernen sind wir ja (auch) hier

    Stesichoros
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    Der Ianitor hatte gerade einen furchtbaren Hustenanfall, als es klopfte. Die Wintererkältung wurde gerade von der Frühlingsgrippe abgelöst...
    Er öffnete und stellte erstaunt fest, dass es sich um jemanden handelte, der entweder Geld abzugeben oder einzutreiben hatte. Der Herr Durus hasste Geldangelegenheiten, soviel wusste Stesichoros inzwischen...


    "Ihr wünscht?"


    fragte er trotzdem mit einem Gesicht wie eine Schlaftablette.

    "Dann ist ja gut!"


    antwortete Durus mit noch breiterem Grinsen. Iuvenalis war also ausnahmsweise nicht dienstlich bei ihm...


    "Ich denke, diesen Anlass sollte ich feiern!"


    Voller Tatendrang sprang er auf und blickte sich nach verdünntem Wein um, der aber unglücklicherweise unauffällig entfernt worden war, während er schlief.

    Der Tiberier kannte sich kaum innerhalb des nichtrömischen Flavia-Zweigs aus. Trotzdem nickte er und nahm sich vor, nachzusehen.
    Tiberia Fabia hingegen sagte ihm sofort etwas. Die Mutter von Flavia Messalina Oryxa, der Verschwörerin. Jaja, die Tiberier waren nicht immer so kaisertreu gewesen...
    Er erwiderte ihr Lächeln. Sie kam ihm doch recht nett vor...


    "Oh, das möchte ich jetzt lieber nicht ausrechnen. In jedem Falle würden die Ecken des kretischen Labyrinths kaum ausreichen."


    antwortete er.


    "Per Schuldschein. Ich wollte eine so große Geldmenge nicht einfach so mit mir herumtragen."


    antwortete er freundlich, nahm die Tabula, warf einen kurzen Blick darauf und verabschiedete sich.


    "Bis zum nächsten Mal, Matinius!"


    Damit ging er hinaus, um sich die Besitzurkunde für sein neues Fleckchen Erde zu holen...


    Sim-Off:

    WiSim oder muss ich wirklich ein Officium aufsuchen?

    Zitat

    Original von Manius Matinius Fuscus
    Er nahm noch einmal die Unterlagen zu Rate und nickte. "Als Weidegrund sollte es reichen. Und das mit den zwei Stunden ist auf alle Fälle für den Obstanbau geeignet."


    Wieder rieb der Tiberier sein Kinn. Zwei Stunden...andererseits...der Obstanbau war auch nicht so personalintensiv...und man konnte es vielleicht tatsächlich als Weidegrund nutzen...


    "Dann nehme ich das. Also das im Landesinneren. Wie hoch wäre der Preis?"

    Offensichtlich überraschte seine Offenheit sein Gegenüber - dabei war Durus dieses Vorgehen von seinen Wahlkämpfen durchaus gewohnt. Die Flavierin wohl nicht. Sie war ganz eine Flavierin, wie er feststellte. Standesbewusst, aber doch sympathisch.


    "Aus der Flavia Romula?"


    fragte er interessiert, um sie in den weit verzweigten Stammbaum der Flavier einzuordnen. Außerdem wusste er, dass Patrizier gern über ihre Verwandtschaft sprachen - manche zumindest. Außerdem war es nicht so gut, auf dem Forum über den Pöbel zu lästern - das konnte einem in den falschen Ohren Stimmenverluste bei Wahlen einbringen!

    Durus seufzte und ärgerte sich zugleich. Warum gab es nie da Land, wo er es brauchte und wenn es das gab, warum war es dann immer so kompliziert?


    "Hauptsächlich Obst und Weizen. Taugt das 'weniger fruchtbare' als Weidegrund?"


    Vielleicht sollte er einfach seine Herden aufstocken und damit ein wenig Geld verdienen - Hirten konnten ruhig auch weiter weg wohnen...

    Durus war ein wenig perplex, als er so direkt die freudige Neuigkeit erfuhr. Aber dann lächelte er immer breiter.


    "Danke!"


    Er sprang auf und sein erster Gedanke war, dass er sich eine neue Toga kaufen musste. Eine mit einem richtig schönen breiten Purpurstreifen, am besten dreifach gefärbt! Kurz darauf war er über seine Gedanken erstaunt. Das einzige, was ihm dazu einfiel, war ein Kleidungsstück?


    "Und wo liegt der Haken an der Sache?"


    fragte er grinsend.

    Durus stellte fest, dass Gracchus das Thema, das er an dieser Stelle so unbedacht angeschnitten hatte, nicht zusprach. Sein Schweigen und Nachdenken ließ auch dem Tiberier Zeit, darüber nachzudenken, warum Gracchus nichts dazu sagte. Ach ja, Flavius war ja auch noch ohne Nachkommen und man hörte auch nichts, dass seine Angetraute schwanger war. Aber andererseits war die Sache so bedenklich auch wieder nicht, schließlich waren die beiden noch nicht sehr lange verheiratet.
    Vielmehr zeigte es, dass Durus die Sache möglichst schnell hinter sich bringen sollte, denn man konnte nie wissen, wie lange es danach dauerte, bis die Frau sich als fruchtbar erwies.
    Endlich hatte Flavius sich entschieden: Er warf Durus sanft hinaus. Allerdings war es in gewisser Weise auch verständlich. Es war spät und vielleicht wollte Gracchus sein Nachkommenproblem gleich heute lösen. Da wollte Durus nicht im Wege stehen, weshalb er antwortete


    "Ich danke Dir,aber ich habe selbst ein paar Begleiter dabei."


    Vor der Tür warteten ja noch seine Ägypter mit der Sänfte!

    Durus war etwas überrascht auf die Frage hin. Er war noch nicht wahnsinnig alt, aber ein Senator sollte seiner Meinung nach stets verheiratet sein. Und außerdem galt wie immer: Je früher, desto besser. Außerdem war es natürlich eine finanzielle Frage - und ohne Promagistratur würde er sich kaum sanieren können!
    Nach einem sehr kurzen Stutzen lächelte er


    "Nein, nein. Nur gilt wie immer: Je früher, desto besser! Je früher ich Söhne bekomme, desto besser kann ich sie in die Gesellschaft integrieren und desto bessere Chancen haben sie später."


    Das war eigentlich das, was ihn an einer Ehe am meisten freute: Eines Tages seine Söhne zu sehen, ihnen alles beizubringen, ihnen einen Aufstieg als Politiker zu ermöglichen...

    Stesichoros
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    Der Ianitor nickte - leicht genervt. Dass sich immer alle so wichtig nahmen...


    "Jaja, natürlich."


    Damit nahm er die Tafel und verschwand. Er hatte sich entschieden, dass er das Mädchen doch nicht so toll fand. Die Tür fiel ins Schloss und die Tafel in den Epistulae-Korb für Vitamalacus.

    Durus nahm einen Schluck Wein. Die Marke hatte sich scheinbar seit seinem eigenen Verlassen des Betriebes in keinster Weise geändert...


    "Nunja, ich wollte meine Anbauflächen erweitern. Für was wäre das Grundstück denn geeignet? Ist der Grund fruchtbar?"

    Durus entschied sich, doch nicht zu warten, da es doch lang wurde. So suchte er sein privates Schlafzimmer auf, in dem niemand schlafen durfte, auch wenn Durus lange Zeit nicht in der Stadt war. Er legte seine Reisekleidung ab und wechselte in eine bequeme Tunika.


    Anschließend trat er hinaus in den Hof des Anwesens. Im pars rustica konnte er Arbeiter erkennen, die die Ackergeräte für die kommende Saat vorbereiteten. Bei dem Sonnenschein, der ihm ins Gesicht leuchtete, beschloss er, einen Spaziergang zu machen. Am besten zum Meer. Also kehrte er in das Haus zurück, holte sich einen Mantel, einen Stab und natürlich einen Sklaven, der vorerst den Mantel trug...

    Durus stellte fest, dass der Flavier ziemlich lange und kritisch überlegen musste. Das deutete nicht gerade auf eine besonders zuversichtliche Haltung hin. Entweder, Gracchus mangelte es an Führungsstärke - was der Tiberier sich allerdings nicht vorstellen konnte - oder Minervina war ein überaus harter Brocken - was er sich wieder sehr gut vorstellen konnte.


    "Ich möchte mich aber nicht aufdrängen."


    Er war überzeugt, dass es noch die ein oder andere Alternative zu dieser Flavierin gab...

    Da hatte er richtig gepunktet. Die Patrizierin war offensichtlich nicht nur von außen eine, sondern auch von innen!


    "Ja, nichts ist mehr, wie es war und wie es sein sollte.
    Mein Name ist übrigens Manius Tiberius Durus."


    Er reichte ihr die Hand. Jetzt, wo sie auf das Gespräch eingegangen war, hielt er es doch für angebracht, sich vorzustellen - außerdem hatten Patrizier immer Klienten und Klienten waren gut für die öffentliche Meinung!

    Durus rieb sich das Kinn, während er den Becher mit der anderen Hand hielt. Eigentlich war dieses Grundstück schon ideal, andererseits...
    Diese dämliche Stadtverwaltung...Durus hatte doch gewusst, dass dieser Duumvir unfähig war!


    "Was hättest Du für Alternativen?"


    fragte er - vielleicht gab es anderes schönes Land in Italia zu kaufen...

    Durus verfolgte den Quaestor mit den Augen und wartete.


    "Ja, gern."


    antwortete er unterdessen und betrachtete die Regale, in denen allerlei Akten verstaut waren. Etwa der gesamte italische ager publicus?