Beiträge von Manius Tiberius Durus

    "Achso, Phaeton ist der Hausbesitzer? Und wer waren die anderen 12 Gäste?"
    Je mehr er hörte, desto weniger verstand er


    Sim-Off:

    das hier machen wir zu ende, danach sehen wir weiter - in dringenden Fällen ermittle ich weiter, alles andere auf Eis

    Zitat

    Original von Manius Tiberius Durus
    Durus hatte von einem Klienten erfahren, dass der Pater Gentis der Flavier wieder in der Stadt war. Sogleich machte er sich zur Villa Flavia auf und stand erneut vor der Tür, um zu klopfen


    *KLOPF KLOPF*


    Niemand öffnete, weshalb Durus noch einmal klopfte. Es war schier unmöglich, dass niemand zu Hause war.


    *KLOPF KLOPF*

    Durus horchte auf. Er hatte schon von diesem Pompeius gehört. Aber eher als ein Gerücht. Jedenfalls war noch nie erfolgreich gegen ihn geklagt worden, soweit er wusste. Stets hatte Beweise gefehlt...
    "Phaeton gehört demnach wohl einer Bande an...ihr solltet das schleunigst herausfinden. Mit Bandenkriegen ist nicht zu spaßen!"
    erklärte er dann ernst, obwohl Sura das wohl sowieso wusste.

    Durus betrat das kleine Triclinium, in dem die Familie zu speisen pflegte, wenn sie keine oder nur wenige Gäste empfing. In diesem Raum trafen sich die Familienmitglieder gelegentlich und plauderten beim Essen über dies und das...
    Nachdem die Wahl gelaufen war und Durus das Ergebnis erfahren hatte, war der Patrizier guter Laune und freute sich darauf, mit seinen Verwandten über die Neuigkeiten zu reden.
    Er legte sich nieder und wartete auf die anderen...

    Die Ehe...ohja...das war ein wichtiger Punkt, den Durus aber äußerst ungern ansprach.
    "Ja, ich möchte mich in der Politik engagieren. Du hast ja mitbekommen, dass ich für den Quaestor kandidiere. Wenn das Volk will, werde ich den Cursus Honorum auch weiter besteigen - vielleicht schaffe ich es ja sogar in den Senat!"


    versuchte er, um die Ehegeschichte herumzumanövrieren.

    Durus hatte von einem Klienten erfahren, dass der Pater Gentis der Flavier wieder in der Stadt war. Sogleich machte er sich zur Villa Flavia auf und stand erneut vor der Tür, um zu klopfen


    *KLOPF KLOPF*

    Durus lauschte interessiert dem Gespräch und wollte fast sagen, dass er sich selbst empfehlen konnte. Dann ließ er es doch und verabschiedete sich


    "Valete!"


    Damit ging er und sprach mit ein paar anderen Gästen, bis er schließlich wieder nach Hause ging - der Kandidat hatte nichts von sich erzählt, aber zumindest hatte er sich nett mit dem Princeps Curiae unterhalten...

    Durus schwieg. Er war eigentlich dagegen, in x-beliebige Gentes einzuheiraten. Hungaricus hatte ihn auch überrascht, aber immerhin war er der Praefectus Praetorio gewesen - und er gehörte zur Nobilitas!
    Aber er wollte jetzt nicht herumstreiten - und außerdem hatte er ja selbst eine Plebeierin im Auge...

    Durus betrachtete kritisch seine Notizen
    "Du sagtest, dass ihr ihn noch nicht verhört habt und ihr seinen Fall Phaeton genannt habt." erklärte er und befand, dass er praktisch nichts gesagt hatte...

    Zitat

    Original von Titus Octavius Dio


    "Die Rekrutenknappheit der Flotte, ein Verbot von Glücksspiel, eine Änderung der Geschäftsordnung. Wir sind nicht tatenlos." ... Dio lächelte wieder bevor er sein Glas in einem Zug leerte.


    "Die Rekrutenknappheit der Flotte? Was hat das denn in der Curia verloren?"
    Durus sah überrascht - Rekrutenknappheit hatte doch kaum etwas mit der Regionalverwaltung zu tun...

    ANTRAG
    GEMÄSS CODEX IURIDICIALIS



    Die Advocatio Imperialis beantragt gem. §28 I CodIur die Aufnahme eines Strafverfahrens gegen


    Aedilis Plebis Caius Helvetius Tacitus


    Ihm wird Volksverhetzung gemäß § 105 Cod. Iur., sowie Mißbrauch der Amtsgewalt gemäß § 113 zu Last gelegt.


    Manius Tiberius Durus,
    Advocatus Imperialis


    Durus nahm den Gesetzestext zum Thema Volksverhetzung und den zum Amtsmissbrauch zur Hand und begann - wie damals, als der den Cursus Iuris absolviert hatte - die Bedingungen für die Sachverhalte zu überprüfen...


    ...
    § 105 Volksverhetzung
    Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder die Würde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von 3 bis 5 Monaten oder mit Geldstrafe von 1.500 bis 2.500 Sz. bestraft.
    ...


    Das Edikt rief zweifelsfrei zum Hass gegen Teile der Bevölkerung - namentlich die Germanen - auf. Sie wurden "beschimpft, böswillig verächtlich macht [...] [und] verleumdet". Somit war dieser Sachverhalt geklärt.


    ...
    § 113 Mißbrauch der Amtsgewalt
    Ein Beamter oder Amtsträger des Cursus Honorum, der mit dem Vorsatz, dadurch einen anderen an seinen Rechten zu schädigen, seine Befugnis, im Namen des Imperiums, einer Provinz, einer Regio, einer Gemeinde oder einer anderen Person des öffentlichen Rechtes als deren Organ in Vollziehung der Gesetze Amtsgeschäfte vorzunehmen, wissentlich mißbraucht, wird mit Freiheitsstrafe von 5 bis 7 Monaten oder mit Geldstrafe von 800 bis 1.200 Sz. bestraft.
    ...


    Tacitus war auf jeden Fall ein Amtsträger des CH, die Germanen waren andere - in gewisser Weise. Ob sie an ihren Rechten geschädigt wurden, war jedoch fraglich - es war ja nur eine Warnung. Andererseits war es ein Edikt, das durchaus geschäftsschädigend sein konnte - mit dem Siegel des Cursus Honorum! Also los...

    Nach einiger Zeit kam Ulpianus wieder. In einer Hand hielt er den Weinbecher, in der anderen ein Papyrus mit der Abschrift.
    "Hier. Ich habe es abgeschrieben - abreißen wollte ich es nicht. Immerhin ist es ein Edikt!"
    "Sehr gut." antwortete Durus.
    "Dann kannst du gehen - ich rufe dich, wenn ich dich brauche!"
    Damit entließ er den Scriba und begann, das Plakat zu studieren.



    +++ DER AEDIL WARNT +++ DER AEDIL WARNT +++

    RÖMER !!


    SÖHNE DES ROMULUS! SEHT NICHT TATENLOS ZU!


    <<Bild eines Germanen>>


    KAUFT NICHT BEI GERMANEN !!!



    SCHMÄHT GERMANISCHE PRODUKTE, DENN SIE WOLLEN EUCH SCHADEN !
    SO, WIE SIE UNSEREN LEGIONEN ZUSETZEN, SO SETZT AUCH IHNEN ZU ! LASST SIE SPÜREN WAS SOLIDARITÄT UND DAS WORT "RÖMER" BEDEUTET ! VERGESST NICHT DIE SÖHNE ROMS, DIE DURCH DES GERMANEN KLINGE STARBEN !



    Im besonderen raten die officia civilia zur vollständigen Abweisung von Produkten oder Dienstleistungen der romanisierten und eingegliederten Germanen. Ihre Ahnen aßen noch Fleisch vor dem Lagerfeuer, ihre Ahnen spießten römische Soldaten auf, einige tun es immer noch. Beweist Solidarität und erinnert euch der gefallenen Römer an der Grenze zu diesem Land.


    <<Siegel SPQR>> SCITUM PER SIGNUM:


    PER PROCURA PLEBIS
    MAGISTRATUS - CURSUS HONORUM



    Außerdem holte er ein Formblatt zur Anklageantrag hervor.


    ANTRAG
    GEMÄSS CODEX IURIDICIALIS



    Die Advocatio Imperialis beantragt gem. §28 I CodIur die Aufnahme eines Strafverfahrens gegen


    ____________________________


    Ihm wird ____________________________________ zu Last gelegt.


    ____________________,
    Advocatus Imperialis



    Noch einmal ging er den Anschlag durch, der als Edikt des Aedils gekennzeichnet war...

    "Vale, Praefectus!" verabschiedete sich auch Durus und schloss die Tür. Er hatte einen Auftrag von größter Wichtigkeit - von staatstragender Wichtigkeit sogar!
    Er hatte viel zu tun...also rief er
    "Ulpianus!"
    Der Scriba aus dem Vorraum kam herein.
    "Ja, Advocatus?"
    Durus instruierte seinen engsten Mitarbeiter sofort
    "Ich muss eine Anklage gegen den Aedilis Plebis vorbereiten. Beschaffe mir eine Abschrift des Ediktes - zu weißt schon, das mit den Germanen - und bringe es mir...bring mir außerdem einen Becher verdünnten Wein!"
    Damit ging er zu seinen Codices und holte den Codex Iuridicalis hervor, um die Anklagepunkte gesetzlich zu unterlegen...