"Ja, hier in der Basilica Ulpia. Es wird eine Verhandlung eröffnet werden."
Der gute Ciciero war wohl kein gebürtiger Römer, wenn er sich nicht mal in seinem Leben schon eine Gerichtsverhandlung bzw. in diesem Fall eine Anhörung angeschaut hatte.
"Ja, hier in der Basilica Ulpia. Es wird eine Verhandlung eröffnet werden."
Der gute Ciciero war wohl kein gebürtiger Römer, wenn er sich nicht mal in seinem Leben schon eine Gerichtsverhandlung bzw. in diesem Fall eine Anhörung angeschaut hatte.
Mit einer frischen Toga bekleidet gesellte sich auch Victor zur Feier, nachdem er eine Einladung bekommen hatte. Als er den schön dekorierten Raum betreten hatte, sah er sich allerdings erstmal nach bekannten Gesichtern um.
Ein Bote aus der Basilica Ulpia gab gleich zwei Briefe für den Aedlis Curulis ab.
Aedilis Curulis Aurelius Commodus
Basilica Iuliana
Salve Aedil,
Die Vollstreckung der Urteile gegen Marcus Claudius Constantius wurde bis auf weiteres ausgesetzt.
Eine kurze Korrektur der Urteils-Begründung würde die Edicte aber wieder in Kraft setzen. Bitte achte nächstesmal darauf die Vergehen richtig anhand der Lex Mercati zu begründen.
Vale,
Gaius Octavius Victor
http://www.imperium-romanum.in…igs/ch-praetorurbanus.png
Aedilis Curulis Aurelius Commodus
Basilica Iuliana
Salve Aedil Lucius Aurelius Commodus,
hiermit wirst du zu der ersten Anhörung in der Anfechtungsklage Quintus Matinius gegen Lucius Aurelius Commodus Cicero am ANTE DIEM XII KAL APR DCCCLVI A.U.C. (21.3.2006/103 n.Chr.) vorgeladen!

Leicht schmunzelte Victor, als Strabo sich verbeugte. Er war doch nicht der Kaiser... aber was was Strabo dann sagte, verwirrte den Praetor doch sehr.
"Äh, nun mal der Reihe nach. Was haben Redivivia Helena und Cicero Octavius Anton mit dir zu tun? Und was hat die Provinz Achaia dabei für eine Bewandfnis? Vor allen Dingen aber: Wieso seid ihr zurückgekehrt in den Schoß der Octavier?"
"Nichts zu danken, das ist meine Aufgabe hier. Vale!"
Victor schaute Sebastianus hinterher, bis dieser den Raum verlassen hat, dann widmete er sich wieder der Rechtsstreitbeilegung.
Der Praetor nickte kurz, dann notierte er sich ein Datum auf einem Wachstäfelchen.
"Dann wird ein Termin für die erste Anhörung am ANTE DIEM XII KAL APR DCCCLVI A.U.C. (21.3.2006/103 n.Chr.) festgesetzt. Du oder ein Advocatus haben anwesend zu sein. Sonst noch etwas?"
ZitatOriginal von Marcus Claudius Constantius
Dann richte ihr ebenfalls meinen Dank aus. witzelte er.
Ich hoffe schon, wir werden sehen!
"Mache ich, sobald sie wieder aufnahmefähig ist..."
Kurz nippte Victor an seinem Wein, dann drehte er sich ganz zu Constantius um.
"Was ich dich mal fragen wollte: Wer hat dieses hübsche Haus und die ebenso hübsche Einrichtugung eigentlich bezahlt?"
Schon wieder einer, der gegen ein Edict des Aedils protestieren wollte. Ein Glück für Victor, dass die Ausgabe der lex Mercati noch in Reichweite war. Kurz besah er sich das vorgelegte Dokument, dann wandte er sich an Cicero.
"Salve! Gehe ich dann recht in der Annahme, dass ihr eine Anfechtungsklage anstrengen wollt? Durch Anfechtungsklage kann nämlich die Aufhebung eines Urteils aller drei Instanzen oder einer sonstigen staatlichen oder nichtstaatlichen Anordnung oder Maßnahme, sei es durch Exercitus Romanus, Beamtenapparat, Magistrate oder Privatpersonen begehrt werden."
Nachdem er von Turia informiert worden war, dass ein Gast in der Eingangshalle wartet, kam Victor aus seinem Arbeitszimemr um ihn zu begrüßen.
"Salve, äh Decimus Strabo? Ihr sagtet meiner Sklavin gegenüber etwas von einer Familienangelegenheit.... um was geht es denn?"
"Vale, Constantius."
Kurz blickte Victor noch Constantius nach, dann schüttelte er den Kopf und widmete sich wieder der übrigen Rechtspflege.
"Wenn der Aedil festgestellt hat, dass ihr Lizenzen, Zölle und Perlen zum Verkauf angeboten habt, dann könnt ihr euch da schon einer Verurteilung gewiss. Was die dritte Anschuldigung angeht, kann ich das so nicht sagen, weil ich nicht weiß, ob ihr lizensierter Trauben-Verkäufer seid.
Aber solange wie der Aedil die Begründung nicht korrigiert und die korrekte liefert, geltet ihr als unschuldig."
"Das stimmt allerdings, deswegen werde ich die Strafe auch aussetzen, bis der zuständige Aedil die Begründung korrigiert hat, denn ein Verstoß gegen die Lex Mercati §3 (1) liegt in jedem Fall vor."
Nachdem er den Brief durchgelesen hatte, musste Victor schmunzeln. Da hatte das mit dem Standard-Text in der kaiserlichen Verwaltung wohl jemand zu genau genommen, wenn er schon von Rom nach Rom kommen sollte. Der Brief zumindest landete zuoberst auf einem Stapel mit wirklich wichtigen Dokumenten, bevor sich der Praetor wieder den üblichen Streitereien der Bürger widmete.
Gaius nickte den an deren Gaii zu und schnappte sich den Würfelbecher. ein Schwung, ein Wurf und Gaius traute seinen Augen nicht.
"Uhoh, eine 1 und eine 6."
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Als Gaius anfing zu singen machte sich Gaius lieber aus dem Staub, um für flüssigen Nachschub zu sorgen, noch jedenfalls war er nicht so ausgelassen, um gleich mit einzustimmen. Ein Zustand der dringend geändert gehörte.
Mit einem frisch gefüllten Becher in der Hand gesellte sich Agius deshalb zu den anderen Gaiis, die mit Würfeln beschäftigt waren.
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Bei dessen Ankunft nickte Victor dem Magister der Societas zu.
"Salve Constantius! Eine Selbsverständlichkeit, aber dank nicht mir sondern der Küchensklavin die letztens 10 mal soviel eingekauft hat, wie ich benötige."
Kurz wedelte der Praetor mit dem Arm zu der Menge der Besucher.
"Schön was los hier. Da hat die Societas wohl den Nerv vieler Römer getroffen."
"Tja, ich kann da nur leider nicht sehen, dass du in deinem Rechten verletzt wurdest... Ich gehe ja wohl recht in der Annahme, dass du weder Tyluser bist, noch der römische Staat, oder ein Weingut besitzt, oder?"
Bei der Frage sah Victor nicht einmal auf, sondern kritzelte vielmehr einen Text auf eine Wachstafel.
Auch Victor kam zu der Eröffnungsfeier, um einmal einen Überblick über die anderen Mitglieder der Societas zu bekommen. Also schnappte er sich einen Becher verdünnten Weins und musterte die Menge der Anwesenden. Die meisten kannte er nicht, was das Einschätzen der Leute aus der Entfernung ziemlich schwierig machte.
Der Praetor Urbanus musterte kurz die vorgelegten Schriftstücke und verglich die zitierten Paragraphen mit seiner Ausgabe der Lex Mercati. Dann schüttelte er langsam den Kopf.
"Nun gut. Und willst du nun gegen die Edicte klagen? Vielleicht eine Klage anstrengen nach:
§ 25 Klagearten
(2) Durch Anfechtungsklage kann die Aufhebung eines Urteils aller drei Instanzen oder einer sonstigen staatlichen oder nichtstaatlichen Anordnung oder Maßnahme, sei es durch Exercitus Romanus, Beamtenapparat, Magistrate oder Privatpersonen begehrt werden. Die Klage ist nur zulässig, wenn der Kläger geltend macht, in seinen Rechten verletzt worden zu sein.?