Beiträge von Gaius Octavius Victor

    Salve Cinna! Also prinzipiell spricht nichts gegen deine Aufnahme in die Gens Octavia und ich freu mich sehr, dass du dich für die Octavier interessierst!


    Einziges Problem ist: Ich weiß ja nicht wie erfahren du mit dem IR im Speziellen und einem Forenrollenspiel im Allgemeinen bist, weshalb ich es angeraten finde, darauf hinzuweisen, dass ich leider nicht viel Zeit (und nächsten Monat überhaupt keine) habe, um dir insbesondere beim Einstieg zu helfen. Wenn du also gerade für den Anfang Rat suchst würde ich dir eher eine andere Gens (oder das Militär, wenn du das nicht eh geplant hast ;)) empfehlen. Du bist aber natürlich trotzdem herzlich Willkommen, wenn dich das hier jetzt nicht abschreckt.

    Sim-Off:

    Jetzt muss ich mich wohl entschuldigen... Semesterendspurt und Arbeit und so...


    Auf dem Weg durch das Zimmer des scribas in das eigentliche officium des curators, schossen Victor schon die Augenbrauen hoch, als er den Zustand sah. Hier sah es unordentlicher aus, als seinerzeit in seinem Kinderzimmer. Und das ausgerechnet als der neue Chef sich persönlich hierher bemüht hatte. Nunja, Victor war nicht wirklich... amüsiert. Das Gleiche über Polychares - der den Octavier auf seiner Reise in seiner Eigenschaft als langjähriger Verwaltungsobergrieche des Senators in den letzten Wochen begleitet hatte - zu sagen, wäre jedoch eine Untertreibung gewesen. Allerdings hatte der Grieche viel zu viel Erfahrung, um den armen (aber dämlichen) scriba gerade jetzt zusammenzustauchen, wenn der praefectus urbi zugegen war.


    Immerhin waren sie ja recht schnell durch das Vorzimmer hindurch und in seinem eigenen officium sah es noch genauso aus, wie Victor es verlassen hatte. Ein wenig vollgeräumt also, aber doch war eine gewisse Ordnung erkennbar. Mit einer einladenden Handbewegung deutete Victor auf eine Sitzgelegenheit vor seinem Schreibtisch, während er sich selbst dahinter quetschte. In der Zwischenzeit lauschte er den Worten des Decimers und musste dann bei den Fragen leise lachen. Da wäre er wohl der erste Abteilungsleiter seit Menschengedenken, wenn er einfach nur mit einem 'Alles tiptop' geantwortet hätte. Irgendwas fehlte doch immer oder lief nicht so, wie es sollte - wäre ja auch schlimm, wenn nicht so, denn dann wäre Victor ja überflüssig.


    "Nun, das klingt gut, dass du dich so gut einarbeiten konntest, praefectus. Und dein Problem mit dem Platz kommt mir bekannt vor." Was sowohl für die aktuelle Situation hier bei der cura viarum, als auch für seine eigene Zeit als praefectus urbi galt. Nur die Räumlichkeiten des curator rei publicae waren wirklich ausreichend gewesen. Was irgendwo leicht schräg war, denn die Leute für die der italische Curator verantwortlich war, kamen eher selten zu Besuch, sodass man sie mit repräsentablen Räumen hätte beeindrucken können. Allerdings schweiften Victors Gedanken hier wohl gerade ab.


    "Äh, um auf deine Fragen zurückzukommen: Im Großen und Ganzen ist die cura viarum recht gut aufgestellt. Alles geht seinen gewohnten Gang... wieder. Ein paar Städte stellen sich zwar unter verweis auf den zurückliegenden Bürgerkrieg noch an, wenn es darum geht ihren gerechten Anteil an den Straßenreparaturen zu tragen, aber das ist glaube ich nur eine neue Variante im Repertoire ihrer Ausreden, also nichts Besonderes. Das größte Problem ist derzeit wohl ein gewisser Mangel an Vermessern und Architekten. Es wird nächstes Frühjahr sicherlich interessant werden die Prioritäten bei den Ausbesserungsarbeiten zu verteilen, wenn alles was an Informationen aus der Provinz hier nach Rom kommt zum Großteil nur von betroffenen Städten stammt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Kiespreise heuer am Explodieren sind und... naja, äh das sind wohl Details für die ich ja da bin und die dich wohl eher nicht so interessieren, praefectus. Aber sich sehe gerade, dass ich ein schlechter Gastgeber bin. Kann ich dir etwas zu trinken anbieten?" Wobei Victor hoffte, dass sie noch was zu trinken im Hause hatten und nicht den scriba auswringen mussten, um wieder Wein zu haben.

    In der Tat war Victor dem Decimus Livianus aus dem Weg gegangen, aber nicht nur ihm sondern eigentlich allen mehr oder weniger wichtigen Leuten in Rom. Das war auch der Grund, warum er in den vergangenen Wochen die Aufgaben seines Amtes als Ausrede genutzt und sich in das italische Hinterland absentiert hatte. Manchmal musste man einfach die Gelegenheit nutzen, um drei Fliegen mit einer Klappe zu erschlagen. Genau!


    Jetzt jedoch nickte Victor erstmal bei den Worten des Decimers. “In der Ta, in der Tat, ich habe von deiner Ernennung gehört“ Wenn auch nur per Boten in Buca, aber immerhin. “Meine Glückwünsche dazu! Und willkommen zurück auf dem Posten.“ War ja irgendwie schon leicht seltsam, dass Livianus nun Victors Vorgesetzter war, nachdem er einstmals den Decimer von eben jenem Posten ablöste, den der nun wieder inne hatte. Nunja, die Wege des Schicksals waren unergründlich... “Aber tritt doch erstmal ein, Praefectus. Wenn du magst, natürlich.“ Mit einer ausholenden Handbewegung deutete der Octavier zu der Tür seines Officium, wo man in dem Augenblick auch schon das Gesicht des scribas mit einem Ausdruck akuter Panik verschwinden sah und kurz darauf die unverwechselbaren Geräusche hastigen Herumgeräumes vernehmen konnte. “Hast du dich schon wieder eingearbeitet?“

    "Octavius Victor....? Hier...?" Der scriba sah plötzlich aus, als ob ihm eingefallen wäre, dass alle Öllampem zu Hause noch brannten und sein Kopf nahm eine solch dunkelrote Farbe an, dass man fast meinen konnte auch ihn selbst jeden Augenblick in Flammen aufgehen zu sehen. Siedend heiß fiel ihm da gerade doch ein, dass irgendwo unter dem Stapel von Essensresten und unbearbeiteten Schriftrollen und tabulae eine Notiz von Polychares, dem Magister des Officiums, lag und auf der stand, was er machen sollte, wenn jemand nach dem Curator fragte. "Ich... äh..." Plötzlich wurden die Augen des scriba groß, als er hinter dem Decimer etwas sah. "Äh, hinter euch, Herr."


    Tatsächlich war einige Augenblicke zuvor gerade Victor vor der Basilica von einem Pferd gestiegen, oder vielmehr hatte er sich von einem solchen heruntergequält. Wieder einmal bemerkte er, dass er eindeutig zu alt für längere Reisen auf unbequemen Pferderücken wurde. Allerdings auch wenn er die vierbeinigen Viecher nicht wirklich mochte, würde man ihn nur mit den Füßen voraus in eine Sänfte oder einen Wagen bekommen, solange er noch auf zwei Beinen laufen konnte. Während einer seiner Begleiter schonmal die Pferde fortbrachte, klopfte sich der Senator noch ein wenig Straßenstaub von seiner Reisekleidung, bevor er sich umdrehte und die Hallen der Basilica betrat.


    Kurze zeit später näherte der Octavier sich dann auch den Räumlichkeiten seines Amtes und ein wenig schoss seine rechte Augenbraue in die Höhe, als er da ein recht bekanntes Gesicht vor seiner Türe stehen sah. Schien ja fast so, als ob es doch eine gute Idee gewesen war, noch am Tag der Rückkehr ein Protokoll der Reise anfertigen zu wollen anstatt sich erstmal in der Casa von dem Ausflug zu erholen. Auch wenn sein Lächeln dann wohl etwas müde wirkte, hob Victor seinen Arm zum Gruß, als er näher getreten war. „Salve, Decimus Livianus! Was verschafft denn der cura viarum die Ehre deiner Anwesenheit?“

    Die Antwort auf das kräftige Klopfen des Decimers war ein eher schwaches "Moment..." aus dem Innern. Darauf folgte ein wenig dumpfes Gerumpel und ein paar kurze Augenblicke später wurde die Tür zum Officium geöffnet. Heraus blickte ein junger scriba, der nicht nur ein bisschen verschlafen und leicht angefressen ob der Störung aussah. "Ja?" Als er jedoch sah, dass da nicht nur irgendein Bote vor ihm stand, schossen bei dem scriba die Augenbrauen in die Höhe und er selbst sank ein bisschen zusammen. "Herr?"

    Ein paar Wochen nach dem Auszug des vormaligen Curator rei publicae der Provinz Italia kamen noch einmal ein paar Sklaven des Octavius Victor vorbei, um einige Möbel abzuholen, die erstmal noch hier in den durchaus geräumigeren Räumlichkeiten zwischengelagert worden waren, bis in der Basilica Iulia Platz geschaffen werden konnte. Den gab es jetzt zwar immer noch nicht wirklich, aber da die Tische, Schemel und Regale neuerdings benötigt wurden, blieb gar keine andere Wahl, als sie hier abzuholen. Außerdem durfte es den Nachfolger des Octaviers bestimmt freuen, seine Diensträumlichkeiten nach eigenem Wunsch gestalten zu können und dabei nicht ständig über alten Kram stolpern zu müssen.

    Nachdem sich jetzt auch der Cornelier erhioben und verabschiedet hatte, quetschte auch Victor ein "Vale, Augustus!" hervor und machte sich dann auf den Raum und den Palast zu verlassen. Irgendwie hatte er zudem das dringende Bedürfnis auf etwas einzuschlagen, aber der Octavier nahm sich vor, damit nicht schon hier sondern erst in der heimischen Casa anzufangen. Nichtsdestotrotz knirschte Victor recht kräftig auf dem Weg nach draußen mit den Zähnen.

    Zitat

    Original von Iunia Axilla
    Ohne mich in die Diskussion einmischen zu wollen, nur kurz eine kleine Korrektur:



    Stimmt nicht. Auch die "Verlierer" haben Belohnungen bekommen. Die Classis hier: Appell für den neuen Imperator
    Und die Prätorianer da: [Clades Vicetia] Die Schlacht bei Vicetia - Die nördliche und südliche Flanke
    Und es war auch nie angedacht gewesen, nur einer Partei Belohnungen für das Spiel an sich zu geben, auch wenn man da bisweilen etwas ticksen musste.


    Hm, in Ordnung. Dann muss ich mich an dieser Stelle korrigieren. Danke für die Richtigstellung!

    Diese Sache musste sich Victor gut überlegen. Sehr gut. Und auch sehr lange. Äußerst lange. Eigentlich jedoch war die Entscheidung gar keine solche. Im Grunde hatte er ja nur zwei Möglichkeiten: Zu Hause über den Cornelier (und den Vescularier) fluchen und über sein Schicksal nachgrübeln... oder das gleiche in irgendeinem Officium tun. Dann allerdings wenigstens in Amt und (mehr oder eher weniger großen) Würden.


    "Da ich dich offensichtlich nicht davon überzeugen kann, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe... halte ich es trotzdem für besser Rom in einer weniger als optimalen Position zu dienen, anstatt Rom gar nicht zu dienen. Ich nehme dein Angebot also an und diene dem Reich und dir als Curator viarum."


    Und wenn es soweit ist, sorge ich dafür, dass du den 'Opportunisten' quer in den Hals gerammt bekommst. Selbst wenn Victor bei diesen Gedanken ein Blitzen in den Augen gehabt hätte, wäre es auf Grund eines wie demütig geneigten Hauptes seitens des Octaviers für Palma nicht zu sehen gewesen.

    Zitat

    Original von Faustus Domitius Massula
    Ich bleibe dabei: Palmas Verschwinden/Exitus/Entsorgung halte ich für falsch. Das wird keine Probleme lösen, die im IR bestehen. Dazu ganz richtig Lucius Petronius Crispus: "Offensichtlich wird hier Palma zum Symbol für alles gemacht, was momentan nicht läuft - aber auch die Beseitigung dieses Symbols wird unsere Probleme nicht lösen." Richtig.


    Falsch! Wie jetzt schon einige andere gesagt haben wird es nicht alle Probleme lösen. Natürlich nicht! Das erwartet auch absolut niemand. Wahrscheinlich wird es noch nicht mal die meisten lösen. Muss es aber auch gar nicht, denn es löst ein paar Probleme ohne neue zu schaffen. Schließlich würden alle besetzten Posten überall diesmal von den derzeitigen Amtsträgern besetzt bleiben, wenn jemand wirklich neutrales nach Palma an die Macht käme.


    Zitat

    Original von Faustus Domitius Massula
    Ich halte es auch für falsch, die nun eingetretene Spielsituation nach den Wünschen einiger Spieler, die so tun, als wären sie eine Mehrheit, hübsch und passend zurechtzuzupfen. Das hat Tiberius Verus recht klar formuliert: "Palmas Beseitigung würde rein auf dem Wunsch dieser Spieler basieren, die nicht mit den Entwicklungen umgehen wollen." (Tschuldigung Serapio, aber es ist so).


    Palma hat nun mal den Krieg gewonnen. Punkt. Die anderen haben verloren. Punkt. Von diesem Spielstand ausgehend wird weitergespielt.


    Mit anderen Worten: Selbst schuld, wenn man nicht neutral oder auf der offensichtlichen Gewinnerseite war, oder wie? Die SL meinte aber doch in ihrem Fazit:


    Zitat

    Original von SPIELLEITUNG
    Die Seite der Palma-Anhänger hatte während des Bürgerkriegs mit Einschränkungen zu leben, die zeitlich begrenzt waren.
    Die Seite der Salinator-Anhänger argwöhnt jetzt, dass ihre Einschränkungen von Dauer sein könnten.
    Wir können an dieser Stelle nur noch einmal versichern, dass es diese Einschränkungen von Seiten des von uns bespielten Kaisers nicht geben wird. Weder ist es unsere Absicht oder in unserem Interesse, die Entwicklung betroffener IDs zu beschneiden oder beschränken, noch werden wir in diesem Sinne handeln.


    Offensichtlich sieht hier keiner von denen, die aktiv gegen die Beibehaltung von Palma sind, dass das so funktionieren kann. Und ja, natürlich würde die... nennen wir es mal "gegenseitige soziale Ausgrenzung" der auf den unterschiedlichen Seiten Beteiligten weiter fortbestehen. Dafür müsste man ja den kompletten Plot für null und nichtig erklären und nicht nur einen Epilog an das Ende dranhängen (auch wenn ich sicherlich nichts dagegen hätte, wenn Hungi keinen Grund mehr hätte auf meinen Victor böse zu sein ;)).


    Zitat

    Original von Faustus Domitius Massula
    Meine ID hat's auch erwischt, aber ein bißchen anders als Serapio. Massula stand bei Ausbruch des Bürgerkriegs vor einer Standeserhebung. Dann ging aber sein Patron verloren. Danach dauerte es Ewigkeiten, bis es wieder möglich war, mit Rom zu kommunizieren. Massula war also in der inzwischen personell entleerten Provinz zur Untätigkeit verdammt. Jetzt kann er sich weitere Karrieresprünge an den Hut stecken. Falls er keinen Plan B hat.


    Sorry, aber ab hier verstehe ich deine Position einfach gar nicht mehr. Im Grunde kann es dir doch also eigentlich völlig egal sein, ob Palma oder wer anderes Kaiser ist. Sicherlich unschön, dass dein Patron weg ist und noch unschöner, wenn deine Pläne erstmal gestoppt wurden. Allerdings bist du doch - im Gegensatz zu jemandem wie Serapio - nicht direkt oder auch nur indirekt davon betroffen, wer jetzt nun Kaiser ist oder nicht.


    Im Grunde ist es doch so (zumindest in meinen Augen): Das hier ist ein Spiel. Unglücklicherweise wurden bei der letzteren Runde des Spiels zwei Seiten gegeneinander gestellt. Die Seite A hat gewonnen (und wird sich ja auch weiterhin als Sieger bezeichnen können), die Seite B hat verloren - aber immerhin hat sie mitgespielt, sonst hätte Seite A ein paar Mal gegen einen NSC antreten können und dann wäre der Spaß an der Sache tot gewesen. Seite A hat ihre Belohnungen (Orden etc. aber wohl vor allem soziale Anerkennung als Sieger) bekommen und Seite B als Verlierer nichts (kein Problem, das war ja zu erwarten). Das Problem kommt jetzt: Die nächste Runde im Spiel steht jetzt an - aber es gibt kein neutrales Spielfeld. Seite A wird weiterhin belohnt und Seite B noch dazu bestraft. Warum soll dann also jemals wieder in der Zukunft sich jemand auf die Seite B stellen? Das macht doch nur noch Sinn, wenn man seine ID sowieso wegschmeißen will. Wenn die Spieler (IDs! - nicht die SimOff-Spieler sind gemeint) von Seite A in dieser nächsten Runde nun auf die Spieler von Seite B mit allen Mitteln einkloppen und umgekehrt, dann ist das vollkommen ok und gutes Rollenspiel! Aber die SL sollte (in meinen Augen) möglichst dafür sorgen, dass alle die gleichen Chancen haben und nicht die Seite B ad infinitum dafür benachteiligt wird, sich nicht auf die offensichtliche Gewinnerseite geschlagen zu haben.

    Heute vor genau zehn Jahren habe ich mich hier im Forum registriert. Das ist eine ziemlich lange Zeit in der mich das IR jetzt begleitet hat. Eine Zeit für die ich äußerst dankbar bin und für die ich Daniel (dem Gründer), den Admins, der Spielleitung und den Supermoderatoren (alle aktiven und gewesenen [ich spar mir vorsichtshalber auch jetzt alle persönlich aufzuzählen, weil ich bestimmt irgendwen vergesse]) aber auch insbesondere allen Spielern hier 10fach Danke sagen möchte:


    Danke für einige der lustigsten, spannendsten, traurigsten, abstrusesten und besten Geschichten, die ich je gelesen habe!
    Danke für die tragischste Liebesgeschichte meines Lebens!
    Danke für Erfahrung, wenn ich jemals prominent sein sollte, äußerst diskret zu sein und Geschenken gegenüber äußerst misstrauisch!
    Danke für die Erkenntnis, dass ich nur als Diktator in die Politik gehen würde!
    Danke dafür, dass sogar meine Eltern (die sich sonst nicht für das Internet interessiert haben) sich regelmäßig erkundigt haben, wie es hier so läuft!
    Danke für die Begleitung in der Schulzeit und der Hilfe bei der Entscheidung was ich danach studieren wollte (auch wenn es gerade deswegen nur peripher mit Römern zu tun hat)!
    Danke dafür, dass ich einige sehr nette Leute kennen lernen durfte!
    Danke für einen Ort, für den man nicht immer Zeit hat, zu dem es einen aber immer wieder zurückzieht!
    Danke für das beste Histo-MN-RPG-Forum, das man sich nur wünschen kann!
    Danke für zehn Jahre Imperium Romanum, die ich niemals missen möchte!


    Danke dafür und ich hoffe, dass ich in weiteren zehn Jahren nach doppelt so vielen Gründen suchen kann, warum ich hierfür dankbar bin. Auf das nächste Decennium!

    Zitat

    Original von Lucius Petronius Crispus
    Victor: Hängt in der allerersten Audienz mit Palma fest - uns da böswillige Rückstufung zu unterstellen, finde ich jetzt doch ein bisschen unfair... (auch wenn ich natürlich nicht weiß, inwiefern hier schon PN-Diskussionen stattfanden)


    Hm, eigentlich wollte ich mich zu dem Thema gar nicht äußern - zumal wo ich sim-on seit Wochen nicht aktiv bin -, aber wenn jetzt schon mein Name gefallen ist: Von mir gibt es keine Beschwerde über die beruflichen Konsequenzen für meinen Victor nach dem Ende des Bürgerkriegs. Die wurden von der SL (per PN) kommuniziert und damit hat sich das. War ja auch abzusehen, dass Victor auf der Verliererseite steht und dann mit Business as usual zu rechnen, wäre wohl etwas zu viel erwartet gewesen. Warum bin ich dann inaktiv geworden und hab auch auf (wirklich nette!) Spielangebote nicht reagiert? Die ganze Situation mit Palma ist doch so, dass der Bürgerkrieg eigentlich nicht zu ende ist. Zumindest nicht, solange es noch Spieler gibt, die auf unterschiedlichen Seiten standen. Denn mal ehrlich: Wie kann ich von Palma-Unterstützern verlangen, dass sie egal wieviele Jahre in der Zukunft ignorieren - und darauf liefe es doch hinaus, wenn man es genau betrachtet - dass man mal auf unterschiedlichen Seiten in einem Bürgerkrieg stand? Es mag da immer mal den ein oder anderen Grund geben, warum man sich arrangiert, aber hochkochen würde das Thema doch irgendwann immer wieder. Bis in alle Ewigkeit... und das ist etwas, das die SL trotz aller Versprechen, dass man die Konsequenzen nicht allzusehr zu fürchten hat, nicht unterbinden kann. Als Ausblick nimmt es aber einem den Spielspaß enorm.


    Würde da ein neutraler Kaiser helfen? (Wohl nicht überraschend) In meinen Augen: Ja!
    Es würde zumindest wieder mehr Perspektive schaffen und die Unterstützer von Palma auch nicht bestrafen: Sie wären ja immer noch die - zumindest moralischen - Gewinner des Bürgerkriegs. Mit einem neutralen Kaiser (am Besten ohne großartige politische Verbündete) gäbe aber eine oberste Instanz, der es ziemlich schnuppe sein kann, auf welcher Seite (egal ob nun Miles oder Senator) jemand stand, hauptsache die Leute sind jetzt für IHN.


    Zitat

    Original von Lucius Petronius Crispus
    PRO:


    Und: Es wurde bemängelt, dass der Iulianus immer über allem geschwebt hat. Jetzt wird an Palma bemängelt, dass er eben nicht über allem schwebt, sondern eben eine Geschichte hat, Loyalitäten aufbaut etc. Das generiert weitaus mehr Rollenspiel als ein gottgleicher Kaiser, der von niemandem zu beeinflussen ist und über allem steht.
    [...]


    Also dieses Argument mit Iulianus... gab es da eigentlich je eine Umfrage zu? Kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern. Ja, einige Beschwerden, dass er zu zahm sei, die gab es durchaus, einige Leute denen es so recht war auch und einen Haufen, denen es egal war. Aber wir hatten jetzt, eigentlich seit der Salinator Praefectus Urbi geworden war, turbulente - instabile, um mal Verus Worte zu nutzen - Zeiten und sind die Leute davon begeistert? Offensichtlich nicht, wenn man sich den Grundtenor des Threads hier anguckt. Also Iulianus als Argument ist nur noch alter Kaffee, finde ich.

    'Im Allgemeinen nimmt auch seine Loyalität ernst und lässt nicht einfach seinen Dienstherrn (und Kaiser!) ermorden, weil man dessen Stellvertreter nicht mag.' Das hätte Victor gerne dem Cornelier vor sich ins blasierte Gesicht geschleudert und danach eine geballte Faust in eben jenem versenkt. Da das aber wohl kaum seiner eigenen Gesundheit zuträglich sein würde, blieb dem Octavier erstmal nichts anderes übrig, als bei der Beleidigung als Opportunist durch Palma rot anzulaufen und kräftig mit den Zähnen zu knirschen.


    "Mein Dienstherr ist tot und seine Sache ist mit ihm gestorben. Soweit ich weiß, gibt es auch keine Nachgekommen, die meine Loyalität hätten erben können. Von daher kann ich deinen Vorwurf nicht ganz nachvollziehen."
    Mit anderen Worten, Victor hielt die Worte des Augustus für völligen Schwachsinn. Aber mit so was hatte er wohl rechnen müssen. Wäre nur für alle wesentlich einfacher und zeitsparender gewesen, wenn Palma einfach eine Nachricht geschickt hätte, dass er Victor nicht vertraute.


    Umso seltsamer mutete es jetzt aber an, dass der Cornelier ihm einen Satz später einen anderen, wenn auch weniger prestigeträchtigen Posten anbot. Was sollte das denn jetzt?


    "Entschuldigung, aber ist das jetzt ein Test? Wenn ich jetzt zu deinem Angebot ja sage, bin ich dann nicht erst wirklich ein Opportunist?"

    Auch wenn er eigentlich eine genaue Uhrzeit für seinen Besuch angekündigt hatte, nahm sich Victor jetzt einfach mal das Recht als Senator heraus, sein Besuchsziel warten zu lassen. Blieb auch nichts anderes übrig, nachdem er sich auf dem Forum Traiani etwas festgequatscht hatte. Also etwas später als geplant aber immerhin doch noch irgendwann, kam der Octavier in der üblichen Begleitung in die Basilica Ulpia und zum Officium des iulischen Decemvir. Dort angekommen, ließ sich Victor von einem seiner Sklaven ankündigen.

    Nachdem mehr als ein Brief aus der Feder des Iulischen Decemvirs in der Casa Octavia eingetroffen war, erfolgte heute die Auslieferung der Antwort.



    Ad
    Marcus Iulius Dives
    Decemvir stlitibus iudicandis
    Basilica Ulpia


    Salve Iulius Dives,


    entsprechend deiner Nachrichten teile ich dir mit, dass ich am ANTE DIEM IV NON DEC DCCCLXIII A.U.C. (2.12.2013/110 n.Chr.) zur fünften Stunde dein Officium aufsuchen werde, um die genannten Themen zu klären.


    Vale,
    G. Octavius Victor

    Da bohrte der Cornelier aber kräftig nach bei Victors wohl auch leicht ungeschickt gewählten Worten. Aber was sollte der Octavier dann jetzt antworten? Ein bisschen war er es ja schon leid, dass er ständig nach Euphemismen suchen und seine Sätze so konstruieren musste, um wenigstens verbal seine Zugehörigkeit zu Salinator zu beschönigen. Das konnte einem irgendwann auf die Nerven gehen und letztere waren gerade beinahe dabei mit dem Senator durchzugehen. Nicht so sehr wegen der Reaktion von Palma hier sondern mehr wegen der Gesamtsituation.


    "Nun, sicher kann ich dir schwerlich widersprechen, wenn du sagst, dass das Patronat des Vesculariers zu meinem Vorteil war. Aber wenn du im gleichen Atemzug sagst, dass an meinen Qualitäten in der Verwaltung kein Zweifel besteht, waren meine Vorteile auch für Rom gut. Vielleicht nicht im Nachhinein betrachtet und sicherlich nicht aus deiner Sicht. Aber: Der Vescularier war mein Patron und er war der Kaiser in Rom und du... nicht. Ich war keiner deiner Anhänger und wenn du das willst, kannst du jede meiner Handlungen als gegen dich gerichtet werten. Aus meiner Sicht jedoch habe ich immer Rom und seinem Wohl gedient: Gegen dich und die deinen, die das Reich in Aufruhr gebracht haben."


    Nunja, ob es strategisch klug war, den Imperator als Aufrührer zu bezeichnen? Wahrscheinlich nicht, aber wie sonst sollte Victor klarmachen, dass es für ihn wirklich Sinn gemacht hatte, auf Seiten des Salinator zu stehen, weil dies für ihn auch die Seite Roms gewesen war.


    "Die... Götter waren offensichtlich jedoch der Meinung, dass du Rom führen solltest und nicht der Vescularier. Ich habe dem falschen Mann gedient und damit habe ich geirrt. Jedoch, ich bin nur ein Mensch und irren ist menschlich. Hier und jetzt kann ich dir nur geloben dir zu Diensten zu stehen, wie ich dem Vescularier zu Diensten stand. Ob und wie du dieses Angebot annimmst liegt natürlich in der Hand, Augustus."

    Nur kurze Zeit nachdem seine Fingerknöchel die Tür zum Officium des Imperators berührt hatten, durfte er auch schon eintreten. Das war er dann also, der neue erste Mann im Staate. War ja für Victor in der Tat das erste Mal, dass er so nah vor Palma stand. Nun, aber wie es schien sollte er nicht das ganze Gespräch über vor ihm stehen, sondern er durfte sogar Platz nehmen. Zuvor jedoch grüßte der Octavier erstmal den neuen Princeps und hob einen Arm. "Salve, Augustuts!" Soweit Victor zurückdenken konnte, hatte er den jeweiligen Imperator immer als 'mein Kaiser' bezeichnet. Aus, zumindest für den Octavier, nahe liegenden Gründen wäre das bei Palma leicht lächerlich gewesen, da der ganz offensichtlich nicht der Kaiser war, den Victor im Purpurmantel hatte sehen wollen. Trotzdem klangen seine Worte angemessen ehrerbietig gegenüber dem Princeps, denn nur weil einem Tatsachen nicht gefielen, brachte es ja nichts vor ihnen die Augen zu verschließen und sie einfach zu ignorieren.


    "In der Tat habe ich gehofft, dass mein Schreiben der Grund für die Gewährung dieser Audienz war. Wie ich darin schon erwähnte, tendiert die Autorität des Curator rei publicae der Provinz Italia gegen nicht vorhanden, solange du nicht geruhst einen Kandidaten deiner Wahl zu benennen oder mich in diesem Amt zu bestätigen." Ob es wohl angebracht gewesen wäre, darauf hinzuweisen, dass Victor natürlich letzteres vorziehen würde? Nunja, Offensichtliches musste man wohl nicht betonen. Und lebendig aus den letzten Nachwirkungen des Bürgerkrieges hervorzukommen war ja auch schon was. "Es ist ja allgemein bekannt, dass ich im zurückliegenden Brüderkonflikt nicht auf der deinen Seite stand, aber... nunja. Der Vescularier," Victor hoffte gerade an dieser Stelle, dass er keine Damnatio Memoriae verpasst hatte. "bei all seinen sonstigen Verfehlungen war er ein verlässlicher Patron und so war es meine Pflicht bis zum Ende ein loyaler Klient zu sein." Bis zum Ende, also bis zu seinem Tod, aber nicht unbedingt bis IN den Tod.


    Einen kurzen Augenblick lang räusperte sich Victor, dann machte er erstmal Schluss mit der Rechtfertigungsarie. Auch wenn er fand, dass das mal gesagt werden musste. Schließlich wusste er nicht, was der Duccius Vala von ihren Unterredungen gemeldet und in welchem Licht er den Octavier dargestellt hatte. "Sei aber versichert, dass ich Rom und dir als seinem rechtmäßigen Kaiser in der Zukunft" Loyal? Das war etwas zu viel des Guten. Untertänigst? Definitiv zu viel des Guten! Wenn es denn sein muss? Ah, vielleicht etwas zu wenig. "dienstbereit zur Verfügung stehe. Du hast ja selbst meine bisherigen Ämter erwähnt und weißt darum also, dass ich mich nie persönlich" über ein vernünftiges und vertuschbares Maß hinaus. "bereichert oder die damit verliehene Macht für private Zwecke missbraucht habe." Schön, ob Palma das wirklich gewusst hatte, war sich Victor nicht sicher. Jetzt jeden falls sollte er es wissen... oder zumindest glauben. "Ich sah es von meiner Zeit als Rekrut bei der I. Legion an immer als meine Pflicht Rom zu dienen. Wenn du beschließt, dass ich diese Pflicht auch weiterhin erfüllen kann, würde mich das über die Maßen freuen, Augustus." Möglichst natürlich in seinem bisherigen Amt als Curator rei publicae! Das allerdings betonte Victor an dieser Stelle nicht mehr gesondert, sondern schwieg jetzt und wartete die Reaktion des Imperators auf seinen Redeschwall ab.


    Sim-Off:

    Bin jetzt mal gleich zum Kern der Sache vorgestoßen, aber die kommende Woche bin ich vermutlich nicht da und wollte die Sache trotzdem mal ein bisschen vorantreiben ;)

    [Blockierte Grafik: http://i1196.photobucket.com/albums/aa401/TotalesChaos/IR/B4Kopie.jpg]
    Maiordomus Praxitas


    "Ah, da bist du ja! Wo hast du bloß gesteckt? Na, ist auch egal..." Aus seinem Gürtelbund zog Praxitas eine Wachstafel, sah noch kurz auf nach, ob es die richtige Liste war und steckte sie dann wieder weg. "Wir müssen zum Markt nach Ostia. Wahrscheinlich geht es spätestens nächste Woche zurück nach Rom und dafür müssen wir mindestens zwei Karren samt Fuhrleuten auftreiben. Zwei weitere verschließbare Kisten wären auch nicht schlecht. Und Salz, Salz dürfen wir nicht vergessen, wenn wir schonmal da sind. Also besorg einen Handkarren und dann treffen wir uns gleich am Tor. Soweit klar?"