Beiträge von Iulia Helena

    "Das wäre wirklich eine große Hilfe. Ich habe versucht, einen Architekten in Mantua zu erreichen, aber bisher erfolglos - Appolonius von Samothrake wurde mir zwar auch genannt, aber er ist derzeitig mit dem Villenbau Mantuas beschäftigt und er war deswegen die zweite Wahl. Ich nehme an, Du meintest ihn?" Sie ließ den Blick wieder über den Schutthaufen gleiten und kehrte schließlich zu ihm zurück, das Lächeln noch immer auf den geschwungenen Lippen tragend.


    "Pläne wollte ich ebenfalls mit dem Architekten ausarbeiten, ich habe natürlich meine Ideen, aber ob sie umsetzbar sind, ist eine andere Frage. Als vollkommener Laie sollte man sich, denke ich, nicht zu sehr in eine Vorstellung verrennen, umso dringender ist die Anwesenheit eines Architekten, der sich auch ein bisschen Zeit für Ostia nehmen kann." Wieder drang ein leises Seufzen über ihre Lippen, dann hob sie leicht die Schultern. "Es gibt noch so vieles zu tun hier."

    "Ich hatte mir einen Standort in der Nähe des Hafens vorgestellt, damit zum einen der Blick des Gottes stets auf diesen wichtigen Teil der Stadt gerichtet bleibt, zum anderen alle ankommenden Schiffe sich Seiner Aufmerksamkeit bewusst sein können," meinte sie nachdenklich und deutete auf eine freie Fläche, die von Wald eingerahmt noch rural genutzt schien, dennoch aber praktisch in der Nähe des Hafens gelegen war.


    "Es könnte allerdings ein bisschen weit zu laufen sein, wenn es Prozessionen gibt, also wäre in der Nähe des Merkurtempels vielleicht der bessere Platz ..." Damit ging ihr Blick zu ihm und sie lächelte etwas verlegen. "Ich kenne mich mit dem Baugewerbe nicht allzu gut aus, vielleicht hast Du eine Idee?"

    Die Möglichkeit, das Haus des Helveticus vorerst als Thread zu spielen und eben zu bespielen, als sei er nur an den freien Tagen dort, ist doch für den Anfang auch eine Möglichkeit, oder? ;)
    Ich muss gestehen, ich habe meine Schwierigkeiten damit, neue Bürger zu bekommen, die vor der Wahl keinen einzigen Tag in Ostia gespielt haben, obwohl die Curia nun seit einiger Zeit besetzt und aktiv (ergo anspielbar) ist, und dann gleich das Wahlrecht über Unbekannte ausüben ... ^^


    Ansonsten: Matinius Metellus & Petronius Varus, schämt euch und meldet euch um! :D Sind ja Zustände hier, wie bei den Hottentotten. *grinst*

    Also würden sie weiter auf die Legio warten müssen - die Ungerechtigkeit dieser Tatsache ließ sie kurz die Hand zur Faust ballen, aber sie wusste leider nur zu gut, dass es sinnlos war, dass es vor allem ausgesprochen sinnlos war, sich zu ärgern, denn ändern konnte sie es nicht, dass ein Amphitheater in Mantua wichtiger gewesen war als ein Tempel in Ostia - sie würde es nur nie verstehen.


    "Oh nein, entschuldige, ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Schutt ist nur der Tempel des Merkur, einer des Neptun muss erst errichtet werden - das ist mein Traum für diese Stadt, Hadrianus Subdolus, und ich hoffe, es werden sich Menschen finden lassen, die diesen Traum mit mir träumen und verwirklichen wollen. Ich weiss, es ist sehr müßig, an einen neuen Tempel zu denken, wenn der alte noch nicht aufgeräumt wurde, aber bei solchen Projekten lohnt sich eine langfristige Planung immer."

    "Es wäre sehr seltsam, da stimme ich Dir zu - aber unsere Familie ist ohnehin weit verzweigt, ich glaube manchmal, am nächsten Tag steht der nächste Verwandte vor der Türe, präsentiert mir Frau und Kinder und nennt mich Cousine, ich würde mich wahrscheinlich nicht einmal mehr wundern," gab sie lächelnd zurück und zwinkerte Andreia zu.
    "Wenn Du es möchtest, steht Dir hier jederzeit ein Raum zur Verfügung - falls Du einmal eine Zeitlang hier in Rom verweilen möchtest oder einkaufen willst, ich stelle mir das dauerhafte Leben in einer Provinzstadt dann doch ein bisschen weniger aufregend vor als hier."

    "Eine Nasenklammer? Ich glaube, ich bin gespannt auf das Gesicht des Augustus, solltest Du ihm das jemals vorschlagen," meinte sie vergnügt und lachte leise auf. Der Gedanke an ein Manipel Soldaten, alle mit Klammern auf der Nase, hatte eindeutig sehr viel Amüsantes für sich, aber gleichzeitig würde es so lächerlich aussehen, dass der Feind wieder eher an Lachkrämpfen denn an den Waffen der Legionäre sterben würde. Es machte einfach unglaublich viel Spaß, sich mit Tiberius Vitamalacus über solche absurden Konstrukte zu unterhalten, stellte sie innerlich schmunzelnd fest. Ein solcher Freund hatte ihr lange gefehlt, denn es war eine Sache, sich mit ihrem Bruder entspannt zu unterhalten und sich doch gleichzeitig immer wieder Gedanken um seine Zukunft zu machen, und eine andere, diesen Gedanken eine Weile vollständig ausblenden zu können. Wenngleich noch einiges an Unsicherheit zurück geblieben war, fühlte sie sich doch im Moment sehr beschwingt und entspannt, und das war diesem aussergewöhnlichen Mittagessen zu verdanken.


    "Ich glaube, ich kann das durchaus nachempfinden. Wenn man etwas eine lange Zeit über gewöhnt ist, dann erscheint einem eine andere Sitte als sehr fremdartig. Ich musste mich selbst erst wieder daran gewöhnen, die Palla wieder zu tragen anstatt eines vollständigen Schleiers - in Syria braucht man einfach etwas, das den Sand fernhält und dafür taugt die Palla wenig. Die ersten Wochen ohne den Schleier habe ich mich sehr nackt gefühlt ... aber jemand, an dem die Toga so stattlich aussieht wie an Dir wird sich sicher auch sehr schnell wieder daran gewöhnen, sie zu tragen," meinte sie mit einem schelmischen Lächeln und drückte kurz mit den Fingern seinen Unterarm, die Worte damit unterstreichend.
    "Vielleicht musst Du sie einfach nur ein bisschen öfter anziehen, auch wenn diese Militärtunika Dir ebenso gut steht - als Amtsträger des cursus honorum wirst Du auf lange Sicht wohl nicht um die Toga herumkommen."

    "Es gibt den Kurs sehr wohl, aber er wurde wohl eine Weile lang nicht mehr angeboten," meinte die Magistrata mit einem sehr tiefen Seufzen. "Wir bemühen uns gerade, einen studierten Architekten aufzutreiben, der diesen Haufen Steine begehen kann, um die brauchbaren von den nicht mehr brauchbaren Steinen zu trennen. Immerhin sollte man verwendbares Baumaterial nicht verschwenden, wenn es schon hier liegt - den Rest habe ich den Bürgern zugedacht, die es sich sicherlich dann sehr bald selbst holen werden. Aber finde in dieser Stadt einmal einen Architekten mit Zeit! Es scheint genauso unmöglich, wie eine Jungfrau zu finden ..."


    Sie schüttelte den Kopf und ließ den Blick über den Trümmersalat schweifen, und wie stets, wenn sie den in Schutt und Asche liegenden Tempel betrachtete, regte sich in ihr ein gewisser Zorn. "Die Finanzierung des Tempels steht glücklicherweise, aber zuerst brauchen wir den Architekten, dann die Legio, und beides kommt absolut nicht in Schwung." Dann, kurz sinnierend, hielt sie inne und fügte an: "Aber Du könntest mit mir einen zweiten Bauplatz ansehen ..." Ein verschmitztes Lächeln folgte. "Denn zu einem Tempel des Merkur wäre ein Tempel des Neptun hier sicher kein Fehler, und wir wollen ja frühzeitig mit den Planungen beginnen, damit es nicht noch einmal solche furchtbaren Verzögerungen gibt. Ich glaube, der Tempel war schon zur Zeit meines Amtsvorgängers Schutt, und das ist eine ganze Weile her."

    Ein Sklave der Casa Iulia bringt im Lauf des Tages den unterschriebenen Vertrag für M' Tiberius Durus vorbei.


    Liefervertrag


    Zwischen Manius Tiberius Durus, Besitzer des Betriebes Frumentum Tiberia Miseno und Iulia Helena, Besitzer des Betriebes Bäckerei 'Zur krustigen Borke' wird folgende Liefervereinbarung getroffen:


    I. Frumentum Tiberia Miseno verpflichtet sich zur Lieferung von 300 Scheffeln Getreide pro Woche zum Preise von 150 Sesterzen. Die Abnahme hat bis spätestens Mittwoch zu erfolgen.
    II. Die Bäckerei 'Zur krustigen Borke' verpflichtet sich zur Abnahme der unter I vereinbarten Position. Die Abnahme hat bis spätestens Samstag zu erfolgen.
    III. Der Vertrag gilt unbefristet, ist für beide Seiten allerdings mit einer Frist von zwei Lieferperioden kündbar.
    IV. Verstöße gegen die unter I. und II. festgelegten Konditionen werden mit einer Poenale von 5 Sesterzen pro Tag geahndet. Die Poenale ist an den vetragstreuen Vertragspartner zu zahlen.
    V. Der Vertrag beginnt mit dem ANTE DIEM XVII KAL AUG DCCCLVI A.U.C. (16.7.2006/103 n.Chr.)


    http://home.arcor.de/fleisch14/IR/siegel-MTD.gif

    ROMA, PRIDIE ID IUL DCCCLVI A.U.C. (14.7.2006/103 n.Chr.)



    Iulia Helena
    _____________________

    ID IUL DCCCLVI A.U.C. (15.7.2006/103 n.Chr.)



    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI



    ERHEBE ICH DEN
    PEREGRINUS
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS


    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM XV KAL NOV DCCCLIV A.U.C.
    (18.10.2004/101 n.Chr.)


    ZUM
    PROBATUS
    Legio IX Hispana


    HIERMIT ERHÄLT ER DAS BÜRGERRECHT


    CICERO OCTAVIUS ANTON IM NAMEN DES
    KAISERS LUCIUS ULPIUS IULIANUS


    http://www.imperium-romanum.in…rcitus/SiegelAugustus.gif





    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI



    ERNENNE ICH DEN:
    PROBATUS
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS
    LEGIO IX HISPANA



    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM VIII ID NOV DCCCLIV A.U.C. (6.11.2004/101 n.Chr.)


    ZUM
    LEGIONARIUS
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS
    LEGIO IX HISPANA


    FUER DEN ROEMISCHEN KAISER
    LEGATUS LEGIONIS
    MAXIMUS DECIMUS MERIDIUS







    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI



    ERNENNE ICH DEN:
    LEGIONARIUS
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS
    LEGIO IX HISPANA



    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM III KAL DEC DCCCLIV A.U.C. (29.11.2004/101 n.Chr.)


    ZUM
    OPTIO
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS
    LEGIO IX HISPANA


    FUER DEN ROEMISCHEN KAISER
    LEGATUS LEGIONIS
    MAXIMUS DECIMUS MERIDIUS







    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI



    ERNENNE ICH DEN:
    OPTIO
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS
    LEGIO IX HISPANA



    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM VII ID APR DCCCLV A.U.C. (7.4.2005/102 n.Chr.)


    ZUM
    CENTURIO
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS
    LEGIO IX HISPANA


    FUER DEN ROEMISCHEN KAISER
    LEGATUS LEGIONIS
    MAXIMUS DECIMUS MERIDIUS






    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI



    ZEICHNE ICH
    PRAEFECTUS CASTRORUM M. D. LIVIANUS
    CENTURIO G. C. CRASSUS
    CENTURIO G. P. GETA
    CENTURIO M. I. SUBAQUATUS
    CENTURIO T. P. BALBUS
    OPTIO C. I. SENECA
    OPTIO M. P. COTTA
    LEGIONARIUS G. D. PROXIMUS


    WIRD MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM XV KAL MAI DCCCLV A.U.C. (17.4.2005/102 n.Chr.)
    ZU SEPTIMANCA


    WEGEN TAPFERKEIT VOR DEM FEIND



    MIT EINER
    PHALERA
    AUS


    ORT UND GRUND DER AUSZEICHNUNG
    SEI ZU VERMERKEN.


    FUER DEN ROEMISCHEN KAISER
    LEGATUS LEGIONIS
    MAXIMUS DECIMUS MERIDIUS






    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI



    WIRD MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM XVI KAL IUL DCCCLV A.U.C. (16.6.2005/102 n.Chr.)



    CENTURIO
    MARCUS IULIUS SUBAQUATUS
    LEGIO IX HISPANIA



    AUF EIGNEN WUNSCH, EHRENHAFT AUS DER LEGION ENTLASSEN


    UND FÜR SEINEN VORBILDHAFTEN DIENST



    MIT EINER
    PHALERA
    AUSGEZEICHNET.



    FUER DEN ROEMISCHEN KAISER
    UND DEN LEGATUS LEGIONIS


    TRIBUNUS ANGUSTICLAVIUS
    MARCUS DECIMUS LIVIANUS


    Liefervertrag


    Zwischen Manius Tiberius Durus, Besitzer des Betriebes Frumentum Tiberia Miseno und Iulia Helena, Besitzer des Betriebes Bäckerei 'Zur krustigen Borke' wird folgende Liefervereinbarung getroffen:


    I. Frumentum Tiberia Miseno verpflichtet sich zur Lieferung von 300 Scheffeln Getreide pro Woche zum Preise von 150 Sesterzen. Die Abnahme hat bis spätestens Mittwoch zu erfolgen.
    II. Die Bäckerei 'Zur krustigen Borke' verpflichtet sich zur Abnahme der unter I vereinbarten Position. Die Abnahme hat bis spätestens Samstag zu erfolgen.
    III. Der Vertrag gilt unbefristet, ist für beide Seiten allerdings mit einer Frist von zwei Lieferperioden kündbar.
    IV. Verstöße gegen die unter I. und II. festgelegten Konditionen werden mit einer Poenale von 5 Sesterzen pro Tag geahndet. Die Poenale ist an den vetragstreuen Vertragspartner zu zahlen.
    V. Der Vertrag beginnt mit dem ANTE DIEM XVII KAL AUG DCCCLVI A.U.C. (16.7.2006/103 n.Chr.)


    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/fleisch14/IR/siegel-MTD.gif]

    ROMA, PRIDIE ID IUL DCCCLVI A.U.C. (14.7.2006/103 n.Chr.)



    Iulia Helena
    _____________________

    ID IUL DCCCLVI A.U.C. (15.7.2006/103 n.Chr.)









    ARBEITSVERTRAG


    zwischen dem Arbeitgeber
    Manius Tiberius Durus


    und dem Arbeitnehmer
    Caius Iulius Palladius


    ~~~


    Hiermit wird verkündet,


    das Caius Iulius Palladius ab nun seine Deinste als Scriba, Manius Tiberius Durus zu Verfügung stellt.


    ~

    Der von Manius Tiberius Durus an Caius Iulius Palladius zu zahlenden Lohn beträgt wöchentlich 30 Sesterzen.


    ~

    Dieses Verhältnis kann von beiden Seiten heraus, ohne Begründung, bis zum Ende der laufenden Woche gelöst werden.


    ~~~


    [Blockierte Grafik: http://img215.imageshack.us/img215/1435/signumbf1.gif]
    Unterschrift des Arbeitnehmers


    [Blockierte Grafik: http://img154.imageshack.us/im…366/siegelmtdaedilip0.gif]
    Unterschrift des Arbeitgebers




    Kaufvertrag



    Kaufvertrag zwischen Decimus Annaeus Varus und Marcus Iulius Proximus.


    Decimus Annaeus Varus verkauft Marcus Iulius Proximus den Gewürzhändler Natura Condimenti Annaea zu einem Preis von 150 Sesterzen. Für die Bezahlung wurde eine Ratenzahlung in drei Raten zu je 50 Sesterzen vereinbart.



    Unterschriften:Marcus Iulius Proximus


    [Blockierte Grafik: http://img238.imageshack.us/im…iegelannaeapapyrusqh7.png]Decimus Annaeus Varus





    Übergabe der Pferdezucht "Equaria Artoria"


    Dieser Vertrag bevollmächtigt die Person Lucius Iulius Centho zur vollständigen Übernahme der Pferdezucht "Equaria Artoria". Der Vertrag setzt die Besichtigung des Betriebes selbst durch den Käufer voraus, garantiert jedoch den einwandfreien Zustand der Zucht.


    Alles, was der Käufer fortan selbst mit dem Betrieb tut, hat auch er selbst zu verantworten.


    Schäden, die durch den Verkäufer verursacht wurden und noch beständig sind, hat der Verkäufer sachgerecht zu beheben.


    Durch die Unterzeichnung des Vertrages wird sichergestellt, dass dieses Geschäft in Einverständnis und völliger geistiger Tüchtigkeit beider Parteien geschehen ist. Der Preis wurde ausgehandelt und beläuft sich auf 800 Sesterzen. Das Angebot beinhaltet den Betrieb mitsamt der dort tätigen Sklaven und Zuchttiere.


    Nach Unterzeichnung besitzt der Vertrag Gültigkeit. Er ist Rückwirkend mit Ausnahme von Extremfällen oder richterlichem Urteil nicht mehr zu ändern.


    Unterschrift des Käufers:


    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/al…terschrieftCentholang.jpg]


    Unterschrift des Verkäufers:






    ~ CONVENTIO ~
    ABSCHRIFT


    Mit diesem Schreiben wechselt das Landgut des Marcus Decimus Livianus ibei Ostia zum Preis von 5000 Sesterzen zum heutigen Datum in den Besitz des Lucius Iulius Centho über. Dieser kann über den Besitz frei verfügen und diesen auch an seine Söhne vererben, ihn jedoch nicht weiterverkaufen oder verschenken. Dem Verkäufer Marcus Decimus Livianus, sowie seinen Erben wird ein Rückkaufsrecht zu ebenfalls _______ Sesterzen eingeräumt, von welchem jederzeit Gebrauch gemacht werden kann. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Pflichten, ausser dem Erhalt der betreffenden Liegenschaft in seiner heutigen Form. Das Geschäft wird gültig durch Unterschrift beider Parteien auf diesem Dokument, welches sich in dem Besitz des Verkäufers befindet und einer Zweitanfertigung, welche im Besitz des Käufers verbleiben wird, sowie durch Handschlag.


    ANTE DIEM VII ID NOV DCCCLX A.U.C.
    (7.11.2010/107 n.Chr.)


    gezeichnet
    MARCUS DECIMUS LIVIANUS



    gezeichnet
    Phocylides
    Sklave des Lucius Iulius Centho zeichnungsbefugt durch beigelegtes schreiben.





    Der Sklave bekannt unter dem Namen Phocylides ist von mir ermächtig für mich in Germanien zu sprechen und auch Entscheidungen für mich zu treffen. Er genießt mein volles Vertrauen. Er ist so zu behandeln als spreche man mit mir in Person.


    Lucius Iulius Centho Tribunus Cohortis Urbanae




    PACTIO NUPTIALIS
    ____________________________________________________________Marcum Iulium C.f. M.n. M.pron. L.abn. L.atn. Esq. Divitem
    Nepotem ex filia Ciceronis Octavii Antonis Censorii Consularisque
    Decurionem Duumviralemque bis Ostiensem et Decemviralem stl. iud.


    (Ehevertrag zwischen Marcus Iulius, Sohn des Caius usw. aus der Tribus Esquilina, Dives)
    (dem Enkel des Censoriers und Consulars Cicero Octavius Anton)
    (dem Decurio und zweimaligen Duumvirn von Ostia sowie gewesenen Decemvirn)


    interque Sergiam C.f. M.n. A.pron. Sp.abn. Ser. Faustam
    Neptem ex fratre amitino K. Annaei Modesti Praetorii Victorisque
    de Vesculario Usurpatore, Praefectam Vehiculorum Cursus Publici Italiae


    (und Sergia, Tochter des Caius usw. aus der Tribus Sergia, Fausta)
    (der Nichte des Praetoriers und Siegers über den Usurpator Vescularius)
    (Kaeso Annaeus Modestus, der Postpräfektin des Postdienstes von Italia)


    Pars Prima - De matrimonio
    (Erster Teil - Über die Ehe)
    Die beiden Vertragsparteien, namentlich Marcus Dives aus der Gens der Iulii Caepiones, nachfolgend als Maritus bezeichnet, und Fausta aus der Gens der Sergii Furores, im Folgenden Uxor genannt, erklären hiermit bezüglich ihrer am Tag des Vertragsabschlusses beginnenden Lebensgemeinschaft ihren Willen zum gemeinsamen Matrimonium Iustum sine manus.
    Dazu geben beide Vertragsparteien an mündig, gewaltfrei und im Besitz des römischen Bürgerrechts zu sein, sowie auch alle sonstigen Ehevoraussetzungen zu erfüllen. Maritus und Uxor bestätigen, dass keinerlei Ehehindernisse, insbesondere (aber nicht ausschließlich) anderweitige Verlöbnisse oder bereits gültig geschlossene Ehen, vorliegen.
    Ferner kommen beide Vertragsparteien überein, dass ein Übergang der manus-Gewalt über die Uxor auf den Maritus durch usucapio ausgeschlossen ist. Selbst im Falle eines nicht durchgeführten trinoctium sollen daher keinerlei Rechte, weder über die Person noch das Vermögen der Uxor, auf den Maritus übergehen.


    Pars Secunda - De dote
    (Zweiter Teil - Über die Mitgift)
    Die von der Uxor selbst bestellte Dos umfasst ein Bar- und Warenvermögen, letzteres bestehend aus jungen, gesunden und tüchtigen Sklaven, sowie durch die Uxor eigenproduzierten frischen Honig, in Höhe von summa summarum 50 Aurei. Die Sklaven der Dos sind durch mancipatio, die restliche Dos ist durch traditio bis spätestens zwei Monate [SimOff: zwei Wochen] nach Eheschließung und Vertragsabschluss an den Maritus zu übertragen.
    Im Fall, dass die Ehe der beiden Vertragspartner durch den Tod der Uxor beendet wird, soll die Dos gänzlich und endgültig an den Maritus fallen. Beenden eine Scheidung oder der Tod des Maritus die gemeinsame Ehe, soll die Uxor die Dos inform eines vergleichbaren Bar- und Warenvermögens in Höhe von summa summarum 50 Aurei zurückerhalten.
    Für die nacheheliche Versorgung der gemeinsamen Kinder wird festgelegt, dass der Maritus für jedes der Kinder ein Sechstel, maximal jedoch die Hälfte der Dos zurückbehalten darf. So die Ehe durch den Tod des Maritus beendet wird, soll dieses Recht direkt auf seine Kinder, gegebenenfalls vertreten durch deren Vormund, übergehen. Ferner wird dem Maritus eingeräumt darüber hinaus ein weiteres Sechstel der Dos einzubehalten, sollte die gemeinsame Ehe aufgrund von ehewidrigem Verhalten der Uxor geschieden werden.


    Pars Tertia - De filiis
    (Dritter Teil - Über die Kinder)
    Beide Vertragsparteien erklären hiermit ihren Wunsch der Zeugung gemeinsamer ehelicher Kinder. Zu diesem Zweck versichern Maritus und Uxor, dass sie beide fruchtbar sind. Sollte sich jenes durch eine dauerhafte Unfruchtbarkeit eines der beiden Vertragspartner ändern, so steht es dem jeweils anderen für die Dauer von einem Jahr [SimOff: drei Monaten] nach Bekanntwerden dieses Umstandes frei, sich nachteilslos scheiden zu lassen.
    Für diesen wie auch für jeden anderen Fall eines Endes der Ehe der beiden Vertragsparteien wird festgelegt, dass die gemeinsamen Kinder aus dieser Ehe, darunter auch etwaige nachgeborene, bis zu Erreichen ihrer vollen Geschäftsfähigkeit im Wohnsitz des Maritus respektive ihres Vormundes wohnhaft bleiben.
    Der Uxor wird im Gegenzug ein die Patria Potestas nicht be- oder einschränkendes Erziehungsrecht an den gemeinsamen Kindern zugebilligt. Dieses soll auch über das Ende der Ehe hinaus für jedes Kind jedoch maximal bis zu dessen vollendetem sechsten Lebensjahr gelten. Dem Maritus respektive dem Kindesvormund wird dazu ein Vetorecht gegenüber den die gemeinsamen Kinder betreffenden Entscheidungen der Uxor gewährt.
    Ferner soll auf Wunsch der Uxor die erste Tochter aus dieser Ehe den Namen Iulia Fausta tragen, in Erinnerung sowohl an die Uxor selbst, wie auch an die Proavia der Uxor, Cornelia Fausta.


    Pars Quarta - De testatoribus
    (Vierter Teil - Über die Trauzeugen)
    Für Maritus und Uxor treten abseits der übrigen Gäste ihrer Hochzeitsfeierlichkeiten jeweils drei vertraute Freunde als Zeugen der hiermit geschlossenen ehelichen Verbindung, sowie der einzelnen Punkte dieses Ehevertrages auf. Diese Zeugen sind für die Uxor Paula von den Pontii als Pronuba, sowie Clara von den Duccii und Tusca von den Titii.


    __ ___ Pontia Paula __ _ __ , _ _ _ _ DUCCIA CLARA _ _ _ _ , ____ Titia Tusca __ __
    _____ PONTIA PAULA [NSC] _____________ DUCCIA CLARA ______________ TITIA TUSCA [NSC]


    Für den Maritus erscheinen als Zeugen Lucius Lepidus von den Tiberii Ahalae als Auspex, sowie Marcus Aquila von den Decimi und Caius Caldus von den Caelii.


    - - Lucius Tiberius Lepidus - - , __ [FONT=AquilineTwo,script mt]Marcus Decimus Aquila

    __ , ___ [FONT=cataneo bt,amaze]Caius Caelius Caldus .[/FONT] ___
    ____ LUCIUS TIBERIUS LEPIDUS _______ MARCUS DECIMUS AQUILA _______ CAIUS CAELIUS CALDUS [NSC]


    Pars Quinta - De clausula salvatoria
    (Fünfter Teil - Über die salvatorische Klausel)
    Sollten einzelne Bestimmungen dieses Ehevertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsabschluss unwirksam oder undurchführbar werden, so bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der Zielsetzung am nächsten kommen, welche die Vertragsparteien mit der unwirksamen und/oder undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich der Vertrag als lückenhaft erweist.


    ANTE DIEM V KAL MAR DCCCLXIV A.U.C. (25.2.2014/111 n.Chr.)

    [/FONT]

    /images/signet/Siegel_gens_Iulia_Papyrus.png


    MARCUS IULIUS DIVES
    _DECEMVIRALIS STL. IUD. - CURSUS HONORUM
    ________________DECURIO - OSTIA

    /images/signet/Siegel_Sergia.png


    [FONT=papyrus,arial]Aulus Sergius Faustulus[/FONT] __,__ Sergia Fausta
    Tutor Sergiae Faustae ______________ Praefecta Vehiculorum __


    Conventum de commeatu


    Cura Annonae cum Iulia Helena conductore, qui est tabernarius officinae "Bäckerei 'Zur krustigen Borke'", paciscitur haec:


    I. Conductor se obligat, ut 120 panes pretio 0,9375 sestertium – quod est pretium singulorum panium - in singulas septimanas conferat. Condiciones tardissime die Martis proponenda sunt.


    II. Cura Annonae se obligat, ut panes supra imperatos accipiat. Merces tardissime die Iovis accipiendae sunt.


    III. Conventum nullo temporis spatio finitur. Utrique parti quidem licet conventum renuntiare, cum intervallum temporis duorum commeatuum conservatur.


    IV. Lapsus contra condiciones, quae in parte prima vel secunda huius conventi constitutae sunt, poena 0 sestertium puniuntur; quae poena ad eum socium solvenda est, qui foedus non ruperit.


    V. Conventum die ANTE DIEM IV NON IUL DCCCLVI A.U.C. initium habet.



    Roma,KAL IUL DCCCLVI A.U.C.,Spurius Sergius Sulla
    _______________________________________
    locus, dies, nomen subscriptum (Cura Annonae)


    Roma, KAL IUL DCCCLVI A.U.C.,Barundius
    _______________________________________
    locus, dies, nomen subscriptum (conductoris)


    Sim-Off:

    Übersetzung des Vertrages



    Kaufvertrag und Grundbesitzeintagung


    Eigentümer der nachfolgend aufgeführten Grundstücke ist mit Wirkung vom ANTE DIEM XIV KAL SEP DCCCLVII A.U.C. (19.8.2007/104 n.Chr.)



    Gaius Iulius Raeticus


    Der Kaufpreis beläuft sich auf 5.000 Sesterzen.


    1 x Gabii

    gez.
    P. Servius Digitius




    Testament des Caius Iulius Seneca:

    ICH, CAIVS IVLIVS SENECA, GEBOREN AM PRIDIE ID APR DCCCXXVIII A. V. C.,
    WOHNHAFT IN TARRACO, LEDIG, ERRICHTE NACHFOLGENDES
    TESTAMENT:



    MEINE GRVNDSTVECKE IM WERT VON INSGESAMT 30 000 SESTERZEN SOLLEN VNTER FOLGENDEN VERWANDTEN AVFGETEILT WERDEN
    SOMIT ERHALTEN:
    TIBERIVS IVLIVS NVMERIANVNS II GRVNDSTVECKE(10 000 SESTERZEN)
    GAIVS IVLIVS OKTAVIANVS I GRVNDSTVECK (5000 SESTERZEN)
    IULIA HELENA I GRUNDSTUECK (5000)
    MARCVS IVLIVS LEPIDVS II GRVNDSTVECKE (10 000 SESTERZEN)



    MEIN BARVERMOEGEN IN HOEHE VON 34 000 SESTERZEN SOLL EBENFALLS VNTER FOLGENDEN VERWANDTEN AVFGETEILT WERDEN.
    SOMIT ERHALTEN:
    IVLIA HELENA 3000 SESTERZEN
    GAIVS IVLIVS OKTAVIANVS 3000 SESTERZEN
    IVLIA LIVILLA 3000 SESTERZEN
    TIBERIVS IVLIVS NVMERIANVNS 10 000 SESTERZEN
    MARCVS IVLIVS LEPIDVS 10 000 SESTERZEN
    IVLIA SEVERA 5000 SESTERZEN


    DIE ACTA DIVRNA SOLL EBENFALLS NICHT LEER AVSGEHEN VND SO VERMACHE ICH IHR EBENFALLS 5000 SESTERZEN


    MEIN EINSTIGER DECVRIO DECIVS CAECILIVS SABINVS SOLL MEINE VIER SKLAVEN ERHALTEN


    ICH BITTE MEINE BRVEDER TIBERIVS IVLIVS NVMERIANVNS VND MARCVS IVLIVS LEPIDVS DARVM MEINE VRNE OHNE VMSTAENDE IN DER CASA IVLIA IN ROMA NIEDERZVLEGEN



    MOEGEN MICH ALLE VERWANDTEN VND FREVNDE IN GVTER ERINNERVNG BEHALTEN VND MEINE FEINDE MIR VERZEIHEN
    ICH HABE IMMER FVER DIE LEGIO IX HISPANA GELEBT
    MOEGE SIE AVCH WEITERHIN RVHMREICHE TATEN VOLLBRINGEN


    AUF DEN ELYSISCHEN FELDERN WERDEN WIR VNS WIEDERSEHEN


    GEZ.
    CAIVS IVLIVS SENECA




    Testament des Lucius Iulius Antoninus:


    ungeöffnet in der Casa Iulia zu Roma hinterlegt





    Testament des Marcus Iulius Licinus:


    ungeöffnet bei den Vestalinnen hinterlegt


    "Na, die Leute fürchten wohl Scherereien, wenn sie sich zu sehr mit den Behörden einlassen, das kann man ihnen nicht verdenken," meinte der Barbier und arbeitete geschickt und flink weiter - wenn man so viele Kunden am Tag hatte wie er und das Handwerk auch entsprechend schon lange genug ausübte, war man eben ein bisschen schneller als der römische Allerweltsbarbier. In sofern war Nephetep schon recht stolz auf sein Können und das Lob, das er oft genug gehört hatte. "Aber das ist ja mit der neuen Quaestorin genauso, die auf der rostra abgestochen wurde. Schrecklich sowas, findest Du nicht? Man sollte meinen, politische Meinungen könnten ein bisschen menschlicher geäussert werden."

    [Blockierte Grafik: http://img67.imageshack.us/img67/7457/barundiusdh6.jpg]


    Barundius trug gerade einen Korb mit frischen Fladenbroten in das Ladengeschäft herein, als er die hübsche junge Frau erspähte, was die Strahlintensität seines üblichen, verkaufstüchtigen Lächeln gleich verdoppelte. Männer, die Geschäfte brachten, waren sehr willkommen, Frauen aber noch gleich viel mehr.
    "Salve, junge Dame!" sprach er sie denn auch gleich fröhlich an. "Womit kann ich Dir heute ein Lächeln auf Deine Lippen zaubern?"

    "Du kommst genau zum richtigen Zeitpunkt, ansonsten hätte ich wohl eine oder zwei Akten zur Tür geworfen, um nicht gestört zu werden," versetzte sie schmunzelnd und blinzelte ihm vergnügt zu. Alles in ihr lechzte nach einer unterhaltsamen, aktenfreien Mittagspause und dafür war er sicher ein passender Begleiter. Zumindest hatte er auf sie bisher eher als ein Vertreter des Müßiggangs und der gemütlichen Lebenslust gewirkt denn wie ein Anhänger des stundenlangen, staubigen Aktenstudierens. "Hast Du eine bestimmte Vorliebe, was das Essen angeht? Es gibt ein paar ganz nette Garküchen hier und auch ein zwei Tavernen, in denen mittags viele der Beamten der Curia essen."

    "Gern geschehen," erwiederte sie lächelnd und hätte fast angefügt, dass sie dies bei ihrem verstorbenen Gemahl auch oft getan hätte. Nein, diese Vertraulichkeit war hier weder am richtigen Platz noch zur richtigen Zeit geäussert, so schwieg sie, verstaute den Kamm sehr sorgfältig, kontrollierte den richtigen Sitz des Beutels am Gürtel noch einmal und hob erst dann wieder den Blick zu ihm. Sein Tonfall hatte ihr einige Schauer über den Rücken gejagt und sie wusste einfach nicht mehr, wie sie das alles deuten sollte, was sich an diesem Tag ereignet hatte. Vor zehn Jahren hättest du diese Freiheit nie besessen, dachte sie. Die Freiheit, ein Geschenk anzunehmen und eines zu geben, ohne sich dafür zu verdammen. Damals hatte sie es nicht einmal gewagt, an einen anderen Mann ausser Titus zu denken, weil sie fürchtete, sonst eine schlechte Ehefrau zu sein. Heute war sehr vieles anders, und die Ehe hatte ihr ein Selbstvertrauen gegeben, das ihr damals noch fremd gewesen war.


    "Ach, jeder definiert die Wichtigkeit von Gegenständen doch anders. Für eine Frau ist es unmöglich, das Haus ohne die Dinge zu verlassen, mit denen man zur Not das gute Aussehen schnell wieder herstellen kann, weil es für Frauen einfach viel wichtiger ist, einen guten Eindruck zu machen als für einen Mann. Ein miles ohne seine Waffen ist kein guter miles, aber ich glaube kaum, ob es die Germanen kümmert, wenn die auf sie einstürmenden milites gekämmt sind oder nicht." Auch wenn es sicher ein sehr interessantes Bild wäre, dachte sie und legte sachte ihre Hand wieder auf seinen Unterarm, wie sie es inzwischen fast schon gewöhnt waren. Die von der Sonne ausgehende Wärme ließ sie bald unter dem Umhang schwitzen, aber noch wollte sie das warme Kleidungsstück nicht abgeben, denn die Stola befand sich zwar auf dem Weg des Trockenwerdens, würde aber noch immer ein bisschen mehr enthüllen, als es ihr recht war.

    Sie hatte bereits die Akten beiseite gelegt und sich für das Mittagessen vorbereitet - was eine Römerin eben tut, wenn sie taufrisch aussehen möchte, auch wenn sie sich nicht so fühlt, weil eben doch schon ein arbeitsreicher Vormittag hinter ihr lag - und blickte zur Türe, leicht schmunzelnd. "Herein!" sagte sie vernehmlich und erwartete den Besucher, noch immer am Schreibtisch sitzend. An diesem Tag hatte sie eine dunkelblaue Stola angelegt, welche die Farbe ihrer Augen sehr wohl zu betonen wusste, ohne zu dominant zu wirken.