Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus

    Dieses atrium glich in beinahe allen Hauptpunkten jedem beliebigen patrizischem atrium: Neben Büsten und Statuen fangen sich exquisite Wandbehänge, täuschend echt wirkende Gemälde und so manche Reliquien bereits vergangener Zeiten, die - gleich in der villa Aurelia - strategisch drapiert und anschaulich ausgestellt waren. Im Vorübergehen glitt mein Blick über die Büste eines geschiedenen flavischen Kaisers und damit meine Gedanken zum parthischen Krieg, in welchem Kaiser Ulpius momentan feststeckte. Obwohl ich, nicht anders als die meisten anderen Römer, die Auffassung vertrat, dass Rom schier unbesiegbar war und in Parthien einfach siegen musste und die Feinde bezwingen würde, so glitt mir dennoch der Gedanke durch den Kopf, dass es im Falle eines Falles keinen Caesar gab, der einen möglicherweise frei gewordenen Thron würde besetzen können.


    Während dieser Gedanken passierten wir das impluvium, dessen klares Wasser ich mit einem flüchtigen Blick bedachte, und dann gelangten wir an den Sitzgelegenheiten an, auf die der mich begleitende Sklave nun wies. Ich setzte mich vorerst, auch wenn ich wusste, dass mich bei Aquilius' Eintreffen nichts auf der Bank würde halten können. Die intensiven Gespräche und das gemütliche Beisammensein hatten mir gefehlt in Germanien, wie sehr, das merkte ich erst jetzt und maß es an der Wiedersehensfreude, die mich durchströmte, als der Sklave sich endlich anschickte, seinen Herren zu benachrichtigen. Hunger hatte ich keinen, daher nickte ich lediglich auf den Hinweis des servus hin und sah mich weiter in der Empfangshalle um, von denen Teile erst kürzlich überarbeitet und gestrichen worden zu sein schienen.


    Es dauerte einen Moment, doch schließlich vernahm ich Schritte auf dem sauberen Boden, ob es ein Sklave war oder ein Flavier, vermochte ich zuerst nicht zu sagen, doch als das markante Gesicht meines Freundes auftauchte, erhob ich mich und ging ihm entgegen. Kurz vor ihm blieb ich stehen. "Caius, welch Freude!" sprach ich herzlich und ganz so, als sei er der Besucher und ich der empfangende Hausherr, doch absichtlich geschah das nicht, und einen Moment später umarmte ich ihn freundschaftlich und klopfte ihm gut gelaunt einige Male auf den Rücken. "Viel zu lange ist es her, dass wir uns gesehen haben!" sagte ich, als ich ihn wieder losgelassen hatte und grinste ihn an. "Dein Brief erreichte mich leider nicht in Germanien, ich hatte schon das Schlimmste befürchtet, aber es scheint dir ja ganz gut zu gehen, wie ich sehe. Banausem beim cursus publicus, die Adresse war verwässert und daher hat man den Brief hier in Rom abgegeben. Ich kenne also den Inhalt - aber ist es wirklich wahr, du warst ein Fischer und hast ein Kind?" Ob meiner Verblüffung vergaß ich sogar, mich wieder zu setzen.

    Der Junge nickte und warf mir einen Blick zu. Da ich ja neben ihm stand und gehört hatte, was der ianitor geantwortet hatte, verzichtete der Knirps darauf, nochmals die Worte zu wiederholen, sondern folgte mir ins Innere des Hauses hinein, wie ich dem vom Türöffner herbeigewunkenen Sklaven folgte. Ich konnte mich einer angenehm-freudigen Erwartung angesichst der Aussicht auf ein Wiedersehen mit Aquilius nicht erwehren, und so schritt ich gespannt hinter dem flavischen Führer drein.

    Zitat

    Original von Artoria Medeia
    Vor kurzem hatten wir sogar noch einen Consul.


    Wir müssten sogar noch einen haben, zwar keinen bespielten, aber...
    Gab es nicht immer zwei Konsuln? Dann müsste eben der Narrator ran.

    Nach der langen, kräftezehrenden Reise von Germanien zurück nach Rom war ich mehr als froh, endlich angekommen zu sein. Während der ersten Tage hatte ich nichts weiter getan als ein weiches Bett und all die kleinen Annehmlichkeiten eines Patrizierlebens zu genießen. Ein Barbier hatte sich ausgiebig um mich gekümmert, ein Schneider war zugegen gewesen, um mir eine hochwertige toga candida für meine Anhörung im Senat maßzuschneidern, und ich hatte mehr als genug damit zu tun gehabt, sämtliche Klienten abzufertigen. Doch am vierten Tag nach meiner Ankunft in Rom hatte ich mich entschlossen, der villa Flavia einen Besuch abzustatten, einerseits, um meinen Freund Aquilius nach der langen Zeit zu besuchen, andererseits, um mit Flavius Furianus über seinen Brief zu sprechen, der dummerweise zusammen mit jenem von Aquilius auf dem Stapel lag, der mich bei der Ankunft auf meinem Schreibtisch erwartet hatte. Beide Briefe waren leicht durchgeweicht und hatten den Zusatz "germanischer Empfänger unbekannt" getragen (kein Wunder, die Aufschrift war vom Wasser - vielleicht Regen - unleserlich gemacht worden), weswegen sie also im römischen Domizil der Aurelier gelandet waren. Neugierig auf die Erzählungen Aquilius' beschloss ich, einmal Freundschaft vor Familienangelegenheiten gelten zu lassen und zuerst mit Aquilius zu reden.


    Ich entstieg also der Sänfte und ein kleiner Sklavenjunge lief voraus und klopfte bereits emsig an der porta, als ich mir die bequeme synthesis noch kurz richten ließ, ehe ich selbst die wenigen Stufen erklomm. "Mein dominus, Aurelius Corvinus, wünscht seinen Freund Flavius Aquilius und anschließend den Senator Flavius Furianus zu sprechen!" plapperte der Junge los, als die porta geöffnet wurde, und grinste den ianitor spitzbübisch an. Ob Aquilius überhaupt zugegen war?


    Sim-Off:

    Könnte man evtl. beide Threads parallel laufen lassen? Dann muss Furi nicht ewig warten. :D

    Was hinter meinem Rücken vorging, bemerkte ich nicht, denn obwohl es nicht gerade ein erquickender Anblick war, konnte ich den Blick nicht von der übelriechenden Masse abwesenden, die in Schüben aus Deandra heraus sprudelte und von einem blubbernden Würgen und nass klingenden Gurgellauten begleitet wurde. Ich merkte nur, dass Prisca hinter mir unruhig zu werden schien und warf einen flüchtigen Blick über die Schulter ins Innere des Wagens. Meine Nichte erschien mir ebenso bleich wie Deandra zu sein und ich fragte mich, was beim Iuppiter die zwei gegessen hatten, dass ihnen so übel war und sie dermaßen käsig aussahen?


    Während Deandra sich allmählich stabilisierte, klang nun Prisca so, als wollte sie der unschönen Masse noch ihren eigenen Teil beisteuern, und ärgerlich rief ich nach Caecus, der kurz darauf mit besorgter Miene auftauchte. "dominus, was ist denn passiert, warum sollte ich... Oh." Er richtete den Blick auf die müffelnde, bröckchenreiche Pfütze und verzog das Gesicht. Deandra verlangte nach Wasser, und während Caecus bereits davoneilte, lockerte ich meinen Griff und bugsierte Deandra langsam wieder in eine sitzende Position, diesmal aber neben der Tür. Ich gab mir Mühe, dabei nicht allzu sehr auf den ekelhaft verschmierten Mund und die Nase zu schauen. Dann wandte ich mich Prisca mit besorgtem Blick zu. "Alles in Ordnung? Was habt ihr beiden denn gegessen, dass euch so schlecht ist?" wunderte ich mich und sah zwischen den zweien hin und her. Glücklicherweise kam Caecus nun mit einem Wasserschlauch und drei Bechern angelaufen. "Ich hab' Aintzane auch bescheid gesagt. Müsste gleich kommen", teilte er mit, machte einen großen Schritt über das Malheur hinweg und reichte Deandra einen Becher, nachdem er ihn gefüllt hatte. Auch Prisca wollte er einen geben, ich selbst lehnte ab. Allmählich breitete sich ein säuerlicher Gestank im Wagen aus, ich musste an die frische Luft. Mit einem ebenso großen Satz entstieg ich dem Wagen und trug einem Sklaven auf, selbigen einige Meter vorzufahren, damit man nicht diese Tretmine direkt vor der Tür hatte. Tief atmete ich die frische, italische Luft ein. Hoffentlich war das nur eine Magenverstimmung bei den beiden und keine ernsthafte Krankheit. Sofie kam heran. "Alles in Ordnung, Herr?" fragte sie. "Ja, mir gehts gut, den zwei Damen aber nicht. Wie geht es Helena?" "Gut. Sie schläft noch", erwiderte die treudoofe Sofia und ich nickte.

    Ob des stetigen Ruckelns wurde aus dem dämmrigen Dahindösen doch recht bald ein leichter Schlaf, in den die Stimmen der zwei Mädels zwar vordrangen, aber nicht wesentlich von Belang, vielmehr ein nettes Hintergrundmurmeln waren. Ich schlief nicht sonderlich gut des Nachts, immer wieder fragte ich mich, wie Deandra und ich diesen Spalt überwinden konnten, der seit der letzten Woche in Germanien zwischen uns klaffte. Und oft erschien mir im Traum mein Vater, der vollkommen irrwitzige Dinge von mir verlangte und mich mit einer erschreckend tot aussehenden, weißen Hand ermahnte, die Familie zusammenzuhalten und anderen ein Beispiel zu sein.


    Gerade formte sich wieder diese Hand, der Zeigefinger war mahnend erhoben und eine Stimme jammerte etwas von Bauchschmerzen. Ich rollte den Kopf auf die andere Seite, fühlte mich unwohl, denn das war neu und ich wusste nicht, was nun passieren würde. Plötzlich berührte die weiße Hand mein Knie, und ich fuhr halb benommen aus dem Schlaf und sah mich hastig und schnell atmend um. Zuerst erspähte ich Priscas Gesicht, das mich ansah, dann das von Deandra, das einen leicht wachsigen Glanz angenommen hatte seit dem Morgen. Sie plapperte etwas von Eiern und erwähnte schließlich Aintzane. Mir dämmerte, dass ich wieder einmal schlecht geträumt hatte, und atmete erleichtert auf, als Deandra von der einen auf die andere Sekunde kreideweiß wurde und die Hand vor den Mund schlug. "Caecus, halt an - sofort!" rief ich geistesgegenwärtig und stand schon halb, um Deandra von ihrem Sitz zu hieven. Es tat einen Ruck, als der Wagen hielt, und meine Verlobte und ich fielen um ein Haar auf Prisca. Die Tür konnte ich gerade noch rechtzeitig aufstoßen, als sich die Eier, von denen Deandra eben noch gesprochen hatte, übelriechend über italischem Boden ergossen. Ich hielt mit einem Arm Deandra fest, sorgte mit der anderen Hand dafür, dass ihr die Haare nicht ins Gesicht fielen und rümpfte angewidert die Nase. "Uh", kommentierte ich und hoffte, dass Aintzane schnell herbeieilen und sich um die Misere kümmern würde.

    Salve Philo,


    hm, deine Begründung, warum du die Aurelia ausgewählt hast, trifft eigentlich auf jede Patrizierfamilie des IR zu.... ;)
    Vielleicht versuchst du es besser wo anders, ich weise das Gesuch ab, bin mir allerdings sicher, dass du in einer anderen, netten Familie unterkommst.


    Grüße
    Corvinus

    Nabend,


    regelkonform gibt es den Weg für Patrizier, als optio einzusteigen, da hast du recht, allerdings haben wir gensintern beschlossen, sowas zu vermeiden.
    Warum möchtest du einen Patrizier spielen und warum möchtest du in die gens Aurelia?


    Grüße
    MAC

    Zitat

    Original von Decius Germanicus Corvus
    ... Vielleicht hängt es auch damit zusammen. Vielleicht geht es anderen ebenso. Was ein Soldat zu tun hat, dass kann man sich relativ leicht vorstellen. Sich in einen antiken Priester hinein zu denken ist schwieriger.


    Hm, kann ich nicht viel zu sagen, ich würde mir auch nicht zutrauen, einen Priester zu spielen. Vielleicht sagen die anderen da mal was zu, die Priester spielen.


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    Aber wie dem auch sei: Der Mangel an engagierten Kandidaten für höhere Ritterposten liegt doch nicht daran, dass es zig Patrizier gäbe die das machen würden aber nicht ran gelassen werden.


    Nein, das nicht. Aber ich glaube fest daran, dass mehr Ritterposten besetzt wären, würde man diese Patrizier-Einschränkung nicht machen.
    Der einzige Vorteil, der sich mMn für eine Patrizier-ID ergibt, ist die unversteuerte WiSim, gut, für einige vielleicht auch der Fakt, kein Tribunat ableisten zu müssen. Die größte Einschränkung für einen Patrizier im IR besteht doch darin, dass das Besetzen eines Ritter-Posten unter den Spielern und sogar der SL (wie du ja sagtest, Corvus) SimOff und SimOn als unschicklich gilt, ebenso wie der militärische Einstieg als probatus oder der Quereinstieg als optio, was beides nach den Spielregeln möglich ist, aber ebenso belächelt wird wie ein Patrizier auf einem Ritteramt.


    Merkt ihr was? Wir scheifen ab und haben nun zwei Themen. :D

    Zitat

    Original von Artoria Medeia
    Aquilius und Valeria in allen Ehren. Aber wenn man vom CD und Engagement spricht, dann muss man in erster Linie Victor und Gracchus nennen, die den CD eigentlich konstant und mit großem Einsatz über zwei Jahre am Leben gehalten haben.


    Auf jeden Fall, da stimme ich dir vollkommen zu! Allerdings gibt es mehrere CD-Baustellen, und zwar drei, mit der neuen Provinz sogar 4. Jeder der 4 von dir genannten Priester hat seinen Teil dazu beigetragen, Victor mehr als andere und er auch sehr viel hinter den Kulissen. Aber Gracchus ist inaktiv, Victor tot. Wenn die zwei anderen auch noch gehen sollten, liegt der CD komplett brach, nicht mehr nur in Spanien und Germanien.


    Zitat

    Original von Furi
    da die Leistungen nicht gewürdigt werden und man anfängt zu glauben, dass es niemals einen Flamen oder Rex Sacrorum geben wird. Das glaube ich bis heute und behalte schon nach fast 2 Jahren immer Recht. Dennoch wollte ich mich da engagiert, ist leider nichts daraus geworden, daher dümpel ich vor mich hin und versuchte das Soziale auszuspielen.


    Das scheint das CD-Problem schlechthin zu sein. Gracchus war auch sehr lange Sacerdos. Aquilius und Valeria sind es ebenfalls. Die Frage ist aber, sieht man von den Beförderungen, die eigentlich anstehen würden, einmal ab: Was ist, wenn man dann Pontifex oder Flamen ist? Dann ist die CD-Karriere auch zu Ende. Gut, man hat die Leiter dann bis oben hin erklommen und könnte sich dann anderen Dingen widmen... Prinzipiell gebe ich dir aber Recht. Ich habe auch mit Aquilius schon mal drüber gesprochen und ihm offenbart, dass ich nicht glaube, dass man derart hohe CD-Ämter überhaupt nochmal jemals besetzen wird.


    Zitat

    Original von Furi
    Als ich damals zivile Ritterämter eingenommen habe, galt ich als Sonderling und wurde belächelt.


    Ja, das ist genau das, worauf ivh vorhin angespielt habe. Man müsste da mal eine klare Aussage zu machen und diese ggf. auch in den Regeln aufnehmen.


    Zitat

    Original von Furi
    Dennoch, ich würde es begrüßen, wenn zivile Ritterämter auch von Patriziern besetzt werden könnten und das ohne Ansehensverlust oder Belächelungen seitens des eigenen Standes. Patrizier haben, wie mir scheint, ehe nur die Aussicht im CH zu hocken oder als Sacerdos oder irgendwo in den Collegien im CD vor sich hin zu spielen, ohne etwas dafür zu ernten.


    Deiner Meinung, so ist es, und das ist schade. Gerade, wenn man doch eigentlich mehr ausspielen möchte, als es momentan möglich ist.

    Zitat

    Original von Spurius Sergius Sulla


    Er fiel nicht weg, er ging weil er zu "Du weißt schon zu wem" stand, seine Motivation verschwand auch nicht, sie wurde gebrochen. Von DIR. Alles andere ist ein Euphemismus.


    Amen. -.^


    @ Durus: danke.

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    Original von Manius Tiberius Durus
    ....


    Hmm. Dazu würde mich jetzt mal ein Statement der SL interessieren: Wie wurde das bisher gehandhabt (ich hab da nicht so aufgepasst)? Wurden Patrizier auch zum Ritter ernannt oder hat man einfach vorausgesetzt, dass Patrizier Ritterposten besetzen können? Ich fänd es interessant, das zu erfahren, denn wenn Durus mit diesem Lexikonauszug recht hat, würden sich ganz neue Möglichkeiten eröffnen, zumindest für uns Patrizier.

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    Original von Appius Terentius Cyprianus
    Also ich bin der Meinung (immer noch nennt mich naiv) das es möglich ist für jeden Posten jemand motivierten zu finden (sehen wir mal von Spanien ab). Zumindestens bei den Militäreinheiten, wir Männer lieben doch die Generalsstreifen :D


    Tja, die Frage ist nur: Wie? ;)
    Dass es nach dem momentanen (ich nenn's mal) "Modell" nicht funktioniert, scheint ja die traurige Tatsache zu sein. Was ist mit diesem Posten für Militärnachwuchsgewinnung? Man könnte irgendwie Werbung machen oder diesen Posten besetzen. Obwohl... die Bemühung von Flavia Arippina wegen der Nachwuchsvestalinnen haben ja auch nicht gefruchtet.


    @ Lucidus, danke für den Link

    Ah, na sicher, das hab ich vollkommen vergessen. Danke für den Hinweis.
    Domitianus, hier geht es nocht nur um die Vigilen, sondern generell um die unterbesetzten bzw. (teil-)inaktiven Einheiten des IR und den CD.

    Arme Valeria... *pattpatt* :D


    Naja, aber ein gutes Beispiel dafür: Sie strengt sich (meines Mitlesens nach) echt an und nichts passiert (wurde nicht sogar die Bitte nach Beförderung ausgespielt?). Dass solche Leute irgendwann einfach keine Lust mehr haben, kann man ihnen nicht verübeln.


    @ Sedi: Ich stimme dir uneingeschränkt zu. Andererseits kann man es den Leuten auch nicht verübeln, wenn sie weniger aktiv sind, weil sie vielleicht der Job zu sehr einspannt etc., dann sollte man sich aber auch nicht beschweren, wenn es da keine Beförderungen regnet.

    Zitat

    Original von Appius Terentius Cyprianus
    Warum es überhaupt mehr Patrizier gibt als Plebejer, die in der Lage sind Ritterposten zu besetzen sollte man sich vielleicht auch mal überlegen (Wo wir gerade bei Ursache und Wirkung sind;) )


    Das hab ich so nicht gesagt. ;)
    Was ich meinte war, dass ein Patrizier, der wirklich was schaffen will, standesgemäß nur eine Handvoll ämter bekleiden oder in die Politik gehen kann.


    Zitat

    Weil immerhin ist der Ritterstand ja die! Karrieremöglichkeit für einen Plebejer und zwar jetzt nach den Spielregeländerungen mehr als irgendwann sonst.


    Auf jeden Fall! Momentan haben wir im IR 37 (davon 8 Frauen) equites und genau 30 (davon 8 Frauen) Patrizier. Vielleicht sollte man zugunsten der Aktivität und des Spielspaß die Anforderungen für einige Ritterposten hochsetzen, oder aber, man beschließt quasi "offiziell SimOff", dass ein Ritterposten für einen Senator oder Patrizier keinen Ansehensverlust mit sich bringt. Allein in meiner gens stünden inkl. mir selbst 3 Interessenten auf der Matte, ich bin mir sicher, dass die anderen Patrizier mitziehen.


    Aber hier geht es ja nicht vornehmlich um die geringe Ämterauswähl für Patrizier, sondern um die Aktivität der Teileinheiten und Istitutionen im IR. Ist nur so eine Idee, wie man die Posten besetzen könnte, wenn es doch eigentlich Interessenten gibt. Wie gesagt, vielleicht ist es auch die Relation der Bezahlung zu anderen Posten, die man ändern sollte.

    Du hast da sicher Recht, Helios, wenn du dich fragst, ob es Sinn macht, die vigiles "offen" zu lassen. Cyprianus hat auch nicht ganz Unrecht wenn er sagt, dass es in einigen Einheiten ebenso mau aussieht wie bei der Feuerwache, und er hat imho den Grund auch korrekt festgestellt: Wenn nicht mindestens ein Spielemacher dabei ist, dann wird das nichts. Ich denke, ich kann zu Recht sagen, dass der Spielemacher bei der 2. Legion Petronius Crispus ist. Mit den neuen Tribunen kam da noch mehr Aktivität rein, dadurch, dass die Erste gerade keine Neuen aufnimmt, kommen auch neue probati zur Zweiten. Trotzdem hängt es immer an (mindestens!) einem, der das Spiel immer wieder anstachelt. In vielen Fällen klappt es aber nicht, weil Nachwuchs fehlt, wie bei den vigiles und auch im CD. Da können sich Aquilius und Valeria noch so anstrengen - wenn keine Nachwuchsspieler da sind, verliert man selbst auch irgendwann die Lust und eine Einheit/Institution liegt brach. So ist das bei allen Einheiten/Institutionen.


    MMn müsste man sich da jetzt fragen, warum kein Nachwuchs kommt. Liegt es an der vergleichsweise wenigen Bezahlung? Fakt ist, beispielsweise ein Priester im IR hat mehr zu leisten und leistet auch mehr als der momentane LAPP von Germanien (sorry Lucianus). Er kassiert satte 6000 HS und ein Priester? 250? Das steht in keiner Relation. Und was verdient man als Vigilenpräfekt, sofern man mit einer ID entsprechend lang dabei ist, um die erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen, 1000 HS?


    Was ich damit sagen will: Es bringt nichts, zu jammern. Man muss Ursachenforschung betreiben, sich fragen, warum es keine (engagierten) Nachwuchsspieler mehr gibt. Man muss mit gutem Beispiel vorangehen (sicher, irgendwann hat man selbst auch keine Lust mehr). Erschwerend kommen noch die Änderungen Patrizier betreffend hinzu, nämlich, dass es ein Patrizier auf einem Ritterposten inzwischen milde belächelt und die Bekleidung eines solchen Posten als unstandesgemäß betrachtet wird, obwohl es sicherlich Patrizier gibt, die Interesse an den angebotenen ritterlichen Posten hätten, mich selbst eingeschlossen.

    Salve Philoxenus!


    Ehe ich mich zu deinem Aufnahmeersuch äußere, möchte ich dich noch etwas fragen. Du weißt, dass Patrizier durch die Neuerungen am Militär nicht mehr als probatus, also ganz unten in den Mannschaftsdienstgraden, anfangen sollten, da dies einen Ansehensverlust mit sich bringt? Daher wäre es dir nur möglich, als senatorischer Tribun beim Militär einzusteigen, doch dieses Amt ist ein Teil der politischen Karriere im cursus honorum und wird daher nur befristet vergeben. Hast du das Tribunat absolviert, geht es in der Politik weiter. Die Frage ist nun: Bist du gewillt, diesen Weg zu gehen oder möchtest du lieber "ganz unten" anfangen, was sicherlich auch seinen Reiz hat? :)


    Grüße
    MAC

    "Vorerst ich selbst", erwiderte ich und schmunzelte. "Allerdings wird wohl auch mein Vetter in absehbarer Zeit den gleichen Weg einschlagen wie ich."
    Ich überlegte einen kleinen Moment, reichte dann jedoch Avitus meine Hand und wartete, bis er einschlug. "Ich denke, ich kann guten Gewissens für alle Aurelier sprechen, wenn ich behaupte, dass neue Generationen aus Fehlern und Fehlverhalten der Ahnen lernen und sie besser machen können. Ich hoffe, dies ist auch deine Intention, Avitus. Schließen wir heute also ein Bündnis, wie es unsere Familien in alten Zeiten verband." Dass jede Seite die jeweils andere skeptisch beobachten würde, durfte selbstverständlich sein. Man mochte zwar aus alten Fehlern lernen und auch alte Wunden heilten irgendwann, doch manchmal hinterließen sie Narben.