Ja, ich habe gestern schon eine PN geschickt und gefragt. Er müsste sie nur noch lesen. Ich schlage vor, dass wir hier so lange pausieren. Ein Themenwechsel um die Zeit zu überbrücken wäre wohl sehr unlogisch. ![]()
Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus
-
-
Wie vom Donner gerührt stand ich da. Flavius Aristides, bei Iuppiter! Hatte Arrecina nicht etwas davon erzählt, dass dies ihr Vater war? Ich sah den Mann nun mit anderen Augen, versuchte aber, meine Überraschung weitestgehend zu verbergen, was mir wohl auch recht gut gelang. Trotzdem sah ich den Flavier nun eine Spur öfter an als eben noch, noch eine Spur respektvoller, als zuvor. Ich folgte ihm in das officium des Präfekten und nickte dem Mann hinter dem Schreibtisch zu, den der Flavier Matinius Plautius genannt hatte.
"Salve, praefectus", sprach ich dabei und setzte mich.
"Ich bin hier, weil ich gern mit jemandem über das amphitheatrum und ein weiteres Bauvorhaben sprechen möchte. Aber bitte, ich lasse dir gern den Vortritt, wenn du ebenfalls etwas zu besprechen hast."Freundlich nickte ich ihm zu, es machte mir nichts aus, wenn er mit seinen Anliegen begann. Komisch, bisher hatte ich hier gar nicht die Sturköpfe getroffen, von denen Didius Albinus gesprochen hatte. Entweder, es gab sie nicht, was sehr wahrscheinlich war, oder aber, ich hatte noch keinen getroffen. Ich entschloss mich, mir einfach selbst eine Meinung zu bilden und das Hörensagen auszublenden.
-
Sie verstand es nicht. Natürlich verstand sie das nicht. Das verstand wohl kaum jemand, der es nicht selbst erlebt hatte. Ich schloss einen flüchtigen Moment lang die Augen und gab mich der Illusion hin, allein mit mir und meinen Gedanken in diesem Korbsessel zu sitzen, in diesem Raum zu weilen, doch das leise Rascheln von Deandras Kleidung zerstörte dieses Trugbild. Vielleicht war es nicht gerade die beste Variante gewesen, ihr dieses kleine Geheimnis zu beichten. Und sie hatte auch unwillkürlich das Schlimmste angenommen.
Ich fuhr mir in einer müden Geste mit Daumen und Zeigefinger über die Augen, seufzte leise und erhob mich. Vor dem Sessel bleib ich unschlüssig stehen. Ich hatte nun eigentlich zwei Möglichkeiten: ich konnte gehen oder bleiben. Wenn ich ging, kam das einer Flucht gleich, ausgelöst durch die Wunde, die Deandra mit ihrem Entsetzen vor mir geschlagen hatte und die schmerzte, denn sie war die einzige, der ich mich voll und ganz anvertraute. Wenn ich blieb, würde ich mich dem Schmerz stellen müssen. Ich würde in die Augen meiner Schwester blicken und vielleicht erkennen müssen, dass sie sich von mir abwandte oder es bereits getan hatte, alles nur wegen der gesellschaftlichen Normen, wegen dem, was für einen Römer sittsam und standesgemäß war und was eine tugendhafte römische Frau nicht verstand und vermutlich niemals verstehen würde.
Einige Sekunden später ertappte ich mich dabei, wie ich bereits instinktiv zur Tür getreten war, nun dort stand und die Klinke misstrauisch ansah. Langsam wandte ich den Kopf und musterte Deandras Rücken. Dann ließ ich die Hand sinken und begab mich zu ihr. Einen halben Meter hinter ihr blieb ich stehen und hob die Hand, berührte meine Schwester jedoch aus irgendeinem Grund nicht, der sich meinem Verständnis entzog. Hatte ich Angst vor Zurückweisung? Vor dem, was ich in ihren Augen lesen mochte, wenn ich sie ansah?
Schließlich berührte ich sie doch, am rechten Oberarm. Zaghaft und unsicher, denn das waren die Gefühle, die im Moment am stärksten waren. Ich griff nun nach ihrem Oberarm und drehte sie herum, um sie auch mit meiner anderen Hand festzuhalten und in ihr enttäuscht blickendes Gesicht zu sehen. Der Ausdruck darauf verwirrte mich und tat weh, aber wichtiger als das war jetzt, dass Deandra verstand, was ich ihr gesagt hatte.
"Deandra."
Meine Stimme klang auf eine seltsame Art beschwichtigend und sanft.
"Ich bin immer noch ich. Der Corvinus, den du kennst, der als Knabe nach Griechenland gegangen ist und als Mann zurückkam. Niemand sonst weiß es. Ich vertraue dir wie keinem anderen. Du bist doch meine Schwester. Wenn du es nicht verstenhen kannst, dann... dann bewahre es als dein Geheimnis im Herzen auf, ich bitte dich."Seltsam matt sah ich sie an. Ich wollte nicht sagen, dass ich es bereute, denn das tat ich nicht. Mit Flavius Aquilius hatte ich schöne Dinge erlebt, aber geschlafen hatten wir nicht zusammen bisher, obwohl das wohl der Weg war, auf den wir allmählig zusteuerten. Solange ich noch keine Heiratsabsichten hegte, konnte ich diese Verbindung auch ohne Reue aufrecht erhalten. Ich blinzelte und suchte Deandras Blick.
-
War denn das die Möglichkeit! Ich seufzte niedergeschlagen und gab etwas genervter als vielleicht angebracht und etwas widerwilliger als nötig Antwort auf Deandras schwerfällige Frage.
"Jaaa, Deandra. Ich weiß auch nicht, es...hat schon in Griechenland angefangen. Und dann traf ich Fl...ihn hier, ganz zufällig. Wir teilten ein zwangloses Mahl miteinander und...wir verstanden uns einfach, verstehst du...?
Bitte, versteh es. ich sah Deandra an und dachte nichts weiter als diesen einen Gedanken. Er mochte abstoßend sein für sie, seltsam, widersinnig, aber wenn ich an Flavius Aquilius dachte, dann zog sich mein Magen beinahe vorfreudig zusammen.
-
"Hm, du hast recht, ich erinnere mich nicht. Aber das hat nichts zu sagen", grinste ich und zuckte mit den Schultern. Er wollte mir also ein Angebot für Cymry machen. Hm. Hmmmm. Ich überlegte. Was der Matinier da so erzählte, passte nicht recht zu dem Bild, das ich bisher von Cymry hatte.
"Ich glaube, ich muss dich enttäuschen. Er ist Brite, kein Kelte. Und er spricht weder keltisch noch gallisch noch latein. Wir haben hier alles mögliche versucht, aber das Verständigungsproblem bleibt bestehen, bis wir einen britischen Sklaven finden, der übersetzen kann. Eigentlich schade, ich hätte ihn gern als Leibwache eingesetzt. Breit genug ist er. Trotzdem weiß ich nicht recht..."
Sim-Off: Wir sollten Cymry fragen. Wenn ein Verkauf sein Wunsch ist, würde ich dem nachgeben.

-
Aha, war sie also doch noch nicht vollkommen wieder kuriert. Ich nickte, teils missbilligend, dass sie doch schon angereist war, teils verstehend. Ich hätte auch nicht weiter warten wollen. Mir blieb auch gar keine Zeit, groß etwas zu erwidern, denn Deandra fragte beinahe augenblicklich nach der Sache in Germanien. Insgeheim hatte ich mich davor doch irgendwie etwas gefürchtet, aber sie war und blieb meine Schwester und ich hatte in Germanien schon die Entscheidung getroffen, es ihr zu erzählen.
Mein skeptischer Blick folgte ihr und beobachtete Deandra, wie sie sich setzte und scheinbar darauf wartete, dass ich zu erzählen begann. Ich fühlte mich überrumpelt. Immerhin hatte ich wissen wollen, warum ihre Kleider zum Großteil fortgeschafft worden waren, und da überfiel sie mich nun mit einer Gegenfrage. Das war nur wieder typisch für Deandra. So setzte ich mich schließlich in Bewegung, nachdem ich eine Weile unentschlossen im Raum gestanden hatte. Plötzlich war ich froh darüber, dass die Sklavin getürmt war. Ich ging zu einem Korbsessel und setzte mich, wobei das hohle Material hölzern knarzte.
"Tja..." begann ich und sah alles mögliche an, um nicht Deandra ansehen zu müssen.
"Ich weiß gar nicht mehr genau, was ich dir schon erzählt habe und was nicht..."Nun sah ich doch kurz zu Deandra. Ihr Blick ließ mich nicht länger um den heißen Brei herumreden, sondern veranlasste mich dazu, es endlich zu gestehen.
"Das muss unter Verschluss bleiben, Deandra. Es geht um... naja, einen Mann. Er war hier, wir waren zusammen auf einer Landpartie Rixhtung Ostia unterwegs. Ich, ähm.. Naja."
Ich drukste herum und kratzte mich überflüssigerweise am Kopf, fing dann Deandras Blick auf und wartete darauf, dass sie mich einen kompletten Idioten nannte. So saß ich wie ein unschuldiger Junge im Korbstuhl und wartete auf das niederschmetternde Urteil.
-
Ich hatte das Gefühl, niemals so erleichtert gewesen zu sein wie in diesem Moment. Ein schwerer Wackerstein fiel von meinem Herzen polternd auf den schönen Mosaikboden des Flures, in dem ich stand. Beinahe sofort nach der Aufforderung, das Zimmer zu betreten, öffnete ich die Tür zeitgleich mit der verwirrt schauenden Sklavin und trat hindurch. Die Sklavin verließ den Raum und ich hatte zuerst nur Augen für meine Schwester, die mir dünner und blasser erschien, aber sonst die auf den ersten Blick die alte war. Mit vier großen Schritten kam ich ihr entgegen, ging auf keines ihrer Worte ein, sondern umarmte sie schlicht. Ich drückte sie an mich, dass ihr wohl beinahe die Luft wegbleiben musste, daher lockerte ich die Umarmung, ließ sie aber nicht los, sondern sog den vertrauten Duft ihres Parfums und ihrer Kleider ein und genoss einfach das Gefühl, als die tobenden Geister der Sorge und Rastlosigkeit endlich zur Ruhe kamen und verschwanden.
Eine ganze Weile stand ich da und umarmte Deandra einfach nur, weil ich so froh war, sie zu sehen. Dann schob ich sie auf Armeslänge von mir fort und sah sie kritisch an.
"Den Göttern sei Dank, du bist wieder da. Geht es dir auch wirklich wieder gut? Wir haben uns alle solche Sorgen um dich gemacht!"
Erst jetzt fiel mein Blick auf die offene Schranktür und ich ließ Deandra endgültig los und trat skeptisch einen Schritt zurück. Es sah mehr nach Aus- denn Einräumen aus. Mit gerunzelter Stirn registrierte ich, dass weniger Kleidung als zuvor in den geöffneten Schränken und Truhen hing und lag. Und das, was fehlte, passte sicherlich nicht alle in die halbgefüllte Reisetruhe. Ich deutete darauf.
"Was soll das? Was machst du denn?" fragte ich verwirrt. -
-
"Ja, vermutlich", erwiderte ich und grinste etwas.
"Bei entsprechenden Argumenten..." Mein Grinsen wurde breiter, dann lachte ich und schüttelte gleichzeitig den Kopf."Nein, wirklich, es ist nicht schlimm. Du hast mich sozusagen davor bewahrt, im Sumpf meiner Gedanken stecken zu bleiben" , erklärte ich nun ernsthaft und folgte kurz der Hand, die eine Haarsträhne fortschob, mit meinem Blick, ehe ich diesen wieder auf ihre Augen lenkte. Nadia war ein gutes Stück kleiner als ich, was sie noch zerbrechlicher wirken ließ, fand ich. Aber sie war eine Sklavin, da hatten solche Gedanken nichts zu suchen, denn sie war nicht meine Sklavin. Aus irgendeinem Grund schoss mir die Absurdität in Form eines Gedankens in den Kopf, dass ich sie erwerben könnte. Vermutlich wären mit Geld auch ihre Probleme zu lösen gewesen, von denen ich allerdings nichts wusste, und so verbannte ich den Gedanken wieder, auch wenn er mir einen Moment lang erstaunlich gut gefallen hatte. Ich seufzte leise und wurde zugleich hellhörig.
"Man? Darf ich das als Einladung verstehen? Höchst ungewöhnlich. Ich möchte offen mit dir sein: Ich bin ein Patrizier, ein duumvir und ein sodails curiae. Und du bist eine Sklavin, nicht? Wer ist dein Herr?"
Ich betrachtete sie mit schräg gelegtem Kopf und erweckte ganz den Eindruck, vertrauensselig zu sein, was ich vermutlich auch war.
-
Kaum jemand konnte mir etwas Nennenswertes über de Verbleib des vigil erzählen. Albinus hatte mir geraten, ihn gleich zu entlassen, aber aus irgendeinem Grund glaubte ich noch an das Gute im Menschen, und so fand ich mich am Morgen dieses herrlichen Wintertages am castellum ein und erklärte der Wache, dass ich mit Tiberius Lupus zu sprechen hätte. Nun war ich gespannt, was ich zur Auskunft erhalten würde.
-
"So, da wären wir. Meinen Glückwunsch übrigens zur erfolgreichen Wahl. Setz dich doch bitte. Ich bin Aurelius Corvinus, aber das weißt du sicherlich, sonst wärst du vermutlich nicht hier", sagte ich und lächelte.
"Du hast Glück, ich wollte bald nach Mantua abreisen. Was kann ich denn für dich tun?"Camryn hatte mir nichts genaues dazu sagen können, also sah ich den quaestor neugierig an und deutete mit einer einladenden Handbewegung auf das reich verzierte Schüsselchen mit kernlosen Oliven, ehe ich mir selbst eine nahm und sie verspeiste.
-
Nur wenig später trat ich selbst an die Tür, weil dort laut meiner Leibsklavin jemand auf mich wartete. Ich nickte Samira zu, trug ihr auf, Wein zu besorgen und bat den Gast dann ins tablinum.
-
Kaum hatte die kleine Prozession vor der Villa gehalten, sprang ich förmlich aus er Sänfte und setzte die Treppenstufen empor. Ungeduldig hämmerte ich gegen die Eingangstür, bis endlich schlurfende Schritte laut wurden und jemand vorsichtig die Tür öffnete. Ich konnte meine Ungeduld nicht zügeln, drückte die Tür weiter auf und schob den ianitor damit fort, der ächzend protestierte.
"Herr..." - "Aus dem Weg!" - "Herr! Immer langsam mit den jungen Pfer-" - "Geh mir aus dem Weg, sagte ich!" - "Herr, aber...?!"
Ich hatte weder Lust noch Zeit auf eine Diskussion mit einem Sklaven, der mich gut genug kannte um zu wissen, dass selbst mir ab und an die Hand ausrutschte, also murmelte ich eine Verwünschung und drängelte den schmächtigen Kerl einfach zur Seite. Bei Gelegenheit, so nahm ich mir vor, würde ich diesen Hänfterling durch einen breitschultrigen Muskelprotz ersetzen lassen, damit nicht jeder einfach so wie ich hier hereinspazieren konnte.
Im atrium angekommen, war niemand da. Das war wieder typisch für die Sklaven: Sie waren ständig im Weg, aber wenn man sie brauchte, dann war weit und breit niemand auszumachen. Ich seufzte und blieb einen Moment stehen, um meinen Herzschlag zu beruihigen und die Aufregung etwas zu ersticken, dann ging ich gemäßigten, aber schnellen Schrittes zur Treppe, die sich ins Obersgeschoss wand. Mein Weg führte geradewegs zu dem Zimmer in dem ich meine Schwester vermutete. Einen Moment lang zog ich ernsthaft in Erwägung, die Tür schlichtweg aufzureißen und einzutreten, dann aber besann ich mich und erinnerte mich meiner Erziehung, hob die Hand und klopfte zweimal forsch gegen das dunkle Holz, das auch schon bessere Tage gesehen hatte.
"Deandra. Deandra bist du da?"
Natürlich war sie da, das hatte der Stallbursche mir nänlich schon verraten, als wir auf der Straße in quälend langsamer Geschwindigkeit an den mantuanischen Stallungen der Familie entlanggezogen waren. Nur: War sie auf ihrem Zimmer oder las sie gar ein Buch im tablinum oder nahm sie ein Bad? Ich hoffte nicht. Ich wollte mich schließlich endlich davon überzeugen, dass sie ihre Krankheit wirklich überwundern und nicht nur im Brief heruntergespielt hatte, wie es die Eigenart meiner Schwester war.
-
Während ich durch das castellum geführt wurde, von fernem Lärm der Übungsschwerter, vom Schnauben der Pferde und vom Klacken des Stockes begleitet, sah ich mich interessiert um. Es war das allererste Mal, dass ich in diesem Kastell war, auch wenn mein Vater zuvor als optio hier gedient hatte, so war ich nicht ein einziges Mal zu Besuch gewesen, bedauerlicherweise, wie ich nun feststellte. Im herzen eines jeden Mannes schlägt schließlich etwas für die Legion mit, bei einigen mehr, bei anderen weniger. Ich merkte, wie in mir zusehends der Wunsch geweckt wurde, ebenfalls zu lernen, wie man ein Schwert in der Hand hielt, wie man es führte und wie man den Feind damit niederstreckte. In Gedanken bemerkte ich nicht, dass das Klacken des Stockes plötzlich aufgehört hatte. Erst die Worte des Soldaten ließen mich aus den tagträumerischen Schlachten in den Wäldern Germaniens mit ihren wildenden Barbaren wieder auftauchen, und so kam es, dass ich den optio kurz überrascht ansah. Ich hatte schlichtweg vergessen, dass er überhaupt da war.
"Äh, ja", kam es daher auch kurzzeitig verwirrt aus meinem Mund.
"Ja, ich komme aus Mantua. Ich bin seit rund anderthalb Jahren wieder zurück aus Griechenland. Mein Vater legt wert auf eine gute Allgemeinbildung, deswegen verbrachte ich einige Zeit dort mit dem Studieren von Philosophie, Rhetorik und dergleichen. Und du, .............? Ich gestehe, dass ich deinen Namen vergessen haben muss", gestand ich, obwohl wir schließlich beide wussten, dass er ihn nicht genannt hatte.Da betraten wir die principia, und ich folgte dem Soldaten durch einen Gang, an dessen Ende sich eine Tür befand, hinter der wohl der Präfekt stecken musste, denn der optio hielt genau auf sie zu und klopfte schließlich. Es dauerte nicht lange, da ertönte die Bitte um Eintritt. Ich ließ dem optio den Vortritt, denn ich wollte nicht unhöflich erscheinen.
-
Zitat
Original von Marcus Flavius Aristides
Ich nickte verstehend, denn alles war gesagt und jeder hatte seinen Standpunkt deutlich gemacht. Gleich würde ich mir selbst ein Bild vom Präfekten machen und sehen, wie ich mit ihm klar kam. Ein Soldat wurde vorangeschickt, dann führte mich der optio, von dem ich immer noch vermutete, dass er einer war, zu Matinius Plautius.
-
"Ah, durchaus löblich", entgegnete ich und lächelte kurz.
"Nun gut, dann hoffe ich auf gute Zusammenarbeit. Ich halte dich auf dem Laufenden."Ich nickte Albinus noch einmal zu und verließ dann sein officium.
-
Im nächsten Moment kam Vesuvianus hinzu, ein durchaus gescheiter Mann, ein sodalis der curia und außerdem ein Freund der Familie. Mit Wohlwollen registrierte ich, dass er sich zu Macro und mir setzte.
"Salve, Vesuvianus! Es geht doch nichts über ein erfrischendes Bad nach den Diskussionen in der curia, nicht wahr?" begrüßte ich ihn. Dass die beiden Soldaten sich kannten, kam mir zuerst gar nicht in den Sinn, dann aber wurde es sogar mir klar und ich schmunzelte, als der Offizier seinem miles eine minderschwere Schelte erteilte.
"Vale bene, Caecilius Macro", sprach ich und sah ihm nach. Alsbald wanderte mein Blick zu Vesuvianus zurück und ich grinste leicht.
"Weißt du, ich bin seltsam erleichtert, gerade keiner deiner milites zu sein. Du kannst recht überzeugende Argumente vorbringen, allein mit der Wahl deines Tones beim Sprechen", sagte ich gut gelaunt und machte dann eine wegwerfende Geste.
"Naa, es war nichts Weltbewegendes. Ich habe ihn gerade zur Grundausbildung ausgefragt. Ich bin noch uneins mit mir, ob ich nicht vielleicht wenigstens selbige absolvieren sollte. Was kannst du einem guten Bekannten raten?"
-
-
Wenig später und nachdem diese Angelegenheit geklärt wurde, verließ ich die curia, um bei unserem geschätzten imperator caesar augustus vorzusprechen.
Sim-Off: Ich handhabe das nach einer Woche warten nun so, da wird sonst im neuen Jahr noch nicht weiter sind. Danke für das Verständnis.
-
IN NOMINE IMPERII ROMANI
ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTIWIRD
PER DECRETUM PROVINCIALE
MIT WIRKUNG VOM KAL DEC DCCCLVI A.U.C.
(1.12.2006/103 n.Chr.)DAS GLÜCKSSPIELVERBOT AUFGEHOBEN
BEREITS BESTRAFTE BÜRGER WERDEN ENTSPRECHEND FÜR IHRE UNANNEHMLICHKEITEN ENTSCHÄDIGT.
gez.
Marcus Aurelius Corvinus
VICARIUS PRINCIPIS CURIAE