Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus

    Schon als ich noch sprach, zog der Priester ein Gesicht, als wüsste er gerade noch so, was "jung" überhaupt bedeutete. Vermutlich setzte er diesen Begriff mit Ungeduld, Frechheit, Verachtung, Tyrannei und Unverschämtheit gleich. War also keine gute Idee gewesen, darauf hinzuweisen, dass jeder einmal jung gewesen war, dachte ich mir und schmunzelte.


    "Das freut mich wirklich zu hören, Ambrosius Serenus, wirklich", sagte ich und nickte bekräftigend ein, zweimal.
    "Wird das lustrum denn öffentlich sein?" erkundigte ich mich interessiert.


    Eine Fliege summte träge an meinem Ohr vorbei, woraufhin ich eine Hand hob und sie verscheuchte. Ambrosius Serenus sprach nun von meinem Bauvorhaben.
    "Was ich damit erreichen möchte, ist einfach: Die Bervölkerung Mantuas soll nicht gezwungen sein, nach Rom zu reisen, wenn sie einem Gott ein Opfer darbringen möchte. Sicherlich könnten sie das auch in den vorhandenen Tempeln oder am Hausaltar tun, aber ich empfinde es als etwas Besonderes, in einem dem Gott geweihten Haus zu opfern. Welche Gottheit, nun, das ist schwierig. Sicher kannst du mir etwas raten, du als sacerdos weißt bestimmt, welcher tempellosen Gottheit die Bürger am häufigsten opfern wollen", entgegnete ich und lächelte freundlich.



    Sim-Off:

    Ich weiß leider nicht, welche Tempel bereits in Mantua vertreten sind. Sollte es keinen Marstempel geben, würde ich den bevorzugen, da wir ja eine Legion in/vor der Stadt haben. Hoffentlich kommt somit etwas mehr Rollenspiel zustande. :)

    "Nun ja, die Sklaven sind schon zur Stelle, aber es mangelt mir noch an Führungskräften, wenn du verstehst", sagte ich.
    "Was den Besuch im castellum angeht: danke. Ich möchte lediglich mit dem Legaten reden. Das wird ganz bestimmt gutgehen. Ich werde ihn auch zu einer anderen Sache befragen. Wo der praefectus vigilum ist, weißt du nicht?" fragte ich enttäuscht.

    Das Grinsen der beiden wachhanbenden Soldaten hatte ich nicht mitbekommen. Hätte ich es bermerkt, so wäre mir der wahre Grund vermutlich verschlossen geblieben, schließlich konnte ich nicht wissen, dass sie eine Frau in der Sänfte vermutet hatten. Während einer der beiden Soldaten sich hastig entfernte, kam ein ranghöherer Soldat des Weges. Ich verstand nicht viel von militärischen Rängen, konnste sie gerade einmal aufzählen und mit Mühe und Not in eine sinnvolle Reihenfolge bringen (noch ein Grund, aus dem die Absolvierung der Grundausbildung eventuell gar nicht so schlecht war). Aber das dort musste entweder ein optio oder ein centurio sein, wobei, nein, centoriones trugen eine andere Art des Helmes. Oder?


    Interessiert betrachtete ich, wie der Mann die Torwache nach Besonderheiten befragte, wie dieser antwortete und anschließend auf mich verwies. Kaum einen Moment später verließ der erste Soldat das Tor und schlurfte von dannen, während die Soldaten hinter dem murmaßlichen optio nun den Platz des Soldaten einnahmen, der eben gegangen war. Der ranghohe Offizier kam daraufhin mit einer Mischung aus Argwohn und Skepsis auf seinem Gesicht zu mir, der ich seit einer geraumen Weile neben der Sänfte stand und mit Interesse zusah, wie er seine Männer dirigierte. Er fragte mich in normalem Tonfall nach meinem Anliegen, was ich ihm sogleich nannte.


    "Salve, Soldat. Ich bin einer der beiden duumviri Mantuas und würde gern mit dem Legaten sprechen, das ist richtig. Es geht unter anderem um ein Bauvorhaben und den Fortschritt des amphitheatrum. Vor einiger Zeit war mein ehemaliger magistratus, Didius Albinus, schon hier auf ein Wort."

    Als er die Verbesserung des Erscheinungsbildes erwähnte, musste ich in der Tat kurz grinsen und stellte mir mich selbst muskelbepackt und breitschultrig vor. Fast unwillkürlich musste ich den Kopf schütteln. Nein, das passte nicht zu mir und wäre wohl auch nicht mehr ich selbst gewesen. Aber ein paar Muskeln mehr und mehr Ausdauer hätte wohl keinem geschadet. Se wiegte ich nachdenklich den Kopf hin und her.


    "Ich denke, da muss jeder durch. Man ist ganz gewiss froh, wenn man die Stufe eines Probatus überwunden hat, aber sicherlich ist man auch ebenso stolz. Die bist also ein eques, ja? Nun, mit Pferden habe ich nichts am Hut, das wäre also nichts für mich. Muss man während der Grundausbildung denn auch reiten oder bleibt einem das erspart?" erkundigte ich mich interessiert.

    Der Schreiber hatte fleißig mitgeschrieben und alle Stimmen gezählt, die abgegeben worden waren. Am Ende sah er mich an, ich gebot ihm, noch etwas zu warten. Doch auch nach der verstrichenen Zeit meldete sich niemand mehr Für oder Wider einen der Kandidaten. Mit einem Wink gab ich dem Schreiber zu verstehen, dass er auszählen sollte. Da er dabei Hände, Füße und dergleichen benutzte, sah das zuerst etwas lustig aus, dann blickte er mich zerknirscht an und teilte mir das Ergebnis mit. Kurz darauf sah auch ich zerknirscht drein.


    "Remis", verkündete ich und klappte eine vor mir liegende Tafel zu.
    "Aelius Callidus und Aurelius Cicero liegen gleichauf. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, der comes könnte einen magister scriniorum ernennen, der die Hand an der Waage spielen darf - wobei ich diesen Vorschlag nicht unterstützen würde, da der derzeitige comes selbst noch einmal kandidiert - oder ich als vicarius bitte unseren ehrenwerten Imperator darum, eine Entscheidung herbeizuführen, was ich bevorzugen würde, da er nicht nur der Kaiser ist, sondern auch eine neutrale Person. Meinungen?"

    Freundlich und offen lächelte ich das Mädchen an, denn es hatte sich wohl erschreckt, also faltete ich die Hände auf dem Rücken und versuchte, einen möglichst vertrauenerweckenden Eindruck zu machen.


    "Na, eigentlich bin ich es, der sich entschuldigen muss. Einer so hübschen jungen Damen den Weg zu vertreten lag nicht in meiner Absicht, noch dazu, wenn sie so herzlich lachen kann, wie du es vermagst."


    Dass sie weder Patrizier noch Plebejer war, entging mir natürlich nicht, aber es machte mir nichts aus, denn dieses unbefangene Zusmmentreffen lenkte mich ein wenig von meinen trüben Gedanken und vermutlich sinnlosen Grübeleien ab. Sie mochte eine Sklavin aus gutem Hause sein, doch entdeckte ich kein Brandzeichen, als ich sie einer Musterung unterzog. Vielleicht war sie auch eine Peregrine, oder sogar eine hübsche Tochter eines Senators, die inkognito unterwegs war. Ich musste über meine eigenen Gedanken schmunzeln, bemerkte dann den Blick, den wie Trautwini und Rufus zuwarf, und gab den beiden mit einer Geste zu verstehen, dass sie sich ruhig etwas weiter entfernen durften. Irgendwie sah die junge Frau so aus, als hatte sie etwas ausgefressen. Ich legte den Kopf leicht schräg.


    "Wie heißt du?"

    Ich grinste breit und duckte mich spielerisch unter der nicht vorhandenen Schelte, nickte dann aber, nun wieder ernst, als Cicero die Feier erwähnte.


    "Ja, das würde mir auch gefallen. Aber wir sollten damit warten, bis Deandra zurück ist. Da fällt mir ein.... Vielleicht sollten wir ihre Rückkehr feiern, was meinst du? So hätten wir wenigstens einen Anlass und sie würde sich gewiss freuen."


    Die Erwähnung der verbündeten sodales ließ ich ungehört verstreichen. Es herrschte derzeit so viel Zwist und Unfriede, dass ich nicht sonderlich gern über die Curie sprach.

    Ich fuhr mir nachdenklich durch den nicht vorhandenen Bart und sah verwirrt drein.


    "Er ist in Ordnung", sagte ich in Bezug auf Meridius, denn ich hatte ihn schließlich selbst kennengelernt.
    "Aber ich mache mir trotzdem Sorgen. Du kennst doch Deandra, sie kann störrisch wie ein Maultier sein, wenn sie will. Und sie wird ganz gewiss mitten im Winter durch die Alpen reisen wollen, dessen bin ich mir sicher."


    Nur gut, dass mein Schwesterlein nicht hörte, dass ich sie mit einem Maultier verglich...


    "Mantua, ja. Die Wahlbeteiligung ließ übrigens zu wünschen übrig. Es ist beinahe ein Wunder zu nennen, dass überhaupt jemand zur Wahl gegangen ist. Ich muss hier in Rom ohnehin noch zwei Dinge erledigen und wollte die Thermen besuchen, ehe ich mich wieder auf den Rückweg machen werde."

    Zitat

    Original von Claudia Aureliana Deandra
    Dein Neffe ist übrigens aus dem Schneider - inzwischen kenne ich seinen Bauch. ;)


    @ Corvi: Nochmal ein Danke für die lieben Worte. Und klar, wusste ich, wie du ausschaust, aber es ging hier ja explizit um Bauch, Beine, Po - die Problemzohnen sozusagen. ;)


    Aus dem Schneider....ist das nun ein Kompliment oder lediglich eine informative Bemerkung? -.^ :D

    Ich dachte gar nicht groß darüber nach, sondern hob bei ihrer ausgesprochenen Hoffnung, nicht mehr lange eine Fremde für mich zu bleiben, meine Hand und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich passenderweise just in diesem Moment aus der sorgsam gesteckten Frisur gelöst hatte. Bei dieser Bewegung streifte ich wie zufällig die zarte Wange ihrer Haut und ließ meine Hand genau so lange dort verweilen, dass ersichtlich war, dass ich die Berührung absichtlich provoziert hatte und sie nicht reiner Zufall war. Ein charmantes Lächeln begleitete meine Geste, zusammen mit den Worten:


    "Das hoffe ich auch, Flavia Arrecina."
    Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, ihren Blick ebendso fest zu erwidern. Und ich glaubte, darin zu lesen, dass sie gern mit dem Feuer spielte. Nun, wenn sie das gern tat, dann sollte sie Feuer bekommen, sofern sie sich darauf einließ. Ich schmunzelte. Dass sie bei meinen Worten errötete, machte sie für mich nur noch anziehender und ließ darauf schließen, dass sie solche Worte nicht gerade gewohnt war, zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Ich entschloss mich dazu, dem noch eins obenauf zu setzen und erwiderte leise und ruhig, mit einem ebenso geheimnisvollen wie kurzen Blick:
    "Ich kenne nicht nur die Schriften Ovids, sondern auch deren Umsetzung."


    Mit auf dem Rücken gefalteten Händen ging ich weiter neben der jungen Flavierin her und fragte mich insgeheim, ob sie in ihrem Alter schon eine solche Erfahrung würde vorweisen können, wie sie vorgab. Ich war zugleich gespannt und mahnte mich zur Ruhe und Geduld. Inzwischen war ich zwar körperlich so gespannt, dass ich sie am liebsten in eine unbelebte Ecke hätte drängen wollen, aber ich genoss den Reiz der Unterhaltung ebenso wie das wohlige Prickeln, das meinen Körper durchströmte. So war es wohl nicht verwunderlich, dass meine Lippen ganz plötzlich die Worte einer Einladung formten.


    "Sag, was hieltest du davon, wenn ich dich in mein Heim entführte und wir zusammen speisten? Es wäre mir eine Freude und zugleich eine angemessenere Entschuldigung als ein läppischer Becher Fruchtsaft."

    Nicht nur in Gedanken verlaufen hatte sich indes ein junger Patrizier auf der Suche nach einem exklusiven Geschenk für seine Schwester, wenn sie denn heimkehrte. Um genau zu sein war es ein junger Aurelier, nämlich ich. In Gedanken an Deandra, Arrecina und Aquilius versunken, war ich Stand um Stand abgegangen, hatte hier in den Laden eines Goldschmiedes hereingeschaut und dort die Waren eines Schneiders bewundert. Ich konnte nicht verbergen, das ich mich um meine geliebte Schwester sorgte, dass ich mir Gedanken um Aquilius machte und dass ich Arrecina gern einmal wiedergesehen hätte, um vielleicht dort anzusetzen, wo wir aufgehört hatten. Und plötzlich fand ich mich am äußersten Zipfel der Trajansmärkte wieder, in eine schmale Gasse blickend, die vom Markt fort führte.


    Ich zuckte mit den Schultern und schlug schließlich diese Gasse ein, während mir in einigem Abstand Trautwini und Rufus folgten, die beiden breiten Schränke, die ich stets um mich hatte, wenn ich allein in der Stadt unterwegs war. Rom mochte eine große, wunderbare Stadt sein, doch bedauernswerterweise beherbergte sie auch eine Menge zweifelhafter Gesellen, die einem jungen Mann nach dem Leben trachteten, um an dessen Geldbeutel heranzukommen. Ich verschwendete jedoch keinen Gedanken hieran und eilte zielstrebig weiter, bis ich ganz plötzlich vor einer jungen Frau stand. Ich sah sie kurz an und wollte nach rechts ausweichen, doch augenscheinlich hatte sie die gleiche Idee gehabt wie ich. Also versuchte ich es links, doch dann grinste ich breit und schüttelte den Kopf, denn insgeheim war ich froh über die Ablenkung von den trüben Gedanken, die meinen Kopf füllten.


    "Also, junge Dame, so klappt das nicht."

    ...als es ganz plötzlich klopfte, weil ich lässig am Türrahmen lehnte und Albinus bei seinem Tun betrachtete.


    "Glückwunsch", sagte ich grinsend, stieß mich ab und ging auf den Dider zu.
    "Ich schätze, dann sind wir nun auch offiziiell Partner. Das freut mich, Albinus. Ich wollte mit dir wegen der Aufgabenteilung sprechen.
    Aus der letzten Amtszeit steht noch das Parkbauprojekt aus. Das Gelände ist vermessen und der Mosaikenleger hat bereits zugesagt. Was wir jetzt noch benötigen, sind Architekten für die Landschaft, Steinmetze, welche die wetterfesten Liegen meißeln und...hm, fällt dir noch etwas ein?
    Außerdem habe ich vor, morgen erneut den Legaten der Prima aufzusuchen und mich noch einmal mit ihm über den Theaterbau zu unterhalten."


    Ich lehnte am Schreibtisch und betrachtete den räumenden Albinus, ohne selbst einen Finger zu krümmen. :D


    "Weißt du eigentlich, wo unser praefectus der vigiles abgeblieben ist? Ich vermisse wöchentliche Berichte."

    Im allerersten Moment sah ich mich sehr erschrocken um und blickte die Iuppiterstatue beinahe ehrfürchtig an. Hatte nur ich das vernommen oder sprach der Göttervater selbst zu allen Sterblichen? Dann aber sickerte die jugendliche Stimme in mein Gewissen, und ich grinste breit, als ein sacerdos herankam und die Jungen fortjagte. Ich dachte zurück an meine eigenen Lausbubenstreiche, die so manch ehrbaree Leute aufs Korn genommen hatten, und schmunzelte, während der sacerdos sich wutentbrannt entschuldigte. Amüsiert verfolgt ich die Worte des Älteren und machte eine Geste die verdeutlichen sollte, dass ich das alles nicht so eng sah.


    "Es ist schon gut, ehrwürdiger sacerdos. Wir allen waren einmal jung und haben Unsinn im Kopf gehabt. Ich glaube mich sogar an ein Holzschwert zu erinnern, das ich führte."
    Ich lächelte in Erinnerung, wurde mir dann allerdings wieder bewusst, warum ich hier stand.
    "Mein Name ist Aurelius Corvinus, ich bin einer der beiden duumviri der Stadt Mantua und möchte mich lediglich darüber erkundigen, wie die Dinge so stehen. Mangelt es euch an etwas - außer weiteren sacerdotes, versteht sich? Mir liegt das Wohl der Stadt sehr am Herzen, die Wurzeln meiner Familie liegen hier und wenn ich etwas tun kann, was Mantua weiter gedeihen lässt, so lass es mich wissen. Fallen beispielsweise Renovierungsarbeiten an? Außerdem würde ich gern wissen, welcher Tempel am ehesten benötogt werden würde. Derzeit läuft ein großes Parkbauprojekt, doch ich würde entweder zeitgleich oder aber nachfolgend gern einen neuen Tempel errichten lassen. Was sagst du?"


    Mit einer hochgezogenen Augenbraue musterte ich den Mann, Ambrosius Serenus, wie er sich vorgestellt hatte. Kurz zuckte mein Blick noch einmal zurück zur Statue des iuppiter, als wäre mein Geist unsicher, ob der Göttervater nicht ein Opfer verlangte für mein Erschrecken bezüglich seiner vermeintlichen Stimme. Doch den Bruchteil einer Sekunde darauf hatte der sacerdos wieder meine volle Aufmerksamkeit.

    "Dann dienst du in der Prima", nickte ich.
    "Mein Vater diente dort auch geraume Zeit. Er war Optio. Macht dir das Soldatenleben Spaß? Ich muss gestehen, dass ich überlege, zumindest die Grundausbildung zu absolvieren. Jeder Mann sollte einmal militärisch gefordert sein oder sich fordern lassen. Wie ist es so in der Legion? Informationen aus erster Hand sind meistens die besten", sagte ich und grinste.

    Okay, ich nehme mich dem mal an:
    Romeo und Julia sind Goldfische, deren Glas von einem Windstoß durch das Fenster umgeworfen wurde. Die Scherben resultieren von einem gut gezielten Stein, deswegen liegen sie innen. Und das Wasser kam aus dem Goldfischglas. 8)

    "Er ist genauso schlau wie du und ich. Natürlich wirkte er besorgt. Es ist nur so, dass ihm ebenso wie uns die Hände gebunden sind. Es..."


    Da kam ein Kurier und übergab mir einen Brief. Die Schrift erkannte ich augenblicklich wieder. Mit aufgeregten Fingern brach ich das Siegel, meinem Onkel versichernd "Er ist von Deandra!" Beim Lesen trat die Sorge auf mein Gesicht, dann Erleichterung und schließlich wieder Sorge.


    "Es geht ihr gut, auch wenn das zwischenzeitlich nicht der Fall gewesen ist. Sie sagt, sobald sie eine Reise verkraftet, will sie heimkehren. Aber es ist Winter, Onkel, in Germanien werden die Winde mit den Wölfen um die Wette heulen! Die Alpen werden kaum passierbar sein. Vielleicht ist es das beste, Deandra bleibt bei Senator Meridius, was meinst du?"

    Ich ließ es mir nicht nehmen, in dieser neuen Amtszeit selbst einmal beim Befehlshaber der hier stationierten Soldaten vorbeizusehen. Ich wusste von Albinus, wie das letzte Gespräch verlaufen war, wollte mir allerdings nun selbst ein Bild machen. Ich stieg aus der Sänfte, während einer der Sklaven bereits meinen Namen und meine Position ankündigte und dass ich mit dem Legaten sprechen wollte. Dem Wachmann nickte ich freundlich zu und wartete dann.

    Zitat

    Original von Marcus Aurelius Corvinus
    Ehe sich meine Amtszeit dem Ende neigte, wollte ich auch die Tempel Mantuas besichtigen. Man hörte hier selten Klagen vom ansässigen cultus deorum, doch man hörte auch keine positive Rückmeldung, was die Opferbereitschaft der Bürger oder die Zustände der Tempelgebäude anging. Also wollte ich mich selbst davon überzeugen, dass alles in Ordnung war. So betrat ich das capitolinium, in eine eher zweckmäßige toga gehüllt, und suchte nach demjenigen, der für diesen Tempel zuständig war und mir würde weiterhelfen können.


    Leider fand ich auf die Schnelle niemanden. Also entschloss ich mich, einmal etwas lauter zu rufen, als es in diesen Hallen angemessen war. Es konnte bestimmt nicht sein, dass niemanden eine eventuelle Tempelneuerrichtung interessierte, oder doch?
    "Ist jemand da?"


    Sim-Off:

    :D