Schon als ich noch sprach, zog der Priester ein Gesicht, als wüsste er gerade noch so, was "jung" überhaupt bedeutete. Vermutlich setzte er diesen Begriff mit Ungeduld, Frechheit, Verachtung, Tyrannei und Unverschämtheit gleich. War also keine gute Idee gewesen, darauf hinzuweisen, dass jeder einmal jung gewesen war, dachte ich mir und schmunzelte.
"Das freut mich wirklich zu hören, Ambrosius Serenus, wirklich", sagte ich und nickte bekräftigend ein, zweimal.
"Wird das lustrum denn öffentlich sein?" erkundigte ich mich interessiert.
Eine Fliege summte träge an meinem Ohr vorbei, woraufhin ich eine Hand hob und sie verscheuchte. Ambrosius Serenus sprach nun von meinem Bauvorhaben.
"Was ich damit erreichen möchte, ist einfach: Die Bervölkerung Mantuas soll nicht gezwungen sein, nach Rom zu reisen, wenn sie einem Gott ein Opfer darbringen möchte. Sicherlich könnten sie das auch in den vorhandenen Tempeln oder am Hausaltar tun, aber ich empfinde es als etwas Besonderes, in einem dem Gott geweihten Haus zu opfern. Welche Gottheit, nun, das ist schwierig. Sicher kannst du mir etwas raten, du als sacerdos weißt bestimmt, welcher tempellosen Gottheit die Bürger am häufigsten opfern wollen", entgegnete ich und lächelte freundlich.
Ich weiß leider nicht, welche Tempel bereits in Mantua vertreten sind. Sollte es keinen Marstempel geben, würde ich den bevorzugen, da wir ja eine Legion in/vor der Stadt haben. Hoffentlich kommt somit etwas mehr Rollenspiel zustande. ![]()