Die Spiele waren beendet und nicht gerade glorreich für die Aurata ausgegangen. Ich hatte mich noch eine Weile mit einem weiteren Auratamitglied unterhalten und gab meiner Schwester nun zu verstehen, das ich gehen wollte. Wie der Pöbel über Brotspenden und weitere Spenden herfiel, musste ich wirklich nicht mit ansehen. Ich freute mich schon wieder auf die Heimat....
Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus
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Original von Valentin Duccius Germanicus
"Nun, es wird ja nicht nur ausschliesslich dies sein. Es soll auch ein Pferderennen geben und noch das ein oder andere dabei. Bei dem Markt sind derzeit noch Diskussionen gegeben, aber wahrscheinlich wird es auf eine große Mischung aus allen nebst gegeaukel hinauslaufen. Sowohl Verkaufsstände als auch, nun, nennen wir es mal Fressgassen."Ich nickte verstehend.
"Ich werde mich in Mantua mit meinem Magistraten beratschlagen, denke aber, dass recht viele Kaufleute aus Mantua Interesse an einem Extra-Geschäft haben werden. Ich gehe davon aus, dass ich dir für italische Kost fest zusagen kann. mantua beherbergt zudem noch den ein oder anderen Tonwarenladen. Was Mosaike anbelangt, scheint ihr mit den Decima hier an der Quelle zu sitzen."Grinsend trank ich einen Schluck und wartete abe, was es sonst noch zu besprechen gab.
Sim-Off: Verzeih die lange Wartezeit, ich war leider verhindert. Wenn es sonst nichts Dringendes mehr gibt, würde ich gern wieder nach Italien reisen, Albinus möchte nach Confluentes und es sollte schon jemand in Mantua sein, für den Fall der Fälle.

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"Das werde ich", versprach ich dem duumvirn, dann lauschte ich interessiert seinem kleinen Vortrag. Die ganzen germanischen Worte verwirrten mich etwas, aber ich gab mir Mühe, mir alles soweit zu merken. Dennoch musste ich sehr skeptisch ausgesehen haben, denn Germanicus hielt inne und entschuldigte sich. Ich grinste.
"Naja....die Namen germanischer Gottheiten sind mir nicht geläufig, ich kann mit ihnen nichts anfangen, auch nicht mit den germanischen Bräuchen. Die sind mir fremd. Aber ich denke, ich habe schon verstanden, wie das Ganze vonstatten gehen soll; und es dürfte sicherlich auch für römische Besucher interessant sein. Du sprachst von einem Markt. Wie genau hast du dir diesen Markt vorgestellt? Also...was genau soll angeboten werden? Alles - oder nur unter einem bestimmten Motto?" -
Tja, ich fürchte, dass das mit der Namensliste ein alter Hut ist. Ich wollte damals gern Corvus heißen, aber da war nichts zu machen. Leider werden die Namen immer weniger. Besonders, wenn man eine Frau spielen will, hat man es nicht gerade leicht, sich einen schönen Namen auzusuchen. Ich würde auch gern mehr Namen sehen.

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Er hatte recht. Vielelicht waren die Germanen offener als die Römer, aber vertiefen wollte ich dieses Thema nicht, denn so lief ich auch nicht Gefahr, Germanicus durch eine unbedachte Bemerkung vor den Kopf zu stoßen. So nickte ich nur, hob dann eine Hand an mein Kinn und hörte mir das Anliegen des duumvir an. Als er geendet hatte, dachte ich noch eine Weile nach. Das Erntedankfest der Germanen. Ich legte einen Zeigefinger an die Lippen und überlegte, mir dabei ab und an an die Lippen tippend.
"Zu meinem Bedauern muss ich das verneinen", antwortete ich auf die Frage nach meiner Anwesenheit.
"In Mantua stehen einige Planungen und Vorhaben an, die meine Anwesenheit erfordern. Aber ich werde dir meinen Magistraten schicken, Didius Albinus. Ihn kennst du meines Wissens nach schon. Was die Beteiligung angeht, so würde ich, ehe ich dir sagen kann, womit Mantua sich genau beteiligen kann und wird, gern Näheres über dieses Fest erfahren." -
"Vorletzter Platz", seufzte ich zu Deandra und zum Legaten.
"Sieht nicht gut für uns aus. Ich möchte mal wissen, was die Blauen ihren Pferden für Hafer gegeben haben. Die scheinen ja zu fliegen!"Mit gerunzelter Stirn versuchte ich herauszufinden, woran es lag. Waren es die Pferde, die nicht harmonierten? Unerfahrenheit des Lenkers? Was sonst?
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Das Leben vielleicht. Aber nur in einzlnen Teilen, nicht als Ganzes. Ich hatte mich nicht in den Flavier verliebt, das nicht. Das wusste ich. Dennoch zog er mich beinahe magisch an und allein der Gedanke daran, wie er eine Traube in seinem Mund verschwinden ließ, bescherte mir eine trockene Kehle. Ich lauschte Deandras Worten sehr genau und richtete mich dann auf, bis ich auf dem Bett saß. Jede noch so kleine Abneigung versuchte ich im Gesicht meiner Schwester festzustellen, aber da war nichts. Oder doch? Ich merkte nicht, wie ich die Augen leicht zusammenkniff, während ich sie abschätzend musterte. Erst, also sie nach dem Namen fragte, riss sie mich aus den Grübeleien. Ich sah weg.
"Nicht in der Öffentlichkeit, Deandra",
murmelte ich und seufzte schlussendlich tief. Sie wieder ansehend, sprach ich:
"Es ist ein Mann."Ich stand auf und wandte ihr meinen Rücken zu, die Arme vor der Brust verschränkt. So sprach ich mit der Wand.
"Es käme mit niemals in den Sinn, so etwas der Öffentlichkeit preiszugeben. Und ich denke, das liegt in unser beider Interesse." -
Ich winkte ab.
"Das macht nichts, dass du noch nicht in Mantua warst. Vielleicht lässt sich eines Tages ein Besuch mit einm Amtsweg verknüpfen, und dann bist du herzlich eingeladen, in der villa Aurelia vorbeizusehen", sagte ich. Er hatte Albinus also einen Brief geschickt?"Oh, die Wagenrennen sind erste Klasse gewesen, mindestens so gut wie jene, die Senator Macer zu den ludi plebei in Rom veranstaltet hat. Nur hier war das Drumherum irgendwie...herzlicher? Anders? Erfrischender? Ja, doch, so könnte man es nennen", formulierte ich und nahm einen Schluck Wasser, ehe ich den Becher wieder zurückstellte und mein gegenüber kurz musterte.
"Aber aus deiner Aussage schließe ich, dass du mich sprechen wolltest, wenn du einen Brief nach Mantua entsandt hast", stellte ich fest und sah den duumvirn dann fragend an.
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Geduldig und etwas schmunzelnd über einen derart raschen Empfang folgte ich dem Bediensteten und erblickte dann auch meinen Amtskollegen, der mich begrüßte. Ich lächelte zurück und entgegnete:
"Auch du sei gegrüßt, Duccius Germanicus. Mich freut es ebenso, dich einmal persönlich kennenzulernen, und ja, ich hätte gern etwas Wasser."Ich setzte mich auf den mir dargebotenen Platz und betrachtete kurz den Raum, der ähnlich dem meinen daheim in Mantua gestaltet war.
"So", sagte ich schließlich.
"Mogontiacum ist eine hübsche Stadt, was ich bisher von ihr gesehen habem hat mir gefallen." -
"Salve", sprach ich freundlich zu der Person, die in diesem officium arbeitete, nachdem ich höflich geklopft und auf das Zeichen zum Eintreten gewartet hatte, ehe ich schlussendlich eingetreten war.
"Mein Name ist Aurelius Corvinus, duumvir von Mantua. Ich bin hier, um mit Duccius Germanicus zu reden." -
Ich bin auch wieder da, steige aber erst morgen wieder ein. Muss einiges nachlesen und bin momentan zu müde dazu.

Gute Nacht! -
Ich werde gleich nach Krefeld fahren und wohl erst Montagabend wieder hier sein, vielleicht früher, das kommt drauf an, wie viel es in Krefeld für mich zu tun gibt...
Lasst mir das IR heile.

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Ich stand an der Brüstung und sah gespannt herunter auf die Wagen. Kurz musste ich grinsen, als der Senator kurz die Maske fallen ließ und sich wie ein kleiner Junge amüsierte, dann lenkte ich den Blick zurück in die Arena und winkte ungeduldig nach Assindius.
"Na mach schon, pack die Fahne aus und schwenk sie mal!" rumpelte ich ihn an, dann betrachtete ich den Vormarsch der Aurata weiter.
"Hmpf", machte ich nachdenklich. Irgendwas schien mit Patroklos' linkem Pferd nicht zu stimmen. -
Ich folgte ihrer Aufforderung und sah zur Decke, stellte mir viele leuchtende Punkte vor. Die Geschichte, die sie mir erzählte, war kurz aber hübsch, wie ich fand.
"Eine schöne und beruhigende Vorstellung, selbst einmal dort oben ein funkeln des Licht zu besitzen. Auch wenn ich fürchte, dass meines kein Gemüt zu erhellen vermag", sagte ich sehr leise und wandte mich mit einem wehmütig-bedrückten Gesicht wieder Deandra zu.
"Hast du dich schon einmal gefragt, was wäre, wenn ein Aurelier wegen eines Sittenverstoßes ind Gerede kommt? Wenn wegen einem einzigen, nichtigen Familienmitglied die Ehre der Gens den Bach runter geht?" fragte ich meine Schwester. Ich vertraute ihr bedingungslos. Das war immer schon so gewesen. Und auch jetzt würde ich ihr mein vollstes Vertrauen schenken, so sie es denn wollte.
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Original von Lucius Decimus Maximian
"Wagenrennen sind mir ebenfalls mit die liebste Attraktion solcher Spiele, wie sie hier stattfinden. Gladiatorenkämpfe haben zwar auch ihren Reiz, aber meine liebe Mutter pflegt zu sagen, und da pflichte ich ihr bei, wird Jahr für Jahr genügend Blut im Krieg vergossen.""Ich werde, sobald die Formalitäten geregelt sind, der Legio II Germanica beitreten."
"Wenn du den Rennsport so magst, dann solltest du eines Tages mal meines Vaters Gestüt in Hispania besuchen. Er züchtet die besten Tiere, die ich je gesehen habe. Sie würden sich bestimmt auch hervorragend für das Gespann eignen."
Ich nickte ernst.
"Ja, da hat sie sehr recht, deine Mutter. Deandra scheint sich auch gut mit ihr zu verstehen", meinte ich und folgte seinem Blick, ehe ich ihn wieder erstaunt ansah. Er sprach davon, dass im Krieg genug Blut vergossen wurde, nur um dann selbst der Legion beizutreten? Das verblüffte mich nun und sah ihn auch überrascht an. Ich war wenn überhaupt nur wenige Jahre älter als er, aber doch schon recht weit gekommen durch meine Familienbeziehungen. Daher verwunderte es mich sehr, dass der junge Decima nicht durch seinen Vater schon eher ins Berufsleben eingestiegen war, um sich so hochzuarbeiten.
Als er dann das Gespräch auf den Rennsport lenkte, musste ich grinsen.
"Ja, das Gestüt könnte ich mir wirklich mal ansehen", sagte ich.
"Aber die Aurelier besitzen auch ein Gestüt. Die Tiere, die morgen starten werden, stammen aus diesem Gestüt. Hm....ich nehme an, du kannst gut reiten? Vielleicht möchtest du mir die nähere Umgebung zeigen, wenn du Zeit hast?" fragte ich ihn und nahm mir einen Becher Wein, um mit den anderen auf die Freundschaft zu prosten. -
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Original von Aurelia Deandra
"Pst!!" Meine Augen funkelten ihn an. "Du kannst das doch nicht so laut herausposaunen." Ich schüttelte mit einem unterdrückten Lächeln den Kopf. Sodann folgte ich seinem Hinweis, erblickte die Familie unseres Gastgebers und ließ die Augen über die umstehenden Menschen gleiten. Tatsächlich, einige wenige kannte ich."Das ist Minervina. Ihre Familie wohnt in Mantua und sie hatte - zumindest glaube ich das - etwas mit unserem Bruder Maxentius, aber pst!", ermahnte ich zur Sicherheit, bevor Corvinus wieder alles herausposaunen würde.
"Der Mann hatte einmal Vater besucht, als er Quaestor war. Seinen Namen kenne ich aber nicht. Tja, und die anderen habe ich bestenfalls mal auf dem Forum oder gar nicht gesehen, aber vielleicht werden sie uns ja noch vorgestellt."
Ich grinste noch breiter. Das war Absicht gewesen, dass ich etwas lauter gesprochen hatte als Deandra es gern gehabt hätte.
Sodann folgte ich ihren Deutungen und lauschte den Erklärungen, was die Leute anging, bestätigte ihre Ermahung mit einem Nicken und deutete dann auf den Quaestoren.
"Das ist der Quaestor, nicht?"ZitatOriginal von Assindius
„Macht Platz ihr Pisser,“brüllte ich in die Menschenmenge hinein, drückte schon den ersten zur Seite und es ging auch einer zu Boden. Das war gar nicht leicht, die Leute die hier standen waren teilweise richtig kräftig und ich musste ich tierisch in Zeug legen. Na ja, hab die beiden aber gut durchgekriegt. Aber irgend so ne Drecksau gab mir noch einen mit auf den Weg und ich hätte fast sein Klöten zermatscht, aber ich hielt mich zurück, schließlich mußte ich auf die Herrschaften achten.
Ich rümpfte die Nase und sah zu Deandra.
"Wie weit, sagtest du, warst du noch mal mit seinem Unterricht?" fragte ich sie leise mit einem Seufzer.
"Hattet ihr das Kapitel 'Anstand und Wortwahl' schon? Falls ja, hat er schlecht aufgepasst."In diesem Moment langten wir auf der Ehrentribüne an und ich setzte sogleich ein Lächeln auf. Zeitgleich begann das Spektakel in der Arena, das Opfer hatten wir wohl verpasst.
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"Ich meinte auch nicht den Tod, sondern die Fehltritte... Oder was die Gesellschaft als solche deklariert", seufzte ich, drehte mich dann aber zu Deandra rum und nahm sie in diesem Moment all ihrer Schönheit und Spontanität war. Ein Lächeln huschte auf mein Gesicht.
"Ja, bitte. Erzähl", bat ich sie. -
"Du hast gewettet?" staunte ich nicht schlecht und absichtlich etwas lauter als sie.
"Ist ja was ganz was Neues. Deandra, Deandra... Da tun sich mir Abgründe auf. Nebel, die über deiner Vergangenheit wallen..."Ich grinste breit und deutete nach vorn.
"Ah, schau mal, da sind auch der Senator und seine Familie. Und..hm...wer ist das denn? Kennst du die anderen?" fragte ich sie leiser. -
Ich lachte zusammen mit Deandra. Die Vorstellung war auch wirklich zu komisch, wenn man in der nächsten Acta die Kopfzeile
"Hungernde Aurelier zu Gast beim Statthalter - Futtern auf Teufel komm raus"
würde lesen können. Nein, dann ließ ich mich lieber kitzeln. Aber nicht kampflos. So drehte ich mich wieder auf den Rücken und wehrte die Angriffe Deandras geschickt ab. Lachen musste ich auch so. Schließlich seufzte ich und sagte:
"Weißt du Deandra, wir haben es manchmal nicht leicht. Viele Leute schauen zu uns auf oder beobachten uns zumindest sehr genau. Über jeden Fehltritt wird genaustens Buch geführt und uns noch nachgetragen werden, wenn wir schon längst Staub zu den Füßen unserer Nachfahren sind", philosophierte ich.
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Zusammen mit Deandra kraxelte auch ich nun aus unserer Sänfte. Als Gäste des Meridius und seiner Familie würden wir ebenfalls mit auf der Loge sitzen dürfen, um uns die Spiele anzuschauen. Ich half Deandra aus der Sänfte, wie es beinahe die Regel zu werden schien, und deutete dann auf den Gang zu den anderen hinauf.
"Gehen wir rauf", meinte ich, während ein breiter, böse aussehender Sklave vor uns beiden her schritt und eventuelle Im-Weg-Steher beiseite schaufelte.