"Piraten!" entfuhr es mir. Ich dachte an die Nordwind. Das musste Ironie des Schicksals sein, ausgerechnet vor ein paar Wochen das Schiff eingeweiht zu haben. Ich schüttelte den Kopf und hörte dem Sklaven zu, der erzählte und doch kaum Informationen verlor. Eines allerdings war doch interessant: Man hatte einen der Piraten gefangen und in den Kerker geworfen. "Kennst du den Namen des Offiziers, der für ihre Rettungverantwortlich zeichnet?" erkundigte ich mich bei dem flavischen Sklaven. Man musste sich revanchieren. Das gehörte zum guten Ton, und ich war nicht gewillt, davon abzusehen.
Im Geiste versuchte ich mir auszumalen, wie meine Verlobte aussehen mochte. Wenn schon der Sklave - zwar loyal, aber immerhin - erwähnte, dass die Angelegenheit nicht spurlos vorübergegangen sein mochte an Celerina... Vielleicht war es gut, mit meinem Besuch noch ein paar Tage zu warten. Ich konnte ihn mit dem geplanten Besuch bei Gracchus verbinden, überlegte ich, und dann sehen, ob sie mich empfangen wollte. Frauen waren schließlich eigen, was das betraf. Das merkte ich stets an meinen Basen und Nichten - sie zeigten sich nur, wenn sie sich als gesellschaftsfähig erachteten. Da konnte Mann schon einmal in Verzweiflung geraten, weil man so lang warten musste.