Beiträge von Quintus Germanicus Sedulus

    Was ein Glück, dass Sedulus nicht in den Gedanken des Celsus lesen konnte, er hätte ihn glatt aus dem Wasser geprügelt... 8):D
    Aber so wußte er von nichts und dass war auch gut so.


    Ja doch, wenn man lange genug dort lebt, muß man es richtig mögen.


    Auch wenn diese Stadt Sedulus als er dort seinen Dienst verrichtet hatte, aber so was von angekotzt hatte, dass er es niemanden sagen wollte. Aber zum Einstieg in Amt und Würden konnte es nicht verkehrt sein, sich dort schon einmal einen Namen gemacht zu haben und dann mit Pauken und Trompeten in Rom einzufallen.


    Ja, ich glaube ich kann deinen Gedankengang recht gut nachvollziehen.


    Grinste Sedulus.


    Nein, ich bin zur Zeit noch Wittwer.


    Erklärte Sedulus. Dass er mit Serrana was am Laufen hatte, mußte er ja nicht an die große Glocke hängen.

    Als Serrana unterwegs war, ihrem Mann eine frische Tunika zu besorgen, machte sich Sedulus daran die nassen Kleider, seine sowohl die seiner Frau ein wenig zusammen zu legen. So richtig trocken waren sie zwar noch nicht, aber das war jetzt auch egal.
    Da tauchte aufeinmal Serrana auf, und hielt im eine frische Tunika vor die Nase.


    Ja doch, dass war richtig flott. Ich hoffe du hast nicht unsere ganzen Sklaven welche dir in den Weg kamen über den Haufen gerannt. Nicht dass wir noch Neue kaufen müssen.


    Grinste Sedulus breit und zog sich seine Tunika an. Dann gab er Serrana einen Dankeschönkuss.


    Ich danke dir mein Schatz!


    Er fummelte noch ein wenig das Kleidungsstück zurecht und meinte dann.


    Von mir aus können wir.

    Ich kann mir schon denken warum. Durch den ganzen Trubel hielten sie diese Ecke wohl am sichersten und hier ist ja auch wenn man es recht bedenkt, der meiste Platz.


    Vermutete Sedulus noch eben bevor Serrana auch schon loslegte und sich ein Kleid aus der Truhe zu nehmen und sich mal eben so vor ihm umzog. Ihm machte es ja nichts aus, im Gegenteil. Allerdings hätte er selbst lieber eines der beiden Kleider welche er ihr gekauft an ihr gesehen. Schon alleine der Gedanke, ließ ihn schon wieder ein wenig gribbelig werden.


    Wenn nicht, meine Tunika wird auch wieder trocken... Dann lege ich dich über mein Knie...


    Scherzte Sedulus. Aber womöglich würde es seiner Frau am Ende noch gefallen... 8)

    Die Geschichte welche Centho hier zum Besten gab, war in der Tat recht merkwürdig. Doch was am merkwürdigsten war, war wohl das Verhalten seines Klienten. Bei allen Göttern, was hatte ihn da nur geritten. Er als Duumvir, dann ein solcher Aussetzer. Sedulus mußte mit dem Kopf schütteln.
    Hätte er ihm wenigstens davon berichtet, so hätte Sedulus vielleicht noch schlichten können. Aber so war die Sache wohl zu festgefahren. Schade eigentlich.


    Gut, ich werde ihn dazu befragen. Soll ich bei der Sache deinen Namen erwähnen oder ihn beiseite lassen? Was ist dir lieber Iulius Centho?


    Dann winkte Sedulus ab.


    Ach was, dass tust du schon nicht.


    Und lächelte dabei.

    Sedulus hatte ja gehofft, dass Serrana dies sagen würde. Allerdings ob es der Wahrheit entsprach? Schließlich war sie jung und begierlich darauf etwas Neues auszuprobieren und wenn es dann noch Sex war... So gab er sich aber vorerst mit dieser Antwort zufrieden, was sollte er auch anders machen.


    Als sie dann bei der Truhe angekommen waren. überprüfte Serrana auch sogleich den Inhalt. Sedulus war zufrieden als er hörte, dass noch alles da zu sein schien. Sonst hätte er am Ende noch ein Exempel statuieren müssen.


    Freut mich dass alles da ist. Jetzt müßten nur noch unsere Kleider trocken sein...

    Auch hier hörte Sedulus wieder gespannt zu. Hin und wieder nahm er einen Schluck seines Weines.


    Tja, was soll ich dazu sagen Iulius Centho. Ich bin eigentlich sprachlos.
    Ein Stillschweigen also. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn man es hätte anders regelen können. Aber gut, es geht mich ja auch eigentlich nichts weiter an.


    Hier mußte Sedulus an den Knatsch mit Decimus Livianus denken und die Aussöhnung. Warum funktionierte soetwas hier nicht?


    Wie, davon höre ich ja jetzt erst. Du sagst, du wurdest am helligsten Tage von Octacius Macer und diversen Schlägern bedroht? Um was ging es denn bei diesen Streitigkeiten überhaupt, dass solche drastischen Maßnahmen von Nöten gewesen waren?


    Auf diese Erklärung war Sedulus natürlich besonderst gespannt. Ob es wohl um eine Frau ging?


    Wenn ich Octavius Macer sehe, werde ich ihn darauf ansprechen. Aber ich schätze, dass er die Klage auf geheiß eines Anderen erhoben hat. Und wenn es in sein Aufgabengebiet fällt, tja, da wird sich wohl nicht viel machen lassen.


    Allerdings würde Sedulus ihn fragen, warum er ihn nicht darüber unterrichtet hatte.

    Na von wegen, dass wir nicht genug bekommen können... Ja sicher, dass stimmt schon.


    Meinte Sedulus eher belanglos und grinste dabei.


    Ha, dass wundert mich nicht. Deinen anderen Hunger, habe ich hoffentlich zu genüge gestillt. 8)


    Kicherte nun Sedulus.


    Sie steht dort um die Ecke. Aber warum sie gerade hier her geschafft wurde, dass wissen nur die Götter. Komm lass uns nachsehen ob noch alles da ist.


    Sedulus führte Serrana zu ihrer Truhe.


    So, da wären wir also.

    Sedulus genoss noch einige Momente diese ruhige Zweisamkeit mit seiner Frau als er dann schließlich meinte.


    Ich glaube wir sollten uns so langsam aber sicher wieder ob blicken lassen. Nicht dass noch die wildesten Gerüchte ihren Lauf nehmen.


    Sedulus machte sich aus dem Becken und begab sich auf die Suche nach zwei Handtücher. Er hatte Glück, und er fand sogar welche. Und nicht nur die, sondern auch die Truhe seiner Frau.


    Hier, ein Handtuch für dich. Und ich habe noch etwas. Stell dir vor, ich habe deine Truhe entdeckt.


    Meinte er lächelnd.

    Ja, dass Centho zwei Anläufe benötigte, war Sedulus bekannt. Aber er war tapfer genug, es ein zweites mal zu versuchen und wurde dafür auch belohnt.


    Was macht denn dein Verwandter? Hat er denn einen Fürsprecher?


    Fragte Sedulus auch gleich mal nach.
    Dann hörte er neugierig zu. Was war denn dass mit Octavius Macer? Was derzeit am Gericht so ablief, davon hatte Sedulus keine Kenntnis. Er hatte da einige Sachen um die Ohren und war da jetzt auch nicht sonderlich neugierig was die Fälle anging, solange er nicht mit von der Partie war. 8) Aber da er ja nun inderekt auch davon betroffen war... Zumindest war er nicht sonderlich davon entzückt was er hier nun zu hören bekam.


    Ich muß gestehen Iulius Centho, ich habe Octavius Macer schon ewig nicht mehr gesehen. Das letzte mal vor der letzten Wahl. Allerings will ich hoffen, dass er die Anklage nicht von sich aus ins Rollen gebracht hat, sondern dass man ihn aufgefordert hat dies zu tun. Von daher weiß ich nun wirklich nicht wie man sich hier so richtig verhalten sollte.


    Allerdings waren dies alles nur wage Mutmasungen Sedulus`.


    Was jetzt deine Angelegenheit mit ihm betrifft, so sagst du ja selbst, dass es schon einige Zeit her ist. Ob sich da noch eine Anklage im nachhinein lohnt, vorallem ob sie sich durchsetzt ist hier die Frage. Das einzige wozu ich dir hier raten könnte, wäre eine Aussprache und was es denn genau mit dieser Anklage hier auf sich hat.

    Sedulus fürhte den Tribun und seine Männer den Weg in die Therme, den er auch mit Messius gegangen war.


    So, dass ist sie, die Thermae Aemiliani. Oder viel mehr, was von ihr übrig ist. Es ist eine Schande soetwas verkommen zu lassen, findest du nicht auch Tribun?


    Sedulus beschrieb mit seiner rechten Hand eine Handbewegung, welche auf die Verwüstung deutete.
    Er war gespannt, ob man hier noch Beweise finden würde.

    Die Idee war an und für sich nicht schlecht. So nickte Sedulus zustimmend.


    Also als ich das letzte mal dort war, gab es keinen Verwalter mehr. Dementsprechend schaut halt eben auch die Therme aus.


    Sedulus machte ein verägertes Gesicht. Diese Arbeit welche nun auf ihn zukam, hätte nicht sein müssen. Und an die Kosten wollte Sedulus gar nicht erst denken.
    So nahm Sedulus dankend den Wein entgegen und trank einen Schluck.
    Als dann der Schreiber herein kam und meldete, dass man abrücken konnte, trank Sedi seinen Wein leer und erhob sich.


    Sehr schön. Dann wollen wir mal.


    Und verließ zusammen mit dem Tribun dessen Officium.

    Dann wurde Gundhraban noch ein wenig verwirrter. Wie kam denn der Germanicer nun auf ein Orakel? So überging der Sklave den ersten Part einfach.


    Es sind schon einige Jahre Herr. Seit dem letzten Germanenkrieg, Und sicher habe ich hin und wieder einen Gedanken daran verschwendet. Aber weißt du, es geht mir gut hier. Die Herrschaften sind nett und nicht so überheblich wie man es aus anderen Häusern hört. Also warum sollte ich hier weg wollen. Gut, als freier Bürger würde ich natürlich auch weiterhin hier bleiben wollen. Ich habe mich an das Leben hier in Rom gewöhnt.


    Erkärte der Sklave.




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    Gundhraban Türsklave

    Sedulus hing am Beckenrand wie ein lausiger Nichtschwimmer. Hätte er sich ein klein wenig bewegt, so wäre es wohl nur halb so frisch im Becken. Doch als er von ihr geküßt wurde, wurde es ihm auch gleich um einiges wärmer. Zumindest um sein Herz herum.
    Die Worte welche Serrana zu ihm sprach, förderten bei ihm ein Lächeln zu Tage. So erwiderte er den Kuß seiner geliebten Frau.


    Hoffnung? Warum sollte ich mir denn Hoffnungen über mein Ableben machen? Ich müßte ja verückt sein. Und Serrana, ich liebe dich auch!


    Und Sedi küßte seine Frau erneut.

    Hmm. Also ich weiß etwas, dass fühlt für meinen Geschmack noch wundervoller an.


    Bei seinen Worten sah Sedulus in die Augen seiner Frau. Auch so wurde er wieder lebendiger, eigentlich brauchte er dieses kühle Nass schon gar nicht mehr. 8)
    Und dann ging alles Schlag auf Schlag. Serrana packte ihn an der Hand, zählte kurz und sprang in das eisige Becken. Man hörte nur noch ein lautes.


    Args...


    Und es bildete schalgartig eine Gänsehaut auf Sedulus Körper.


    Bei allen Göttern! Bist du des Wahnsinns Frau? Willst du mich schon gleich am ersten Tag unserer Ehe zu meinen Ahnen schicken?


    Leck war das kalt. So schnell wie Serrana Sedulus im Wasser hatte, er sie bei sich. Er brauchte mal eben schenll etwas, wo er sich daran aufwärmen konnte. 8)

    Na dass freut mich zu hören. Aber ich hoffe doch, dass dies nicht immer so sein wird und du dir hin und wieder schon mal Sorgen um mich machst.


    Er lächelte zwar, meinte es aber schon toternst. Als er dann die Türe zum Frigidarium öffnete, kam es ihnen schon recht frisch entgegen.


    Brrr. Hier ist es doch immer ein Tick kälter als in den öffentlichen Thermen.


    Meinte er und es fröstelte ihn ein wenig. Er mußte sich erst einmal an den Temperatursturz gewöhnen. 8)
    Auch ohne dass Sedulus seinen Fuß ins Wasser tauchte, nickte er seiner Frau zustimmend.


    Ja, davon geh ich auch einmal aus. Von mir aus. Ähm einen Moment noch. Auf drei oder also eins zwei, drei und Sprung oder auf eins, zwei die Drei gedacht und Sprung? 8)

    Der Sklave nickte.


    So könnte man es sagen ja. Ich hatte Glück mit dem Leben davon gekommen zu sein. Wir wurden am Ende der Schlacht von den Legionen eingekesselt und es gab kaum entkommen. Die die sich wehrten wurden nierdergemacht. Ich habe darin keinen Sinn mehr gesehen und mich ergeben. Am Ende wurden die Überlebenden zusammengetrieben. Die Verletztne allerdings, abgestochen.


    Tja, es war eine erbarmungslose Schalcht. Es starben aber auch genügned Legionäre.


    Ja, Senator Avarus ist nach Mogontiacum gereist.


    Gundhraban nickte dankbar.


    Ich danke dir Herr. Ja da hast du wohl recht. Dieses Problem kennen wir in Germanien kaum. Dort sind die Sommer naja eher mild und verregnet.


    Dann sah er Aculeo ein wenig verstört an.


    Ähm wenn du meinst Herr...




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    Gundhraban Türsklave