Beiträge von Quintus Germanicus Sedulus

    Sehr schön.


    Sedulus nickte Dives zufrieden zu und lächelte dabei.


    Ich habe sie zuerst meinem Onekel, dem Senator Germanicus Avarus angeboten. Er wird sie nun prüfen und dann schaun wir mal.


    Sedulus wußte nicht ob Dives seinen Onkel kannte, drum hatte er Stand und Familiennamen gewählt. Es hätte ja auch ein Onkel aus der Linie seiner Mutter sein können. Auch wenn er mit denen noch am wenigsten am Hut hatte.


    Wenn ich etwas in der Art benötigen werde, komme ich gerne auf dein Angebot zurück Dives. Schon einmal Danke einstweilen.


    Und wieder nickte Sedulus Dives zu, dieses mal aber aus Dankbarkeit.

    Das hätte ich eh vorgeschlagen.


    Erwiederte der Neffe von wegen der Sänfte.


    Tja, wer weiß. Aber da wirst du mir ja sicherlich weiterhelfen nehm ich an.


    Darauf hatte Sedulus schon gewartet.


    Du weißt doch, ich habe auch hierfür meine Leute. Nein, dass wiederum kann ich mir nicht vorstellen. Die würden es nicht wagen einen Germanicus über die Ohren zu hauen. Aber vielleicht hast du ja recht und ich sollte wirklich einen solchen Kurs ablegen. Anderseits, werd ich ihn denn überhaupt noch benötigen wenn ich mich demnächst vielleicht für den Posten des Chefs der Zündler bewerben möchte?


    Die Zündler, so nannte Sedulus spaßeshalber die Feuerwehr Roms.


    Nein nicht wirklich...


    Meinte Sedulus gelassen.


    Und wann wollen wir uns die Schäden ansehen?

    Da ist wohl etwas dran.


    Stimmte Sedulus zu. Gewisse Leute sehen eh nur das, was sie sehen wollen.


    Dann bist du ja nicht mehr die Einzige hier im Hause. Ich denke Avarus ist es auch schon so ergangen. Es muß wohl an unserer Familie liegen. Aber gut, sei`s drum.


    Sedulus winkte ab.


    Ganze Zwölf? Da hast du ja einiges erlebt will ich meinen. Gutes so wie Schlechtes. Aber in der Provinz wird man da wohl eh kaum viel mitbekommen haben nehm ich einmal an.


    Wahrscheinlich würde er gleich wieder eine Standpauke gehalten bekommen, wie er nur auf so etwas käme.

    Etrneut nickte Sedulus bei den Ausführungen seines Gastes.


    Medizin? So etwas ist immer gut, wenn man beherrscht. Ich muß gestehen, habe leider nur das Wissen was jeder so Normalobürger wohl besitzt.


    Gestand Sedulus seinem Gast.


    Was weißt du so über die Medzin? Etwa auch was Operationen und so etws angeht?


    Wollte Sedulus wissen. Wenn sie schon beim Thema waren.


    Als Scriba, so so. Hast du da an einen bestimmten Bereich gedacht wo du diesen Posten ausüben möchtest?


    Kam auch schon die nächste Frage.


    Dann aber, war Sedulus doch ein klein wenig baff.


    Du möchtest also mein Klient werden? Und wie kommst da darauf, dass ich für dich der passende Patron bin? Nicht dass ich etwas dagegen hätte.

    Sedulus sah sich den Vorschlag Dives an und nickte anerkennend. Besser hätte er es auch nicht ausdrücken können. So lächelte er.


    Dein Vorschlag ist astrein. Ich denke den können wir so übernehmen. Und da er aus deiner Feder stammt, so darfst du ihn auch in meinem Auftrag unterzeichnen. Der Händler wird sich hüten mit uns Schindluder zu treiben. Ratz fatz werd ich ansonsten den dafür zuständigen Aedil aufsuchen und dann hat er die längste Zeit einen Stand am Mercatus besessen. Ich denke dies ist ihm bewußt. Aber wenn du zu ihm gehst um das Geschäft klar zu machen, kannst du ihm dies ja noch einmal unter die Nase reiben.


    Schlug Sedulus Dives vor. Nur um sicher zu gehen, dass die Ware auch in Ordnung ist.

    Ich muß gestehen, ich selbst habe es mir auch noch nicht angeschaut. Ich weiß es auch nur vom Hörensagen. Von daher... Vielleicht können wir es uns ja zusammen anschauen und dann weitersehen.


    Sedulus nickte bei dem was sein Onkel sagte. Da war wohl was dran. Die Säulen würden nicht einfach so herumliegen.


    Drum habe ich ja auch dich gefragt. Du kennst dich in der Materie dann halt doch besser aus als ich es tue.


    Dann war Sedi doch etwas überfragt.


    Wie, was für einen Mauertypen? Bist du der Architekt in der Familie oder bin ich es? Ich vergebe nur die Aufträge und sehe zu das die Arbeiten auch gemacht werden... 8)

    Ja, so was dachte ich mir doch... Dann sieh zu, dass du sie so schnell wie nur möglich wieder an Septima abschiebst. So eine Trulla fehlte hier im Hause noch...


    Als Serrana die Geschichte mit Adula erzähltekam Sedulus nicht umhin laut zu lachen.


    Brave Adula! Bei dem Schauspiel hätte ich gerne dabei sein mögen. Dafür hätte sie direkt etwas verdient.


    Ja doch, dass hätte Sedi gerne sehen mögen.


    Naja, es kommt da auch drauf an wo man gerade ist. Also in Achaia, Asia, Syria und kurz einmal in Aegyptus. Naja und in Africa Provconsulris habe ich dann witzigerweise Onkel Avarus getroffen. Wie lange ist es her? Auf alle Fälle war ich noch sehr jung.


    Und wahrscheinlich würde er es genau so wieder machen. Naja mit einem Unterschied vielleicht...

    Teutus der hinter Sedulus stand machte sich daran seinem Herrn und dessen Gast je ein Glas Wein einzuschenken. Als er damit fertig war, reichte er die Gläser den beiden Männern.
    Sedulus indessen hörte neugierig dem Helvetier zu und nickte hin und wieder.


    Nein, leider ist mir der Name völlig unbekannt. Allerdings nicht dein Familienname, der sagt mir schon etwas.


    Es gab da so einen alten Senator der sich dann und wann mal im Senat blicken ließ. War nicht auch Laevina scharf auf einen Helvetius?


    Und welche Ausbildung hast du dort genossen?


    Fragte Sedulus neugierig nach.
    Das Turpio erst seit 4 Tagen in Rom war, bedachte Sedulus mit einem Nicken.


    Schön zu hören und dies ehrt dich. Tja so ist es. Es sei denn, du wurdest als Sohn eines Senators geboren. Wobei, es kommt dann immer auf einem selbst drauf an. Arbeitstechnisch... An was für Arbeit hast du denn so gedacht? Bzw. was glaubst du liegt dir denn?


    Dann horchte Sedulus auf. Da war noch etwas? Was das wohl sein würde?


    Und das wäre?

    Sedulus runzelte die Stirn und sah sich dann noch einmal die Preislisten an. Tatsemannundsächlich, es waren die Gallier. Er nickte Dives zu.


    Also gut, dann sind es die Gallier. Wo du recht hast, hast du recht. Sehr schön! Dann würde ich doch sagen, machen wir das so, wenn es möglich ist.
    Versprich ihm einfach, wenn er so günstig bleibt, dass wir ihn als Hauslieferanten bevorzugen würden und unsere Farbe immer bei ihm erstehen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er dieses Angebot ablehnen wird.


    Und davon ging Sedulus einmal stark von aus.


    Ja doch, gib ihm bescheid. Ich hoffe er so schnell mit den Ziegeln so wie er günstig mit dem Preis ist. Dann könnten wir alsbald mit den Arbeiten anfangen.


    So wäre schon einmal ein Teil der Arbeiten in der Mache.

    Die Verhältnisse seines Vaters zu den anderen Familieangehörigen kannte Sedulus nicht. Eigentlich waren sie ihm auch mehr oder weniger egal.


    Ja stimmt. Aber du weißt ja zum Glück, was ich damit sagen wollte.


    Wimmelte Sedulus die Sache ab.


    Ja, die hatte Vater wohl auch. Allerdings kam es dann leider nicht dazu. Genauso wie seine Beerdigung. Wenn man bedenkt, dass er das Imperium vor den Barbaren gerettet hat und dann so eine jämmerliche Beisetzung. Da ist schon irgendwo arm finde ich.


    Er würde sicherlich auch keine Größere bekommen, aber er hatte das Imperium auch nicht vor Barbaren oder Verrätern beschützt, noch nicht.
    War Laevina echt schon so alt? Sedulus mußte in Gedaken zurückgehen wieviel Kaiser es denn bis zur Vespasians zurück es schon gegeben hatte.
    Sedulus kam auf 10. Also auch Gegenkaiser und was auch immer mit einberechnet.


    Wieviele Kaiser hast du eigentlich schon mitbekommen sag mal?


    Wollte Sedulus nun doch genau wissen.

    Sedulus nickte seinem ihm unbekannt Gast zu.


    Salve Helvetius Turpio. Keine Ursache. Doch nimm doch bitte zuerst einmal platz. Möchtest du etwas zum Trinken? Wein, Wasser was immer du gerne möchtest.


    Sedulus wartete bis Helvetius Turpio platz genommen hatte.


    Nun Helvetius Turpio, wie kann ich dir also behilflich sein?


    Fragend und neugierig zugleich blickte Sedulus den Helvetier an.

    Sedulus begutachtete beide Artikel. Der Ziegel sah ganz pasabel aus und auch über Farben welche den Teller zierten konnte man nichts sagen. Dann sah sich Sedulus das Angebot an. Auch hier waren beide Anbieter doch recht günstig gewesen. Doch da war ein Farbangebot von den Griechen, welches um einiges günstiger war als dieses hier.


    Hmm Frage: Könnte man auch hergehen und ein Kombiangebot vom letzteren Ziegelhersteller diesem einen griechischen Farbhersteller wo die Farbe nur 675 Sz. kostet in die Wege leiten?


    Das wäre das optimalste Angebot aller. Ging es Sedulus durch den Kopf und blickte Dives fragend an.


    Würde dies gehen, was meinst du?

    Wie wo was? Von wegen Patzig... 8) Von daher winkte Sedulus nur ab und verklickerte dem Sklaven was er denn gerne zu trinken hätte.


    Na dass wäre doch mal ein Anblick. Der Onkel mit einer Maurerskelle in der Hand. Sedulus stellte sich dies gerade bildlich vor und grinste.


    Naja, die Säulen sehen schon dementsprechend aus. Da dürften wohl einige komplett erneuert werden. Auch die Mauer sieht nicht mehr so frisch aus. Ich denke auch dort bedarf es einer Erneuerung. Und wer könnte dies nicht besser in die Tat umsetzen als du.


    Schmierte der Neffe dem Onkel ein wenig Honig um seinen Bart. 8)

    Sedulus blickte Quadrata leicht verstört an. Sie lernte es wohl auch nie mehr bevor sie eintrat anzuklopfen.


    Da wo du her bist, gab es wohl auch nur Säcke vor den Türen was?


    Meinte Sedulus daher leicht verägert.
    Er kannte zwar diesen Helvetius Turpio nicht, aber wenn er etwas von Sedulus wollte, mußte es wohl wichtig sein. Außerdem war Sedulus neugierig.


    Er soll hereinkommen.


    Da hatte Quadrata auch gleich wieder etwas ihrer Herrin zu berichten.

    Sedulus betrachtete sich den Stich etwas genauer als sein Onkel das kühlende Tuch von seinm Fuß nahm. Es schaute schon recht übel aus, mal von den unangenehmen Schmerzen die der Onkel wohl haben mußte ganz zu schweigen.
    Scheinbar war dem Onkel nach dem Stich auch der Durst vergangen. Es war hier regelrecht trocken bis gar staubig.


    Nun, es geht um zwei Projekte.


    Begann er.


    Sag mal, gibt es hier denn nichts mehr zu Trinken?


    Fragte dann der Neffe frech heraus bevor er fortfuhr.


    Und zwar zum einen um den Porticus Liviae im Bezirk Isis et Sarapis. Dort sind Säulenschäden zu beklagen. Und das andere Objekt wäre die Thermae Agrippae. Dort hat es Mauerschäden. Die anderen Objekte sind alles Ziegelausbesserungen und Fassadenarbeiten. Das schaffen die städtischen Sklaven gerade noch. Aber bei den beiden genannten Objekten, bin ich mir nicht so sicher.

    Als Hirpina schließlich aus der Sichtweite Sedulus`war. Schüttelte er nur den Kopf und beantwortete die Frage seiner Frau nur mit einem Da bin ich überfragt. Ich kenne diese Sklavin nicht einmal. Ist sie vielleicht ein Überbleibsel deiner Freundin Septima?


    Zuerst verstand Sedulus die Frage nicht ganz, doch dann wußte er worauf Serrana hinaus wollte.


    Ganz einfach mein Schatz. Eine Rüstung. Ein Scutum, ein Pilum und auch Kameraden. Und die waren einiges schwerer als du. Und eben Holzbalken, als ich als Zimmermann in Achaia unterwegs war.


    Wahrscheinlich war mit dieser Aufzählung die Neugierde Serranas nicht wirklich ruhig gestellt, vielleicht aber auch doch. Mal sehn.

    Sedulus hielt den Ziegel in der Hand und sah sich gleich das Angebot an. Als er zu dem Endpreis kam, schüttelte er gleich den Kopf und betrachtete den Ziegel erst gar nicht weiter.


    Griechen! Das sind alles Wucherer. Die würden selbst noch von einem Toten horende Preise abverlagen wenn sie ihn bestatten. Er würde ohne Münze für den Fährmann ins Jenseits gelangen und wüßte nicht wie er ihn bezahlen sollte.


    Sedulus schüttelte den Kopf und verzog dabei sein Gesicht. Wenn das letzte Angebot genau so war wie dieses hier, würde es ihm wohl nicht viel übrig bleiben, als sich für das des Galliers zu entscheiden.


    Und einzel Angebote für Farbe gibt es keine? Vielleicht das jeweils eines der Farbangebote und der der Ziegel trotzdem günstiger sind, als diese Kombiangebote?


    Hakte Sedulus noch einmal nach.

    Sedulus war nicht sonderlich begeistert als er gehört hatte, dass die Ware von Gallier war. Er drehte den Ziegel in der Hand und begutachtete diesen recht genau. Er war eigentlich nicht schlecht verarbeitet, hatte ein annehmbares Gewicht und machte auch sonst einen recht stabilen Eindruck. Aber er war halt von Gallier. Das einzige Gute bei diesem Angebot war, dass es auch gleich Farbe dazu gab. Aber vom Preis her, war Sedulus schon wieder eher nicht begeistert.
    Fragend blickte er Dives an.


    Wieviel Angebote konntest du wegen der Farbe einholen?


    In der Zwischenzeit legte er das Muster und das Angebot auf die Seite. Er fing an Hunger zu bekommen. Er hatte heute noch keinen Brocken zu sich genommen was ihn sein Magen nun zu spüren ließ. Doch bevor er sich etwas zu Essen gönnte, wollte er die Angebote hinter sich gebracht haben.
    So winkte er einem der Vasallen Dives`zu, dass er nun für das nächste Angebot bereit war.

    Eigentlich überhaupt nicht.


    Meinte Sedulus nur trocken. Was sich die Alte wieder einmal so alles einbildete war wieder einmal unglaublich.


    Ich wußte gar nicht, dass du und mein Vater, euch so nahe gestanden habt. Er hat selten genug von dir erzählt.


    Warum auch nur? Wenn Laevina in ihrer Jungend schon so war, dann war es klar, warum sie kaum Erwähnung fand. Vielleicht hatten sie sich aber auch nur zu selten gesehen. Zumal Vater wohl auch ganz andere Sachen im Kopf hatte, als eine Laevina... Das die alte Germanica fast den Namen ihres Mannes vergessen hatte, bekam Sedulus so gut wie gar nicht mit. Und selbst wenn, hätte er auch kein Problem damit gehabt, da Laevina ja schon in dem Alter war, wo soetwas schon einmal hin und wieder passieren konnte. 8)


    Ja das stimmt. In der Tat hat das Imperium aber vorallem die Provinz Germania ihm einiges zu verdanken. Leider war ihm die Ehre nicht zu teil geworden, einen Triumphzug abzuhalten... Aber lassen wir das.
    Wer weiß, vielleicht springe ich ja noch auf den Wagen mit auf. Warten wir es ab.

    Ein Sklve brachte dieses Schreiben zur Casa Iulia, zwar nicht der, welcher es hätte machen sollen, aber zum Glück gab es in der Casa Germanica ja noch einige andere Skalven.




    Arbeitszeugnis
    des Bürgers
    Marcus Iulius Dives




    Marcus Iulius Dives, ist ein fleißiger junger Mann, welcher hilfsbereit so wie kreatriv ist. Arbeiten mit Zahlen und Tabellen bereiten Iulius Dives keine Schwierigkeiten, was ihn als wertvollen Mitarbeiter auszeichnet.
    Er besitzt eine rasche Auffassungsgabe, und wenn erwünscht, bringt er eigene mit Ideen ein.
    Iulius Dives arbeitet selbstständing und erfüllt die ihm gestellten Aufgaben rasch und zur vollsten Zufriedenheit.


    Daher kann ich diesen jungen Mann mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.



    Gez.
    Quintus Germanicus Sedulus
    Senator