Beiträge von Quintus Germanicus Sedulus

    Tja, ich habe leider selbst nicht genug Land um dir eines abtreten zu können. Aber vielleicht kann ich ja Germanicus Avarus davon überzeugen eines locker zu machen.


    Sedulus wußte jetzt nicht so genau wie es sich verhielt, ob man das Land für den Einstieg in den Ordo benötigte und dann wieder abgegeben werden konnte oder man es behalten mußte. Sonst würde er für diese kurze Zeit Aculeo eines überschreiben.


    Ich glaube es eher nicht. In diesem Fall zählt nur dies was man hat und nicht was man leistet.


    Erklärte Sedulus.


    Warum mußt du dich von deinen Betrieben trennen?


    Sedulus sah Verus an, er war ja so glaubte er auch Eques.


    Sag Verus, ist dem so?


    Dann wandte er sich sogleich an Serran.


    Verzeih Liebste, dich müssen unsere Gespräche doch sehr langweilen nicht wahr? Wir versuchen damit schnell zu Ende zu kommen und widmen uns dann ein wenig dem Klatsch und Tratsch welchen man so in Rom zu hören bekommt. Ich denke davon können Verus und Aculeo hier auch einiges erzählen.


    Grinste Sedulus breit.


    Und Neuigkeiten hat Verus ja auch zu berichten. Nicht wahr Verus alter Kanabe?

    Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus


    Sicher gab es da einiges, das Sextus ihm hätte erzählen können. Tat er aber wohlweißlich nicht. Es gab Dinge, die erzählte man niemandem, mit dem man Geschäfte machte. Zumindest nicht diese Art von Geschäften, die in völliger Legalität abliefen. Und wenn man vorhatte, in die Politik zu gehen, erzählte man sie schon zweimal nicht.
    “Ich bin bei den Salii Palatini, falls das von Interesse für dich ist. Ansonsten wüsste ich nichts mehr, was ich dir erzählen könnte.“ Oder besser, nichts, was den Senator interessieren sollte, worauf er eine ehrliche Antwort geben würde. Da aber das Gespräch (Verhör mochte man sagen) schon recht ausführlich war, dachte Sextus, dass die für den Germanicer relevanten Informationen schon darunter gewesen sein mochten.


    Bei den Salii Palatini also nun gut. Damit konnte Sedulus nun auch nicht wirklich mehr anfangen und es war für ihn eher weniger von Interesse.


    Also gut.


    Meinte er nach kurzer Überlegung.


    Ich werde dir im Senat helfen. Allerdings glaube ich nicht, dass ich mich dort groß zu Wort werde melden müssen, dass werden mit Sicherheit schon andere zu erledigen wissen. Aber sollte es haarig werden, dann werde ich für dich sprechen. Ich weiß zwar noch nicht genau was ich sagen soll, aber ich denke es wird mir bis dahin noch etwas einfallen. Viel weiß ich ja nicht über dich und in irgendwelchen Ämtern jetzt einmal vom Cursus Honorum abgesehen, scheinst du dich ja nicht groß hervorgetan zu haben. Für einen Außenstehenden wie mich, ist es da natürlich um so schwerer meine Worte überzeugend herüber zu bringen. Aber dies soll nicht dein Problem sein.


    Schön, dann sehen wir uns zum Essen würde ich sagen. Einen festen Termin nein. Wir essen ja eh immer abends zusammen. Also such dir einen Tag aus wann du kommen möchtest oder komme von mir auch an jeden Abend. Schließlich gehörst du ja zur Familie.


    Lächelte Sedulus und meinte es so wie er es sagte.


    Nun denn Aculeo, man sieht sich würd ich sagen.

    Sedulus nickte zufrieden und hoffte es auch. Nichts wäre schädlicher für die Familie wenn so etwas herauskam, dass sie sich in die Angelegenheiten anderer Familien mischen würden, wobei es hin und wieder auch von Nöten war. Allerdings nicht wenn es um das Liebesleben ging. So meinte er dann.


    Du siehst, es war ein Fehler. Hake ihn ab und vergiss es. Zumal ja nicht einmal gesagt ist, ob er es deshalb getan hat!


    Waren Sedulus abschließende Worte zu dem Fall auch wenn er sich eventuell wiederholte. Dann lauschte er den Worten seiner Frau.


    Ich verstehe nicht ganz. Warum meinst du sollte es seltsam sein? Gut, deine Gefühlswelt mag derzeit ein wenig durcheinander sein, aber ich weiß nicht ob dies nun unbedingt etwas mit unserem Kind zu tun hat? Meinst du denn es ist so?

    Salve Senator Octavius Macer. Begrüßte Sedulus seinen Klienten welchen man schon in das Officium geführt hatte. Verzeih das du warten mußtest, ich war eben noch im Garten zu gange und mußte mir die Hände waschen. Was kann ich für dich tun? Möchtest du etwas zu Trinken?
    Fragte Sedulus höflich wie immer. Er selbst schenkte sich ein Glas Wasser ein. Gartenarbeit macht halt eben doch durstig.

    Der Germane führte den Octavier ins kleine officium welches im Normalfall von Volubilis Vitale belegt wurde.


    Bitte warte hier, ich werde den Senator Germanicus Sedulus über deinen Besuch informieren.


    Und so verschwand der Sklave um Sedulus zu suchen.



    __________________
    Gundhraban Türsklave

    Ist gut mein Freund wenn du meinst. Aber du weißt ja, ich bin gerne behilflich wo ich kann.


    Lächelte Sedulus und winkte die Sklaven herbei, dass sie nun endlich das Essen auftrugen. So langsam hatte Sedulus doch rechten Hunger und sein Magen meldete sich auch schon zu Wort.


    Nun Aculeo, hast du dir schon ein paar Gedanken zum Besuch beim Praefectus Urbi gemacht?


    Wollte Sedi von seinem Klienten wissen der auf einmal recht ruhig geworden war.


    Gut. Du wirst ja hin und wieder mal hier vorbeischauen, vielleicht einmal zu einem Abendessen? Dann können wir uns ja noch einmal über den Besuch bei Salinator genauer unterhalten wie du dir das so vorstellst. Vielleicht haben sich bis dahin deine Pläne ja schon ein wenig kongretisiert. Was meinst du? Und was meine Geschäfte angeht, diese eilen nicht.


    Bei seinen letzten Worten winkte Sedulus ab.

    Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus
    Seine erste Frage als rhetorische Floskel nehmend war Sextus froh, dass anscheinend seine Cousinen für Ablenkung gesorgt hatten. Selbst ohne ihre körperliche Präsenz schienen sie ein Talent dafür zu besitzen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und dieses eine Mal war Sextus ihnen dafür sogar so etwas ähnliches wie dankbar.


    Die Frage nach den Geschwistern schließlich lenkte das Gesprächsthema in seichtere Gefilde, und Sextus erlaubte sich ein leichtes Lächeln. “Ja, ich habe einige Brüder und Schwestern. Ältere wie jüngere.*“ Und beinahe ein Wunder, dass seine Mutter noch immer lebte, waren sie doch allesamt ihrem Schoß entsprungen. Aber er hatte seinen Namen nicht von ungefähr, wenngleich von seinen fünf äteren Geschwistern auch nicht mehr alle am leben waren. Zwei hatten nichtmal die ersten zehn Jahre ihres Lebens hinter sich gebracht.
    “Gibt es sonst noch etwas, das du von mir wissen willst, ehe du eine Entscheidung triffst?“


    Einige Geschwister also? Bei den Göttern! Aber gut die Fruchtbarkeit der Mutter des Aureliers konnte Sedulus eigentlich egal sein. So nickte er nur und ließ es dabei gut sein. Wollte Sedulus noch etwas wissen? Gab es denn noch etwas, was er über diesen Aurelier wissen mußte?


    Sollte ich sonst noch etwas über dich wissen, was ich vielleicht vergessen habe zu fragen oder was ich wissen sollte?


    Fragte er schließlich. Vielleicht kam ja noch etwas interessantes heraus, wer wußte dass schon so genau?
    Ansonsten würde er ihm wohl zur Seite stehen, schon alleine weil Ursus ihn darum gebeten hatte.

    Sedulus setzte sich nun und sah seine Frau an wärend sie sich doch recht schwer tat ihm Vorgefallenes zu erzählen.
    Verwundert meinte er dann zu ihr.


    Was hast du ihn eigentlich zur Rede gestellt? Das Liebesleben anderer Leute und sei es deiner Cousine kann dir doch eigentlich egal sein? Du möchtest doch auch nicht, dass bei uns wer herumschnüffelt und uns dann zur Rede stellt. Wobei, wir hätten auch nichts zu berichten.


    Meinte Sedulus doch recht gelassen.


    Und ob es gar Eifersucht war, welche ihn zu dieser Tat bewogen hat, dass wissen eh nur noch die Götter und die werden es uns gewiss nicht sagen. Also ich würde an deiner Stelle diese Sache so schnell wie möglich vergessen, schon alleine wegen unseres Kindes.


    Er beugte sich zu Serrana hin und strich ihr sanft über ihren Bauch. Dabei merkte er ein leichtes Strampeln?

    Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus
    Ruhig Blut, ruhig Blut. Dieses Gespräch war doch irgendwie komplizierter, als er es angenommen hatte. Die Fragen des Senators erschienen ihm nicht wirklich zusammenhängend, aber gut, wenn er dadurch dessen Stimme bekam...
    “Wie ich schon sagte, er unterstützt mich nach Kräften, ebenso wie er meinen Cousin Orestes schon bei all seinen Tätigkeiten unterstützte und sich auch um meine liebreizenden Cousinen kümmert.“ Die auch ein hervorragendes Ablenkungsthema bildeten. “Und ja, ich glaube, sie sind näher mit deiner Frau bekannt. Sie erwähnen sie das ein oder andere Mal bei der Cena. Ich denke also, dass es durchaus zutreffen mag, dass du sie bei eurer Hochzeit gesehen hast. Als Zwillinge fallen sie doch recht auf.“


    So etwas hört man gerne. Es ist immer gut, wenn sich Familienmitglieder untereinander unterstüzen nicht wahr?


    Sedulus nickte zustimmend.


    Ja das denke ich auch. Meine Frau hat hier recht schnell Anschluß gefunden. Wenn man bedenkt, dass sie aus einem sagen wir Provinznest herausstammt, so hat sie in Rom schon viele Freundschaften geschlossen.
    Ja, Zwillinge bekommt man nicht so oft zu Gesicht. Hast du noch irgendwelche Geschwister?


    Wollte Sedulus dann wissen. Allerdings, warum er dies nun gefragt hatte, wußte er selbst nicht so genau.

    Zitat

    Original von Titus Decimus Verus
    "Ich glaube, dass wir dies so stehen lassen können," schmunzelte Verus. "Wir sehen uns heute Abend beim Essen?" Er erhob sich leicht und stellte das Trinkgefäß ab.


    Ja, dass denke ich auch.


    Grinste Sedulus zurück.


    Ja ich denke doch. Dass heißt, wenn du Zeit hast.


    Sedulus tat es seinem Freund gleich.


    Also dann bis heute abend. Vielleicht kannst du ja meiner Frau von deiner neuen Erungenschaft berichten. Sie hört solche Geschichten geren.


    Grinste Sedulus erneut.

    Ich werde es ihm ausrichten Praefecuts Urbi.


    Meinte Sedulus grinsend. Er wußte gar nicht, dass er Salinator sympathisch war. Aber gut, man lernte ja nie aus.


    Wie so oft bin ich dir zu Dank verpflichtet Vescularius Salinator.


    Wobei Sedulus an und für sich ja von all dem nicht wirklich viel hatte. Aber er machte es ja schließlich gerne.


    Dann wünsche ich dir und deinen Amazonen hier noch einen vergnüglichen Badespaß Senator.


    Grinste Sedulus und nickte kurz.


    Ich denke wir werden uns im Senat wieder sehen. Einen schönen Tag noch, vale.

    Die letzten Worte seine Freundes waren Sedulus`Stichwort.


    Die Zeiten des Müßigganges sind nun vorbei mein Freund. Wie du weißt, war ich bei Salinator. Wenn dir also an Arbeit liegt, sollst du dich im Palast bei Annaeus Varus melden. Die Stelle des a memoria ist frei. Wenn du dich nicht zu dumm anstellst, so ist der Posten dir.


    Sedulus zwinkerte bei seinen letzten Worten Verus zu.


    Ach noch was, ich soll dir von Salinator ausrichten, du hättest es dem Umstand zu verdanken, dass du einen solch sympathischen Fürsprecher wie mich hast.


    Den Part mit den Mädels ließ Sedulus natürlich beiseite. Denoch konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen.

    Sedulus blickte seine Frau einen Moment lang an. Als sie sich dann von ihm abwandte drehte er sie behutsam wieder zu sich und küßte sie.
    Er konnte und mochte sich nicht vorstellen, dass Serrana etwas mit dem Tode des Aeliers zu tun hatte.


    So sag mir mein Herz, was hast du denn zu ihm gesagt was ihn hätte auf die Idee bringen können, sich zu Tode zu stürzen.


    Wenn dies stimmte, war der Aelier eh viel zu schwach für diese Welt und es nicht wert zu leben. 8)

    Zitat

    Original von Titus Decimus Verus


    Er nickte aufgeschlossen. "Man braucht immer Gesellschaft. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen, alleine zu stehen. Ich denke, dass viele schlicht vergessen, dass wir als Mensch eine Gemeinschaft, einen Staat brauchen. Jedoch sollte man immer hinterfragen, da hast du recht. Man sollte nicht blindlinks folgen und seinen Standpunkt klarmachen."


    Gut, ob Menschen unbedingt einen Staat benötigen, lassen wir einmal außen vor. Bleiben wir lieber wie du schon sagtest bei einer Gemeinschaft.
    Staatengebilde haben oft das Verlangen Kriege zu führen und wenn es wegen nichts und wieder nichts ist.
    Aber vorallem eben jemanden, dem man sich anvertrauen kann. Dass ist immer noch das Wichtigste. So wie ich mich meiner Frau anvertrauen kann und vorallem sie sich mir.


    Auch wenn dies Sedi schon gesagt hatte, man konnte es eigentlich nicht oft genug aussprechen.

    Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus
    Das war wiederum eine etwas schwierigere Frage. So genau wusste Sextus das selbst nicht. Im Grunde teilten sie denselben Namen und hatten irgendwo gemeinsame Vorfahren, aber das genau zu erörtern, das bedurfte wohl eines Ahnenforschers.
    “Ich fürchte, nicht allzu eng. Ich entstamme demselben Zweig der Aurelier, dem auch Aurelius Orestes oder die Zwillinge, Aurelia Flora und Narcissa, entstammen. Ursus und ich bezeichnen uns als Vettern, auch wenn die tatsächlichen Verwandtschaftsverhältnisse wohl etwas komplizierter sind, als dieses Wort es vermuten lassen mag.“ besser konnte Sextus das auch nicht beantworten. “Allerdings verbindet uns dennoch mehr, als es dieser Verwandtschaftsgrad schließen lassen könnte. Er unterstützt meine Kandidatur nach Kräften.“ Sextus wusste ja, dass er dem Senator hier auch bereits einen Brief geschrieben hatte. Und er war sich sicher, auch sonst [strike]ihn ausnutzen[/strike] auf seine Hilfe zählen zu können.



    Also war es bei den Aureliern nicht wesentlich anders als bei den Germanciern. Dies war ja schon ein klein wenig beruhigend.


    Aurelius Orestes, der Name sagt mir etwas. Auch glaube ich, den Zwillingen schon einmal begegnet zu sein. Ich glaube sogar, es war bei meiner und Iunia Serrana sowie Germanica Calvena und Quintus Verlerians Hochzeit. Leider hatte ich selbst nicht die Möglichkeit, die Zwillinge persönlich kennen zu lernen.
    Darf man denn fragen was dies ist? Sein Klient bist du ja nicht, wie ich aus dem Brief herauslesen konnte.


    Jetzt war Sedulus neugierig, ob der Aurelier ihm diese Frage beantworten würde.

    Zitat

    Original von Paullus Germanicus Aculeo


    Angestrengt wurde die Stirn in Falten gelegt und einige Augeblicke herrschte Schweigen. Dann, eine kleine Regung. Aculeo schüttelte den Kopf.


    Nein, nein mir ist der Herr nicht bekannt. Auch nicht von deiner Hochzeit her wo es zu einer kleinen verbalen Auseinandersetzung gekommen sein soll. Irgendwie hatte ich andere Dinge im Auge. Zum einen die Zeremonie an sich und zum anderen die Gäste. Da Aculeo es mit Namen nicht so hatte sondern eher die Gesichter der Menschen behielt wurde es schwer eine Person zu kennen von der eben nur der Name genannt wurde.


    Jetzt sah Sedulus seinen Klienten doch leicht irritiert an.


    Mein lieber Aculeo, es war wärend der Zeremonie und so weit ich mich entsinnen kann, standest du nicht gerade abseits von uns da du ja einer der Ersten warst, der uns gratulierte.


    Sedulus versuchte zu Grinsen was ihm allerdings mißlang.


    Aber gut lassen wir dass. Hast du sonst noch etwas auf dem Herzen?