Beiträge von Celeste

    Er verstand es ihr zu schmeicheln. Die Komplimente waren ein wenig anders als sie es bisher kannte, aber erfrischend und anders eben.
    "Wenn sie denn gut gemeint waren, kann man es wohl wirklich keinem zur Last legen. Vielleicht solltest du ihnen dann aber von deinen Erfahrungen schildern damit sie dem Nächsten nicht wieder solch Unwahrheiten erzählen würden."
    Dann verfolgte Celeste aka Glicia den Bericht zur Lage der Legion aufmerksam. natürlich wusste sie wie es der Legion ergangen war. Serapio hatte ihr berichtet und wahrscheinlich wusste sie mehr als er jetzt wohl herausbekommen würde. Genau wusste sie, dass dieser Einsatz der Legion nicht wirklich gut getan hatte. Hier gab es zwei Möglichkeiten. Entweder würde es ihm auffallen oder nicht. Unwissend musste sie in diesem Moment tun und das tat sie auch.
    "Dann obliegt dir ja eine große Verantwortung, wenn du entscheiden musst wie einsatzfähig diese Legion ist. Man hat ja so allerhand auf den Straßen gehört was so alles pasiert sein soll. Von Geistern und anderen furchtbaren Wesen war da die Rede. Die armen Legionäre."
    Es kursierten in der Tat noch immer wirklich schauerhafte wie auch interessante Gerüchte auf den Straßen über die Gegner der Legion.
    Auf die nächste Frage konnte die Keltin nur schmunzelnd antworten. Sie stellte den Becher zurück auf das kleine Tischlein, versuchte sich dabei ganz unauffällig etwas tiefer als nötig vorzubeugen um eventuelle Blicke zuzulassen bis sie sich wieder ganz aufrecht hinsetzte.
    "Duccius, du bist ein aufmerksamer Beobachter. Ich komme aus dem Norden. Genauer aus Gallia Lugdunensis. Mein mann und ich haben uns dort kennen gelernt. Seine Aufgaben erforderten dann einen Umzug nach Alexandria. Ich muss genau darauf achten nicht all zu viel von dieser Sonne abzubekommen. Ich neige sonst dazu eine sehr rote Hautfärbung anzunehmen. Es ist gar nicht so einfach in einem Land, das mit so viel Sonne gesegnet ist dieser aus dem Wege zu gehen."
    Da Celeste meistens Abends oder Nachts unterwegs war, fiel ihr das natürlich einfach. Als tadellose römische Frau musste sie das natürlich anders erklären.
    "Wo genau befindet sich denn deine Heimat Duccius?"
    Wieder beugte sie sich sehr weit nach vorn um ihren leeren Weinbecher zur Hand zu nehmen. Sie winkte einem Sklaven zu ihr diesen wieder zu füllen. Ihre Wangen bekamen eine leicht rötliche Färbung. Wein stieg ihr immer sofort ins Gesicht. Innerlich seufzte sie als sie sich wieder zurücklehnte und darauf wartete, dass der Becher gefüllt wurde.

    Der rötliche Schein im Gesicht der hellhäutigen Keltin wurde immer intensiver. Sie schaffte es noch immer ehrlich zu erröten wenn man ihr Komplimente zu Teil werden ließ und die letzten Sätze des Römers trieften förmlich vor ihnen. Für den Moment versteckte sie sich hinter dem Becher mit dem Wein bis sie sich wieder etwas mehr unter Kontrolle bekommen hatte. Sie hatten wieder Platz genommen. Sie auf der einen Seite, er ihr gegenüber. So konnte sie ihm direkt in die Augen sehen. Ein Spiel, das ihr gefiel würde nun beginnen. Blicke, Bemerkungen, kleine Gesten oder Bewegungen. Früher war sie ein wahre Meisterin darin gewesen. Jetzt fühlte sie sich etwas eingerostet. Viel schien sie zumindestens bisher nicht verlernt zu haben. Es fehlte einzig die Übung. Der Becher verließ den Bereich vor ihrem Gesicht, sie schlug die Beine etwas anders übereinander und sah ihn nun direkt an. Ein ihrer Meinung nach unwiderstehliches Lächeln umspielte ihre Lippen.
    "Wüstenblumen. Wusstest du, dass sie sehr selten sein sollen. das zumindestens habe ich gehört."
    Kurz hielt sie ein ehe sie einen anderen Strang des Gespräches wieder aufnahm.
    "Das ist ja direkt fahrlässig, dass dir diese Facetten des Wetters vorenthalten wurden. du solltest eintsprechende Personen dafür bestrafen falls du es vermagst."
    Eine Olive fand im Anschluß galant ihren Weg in den Mund. Dann ein Schluck vom Wein.
    "Darf ich erfahren was dich so lang beschäftigt hat? Ich bin informiert worden, dass dich wichtige Aufgaben etwas abhalten würden. Allerdings bin ich mit einem Castellum nicht vertraut und ncoh eniger mit seinen Abläufen. Ich bin also entsprechend neugierig."
    Eine glatte Lüge. Sie kannte sich natürlich aus. Das wussten aber nur sie und die Sklavinnen, die sie begleitet hatten.

    Da saß sie nun und wartete auf den aktuellen Herren des Hauses. Die beiden Sklavinnen standen hinter ihr während sie Speis und Trank vorgesetzt bekam. Sie wurde gar köstlich bewirtet und so fiel es leicht zu warten und vertröstet zu werden und zu warten und verköstigt zu werden und... Zum x-ten Male zählte sie die Zeichen und Formen in den Wandmalereien. Ein Unwetter kündigte sich an. Sie konnte die feuchte, schwere Luft durch die geöffneten Fenster förmlich hereinwehen sehen. Das würde wohl nachher eine sehr unangenehme Heimreise werden. Doch nun war sie hier und wartete. So langsam verfluchte sie innerlich diesen Überraschungsbesuch und die fehlende schriftliche Ankündigung. Es war eine Kurzschlussreaktion, eine Laune gewesen. Nun saß sie hier und...w a r t e t e... Es wurde zunehmend dunkler und schon fürchtete sie die Nacht auch noch herumsitzend verbringen zu müssen als der Duccius endlich eintrat und sie begrüßte. Celeste aka Glicia erhob sich als er näher trat und setzte ihr charmantestes Lächeln auf.
    "Mir war dieses Gespräch viel zu wichtig als das ich es einem Boten überlassen konnte. Manche Gespräche muss eine Frau einfach selbst führen. Ich wurde sehr gut beschäftigt. Von langer Weile war keine Spur."
    Ja, Celeste konnte lügen wie gedruckt und ohne, dass es jemand mitbekam. Für eine Diebin war dies natürlich von großem Vorteil. Für ihre jetzige Mission erst recht. Was genau diese Mission beinhaltete, war ihr noch nicht klar. Aber das würde es sicherlich noch.
    "Du hingegen scheinst sehr beschäftigt. Ich hoffe ich störe nicht. Es wäre wohl besser gewesen mich anzukündigen."
    Sie blickte ein wenig schuldbewusst drein. Ein koketter Augenaufschlag und dann senkte sie den Blick wieder.



    Zitat

    Original von Titus Duccius Vala

    Sim-Off:

    WiSim! Ess was. ;)


    Sim-Off:

    "Danke. Es hat sehr gut geschmeckt ;)

    Die Sklavin sah zu Celeste und stellte wortlos die frage ob sie warten sollten oder nicht. Celeste nickte nur, die Sklavin registrierte das und wandte sich dann dem Türsteher zu.
    "Vielen Dank für deine Einladung. Dann werden wir warten bis der Dominus Zeit für uns hat. Es wird ja hoffentlich nicht den ganzen Tag dauern."
    Alle traten sie dann ein und würden warten. Celeste mochte warten nicht. Die würde wohl wieder ein mal eine gute Möglichkeit werden sich in dieser Disziplin zu üben.

    "Meine Herrin, Glicia Flacca, möchte deinen Herren Duccius sprechen. Er hatte eigentlich ihren Boten eingeladen, sie wollte es sich aber nicht nehmen lassen selbst bei ihm vorzusprechen."
    Die Sklavin hatte auf Celeste gedeutet und diese war darauf vorgetreten. Ein kleines Bischen schob sie ihre Kapuze des Mantels zurück. Unter diesem hatte sie versucht ihre helle Haut zu verstecken, die hellen Haare und das gewagte Outfit, dass sie sich für diesen Tag besorgt hatte.

    Celeste kannte natürlich das castellum. Dennoch staunte sie nicht schlecht, dass ein Abgesandter solch Domus bewohnen durfte. Nun gut. scheinbar war es so üblich. Die Sklavin, die bereits am Eingang gesprochen hatte, ging nun voran und klopfte an die Porta um Einlass für ihre "Leihherrin" zu fordern.
    Derweil sah sich Celeste weiter um...

    Der Mann notierte die Anzahl der Besucherinnen. 3 waren sie. Dann nannte Celeste ihr Alias als Namen. Die Wachen dort kannten sie nicht aus der Zeit als sie Dauerbesucherin des Decimus war. Das machte es schon einfacher. So trug man also in die Besucherliste neber den Anzahl noch den Namen Glicia Flacca ein. Natürlich wurden sie wegen Waffen befragt oder sonstiger Dinge, die man nicht in Castellum mitbringen sollte. Diese hatte sie nicht dabei und nach einigen kurzen kontrollierenden Blicken wurden sie schließlich eingelassen. So kam mit den drei Damen keine verbotene Substanz und auch keine Waffe in das Castellum. Es waren nur Papyri und Wachstäfelchen, die ihren Weg in die inneren Mauern fanden. Den Damen wurde der Weg zu ihrem Ziel gewiesen und sie folgten der Anleitung.


    Sim-Off:

    Ich habe mich jetzt mal so reingepostet. Wie im text geschrieben, könnt ihr euch drauf verlassen, dass die Personen nichts mit sich führen was sie nicht dürfen.

    Und da war sie wieder. Dieses Mal mit einem ganz anderen Vorhaben. Zielstrebig ging sie auf die Porta zu. Zwei Sklavinnen des Vermieters ihrer Wohnung hatte sie dabei. Sie sollten ihren "Status" unterstreichen. In einen Mantel gehüllt, da es ein windiger Tag war, folgte sie einer Sklavin und ihr wiederum die anderen als sie auf die Porta des Legionslager zu marschierten. Die Sklavin äußerte ihren Wunsch als sie endlich an der Reihe waren.
    "Meine Herrin wünscht den Gesandten der kaiserlichen Kanzlei Duccius zu sprechen. Er erwartet einen Boten meiner Herrin. Sie wünscht ihn nun persönlich zu sprechen."
    Dann warteten sie wie es weiter ging.

    Bis jetzt war doch alles glatt gelaufen und dann das. Dieer Kerl wohnte im Castellum. Die Götter schienen gerade wieder ein böses Spiel mit ihr spielen zu wollen. Das Castellum. da kannte sie doch jeder. Na ja. Das war schon übertrieben. Aber jene, die Serapio kannten, kannten auch sie oder wussten, dass sie zu ihm gehörte. Da konnte sie sich doch nicht mit ihrem jetzigen Namen vorstellen. Das würde sicher interessant werden und herausfordernd. Vermutlich hätten jetzt viele den Rückzug angetreten. Doch nicht sie. Sie hatte Appetit bekommen, Lust auf dieses Spiel und jeder wusste wie unbefriegend es ein konnte einen Appetit oder eine Lust nicht am Ende befriedigt zu bekommen. Also frischte sie das eingefrorene Lächeln etwas auf und hoffte, dass es nicht auffiel, dass es für einige Momente etwas gequält und gekünstelt gewirkt hatte.
    "Ich werde ihn entsprechend anweisen."
    Noch einmal überaus nett gelächelt und dann war auch schon ihre Aufmerksamkeit bei ihrem eigentlichen Begleiter.


    Das Essen war am Ende angekommen. Er hatte aufgegessen und natürlich alles weggeputzt. Dass er dies öfter tat sah man seinem dicken Bauch mehr als nur deutlich an. Oh, eine Einladung und noch dazu ins Castellum. Das wäre wirklich eine nette Abwechslung zu seinen sonstigen Terminen.
    "Mein lieber Duccius, vielen Dank für deine Einladung und ich bin mir sicher zu annehmen zu können. Ich werde dir noch einen Termin zukommen lassen zu dem es mir passt."
    Schon lange hatte er das Castellum nicht mehr von innen gesehen und freute sich schon darauf. Natürlich nicht zu offensichtlich. Das Ansehen musste ja gewahrt bleiben.
    Für ihn war das Essen nun endgültig beendet und er schickte sich an die Taberna zu verlassen.


    Celeste bemerkte die aufbruchsstimmung und als sie an der Reihe war, veranschiedete sie sich ganz so wie es sich für eine Frau des römischen Reichs gehörte. Sie beteuerte die Freude über das Kennenlernen, versprach den Boten mit den Unterlagen zu schicken und versprach ein weiteres Treffen irgendwann in der Zukunft. Alles ganz züchtig und gediegen. Genau so wie man es eben erwartet.

    Öhm...Moment. Sich das Ganze anschauen? Sie hatte ja so etwas befürchtet, die ein oder andere Frage in dieser Richtung auch schon gehört gehabt. Bisher konnte sie dies immer wieder abwiegeln. Hier griff jedoch die Menschenkenntnis, die Celeste natürlich besaß. Man konnte sogar sagen, dass sie diese perfektionieren konnte. Ihm musste sie etwas zeigen, was er allerdings nur als ein Vorwand nutzen wollte. Zumindestens weckte sein Eingehen auf ihre Avancen den Eindruck, dass es so war. das konnte sie jedoch hier nicht austesten. Nicht vor dem Alten, der für einige Momente mit dem Siegel beschäftigt war und sie somit ihre tonlose Unterhaltung per Blick fortführen konnte. Wie sehr doch die Augen etwas anderes sagen konnten als der Mund wenn die Worte das Hirn passiert hatten. Es war immer wieder beeindruckend und wer wenn nicht ein Dieb und Informationsbeschaffer kannte sich da besser aus? Ihr fielen die Senatoren ein und sofort fühlte sie sich klein und unbedeutend. Die konnten es tatsächlich besser. Leise räusperte sie sich ehe sie nun mit Vala weiter sprach.
    "Ich habe keine weiteren Informationen dabei. Ich kann sie dir jedoch sehr gern ein mal vorbeibringen lassen."
    Hiernach ein Blick. Wenn er gut war, würde er verstehen, dass der Überbringer des Materials wohl eher sie denn jemand anderer sein würde.
    "Ich kann natürlich verstehen, dass du etwas mehr hierüber wissen möchtest und es auch sehen. Allerdings muss ich gleich sagen, dass eine reise zu einer der Oasen bestimmt einen Monat dauern würde und dieses mit den hier weitverbreiteten Kamelen. Sie sind sehr viel robuster als die Pferde und halten es lange aus ohne etwas trinken zu müssen."
    Das hatte sie zumindestens gehört. Sie selbst war noch mit keinem Kamel geritten und wollte es eigentlich auch nicht ändern.
    "Ich kann dir jedoch immer wieder versichern, dass es im Moment wirklich zum guten Ton gehört wenn man sich in den hier in Alexandria als wohlhabender Bürger einen Ruf machen möchte."
    Wieder ihr berühmtes Lächeln, dass jeden Mann um den Finger wickeln sollte. Am Besten wirkte es jedoch bei Amneris und die war erwießener Maßen eine Frau. Danach schenkte sie Cerrinius ein Lächeln.



    Nachdem der Wechsel gesiegelt war und er sich einen großen Schluck gegönnt hatte, musste er sich natürlich in die Unterhaltung einmischen. Insgesamt neigte sich das Essen jedoch langsam einem Ende zu.
    "Glicia, wie schon gesagt. Bringe mir einen Vertrag vorbei. Ich werde mich beteiligen."



    Celeste lächelte zufrieden. Einen hatte sie schon am Haken und den anderen würde sie auch noch bekommen.

    Zwischen zwei Bissen hielt er kurz ein und beäugte den ihm vorgelegten Wechsel. Man hätte meinen können, dass er nur einen flüchtigen Blick darauf warf, aber dem war nicht so. Er beäugte ihn ganz genau. Es war alles richtig. Er konnte sein Siegel daruntersetzen. Auf einen Wink hin trat ein anderer Mann aus einer dunklen Ecke. Er hielt das Wachs über eine Flamme und als sich genug davon verflüssigt hatte, ließ er es auf den Wechsel tropfen und Cerrinius drückte seinen Ring hinein.
    "Damit solltest du dein Geld erhalten, Duccius."
    Nun konnte er sich wieder voll und ganz dem essen widmen und der Erzählung Glicias.




    Es klappte. Celeste hatte die Aufmerksamkeit des Mannes aus Roma auf sich gelenkt. Ehe sich ihr Begleiter wieder ihr widmen konnte, schenkte sie dem Duccier noch ein mehrsagendes Lächeln.
    "Du musst wahrlich eine schreckliche Überfahrt gehabt haben. Da danken wir doch den Göttern, dass du es noch relativ glimpflich überlebt hast. Vielleicht solltest du das nächste Mal auf das Frühjahr oder den Sommer für deine Reise warten. Da soll es deutlich ruhiger auf dem Mare sein."
    Hiernach trank sie noch einen Schluck vom verdünnten Wein und nahm einen Happen von ihrem Braten. Dann war sie bereit von der tollen Geschäftsidee zu erzählen.
    "Ihr habt sicher schon davon gehört, dass einige Waren dürch die Wüste hierher gebracht werden. nicht immer ist der Nilus der beste Weg dafür. Diese Karawanen machen in Oasen halt. Habt ihr schon mal eine Oase gesehen?"
    Celeste wartete nicht bis man ihr antwortete. Feurig und voller Begeisterung erzählte sie sofort weiter.
    "Oasen, das sind rettende Inseln in einem Meer aus Sand. Hier gibt es alles was man sich wünscht. Frisches Wasser, Obst, gemüse und sogar Tiere. Nun stellt euch vor, euch würde solch eine fruchtbare und grüne Insel in einer Wüste gehören. Rund herum nur Sand, Trockenheit und mit jedem Schritt, den ihr euch wegbewegt von ihr seid ihr dem Tod ein wenig näher. Ihr könntet eine Menge Geld machen wenn ihr eine solche Oase kauft und die reichen Karawanen für einen Halt bezahlen lasst. Ihr wisst was diese Karawanen befördern? Ganz sicher wisst ihr das. Ich selbst habe schon eine solche Oase erworben und sie wirft einen ordentlichen Gewinn ab. Nun will ich diese neue Einnahmequelle meinen Freunden auch empfehlen und nur ihnen."
    Ihre Rede war wirklich überzeugt und flammend gewesen. Hoffentlich hatte sie nun ihr Ziel auch bei den beiden Männern erreicht. Jetzt musste sie erst einmal nen größeren Schluck trinken und das tat sie auch...

    "Oh, natürlich. Während ich mir den Wechsel ansehe so erzähle uns dch wie das mit deinem Bein passiert ist. Du verstehst natürlich, dass ich mir das gute Stück erst einmal ansehen will ehe ich meinen Vilicus damit beauftragen kann ihn an dich auszuzahlen."
    Abwartend sah er den Duccier an. er würde hier nichts ungeprüft durchgehen lassen. Die Hauptspeise kam.
    "Möchtest du auch etwas essen? Junge, das gleiche noch mal für meinen Freund hier. Ich gebe es dir aus."
    Freudestrahlend und von seinem Einfall total begeistert, lächelte er Celeste an.
    "Glicia, dann kannst du uns beiden doch von deiner Geschäftsidee erzählen. Sicher ist mein Freund hier auch daran interessiert."



    Celeste selbst war inzwischen total genervt von ihrem Begleiter. Sie wollte doch eigentlich nur an etwas Geld kommen und jetzt artete es dermaßen in Arbeit aus. Es hieß einfach gute Miene zum bösen Spiel machen und so lächelte und strahlte sie weiter, war freundlich und natürlich total begeistert von dem Vorschlag.
    "Das ist ein wirklich guter Vorschlag. Duccius, das wird dich sicher auch interessieren."
    Wo er nun schon mal hier war, konnte sie es bei ihm doch auch versuchen. Sie schenkte dem Störenfried ihr aller schönstes Lächeln und senkte dann mit vielsagendem Wimpernaufschlag ihren Blick auf die Hauptspeise. ein kleines Stück riss sie von dem Fleisch ab und schob es sich dann recht kokett in den Mund.

    Kurz blickte sie sich um als weitere Herren die Taberna betraten und sich an einem Tisch niederließen. Bald wars wirklich richtig voll wenn es so weiter ging. Nachdem es wieder etwas ruhiger war und sie die Getränke erhalten hatten, bestellten sie sich etwas zu Essen. Es gab als Vorspeise Oliven und Käse, danach Braten mit Soße und Brot. Für danach hatten sie sich in Honig eingelegtes Obst ausgesucht. Erst wurde aber nun angestoßen und auf den Abend getrunken. Ehe jedoch Celeste weiter versuchen konnte den Herren / ihr Opfer weiter um den Finger zu wickeln, polterten zwei andere Kerle in die Taberna und auf ihren Tisch zu. Sie befürchtete schon fast, dass die gar nicht mehr anhalten wollte, taten es im letzten Moment jedoch doch noch. Auf eine Vorstellung egal welcher Art wurde scheinbar auch verzichtet. Tief atmete sie ein um dann theatralisch zu seufzen und so ganz feine Dame deutlich zu zeigen was sie davon hielt.


    Cerrinius war ebenfalls ungehalten über diese Art der Störung. Beschwichtigend legte er seine Hand auf die ihrige und sah dann die Männer an, die sich da so in seinen freien Abend gedrängt hatten. Ebenfalls entging ihm der Blick nicht, der sich für einen Moment auf seine Begleiterin richtete. Zum einen war er stolz, dass sie Blicke anderer Kerle auf sich zog und er so im Rampenlicht stand und im gleichen Moment auch wieder eifersüchtig. Er wollte nie teilen. Egal was es war. Heute war sie seine Begleiterin und von keinem anderen.
    "Duccius, dann setze dich für den Moment zu uns. Ich möchte dir meine Begleiterin Glicia Flacca vorstellen. Sie hat eine interessante Geschäftsidee von der sie mir weiter erzählen wollte. Wir können das Gespräch sicher für den Moment unterbrechen. Also, was willst du mit mir besprechen?"
    Er dachte nicht daran Celeste wegzuschicken und sie fand es toll.


    Mit einem knappen Nicken grüßte sie nun zurück. Mehr Aufmerksamkeit hatte sie aja auch nicht erhalten. Unauffällig begann nun die Keltin den Römer zu mustern. Er gehörte also der Gens von Germanen an, die in Germania lange Zeit sehr erfolgreich mit Verwaltung beauftragt waren. Davon hatte der Prudentier ihr erzählt. Dieser Duccier sah ja ganz nett aus und als Quästor hatte er doch sicher auch Geld. Sie hatte hier wohl ihr nächstes Oper gefunden.

    Etwas überrascht, da die Keltin in Gedanken war, sah sie auf die blauen Bänder, die nun in ihrer Hand waren und sie sah die Frau an, die ihr sie hingehalten hatte. Die würden ihr sicher gut stehen und so nickte sie ihr dankbar zu. Schließlich kauft sie die Bänder sogar und als sie bezahlt hatte, wandte sie sich wieder Frau zu.
    "Vielen Dank, dass du mich auf die Bänder aufmerksam gemacht hast. Mir waren die gar nicht aufgefallen. Also danke schön."
    Sie lächelte freundlich.

    Es war eine wirklich angesagte Taberna an der Via Aspendia. Hier schien Alexandria praktisch nie zu schlafen. Man konnte sich draußen hinsetzen oder auch nach drinnen gehen. Die Bedienung war freundlich und ansehnlich. Sehr sogar. Darauf legte der Besitzer großen Wert. Heute waren nur wenige Tische frei, wie jeden Tag eigentlich und an einem dieser Tische saß Glicia Flacca. Also ganz eigentlich war es Celeste. Diese hatte aber festgestellt, dass sie in den Besitz sämtlicher Reichtümer eines Mannes noch besser kam, wenn sie sich als Römerin ausgab. So hatte sie sich diese neue Tarnung ausgesucht und war sehr erfolgreich damit. Ihr Vermögen hatte sich doch beträchtlich erhöht.
    Heute war sie in Begleitung eines alexandrinischen Magistraten. Kaeso Betucius Cerrinius war sein Name. Glicia Flacca aka Celeste hatte sich ihm als gut betuchte Dame vorgestellt, die gerade auf der Suche nach einer möglichen Investition ist. Er wusste natürlich nichts von ihrem Vorhaben gar nicht ihr Geld herzugeben sondern sich von dem Seinigen ein wenig was abzuzwacken. Auf diesem Wege erfuhr sie aber ehr viel über die Menschen und die entsprechenden wirtschaftlichen Verhältnisse und wenn man es nur besonders gut verkaufte, wollte doch jeder an einer Oase in der Wüste beteiligt sein und das schöne an den Magistraten die aus Roma herkamen war, dass sie sehr schnell wieder verschwanden und Celeste dann in Ruhe ließen.
    Zur Feier des Tages hatte sie sich in ein blaues Kleid gekleidet und blaue Bänder in ihre Haare geflochten, die sie neulich auf dem Markt gekauft hatte. Auch hatte sie sich etwas geschminkt und die Kette umgelegt, die sie auch auf dem Markt "erworben" hatte. Ebenso das Armband, das Amneris ihr geschenkt hatte. Ach Amneris. Celeste vermisste sie. Doch das gehörte im Moment nicht hierher. Sie musste dem Mann hier schöne Augen machen und so tun al wäre sie eine reiche und gutaussehende Römerin.

    Schnell war der Beutel an ihrem eigenen Gürtel befestigt und in einer Falte ihrer Tunika verschwunden. Was wollte sie denn noch kaufen? Ein zufriedenes Lächeln war in ihrem Gesicht zu sehen. Endlich fühlte sie sich halbwegs komplett. Es fehlte allein noch in passender Ring. Ob es ihn hier wohl geben würde? Das könnte sie ja noch mal schauen und vielleicht wenn Amneris von ihrem wichtigen Geheimauftrag zurückkehrte, könnte sie ihr abends ihre Neuerwerbungen zeigen. Sicher würde es der Nubierin gefallen wenn sie nur das trug. Ihr Lächeln wurde noch breter als sie sich einen solchen Abend ausmalte. Ihr Blick fiel auf die Auslage eines Standes, der überwiegend Haarschmuck anbot. Haarnadeln, Bänder, Schleier. Alles was die Frau von Welt so gern im Haar trug. Kämme, die man sich ins Haar stecken konnte waren dabei, Perlen in vielen verschiedenen Arten. Hier musste sich eine Frau einfach wohlfühlen. Ehe sich die Keltin dem Stand weiter näherte, sah sie sich um. Es war keiner zu sehen, der es in irgendeiner Art und Weise auf sie abgesehen haben könnte. Noch immer steckte ihr der Schrecken nach dem Einbruch in das haus des Griechen in den Knochen und ehe sie ihre Aufmerksamkeit für längere Zeit auf etwas anderes richtete als ihre Umgebung, durchsuchte sie diese. Es war nichts Verdächtiges zu sehen und so konnte sich sich der Überlegung hingeben welche Dinge sie wohl gern für ihre Haare haben mochte und was davon ihr am Besten stand...

    Links, rechts, anhalten, gerade aus, verstecken, schneller hinter her, an einem Stand interessiert tun, die Augen nie vom Objekt lassen...


    Damit war Celeste die nächste Zeit beschäftigt. Der Markt war sehr voll und es war eine Herausforderung der Frau und ihren Sklaven zu folgen ohne dabei aufzufallen oder von ihnen getrennt zu werden. Der Sklave, ihr Gegenspieler war sehr geschickt. Den Beutel trug er immer sehr nah bei sich und es würde so für Celeste sehr schwer werden an ihre Kette zu kommen ohne, dass es auffiel. So schien sich das Stunden umd Stunden hinzuziehen. Sie kaufte tatsächlich hier und da kleine Schmuckstücke oder Stoffe um sich die Zeit zu vertreiben bis...ja...endlich ergab sich eine Möglichkkeit. Die Römerin kaufte sich mehre Ballen Stoff. Der Sklave, der so lange die Kette trug war der kräftigste und musste nun die Ballen alle tragen. Während er dieses tat, schob sich der Beutel immer weiter von seiner Seite herum auf den Rücken. Celeste's Adleraugen sahen dieses natürlich. Sofort hatte sie ihren kleinen Dolch in der Hand, ging zielstrebig aber unauffällig auf den Mann zu, blieb in seinem Rücken stehen und mit einem kräftigen, aber nicht spürbaren Schnitt durchtrennte sie die Schnur, nahm den Beutel an sich und ging sofort in eine andere Richtung davon. Der Sklave würde nun sicher großen Ärger bekommen. Das jedoch war ihr gänzlich egal. Sie wollte die Kette ja wirklich und ernsthaft ehrlich erwerben, aber diese Frau. Die war Schuld daran, dass die Keltin sich wieder einmal ihrer Fähigkeiten bedienen musste und die Kette auf diesem Wege "erwerben" musste. Jetzt jedoch ging es ihr deutlich besser und sie konnte beruhigt weiter einkaufen gehen.

    Der Markt war proppen voll. Überall gab es Stände mit Stoffen, Schmuck, Töpferwaren, Speisen und Getränken, Gewürzen und ausgefallenen Dingen aus der bekannten Welt. Dieser Markt war riesig und lud einfach zum Bummeln ein und genau das tat Celeste. Gerade hatte sie etwas gegessen. Es war ein süßer kleiner Kuchen mit vielen Nüssen und viel Honig. Jeder Bissen eine Sünde, aber total lecker. Am nächsten Stand bot man ihr germanischen Honigwein an und sie nahm einen Becher davon. Etwas weiter fand sie einen Stand mit vielen Solffen. Es waren wirklich schöne Stoffe in vielen Farben. Eine Weile verweilte sie hier, testete die Qualität und entschied sich für einen blauen, der sehr schön viel. Man würde ihn zu ihrer Wohnung in der Insula bringen. Weiter schlenderte sie bis sie ihr Blick auf die Auslage eines Schmuckhändlers fiel. Da war sie. Ihre Kette. Kaum hatte ihr Auge sie erblickt, da wusste sie das es ihre war. Ihre Füße gingen wie von allein immer näher an das Objekt der Begierde heran. Ein Traum aus Silber und Granat. Sie würde sehr gut zu ihrem Armreif passen, den Amneris ihr mal geschenkt hatte. Doch dann musste sie mit ansehen wie eine andere Frau dieses wunderbare Schmuckstück kaufte und auch noch mitnahm. Der Blick, den sie dieser Frau zuwarf, war vernichtend. Wut stieg in ihr auf. Unbändige Wut. Man hatte ihr ihren Schatz genommen, ihre Kette, ihr Begehr. Hilflos musste sie mit ansehen wie sie in ein Tuch geschlagen wurde, mit einem Band zusammen gebunden und in der Tasche des Sklavens der Frau verschwand. Bide entfernten sich und Celeste sah ihr Schmuckstück dahinrinnen. Es entfernte sich immer weiter ihrem Einflussbereich. Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen, sie musste es verhindern und so machte sie sich daran ihr zu folgen. Die Keltin hatte ihre Beute ausgemacht und ihr Jagdtrieb war geweckt...

    Die beiden Diebinnen waren dem Griechen und den Sklaven gefolgt und standen nun in einem recht ansehnlichen Zimmer. Den Beiden würde hier sicher nichts fehlen.
    "Ihr könnt gehen. Wir schaffen das allein."
    Celeste war kein Freund von Sklaven und außerdem war sie ganz froh endlich mal einen Moment mit Amneris allein zu sein. Das war ihr alles viel zu viel und eigentlich auch viel zu schnell gegangen. Ohne wirklich etwas dagegen tun zu können, standen sie nun im Dienste dieses Herren.
    Nachdem die Männer gegangen waren, wand sie sich der Nubierin zu.
    "Ist ja gar nicht so schlecht hier."
    Sie ging auf Amneris zu, legte ihren Kopf gegen die Brust der großen Frau und umarmte sie. Im Moment brauchte sie Halt und eine Stütze. Die Keltin fühlte sich erschöpft, müde und völlig ausgelaugt. Ähnlich schien es auch Amneris zu gehen. Denn sie schimpfte nicht wie Celeste es jetzt eigentlich erwartet hatte. Es war eher ein trauter Moment der Zweisamkeit als Auch Amneris die Arme um die kleine blonde Frau schloß.


    Nachdem sie sich gesäubert hatten, zogen sie sich entsprechend an und warteten auf dem Bett sitzend auf das was nun kommen würde.

    Jetzt war der Moment gekommen wo Celeste wirklich überrascht war und es auch zeigte. Ungläubig sah sie den Griechen an und die beiden Sklaven, die ihnen nun einen Arm voll mit Kleidern hinhielten. Dann noch der Schmuck. Das konnte sie alles noch nicht glauben. Sie sah kurz zu Amneris und dann wieder zu ihrem neuen Auftraggeber.
    "Wir danken dir. Sehr freundlich."
    Kurz sah sie noch einmal zu Amneris. Mit Blicken unterhielten sie sich.
    "Dann sollten wir uns wohl zurückziehen und fertig machen. Wann und wo wird den diese Feierlichkeit stattfinden?"
    Es fehlten nur noch diese letzten Auskünfte und dann würden sie sich wohl in ihr Zimmer zurückziehen und es würde das Zurechtmachen beginnen.