Beiträge von Duccia Clara

    "Die Unsterblichen, steht mir bei ... !" - dachte ich als ich den Mann erkannte, den großen Germanen
    mit dem römischen Namen ... Für einen Augenblick stand ich wie gelähmt da und sah ihn nur an,
    das Herz schlug mir bis zum Hals, dann fasste ich mich zusammen und lächelte ihn freudestrahlend an:


    "Oh, da muss ich in unserem Katalog nachsehen ... bitte nimm doch Platz ... "


    mit einer höflichen Geste zeigte ich auf einen Stuhl neben meinem Schreibtisch


    "... Ich glaube, wir sind uns schon mal begegnet, möglicherweise hier, in der Bibliothek? ... "

    Endlich kam ich nach Hause und rief sofort nach Rufus, um
    ihm sein Geschenk zu übergeben ... Inzwischen holte ich den
    Hund aus dem Korb und legte ihn auf mein Bett, der machte es
    sich gemütlich und schlief sofort ein

    Mit einem Becher Wasser kam ich aus meinem Officium in die Bibliothek zurück
    und sah einen Mann vor einem Regal stehen, eigentlich sah ich nur seinen Rücken,
    immer noch mit dem Becher in der Hand, ging ich auf den Mann zu und versuchte
    ihn von der Seite anzusehen, was mir nicht ganz gelungen war..., ich zuckte mit den Schultern
    und sprach ihn dann freundlich an:


    "Salve, kann ich Dir behilflich sein ?"

    Es klopfte, ich rief "Herein" und sah zur Tür. Es war wieder die Sklavin von Aurelius Corvinus.
    Diesmal war sie höflich und ich grüßte sie auch. Nachdem sie nun gesprochen hat, sagte ich
    sachlich:


    "Mit dieser Frage gehst Du bitte in das Officium Curator
    zu Duccia Venusia, sie kann Dir dann weiter helfen ... "


    dabei sah ich die Sklavin freundlich an -


    "Ja, das ist dann nun alles ... "

    "Das ist sehr schade ...; Gemüse brauche ich nicht ... , nun ja, dann werden wir gehen... "


    seufzte ich enttäuscht, nahm den Korb mit dem Hund und ging zum Ausgang


    " ... Trotzdem hast Du einen netten Laden, Loki, wünsche Dir alles Gute ... und vale ..."


    sagte ich mit einem freundlichen Lächeln und verließ das Geschäft,
    draußen sah ich mich noch mal um, der große Germane mit dem römischen
    Namen ging mir einfach nicht aus dem Kopf ... aber er war natürlich schon längst weg ...,
    ich umarmte meinen Korb und eilte nach Hause ...

    Es freute mich, dass anscheinend mein Geschenk auch Loki gefallen hat ... Der kleine
    Hund war wirklich sehr niedlich ...


    "Ach, Loki, ich weiss es auch nicht genau,
    Randwig kam vor ein paar Tagen zu mir und sagte, sein Großvater wäre krank
    und seine Eltern müssen ihn pflegen ... und dann würden sie sein Haus erben,
    irgendwo in einem Dorf ... , mehr weiss ich auch nicht ... "


    sagte ich und seufzte, denn der Junge war mir inzwischen ans Herz gewachsen

    Ich habe Loki von oben bis unten angeguckt:


    "Oh, ja, es sieht nicht so aus ... " - wieder lächelte ich ihn an :)


    " .... Also, ein Germane mit einem römischen Namen, ich frage nur so ... "
    dabei zuckte ich, ein wenig nervös, mit den Schultern und sah mich um


    " .... Hast Du vielleicht einen Becher Wasser für mich, ich war den ganzen Nachmittag auf dem Markt
    und habe nun einen großen, einen riesen Durst ..."

    "Vale" ,


    sagte ich auch zu dem jungen Mann, der nun seine Einkäufe bezahlte und an
    mir vorbei ging ... Dabei sah er mich ein bisschen komisch an ... was ich nicht
    deuten konnte, da es im Laden ziemlich dunkel war ... machte mich aber unruhig ....


    "Loki, ich freue mich auch Dich zu sehen und möchte Dir zu einem so schönen Laden gratulieren ! Und wie läuft das Geschäft ? "


    ich lächelte Loki an und stellte meinen Korb auf den Boden


    "Wer war denn dieser Riese ? "

    Mit dem Geschenk in meinem Korb eilte ich nach Hause.
    Unterwegs fiel mir ein, dass ich Lokis Laden noch nicht
    besucht habe, aber viel davon gehört ...
    Auch wollte ich ihm das Geschenk zeigen, das ich für den
    kleinen Randwig gekauft habe. Ich fand den Laden und betrat
    den Raum, wo es sehr angenehm nach Gewürzen roch ...
    "Salve" - sagte ich laut und dann sah ich Loki, der sich mit
    einem großen Mann unterhielt und ihm irgendetwas zeigte ...,
    und weil ich nun nicht stören wollte, stand ich nur da, wartete
    geduldig und betrachtete ruhig die zwei Riesen ....

    Gegenstände des täglichen Bedarfs aus einheimischer Fertigung bestimmten das Angebot.
    Ein Töpfer bot Koch- und Vorratsgeschirr aus Ton an, ein Stoffhändler verkaufte neben Stoffen
    auch schöne Decken ... Daneben gab es viel Lebensmittel, Gemüse und Früchte, die auf langen
    Holztischen lagen ... Leider fehlte es an Luxuswaren, nun, Rufus brauchte natürlich keine Luxus-Geschenke.
    Dann sah ich eine kleine Garküche, aber weil ich es sehr eilig hatte, ging ich weiter, obwohl ich
    Hunger hatte und fand endlich ein schönes Geschenk für Randwig... :)

    Nach der Arbeit beschloss ich den Mercatus Germanica Mogontiacum
    wieder zu besuchen.
    Ich wollte ein besonderes Geschenk für den kleinen Rafus zum Abschied kaufen.
    Eigentlich hatte ich keine Idee, was ich ihm schenken sollte und so ging ich langsam
    durch die Gänge der Basilika und sah mir die Stände neugierig an.

    Es klopfte ... und bevor ich antworten konnte, ging die Tür auf und eine junge
    Frau betrat das Officium und übergab mir die ausgefüllte Schriftrolle.

    "Bitte, richte Aurelius Corvinus unseren Dank aus ... ich werde diese Unterlagen
    an Duccia Venusia weiter geben "


    aber bevor ich mich von der Sklavin verabschiedete , fragte ich sie noch:


    "Hat Dein Herr es Dir nicht beigebracht, dass man so lange das fremde Zimmer
    nicht betreten darf, bis man hereingebeten wird? ... "





    Sim-Off:

    Zitat

    Original von Camryn:
    Leider war der nette Bote nicht zugegen


    es ist auch nicht sein Officium :P

    Im Garten setzte ich mich auf die Bank unter einem Baum und genoss das Wunder
    der Abendstimmung. Das Mondlicht fiel sanft auf die Blumen... und ich sah durch Zweige und Äste
    hindurch die Sterne am Himmel glänzen ..., melancholisch blickte ich auf die schlafende Natur
    und viele Gedanken bewegten mich in dieser Nacht ...

    Als Rufus zurück ins Cubiculum kam, war ich in meinen Gedanken
    weit weg ... und als ich mich bedanken wollte, war er schon gegangen.
    Ich habe dann beschlossen am nächsten Morgen auf den Markt zu gehen, um ihm
    einen Geschenk zu kaufen. Ich trank meine Milch und ging noch in den
    Garten, es war ein herrlicher Abend und ich genoß die frische, nach
    Lindenblüten duftende Luft ...

    "Ja, ich weiss, Du bist ein fleißiger Junge, Rufus, ... "


    ich lächelte ihn sanft an :


    "Nun, geh' schon ... und .... ja, bringe mir doch, bitte, die Milch,
    ich habe wieder diesen hartnäckigen Husten ... , bis später dann ..."


    als Rufus das Zimmer verließ, ging ich zum Fenster,
    setzte mich auf das Fensterbrett und blickte lange in die Ferne ...

    Der Junge tat mir leid, so wie er da saß mit dem gesenkten Blick und schwieg.
    Ich versuchte ihn aufzumuntern:


    "Ach, Rufus, Du wirst aber Deinen Großvater sehen und brauchst nicht mehr
    zu arbeiten ... Bestimmt findest Du auch neue Freunde da und ... und ich
    gebe Dir ein Paar Schriftrollen mit zum Lesen ..."


    sagte ich mit einer beruhigenden Stimme, obwohl ich selbst auch traurig wurde: :(


    " Weisst Du, Gaius Raeticus hat sich auch von mir verabschiedet, er fährt nach Rom ...
    Nun, ich hoffe, er wird mir dann schreiben, wie es ihm dort geht ... , und Du wirst mir auch
    schreiben, nicht wahr, Rufus?"