Nach zwei Wochen Rom wollte ich nach Germanien
zurück kehren, bevor der Winter richtig aufbrach...
Ich habe alle Orte in Rom, die mir teuer waren, besucht,
viele Spaziergänge gemacht, und viele schöne Sachen
gekauft. Es waren nur noch ein paar Kleinigkeiten,
die ich erledigen musste, dann war auch diese Reise zu Ende...
Beiträge von Duccia Clara
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"Oh, aus Alexandria... sehr interessant... aber bitte, setzt Euch, es ist genug Platz da..."
sagte ich, dabei sah ich seine füllige Figur etwas skeptisch an ...nun, ich wollte ja sowieso
bald gehen, also könnte er die ganze Bank für sich allein haben...
dann lächelte ich Theodorus freundlich an:"Ich bin Duccia Clara aus Mogontiacum, also seid Ihr ein Grieche?... Hier zu Besuch?..."
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Zitat
Original von Theodorus von Alexandria:
"Salve, schönes Mädchen. Ist es erlaubt, mich zu euch zu setzen..."Zu meiner Enttäuschung entdeckte ich unter den Gästen
kein bekanntes Gesicht... Die Wärme und der Wein machten
mich müde und ich wollte mich schon unauffälig entfernen,
als eine exotische Gestalt vor mir auftauchte, mich anlächelte
und etwas fragte, dabei habe ich nur "Salve..." verstanden:"Entschuldigt, bitte, es ist so laut hier..., was habt Ihr gesagt?..."
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Nach einer kurzen Suche fand ich nun eine Bank aus Edelholz und von
der ich mit einem Blick die Gesellschaft übersehen konnte und setzte mich hin.
Es tat mir natürlich leid, dass ich hier niemanden kannte... Die große Festhalle
erstrahlte im Licht vielen Fackeln und Lampen und in diesem Licht sahen alle
Gäste großartig aus... Schöne Frauen in ihren Festtagskleidern, aber auch viele
Prätorianer waren da in ihren prachvollen Uniformen... Ich trank langsam von dem
Wein in meinem Becher und beobachtete weiter die Gäste, in der Hoffnung doch
ein bekanntes Gesicht aus früheren Zeiten zu erkennen... -
Zitat
Original von Manius Matinius Fuscus:
"Es freut mich sehr, dass Du als Vertreterin der Gens hier sein kannst. Ich hoffe, die Anderen sind alle wohlauf? Die Reise war nicht zu anstrengend? Bitte, fühl Dich hier wie zu Hause!" Auch hier erschien sogleich ein Sklave und reichte ihr etwas zu Trinken und einen appetitanregenden Happen."Oh ja, danke für Deine freundlichen Worte, Manius Fuscus, ich fühle mich geehrt hier als
Vertreterin der Familia Duccia zu sein... alle sind, Göttern sei dank, gesund und grüßen Dich... und meine Reise...
nun, die Reise war mehr oder weniger erträglich...."ich nahm einen Becher und trank einen Schluck:
"Schmeckt herrlich... Nun, ich möchte Dich nicht mehr aufhalten, die anderen Gäste warten bestimmt noch
auf Deine Begrüßung..."ich nickte Fuscus, ging weiter und suchte mir ein gemütliches Plätzchen...
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Zitat
Original von Manius Matinius Fuscus:
Der Gastgeber, Fuscus in Persona, stand Nahe des Einganges, da er es sich nicht nehmen lassen wollte die Gäste persönlich zu begrüßen, die hier auftauchen würden.Beim Betreten des Saals sah ich den Gastgeber, der am Eingang stand und die Gäste begrüßte:
"Salvete, Manius Matinius Fuscus?... ich bin Duccia Clara und komme aus Mogontiacum und ich bedanke mich
für Deine Einladung... "sagte ich freundlich mit einem Lächeln
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Ausgeschlafen und ganz gut erholt, ganz in Weiss gekleidet, mit einer Saphirnadel in
meinen Haaren traf ich mit meiner Sklavin und dem Diener der Casa Duccia,
der den Weg zu der Casa Matinia gut kannte, etwas verspätet an die Porta.
Der Diener klopfte an die Tür und ... -
Nach einer langen Reise erreichten wir in der Morgendämmerung die Stadt Rom...
Voller Aufregung sah ich, wie die Stadt sich in 10 Jahren geändert hat...
Endlich kamen wir in den Bezirk Lata und fanden die Casa Duccia.
Ein Hausangestellte machte uns die Tür auf und
nach einer kurzen Erklärung wurde ich in ein Gästezimmer begleitet. Ich hatte
noch genug Zeit um mich zu erholen und mich für den Abend vorzubereiten.
Valentin hatte mir eine Sklavin zur Verfügung gestellt und ich war ihm sehr dafür dankbar,
die Frau war nett und zuvorkommen und ohne ihre Hilfe wäre ich verloren. Sie bereitete ein Bad für mich, aber von der Müdigkeit
überfallen schlief ich sofort ein... -
Gerade wollte ich Venusia begrüßen, die eben kam, als mich jemand anpackte und
fest in den Armen hielt... ich habe kaum Zeit gehabt um zu begeifen, was los war,
als man mich schon wieder los ließ ..und ...ja ...es war... Loki!
"Loki, Du hast mich aber erschreckt, aber heute ist ja Dein Fest.. und.. und...
auf jeden Fall grüße ich Dich..."ich suefzte und bemerkte dann, dass Loki sich die Haare abschneiden ließ:
"Was hast Du denn mit Deinen Haaren gemacht, also ich finde das lange Haar
viel besser..., wo ist meine Palla?"nun sie lag am Boden...
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Am Abend habe ich mich mit der Hilfe von Marga zu Recht gemacht,
und ging zum Lokis Fest, in eine warme, schöne Palla umgehüllt...
Valentin war schon da und Aulus,und noch ein Mann, den ich nicht kannte,
bestimmt war er auch ein Duccier..."Meine Herren, ich grüße Euch ... wo ist denn Loki?"
fagte ich mit einem netten Lächeln...
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"Danke für die Aufklärung, Venusia..."
sagte ich mit Dankbarkeit:"Dann warten wir, bis die Unterlagen für "Probatio rerum sacrorum II" Cursus...
hier angekommen sind, und dann werde ich sie an die Decima Valeria
weiterleiten..."ich lächelte Venusia noch an:
"Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag..."
und ging dann in mein Officium
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"Ja, Svenja, ich möchte bitte noch etwas Wasser, wenn es Dir keine Mühe gibt..."
sagte ich leise, immer noch leicht benommen, aber Svenjas sanfte Worte beruhigten mich
allmählich und ich lächelte sie auch an:"Du bist sehr optimistisch, aber es gibt mir Hoffnung, und ich bin Dir sehr dankbar, dass Du
mir zugehört hast, ich habe bis heute mit niemanden darüber gesprochen... "ich dachte kurz nach:
"Für eine besondere Aufgabe... sagst Du, nun ich werde mich natürlich nicht, wie eine Schnecke
zurückverstecken und mich den Göttern stellen, was sie auch immer mit mir vorhaben..." -
Zitat
Original von Sextus Duccius Parfur:
"Entschuldige bitte, ich wollte und will dich nicht beleidigen, aber bist du sicher, dass du genug Geld für so einen Wagen hast?", fragte ich skeptisch. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass so eine junge Frau sich einen guten Wagen leisten können sollte."Siehe mich nicht so an, Loki, der junge Mann Sextus, ist, glaube ich noch zu jung und kann noch nicht gute Geschäfte machen....
Er hat mir kein Angebot gemacht, nur über mein Geld und Strassen gesprochen, hast Du denn das nicht mitbekommen?"fragte ich Loki, vielleicht hat er wirklich nicht alles gut verstanden ...
"Auf jeden Fall, ist es mir natürlich lieber, wenn mein Verwandter verdienen würde, als ein Fremder...
Nun, wenn Sextus sich beruhigt hat, kannst Du ihn nochmal fragen, dann soll er mich aufsuchen,
übrigens so ein Wagen kostet 1-2 Tausend Sesterzen..."fügte ich hinzu
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Endlich war dieser ungezogene Junge weg und auch Sextus Parfur mit
seinen Männern... Nun hatte ich den Händler für mich allein, ich kam
zu ihm und fragte unschuldig:"Guter Mann, ich habe diese Haarnadel zwischen allen
schönen Sachen, die Du da hast, gefunden und möchte Dich fragen, was Du dafür
verlangen würdest...?" -
Inzwischen hat sich meine Aufregung gelegt und ich amüsierte mich über seine Reaktion:
"So, so Du bist also doch Sextus Duccius Parfur, ein schöner Name, und meinst ich wäre hier falsch,
Deine Vermutung ist richtig, denn Loki sagte, Du könntest mir behilflich sein einen kleinen Wagen zu erwerben, Du kannst aber nur belanglose Fragen stellen und wir alle verlieren damit nur unsere Zeit..."langsam bewegte ich mich zur Tür :
"Kommst Du mit, Loki? Hättest Du nicht gesagt, es gäbe noch ein Wagen-Händler ?"
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"Oh..."
nun war ich richtig empört, stand auf und wendete mich auch zu Loki:
"Loki, ich glaube, Du hast Dich an der Tür geirrt, Du wolltest mich doch mit dem Valentins Sohn
bekannt machen... ich glaube, wir sind hier falsch..."dabei sah ich "dem Sohn" direkt in die Augen...
Über das Geld , oder Strassen wollte ich erst gar nicht diskutieren...
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Als ob ich Svenjas Gedanken lesen konnte, sagte ich leise:
"Ja, die Götter hatten es nicht gut mit mir..., nein der andere war mein Verlobte... ich war damals 18 Jahre alt
und lebte mit meinem Vater in Britannia... da haben wir uns kennengelernt... Als ich ihn zum ersten mal sah und sein Gesicht
erblickte war es um mich geschehen... "ich machte eine Pause und sah in meinen leeren Becher...
"Er war ein römischer Offizier und eines Tages wurde er mit seinen Legioneren in einen Hinterhalt geraten...
er kam nicht wieder zurück, man fand ihn weder unter Verwunderten, noch unter Toten... er galt als verschollen..."die Erinnerung schmerzte mich sehr, aber ich erzählte weiter:
"Fünf Jahre habe ich auf ihn gewartet, immer in der Hoffnung, er kommt bald zurück... nun, er kam nicht...,
dann traf ich Damian und heiratete ihn, ich habe ihn auch geliebt, aber auf eine andere Weise... und wir waren
glücklich, bis dieses Unglück hier passierte..."nun war ich mit meiner Kraft am Ende und konnte kein Wort mehr herausbringen...
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Zitat
original von Loki:
"Es geht um deinen 'Mobilatur'-Schreinerfritzen..."ZitatOriginal von Sextus Duccius Parfur:
"Puh...", erwiderte ich erstmal und fuhr mir durch die Haare. "Einen Wagen besorgen... Ich weiß ja nicht, aber wen Loki das sagt, muss er wohl recht haben. Aber solche Gefährte sind nicht grade billig, was, wenn ich es dir ausleie oder so und es geht kaputt, kann ja pasieren. Der Wille der Götter ist unergründlich. Außerdem hab ich dich grade erst kennen gelernt.."
So ganz wusste er nicht, wie er sonst reagieren sollte. Das war jetzt doch ein wenig überraschend gewesen!"Du brauchst es mir nicht auszuleihen, ich möchte meinen eigenen Wagen haben und ich bezahle natürlich, egal was
es kostet.."sagte ich nun ein wenig irritiert über seine Reaktion
" Ich habe mich gefreut Dich kennezulernen, aber das hat nichts zu tun mit unseren Geschäften..."
seinen Namen wusste ich immer noch nicht
und dann nickte ich noch Loki dankend für seine kleine Aufklärung
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Heute hatte ich den Nachmittag frei und entschloß mich einen Spaziergang am Rhenus-Ufer zu unternehemen.
Es war ein sonniger Tag und ein milder Wind wehte leicht. Als ich den Forum überquerte und zum Hafen ging, erblickte
ich schon von weitem die mächtige Iuppiter-Säule, die im ganzen Römischen Reich berühmt war...
Nun stand ich voller Ehrfurcht direkt vor diesem Monument, das auf einem doppeltem, reich mit Bildwerk verziertem Sockel ruhte.
Nach einer Weile las ich langsam die Inschrift auf der Vorderseite des Sockels:"Iovi Optimo Maximo. Pro salute ------ Claudi Caesaris Augusti Imperatoris canabari publice
Publio Sulpicio Scribonio Proculo legato Augusti pro praetore cura et impensa Quinti Iuli Prisci et Quinti Iuli Aucti."Den Namen des Imperators konnte man nur ahnen, der war ausgemeisselt, aber nicht sehr tief...
Nun widmete ich mich der Betrachtung des Reliefs auf den Sockeln und Säulenschäften, die den gesamten Götterhimmel darstellten... Dann hob ich langsam meinen Kopf nach oben und sah die krönende, vergoldete Bronzestatue Iupiters ...Und einen Augenblick lang wurden die goldenen Staubteilchen im schrägen Sonnenlicht zu einem einzigen Lichtstrahl, mit dem der
Gott hinuntergreifen und mich zu berühren schien... Dann war das Strahlen verschwunden und ich sah nur die mächtige, reglose Statue...
Immer noch benommen stand ich nun da, und wusste nicht wie mir geschehen war... -
Zitat
Original von Duccia Verina:
Wenn du reden mahgst, ich hab immer ein offenes Ohr vielleicht hilft es ja .Aus einem unerklärlichen Grund wirkte Svenja auf mich so vertrauenerweckend, dass ich aus reiner Spontanität
sagte:
"Du magst Recht haben, manchmal fühle ich seine Anwesenheit, dann wieder nicht, aber... aber ich kann mich
nicht mehr an sein Gesicht erinnern... ich erinnere mich an jeden Tag mit ihm, aber sein Gesicht bleibt nur noch
verschwommen... "Das andere Gesicht stand vor meinen Augen, das geliebte Antlitz, das ich vor acht Jahren zuletzt gesehen hatte... .
Den Blick senkend fügte ich hinzu:
"Damian war nicht der Erste..., ich habe bereits zwei geliebten Menschen verloren..."edit/: Zitat eingefügt