Beiträge von Titus Decimus Verus

    "Ein Pirat, der aus dem Nahkampf entfloh, konnte das Schiff entflammen, indem er das Depot in Brand setzte. - Das Schiff fing sofort Feuer und viele unserer Männer sind verbrannt, wie es auch im Bericht steht." - stellte Verus gelassen fest.


    "Wahrscheinlich hätte ich das Depot besser sichern sollen. Ich nehme die volle Verantwortung auf mich und die Verluste sind nicht tragbar, leider waren sie aber notwendig. Wenn du es wünscht, werde ich eine Degradierung akzeptieren," antwortete Verus entsprechend, wie es ihm beigebracht wurde. Er übernahm, da der Präfekt unzufrieden war, die volle Verantwortung und entlasstete somit seine Männer.


    "Ebenso werde ich die vorgeschlagene Auszeichnung ablehnen. Ich bitte darum, meine Männer nicht unnötig zur Rechenschaft zu ziehen."


    Verus war kein großer Offizier aber er war auch kein kleines Licht, sofern er es konnte setzte er sich für seine Männer und ihre Taten ein.


    Er spührte gerade, wie er unterging und ihm war es recht egal, was aus ihm werden würde, solange seine Männer heil aus der Sache kämen. Ob er nun zwangsentlassen werden würde, zum Nauta degradiert oder gegeißelt werden würde, war ihm Einerlei. Sein Leben war nicht mehr das selbe und im Grunde sehnte er sich nach einem schnellen Ende. Er hatte keine Hoffnung mehr. Verus war durch viele Ereignisse desillusioniert.


    Verus erhob seine Stimme wieder.


    "Zumal wir nicht wussten, ob Gefangene an Bord des Feindschiffes waren. Wir mussten diese verlustreiche Taktik wählen, um die womöglich vorhandenen Gefangenen, wenn nicht sogar römische Bürger, zu schützen. Diese Verluste waren zu viel aber sie waren aus meiner Sicht notwendig, Präfekt. Ich habe jedenfalls eine riskantere Variante für mich und meine Männer gewählt, um die Gefahr für die Gefangenen zu minimieren. Ich habe bewusst meinen Soldaten eine höhere Gefahr aufgebürdet, um damit die Gefahr für unschuldige römische Bürger zu minimieren."


    EDIT - neu strukturiert

    Den Bericht hatte Verus bereits geschrieben und führte ihn mit sich, da er mit so etwas rechnete. Er griff in seinen Lederbeutel und zog die Schriftrolle hervor.


    Bericht Nummer XXXIV


    Mission: Vernichtung der Piraten von corsica
    Kommando: Nauarchus Cn. Publicius Anicianus, Centurio Classiscus T. Decimus Verus


    Verluste: XXXXXXII Mann, I Liburne
    Verwundete: X Mann


    Ablauf: Die kleine Flotte der Classis stach ANTE DIEM IV ID NOV DCCCLVIII A.U.C. in See, um die Piraten aufzuspühren und zu vernichten. Durch einen Trick gelang es der Flotte, die Piraten zu sich zu locken. Das Schiff unter dem Kommando des Decimus gab sich als Handelschiff aus und erweckte so die Neugier der Piraten. Die Piraten enterten das Schiff und wurden in Nahkämpfe verwickelt. Das Schwesterschiff nahm wiederum einige Piraten mit ihren Bögen unter Beschuss. Die Verluste waren auf beiden Seiten groß. Ein Zwischenfall löste ein Feuer aus, was das Munitionsdepot entzündete. Das Schiff war verloren. Decimus Verus entschied sich, das Schiff räumen zu lassen. Die letzten nun mehr verdammten Piraten verbrannten auf dem Schiff. Das Schwesterschiff nahm die Überlebenden auf und machte einen Gefangenen, den Anführer der Piraten. Dieser befindet sich nun mehr im Carcer der Classis. Die Flotte fuhr nach dem Sieg weiter, um Flavia Celerina zu bergen. Sie befindet sich nun mehr durch den Einsatz der mutigen Besatzung in Sicherheit.


    Bemerkungen: Decimus Verus ist mit einer weiteren Torques in Silber auszuzeichnen für ein gutes Kommando über sein Schiff, ebenso für heroischen Mut im Gefecht. Nauta Marcus Classicus ist mit einer Torques in Bronze für einen heldenhaften Kampf auszuzeichnen. Nauta Tiridates Castor ist ebenso für Mut in der Schlacht mit einer Torques auszuzeichnen. Optio Labeo sollte mit einer Phalera für Pflichterfüllung ausgezeichnet werden.


    Titus Decimus Verus


    Cn. Publicius Anicianus


    Verus reichte dem Präfekten den Bericht.


    "Hier, Präfekt."


    Er unterbrach kurz, um einen neuen Gedanken anzusetzen.


    "Ich habe, wie bereits erwähnt, über meinen Abschied nachgedacht. Ich leide seit mehreren Wochen unter starken Alpträumen, die mich nicht mehr schlafen lassen. Ich würde gerne meinen Abschied nehmen, sobald ich den Titel des Eques erhalte und dann, sofern ich eine von den gewünschten Positionen erhalte, diese antreten. Ich muss ehrlich sagen, dass mir der Kampf noch in den Adern steckt und sich, wie ein Gift, ausbreitet."


    Verus musste dem Präfekten klar machen, dass er unter einem Trauma litt und nicht mehr sonderlich diensttauglich war. Er mochte seinen Dienst, doch momentan war es ihm fast unmöglich eine weitere Schlacht zu bestreiten.


    Er atmete tief.


    "Ich danke dir für deine Mühen, Präfekt."

    Verus lächelte immer noch sanft, wie ein Großvater zu seinem Enkelkind.


    "Du musst auch nicht verstehen, du musst nur wissen, dass das Leben immer weitergeht. Ebenso bist du nicht dazu verpflichtet das Leben deiner Schwester zu führen, Albina!"


    Er schwieg kurz und fuhr sich durch den Bart.


    "Für jeden Menschen gibt es eine Rettung, auch für dich. Dieses Gefühl ist keine Schande, du musst dir nur eingestehen, dass du deine Schwester beneidet hast. - Du wolltest die Erste sein. Dieser Ehrgeiz ist nicht gut. Er führt unweigerlich zu einem Konflikt mit deinen Mitmenschen und dir selbt. Du solltest ihn ablegen. Lebe einfach dein Leben, wie du es für richtig hälst."
    Verus deutete auf den Platz neben sich.


    "Setz' dich doch. Wenn ich wahrlich der Erste bin, dem du dies erzählst, ehrst du mich. Vielen Dank. - Ebenso sollte unser Gespräch nicht mehr flüchtig sein, ich bin bereit dir meine Zeit zu schenken."


    Er nickte unterstreichend freundschaftlich.


    "Ja, mein Name lautet Verus. Ich stamme aus dem Geschlecht der Decima. Die Götter scheinen über uns zu wachen...," deutete Verus an als sie seinen Namen erriet.

    Verus nickte.
    "Dann betrachte dich ab jetzt für einige Tage freigestellt. Ich werde dies schon vor dem Präfekten zu vertreten wissen." ;)


    Er schenkte Labeo nach, mehr aus Höflichkeit und nicht um den Becher erneut zu füllen.
    "Vielleicht solltest du ein Familientreffen organisieren. Einen kleinen Umtrunk. - Sicherlich findet dort jeder Zerstreuung vom Alltag."

    Sie hatte noch viel zu lernen. Sie war noch recht unerfahren, was das Leben anging, so stellte Verus fest. Jedoch hatte sie den richtigen Ansatz und somit war es für Verus nicht schwer, sie von ihrem Irrweg fortzuführen.


    Zunächst musste er aber ihren Namen erfahren.


    "Wie heißt du, sofern ich fragen darf?"


    Er schob ebenso eine weitere Ausführung hinter der Frage ein, um das Gespräch am Laufen zu halten.


    "Das Leben ist ein Garten, da gebe ich dir recht. Jedoch bestellen wir diesen Garten selber mit den Mitteln, die uns gegeben sind. Lass' dir sagen, dass dieser Garten auch manchmal von einer langen Dürre durchzogen ist und man nur durch diese Dürre kommt, wenn man der passenden mentalen Doktrin folgt. Man muss eine gewisse Wärme für die Mitmenschen entwickeln und eine gewisse Toleranz. Respektiere die anderen, auch wenn sie dich nicht respektieren. Kämpfe nur dann, wenn es wahrlich notwendig ist und diese Notwendigkeit ist ebenso selten, wie eine wahre Niederlage im Leben. - Es kommt aber vor. Das Leben ist gleich mit dem Tod. Beides ist eins. Man muss keines vorziehen und keines vergessen."


    Verus unterbrach kurz, um einen weiteren Denkansatz einzubringen.


    "Das Leben ist nur eine Abfolge von Ereignissen, Momenten und Erlebnissen. Die Entscheidungen in diesen Situationen machen das Leben aus. Aus diesem Grund solltest du jede Entscheidung abwägen, da sie weitreichende Folgen haben kann. Merke: Eine Situation kehrt nie wieder zurück und Fortuna gewährt dir keinen Neustart für eine verpatzte Entscheidung. Das Leben ist zudem zu kurz, um es in Wut, Zorn und Hass zu verbringen. Wir brauchen alle Mitmenschen, wären wir denn alleine lebensfähig? - Du bist gezwungen dein Leben mit anderen Menschen zu teilen. Du musst sie nicht mögen aber akzeptieren solltest du sie. Jeder Mensch ist wie ein Zahn in einem Kiefer. - Wir müssen zusammenarbeiten, auch wenn wir uns gegenüberstehen. Hausarbeit ist ein probates Mittel nachzudenken, ich koche gerne. Sie sollte nicht zur Ablenkung dienen. Tue alles im Leben mit einer gewissen Konzentration, dann hast du mehr vom Moment, mehr vom Tag."


    Verus verzog leicht das Gesicht.


    "Ich fange schon wieder mit meinen Reden an. Verzeihung! Ich langweile dich sicher!"

    "Das ist es ja. Diese Ruhe lässt einen nachdenken, somit kann man seine schrecklichen Erinnerungen nicht verdrängen, sie tauchen viel mehr auf. Manchmal ist Ruhe alles andere als förderlich." - brach es aus Verus heraus.


    "Brauchst du einen Urlaubsschein? - Ich kann dir einen ausstellen."


    Verus aß nun eine süße Traube und genoss den Geschmack dieser seidigen Früchte.


    "Wie geht es eigentlich deiner Familie?"

    Verus war überrascht von Albinas Aggression . Er zuckte beim klaren "Nein" ein wenig zurück. Jedoch revidierte sie sich recht schnell, was Verus noch mehr verwunderte.


    Er hörte ihr gespannt zu als sie von ihrem Verlust erzählte. Merkwürdigerweise interessierte sich Verus sehr für Albina. - Irgendetwas zog ihn zu dieser Frau hin. Er atmete ruhig und nickte still.


    Schließlich beendete sie ihre Ausführung. Was sollte er nur sagen? - Er wollte es sich ja nicht mit ihr verscherzen, dies könnte er sich nie verzeihen. Er spürte eine gewisse Verbindung zu ihr und diese wollte er nicht verlieren, sie gab ihm Halt in seiner Trostlosigkeit. Sie war wie ein Engel aufgetaucht und er wollte sie auch entsprechend ehren.


    "Ich habe meine Seele verloren in einem Krieg, der nicht der Meinige war. Du musst wissen, ich bin Centurio der Classis und habe viel gesehen. Ich ersuche Mars mir meine Seele zurückzugeben, die auf dem Schlachtfeld zurückgeblieben ist. Momentan betrauere ich den Verlust meiner Menschlichkeit, die man als Soldat allzu schnell verliert. Ich hoffe, dass Mars uns beiden helfen kann. - Schließlich ist Mars der Beschützer aller Soldaten und Krieger. Du scheinst ebenso tapfer zu sein, wie ein Soldat, somit wird er auch sicherlich dir helfen." - sprach Verus vorsichtig.


    "Was deine Schwester angeht... - Sie wird sich an einem besseren Ort wiederfinden. Die Welt ist grausam und der Tod ist eine Erlösung, sofern er von Fortuna gewollt eintritt. "


    Hörte Verus da etwa Neid aus ihren Worten? - Dem musste er auf den Grund gehen und sie vielleicht vom ihrem Irrweg abbringen. Er wusste, was Neid und Hass aus Menschen machte, nämlich schreckliche Unmenschen.

    "Neide deine Schwester nicht, sieh' sie vielmehr als Vorbild und als Wegbegleiter. Sicherlich konnte sie einige Dinge besser als du, jedoch wirst du auch eine Bestimmung haben. Fortuna hält für jeden von uns ein Schicksal bereit. Das Schicksal lässt sich jedoch doch unsere Entscheidungen beeinflussen, Neid hilft nicht.. Was wir aus unseren Spielkarten machen, die uns von Fortuna zugewiesen werden, ist das Entscheidende und danach werden wir am Ende gemessen werden. Nicht an dem, was du nach Außen hin ausstrahlst."


    Sein Blick zwang sich ein besänftigendes Lächeln ab, um Albina Hoffnung zu geben.

    Verus überlegte kurz. Seine Gedanken wanderten über ein Militärtribunat bis hin zu einem Beamtenposten. Schließlich sagte er als er sich entschieden hatte:


    "Mich interessiert persönlich der Posten des Curator kalendarii oder eben in der kaiserlichen Finanzverwaltung als Procurator a rationibus. Diese Posten entsprechen meiner Gesinnung am ehesten, Präfekt."

    Verus schaute auf. Er deutete den Blick von Albina falsch und interpretierte ihn als Trauer.


    "Trauerst du auch um etwas?"


    Warum begann Verus jetzt ein Gespräch? - Würde er es wollen in Trauer angesprochen zu werden?


    Von der Dame ging für Verus eine interessante Aura aus, er musste sie näher kennenlernen. - Zumindest versuchte er es.
    "Jeder Mensch, der zu diesem Ort kommt, hat etwas verloren...," stellte Verus fest und unterstrich so seine Frage.


    Die Errötung im Gesicht der Dame erkannte er nicht, er sprach einfach zu selten mit Frauen.

    "Ich bin öfters in Rom. Jedoch sind diese Reisen recht anstreckend, jedoch ist es als Centurio mein gutes Recht einen solchen Urlaub zu bestreiten, werter Freund. - Ich brauche einfach ab und zu eine Auszeit. Rom erinnert mich daran, wofür ich kämpfe."


    Verus schenkte sich nach, um schließlich zu trinken.
    Nach dem Schluck sprach er:


    "Gibt es eigentlich Neuigkeiten von deiner Seite?"

    Zitat

    Original von Alaina
    Für die Sekte sollten wir uns lustige Hütchen Basteln udn in Schoki baaaden 8)




    *gähn* Irgendwie bin ich tod... der Tag war doch verdammt anstrengend heute.....


    Da hilft nur eines: Schokolade und zwar reichlich. :D


    So ich bin dann mal bei einem Kumpel, bye. ;)

    Marcus:


    Zen ist Buddhismus. Der Buddhismus gliedert sich in mehrere Formen. Zen ist eine davon. ;)


    Jeder kann seinen eigenen Buddhismus entwickeln, das macht den Buddhismus für mich ja gerade interessant. Die Lehre Buddhas ist immer wieder anpassbar.


    Die Stoa ist die griechische Variante des Buddhismus. Nur wird da das Göttliche nicht weiter definiert, man geht aber von einem Gott oder einer höheren Macht aus.