Beiträge von Numerius Duccius Marsus

    Witjon nickte und verschwand dann aus dem Officium. Auf dem Gang scheuchte er einen Sklaven, Wein und Wasser zu bringen.


    Kurze Zeit später betrat der Sklave den Raum bereits wieder und stellte ein Tablett mit einem Wein- und einem Wasserkrug und zwei Gläsern auf einem kleinen Tischchen bereit. Dann verließ er die beiden Männer wieder mit einer tiefen Verbeugung.

    "Zum Wohl!"


    Witjon stieß mit seinem Patron an und trank einen großen Schluck Wein. Dann stellte er das Glas ab und veränderte seine Sitzposition ein wenig. Etwas nachdenklich fixierte er einen Mosaikstein auf dem Boden. Dann schaute er den Legaten an und fragte neugierig:


    "Was wäre nun der nächste Schritt, den ich tun müsste? Ich bin zwar unter Römern aufgewachsen, aber was genau sich jetzt verändert...keine Ahnung.


    Hast du irgendwelche Vorschäge oder Rat, den du mir ans Herz legen möchtest?"


    Ein wenig beschämt war er schon, dass er so dumm fragte, aber er wusste nun einfach nicht weiter. Eine Grimasse ziehend, wartete er ab was Lucianus sagen würde.

    Witjon öffnete die Tür, spähte in den Raum und entdeckte seinen Boss hinter einem Haufen Papierkram sitzend. Mit entschuldigendem Blick trat er ein und deutete auf den Mann hinter ihm.


    "Salve Legatus Lucianus. Dieser Terentier..." er blickte kurz fragend zu Primus..."Primus ist sein Name? Wünscht dich zu sprechen. So wie er aussieht, ist es wohl recht dringend."


    Mit einer Geste bat er Primus, einzutreten.

    Sim-Off:

    Und es gibt immer noch das Officium des Scriba Provincialis, in dem man sich bitte erstmal anmeldet. ;) :D


    Zufällig kam Witjon gerade zurück aus dem Archiv und sah ein ihm bekanntes Gesicht vor dem Officium des Legaten stehen. Der Mann sah ziemlich mitgenommen aus, der hatte wohl viel hinter sich. Ruhig ging er auf den Soldaten zu und fragte ihn nach seinem Begehr:


    "Salve. Kann ich dir irgendwie behilflich sein? Ich nehme an, du möchtest mit dem Legaten sprechen, der ist aber gerade leider in wichtige Arbeiten vertieft. So wie du aussiehst, kannst du bestimmt erst einmal ein Glas Wein (oder einen Krug?) vertragen?!"

    "Nun, ihr Einsatz hat jedenfalls auf die anderen Duccier abgefärbt. Ich darf wohl behaupten, dass wir versuchen unser Bestes für diese Region zu geben."


    Die Duccier...bekannteste...was?


    "Naja, vielleicht übertreibst du damit ein wenig." sagte Witjon lächelnd. Er wollte versuchen, bescheiden zu bleiben.


    "Wir werden sehen, wie die Nornen oder Fortuna über den Weg meiner Gens entscheiden."


    Breit grinsend erhob er sein Glas und sagte verschwörerisch:


    "Auf den Patron Vinicius Lucianus und seinen duccischen Klienten! Mögen die Götter uns immer gnädig sein!"

    Den Themawechsel begrüßte Witjon mit einem Lächeln. Aber moment mal. Venusia?


    "Oh, den Ducciern geht es sehr gut. Wobei ich gestehen muss, dass ich Venusia nur von Erzählungen her kenne. Ich bin leider erst nach ihrer Abreise in Mogontiacum angekommen. Ich weiß nur, dass sie einiges für die Gegend geleistet hat und momentan kein Duccier an ihr Ansehen heranreicht."


    Er grinste breit und trank einen weiteren Schluck. Dann fuhr er fort:


    "Ich weiß nicht recht, aber Maximus und Lando dürften dir bekannt sein. Sie sind momentan wohl die beiden Erfolgreichsten und Ältesten unter uns. Die jüngeren Familienmitglieder sind Helena, unser Jungspund, sowie Verus, mein Bruder Eburnus von der Ala II Numidia und ich.


    Von den Jüngeren bin ich allerdings der einzige, der sich momentan in der Verwaltung betätigt und dadurch ein wenig unter die wichtigen Leute kommt."


    Abermals grinste Witjon breit und genoß den Illyrer. Das war wirklich ein edler Tropfen, Edit: zumindest für seine Verhältnisse als Biertrinker. :D

    Witjon zog eine Augenbraue hoch.


    "In eine solche Situation bin ich zum Glück noch nicht gekommen. Ich hoffe, dass das auch erstmal so bleibt. Bis jetzt hat das Exercitus Romanus in dieser Region ganz gute Dienste geleistet, um meine Sicherheit zu garantieren."


    Er grinste nun leicht. Dass der Limes einen Barbarensturm wohl nur schwer davon abhalten würde das Hinterland zu verwüsten, erwähnte er lieber nicht.



    Sim-Off:

    Gesagt, getan. :)

    Lucianus schien Soldaten zu mögen. Das ließ zumindest sein Blick und sein anerkennender Unterton erschließen. Witjon trank ebenfalls etwas Wein und antwortete dann auf dessen Frage:


    "Nein. Ich habe zwar zusammen mit meinem Bruder den Umgang mit Waffen von unserem Vater gelernt, konnte allerdings niemals Gefallen daran finden. Ich kann von mir behaupten, mich mit Glück gerade selbst verteidigen zu können, aber für einen Krieger reicht das nie und nimmer."

    "Ein Illyrer. Sehr gut. :)



    Ähm ja, meine Vorfahren stammen aus Germania Magna. Naja so halb. Mein Vater war bei der Legio XXI Rapax, als er meine Mutter kennen lernte, die aus Germania Magna geflohen war. Ich selbst war niemals in Magna. Ich lebe seit meiner Geburt innerhalb der Reichsgrenzen."

    *Zu Duccia Helena rüberschiel*


    Wär das nix für dich? :D


    (Aber das potentielle Kindermädchen ist in letzter Zeit leider auch nicht so oft online :( )



    Edit: Hatte ich erwähnt, dass es immer noch verdammt schwer ist, auf dem freien Markt Holz zu finden? :D

    Sim-Off:

    Bekommt meine ID das Wahlrecht nicht erst nach Bestehen des Cursus Res Vulgares in der Schola? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?



    "Wenn ich ein Problem damit hätte, für jemanden auf dein Geheiß zu stimmen, hätte ich es wohl nicht vorgeschlagen."


    Er grinste leicht und trank den Rest Wein aus seinem Glas.


    "Das ist ein guter Wein. Woher ist der?"


    Ein bisschen Auflockerung zwischendurch musste sein. ;)
    Die Gelegenheit nutzte Witjon außerdem, um sich ein wenig gemütlicher hinzusetzen und sich Wein nachzuschenken.

    "Nun, ich denke dieses gute Wort wird schon ausschlaggebend genug sein, wenn es von dir käme."


    Witjon lächelte. Der Duumvir würde wohl kein Problem mit ihm im Stadtrat haben...oder doch?


    "Deine Vorteile eröffnen sich ganz deutlich darin, wenn ich die Berechtigung zum Wählen erhalte. Ich würde dir bereitwillig meine Stimme zur Verfügung stellen. Außerdem wird der Einfluß eines wichtigen Mannes auch an der Anzahl seiner Klienten gemessen, wie du sicherlich weißt."


    Er nahm einen weiteren Schluck Wein. Lief ja gar nicht so schlecht bis jetzt.

    Nachdem sein Grund für den Besuch ausgesprochen war, bediente sich Witjon liebend gern erst einmal am Wein. Dankend füllte er sich ein Glas und nahm ebenfalls einen Schluck und antwortete dann dem Legaten, der von seiner Arbeit bis jetzt wohl nur positives zu sagen vermochte. Ein leichtes Grinsen schlich sich auf sein Gesicht.


    "Allerdings, für Wein ist immer Zeit." ;)


    Er machte eine kurze Pause und setzte dann zu einer Erläuterung seiner ungefähren Vorstellungen an:


    "Nun, meine Zukunft habe ich bis jetzt noch relativ vage vor Augen. Ich möchte nichts überstürzen, denn Hektik führt nur zu Chaos.


    Der erste logische Schritt, der mir in den Sinn kam war, dein Klient zu werden, da du offensichtlich ein mächtiger Mann bist und sowohl du, als auch ich selbst viele Vorteile aus solch einer langfristigen Beziehung haben würden.


    Ich erhoffe mir von deinem Patronat, dass mir die Türen zum Ordo Decurionum schneller offen stehen, als über eine langwierige Laufbahn in der Provincialverwaltung, in der ich momentan nur schlechte Aufstiegschancen habe."


    Witjon trank einen Schluck Wein. Die Worte sollten erst einmal sacken und der Legat sollte Gelegenheit haben, einen Kommentar oder eine Frage einzuwerfen.

    Witjon grinste noch viel breiter, als Harlif dem armen Kerl eine direkte Absage ins Gesicht klatschte. Ruhig fügte er hinzu:


    "Dass du aber auch direkt mit der Tür ins Haus fallen musst. Etwas mehr feingefühl bitte. Ich hätte dem Herrn schon gesagt, dass mein Schmied gute Arbeit leistet und wir keinen Bedarf an andererleuts Werkzeugen haben."


    Damit wandte er sich wieder an den Genever und sagte freundlich:


    "Tut mir leid, dass du die lange Reise umsonst auf dich genommen hast, aber wie mein werter Arbeitgeber hier schon erwähnte, müssen wir dein Angebot ausschlagen."


    Hatte der Typ überhaupt schon ein Angebot gemacht? Na egal, es gab noch genug Arbeit zu tun, wenn das hiermit abgeschlossen war...


    "Können wir dir sonst irgendwie noch behilflich sein? Ein Warenkatalog hängt im Verkaufsraum aus, wenn du möchtest kann ich dir unser Warenangebot vorstellen. Ansonsten würde ich nun gerne meiner Arbeit nachgehen, wie du siehst gibt es noch viel zu tun."


    Damit wies er auf die Stapel, die sich auf seinem Schreibtisch türmten und zwinkerte dem Genever zu. Als Geschäftsmann kannte er das bestimmt.