Beiträge von Marcus Octavius Nauticus

    Ich sah die erstaunliche Leistung des Imperators und auch Falcos. Wirklich beeindruckend. Während das Publikum noch lärmend seiner Begeisterung ausdruck verlieh, sah ich zu Falco, der neben in meiner Nähe stand.


    "Meinen Respekt, Kommandeur der Vigiles. Du bist wirklich ein ausgezeichneter Schütze."

    Ich setzte mich ebenfalls.


    "Trierarchus, mit Verlaub, ich möchte nicht allzu viel Zeit mit irgendwelchen Höflichkeitsfloskeln verbringen. Die Tempestas ist bereit zum Auslaufen, und ich möchte schnellstmöglich wieder auf See sein. Die Besatzung soll ihre Grenzen kennenlernen. Viel auf See, wenig Landgang. Zur jetzigen Jahreszeit scheint mir das Mare Nostrum bestens für ein paar Testfahrten geeignet."

    Ich bin (noch) 25 Jahre alt, schreibe gerade meine Diplomarbeit in theoretischer physikalischer Chemie, habe also folglich Chemie studiert.
    Bin in Düsseldorf geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen und studiere auch da (ich weiß, ist langweilig).
    Meine Hobbies sind theoretsche Physik, vor allem Astrophysik, aber NICHT Stringtheorie (ist mir zu hoch ;) ), Geschichte, Politik (war in der JU aktiv, war auch 3 Jahre in so ziemlich allen Uni-Gremien außer AStA gleichzeitig, bin jetzt nur noch in 2 Kommissionen und schon wieder in den Senat gekommen). Außerdem interessiere ich mich für Latein, was ich schon viel zu lange nicht mehr verwendet habe.
    Ach ja, noch das: Bin 1.73m groß und 60kg schwer. Außerdem männlich und Single, letzteres wahrscheinlich, weil ich Workaholic bin :D

    Man muss das ganze auch volkswirtschaftlich sehen. Wie viele Ärzte, Ingenieure, Naturwissenschaftler, Geisteswissenschaftler etc. werden in der Volkswirtschaft benötigt? Es kann nicht sein, dass wir 10mal mehr Philosophen als Chemiker ausbilden, wenn der volkswirtschaftliche Bedarf genau umgekehrt aussieht (die Zahlen sind willkürlich).

    Ich salutierte.


    "Trierarchus Colonius, ich melde, Dreimastsegler Tempestas auf Testfahrt, alle 38 Mann Besatzung vollständig angetreten. Unterwegs wurde ein Schiff eskortiert, ein Piratenschiff versenkt und ein Gefangener gemacht. Vorräte wurden aufgestockt und die Tempestas ist bereit zum auslaufen. Willkommen an Bord."

    Ich sagte Parteien und Staat. Wenn die Parteien nicht die nötigen Mittel haben, dann halt der Staat. Und man sollte eins bedenken: Stipendien garantieren Leistung der Studierenden und sparen somit Geld.


    Die andere Alternative wäre, dass die Unis selbst Stipendien vergeben, so wie z.B. in den USA. Dann müssten die Unis aber auch privatisiert werden, wie in den USA.

    Das genügt aber noch nicht. Rechnen wir mal zusammen: Es gibt fünf parteinahe Stiftungen, von denen insgesamt etwa 2000 Stipendiaten pro Jahr neu aufgenommen werden. Dazu gibt es die Studienstiftung des Deutschen Volkes, die, wenn ich mich nicht irre, etwa 5000 Stipendiaten pro Jahr neu aufnimmt. Außerdem kommen noch diverse industrienahe Stiftungen dazu, die insgesamt in etwa mit deer Studienstiftung gleichziehen. Somit können in etwa 12000 Studenten pro Jahr neu aufgenommen werden. Das ist deutlich zu wenig.
    Ich denke, um konkurrenzfähig zu bleiben, müssten etwa 50000 Stipendiaten pro Jahr neu in Stipendien aufgenommen werden. Davon sollte die Hälfte durch Parteien und Staat finanziert werden, und die andere Hälfte durch die Industrie. Und das wäre auch ohne weiteres möglich!

    Ich habe mir schon einige Gedanken zu Studiengebühren gemacht. Unter anderem, weil ich lange genug in Uni-Gremien war und zur Zeit noch immer Sprecher eines Jungchemikerforums bin.


    Meine Gedanken:


    - Studiengebühren sollten uni- und fachspezifisch sein


    - sämtliche Einkünfte aus Studiengebühren müssen dem jeweiligen Fachbereich an der jeweiligen Uni zu Gute kommen, zum Stopfen von Löchern im Landeshaushalt sind sie nicht da


    - dadurch entsteht ein Wettbewerb um Studierende an den Unis -> die Unis MÜSSEN besser werden -> höhere Nachfrage = mehr Einnahmen


    - es muss ein Stipendiensystem geben, so dass jeder, der entsprechende Leistungen bringt, ein angemessenes Stipendium erhält -> unzureichende Leistung = Stipendium weg


    - der von den Studierenden erwartete Zeitaufwand muss akzeptabel sein. Ein meiner Meinung nach akzeptabler Gesamtaufwand (Vorlesungen + Seminare + Übungen + Hausaufgaben + Praktika + Lernen) pro Woche beträgt 70 h


    - Studierende sind so früh wie möglich in die Forschung einzubinden

    Sim-Off:

    Dann legen wir mal an...


    Langsam kam Tarraco in Sicht.


    "Kurs auf den Hafen nehmen! Klarmachen zum Anlegen!"


    Wir fuhren langsam auf die Hafeneinfahrt zu, Segel um SEgel wurde gerefft und nach einigen Minuten legten wir an dem Pier an, der das tiefste Wasser hatte.


    "So Männer, wir werden jetzt neue Vorräte an Bord nehmen. Und zwar schnell!" Ich zeigte auf einen Nauta. "Und du meldest uns schnellstens in der Kommandantur an. Bewegung!"


    Logbuch des Dreimastseglers Tempestas, ANTE DIEM III NON NOV DCCCLIV A.U.C. (3.11.2004/101 n.Chr.)


    Wir haben die "Fortuna" in Olisipio der Obhut der Pentere "Oceanus" unter dem Kommando von Kapitän Severus übergeben. Zuvor ließ ich eine Ballistenübung abhalten, die sehr gut verlaufen ist. Wir fahren jetzt Kurs Süd, unter vollen Segeln.


    Es gab keine besonderen Vorkommnisse.


    Centurio Classicus Marcus Octavius Nauticus
    Kapitän der Tempestas
    Kommandant der Classis Romana Germanica

    Kurz vor Sonnenuntergang kam Olisipio in Sicht. Als wir uns dem Hafen näherten, kam uns eine Pentere der Classis entgegen. Ich wartete, bis sie auf Rufreichweite waren.


    "Kapitän Nauticus von der Tempestas übergibt euch den Frachter Fortuna zum Geleit, Kamerad!" rief ich herüber.


    "Kapitän Severus von der Oceana übernimmt den Frachter Fortuna zum Geleit! Ich wünsche noch eine gute Fahrt, Kapitän Nauticus!" schallte es zurück.


    Ich drehte mich wieder zum Bug der Tempestas.


    "Das Schiff nach Süden drehen! Alle Segel hissen! Ferrius, trimm das Schiff!"