Beiträge von Marcus Octavius Nauticus

    Ich nahm das Glas. "Danke. Auf die Gens Aemilia!" Dann nahm ich erst mal einen kleinen Schluck.


    "Nun, es gibt nicht so viel zu berichten. Das Schiff ist das einzige dieser Art, wahrscheinlich weltweit. Es ist erst vor einigen Wochen vom Stapel gelaufen und befindet sich auf Testfahrten. Wir hatten ein Frachtschiff, das mit Bernstein beladen war, von Britannia bis Hispania eskortiert. Unterwegs hatten wir ein kleines Gefecht mit Piraten, deren Schiff wir aber mit Mann und Maus auf den Meeresgrund geschickt haben. Naja, und von Hispania aus sind wir dann nach Ostia gesegelt. Noch ein paar Testfahrten, und Schiff und Besatzung sind perfekt aufeinander abgestimmt."


    Ich schaute mich ein wenig um.


    "Schönes Casa. Sieht so aus, als wäre dir der Start gut gelungen."


    Ich lächelte freundlich.

    Ich dachte immer, man gehört automatisch der Factio an, der die Gens angehört. Naja, egal. Ich denke, die Factio Gilvus hat auch kein Problem damit, sich öffentlich von Sinona Matinia zu distanzieren, oder? Sinona, damit wärst du sicher auch einverstanden, oder?

    Die Tempestas lief in den Hafen Ostia ein. Es war nur ein kurzer Besuch geplant, um einige Formalitäten zu erledigen.


    "Titus, sorg dafür, dass die Tempestas immer gut bewacht wird. Außerdem soll jeder einen Tag Landgang erhalten, nur nicht alle zugleich."


    Danach ging ich von Bord und mietete ein Pferd, um nach Rom zu gelangen.

    Sim-Off:

    Viel Erfolg bei der Zwischenprüfung!


    "Ja, in der Tat. Ich werde auf jeden Fall in Germania bleiben. Zusammen mit meinem hervorragenden ersten Offizier Titus Ferrius Maximus werde ich den Laden dort schon im Griff haben. Ich bedanke mich auf jeden Fall für die gute und produktive Zusammenarbeit, und wünsche ebenfalls viel Erfolg und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel." ich stand auf und reichte Colonius die Hand. "Doch nun muss ich leider los. Die Tempestas wartet. Allerdings können wir noch jemanden nach Italia mitnehmen."

    Zitat

    Original von Marcus Didius Falco


    "Danke, Nauticus. Bogenschießen zählte stets zu meinen Lieblingsdiziplinen. Leider komme ich in letzter Zeit nur noch selten dazu, mich darin zu erproben. So traurig auch der Anlaß dieser Wettkämpfe ist, so sehr freue ich mich dem verstorbenen Caesar durch gute Leistungen eine letzte Ehre erweisen zu können. Aber unser Imperator ist ebenfalls prächtig in Form. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit. ;)


    Schade, das es keine Segelwettkämpfe gibt, Nauticus. Da könntest du mit deinem Können glänzen. Ich habe schon viele Ruhmesworte über deine nautischen Fähigkeiten gehört."


    "Ja, der Imperator ist wirklich außerordentlich gut in Form. Ich denke, er hat ganz gute Chancen, hier den Sieg davon zu tragen. Dass es keine Segelwettkämpfe gibt, ist zwar etwas schade, aber da wäre dann sowieso nur die Classis dabei, und selbst davon können viele nicht richtig segeln! Und ich, ich bin nur ein einfacher Kapitän. Den Rest habe ich Neptun zu verdanken."

    Zunächst mal sei noch etwas angemerkt: Der "normale" Arbeiter verdient deutlich weniger als ein Akademiker. Folglich zahlt ein Akademiker mehr Steuern in seinem Leben als ein Arbeiter. Somit zahlt ein Akademiker quasi den Betrag zurück, den der Staat in ihn investiert hat. Des weiteren ist noch zu bemerken, dass auch Azubis vom Staat subventioniert werden, weil entsprechende Subventionen an die Unternehmen fließen. Meine Onkel und Tanten mussten noch Lehrgeld bezahlen und bekamen kein Gehalt als Lehrling. Und damals gab es auch noch keine Bestimmungen zur Jugendarbeit. Warum bekommt ein Lehrling also heute Gehalt?
    Aber zurück zu den Unis. Warum kann eine Uni ihre Patente nicht meistbietend verkaufen und das Geld für sich behalten? Warum sind Professoren Beamte und werden nicht - wie international üblich - durch flexible und leistungsbezogene Gehälter bezahlt? Warum werden für Firmenausgründungen von Unis beinahe unzumutbare Bürokratische Hindernisse formuliert? Und warum wandelt man die Unis nicht in Stiftungsunis um, wie z.B. Harvard, yale, Stanford, Cambridge, Oxford, etc.?
    Bei stiftungsunis würde sich auch die Wirtschaft beteiligen. Gegen ein Mitspracherecht bei Lehrinhalten, versteht sich. Klappt international ganz gut. Die frage ist also nicht, woher das Geld kommen soll, sondern vielmehr, warum der Staat seine Verantwortung und Kontrolle bezüglich der unis nicht abgeben will, wenn man sich schon keine Unis mehr leisten kann. Und natürlich, warum zur Hölle an den Unis alle Dauerstellen verbeamtet sein müssen!

    Tja, Catus, dann haben wir aber ein Problem. Wenn sich die Länder keine Unis leisten können, dann müssen die Unis halt privatisiert werden! Der Rest folgt dann marktwirtschaftlichen Kriterien. Ich denke, dass im Falle einer Vollprivatisierung etwa 10 Unis den Konkurrenzkampf überstehen. Diese werden dann Elite-Unis sein, auch entsprechend teuer. Ich schätze. wir würden dann etwa 10% der heutigen Studentenzahl haben.
    Damit Deutschland dann noch einen Wettbewerbsvorteil hat, muss die (nicht-akademische) Arbeitskraft billiger werden. Das wird sie auch, weil es davon entsprechend mehr gibt. Ich denke, das osteuropäische Niveau ist da sinnvoll und realistisch. Akademiker werden dagegen deutlich besser bezahlt werden als heute. Eigentlich eine ganz verlockende Vorstellung. Es würde dann in etwa auf die Situation des späten 19. Jahrhunderts hinauslaufen.

    Ganz ehrlich, wenn ich die Leistung, die ich an einer deutschen Uni für € 500,- pro Semester erhalte mit dem vergleiche, was ich in GB oder USA für $ 5000,- pro Semester kriege, dann ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in Deutschland deutlich schlechter. Und wenn ich hier Studiengebühren bezahlem müsste, während es in die Un-Bib regnet, diverse wichtige Fachzeitschriften abbestellt werden, Bücherbestände nicht aktualisiert werden können und die Ausstattung der Praktika museumsreif ist, weil kein Geld da ist, gleichzeitig massiv Stellen an den Unis abgebaut werden, Berufungszusagen für neue Profs aufgrund Haushaltsvorbehalten gebrochen werden, und gleichzeitig die studiengebühr im Landeshaushalt landet, dann würde ich sofort ins Ausland gehen und bei den 10fachen Gebühren studieren!


    Ave Sabellius,


    sieht so aus, als würdest du langsam wieder Fuß fassen in Rom. Das freut mich, und auch wenn ich als Kapitän der Tempestas leider dienstlich verhindert bin, möchte ich dir als Einweihungsgeschenk deine Schulden (war ja sowieso ein zinsloses Darlehen) erlassen. Wenn ich mal in Rom bin, werde ich dich besuchen kommen.


    Vale,
    Marcus Octavius Nauticus