Beiträge von Marcus Iulius Dives

    Eine Begrüßung hier, ein Händeschütteln dort, ein kleines Geschenk von dieser Person, ein Kompliment von jener, hier ein 'Danke', dort ein 'Bitte'... Dives war wirklich froh, als die Frequenz, in der die Gäste in die Villa kamen, langsam wieder abnahm und sich damit auch allmählich das Ende der persönlichen Empfänge andeutete. Ein Gros der Leute hatte er bereits erfolgreich ins Triclinium geleitet; andere standen noch im Atrium. Aber letztere würden schon noch merken, wo die Musik spielte - die nämlich tatsächlich ebenfalls ins Trcilinium umgezogen war. Das hieß: Genaugenommen waren es zwei verschiedene Gruppen und im Atrium wurde nun gerade eine Pause eingelegt, während dafür im Triclinium mit dem Spiel begonnen wurde. Dabei ging es nun ein ganzes Stück ruhiger - sowohl vom Tempo als auch von der Lautstärke her - zu, ohne dabei jedoch (zumindest für Dives' Empfinden) langweilig und einschläfernd zu wirken.
    Der iulische Gastgeber selbst bahnte sich sodann auch den Weg ins Triclinium, in welchem sich bisher scheinbar noch niemand so wirklich getraut hatte sich an der Deko zu bedienen. Andererseits war so ganz offiziell ja auch noch keine Eröffnung gefolgt, was der Duumvir nun zu ändern gedachte. So positionierte er sich also einigermaßen zentral neben einem hüfthohen Sockel, der irgendein Grünzeug trug - und auch mit Weinranken geschmückt war - und räusperte sich vernehmbar. Nachdem dies nicht so wirklich effektiv zündete, ertönte der helle Klang von Metall an Glas... und der Asinier bewies, dass er tatsächlich mittlerweile auch etwas gelernt hatte. Wo genau der jetzt das Glas und dieses Messer oder den Löffel (mit seinem nur flüchtigen Blick vermochte Dives dies nicht so ganz genau zu sagen) her hatte, blieb wohl vorerst Celers Geheimnis. Hauptsache war: Der Iulier bekam zur Eröffnung Aufmerksamkeit.


    "Salvete zusammen, salvete!", begann er mit erfreutem Lächeln.
    "Ich freue mich wirklich außerordentlich, dass ihr alle heute so zahlreich hier erschienen seid, um diese Jubiläusfeier - auf fünf Jahre manifestierten, aktiven iulischen Einsatz für die Civitas Ostia - gemeinsam mit der Gens Iulia zu begehen." Da rückte Proximus plötzich in das Sichtfeld des Duumvirs.
    "Wen ich bisher noch nicht die Ehre hatte persönlich zu begrüßen und hier stellvertretend für meinen Cousin, den Senator und Augur Iulius Centho, auf dessen Anwesen willkommen zu heißen, der möge mir dies bitte an dieser Stelle etwas nachsehen bei der Vielzahl der Gäste. Ich werde mich bemühen dies im Verlaufe dieser Festlichkeiten natürlich noch nachzuholen.", versicherte der Iulier. Das galt jedoch nicht für seinen Onkel Proximus! - Der bekam einmal eine ganz andere Begrüßung:


    "Ganz besonders freue ich mich, dass sogar der Interrimskommandeur der gesamten Cohortes Urbanae, mein Onkel Iulius Proximus, heute die Zeit gefunden hat hier zu sein!", verkündete er stolz und ließ eine zeigende Geste folgen, damit auch jeder jetzt wüsste, wo er oder sie hingucken müsste. Eine angemessene Zäsur unterstrich die Bedeutung seiner Worte. Damit sich sein Onkel jedoch nicht genötig sehen musste jetzt und hier aus dem Stehgreif etwas zu sagen (das konnte man schließlich von niemandem ohne Absprache erwarten), setzte er sodann fort:
    "In diesem Sinne hoffe ich, dass es uns allen heute eine Ehre... vor allem aber natürlich eine Freude ist hier zusammen zu feiern! An dieser Stelle sei auch einmal explizit auf die spezielle Dekoration hingewiesen...", pflückte der Iulier sich eine Weinbeere möglichst publikumswirksam von dem Rankenzeug neben ihm. An den Wänden des Tricliniums befanden sich, wie bereits eingangs erwähnt, ebenfalls derartige Raumverzierungen.
    "... Die ist echt...", hielt Dives die Beere zeigend etwa in Augenhöhe und kam mit seiner Eröffnungsansprache zum Ende.
    "Auf dass wir uns in fünf Jahre alle hier wiedersehen mögen!", schloss er und steckte sich die Traube in den Mund. Natürlich spielte Dives ganz unterschwellig damit auch etwas auf den derzeitigen Bürgerkrieg an, der heute natürlich kein Hauptthema werden sollte (das wäre wohl einer DER Stimmungskiller), doch ganz klar zumindest am Rande kurz mit erwähnt werden musste. In der Tat hoffte der Iulier, dass alle Anwesenden möglichst heil aus dieser unheilvollen Geschichte heraus kämen!


    Planmäßig würde es jetzt gleich mit dem Essen losgehen. So schnappte sich der Iulier spontan Asinia Celerina, die Schwester seines Klienten Asinius Celer, und führte sie zu einem der Korbsessel am Rande. In einem großen 'U' waren Tische aneinander gereiht und Klienen und Korbsessel zur Wand hin daran platziert. Die Mühe mit zig verschiedenen Mensae hatte sich der Iulier bei den vielen Leuten nämlich nicht gemacht. So würde es auch problemlos gehen. Dives selbst würde sich im weiteren Verlauf natürlich eher zentral auf eine der Klienen in der Mitte des 'U' legen und wäre gespannt, wer sich so alles in seiner Nähe einfinden würde und welche anderen Gruppieren es eventuell gäbe...

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    Original von Aemilia Caenis & Tiberius Iulius Crassus


    Dives lächelte und wurde das Gefühl nicht los, dass da tatsächlich etwas zwischen den beiden lief. Spätestens als Crassus sie bei ihrem Cognomen nannte und sie nach ihrem Wunsch für eine Erfrischung fragte, lag das wohl sehr nah. Da müsste der Iulier unbedingt noch genauer nach ihrer Verwandtschaft und Herkunft und ihrer Vermögenheit... beziehungsweise der ihrer Verwandtschaft fragen, denn in aller Regel waren Liebe und Ehe zwei völlig verschiedene Paar Schuhe! Und das sah der Iulier jetzt nicht nur so, weil er seine Liebe niemals in der Öffentlichkeit würde heiraten können... Gut, zugegebenermaßen war das aber schon auch einer der Hauptgründe für seine mittlerweile recht starre Sichtweise in dieser Sache.


    "Oh, viele, viele. Mein Collega Cassius und sein Vater sind hier in Ostia sehr bekannte und einflussreiche Leute. Mein Klient Asinius Celer, den ich schon als Kind kannte... naja, der ist zumindest auf dem richtigen Weg so langsam.", zählte Dives mehr flüchtig ein paar Leute auf - einfach um die Frage beantwortet zu haben. Dann nämlich könnte er sogleich die ersten Fragen an die Aemilia stellen und ihr... ein wenig auf den Zahn fühlen:
    "Aber erzähl, Aemilia, wo kommst du eigentlich her? Direkt aus Roma?" Das war unwahrscheinlich und würde hoffentlich zum Erzählen einladen.
    "Kennt man deinen Vater?", schob der Duumvir auch gleich noch nach um aufzuzeigen, dass seine Frage nach der Herkunft sich nicht nur auf die räumliche Herkunft beschränkte...

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    Original von Lucius Tiberius Lepidus


    Na, ganz offensichtlich war zumindest der Germanicer für Lepidus nicht uninteressant... zumindest schien das so. Aber ein mit einem Praetorier und einem Quaestorier verwandter Eques war ja auch allerhand! So nickte Dives nur kurz bestätigend und ging sodann vor.


    "Aculeo! Ich hoffe, du amüsierst dich schon ein bisschen?", benutzte der Iulier eine nichtssagende Standardfloskel.
    "Darf ich dir Tiberius Lepidus vorstellen? Er bereichert seit einiger Zeit die Societas Claudiana et Iuliana.", stellte er den Patrizier vor.
    "Tiberius, das ist der Procurator Annonae Germanicus Aculeo.", beließ er es bei diesem bei einer recht kurzem Vorstellung gemessen daran, was er nicht noch alles hätte aufzählen können. Aber erstens hatte er dies dem Tiberier gegenüber ja bereits einmal und zweitens wollte er auch nicht, dass jener sich durch eine solche Aufzählung nachher noch als von Dives herabgesetzt betrachtete oder so. Gerade bei Patriziern musste man auf soetwas ja mitunter sehr genau achten...


    Zumindest vorerst blieb der Duumvir bei den beiden Herren stehen, um auch sicherzugehen, dass hier alles gut ging und die beiden sich verstanden.

    Nur eine mündliche Nachricht? Dives ließ die Hand sinken, während er die Worte des Caeliers geflissentlich ignorierte. Und nur unter vier Augen? So ganz wollte dem Iulier dies aber nicht passen, denn er würde es zwar nicht zugeben, doch würde er sich dem muskulösen Boten nur so unter vier Augen schon ein wenig ausgeliefert fühlen. Er zögerte kurz, bevor er sich zu einem Lächeln zwang.
    "Ich muss mich jetzt doch nicht etwa fürchten, oder?", fragte er dann halb scherzend, halb ernst und dachte dabei weiter nach. Serapio hatte doch wohl nicht nur solche Muskelprotze als Sklaven, die er in friedlicher Absicht hätte schicken können, oder?! Gut, es war Abend und die Straßen gerade dann nicht ungefährlich. Aber konnte er sich nicht vorstellen, wie das auf einen jungen Civilist wirkten könnte und würde??


    Es hieß also Abwägen. Was wäre der schlimmste zu befürchtende Fall? Für einen Mord sah Dives keinen Grund. Eine Entführung wäre viel leichter als offizielle Verhaftung durch die Praetorianer gewesen und schied damit wohl auch aus. Nein, der absolute Negativfall wäre wohl ein Prügelknabe als Antwort auf den letzten Brief des Iuliers. Die Intention dafür läge klar auf der Hand: 'Dives, unterlass das!'
    "Gehen wir ins Tablinum. Da sind wir ungestört.", meinte er nach einmaligem kräftigen Schlucken. Einerseits bestand schließlich noch immer auch die Möglichkeit, dass die Botschaft eine positive wäre; während der Duumvir sich auf der anderen Seite nicht vorstellen wollte, wie im Casus malus die weniger höfliche und vor allem weniger privat übermittelte 'Botschaft' aussehen würde...


    Ohne ein weiteres Wort an Caldus oder sonstwen ging Dives sodann voran in Richtung Tablinum und versuchte auf dem Weg dorthin ein möglichst optimistisches Gesicht zu machen. 'Er hat es mir gesagt. Wortwörtlich: Das ist keine gute Idee. Und was mache ich? ...', flogen die Gedanken in seinem Kopf. Im Tablinum angekommen schloss der Iulier die Türen. Sie waren allein. Er holte noch einmal tief Luft: "Also..? Was sollst du mir... 'ausrichten'?"

    Bürger der Stadt Ostia!!



    Die Frist zur Kandidaturverkündung ist am ANTE DIEM XV KAL DEC DCCCLXII A.U.C. abgelaufen. Folgende Kandidaten sind gemäß §1 der Pars Tertia der Lex Municipalis Ostiensis zur Wahl zugelassen.


    Für das Duumvirat:
    Marcus Iulius Dives
    Iullus Cassius Hemina Minor [NSC]
    ...
    Faustus Herennius Camillus [NSC]
    ...


    Für die Quaestur:
    Potitus Asinius Celer [NSC]
    ...
    Tiberius Tadius Tappo [NSC]
    ...


    Für die Aedilität:
    Titus Helvetius Ocella
    Appius Hortensius Vaticanus [NSC]
    ...
    Gaius Geminius Gallus [NSC]
    Gnaeus Geminius Gallus [NSC]
    ...



    Iullus Cassius Hemina Minor et Marcus Iulius Dives

    | Tasius


    "Valete!", verabschiedete der Rhodier die beiden Sodales aus dem Officium und sparte sich das 'bene', da man ihn scheinbar eh nicht mehr so wirklich wahrnahm. Da hatte man mal wieder eine typisch römische Situation: Solange jemand - und sei dieser jemand auch ein Sklave - ein Amt ausfüllte, wie Tasius den Vicarius im Gespräch vertreten hatte, solange war eine einigermaßen gepflegte Konversation möglich. Kaum war das Gespräch vorbei, war der Respekt wieder weg.


    Sodann machte der Rhodier sich an die Arbeit seinem Herrn zu schreiben und berichtete diesem freudigst darüber zu welchem Ergebnis sie - denn er hatte ja auch mitgeholfen - gekommen waren. Dass jener Iulius Dives verärgert wäre über das Ergebnis, weil der Sklave die Vorarbeit des Iuliers, wie alles andere auch, sauber und ordentlich weggelegt hatte und verpasst hatte es zu dieser Unterredung mit Lepidus und Crassus wieder hervorzuholen, ahnte er dabei nicht. Über die dann folgenden zwei Briefe an jene beiden engagierten Sodales wurde er jedoch genauso in Kenntnis gesetzt, wie er einen verbalen Satz heiße Ohren (dem sicherlich bei Gelegenheit auch noch ein physischer folgen würde) bekam und ihm angkündigt wurde, dass zumindestalles satzungsbezogene künftig an ihm vorbei laufen werde. Hoffentlich würde der Sklave aus seinen Fehlern lernen und sich nicht als kompletter Fehlkauf herausstellen...




    TABULARIUS - SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA
    SCRIBA PERSONALIS - MARCUS IULIUS DIVES

    Zitat

    Original von Aemilia Caenis & Tiberius Iulius Crassus


    "Die Freude ob deiner Bekanntschaft liegt ganz bei mir, Aemilia.", lächelte Dives und fragte sich innerlich, was eine Aemilia bei ihnen in der Casa Iulia zu Roma zu suchen hatte. Wenn jemand nicht bei der eigenen Verwandtschaft wohnte, hatte das schließlich für gewöhnlich irgendwelche Gründe, die von einem Gensausschluss (wobei sie dann wohl nicht mehr den Namen Aemilia führen dürfte) bis hin zu einer Eheschließung reichen könnten. Doch es war noch früh und für derlei Fragen noch genügend Zeit. Ob Crassus und sie vielleicht gar etwas am laufen hatten? Sein Cousin schien zumindest sichtlich Spaß daran zu haben von 'wir' und 'uns' in ihrem Zusammenhang zu sprechen. Bevor er jedoch zu genaueren Gedanken in dieser Sache in der Lage war, verkündete Crassus, dass sie (da war es schon wieder) ein Geschenk dabei hätten.
    "Das wäre doch nicht nötig gewesen...", winkte Dives ab, konnte jedoch nicht anders als gespannt zu gucken, was ihm denn da mitgebracht wurde. Ein sinnliches Bild von Caldus (das hieß: das Bild zeigte natürlich nicht diesen, sondern eine mythische Szene mit Prometheus und Mercurius) hatte er ja schon bekommen. Gedanklich riet der Duumvir ein bisschen ins Blaue: Vielleicht eine kleine Statuette für das Lararium? Ja, eventuell ein Apollon? Da fiel ihm ein, dass doch Sabinus auch mal eine Statue aus ihm machen wollte... einen Apollo Dives oder so. Und..? Und?! - Ein Buch. Zumindest auf den ersten Blick handelte es sich um eins. Dem Titel zufolge, den sein Cousin sodann nannte, waren es jedoch wohl zwei. Viel entscheidender aber war: Es war kein Cicero oder Ovidius oder... Homer oder so. Nein, da wurde ihm doch glatt eine Schrift überreicht, in der Sachen standen, wie: 'Großzügig ist nicht der, der freigiebig mit fremdem Gut umgeht, sondern der von sich selber nimmt, was er anderen gibt.' Und der Satz passte sogar auch noch zweifellos auf den heutigen Anlass, den Dives im Anwesen seines Cousins Centho ohne jenen beging. Noch dazu die gewissen anderen Parallelen: Als Nero dieses Werk gewidmet wurde, war der nur wenig jünger als Dives jetzt und hatte gleich dem Duumvir Iulius keinen Vater mehr... Schnell gab er dieses sicherlich nur nett gemeinte Geschenk an einen Sklaven weiter, der es ins iulische Cubiculum bringen würde.
    "Ich danke dir für deine Glückwünsche. Das ist wirklich sehr nett und aufmerksam, wenngleich ich natürlich kein exzentrischer Claudier bin, der seiner Verwandtschaft an die Gurgel will.", tat er die Parallelen wohl auch um sich selbst davon zu überzeugen, dass diese gar nicht so groß waren, ab. Nein, er selbst würde sich bestimmt nicht zu einem Mann machen oder machen lassen, dessen Name nach seinem Tod nicht mehr genannt werden dürfte, weil er der Damnatio Memoriae verfallen war... hoffentlich.


    "Tja, unser Senator und Cousin Lucius eben...", kam der Iulier dann auch lieber schnell zu dem von Crassus angesprochenen, deutlich angenehmeren Thema. Unterdessen hatte sich die Aemilia nun also einen der Efeukränze genommen und aufgesetzt und hielt ihrem Begleiter den zweiten hin. Die verkleidete Nymphe hatte sich wohl schon wieder tanzend unter die Leute gemischt.
    "... der hat hiermit einen wirklich guten Fang gemacht... Aber das mit dem guten Fang liegt uns Iuliern wohl im Blut, was?", lächelte Dives vielsagend und mit kleinem Seitenblick zur Aemilia. Mal sehen, wie die beiden darauf reagieren würden...

    Die beiden Herren lächelten - der Cassier etwas gezwungener, da er noch immer mit dem Nachgeschmack der Sauce zu kämpfen hatte. Dives unterdessen versuchte weitere Schlüsse zu ziehen aus 'der kaiserlichen Kanzlei'. Ritter, die dort arbeiteten, waren entweder noch nicht lange ebensolche... oder Procuratoren. Aus der Tatsache, dass die Iunia beides aber so zusammengehörig erzählte, folgerte er, dass wohl eher letzteres der Fall hier wäre. Dies wiederum schloss zwar einen Aelier und/oder Auguren nicht aus, machte jedoch den Pompeius Imperiosus, von dem der Iulier wusste, dass der in der Administratio Imperatoris tätig war, ungleich wahrscheinlicher. So mündete das amüsierte Lächeln des Duumvirs über diesen kleinen Scherz, als den er Axillas Worte verstand, in einem wissenden Lächeln. Dennoch sah er von einem direkten Herausposaunen seiner Schlüsse ab - gerade weil dies bei der Iunia ja schon einmal nach hinten losgegangen war. Vielmehr versuchte er stattdessen subtiler vorzugehen:
    "Was für ein Zufall! Ich habe einen Anverwandten, der ist dort ebenfalls als Procurator tätig.", gab sich Dives positiv überrascht - und irgendwie war er dies auch, nachdem er in dieser Sache endlich wieder eine Spur hatte - und schaute Axilla auch mit etwas Neugier in den Augen an. War die Procuratur ein Treffer?
    "Er heißt... ähm... Pompeius Imperiosus. Vielleicht kennst du ihn sogar?", schob er unschuldig nach. Dann schwenkte er mit seinem Blick kurz zu einem der umstehenden Sklaven und klatschte zweimal freudig und vielleicht auch einen Hauch selbstzufrieden in die Hände. Der Cassier sah schließlich nicht danach aus, als wenn er noch ein halbes Ei würde essen wollen und die Schwangere... schien auch nicht wirklich Heißhunger darauf zu haben. Aber das waren ja eh nur Appetitanreger.


    Sodann wurden die restlichen Eier abgedeckt, während die Tunken nur ein wenig beiseite geschoben wurden. Eventuell hätte ja Axilla noch Bedarf? Außerdem gab es in dieser kleinen Runde ja Platz genug, sodass die gustatio sicherlich auch so ihren Platz auf dem Tisch finden würde. Und tatsächlich: Die gekochten Baumpilze in gepfefferter Fischsauce passten noch wunderbar auf die Mensa. Der Iulier griff sich eine Scheibe Weißbrot und nahm sich vor ab jetzt genauer zu schauen, welches Essen gut und welches weniger gut ankäme...


    "In dieser Position lernt man... wie sicherlich auch frau...", lächelte der Cassier nun wieder etwas charmanter und hatte sich offenbar von den Pasten erholt. "... doch auch sicherlich viele interessante Leute kennen, oder? Vielleicht kannst du mi.. uns ja sogar einen Architectus oder Baumeister empfehlen?", versuchte er sich wieder etwas mehr hervorzutun. Und diese selbstgeschaffene Steilvorlage musste er dann natürlich auch gleich weiter ausnutzen:
    "Ich würde mich jedenfalls sehr über eine Nachricht von dir freuen!" - selbst wenn diese letztlich vielleicht auch gar nichts mit irgendwelchen Meistern der Baukunst zu tun hätte... Aber das sprach Hemina natürlich nicht aus. Um dies mitzuteilen reichte schließlich manchmal auch ein gekonnter Blick...

    Zitat

    Original von Titus Helvetius Ocella


    Ganz offensichtlich gab es keine Fragen... zumindest nicht solche direkt zum Thema.
    "Natürlich.", entschuldigte der Duumvir den Hortensier selbstverständlich, wenngleich dessen Ausspruch in den iulischen Ohren doch auch einen leicht erheiternden Klang hatte. Es war ja wohl schließlich eher die Regel, dass man als Nicht-Decurio nicht gleich jeden Decurio kannte... Aber er enthielt sich einer Wortäußerung dazu.


    "Ich will mich dann auch mal wieder um meine Gastgeber-Pflichten kümmern gehen.", wandte er sich anschließend an den Helvetier. Im Hintergrund sah er nämlich schon einen Typ aufkreuzen, der dem Fabius von der Lagebesprechung mit der Classis auffällig ähnlich schien.
    "Am besten, du begibst dich einfach schon mal so langsam in Richtung Triclinium. Es wird sicherlich bald losgehen können.", schlug Dives ihm noch vor, damit der jetzt nicht wie bestellt und nicht abgeholt verloren in der Gegend herum stünde. Sodann machte sich auch der Duumvir wieder auf den Weg...


    Zitat

    Original von Cnaeus Fabius Torquatus


    ... und steuerte direkt auf den Fabier zu. Ja, er schien es wirklich zu sein und noch bevor Dives ein erstes Wort hatte sagen können - PLOP - war dem neuen Gast von hinten ganz frech ein Efeukranz auf den Kopf gesetzt worden.


    "Salve... Tribunus Fabius, richtig?", versicherte sich der Iulier höflich. Nicht dass er den armen Mann am Ende tatsächlich nur mit dem Tribun verwechselte, der den iulischen Duumvir bei der Lagebesprechung nicht gekannt hatte... Wer wüsste, wo soetwas noch hin führte..?!
    "Willkommen in der Villa Iuliana!", fügte er also auch vorerst nur schlicht an. Solange er nicht ganz sicher war, konnte er natürlich auch keine spezifischen Fragen stellen, die jedem Gast das Gefühl einer ganz individuellen Begrüßung geben sollten. Für den vermuteten Eques böte sich damit nun natürlich eine gewisse Chance, die der nutzen oder auch verstreichen lassen könnte...

    Zitat

    Original von Lucius Tiberius Lepidus


    Dives nickte. Ja, es würde sich mit Sicherheit im Rahmen dieser Festivität noch die eine oder andere Gelegenheit ergeben, um auf die Probus-Sache wenigstens mal kurz zu sprechen zu kommen. Dann wollte der Tiberier - natürlich - mit einigen Leuten bekannt gemacht werden. Dives überlegte: Wer könnte für den Patrizier wichtig sein? Der Cassier, der praktisch das ganze Jahr krank machte und zum Feiern nun plötzlich wieder gesund war? Oder der Asinier, der den persönlichen Anschub seines Patrons brauchte, um sich über seine Scriba-Tätigkeit hinaus zu wagen? Beides nicht allzu wahrscheinlich, wie der Iulier meinte. Da stellte er lieber erst einmal aus der Ferne ein paar Leute vor, zu denen man, wenn Lepidus näheres Interesse zeigen würde, ja dann immernoch hingehen könnte...


    "Der Mann dort drüben ist Sulpicius Cornuntus, der Hafenverwalter des Portus Romae... und die hübsche Perle an seiner Seite ist... seine Schwester. Die dürfte sogar noch zu haben sein, wenngleich wohl sicherlich unter deiner Würde.", begann Dives einfach mal ins Blaue hinein und machte mit dem unterschwelligen Kompliment einen eventuellen Fehltritt bei der Auswahl des ersten Vorgestellten hoffentlich gleich wieder gut.
    "Da drüben, das ist Germanicus Aculeo. Er ist Procurator Annonae, folglich ein Eques und sitzt auch im Ordo Decurionum der Civitas. Darüber hinaus ist er mit den Senatoren Germanicus Sedulus und Germanicus Avarus verwandt und ein Mitglied in der Societas Claudiana et Iuliana." Er ließ seinen Blick weiter schweifen und zeigte dann wieder unauffällig:


    "Die beiden Männer dort hinten, das sind die Cassier... Mein Collega Hemina Minor und sein Vater Hemina Maior. Die sitzen beide im Ordo Decurionum und sind nunmehr beide duumvirischen Ranges. Allerdings würde ich vorsichtig sein, was Minor betrifft. Der macht jetzt wieder einen ganz fitten Eindruck, war aber erst längere Zeit krank...", warnte er. Direkter Kontakt durch Händeschütteln oder ähnliches war da also sicherheitshalber aus Sicht des Iuliers noch zu vermeiden.
    "Ah, und dort steht Helvetius Ocella, Enkel eines verstorbenen einstigen Duumvir der Civitas. Noch arbeitet der nur als Scriba in der Curia, macht aber einen guten Job und ich glaube, aus dem kann noch was werden!", stellte Dives erst einmal ein paar Leute vor, die er eben auf Anhieb so sah. Nach kurzer Pause fügte er noch hinzu:


    "Und nein, der ist nicht näher mit dem Senator Helvetius Geminus verwandt..." Mit leichtem Lächeln über diesen mitunter erratenen Gedanken, der dem Tiberier ja vielleicht in dieser Richtung gekommen sein mochte, blickte er dann direkt zu Lepidus. War hier vielleicht schon der eine oder andere geeignete Gesprächspartner dabei?

    Die große Wahlkampf-Party war vorüber, die Wahlbekanntmachungen waren ausgehängt und die eigene Bewerbung war abgegeben worden. Im Großen und Ganzen konnte man also sagen, dass Dives dem Ende seiner ersten und hoffentlich nicht zugleich auch letzten Amtszeit als Duumvir Ostiensis positiv gestimmt entgegen sah. Praktisch gab es nur noch einen Punkt, den er und sein Collega Cassius zu erfüllen hatten. Wie drückte es die Lex Municipalis gleich so schön aus? 'Sie [...] leiten die Wahlen der städtischen Magistrate zum Ende ihrer Amtszeit.' - Das hieß natürlich: Sie täten dies nur, solange der Curator Rei Publicae nicht einzuschreiten gedenken würde, was aus Sicht des Iuliers zwar nicht allzu wahrscheinlich wäre, doch hätte er noch vor einem guten Jahr auch nicht gedacht, dass die dicke Kugel Salinator einen 'ruhige-Kugel-Schieber' aus dessen eigener Kanzlei in dessen eigene Klientelstadt schicken würde, um die dortigen Finanzen zu überprüfen. Aber noch war weit und breit kein Curator in Sicht und so würden sich beide Duumviri, denn pünktlich zum Feiern war Hemina Minor auf einmal wieder kerngesund gewesen - ein seeehr merkwürdiger Zufall -, um die korrekte und reibungslose Wahlleitung der anstehenden ostiensischen Wahlen kümmern.
    Die nächste Aufgabe, die es in diesem Zusammenhang zu erfüllen galt, war die der Erstellung und Veröffentlichung einer Kandidatenliste. Offiziell lag die zwar in Verantwortung der Stadtverwaltung als solcher, doch gerade bei der eigenen Kandidatur handelte man da wohl lieber nach dem Motto 'Vertrauen ist gut; Kontrolle ist besser', was letztlich also hieß, dass man es auch gänzlich in die eigenen Hände nehmen könnte. Immerhin wäre so auch sichergestellt, dass der eigene Namen - wie auch die Namen der sonstigen Wunschkandidaten des Iuliers - ihren Platz ganz oben auf den Aushängen finden würden, was bekanntlich durchaus dazu beitragen könnte das Ergebnis in eine gewisse Richtung zu beeinflussen.


    Und wieder fand eine große, lange Liste mit diversen mehr oder weniger bekannten Namen ihren Weg auf den divitischen Schreibtisch. Einige dieser Kandidaten konnten ohne Weiteres auf die Liste der Zulassungen gesetzt werden - allen voran natürlich Dives und sein Collega selbst! Aber auch ein Asinius Celer oder der Töpfer Tiberius Tadius Tappo, der mit seiner Tip-Top-Tappo-Töpfer-Markenware seines Töpferei-Betriebes 'Trostloser Tand' sogar bis nach Britannia exportierte, waren schnell auf die 'gute Seite' geschrieben. Bei manch anderer Bewerbung sah es da schon schwieriger aus. Zu ebenjenen kniffligeren Fällen gehörte auch die Bewerbung Ocellas, der leider nicht in seinem Schreiben vermerkt hatte, inwieweit es ihm mittlerweile gelungen war den Cursus de rebus vulgaribus an der Schola Atheniensis abzulegen. Als Bewohner Ostias mit Bürgerrecht erfüllte er alle sonstigen Zulassungsvoraussetzungen problemlos. Aber er war bei Weitem nicht der einzige, den man diesbezüglich noch einmal etwas näher in Augenschein nehmen müsste. Auch die Geflügelzüchter-Brüder Gaius und Gnaeus Geminius Gallus, deren Geflügelzucht 'Zur gackernden Glucke' nicht nur die Wahlkampf-/Jubiläumsfeier in der Villa Iuliana beliefert hatte, sondern die es auch vermocht hatte Dives schnell und unkompliziert zehn fabulöse, weiße Gänse für sein Opfer an Iuppiter Serapis zu beschaffen, müssten noch einmal überprüft werden. Große Chancen darauf, dass beide Brüder zu Aediles von Ostia gewählt werden würden, räumte der Duumvir ihnen jedoch nicht ein.
    Wie dem auch wäre. So wurden aus einer großen, langen Liste mit der Zeit zwei nicht mehr ganz so große, nicht mehr ganz so lange Listen. Mit einer der beiden würde anschließend ein verlässlicher Schreiber, jemand wie der Asinier, zur Schola nach Roma geschickt werden, um die dortigen Aushänge mit der Liste abzugleichen. Das war zwar eigentlich eine genauso undankbare wie unnötige Aufgabe, denn für gewöhnlich würde soetwas wohl mit einer direkten Nachricht an die jeweiligen Bewerber gelöst werden, doch könnte der Asinier so gleich auch noch für ein-zwei weitere Botengänge missbraucht werden...


    Nummer 1: Dives hatte schon länger überlegt, wie er Serapio näher kommen könnte. Sie waren zwar wohl beide leidenschaftliche Anhänger des Wagenrennsports, doch der Decimer stand auf Seiten der Gespanne, die es nötig hatten sich golden zu nennen, während der Iulier der Factio angehörte, die tatsächlich auch mal ganz vorne stand. Der Decimer war Praetorianerpraefectus, ein Militär, ein Mann der Tat, während der Iulier ein Duumvir, ein Civilist auf dem Weg in den Senat (zumindest langfristig), ein Mann eher der langen Reden war. Letztlich lebte Dives aktuell hier in Ostia, während Serapio... unter dem Schutz des Iuppiter Serapis hoffentlich überhaupt noch lebte. - Aber selbst dann: Was würde ihn nach Ostia führen? Allein das Serapeum, welches Dives errichten lassen wollte?? Wohl kaum. Drum hieß die Devise, drum musste sie lauten: Schaffe neue Verbindungen, baue Brücken, werde Pontifex... in gewisser Weise zumindest. - Und was machten die Brückenbauer, wenn sie das andere Ufer nicht mit einem Bogen erreichen konnten? Richtig, sie bauten einen Pfeiler auf halber Wegstrecke mitten in den reißenden Fluss! Inwiefern der letztlich tatsächlich so reißerisch wäre, sollte an dieser Stelle mal dahin gestellt bleiben, doch meinte Dives mittlerweile das passende Fundament für seinen benötigten Stützpfeiler gefunden zu haben: Decima Seiana, die Schwester Serapios und wohl eine der ihm am nächsten stehenden Personen überhaupt. Und das Grandiose war: sie befand sich auch unter objektiveren Gesichtspunkten in mehr als nur einer wichtigen Position, sodass es nicht allzu schwer sein dürfte einen Kontakt zu ihr aufzubauen, der nicht gleich auf Serapio schließen ließe... Dives würde sich an der Schola Atheniensis um eine Praeceptur bewerben!
    Nummer 2: Tasius hatte dem Iulier aus dem Domus Societatis in Roma geschrieben und eine gemeinsam mit Tiberius Lepidus und Iulius Crassus ausgearbeitete Satzung mitgeschickt. Dumm nur, dass der alte, rhodische Sklave anscheinend zu blöd dazu gewesen war den divitischen Vorschlag in irgendeiner Weise mit einzubringen! Zumindest las sich die Satzung nicht wirklich so, als hätte er dies versucht. Wenn man nicht gleich alles selbst erledigte... dann blieb unterm Strich die doppelte Arbeit an einem hängen... Ärgerlich!!

    Ostia, A.D. XVI KAL DEC DCCCLXII A.U.C.

    Ad
    Rectrix Scholae Atheniensis
    Decima Seiana
    Domus Scholae Atheniensis
    Roma, Italia



    M. Iulius Dives Duumvir Decimae Seianae Rectrici s.d.


    Do ut des. Diesem einfachen Prinzip folgend habe sicherlich nicht nur ich in den vergangenen Tagen und Wochen viele größere und kleinere Opfer dargebracht und noch mehr Gebete an die Götter gesprochen, auf dass jene in diesem grausamen Krieg zwischen Römern schützen mögen, wer uns lieb und wichtig ist.
    Doch nicht nur im Bezug auf die Götterwelt scheint mir dieses Prinzip nicht unwichtig zu sein, sondern auch in manch anderen alltäglichen Bereichen. So schrieb einst Seneca der Jüngere: 'Docendo discimus.', 'Durch Lehren lernen wir.'


    So möchte auch ich nun jener Weisheit folgend damit beginnen mein Wissen aktiv weiterzugeben, um neues Wissen zu erlangen und mich mit diesem Schreiben der Schola Atheniensis Phoebi Apollonis Divinis als Praeceptor empfehlen. Denn so schwierig diese Zeiten im Moment auch sein mögen, wusste doch schon Horaz zu sagen: 'Carpe diem!', 'Nutze den Tag!'
    Indem ich dir also diese Zeilen zukommen lasse, nutze ich zweifellos auch die Gunst dieser Tage, in denen manch anderer Roma lieber den Rücken kehrt. Nun frage ich dich: Wärst auch du dazu bereit diese sich bietende Gelegenheit zu nutzen und einem mit knapp XXII Jahren zwar noch recht jungen, doch dafür umso rascher lernfähigen Iulier wenigstens die Chance zu geben sich dir näher vorzustellen?


    In der Hoffnung dein Interesse geweckt zu haben bitte ich dich mir eine kleine Auswahl an möglichen Terminen zukommen zu lassen, zu denen dir ein Gespräch in dieser Angelegenheit möglich erscheint.


    Mögen die Götter mit Dir und den Deinen sein!
    Vale bene!


    http://imperiumromanum.net/ima…gel_gens_Iulia_Tabula.png


    SCITUM PER SIGNUM DUUMVIRI:

    MARCUS IULIUS DIVES
    DUUMVIR - OSTIA

    Ostia, A.D. XVI KAL DEC DCCCLXII A.U.C.

    Ad
    Sodalis Societatis Claudianae et Iulianae
    Lucius Tiberius Lepidus
    Villa Tiberia
    Roma, Italia



    Iulius Dives Tiberio Lepido s.d.


    Mich erreichte vor kurzem ein Schreiben des Sklaven Tasius aus dem Domus Societatis, in welchem mir über darüber berichtet wurde, wie ihr zusammen mit Iulius Crassus an der bisherigen, alten Satzung der Societas Claudiana et Iuliana gearbeitet habt. Leider, so musste ich verärgert feststellen, hat der Sklave meine eigenen Vorschläge nur äußerst ungenügend mit einzubringen vermocht, falls er überhaupt meine bisherigen Gedanken dazu in die Diskussion mit eingeflochten haben sollte. *


    Sim-Off:

    * Sry, mein Fehler. Ich hab zu spät gesehen, dass ich da schon mal etwas vorbereitet hatte... Mea culpa! Man möge mir bitte vergeben. -.-


    Anbei übersende ich nun also meinen euren bisherigen Ergebnissen angepassten Entwurf für eine neue, überarbeitete Satzung und bitte dich darum zusammen mit Iulius Crassus noch einmal einen näheren Blick darauf zu werfen. Sollte das Schriftstück eure Zustimmung finden, so würde ich mich freuen, wenn ihr mir eine entsprechende Nachricht zukommen lassen würdet, damit anschließend die nötigen weiteren Schritte in die Wege geleitet werden können.


    Doch möchte ich nicht jammernd und klagend, sondern viel mehr dankend schließen! Ich schätze dein und euer beider Einsatz und Engagement für die Societas Claudiana et Iuliana sehr und bin stolz darauf, dass es ausgerechnet mir gegönnt war dich und euch in den Kreis unserer Sodalität aufzunehmen!


    Mögen die Götter mit Dir und den Deinen sein!
    Vale bene!


    http://imperiumromanum.net/ima…gel_gens_Iulia_Tabula.png


    SCITUM PER SIGNUM VICARII MAGISTRIS:

    MARCUS IULIUS DIVES
    VICARIUS MAGISTRIS - SOC. CLAUDIANA ET IULIANA


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    Regularium Societatis Claudianae et Iulianae



    § I - De Regulario Societatis Claudianae et Iulianae
    Das Regularium Societatis Claudianae et Iulianae enthält alle vereinstragenden und vereinsdefinierenden Decreta der Societas Claudiana et Iuliana.


    § II - De Lege Communitatis
    (1) Die Societas Claudiana et Iuliana verpflichtet sich als eingetragener Kultverein dazu das geltende römische Recht mit all seinen Codices, insbedondere dem Codex Universalis mit der Lex Communitatis, als dem Regularium Societatis Claudianae et Iulianae übergeordnet anzuerkennen.
    (2) Daher werden hiermit alle gegen das römische Recht mit all seinen Codices verstoßenden Teile des Regulariums der Societas Claudiana et Iuliana für unwirksam und nichtig erklärt.


    § III - De Societate Claudiana et Iuliana
    (1) Der vollständige Name des Vereins lautet SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA. Ziel des Kultvereins ist die Ehrung der großen Mitglieder der iulisch-claudischen Kaiserdynastie und die Aufrechterhaltung des Andenkens an sie.
    (2) Weiterhin erklärt die Societas Claudiana et Iuliana hiermit ihre absolute Treue zum Kaiser und dem bestehenden Herrschaftssystem. Jenes zu unterstützen und in unverbrüchlicher Tradition zu den Taten unserer Vorfahren zu hegen und zu pflegen soll das oberste Ziel all ihres Handelns ausmachen.


    § IV - De Magistro
    (1) Die Societas Claudiana et Iuliana wird von einem Magister geleitet. Dieser ist der Vorsitzende des Kultvereins im Sinne der Lex Communitatis mit allen daraus resultierenden Rechtsfolgen.
    (2) Der Magister wird durch einfache Mehrheit aller Sodales nach Erklärung seiner Kandidatur gewählt und muss im Regelfall aus dem Geschlecht der IULIER oder aus dem der CLAUDIER stammen.
    (3) Sollte sich kein Mitglied einer der beiden zuvor genannten Gentes zu einer solchen Wahl stellen, so steht es jedem Sodalis der Societas frei selbst für das Magisterium zu kandidieren.
    (4) Der Magister hat außerdem einen Vicarius Magistris zu ernennen, der ihn in Abwesenheit vertritt und die Geschäfte der Societas stellvertretend leitet.


    § V - De Sodalibus
    (1) Sodalis der Societas Claudiana et Iuliana kann jeder ehrenhafte römische Bürger werden, dem es ernst um die Ziele des Vereins ist. Ausnahmen hiervon kann nur die Mitgliederversammlung auf Antrag des Magisters beschließen. Ansonsten entscheidet der Magister allein über die Aufnahme.
    (2) Ein Sodalis kann aus der Societas Claudiana et Iuliana wieder ausgeschlossen werden, wenn er sich ungebührlich verhält. Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung auf Antrag des Magisters.


    § VI - De Domu Societatis
    Der Hauptsitz und damit auch offizielle Tagungsort der Societas Claudiana et Iuliana ist die Domus Societatis in Roma.


    § VII - De Decreto Societatis
    (1) Bei einem Decretum Societatis Claudianae et Iulianae handelt es sich um jegliche vereinsinternen Beschlüsse, die den Kultverein als solchen betreffen. Insbesondere Veränderungen dieser Satzung und grundlegende Umbauten an der Domus Societatis, aber auch Ehrungen besonders verdienter Sodales der Societas Claudiana et Iuliana können nur mittels eines Decretum Societatis beschlossen werden.
    (2) Ein Decretum Societatis kann ausschließlich im Rahmen einer Mitgliederversammlung beschlossen werden.

    Ostia, A.D. XVI KAL DEC DCCCLXII A.U.C.

    Ad
    Sodalis Societatis Claudianae et Iulianae
    Tiberius Iulius Crassus
    Casa Iulia
    Roma, Italia



    Iulius Dives Iulio Crasso suo s.p.d.


    Mich erreichte vor kurzem ein Schreiben des Sklaven Tasius aus dem Domus Societatis, in welchem mir über darüber berichtet wurde, wie ihr zusammen mit Tiberius Lepidus an der bisherigen Satzung der Societas Claudiana et Iuliana gearbeitet habt. Leider, so musste ich verärgert feststellen, hat der Sklave meine eigenen Vorschläge nur äußerst ungenügend mit einzubringen vermocht, falls er überhaupt meine bisherigen Gedanken dazu in die Diskussion mit eingeflochten haben sollte. *


    Sim-Off:

    * Sry, mein Fehler. Ich hab zu spät gesehen, dass ich da schon mal etwas vorbereitet hatte... Mea culpa! Man möge mir bitte vergeben. -.-


    Anbei übersende ich nun also meinen euren bisherigen Ergebnissen angepassten Entwurf für eine neue, überarbeitete Satzung und bitte dich darum mit Tiberius Lepidus nun noch einmal einen näheren Blick darauf zu werfen. Sollte das Schriftstück eure Zustimmung finden, so würde ich mich freuen, wenn ihr mir eine entsprechende Nachricht zukommen lassen würdet, damit anschließend die nötigen weiteren Schritte in die Wege geleitet werden können.


    Doch möchte ich nicht jammernd und klagend, sondern viel mehr dankend schließen! Ich schätze dein und euer beider Einsatz und Engagement für die Societas Claudiana et Iuliana sehr und bin stolz darauf, dass es ausgerechnet mir gegönnt war dich und euch in den Kreis unserer Sodalität aufzunehmen!


    Mögen die Götter mit Dir und den Deinen sein!
    Vale bene!


    http://imperiumromanum.net/ima…gel_gens_Iulia_Tabula.png


    SCITUM PER SIGNUM VICARII MAGISTRIS:

    MARCUS IULIUS DIVES
    VICARIUS MAGISTRIS - SOC. CLAUDIANA ET IULIANA


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    Regularium Societatis Claudianae et Iulianae



    § I - De Regulario Societatis Claudianae et Iulianae
    Das Regularium Societatis Claudianae et Iulianae enthält alle vereinstragenden und vereinsdefinierenden Decreta der Societas Claudiana et Iuliana.


    § II - De Lege Communitatis
    (1) Die Societas Claudiana et Iuliana verpflichtet sich als eingetragener Kultverein dazu das geltende römische Recht mit all seinen Codices, insbedondere dem Codex Universalis mit der Lex Communitatis, als dem Regularium Societatis Claudianae et Iulianae übergeordnet anzuerkennen.
    (2) Daher werden hiermit alle gegen das römische Recht mit all seinen Codices verstoßenden Teile des Regulariums der Societas Claudiana et Iuliana für unwirksam und nichtig erklärt.


    § III - De Societate Claudiana et Iuliana
    (1) Der vollständige Name des Vereins lautet SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA. Ziel des Kultvereins ist die Ehrung der großen Mitglieder der iulisch-claudischen Kaiserdynastie und die Aufrechterhaltung des Andenkens an sie.
    (2) Weiterhin erklärt die Societas Claudiana et Iuliana hiermit ihre absolute Treue zum Kaiser und dem bestehenden Herrschaftssystem. Jenes zu unterstützen und in unverbrüchlicher Tradition zu den Taten unserer Vorfahren zu hegen und zu pflegen soll das oberste Ziel all ihres Handelns ausmachen.


    § IV - De Magistro
    (1) Die Societas Claudiana et Iuliana wird von einem Magister geleitet. Dieser ist der Vorsitzende des Kultvereins im Sinne der Lex Communitatis mit allen daraus resultierenden Rechtsfolgen.
    (2) Der Magister wird durch einfache Mehrheit aller Sodales nach Erklärung seiner Kandidatur gewählt und muss im Regelfall aus dem Geschlecht der IULIER oder aus dem der CLAUDIER stammen.
    (3) Sollte sich kein Mitglied einer der beiden zuvor genannten Gentes zu einer solchen Wahl stellen, so steht es jedem Sodalis der Societas frei selbst für das Magisterium zu kandidieren.
    (4) Der Magister hat außerdem einen Vicarius Magistris zu ernennen, der ihn in Abwesenheit vertritt und die Geschäfte der Societas stellvertretend leitet.


    § V - De Sodalibus
    (1) Sodalis der Societas Claudiana et Iuliana kann jeder ehrenhafte römische Bürger werden, dem es ernst um die Ziele des Vereins ist. Ausnahmen hiervon kann nur die Mitgliederversammlung auf Antrag des Magisters beschließen. Ansonsten entscheidet der Magister allein über die Aufnahme.
    (2) Ein Sodalis kann aus der Societas Claudiana et Iuliana wieder ausgeschlossen werden, wenn er sich ungebührlich verhält. Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung auf Antrag des Magisters.


    § VI - De Domu Societatis
    Der Hauptsitz und damit auch offizielle Tagungsort der Societas Claudiana et Iuliana ist die Domus Societatis in Roma.


    § VII - De Decreto Societatis
    (1) Bei einem Decretum Societatis Claudianae et Iulianae handelt es sich um jegliche vereinsinternen Beschlüsse, die den Kultverein als solchen betreffen. Insbesondere Veränderungen dieser Satzung und grundlegende Umbauten an der Domus Societatis, aber auch Ehrungen besonders verdienter Sodales der Societas Claudiana et Iuliana können nur mittels eines Decretum Societatis beschlossen werden.
    (2) Ein Decretum Societatis kann ausschließlich im Rahmen einer Mitgliederversammlung beschlossen werden.

    Alles musste seine Ordnung haben - und so musste auch ein amtierender Duumvir für eine erneute Kandidatur zum Duumvirat einen Brief aufsetzen:



    Ad
    Administratio Civitatis Ostiensis
    Curia Ostiensis
    Ostia, Italia



    Hiermit gebe ich, Marcus Iulius Dives, amtierender Duumvir von Ostia, meine erneute Kandidatur zum Duumvir Ostiensis bekannt und bitte darum meinen Namen auf der entsprechenden Kandidatenliste zu vermerken.


    http://imperiumromanum.net/ima…gel_gens_Iulia_Tabula.png


    SCITUM PER SIGNUM DUUMVIRI:

    MARCUS IULIUS DIVES
    DUUMVIR - OSTIA

    [Blockierte Grafik: http://i1294.photobucket.com/a…IR/Home/Avas/STsuniro.jpg| Tsuniro


    Der Punkt war gemacht! Der nächste hingegen verwunderte die Ägypterin kurz etwas. Dieser Atzar war wohl der eingetretene Sklave, schloss sie noch einigermaßen geschickt. Aber das mit der Arbeit verstand sie nicht. Wollte die Aemilia etwa, dass ihr aemilischer Sklave für die Iulier arbeitete? Das verwirrte Tsuniro, zumal es sich der Hausherr ja sogar leisten konnte, dass sie hier 'arbeitete'. Da war er dann auf tatsächliche zusätzliche Hilfe bestimmt nicht angewiesen. Oder war es vielleicht einfach nur eine höfliche Geste?
    "Natürlich.", nickte sie erst einmal nur, ohne genau zu wissen, wozu genau sie damit eingewilligt hatte. Bei Gelegenheit würde sie diesem Astar mitteilen, wer der Maiordomus des Hauses war, der die Aufgaben hier in aller Regel verteilte. Weiterhin würde sie ihm natürlich auch den Weg ins Servitriciuum weisen, wo man sicherlich auch für ihn noch eine Kammer finden würde.


    "Bis morgen! Vale!", verabschiedete sie sich sodann und war nur wenige Augenblicke später aus dem Gästezimmer der Casa verschwunden.


    Sim-Off:

    Ich überlass es dir, ob wir uns erst nochmal im Atrium treffen; den Weg noch gesondert ausspielen und/oder direkt in den Thermen weitermachen. Schreib, wo auch immer - ich komm dann dazu. ;)



    SKLAVE - CASA IULIA

    Zitat

    Original von Lucius Tiberius Lepidus


    Nein, als rex bibendi (das schloss sich schon aufgrund seines Verhältnisses zu Bacchus aus) oder vielleicht auch regina saltandi fühlte sich der Iulier nun wirklich nicht. Zwar lag ihm das Tanzen durchaus... Aber, nein! Hätte er heute einen solchen oder vielleicht auch nur ähnlichen Titel angestrebt, so wäre er wohl farblich mehr auf einer ins Purpur gehenden Via gefahren. Aber auch eingedenk der Tatsache, dass zumindest nominell auch der fette Vescularius eingeladen war, der ja noch zu Lebzeiten Valerianus' des Öfteren öffentlich purpur trug, waren ihm heute alle Rottöne etwas zu gewagt gewesen. Und das Smaradggrün sah ja auch wirklich nicht schlecht aus!


    "Oh, sei bloß vorsichtig mit solchen Äußerungen. Wer weiß, wer dir nicht vielleicht alles zuhört...", warf Dives etwas scherzend ein. Zwar bezweifelte er schon, dass die Götter sich um so ein Fest scherten, wenn es doch aktuell so viel Wichtigeres gab, doch ganz sicher konnte man sich bekanntlich nie sein. Von dem 'besonderen Draht' des Tiberiers zur capitolinischen Trias wusste der Duumvir bisher ja noch nichts.
    "Und in Mantua besitzt meine Gens, soweit ich weiß, nur eine Pferdezucht...", winkte er dann ab. Warum genau er dies erwähnte, wusste er in diesem Augenblick auch nicht so genau. Es kam ihm eben einfach so in den Sinn.


    "Für deine Glückwünsche muss ich mich natürlich zugleich bedanken wie auch entschuldigen. Wir haben Herbst und das Jahr ist schon fast wieder vorüber, und ich habe es bisher nicht vermocht dir auf deine Nachricht zu antworten. Das tut mir ehrlich Leid.", gab der Iulier mit bedauerlicher Miene von sich. Genaugenommen war das natürlich etwas übertrieben, denn Lepidus' Brief war auch erst vor nicht gar so langer Zeit hier eingetroffen, was zweifellos daran lag, dass die Information über die gewonnene Wahl eine ganze Weile bis nach Roma gebraucht hatte und dort wahrscheinlich zunächst auch noch unter den vielen anderen Ereignissen (wie zum Beispiel dem Brand eines stadtrömischen Getreidespeichers) schlicht untergegangen war.
    "Betreffs des... speziellen Inhaltes deines Schreibens dachte ich, dass wir uns vielleicht nachher, so im Verlaufe der Feierlichkeiten, einmal etwas näher darüber unterhalten könnten?", schlug Dives fragend vor. So viel hatte er auch gar nicht vor dazu zu sagen. Caldus, mit dem sich der Iulier in letzter Zeit und vor allem im Vorfeld dieser Feierlichkeiten ziemlich gehäuft getroffen hatte, war in dieser Sache ganz pragmatisch gewesen: Entweder der dicke Kuchen aus Roma gewann den Bürgerkrieg oder eben die ehrwürdige Torte aus dem Osten. In beiden Fällen sähe es für die eigene Karriereplanung wohl eher düster aus, wenn man sich selbst an einen alten, zerbröselnden Keks hängte. - Und dass der kaiserliche Zweig der Gens Ulpia mit oder ohne Probus mittlerweile doch schon ziemlich zerbröselt war, könnte man wohl kaum verleugnen...

    | Tasius


    "Ich bin eh immer hier.", verkündete der Sklave das, was wohl den beiden Männern eh schon klar war. Doch signalisierte er damit gleichsam auch, dass es eigentlich nur einer Abstimmung jener beiden bedurfte, um sich erneut und dann zwecks einer kultischen Regelung zusammenzusetzen.


    "Ansonsten werde ich mich dann gleich daran machen eine Nachricht zu verfassen.", bemerkte er noch kurz, bewegte sich jedoch keinen Digitus. Solange der Iulius nicht da war, war dieses Officium schließlich gefühlt das seine. Zum Schreiben würde er ganz sicher nicht raus gehen. Vielmehr wäre es wohl eher an der Zeit, dass sich die beiden Römer verabschiedeten und dann gingen... (zumindest bis vor die Tür, wo sie sich ja dann im Atrium noch weiter unterhalten könnten.)
    Einen verbalen Rausschmiss à la 'Dann wünsche ich euch noch einen schönen Tag!' traute sich Tasius allerdings nicht auszusprechen. Wer wüsste schon, wie ein Patrizier und ein offensichtlicher Beamter vom Palatin darauf reagieren würden...




    TABULARIUS - SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA
    SCRIBA PERSONALIS - MARCUS IULIUS DIVES

    Zitat

    Original von Tiberius Iulius Crassus


    Weitesgehend problemlos schaffte es der Iulier sich erneut aus einer Gruppe von Gästen loszureißen und während er auf seinen Cousin Crassus und dessen Begleitung zuschritt, über deren Eintreffen er von seinem Nomenclator in Kenntnis gesetzt wurde, konnte er die Blicke der beiden Damen, die ihm noch eben vorgeschwärmt hatten, wie gut ihm dieses Smaragdgrün doch stünde, praktisch in seinem Nacken spüren. So trat er also beinahe etwas grinsend auf Crassus und die ihm unbekannte Frau zu.


    "Salve, Crassus!", wählte er bewusst nicht die persönlichste Anrede. So gut kannten sie sich trotz ihrer Verwandtschaft schließlich auch nicht und standen sich folglich auch nicht übermäßig nah. Aber was nicht war, konnte ja bekanntlich noch werden...
    "Willkommen in der Villa Iuliana, dem Anwesen unseres Cousins Lucius Iulius Centho!", folgte sodann auch eine Begrüßungsfloskel, die er mittlerweile wohl schon unzählige Male heute in dieser oder ähnlicher Variation gebraucht hatte.


    "Und begrüße ich auch dich ganz herzlich hier zu diesen Feierlichkeiten!", meinte er dann zu der ihm unbekanten Frau und hoffte, dass die ausbleibende Nennung ihres Namen für seinen Cousin Anlass genug wäre sie ihm vorzustellen. Mit einer einfachen Geste winkte er sodann eine 'Nymphe' herbei.
    "Darf ich auch euch einen Kranz aus Efeu anbieten?", erkundigte er sich dann und wies mit seinem Blick auf den linken Arm der Sklavin. Aufgereiht hingen dort nämlich diese Symbole nicht nur des Bacchus, sondern auch des Herbstes - passend also zu dieser Jahreszeit, in der man, wie der Iulier es tat, auch schon so langsam an das Ende des Jahres denken sollte... und damit also auch so langsam an die nächste Amtsperiode... Und nicht zuletzt passte dieses Grün auch vorzüglich zu Dives' neuer Toga!

    Zitat

    Original von Petronia Romana & Appius Decimus Massa


    "Petronia, es ist mir eine Ehre.", erklärte Dives an diese gewandt zunächst und musste dafür noch nicht einmal lügen. Der Iulier freute sich nämlich tatsächlich stets darüber neue Verwandte Serapios kennenzulernen! - Ausnahmen wie Massa bestätigten dabei bekanntlich nur die Regel. Ja, da war die anfängliche Freude plötzlich (und daran war nicht nur Dives schuld!) etwas außer Kontrolle geraten, wenngleich es glücklicherweise nicht zum Äußersten gekommen war. Tja, so konnte also auch 'Freude' zwischen zwei Menschen stehen...
    "Und wenn ich das so sagen darf...", begann er dann und sah ihr direkt in ihre Augen. "... du hast fasizinierende Augen." Und auch das meinte er durchaus ernst, wenngleich es mitunter auch an ihrer Aufmachung liegen mochte. Letztlich aber verbalisierte der Duumvir damit auch unterschwellig seinen Gedanken mit Massa und den blauen Augen ungeachtet dessen, dass sie ja wohl auch eine Verwandte von jenem war. Bei Serapio hatte Massa das schließlich auch nicht gestört...


    "Dass der Praefect und ich nehme an auch der Tribunus Fabius verhindert sind, kann ich natürlich verstehen.", tat er dann etwas bedauerlich mit Blick zum Decimer. Das unterschied eben einen erfahrenen, hohen Eques von einem Centurio Classis: Ersterer wusste, was bloß oberflächliche Nettigkeit und Höflichkeit waren und sagte entsprechend nett und höflich auch ab.
    "Umso schöner, dass du wenigstens als Begleitung heute hier sein kannst.", lächelte der Iulier und dachte sich seinen Teil.


    "Aber tretet nur erstmal richtig ein.", drehte er sich so, dass er nur im Profil zu den beiden Gästen stand und wies grob in Richtung des großen Tricliniums.
    "Der Procurator Annonae Germanicus Aculeo ist ebenfalls schon hier, genauso wie mein Collega Cassius Hemina Minor. Den Hafenverwalter Sulpicius, der sich ebenfalls und zusammen mit seiner Schwester angekündigt hat, dürftest du ja auch schon kennen, Decimus. Und ansonsten ist vor wenigen Tagen Asinia Celerina, die Schwester meines Klienten Asinius Celer, hier in Ostia eingetroffen...", erzählte er dann ein bisschen und sorgte damit hoffentlich dafür, dass sich die beiden Gäste nicht allzu verloren vorkommen würden... so völlig ohne weitere Militärs oder sonstige Verwandtschaft...