Beiträge von Marcus Iulius Dives

    Ach, das war der Fabius! Na, das war ja gut zu wissen... Mit einem aufgesetzten Höflichkeitslächeln und einem leichten Nicken begrüßte er jenen stumm. Natürlich und ganz bestimmt hätte er sich auch zu einem nicht minder aufgesetzt-freundlichen 'Salve' hinreißen lassen, wenn, ja wenn er damit nicht die Worte des Praefectus hätte unterbrechen müssen. Da er das aber in keinster Weise verantworten könnte, sagte er also nichts... bis er dazu aufgefordert wurde:


    "Nun, also ich denke, dass die Nachricht vom in Brand gesteckten Getreidespeicher in Roma hier allen zu Ohren gekommen sein dürfte, oder?", fragte er rhetorisch, denn natürlich würde so ein Reichspraefect darüber sicherlich Bescheid wissen. Immerhin hatte er sich ja wohl auch mit dem Kommandeur des Urbaner, die ja aus Ostia ausgezogen waren, abgesprochen, vermutete Dives.
    "Ich will stark hoffen, dass die Classis, die nunmehr die einzigen Militärs in der Civitas sind, soetwas in Ostia nicht geschehen lassen. Wir brauchen folglich einen guten Schutz an den Toren der Stadt, wie gleichwohl einen besonderen Schutz unserer Getreidespeicher. Ostia ist deutlich kleiner und übersichtlicher als Roma, sodass ich stark hoffe, dass hier soetwas im Zweifelsfall verhindert werden kann...", äußerste sich der Duumvir zu der Frage. Ja, die Tore und die Getreidespeicher waren wohl die besonders wichtigen Punkte, wenngleich sich sicherlich auch noch dieser oder jene andere Punkt finden ließe...


    "Und ich will offen bekennen, dass ich mich mti dem Kriegshandwerk nicht gut auskenne. Drum: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für einen Angriff von See?", fügte er noch an. Mitunter hatten der Praefect und/oder sein Stab diesbezüglich ja mehr Informationen. Im Fall der Fälle nützte eine gute Verteidigung der Tore natürlich nichts, wenn ein Angriff von See käme. Wie vielleicht dem einen oder anderen Anwesenden bekannt wäre, hatte bereits Gaius Marius im Bürgerkrieg gegen Sulla die Civitas Ostia bereits einmal erobert und geplündert. Dives hatte nicht vor, dass ausgerechnet in seiner Amtszeit wieder eine Eroberung Ostias im Zuge eines Bürgerkrieges stattfände!

    Natürlich bot die Villa Iuliana genug Platz und Möglichkeiten, um Pferde und Sänften unterzustellen, während die Herrschaften über jene sich auf die Feier begaben. Station Nummer eins eines jeden Gastes war wohl der Empfang im geräumigen Atrium des Hauses, dem ersten Raum, den man betrat.
    "Hallo, mein Schöner! Hihi.", begrüßte den Germanicus eine der 'Nymphen' spielerisch flirtend.
    "Findest du ihn schön? Hihi.", kam eine andere hinzu und stellte sich ihm an die Seite. Sogleich kam eine dritte und setzte ihm einen Efeukranz auf:
    "Jetzt ist er schön! Hihi.", verschwanden sodann alle drei kichernd und suchten und fanden sogleich ihr nächstes 'Opfer'.


    "Aculeo! Sei mir willkommen in der Villa Iuliana! Ich freu mich, dass du da bist!", begrüßte anschließend Dives den Procurator, während er auf diesen zukam.
    "Wie geht es dir?", erkundigte er sich dann, um ein wenig ins Gespräch mit Aculeo zu kommen. Immerhin... Wann hatten sie sich das letzte Mal gesehen? Bei den ganzen Feiervorbereitungen und der Arbeit, die in der Civitas anlag, konnte er sich schon gar nicht mehr so genau erinnern...
    ... ganz anderes als an den Centurio Decimus Massa! Mit einem Auge durch die geöffnete Porta blicktend, erspähte er den Militär bereits frühzeitig. Draußen verlor das Tageslicht schließlich nur ganz allmählich an Kraft und ab einer gewissen Dunkelheit würden selbstredend auch Fakeln entzündet werden, um niemanden im Dunkeln tappen zu lassen. Kreuzte der Decimer also tatsächlich einfach hier auf?! Und wer war diese Frau da an seiner Seite?? Der iulische Duumvir hörte Aculeo nun automatisch nur noch mit einem Ohr zu und schielte hin und wieder möglichst unauffällig an ihm vorbei auf den Eingang. Offensichtlich konnte Massa eine Höflichkeitseinladung nicht von einer wirklich auch als Einladung gemeinten Einladung unterscheiden... Was meinte er, warum sich Dives so auf Abstand begeben hatte? Etwa weil er das Bedürfnis hätte ihn zu sehen?? Wohl sicherlich nicht! Hoffentlich, so dachte er dann gleich auch noch an den zweiten ungebetenen Gast, würde man auf dem Palatium Augusti anders reagieren...


    Ein 'Satyr' und eine 'Nymphe', die die beiden weiteren Gäste ebenfalls ausgemacht hatten, positionierten sich schon einmal alles andere als unauffällig am Zugang zum Atrium. Dort tuschelten sie miteinander und stünden erst einmal jedem im Weg, der hinein wollte...

    Und da kamen sie auch schon: weitere Gäste über Gäste. Manche mit Frauen, andere ohne und bei mancheinem war der Iulier der festen Überzeugung weder ihn noch sie bisher jemals irgendwo auch nur gesehen zu haben... aber gut. Zwischen all den ankommenden Gästen erschien dann endlich einer der wichtigeren Akteure des heutigen Abends, Helvetius Ocella. Für den würgte Dives sogar kurzentschlossen die Frau eines Decurios, dessen Name ihm schon nach wenigen Augenblicken wieder entfallen war, ab. Sie erzählte eh nur davon, dass die Einrichtung ja so gelungen sei, et cetera...


    "Helvetius! Salve und willkommen in der Villa Iuliana!", begrüßte der Duumvir Ocella also zunächst, bevor sein Blick auf dessen Begleitungen fiel. Er vermutete, dass einer der Männer der Hortensier war und der andere... wohl dieser andere Gast, den der Helvetius unbedingt dabei haben wollte.
    "Salvete und ein herzliches Willkommen.", meinte er sodann etwas zurückhaltender zu ebenjenen. Oh, wenn die Götter ihm heute zur Seite stünden, dann ließen sie bitte, bitte den Kerl mit diesem keck gewellten Haar den Hortensius sein... bitte, bitte. Nicht dass der Iulier sonderlich scharf auf jenen wäre, denn gegen Caldus - und natürlich auch gegen den nicht anwesenden Serapio - müsste der ja erstmal bestehen, doch würde Dives das Gesicht des künftigen Aedilis operum publicorum ja ein ganzes Jahr lang sehen müssen. Gerade der Tempelbau würde da wohl einiges an Zusammenarbeit erfordern. Mit einem attraktiven, jungen Mann an der Seite ginge die Arbeit einfach gleich noch einmal so schnell von der Hand...


    Während seine Schwester sich bereits begann etwas unter die Leute zu mischen, fand Asinius Celer zurück zu Dives. Den Helvetier kannte er schließlich auch und er vermutete, dass sich auch der andere Aedilis-Candidatus mit in dieser Runde befand, den er natürlich auch einmal kennenlernen wollte.
    "Salvete.", grüßte er alle drei, bevor der Iulier ihn vorstellte:
    "Asinius Celer, mein Klient und derzeit noch-Schreiber in der Curia.", sagte er mehrdeutig. Ocella wusste sicherlich noch, dass der Asinier der erhoffte zukünftige Quaestor von Ostia sein würde. Per Ausschlussverfahren könnte sich der Hortensier dies zumindest denken. Doch allen anderen, die vielleicht auch nur zufällig gerade in der Nähe standen und mit halbem Ohr zuhören, müsste man die Überraschung ja nicht gleich ganz verderben...

    Am Tag nach den Feierlichkeiten in der Villa Iuliana wurde folgender Aushang gemacht:


    Bürger der Stadt Ostia!!



    Hiermit geben wir, die Duumviri von Ostia, bekannt, dass am


    ANTE DIEM IV NON DEC DCCCLXII A.U.C. (2.12.2012/109 n.Chr.)
    und
    ANTE DIEM III NON DEC DCCCLXII A.U.C. (3.12.2012/109 n.Chr.)


    die Wahlen für die Ämter der Stadtverwaltung, namentlich der Aedile, dem Quaestor und der Duumvirn stattfinden.


    Jeder, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und sich berufen fühlt, Ostia zu verwalten und zu repräsentieren, möge seine Kandidatur bis zum ANTE DIEM XV KAL DEC DCCCLXII A.U.C. (17.11.2012/109 n.Chr.) der Stadtverwaltung bekanntgeben.


    Wahlberechtigt ist gemäß §1 des Pars Tertia der Lex Municipalis Ostiensis jeder römische Bürger, der Ostia seinen Wohnsitz nennt und der den Cursus de Rebus Vulgaribus bestanden hat.



    Iullus Cassius Hemina Minor et Marcus Iulius Dives


    illa Rustica
    Iuliana Ostiensis


    >


    [Blockierte Grafik: http://i1294.photobucket.com/a…de/IR/Home/VRI_ap_OST.jpg]

    Dies ist die aus aktuellem Anlass prächtig geschmückte Landvilla des Lucius Iulius Centho. Er erwarb das Landgut, auf dem sie steht, einst gegen Ende seiner Quaestur vom Legatus Decimus Livianus, sodass sich das Gut seit nunmehr genau fünf Jahren fest in iulischer Hand befindet.*

    Sim-Off:

    * HIER gibt es die Berechnung der 5 Jahre auch gerne nochmal zum Nachlesen.


    Anlässlich dieser Jubiläums-Feierlichkeiten, zu der die gesamte, für stadtrömische Verhältnisse vielleicht eher als B-Prominenz zu bezeichnende Elite der Civitas Ostia eingeladen worden war, hatte der Cousin des Eigentümers, da letzterer als Senator Roma noch immer nicht ohne Weiteres verlassen durfte, sämtliche Vorbereitungen selbst übernommen beziehungsweise selbst delegiert: So erwarteten an der Porta des Anwesens einenjeden Gast zum schnelleren Einlass gleich zwei Ianitores, die natürlich nur hinein ließen, wer auf den entsprechenden Listen verzeichnet war (oder einem der verzeichneten Gäste anhing). Zur Vermeidung von unnötigem Ärger waren des Weiteren zwei der vier duumvirischen Liktoren vorsichtshalber dort abgestellt, was ungebetene Bettler - so zumindest die Hoffnung des Duumvirs - der ganzen Veranstaltung fern halten würde.

    Doch wer erst einmal an diesem Posten vorbei gekommen wäre, würde sich passend zum dritten Viertel des (Amts-)Jahres in einem herbstlich bunt dekorierten Atrium wiederfinden. Hier und dort hüpften ein paar fröhliche Sklavinnen in dunklem Grün oder tiefem Blau durch den Raum und wurden beim Verteilen der bacchiden Efeukränze natürlich tatkräftig von einigen (selbstredend bekleideten, denn dies sollte ja keine Orgie werden) Satyrn und Silenen unterstützt. Eine kleine Gruppe letzterer sorgte von einer künstlichen, kleinen Insel im Impluvium dabei für fröhliche Panmusik, die dem festlich-feiernden Charakter der Veranstaltung wohl durchaus angemessen war. Etwas hinter ebenjenen Musikern stehend, aber dennoch keineswegs unauffällig, erwartete der iulische Duumvir in smaragdgrüner Toga über blassgrüner Tunika seine Gäste. Vor allem die Toga war eine recht kostspielige Angelegenheit gewesen mit ihren vielen in hauchdünnem Gold gehaltenen Weinreben- und Efeuranken-Applikationen, sodass Dives zumindest versucht war in jeder Begrüßung auch unauffällig auf seine Erscheinung hinzuweisen. Zur Unterstreichung der Wichtigkeit seiner Person wurde er dabei von den verbliebenen zwei Liktoren flankiert, während der alte Aglaopes als Nomenclator natürlich ebenfalls nie weit weg war.

    Der erste Gast des Abends war bereits gegen Mitte der siebten Stunde völlig überfrüht eingetroffen... Caius Caelius Caldus. Der Kerl hatte sich mächtig gewaltig in Schale geworfen und sah absolut hinreißend aus. Dass er darüber hinaus auch noch ganz unnötigerweise ein Geschenk mit im Gepäck hatte (und Dives liebte Geschenke), machte es da nicht gerade leichter ihn nicht zu überschwänglich zu begrüßen. Was brachte er mit? Ein... wow... doch gut gelungenes Bild, das neben seiner eindeutigen Darstellung des gefesselten Prometheus (das erinnerte den Iulier an das Theaterstück, welches er hatte aufführen lassen) auch einen durchaus knackigen Mercurius zeigte. So leicht bekleidet wie die beiden dort abgebildet waren und so gefangen in dieser mitunter zweideutigen Situation, brachte es den iulischen Duumvir doch gut zum Schmunzeln. Würde er Serapio nicht kennen, dann wäre Caldus wirklich ein Traum!! Aber wie hieß es so schön? 'Hätte, hätte, Muschelkette...'

    Während sich der Caelier nach einem kurzen Gespräch mit Dives sodann ins nicht minder herbstlich geschmückte Triclinium begab, an dessen Wänden diverse Ranken befestigt worden waren, an denen wiederum hier und dort Weinreben hingen, die zum eigenständigen Bedienen einluden, wurde das Geschenk in Dives' Cubiculum getragen und er selbst noch einmal genaustens mit der umfangreichen Gästeliste bekannt gemacht. Wenig später dann war es soweit: Asinius Celer, Scriba Ostiensis und Klient des Gastgebers, erschien in Begleitung seiner kürzlich aus der alten Heimat Asia Minor eingetroffenen Schwester Asinia Celerina; Duumvir Cassius Hemina Minor gab sich die Ehre zusammen mit seinem Vater und dessen Gattin und so langsam begann sich die Villa Iuliana zu füllen...

    Sim-Off:

    Alle Eingeladenen, sowie deren eventuelle Begleitungen können und sollen bitte davon ausgehen, dass sie an der Porta gleich durchgelassen werden!
    PS: Ich hoffe, es lohnt sich einen neuen Thread hierfür aufzumachen... ^^

    Gebannt hörte der Iulier seinem Gegenüber zu, wie der zunächst von zwei wunderbaren Heilungen berichtete. Die Erzählung selbst war ohne Zweifel wirklich gut - der Mann hatte Talent, ganz klar. Aber derartige Wunderheilungen? Dives wohnte eine Menge Götterglaube inne, doch das hier ging ihm dann doch ein bisschen weit und gehörte seiner Ansicht nach eindeutig in die Kategorie der Fiktion. Überhaupt diese Auswahl... ein Blinder und ein Lahmer. Er konnte sich nicht helfen, aber er meinte, er hätte dies bereits in anderem Zusammenhang schonmal gehört. An dieser Stelle fragte er sich dann auch, ob man ihn hiermit nicht gar versuchte zu ködern und zu 'bekehren' und für einen Moment lang blickte er folglich etwas skeptisch drein. Nicht dass er am Ende noch in irgendeiner Sekte landete, die ihm nicht nur seine weitere politische Karriere verbauen würde, sondern gar zukünftigen Divites, Serapiones und ähnlichen ihr Leben noch schwerer zu machen versuchen würde, als sie es eh schon hätten! Gerade Sekten versuchten sich doch in aller Regel mit blödsinnigen Abgrenzungen zu so vermeintlich unsittlichem Verhalten groß abzuheben... ohne den Iulier!
    Doch jener brauchte sich gar nicht erst dazu äußern, was er von all diesem Sekten-Gesocks hielt, da so langsam aber sicher die Geschichte zu Serapis und Vespasian zurück fand. Dives nickte. Dieser erste Schluss, dass Vespasianus der richtige Kaiser gewesen wäre, klang überaus einleuchtend. Der nachfolgende zweite Teil hörte sich zumindest auch nochmal ganz interessant an, sodass der Duumvir auch an dessen Ende ein anerkennendes Nicken setzte. Das kurze Schlusswort sodann nutzte er selbst, um den verbliebenen Punkt anzusprechen:


    "Wohl wahr, wohl wahr. Und dennoch gibt es in unserer Civitas für diesen mächtigen Gott nur dieses bescheidene Sacellum.", bemerkte er übergangsweise und dachte kurz nach. Wie sprach er das jetzt am geschicktesten an? Dass er für diesen einen Serapio nicht nur zehn Gänse opfern wollte, sondern auch einen ganzen Tempel zu dessen Schutz zu bauen gedachte, wäre wohl schließlich etwas sehr auffällig, fand er. Drum versuchte er es subtiler.
    "Was würdest du sagen, wenn ich dafür sorge, dass aus diesem kleinen Sacellum einmal ein richtiges Serapeum entsteht, dass diesem mächtigen Gott, dem mächtigen Iuppiter Serapis... sagen wir: gerechter werden würde?", verband er zunächst in keinem Wort diese Idee mit seinem Opfer. Er schaute kurz etwas nachdenklich in den Himmel (Wieviel zu spät er wohl in die Curia kommen würde?), bevor er dann vorgab einen Geistesblitz zu haben:


    "Das ist es! Was meinst dazu, wenn ich beides vielleicht sogar in Einklang miteinander bringe?! Dann könnten meine Verwandten und ich gänzlich beruhigt sein ob des in den Krieg ziehenden engen Freundes der Familie. Und gleichzeitig... wer weiß... beschert uns der König unter den Göttern vielleicht das eine oder andere zukünftige.. Wunder.", meinte er euphorisch lächelnd. Dabei konnte er es selbst nicht fassen zum Schluss von Wundern gesprochen zu haben. Aber sei es drum. Tatsächlich würde dies nämlich gleich mehrere Effekte haben. An oberster Stelle stünde dabei natürlich der Schutz Serapios; dicht gefolgt von der Hoffnung darauf, dass jener diese Tat auch entsprechend anerkennen und beachten würde. Und letztlich schlummerten schon seit Jahren 88 Aurei zweckgebunden an den ostiensischen Cultus Deorum in den Tresoren der Civitas! Was nützte einem totes Kapital? Dives selbst würde natürlich auch etwas beisteuern, keine Frage. Keinen ganzen Tempel, doch den wohl prestigeträchtigsten Teil: das Kultbild. Soweit der Plan.

    Ich hätte eher gedacht, dass er die Mietskaserne als Betrieb meint, oder nicht?


    Aber was produziert sie und womit?
    - Was: vielleicht etwas in der Richtung von 'schäbiger Bleibe' bis quasi 'Luxusappartment'?
    - Womit: dementsprechend wohl dann von 'ohne Rohstoffe' bis 'mit diversen Möbeln, etc.'?


    Mietskasernen ähnlich wie Landbesitz zu behandeln, fände ich... fragwürdig.

    Der Duumvir nickte. Selbstredend würde er in diesem Fall also bei Lorbeer bleiben. Nicht nur, dass sich jener viel besser in der Symbolik machte... Zypressenzweige hatten so etwas an sich. Sie hingen an den Türen, wenn jemand gestorben war. Und Serapio wäre doch bitte hoffentlich noch quicklebendig! Er sollte die Schlacht nicht gewinnen, aber dennoch überleben, sollte damit also in gewisser Weise schon auch triumphieren. Jetzt schon zum Zypressenzweig zu greifen... nein, daran wollte der Iulier im Traum nicht denken!
    "Sehr schön!", verbalisierte er sein gedankliches Häckchen sodann, nachdem der Termin also feststand. Er würde seinen Gegenüber kurz vor der Verabschiedung nochmals darauf hinweisen, dass er auch wirklich ein ungestörtes Opfer darbringen wollte - ohne großes Publikum, ohne überhaupt irgendeinen Zuschauer und wichtiger: ohne einen Zuhörer! Zweifellos könnten seine vier Liktoren ihm in diesem Punkt helfen und würden das auch anstandslos tun, doch kamen vier eben auch nur mit einer bestimmten Menge von Leuten klar...


    Die folgenden Worte des offenkundig hoch gebilteten Mannes in Sachen Serapis (und natürlich musste der das als Sacellumsverantwortlicher ja auch irgendwie sein) versuchte Dives nach Möglichkeit vollständig aufzunehmen. Doch bei einer derartigen Flut von Informationen, die ihm allesamt äußerst brauchbar erschienen, war dieses Unterfangen natürlich aussichtslos. Und gerade jetzt hatte er auch keinen Schreibsklaven hier! Gerade für mögliche Anreden könnte man hier schließlich mehr als nur fündig werden - und wie die Menschen, so legten ja wohl auch die Götter großen Wert auf die Wahl der richtigen Anrede.
    "Das war irgendwann zu Beginn seiner Regierungszeit, oder? - Aber erzähl!", meinte der Iulier. Er liebte gute Geschichten - nicht nur über die iulisch-claudische Kaiserdynastie. Und für eine solche würde er jetzt auch gut und gern mal etwas zu spät in der Curie erscheinen. Immerhin war er Duumvir und hatte doch auch einen Collega! Und Minerva wusste, dass in diesen Tagen sowieso immer nur das Gleiche besprochen wurde. Apollo (und vielleicht ja auch Serapis) könnte(n) darüber hinaus wohl jetzt schon vorraussagen, dass der heutige Tag da keine Ausnahme bilden würde. Ergo: Dives war ganz Ohr.


    Nebenbei versuchte er schnell durchzugehen, ob er sonst alles hätte: zehn glückliche weiße Gänse, Lorbeerkranz, Dianthus-Blumen... ebenfalls zehn und ebenfalls weiß. Den Weihrauch für Ianus dürfte er natürlich nicht vergessen. Irgendetwas fehlte... Wein! Ob der Gott dort Vorlieben hätte? Irgendein spezieller Tropfen aus Aegypten oder Griechenland vielleicht? Selbst wenn, wurde dem Iulier klar, könnte er derzeit selbst hier in Ostia, dem Tor Romas in die weite Welt, wohl aktuell kaum auf aegyptische Importe oder ähnliches hoffen... Da müsste und würde Serapis Iuppiter hoffentlich gegebenenfalls ein Auge zudrücken. Das Gelübde, fiel ihm ein, sollte er vielleicht wenigstens kurz andeutungsweise noch zur Sprache bringen... Nicht, dass er am Ende nicht der erste mit diesem Gelübde wäre... Aber erst die Geschichte!

    | Tasius


    Inhaltsleere?!? Der Rhodier zog eine Augenbraue hoch. Seiner bescheidenen Ansicht nach war der Punkt alles andere als inhaltsleer. Und so wie er das sah, war der Satz auch noch nicht einmal gesetzlich vorgeschrieben... zumindest nicht in der Deutlichkeit. Die Lex sagte ja lediglich, dass die Satzung nicht gegen geltendes Recht verstoßen dürfte. Und gerade in diesen Zeiten des Bürgerkrieges mochte es ja schon den einen oder anderen geben, der der Meinung wäre, dass es zwei Kaiser gäbe, was die Satzung ad absurdum führen würde, sobald - und das war ja der Fall - sich beide Seiten gegenseitig bekämpfen würden. Manch anderer wäre vermutlich der Meinung, dass es per se nur einen Kaiser geben könnte und der andere (welcher von beiden auch immer) damit lediglich ein Gegenkaiser, ein Usurpator wäre.
    Doch wie dem auch wäre, es gehörte wohl gerade nicht hierher. Außerdem musste sich Tasius auch sogleich mit dem nächsten, wichtigeren gedanklichen Einspruch beschäftigen:


    "Also über den fünften Punkt würde ich ganz gern schon noch einmal gesondert reden wollen... und das nicht nur um der logischen Einheit folgend aus 'Mitglied' 'Sodalis' zu machen.", merkte er an. Aber da er selbst ja irgendwie der Urheber dieser ungeordneten Vorgehensweise war - er hatte schließlich ganz zu Beginn den Vicarius angesprochen, statt einfach am Satzungsanfang zu beginnen -, beließ er es für den Moment auch bei dieser Bemerkung hierzu, um sich dann ganz dem angesprochenen Punkt zu widmen... naja, oder zumindest hauptsächlich...
    "Auch hier würde ich erst einmal diese eben angesprochene Bezeichnung als 'Sodalis' vorziehen, um eine klare Einheitlichkeit in der Satzung zu haben. Das fördert schließlich sowohl Übersicht als auch Verständnis, will ich behaupten. Zu dem angesprochenen Punkt meine ich: Es sollte soetwas wie die Regel geben, eine Norm, ein Verfahren, wie etwas immer läuft. Und im Gegensatz dazu sollten dann eben für bestimmte Abweichungen Ausnahmen vorgesehen werden, denke ich.", stellte er seine Grundvorstellung vor.


    "Die Regel wäre hier aus meiner Sicht ganz klar, dass ein ehrenhafter Römer durch den Magister in den Kultverein aufgenommen werden kann. Eine erste Abweichung hiervon wäre die Abwesenheit des Magisters, die zu der Ausnahme führt, dass ein Vicarius stellvertretend diesen Akt für den Magister vollziehen kann. Soweit waren wir.", fasste er seine Sicht zusammen.
    "Die nächste Abweichung von der Regel, die Beachtung finden sollte, wäre ebenjenes 'ungebührliche Verhalten' eines Sodalis. Dieses lässt sich wohl aber genauso schwer greifbarer machen, wie der Punkt, dass neue Sodales 'ehrenhafte Bürger' sein sollen.", legte er sodann dar und wiegte seinen Kopf leicht hin und her. Wie löste man derlei Definitionsprobleme am einfachsten - also ohne ellenlange Texte? Den kultischen Punkt 'großer' Mitglieder hatte man schlicht ausgelagert, weil sich dies eben gut anbot. Hier wäre dies wohl weniger sinnvoll, da sicherlich kaum jemand vor hätte in einem Katalog festzuschreiben, was ehrenhaft und was ungebührlich wäre. Doch eine bereits erwähnte Lösung gefiel dem Rhodier schon ganz gut:


    "Am einfachsten wäre diesem Problem wohl beizukommen, wenn es als das betrachtet wird, was es sein sollte - ein Sonderfall. Und Sonderfälle, so meine ich, gehören vor allen diskutiert, also vor der Mitgliederversammlung... genauso übrigens wie Sonderfälle der Aufnahme. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber dieser Vergili... nein, Verginius, genau, der wurde aufgenommen als er noch schlicht Donat... nein, Donsat... naja irgendwie so eben hieß. Ich hab die Akte gerade nicht hier, aber es gab da wohl eine Ausnahmegenehmigung des amtierenden Magisters.", auf welcher Grundlage auch immer. Da bestätigte sich Tasius' Meinung über die meisten Römer: Sie machten sich ihre Gesetze, die aber natürlich immer nur die anderen zu befolgen hätten! Das gab es in Griechenland nicht! - Naja, zumindest nicht so..
    "Allerdings hast du bereits die Unstimmigkeiten der Sodales angesprochen, Tiberius. Bei den Aufnahmen ist es ganz einfach: Man beschränkt das Vorschlagsrecht für Sonderaufnahmen einfach auf den Magister oder in dessen Abwesenheit eben den Vicarius. Und auch bei Ausschlüssen sollte dies wohl das praktikabelste Verfahren sein. Denn wenn Caius den Antrag stellt Cnaeus auszuschließen, dann kann man sich wohl sicher sein, dass der nächste Antrag von letzterem kommt und sich gegen ersteren richtet..." Letztlich könnte dies eine hässliche Eigendynamik entwickeln, die wohl im Interesse keines einzigen Sodales liegen dürfte...




    TABULARIUS - SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA
    SCRIBA PERSONALIS - MARCUS IULIUS DIVES

    8o Wir siezen uns? Okay... -.^


    Dann darf ich ihnen hiermit mitteilen, dass ich den von ihnen angesprochenen Umstand bereinigt habe...
    ... genauso wie mein Postfach, das jetzt wieder empfangsbereit für neue Post ist. :D

    | Tasius


    Damit war der erste Punkt nun also tatsächlich ebenfalls geschafft und da der Tiberius auch auf der zweiten Punkt nicht weiter einging, hing es jetzt wohl nur noch am Iulier, damit auch jener sogleich als abgeschlossen betrachtet werden könnte. Auf das claudisch-iulische/iulisch-claudische Problem zuckte Tasius einmal kurz mit den Schultern, bevor er zu einer Vermutung ansetzte:
    "Nun, ich gehe davon aus, dass es dabei tatsächlich schlicht darum ging, dass der Gründer der Societas, ein Claudius, den eigenen Namen schlicht vor den der Iulier stellen wollte. Aus, wie du sagtest, historischen Gründen würde ich diesem Weg in diesem Punkt ein Ende setzen. Was den Name des Kultvereins als Ganzen angeht, ist aber wohl deutlich davon abzuraten da jetzt große Änderungen vorzunehmen. Immerhin war die Societas über viele Jahre unter genau diesem Namen bekannt. Das sollte man, so meine ich, nicht einfach wegwerfen. Im Übrigen haben sich mittlerweile doch vor allem die älteren Mitglieder...", zu denen wohl keiner der drei gehörte, "... an den alphabetisch geordneten Klang von Claudiana et Iuliana gewöhnt." Mancheiner, so war dem Sklaven aufgefallen sprach gar von der SCI, was aus Sicht des Griechen aus Rhodos zwar ein absolutes No-Go, wie man in seiner Heimat sagte, war, doch eben die Gewöhnung sehr unterstrich. Und dann waren da ja auch noch die Inschriften, die mit Sicherheit über die Jahre an den verschiedensten Orten im Namen der Societas Claudiana et Iuliana gemacht wurden...


    "Das heißt, dass die 'großen' Mitglieder belassen werden sollten und wir dann eben zum Beispiel in einer kultischen Regelung genauer ausführen und definieren, wen der Verein als 'groß' ansieht?", vergewisserte er sich und ließ sich diesen überaus interessanten Gedanken durch den Kopf gehen. Eigentlich war wohl auch dies wieder genau eine dieser 'erst-beziehe-ich-mich-auf-etwas-und-dann-definiere-ich-es' - Geschichten. Andererseits ließ sich hier aber wohl wirklich schlicht damit argumentieren, dass kultische Regelungen in einer rechtlichen Schrift einfach nichts zu suchen hätten...
    "Hört sich... doch, ich finde das hört sich gut an. Was meinst du dazu, Iulius?", vergewisserte er sich bei jenem. Und Tasius fand sogar diese Grundidee der kultischen Regel gut, wenngleich ihm das Lob doch ziehmlich schwer gefallen war. Entspräche dieser Grundgedanke auch den Vorstellungen Crassus', so könnte man sich nun wohl tatsächlich schon um die Grammatik kümmern, was? Sie schienen hier wohl langsam wirklich in Fahrt zu kommen!




    TABULARIUS - SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA
    SCRIBA PERSONALIS - MARCUS IULIUS DIVES

    Tja, so genau hatte sich Dives über die Größe des Opfers eigentlich noch gar keine Gedanken gemacht. Blutig aber müsste es wohl schon sein, wenn der Gott dafür Serapios Leben schützen sollte. Dann überlegte Dives. Ja, Gänse hörten sich eigentlich tatsächlich nicht schlecht an. Die fraßen den Leuten ja derzeit eh nur das letzte Getreide weg und sollten damit sogar recht günstig zu haben sein. Anzahl? Für einen Decimus wären zehn natürlich irgendwie naheliegend. Und Faustus: Es müssten 'glückliche Gänse' sein, das hieße also solche, die unter guten Bedingungen lebten. (Wobei sich letztlich wohl eh jede Gans glücklich schätzen könnte, wenn sie die Ehre hätte einem Gott als Opfer zu dienen.) Gut, das sollte sich soweit alles einrichten lassen. Der Iulier nickte.
    "Hm.., wie klingen 10 Gänse, da mir diese Angelegenheit doch sehr wichtig ist, an den Iden des November?" Immerhin waren gerade die Iden dem Iuppiter und folglich wohl bestimmt auch dem Iuppiter Serapis besonders heilig. Oder wäre die Überschneidung mit dem Epulum Iovis doch eher störend? Ein paar Tage zur Vorbereitung bräuchte der Duumvir aber mit Sicherheit, soviel stand fest. Die zehn glücklichen Gänse, die nach Möglichkeit ja auch noch makellos weiß sein müssten, wollten ja auch erstmal aufgetrieben werden.


    "Also ein Opfer im Graecus Ritus, bene. Gibt es da irgendwelche Vorgaben, was die Auswahl des Kranzes angeht? ... Würde beispielsweise Lorbeer gehen?", überlegte Dives laut. Denn war nicht soein Siegerkranz seit dem Triumph des großen Meridius auch eins der Symbole der Gens Decima?! Und stand nicht Meridius, der Triumphator selbst, als Gatte der Iulia Severa für ebenjene weitläufige Verbindung zwischen Dives und Serapio? Dann wäre der Lorbeer wohl sogar doppelt symbolträchtig! Darauf, dass einem hellenistischen Gott natürlich nicht in römischer Art geopfert werden könnte, hätte der Iulier aber auch wirklich selbst kommen können! Aber er stand eben doch relativ spontan hier und nicht mehr vor dem Templum Herculis, sodass er tatsächlich sehr dankbar für den Hinweis war.
    "Und.. nun... Also über den Gott Serapis weiß ich, dass er unter den Ptolemäern in Aegypten entstanden ist und Iuppiter genauso entspricht... oder entsprechen kann (?)... wie Neptun oder dem Dis Pater. Ach, und natürlich auch dem Sonnengott Sol, der ja in Aegyptus auch besonders wichtig ist, soweit ich weiß." Bacchus, an den er sich auch in diesem Zusammenhang zu erinnern meinte, verschwieg der Iulier bewusst. Diesen dicken Gott, der ihm manchmal schon vom kleinsten Becher Wein so horrende Kopfschmerzen schickte, mochte er nämlich gar nicht. Genauso wenig wie er den dicken Salinator mochte (gut, den mochte er eigentlich sogar noch weniger). Aber was genau hatte dies mit seinem Anliegen zu tun? Er ging kurz in sich:


    "Muss ich bei dem Wesen des Gottes denn sonst noch irgendetwas beachten? Ich meine, genau genommen will ich ja, dass er als Namenspatron einen seiner Schützlinge... schützt. Und bei einem Patron, so war meine Überlegung, wende ich mich doch in diesem Fall an den höchsten, an Iuppiter Serapis, oder?" Beim dicken Bacchus zum Beispiel könnte sich Dives schon genau vorstellen, wie der Serapio zu schützen denken würde: Der würde den Decimer einfach abfüllen, sodass der völlig kampfunfähig wäre. Seit wann dachte der schließlich an soetwas wie Ehre?! Iuppiter hingegen würde soetwas sicherlich nicht zulassen. Der Gott hatte, soweit der Duumvir das auch aus dem Griechischen wusste, schließlich und praktisch nur eine Schwäche - die Frauen. Schon die Geschichte davon, wie Zeus den Kronos vom Thron stieß, zeugte doch ganz klar von dem Verstand und Köpfchen, die diesem Schleuderer der Blitze inne wohnte... Ergo: Das Opfer ging an Iuppiter Serapis und nicht Neptun Serapis oder sonst wen. Oder worauf wollte sein Gegenüber hinaus?

    Die kleine civile Abordnung nahm die Worte des Praefecten zur Kenntnis und platzierte sich an ihnen angemessen erscheinenden Plätzen am Tisch. Während der Sklave laut- und bewegungslos die Szenerie beobachtete, nutzten Dives und Cornuntus den Augenblick für einen kurzen, belanglosen Plausch. Beide schliefen derzeit nicht sonderlich viel, die Schwester des Sulpiciers betete praktisch ununterbrochen, seitdem sie erfahren hatte, dass ein ihr nahestehender Cousin wohl in die Schlacht ziehen würde und und und...
    Und dann trat der Mann ein, dem Dives mittlerweile nun doch schon eine ganze Zeit lang nicht unerfolgreich aus dem Weg gegangen war: Decimus Massa. Er hatte befürchtet, dass er hier auch auf jenen treffen würde. Der Iulier rang sich ein höfliches Lächeln ab.


    "Salve Centurio Decimus.", erwiderte er in gleicher Weise die Begrüßung, die ihm zuvor zuteil wurde. Dabei blickte er dem Adjutant des Praefectus einmal kurz in die Augen und wandte seinen Blick sogleich wieder ab. Die Gegenwart Massas war ihm... irgendwie unangenehm. Dabei konnte er noch nicht einmal genau sagen, was ihn eigentlich störte oder was für ein Problem er mit dem Decimer hatte. Doch definitiv würde er derzeit eine doppelt so lange Unterredung mit dem Praefectus Classis, der ihm so übermäßig sympatisch nun wirklich nicht war, einer Besprechung in Anwesenheit Massas eindeutig vorziehen. Hauptsache der Decimer blieb auf Abstand und käme nicht auf die 'glorreiche' Idee sich zu ihnen zu gesellen...


    | Nero Sulpicius Cornuntus
    HAFENVERWALTER - PORTUS ROMAE


    "Salve Centurio!", grüßte der Hafenverwalter sodann den Decimus. Im Gegensatz zum Duumvir erfreute ihn der Anblick des Centurios doch eher. Der Mann hatte ihn schließlich gelobt, was sich Cornuntus gut gemerkt hatte, und machte auch ansonsten stets einen engagierten, guten Eindruck auf den Sulpicier.
    So hob er zum Gruße sogar noch freundschaftlich die Hand und spielte für einen kurzen Moment gar mit dem Gedanken ihn in die civile Gruppe einzuladen. Letzteres verwarf er natürlich auch sogleich wieder, da die Wahrscheinlichkeit eh nicht sonderlich hoch wäre, dass Massa das Angebot annehmen würde. Immerhin gehörte der Adjutant ja zu seinem Praefectus!


    Bis auch der Tribun, von dem der Octavier gesprochen hatte, eintreffen würde, unterhielten sich die beiden civilen Männer erst einmal weiter über dies und das. Insbesondere der Iulier, der sich mit irgendwelchen unterschiedlichen Militäruniformen nicht im geringsten auskannte, registrierte also auch in keinster Weise das Eintreffen des Fabiers und man erzählte fleißig weiter. Immerhin, so die divitische Meinung, war nicht nur der Praefectus als derzeit höchster Militär in der Civitas eine Person, die jeder Anwesende zu kennen hätte, sondern er ging auch davon aus, dass zumindest die Führung der Classis auch wusste, wer die höchsten civilen Männer - respektive: der höchste civile Mann - Ostias wäre/n!

    | Tasius


    Der Sklave nickte und machte, da dieser Punkt für den Tiberius sicherlich auch nicht allzu spannend war, gleich weiter.
    "Ansonsten würde ich beim zweiten Punkt keinen weiteren Änderungsbedarf sehen, oder?", stellte er in den Raum und fügte weiter an:
    "Bei Punkt drei hingegen wäre wohl eine Änderung in 'iulisch-claudische Dynastie' angebracht, da man im Allgemeinen wohl in dieser Reihenfolge spricht. Immerhin war das auch die Regierungsfolge. Wichtiger ist wohl aber darüber zu sprechen, inwiefern die Formulierung 'große Mitglieder' einer Änderung bedarf.", trieb Tasius die Diskussion voran, wobei er natürlich hoffte, dass sich niemand nun übergangen fühlte. Immerhin war es dem Patrizier bereits einmal etwas zu schnell gegangen. Aber die Aussicht darauf, die ersten drei Punkt so fix hinter sich zu bringen, beflügelte die Worte des Sklaven geradezu.


    "Immerhin sind 'große Mitglieder' ja so eine Sache. Mancheiner mag bedeutende Frauen der Dynastie ebenfalls zu den Großen zählen, denn zum Beispiel die Diva Augusta war wohl gemessen an ihrem Einfluss sehr groß. Mancheiner mag sie aber auch nicht dazu zählen, weil sie eben eine Frau war... Um nur ein Beispiel für Missverständnisse zu nennen.", führte der Rhodier die Problematik etwas aus. Zweifellos war dies in gewisser Weise auch eher ein kultischer Aspekt, wie eben dies der einzige kultische Punkt der Satzung - eben die Zielsetzung des Kultvereins - war. Folglich wäre auch eine Verknüpfung an dieser Stelle mit einem künftigen kultischen Reglement durchaus denkbar, aber der Sklave ließ sich erstmal überraschen, was die beiden Sodales hierzu meinten. Über die unausgewogene Grammatik beschwerte sich Tasius an dieser Stelle noch nicht. Erst kam der Inhalt, dann die äußere Verpackung ebenjenes...




    TABULARIUS - SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA
    SCRIBA PERSONALIS - MARCUS IULIUS DIVES

    | Tasius


    Gut, dachte sich der Rhodier. Dem Tiberier schien es also nun immerhin egal zu sein und der Iulius wollte es auf später verschieben. Das sollte dem Sklaven nur recht sein... und vielleicht würde man es so ja letztlich sogar ganz aus Versehen vergessen dieses Thema erneut aufzuwärmen. Denn für den Sklaven gehörte es ganz sicher nicht noch einmal aufgewärmt.
    "Gut.", stimmte er also schnell zu, sodass man wohl wirklich gleich den nächsten Punkt in Angriff nehmen könnte. Denn der Tiberier hatte ja bereits zur Genüge mit seinem Gähnen kundgetan, dass es ihn nur peripher interessierte.


    "Ich schlag als nächstes vor, dass wir den ersten Punkt in eine ordentliche Grammatik bringen. Societatis Claudianae et Iulianae ist schließlich ein an dieser Stelle völlig unangebrachter Genitiv. Es sollte besser heißen: 'Der Name des Vereins lautet SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA.' Einwände?" Das wollte der Grieche aus Rhodos zwar nicht hoffen, doch man wusste ja nie. Irgendein Römer hatte diesen grammatikalischen Mist schließlich auch erst verzapft...




    TABULARIUS - SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA
    SCRIBA PERSONALIS - MARCUS IULIUS DIVES

    | Tasius


    Hatte er das nicht eben lang und breit erklärt?! Der Patrizier schien wohl wirklich noch etwas müde zu sein... oder schon wieder.
    "Ich wiederhole gerne noch einmal: Diese Satzung ist meiner Auffassung nach eine juristische Schrift, in der in der Rangfolge ihrer Wichtigkeit alle nicht-kultischen Regeln des Kultvereins festgeschrieben sein sollten. Bisher war das so und zukünftig sollte dies meiner Auffassung nach auch weiter so sein. Kultisch steht ein Magister auf der selben Stufe wie jeder andere Sodalis der Societas; rechtlich hat er eine exponierte Stellung, da er sich verantwortlich zeigt für den Verein und ihm vorsteht. Ergo ist der Magister juristisch wichtiger - ergo, wenn man die Punkte der Satzung nicht wild durcheinander nennt, sondern systematisch nach ihrer Wichtigkeit, dann gehört der Punkt 'Magister' eben klar vor den der rechtlich im Bezug auf den Verein 'verantwortungsfreien Sodales'.", versuchte Tasius es nochmals in anderen Worten darzustellen. Und einen zusätzlichen Kommentar konnte er sich auch nicht verkneifen:
    "Wenn du im Übrigen keinerlei Konsequenzen beim Austausch der beiden Punkte siehst, Tiberius, weshalb willst du sie dann austauschen?! Denn nicht die von mir genannte Variante ist die neue, sondern die des Iulius.", stichelte der Sklave, der stark den Eindruck hatte, dass der Patrizier in sein Standesdenken verfiel und schlicht deshalb dem Iulier zustimmte. Dann blickte der Rhodier ebenjenen an. Und der, Crassus, merkte noch nicht einmal, wie er damit wahrscheinlich auch noch unwissentlich seine eigene Stellung freiwillig und aus eigenem Antrieb herab setzte. Man müsste doch nur mal überlegen, wer von den beiden Römer hier welchen Punkt verkörperte. Der Iulier war als Iulier ein bevorzugter Anwärter auf das Magisterium, während der Tiberier als Tiberier erst einmal hinten an stünde und eher den Sodales-Punkt verkörperte. Und in dieser Reihenfolge der juristischen Wichtigkeit drängelte nicht Lepidus nach vorn - das hatte er im vorherigen Punkt getan. Nein, Crassus drehte sich um und fragte, ob der Patrizier nicht vielleicht vor ihn wolle... Wäre der Sklave kein Eigentum eines Iuliers und folglich daran interessiert, dass jener auch einen gewissen Einfluss behielt, so... ... Ohne Worte... ... Darüber konnte er nur den Kopf schütteln - innerlich.




    TABULARIUS - SOCIETAS CLAUDIANA ET IULIANA
    SCRIBA PERSONALIS - MARCUS IULIUS DIVES

    So bekam der Decimus also seinen verdünnten Wein, wenngleich Dives bereits die rollenden Augen des Mannes vor ihm wieder deutlich missfielen. Der Iulier hatte bei Weitem nichts gegen klare Ansagen und einen deutlichen Tonfall, doch gehörte es für ihn, der er eine gute Erziehung genossen hatte und der er einmal Senator Romas werden wollte, einfach dazu, dass man auch ein Mindestmaß an Höflichkeit und Respekt wahrte. Dazu gehörte neben dem Verkneifen von derlei abwertendem Augengerolle beispielsweise auch eine angemessene Anrede (vor allem bezogen auf Duumvir Cassius)... Aber was sollte er sich groß bei einem alten Primicerius darüber beklagen? Der würde ja sicherlich kaum anstreben selbst einmal noch Senator zu werden. Denn wenn doch, hätte er sich bis dato wohl nicht nur noch einige Umgangsformen anzueignen, sondern müsste auch noch deutlich daran arbeiten in solchen Situationen, wie dieser hier, überzeugender zu lügen!
    Bei dem Geschwätz, das Varenus nämlich als Begründung für die Überprüfung der Finanzen vorbrachte, musste sich der iulische Duumvir doch sehr zurückhalten - und er konnte soetwas - nicht laut aufzulachen! So einen Müll hörte man aber auch wahrlich selten! Seit wann war es eine große Ehre, wenn ein praktisch unbekannter Primicerius in eine Stadt kam?! Ein Curator Rei Publicae hingegen wäre ja allein von den Amtsvoraussetzungen her wenigstens Senator, der mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit sogar wenigstens gewesener Praetor, wenn nicht sogar Consular wäre! DESSEN Besuch wäre eine Ehre!! - Ein Primicerius hingegen war ja in aller Regel noch nicht einmal Eques...


    "Wie dem auch sei...", meinte Dives dann, nachdem er einmal seinen Ärger über dieses hinten und vorne nicht stimmige Märchen ausgeatmet hatte. Unterm Strich könnte wohl keiner der hier Anwesenden die Situation jetzt durch gegenseitiges Stänkern groß verbessern - im Gegenteil. So würde der Iulier dieses Spielchen wohl erst einmal mitspielen und versuchen seine Schlüsse daraus zu ziehen. An Vermutungen mangelte es ihm bereits zu diesem Zeitpunkt nicht. Möglichkeit eins: Die ganze Aktion käme wirklich direkt von ganz oben und der Vescularier vertraute Ostia nicht. Einen Grund hierfür könnte sich Dives zwar im Moment noch nicht vorstellen, doch vielleicht drückte dem Dicken schlicht sein Fett schon so gegen das Gehirn, dass der nicht mehr zum klaren Denken befähigt wäre... wer wüsste das schon. Möglichkeit zwei: Die Aktion könnte eine decimische sein. Zwar hatte sich das Verhältnis zwischen Iuliern und Decimern nach Auffassung Dives' doch in letzter Zeit wieder gebessert, doch hatte sich dies dennoch nirgendwo manifestiert (keine Hochzeit oder Verlobung oder ähnliches). Und letztlich hatte Centho ihn mehr als nur einmal eindringlich gewarnt! Möglichkeit drei: Serapio könnte hinter all dem stecken. Zwar mochte Dives ihn sehr, doch inwiefern das nun auf Gegenseitigkeit beruhte, war natürlich eine andere Sache. Vielleicht war es eine späte Rache für das Theaterstück im Mai? Eventuell wäre sogar denkbar, dass Serapio ihm damit einmal kräftig vor den Kopf zu schlagen hoffte, damit Dives aufwachte und von ihm abließ... Diese Variante schloss der Iulier in seinem Wunschdenken aber natürlich als allererste sogleich wieder aus. Bliebe trotzdem noch eine vierte Möglichkeit: Varenus war der Urheber dieser Sache. Motive? Er versuchte aufzusteigen, was in aller Regel am einfachsten ging, wenn man dies auf dem Rücken anderer könnte. Das wäre plausibel. Eine Rache oder ähnliches an Aculeo hingegen war unwahrscheinlich, denn dafür hätte Varenus sich wohl eher mit dem Praefectus Annonae in Roma in Verbindung gesetzt, statt nach Ostia zu kommen, wo Aculeo lediglich Decurio war und ansonsten kein ostiensisches Amt bekleidete. Und zu guter Letzt - Möglichkeit fünf: Der wirkliche Grund wäre ein völlig anderer, den Dives bisher einfach übersehen hatte...


    "Das hier sind einmal der Antrittsbericht des amtierenden Quaestors Trebius Glaber...", schob er die erste Tafel zum Decimer...


    COMMENTARIVM QVAESTORIS I


    MVNERIS TEMPVS DVVMVIRORVM
    IVLLVS CASSIVS HEMINA MINOR
    ET
    MARCVS IVLIVS DIVES



    * davon 8800.00 Sesterzen für den Cultus Deorum Ostiensis
    sowie 5000.00 Sesterzen für das Theatrum Ostiensis


    Sim-Off:

    ** fiktive Angabe. In Summe werden eigentlich nur 3250 Sz. Ausgaben für mein Duumvirngehalt erwartet. :D



    "... und die zweite Übersicht beinhaltet alle Veränderungen des Kassenstandes bis heute, den Nonen des October * ..."

    Sim-Off:

    * = Datum deines Eintritts in dieses Officium. [ Link ]


    COMMENTARIVM QVAESTORIS II


    MVNERIS TEMPVS DVVMVIRORVM
    IVLLVS CASSIVS HEMINA MINOR
    ET
    MARCVS IVLIVS DIVES



    Sim-Off:

    * fiktive Angaben (in Summe +/- 0.00 Sesterzen)



    Nun gönnte sich Dives einen Schluck verdünnten Wein, während Varenus Zeit hätte sich die Zahlen anzusehen und etwas zu jenen zu sagen oder auch nicht...

    Vom Tor der Castra gelangte denn also die halbe Stadtführung Ostias - die andere Hälfte (also: Duumvir Cassius) war ja nicht eingeladen worden - in den Besprechungsraum des Gebäudes. Nachdem sie allesamt eingetreten waren und sich kurz umgeblickt hatten, wer sonst noch alles hier war, begrüßte Dives, der ganz in duumvirischer Manier den Kopf des Trios bildete, zunächst den Praefecten:


    "Salve Praefecte!", meinte er und deutete ein kleines Nicken zum Zeichen der Ehrerweisung an.
    "Ich danke dir für deine Einladung.", setzte er sodann hinzu, denn scheinbar war diese Geste gegenüber einem Duumvir, dem höchsten Beamten der Civitas, ja keine unbedingte Selbstverständlichkeit. Andernfalls wäre schließlich sicherlich auch Cassius in den 'Genuss' einer dieser einladenden Nachrichten gekommen...


    | Nero Sulpicius Cornuntus
    HAFENVERWALTER - PORTUS ROMAE


    "Praefetus Classis.", grüßte anschließend auch der Sulpicier die ranghöchste Person im Raum und nickte ebenfalls kurz. Dass seine Worte etwas mehr militärischen Charakter hatten, war wohl dem vielen Kontakt mit den Soldaten der Classis geschultet. Aber was sollte er tun? Er war der Hafenverwalter der ostiensischen Häfen im Allgemeinen und der des Portus Romae im Speziellen. Da konnte er dem Militär derzeit wohl kaum wirksam aus dem Weg gehen...


    | Aglaopes
    MEDICUS ET SCRIBA PERSONALIS, NOMENCLATOR ET PAEDAGOGUS A.D. - MARCUS IULIUS DIVES


    Der alte Sklave blieb stumm im Schatten seines Herrn stehen und blickte zumindest während der Begrüßungsrunde schlicht nach unten. Mehr als die Ausstrahlung seiner Unterwürfigkeit wurde wohl auch vorerst nicht von ihm erwartet...

    Selbstverständlich fand man bei den Leibesvisitationen keinerlei wirkliche Waffen beim Iulier, seinem alten Sklaven Aglaopes oder dem Hafenverwalter Sulpicius. Es mochte zwar durchaus auch möglich sein jemandem mit einer Tabula eins überzuziehen oder ihm zu versuchen mit einem Griffel ein Auge auszustechen, doch war wohl davon auszugehen, dass keiner der drei einen solchen Angriff a) überleben würde und b) überhaupt erfolgreich durchzuführen in der Lage gewesen wäre. Insofern also stellten die Schreibmaterialien wohl kaum eine Bedrohung oder Gefahr dar, waren folglich nicht als Waffen zu bezeichnen und die drei Eingelassenen damit letztlich tatsächlich vollkommen unbewaffnet.


    "Natürlich.", lächelte Dives müde bei der Belehrung des Soldaten. War das nicht ohnehin völlig selbstverständlich? Der Iulier zumindest meinte selbst als Nicht-Advocatus zu wissen, dass man natürlich stets für seine Sachen verantwortlich war - und auch für eventuelle Schäden, die durch diese verursacht wurden, aufkommen musste. Hieß es nicht oftmals 'Eltern haften für ihre Kinder'? Da wäre es doch nur logisch, dass man dann erst recht für seine Sklaven haftete, oder nicht?!
    Aber was sollte er sich über derlei rechtliche Dinge jetzt einen Kopf machen? Erstens war er dafür nicht hier, zweitens war Aglaopes ein guterzogener Grieche und kein dakisches Trampeltier und drittens... ja, drittens war es wohl eh aufs Äußerste zu bezweifeln, dass in einer Castra, die für gewöhnlich maximal Tribune und keine Praefecten oder Legaten zu sehen bekam, irgendwo teure Vasen oder ähnliches stünden, die ein tollpatschiger Sklave versehentlich umstoßen könnte.


    Während also die vier Liktoren, die, da ein Duumvir keine Todesstrafe zu verhängen vermochte, keine fasces sondern nur einfache Rutenbündel ohne Äxte trugen, am Tor der Castra warteten, folgten Dives, Cornuntus und der alte Schreibsklave ins Innere des Gebäudes...

    Weder der Sklave, noch der Sklavenhändler reagierten auf den Zwischenruf. Hatten sie den Mann aus der Gruppe nicht gehört? War es zu laut um ihn herum? Oder aber hätte der Händler bei einer Antwort schlicht zugeben müssen, dass der Nubier tatsächlich nicht ihre Sprache sprach? Dann wäre es natürlich selbstredend im Interesse eines hohen Profits, wenn er einfach schwieg - und die weitere Entwicklung gab ihm dabei ja nicht unrecht: fünfeinhalb Aurei waren mittlerweile geboten.


    Und der Sklave? Wäre es nicht wenigstens in dessen Interesse, dass er zeigte, was er konnte, um in ein möglichst passablen Haushalt zu kommen? Es gab schließlich solche und solche Römer, moderate und... nunja, weniger moderate. Aber wie es aussah, verstand der Nubier sie wirklich nicht... Überhaupt, was machte sich der Mann, der lauthals eine unbeantwortet gebliebene Frage gestellt hatte, sich einen Kopf über einen SKLAVEN ?! Er drängelte sich durch die Gruppe, in der er stand, hindurch und verschwand in Richtung eines anderen Sklavenhändlers. Vielleicht gab es dort ja Brauchbareres. - Nicht ein As (geschweige denn 800 Sesterzen) würde er an diesem Stand lassen..!