Beiträge von Gaius Caecilius Crassus

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    Original von Manius Matinius Fuscus
    Uiuiui, da war einer zu reich. Aber mit so viel auf einmal, das stand fest, konnte er nicht dienen. "Mhm, mal sehen. Also die 4 in Italia?" hakte er noch mal nach und suchte die Liste für Ägypten, die noch hier liegen musste. "Mhm, ich fürchte, in Ägypten kann ich Dir momentan nur noch 2 anbieten. Denn ich erwarte tagtäglich die neuen Listen aus den Provinzen und momentan ist da einfach schon alles überall sonst weg. Es handelt sich hier um zwei kleine, zusammenhängende Grundstücke in Taposiris."


    Ja, die in Italia würde ich nehmen. Geduldig wartete Crassus bis der Beamte die Listen für Ägypten gefunden hatte. Einer sollte dem guten mal einen Schreiber einstellen, der dafür sorgte, dass die Listen immer gut geordnet und aufgeräumt waren. Die zwei in Ägypten machen aber auch qualitativ was her? Ich möchte nachher nicht irgendeinen Murcks gekauft haben... ansonsten würde ich die auch nehmen. Bei wieviel Sesterzen wären wir denn inzwischen? Weil sonst warten wir, bis die neuen Listen gekommen sind und die Reservierst mir gleich die beiden besten in Ägypten...

    Efreut stellte Crassus fest, dass ihn Corvus offenbar wiedererkannte. Nun gut, in seiner Rüstung war er auch nur schwer nicht als Praefectus Praetorio zu erkennen und da sein Kollege ein Stück kleiner war, hätte wahrscheinlich selbst ein Blinder ihn ertasten und dadurch identifizieren können.


    Natürlich war es nicht einfach, aber mit einer schlagkräftigen Truppe sowie dem Beistand der Götter, nimmt man das gerne für den Kaiser auf sich. So wie man dafür auch gerne quer durch das Imperium reist, um von Germanien nach Ägypten zu kommen und dort eine neue Stelle anzutreten. Crassus machte eine kurze Pause und überlegte, ob die Ernnenung Corvus' überhaupt schon öffentlich gemacht wurde. Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem wichtigem Posten.


    Dann stieß auch Macer zu der noch kleinen Runde. Crassus lachte bei Macers Frage.


    Na klar. Sollte sich der Kaiser mit seinen Widersachern auf ein Waffenlauf einigen, so müssen wir ja dafür sorgen, dass wir diesen auch auf jeden Fall gewinnen.



    Edit:


    Ah, Tiberius. er wandte sich an Corvus und Macer: Darf ich vorstellen? Mein Neffe, Tiberius Metellus. Hier siehst du Senator Prugitius Macer, wahrscheinlich habt ihr euch schon einmal gesehen. Und Ritter Germanicus Corvus. Er war mal bei den Prätorianern.

    Zögerlich griff Crassus nach Minervinas Hände und hielt diese lose. In seinem Gesicht zeichnete sich trotz seiner Gefühle, die im Inneren wild wüteten, keine Gefühlsregung ab. Das hatte er in Rom gelernt, sich in jeder noch so verzweifelten Lage sich nichts anmerken zu lassen. Zu leicht könnten sie einen verraten oder einem als Schwäche ausgelegt werden. Nur als er daran dachte, dass er Minervina vielleicht wieder für lange Zeit nicht sehen würde, verstärkte er ganz unbewusst seinen Griff.


    Du weißt, wenn es nach mir ginge so würdest du nicht nach Ägypten fahren. Und wenn du fährst, wünschte ich mir, dass du so schnell als möglich wieder zu mir zurückkämst.

    Dieses Mal erhob sich Crassus gar nicht erst mehr. War ihm doch grad zu blöd, dauernd aufzustehen und sich wieder hinzusetzen.


    Ich fühle mich durchaus nicht im Rahmen meiner Möglichkeiten eingeschränkt, sollte ich dieses Gremium als Beisitzer verlassen. Überhaupt dachte ich eigentlich, ich hätte schon vorher zu Genüge erklärt, warum ich mich überhaupt hier rechtfertige.


    Ich sagte ich werde dieser Sitzung hier Disziplin beibringen, wenn Sie sie schmerzlich vermissen lässt. Nicht, weil meine Soldaten schon alles können und ich mich sonst langweilen würde, so wie du es eben hingestellt hast. Im übrigen wäre diese Maßnahme für die Betroffenen noch die freundlichste Möglichkeit, die mir hier offen stehen.


    Meinst du etwa der Princeps hat die Zeit oder auch nur das Verlangen hier aufzutreten, wenn ich ihn hier in seinem Namen vertrete? Glaubst du nicht, dass gerade ich in meiner Position hier den Kaiser wie kein anderer Mensch vertrete und damit auch für ihn Spreche? Du magst für deine Wähler sprechen, ich dagegen für den Kaiser. Also mahne ich nicht als Beisitzer, sondern im Namen des Kaisers. Oder meinst du, du wärst es wert, dass der Kaiser sich persönlich an dich wendet, wenn du dir einen Fehltritt leistest?


    Hättest du auch nur halb so aufmerksam die Protokolle gelesen, wie du eben sagtest, so wäre dir sicher schon aufgefallen, dass ich schon mahnende Worte für die Curia fand. Und diese waren immer berechtigt und blieben auch nie ohne Reaktion.


    Crassus hatte wirklich kein Problem die Curia als Beisitzer zu verlassen, nur wollte er eben nicht die Informationsquelle versiegen lassen. Gerade jetzt nicht, wo der Kaiser Rom verließ. Aber gut, er würde sich natürlic dem Urteil der Curia beugen. So konnte er wenigstens per Decretum ein Schreiber hier reinbringen und damit die Curia überwachen. Bisher hatte er davor zurückgeschreckt, weil er die Curia nicht diese offensichtliche Überwachung antun wollte. Würde in der Öffentlichkeit sicherilch nur bedingt gut ausschaun.


    So soll die Curie doch darüber abstimmen. Eine Diskussion an sich ist ja eigentlich eh sinnfrei. Jeder hier weiß was die Aufgaben und der Sinn der Beisitzer sind und ob Sie diese Aufgaben gut erfüllen.

    Hast du Sie, die Männer in Schwarz, manchmal vermisst?


    sprach Crassus ohne jede Vorwarnung Corvus von hinten an. Er hatte von einer anderen Position aus erkannt, wie Corvus den Einmarsch der wenigen Prätorianer fast kritisch beobachtet hatte, darauf bedacht jeden möglichen Fehler zu erkennen. Aus seiner Zeit als Tribun bei den Prätorianern kannte Crassus ihn, der damals bei den Speculatores diente. Zwar hatten sie nie ein wirklich enges freundschaftliches Verhältnis, aber ab und an hatten sie schon miteinander zu tun gehabt. Und ein Gespräch unter alten Waffengefährten konnte ja fast nur lustig werden ;)

    Ruhig und ohne äußerliche Regung ließ Crassus die Botschaft über sich ergehen. Er hatte schon fast mit so etwas gerechnet. Zwar nicht, dass es ausgerechnet Ägypten sein würde, aber er hatte damit gerechnet, dass sie sich auf einen einen Familiensitz im Süden Italias oder auf Sardinien vorläufig zurückziehen würde. Nach einer Pause, in der Crassud die Worte auf sich Wirken ließ, antwortete er mit einer nicht gerade begeisterten Stimme:


    Dein Entschluß steht wohl schon fest und daran ist nichts mehr zu machen? Tja, was glaubst du, für wie lange wirst du dort bleiben?

    Crassus erhob sich nachdem er angekündigt wurde und das Wort erhalten hatte.


    Werte Senatoren!


    Ich bot vor meiner Abreise nach Spanien an, nach meiner Rückkehr euch einen Bericht über die Ereignisse in Spanien abzuliefern. Aus genau diesem Grund trete ich heute hier vor euch. Ich werde meinen Bericht mit meiner Abreise beginnen lassen. Die Geschehnisse zuvor wurden ja schon in einer Debatte besprochen und sollten somit schon bekannt sein. er räusperte sich, bevor er dann mit seinem Bericht begann:


    Nachdem der Kaiser von den Aktionen in Germanien in Kenntnis gesetzt wurde, zögerte er nicht lange, bis er mich mit drei Kohorten nach Spanien schickte. Es wurden die nötigen Vorbereitungen schnell getroffen, sodass wir schon bald Aufbrechen konnten. Wir setzten mit der Classis unter dem Kommando von Annaeus Florus nach Tarraco über. Dort errichteten wir ein Lager, welches erst einmal Bestand haben sollte, bis unsere Proviante aufgefüllt wären und die ersten aktuellen Berichte aus Corduba mich erreichen würden. Zu diesem Zweck schickte ich sofort Kundschafter nach Corduba aus, während ich selbst mit der Provinzverwaltung - genauer mit dem Proconsul - in Kontakt trat. Wir besprachen alle wichtigen Dinge, allen vorran natürlich die Lage in Corduba. Schon bei diesem, meinem ersten Zusammentreffen mit der Provinzverwaltung, fielen mir einige Beamte durch ihre, ehm Besonderheiten auf. Da die Berichte aus Corduba noch auf sich warten ließen, beschloss ich, die Verwaltung weiter zu durchleuchten. Schließlich war ja nicht auszuschließen, dass selbst bis in die Verwaltung der Provinz Ausläufe des Aufstandes vorgedrungen waren. Diese Kontrolle der Verwaltung streckte sich länger als gedacht, denn je mehr Detaials während den Untersuchungen bekannt wurden, desto eher musste ich mich darum kümmern. Viele Ungereimtheiten oder Auffälligkeiten traten auf. Teilweise musste ich sogar Beamte verhören, damit ich ein ganzes Bild von den Zuständen erhielt. Viele der Beamten konnten nach den Untersuchungen wieder ihre Arbeit aufnehmen. Zur Sicherheit ließ ich sie aber einen Eid auf unserem geliebten Kaiser schwören.
    Wie ich nun nach den Untersuchungen sagen kann, hingen fast alle Auffälligkeiten nicht mit dem Aufstand zusammen, sondern begründeten sich eher auf der Inkompetenz der Beamten.


    Mir war natürlich klar, dass ich nun schon viel Zeit mit der Kontrolle der Verwaltung verwendet habe, obwohl das eigentlich nicht mit meinem Auftrag zusammenhing. Allerdings verzögerte das unseren Marsch auf Corduba nur unwesentlich, da die Berichte aus Corduba sowieso noch auf sich warten ließen. Als diese dann letztlich eintrafen, ließ ich schon am nächsten Tag in Eilmärschen nach Corduba marschieren. Der Marsch verlief ohne Probleme und auch für Proviant war gesorgt, da der Proconsul uns das zur Verfügung stellen konnte.
    In Corduba angekommen vereinten wir uns mit der Auxiliareinheit, die schon vor Ort war und die Stadt belagerte. Wir wussten aus unbestätigten Berichten, dass sie einen Mann gefangenhielten, den man für Strabo, einen der Anführer, hielt. Bei unserer Ankunft konnte ich den Mann eindeutig als diesen Strabo identifizieren. Er wurde daraufhin uns überstellt. Nachdem dies dann getan wurde, sprach ich mit dem Kommandeur der Auxiliareinheit den Angriffsplan ab, sowie den Tag, an dem wir angreifen würden. Der ANTE DIEM V KAL MAI wurde ausgewählt. Schon früh an dem Tag wurden die Vorbereitungen für die kommende Schlacht getroffen. Die Belagerungstürme wurden aufgestellt, die Männer nahmen ihre Position auf. Dann begann der Sturm auf die Stadt. Durch die Türme konnten wir schnell die Kontrolle der Stadtmauern an uns reißen und damit auch die Kontrolle der Stadttore. Dadurch waren im Nu unsere Soldaten in der Stadt. In der Stadt wurde sehr besonnen und langsam vorgegangen, wie sich später herausstellte nicht ohne Grund. Denn die Rebellen hatten viele Fallen und Hinterhälte vorbereitet. Einstürzende Häuser, mit Bogenschützen besetzte Häuserdächer, um nur zwei zu nennen.
    So sicherten wir langsam, aber sicher und unter geringen Verlusten die einzelnen Stadtbezirke. Als wir ungefähr die Hälfte der Stadt eingenommen hatten, sahen viele Rebellen ihren Untergang ein und ergaben sich. Gleichzeitig wurden aber Brandpfeile abgefeuert. Wie sich später bei den Untersuchungen heraustellte, hatten sie dazu extra brennbare Flüßigkeiten über die Stadt verteilt, damit sie auch ja lichterloh brennen würde. Glücklicherweise hatten wir die Götter auf unserer Seite. Sie ließen es nämlich kurz nach dem ersten Pfeil heftig regnen. Dadurch breiteten sich die Feuer nur sehr vereinzelt aus und konnten schnell unter Kontrolle gebracht werden.
    Nach der Befreiung der Curia, bei welcher auch der zweite Anführer Sulla in Haft genommen wurde, gaben auch die letzten, verzweifelten Widerständler auf und übergaben sich in meine Hand. Nachdem dann die Stadt gereinigt und kontrolliert wurde, zogen sich die meisten Truppen wieder aus der Stadt zurück - es war schon später Abend.


    Am nächsten Tag dann wurden die wenigen gefallenen Kameraden in einer feierlichen Zeremonie bestattet. Anschließend wurden die Gefangenen durch mich gerichtet.
    Die Stadt an sich erlitt während dem Sturm und der Belagerung nur wenig Schäden, die bald repariert sein dürften. Die Menschen der Stadt nahmen die Befreiung unterschiedlich auf: manche zogen sich auf das Land zurück, andere kamen wieder vom Land in die Stadt und wieder andere blieben einfach wo sie waren.
    Wie auch immer, nachdem die meisten Sachen erledigt waren, drängte ich auf eine schnelle Abreise nach Rom zurück, da ich noch vor der Abreise des Kaisers dort sein wollte. Ich marschierte mit zwei Kohorten nach Carthago Nova und von dort aus ließen wir uns von der Numerus nach Ostia übersetzen. In Spanien blieb einer meiner Tribune mit einer Kohorte. Ihm wurde vorrübergehend mehr oder weniger die Auxiliareinheit unterstellt. Damit überwacht er nun die Wiederaufbauarbeiten und räuchert noch die letzten Rebellennester aus.


    Crassus war zwar klar, dass er noch einiges hätte sagen können, aber er ging davon aus, dass jetzt schon die meisten Senatoren fast erschlagen waren.

    Von einem solchen Interesse ging ich auch aus. Ich denke auch, dass der Senat nach meinem Bericht einige nicht unwichtige Entscheidungen wird treffen müssen. Aber das liegt ja dann nicht mehr in meinem Einflußbereich...


    auch wenn es Crassus nicht direkt ansprach, hatte er wohl trotzdem deutlich gemacht was er erwartete. Aber das war ja erst einmal zweitrangig, da das ja kaum tangierte und so relativ egal sein konnte.


    Das kannst du machen. Ich werde mich ganz nach dem Senat richten. Also was das Datum betrifft, mein ich.

    Ich suche dich auf in deiner Funktion als Princeps Senatus.


    Crassus machte eine kurze Pause und sah sich in dem Raum um. Er war heute das erste mal in der Casa Prudentia, wenn er sich recht erinnerte...


    Und zwar bot ich vor meiner Abreise nach Spanien an, dem Senat nach meiner Rückkehr einen Bericht über den Aufstand zu erstatten. Wollte nun wissen, ob daran noch Interesse besteht...

    Geduldig wartete Crassus bis der Consul Platz für das Gespräch mit Crassus gemacht hatte. Als es dann so weit war, folgte Crassus einem Sklaven in das Tablinum. Dort angekommen deutete Crassus eine Verbeugung an. Nicht eine Geste des Ranges wegen, sondern eher des Alters, das bei dem Consul doch schon beträchtlich war.


    Sei mir gegrüßt Consul! Ich freue mich, dass du so kurzfristig für mich Zeit gefunden hast.

    Crassus staunte nicht schlecht, als er mitbekam, dass heute eine Diskussion über die Beisitzer auf dem Plan stehen würde. Mit regem Interesse und auch einer gewissen Spannung fand er sich nicht gerade überpünktlich, aber doch noch rechtzeitig in der Kurie ein. Er nahm auf seinem Beisitzerplatz platz und lauschte dann der Eröffnungsrede eines Mannes, den er noch nie zuvor bewusst wahrgenommen hatte, oder der ihm besonders wichtig erschien.
    Crassus erhob sich nach einiger Bedenkzeit und erhob seine Stimme.


    Wenn ich mich dazu äußern dürfte. er räusperte sich, wartete aber keine Bestätigung oder ähnliches ab. Du nanntest schon den Grund warum wir, die Beisitzer, hier sind. Viele Vollmitglieder dieses Gremiums sind politisch und verwaltungstechnisch recht unerfahren; wir hingegen haben schon viel Erfahrung in verschiedensten Bereichen gesammelt und geben diese gerne an die Curie weiter, so Sie sie benötigt.
    Doch die Vermittlung des Wissens und der Erfahrung ist nur der ursprüngliche Grund, warum wir damals in dieses Gremium eingeladen wurden. In meiner langen Zeit als Beisitzer dieses Gremiums, lernte ich nämlich, dass es der Curie manchmal an Disziplin fehlt. Das kann verschiedene Gründe haben, die aber völlig irrelevant sind. In diesen Situationen ist es dann aber sehr wichtig, dass jemand da ist, der die Sodales wieder zur Ordnung ruft. Notfalls aber auch geeigente Schritte einleiten kann, um irgendein Unheil abzuwenden.


    Das dazu warum wir hier sind, nun dazu, wie du die Arbeit der Beisitzer und die Beisitzer selber siehst. Lass mich mit deinem Bild über die Beisitzer beginnen: Du zweifelst an dem Rang und dem Namen der hier anwesenden Beisitzer. Eine absolute Frechheit ist das. Schau dich um! Hier sitzen Männer, deren Verdienste über jeden Zweifel erhaben sind und die dem engsten Beraterstab des Kaisers angehören. Nicht zu letzt sind hier die beiden obersten Reichspraefecti.
    Nachdem nun eigentlich der Bestand unserer Verdienste und Erfahrung geklärt sein sollte, zu deiner Sicht über unsere Arbeit. Wie lange gehörst du jetzt diesem Gremium an? Eine Woche vielleicht? Und du möchtest mir sagen, dass die Beisitzer zu selten da sind und sich nur ab und an Blicken lassen? Das ist doch absolut lächerlich. Vielleicht waren viele von uns in letzter Zeit nicht sooft anwesend, kann durchaus sein. Ich selbst war ja auch nicht bei jeder Sitzung da. Doch gibt es dafür gute Gründe: erst einmal weil ich in Spanien einen Aufstand niederschlagen musste. Da war es mir leider nicht möglich hier auch anwesend zu sein. Ich hoffe du verzeihst mir meine Prioritätensetzung. Zum anderen weil der Kaiser, wie sicherlich auch dir bekannt sein dürfte, Rom bald verlassen wird. Und wie ich schon erwähnte, sitzen hier wichtige Vertreter des Kaisers, die in diesen Tagen besonders gefordert sind. Da ist es absolut unmöglich jeder Sitzung beizuwohnen.
    Dein letzter Punkt war die Qualität der Beiträge der Beisitzer. Und dieser Punkt ist aus zwei Gründen lächerlich. Zum Einen weil du ja kaum eine Woche hier bist, also dich kaum auskennen dürftest noch groß Erfahrungen mit Beiträgen der Beisitzer hast, zum anderen, weil es tatsächlich nicht so ist. Und da rede ich aus meiner langen Erfahrung. Noch nie hatte sich ein Beisitzer mit einer Nichtigkeit an die Curie gewandt oder irgendetwas völlig unwichtiges eingeworfen.


    Es ist nicht so, dass ich in normalen Zeiten an diesem Sitz hier klebe und ihn unbedingt brauche. Du kannst mir glauben, ich könnte meine Zeit auch anders vertreiben, dazu müsste ich nicht einmal lang überlegen, denn meine übrige Arbeit würde die neu freigewordene Zeit sofort füllen. Nun kannst du fragen, warum ich euch dann mit so einer langen Antwort gelangweilt habe und nicht einfach meine Sachen gepackt und erleichtet Ausgeatmet habe. Zum Einen weil dein Verhalten den verdientesten Männern Roms gegenüber eine absolute Frechheit ist, die seines gleichen sucht. Zum anderen, weil ich mir gerade in diesen Tage keine Informationseinbuße in irgendeinem Sektor erlauben kann und dir deshalb gerne auch im Detail erläutere, warum wir hier sind. Auch wenn das eigentlich offensichtlich sein sollte, gerade für ein Vollmitglied.


    Crassus nahm wieder platz.

    Natürlich ist es das. Vorallem in einem solchen Gremium, was ja eigentlich ausschließlich dem Kaiser vorbehalten ist. Ansonsten habe ich ja schon oft den Kaiser in verschiedenen Situationen repräsentiert - zu letzt ja in Spanien. Crassus gab einem Sklaven einen Wink, damit dieser endlich etwas zu Trinken holen würde. Natürlich Crassus besten Wein mit einer Amphore Wasser.


    Die bloße Abwesenheit des Kaisers wird mich wahrscheinlich schon vor verschiedenste Herausforderungen stellen, die es zu überwinden gilt. Wenn der mächtigste Mann der Welt die wichtigste Stadt der Welt verlässt, so kann das nur Probleme geben. Crassus zögerte einen Moment, ehe er sich dann doch durchrang die Frage zu stellen, die sich ihm aufdrang: Aber dieser Frage nach zu urteilen... gehe ich recht in der Annahme, das für dich neue Pläne geschmiedet hast?

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    Original von Manius Matinius Fuscus
    "Verstehe," meinte der Mann und entschuldigte sich einen Moment um einige Listen kommen zu lassen und bereits vorhandene durchzugucken. "Nun, mal sehen... An wie viele Grundstücke dachtest Du ncoh mal? Ich hätte hier eines in der Nähe von Cemenelum, gleich am Meer und mit ähnlicher Lage eines in Aquilea. Ansonsten, mhm, wie wäre es mit Forum Traiani auf Sardinia? Da wäre ein großes Villengrundstück frei. Lilybaeum würde sich auch noch anbieten. Sogar mit Weinstöcken. Allerdings habe ich hier in Italia sonst keine weiteren. Da müsste man dann auf andere Provinzen ausweichen."


    Ich dachte an eine Investition im Rahmen von 40.000Sesterzen. Wenn es bisschen mehr oder weniger sein sollten, soll es daran auch nicht scheitern.
    Die schon genannten Grundstücke hören sich sehr vielversprechend an, vorallem aber das auf Sardinia. Wenn sich in dem Wert keine Grundstücke mehr in Italia befinden sollten, so würde ich die restlichen gerne in Ägypten haben, sofern sie natürlich auch qualitativ hochwertig und bezahlbar sind.

    Jawoll, mein Kaiser. Crassus wandte sich zum Gehen, blieb vor der Türe aber noch einmal stehen und wandte sich an den Kaiser: Gönne dir bei dem ganzen Abreisestress auch noch die ein oder andere Minute der Muße und Entspannung.


    Crassus nickte dem Kaiser zu und verschwand dann gänzlich aus dem Officium. Mit dem Wissen, dass der Kaiser zur Entspannung kaum kommen würde.

    Crassus, der nicht weit von der Türe wartete, konnte das Gespräch zwischen seinem Sklaven und dem Ianitor verfolgen. So trat er bei der Einaldung noch vor seinen Sklaven in das Haus hinein und folgte dem Sklaven ins Tablinum. Ihm wiederum folgten seine Sklaven.

    Zitat

    Original von Gaius Prudentius Commodus
    [Blockierte Grafik: http://de.geocities.com/crazylx2000/ImperiumRomanum/Schraubzieris.png]Schraubzieris
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    Schraubzieris kam zur Porta und öffnete sie. Er schaute hinaus auf den Sklaven, der an die Porta geklopft hatte. Ja bitte? fragte er mit einem freundlichen Lächeln.


    Der Sklave deutete eine Verbeugung an:


    Mein Herr, der Praefectus Praetorio Caecilius, würde den Consul gerne in einer den Senat betreffenden Sache sprechen.

    Als Crassus Minervina schmunzeln sah, bemerkte er erst, wie sehr er sie in den letzten Tagen und Wochen vermisst hatte. Natürlich hatte er sich nach dem ausgearteten Abend vor Corduba Vorwürfe und sich seine Gedanken gemacht. Sich gewünscht, dass der Abend anders verlaufen wäre oder dass er die Zeit nochmal zurück drehen könnte. Trotzdem würde er aber nie zugeben, dass er auch an dem Ausgang mitschuldig war, dazu war er zu stolz.
    Die Befreiung von Corduba verlief überraschenderweise problemlos. begann er dann in einem lockeren Plauderton Wir sicherten erst die Stadtmauer und gingen dann langsam vor, in dem wir Bezirk für Bezirk sicherten, solange bis wir schließlich die Curia befreit hatten. Dort nahmen wir den obersten Anführer schwerverletzt gefangen. Daraufhin brach der Widerstand völlig zusammen und Corduba befreit.
    Nun wird noch Sulla gemeinsam mit Strabo der Prozess in Rom gemacht. Und ich habe die Ehre den Kaiser im Iudicium Imperialis vertreten, da dieser ja bald gen Osten aufbrechen wird.


    fügte er dann noch mit einigem Stolz hinzu.